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Freitag dm 12. April
1895
Erstes Blatt
Rr. 87
Giehener Anzeiger
Kenerat-Htnzeiger
«cbaction, «Sfpcbuüm. und Druckte::
KLulftrahe ^r.7.
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Der
Gießener An;eiger aldjont täglich, wn Ausnahme deS Montags.
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Annahme von Anzeigen zu der Nachmittags für de» folgenden Tag erscheinenden Nummer bis Borm. 10 Uhr.
Neueste riuchr^chten.
WolffS telegraphische« Correspondenz-Dureau.
Berlin, 10. April. Die „Nationalzeitung" bemerkt zu den japanischen Friedensbedingungen, dieselben strebten eine Begünstigung der japanischen Ausfuhr nach China gegenüber der der europäischen Mächte an. Japan verlange, daß die japanischen Importartikel bet Beförderung in daS chinesische Inland durch Zahlung von 2 pCt. deS ursprünglichen Kostenpretses von allen Jnlandsabgaben befreit werden sollen und stellt diese Forderung für von den Japanern in China selbst angefertigte Artikel. Der ursprüngliche Preis der japanischen Maaren müßte selbstverständlich geringer sein als der Preis der europäischen Maaren. Daher bedeute die Forderung Japans tatsächlich einen Differentialzoll zu Gunsten der japanischen Artikel.
KriedrichSruh, 10. April. Fürst BiSmarck empfing heute eine aus drei Herren bestehende Deputation der Deutschen in Odeffa, die eine Adreffe überbrachten. — Der Norddeutsche Lloyd ließ ein Modell des Schnelldämpfers „Prinzregevt Luitpold" überreichen.
Detmold, 10. April. Der Landtag hat sich bis nach Ostern vertagt. Beschlüffe wurden nicht gefaßt.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 10. April. Die „Kreuzztg." hört, daß der Kaiser den Flügel-Adjutanten Oberst v. Schall gestern Nachmittag persönlich beauftragt habe, sofort nach Unterzeichnung deS fretsprechenden UrtheilS dem Ceremonievmeister von Kotze in seiner Wohnung von dem Geschehenen Mittheilung zu machen.
Berlin, 10. April. Für die Theilnahme deS Kaisers Franz Joseph an den diesjährigen Herbftmanöv ern sind die Tage vom 3. bis 7. September in Aussicht genommen und zwar wird der Kaiser Franz Joseph in Stettin sein Absteigequartier nehmen. Ein kurzer Aufenthalt in Berlin ist nur für den Fall in Aussicht genommen, daß die deutsche Kaiserin sich um diese Zeit in Potsdam aufhält.
Berlin, 10. April. Die „Post" schreibt zu der Blättermeldung, wonach der Kaiser an einem militärischen Werke arbeite, welches ein strategisches Thema behandle und am 2. September erscheinen solle, daß in bestunterrichteten Kreisen von einer solchen Arbeit und von der Absicht, eine solche zu veröffentlichen, nichts bekannt sei.
Berlin, 10. April. Nach Berichten, welche der „Kreuzztg." aus Konstantinopel zugehen, ist die Frage der Betheiligung eines türkischen Geschwaders bei der Eröffnung des Nord-Ostsee-Canals noch nicht entschieden. Es machen sich Bemühungen geltend, den Sultan in seinem gefaßten Entschluffe, daß sich auch die türkische Marine an der Feier betheilige, wankend zu machen. ES ist aber anzunehmeu, daß die gegen die Entsendung eines türkischen Geschwaders gerichteten Bemühungen erfolglos bleiben werden.
Berlin, 10. April. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, sind mehrere Berufungen in das Herrenhaus dieser Tage erfolgt, nicht nur die des Freiherrn LuciuS von Ballhausen.
Berlin, 10. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht daS Gesetz betr. die Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung im Jahre 1895.
Berlin, 10. April. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung deS DtreetorS im Reichspostamt, Wirklichen Geheimraths Vr. Fischer, zum Unter st aatSsecretär im Reichspoftamt.
Berlin, 10. April. Die dtejährige Session der Parlamente dürfte voraussichtlich eine außergewöhnliche Ausdehnung annehmen. Dem Reichstage werden noch das SpirituSgrfetz, das Gesetz, betr. den unlauteren Wettbewerb und die Börsenreformvorlage, bestimmt beschäftigen. Ob in dieser Session auch noch das Tabaksteuer • Gesetz vorgelegt werden wird, erscheint zweifelhaft. Geschieht dies nicht, so wird ein Nothgesetz unausbleiblich sein. Auch daS Abgeordnetenhaus hat eine ganze Anzahl Vorlagen zu erledigen, sodaß sich die Session beider parlamentarischen Körperschaften wohl bis tief in den Sommer hinein ausdehnen dürfte.
Straßburg, 10. April. Das in Paris erscheinende antisemitische Blatt „Libre Parole" wurde in den Reichslanden verboten.
Senrllu, 10. April. Donau und Save steigen fortdauernd. Alle Dämme sind durchbrochen. Semlin gleicht einer Lagunenstadt. AuS mehreren umliegenden Orten mußten über 1000 Personen auf Kähnen in Sicherheit gebracht werden. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt. Die Noth unter den Bewohnern ist unbeschreiblich.
Triest, 10. April. Wie hiesigen Blättern aus Albona gemeldet wird, besteht im Districte von Pesfano unter den kroati'chen Bauern großeAufregung über die dort herrschende Unsicherheit. Bürger von Albona sind auf dem flachen Lande angefallen und mißhandelt worden und gehen infolgedeffen nur noch bewaffnet aus der Stadt. Bei Aushebung der Rekruten kam es zu aufregenden Sc en en und nur durch Einschreiten der bewaffneten Macht konnten ernste Unruhen verhindert werden. Die kroatischen Agitatoren suchen die Bergarbeiter aufzustacheln. Die Erregung wird durch einen Seelsorger von Peffano geschürt, welcher trotz des Hirtenbriefes für die bevorstehenden Landtagswahlen im kroatischen Sinne agitirt.
Venedig. 10. April. Während deS Exercirens der Infanterie in Padua wurden zwei Herren, die den Hebungen zusahen, schwer verwundet. General Bigotti besuchte die Verletzten und ordnete Untersuchung über das Bor- kommniß an.
Florenz, 10. April. Auf dem hiesigen Schietzplatze fanden gestern Schteßversuche mit dem vom Capttain Cec erfundenen Gewehre statt; denselben wohnte der Prinz von Neapel bei. Die Resultate waren glänzend. Insbesondere ist die Schiebschnelligkeit bewunderungswürdig. Der Prinz beglückwünschte den Erfinder und sprach die Hoffnung aus, daß die Waffe ausschließlicher Besitz Italien« bleibe.
Paris, 10. April. Gestern erfolgte in einer großen Destillerie von Montreuil aous Boisseine eine furchtbare Explosion; der Kessel der Dampfmaschine flog in die Luft, wobei alle Fenster und Thüren zertrümmert wurden. DaS Dach wurde fortgeriffen. ES entstand eine heftige Feuersbrunst. Der Materialschaden ist sehr bedeutend. Menschenleben sind nicht zu beklagen.
Pari», 10. April. Der Präsident der Republik hat befohlen, daß alle Documente, welche die Mobilisation der Truppen betreffen und nicht im Amtsblatte erscheinen, seinen Offizieren mitgetheilt werden, was bisher nicht der Fall war.
Paris, 10. April. Verschiedene Blätter veröffentlichen alarmirende Artikel über die Finanzlage Frankreichs. Der „Observateur francaiS" sagt unter Anderem: Die Lage fängt an, grauenerregend zu werden. Wenn die Abnahme der Staatseinnahmen so fortdauert, wie sie begonnen habe, wird am Ende deS Jahres ein Minderertrag von 232 Millionen sich ergeben und wir werden bald an dem nämlichen Punkte angelangt sein, wie Griechenland, Spanien und Italien.
London, 10. April. Die „Times" meldet aus Tientsin, ein japanischer Kreuzer habe das englische Schiff „Aicsang" mit 220 000 Patronen an Bord, welches nach Shanghai unterwegs war, gefangen genommen und beschlagnahmt. Die Besitzer des „Yicsang" hatten Patronen von einer deutschen Firma ausgenommen in der Meinung, es sei BambuSholz.
London, 10. April. Nach einer Meldung der „Times" aus Kobe will die japanische Preffe und die Bevölkerung von Friedensverhandlungen nichts mehr wiffen.
Galata, 10. April. Ein gewisser Rustschoglu schoß auf den Sohn des früheren Unterrichtsministers Munir und verwundete ihn und dessen Diener sehr gefährlich. Der Thäter wurde verhaftet.
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Gießen, den 11. April 1895.
* • Empfang. Seine Königl. Hoheit der Großherzog empfingen am 10. April u. A. den Dr. Landmanu, Director der Bictoriaschule und des Lehrerinuen-Seminars zu Darmstadt.
• • Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht: Am 10. April den ordentlichen Professor an der theologischen Facultät der LandeSuntverfität D. Max Reischle auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. October d. I. an aus dem Dienste zu entlaffen.
* * Von der Universität. Oberconfistorialrath D. H. A. Köstltn, Superintendent der Superintendentur Darmstadt, ist als ordentlicher Profeffor der Theologie an die Landesuniverfitat berufen worden. Er wird die Proseffur für practische Theologie als Nachfolger des nach Göttingen berufenen Professors D. M. Reischle am 1. October d. I. übernehmen.
- h. Rudersport-Ehrung. Wie alljährlich hat Se. Majestät der Kaiser von Deutschland auch dieses Jahr sein Jntereffe am Rudersport dadurch bekundet, daß er durch Profeffor Max Müller den Studenten der Universität
Oxford, die an der jährlichen Bootwettfahrt auf der Themse theilnahmen und über Cambridge siegten, seine wärmsten Glückwünsche ausdrücken ließ.
- h.-e* Feiertagsverkehr nach dem Schiffenbergerwald. Wie aus dem Jnseratentheil ersichtlich, verkehren die Sommer- w a g e n der Omnibus-Gesellschaft am Charfreitag und am ersten, zweiten und dritten Feiertag (günstige Witterung vorausgesetzt) zum erstenmal in diesem Sommer zwischen Marktplatz und dem Schiffenbergerwald. Die Abfahrt erfolgt vom Marktplatz und Schulstrahenecke; erste und einzige Halte- stelle: Ludwigsplatz; Endstation: Schiffenbergerwald. Der erste Wagen fährt 2Va Uhr Nachmittags ab, welchem jede weitere halbe Stunde ein weiterer Wagen folgt. Der Fahrpreis ist ein wirklich mäßiger, indem derselbe nur 20 Pfg. beträgt. Von der Betheiligung an diesen Probefahrten wird es abhängen, ob für die Zukunft alltäglich wenigstens zwei Wagen zu einer noch sestzusetzenden Zeit auf der erwähnten Linie verkehren.
** Die Pläne für Festhalle und Haupteingang zum Fest- platz deS Mittelrheinischen Turnfestes wurden gestern von zahlreichen Personen besichtigt, ein Beweis, daß daS Jntereffe am Feste jetzt schon ein recht rege« ist. Die Eintheilung deS OswaldSgartens ist so getroffen, daß die eigentliche Turnerei hinreichend zur Geltung kommen kann, daneben aber für Wirthschaften u. s. w. genügend Platz bleibt. Was die Frsthalle, die äußerlich allein schon eine hübsche Augenweide bietet, betrifft, so haben sich die Herren Architecten mit den Bäumen am Hinteren Ende des Oswaldsgartcns einfach derart abgefunden, daß die Halle darüber gebaut'wird, eS werden sonach die in die Hintere Hälfte der Festhalle kommen- den Tische unter Bäumen aufgeschlagen.
* * Hessischer Fechlverein Waisenfchntz. Gestern tagte die General-Versammlung des hessischen FechtvereinS Waisenschutz. AuS der Rechnungsablage für das Geschäft«, jahr 1894/95 ging hervor, daß die Einnahmen Mk. 1800 betragen. Mk. 500 wurden der Oberfechterei in Mainz für den Waisenfond abgeliefert und Mk. 300 sind bei der hiesigen Spar- und Leihkaffe deponirt.
♦ * Zugverspatuug. Der gestern Nachmittag 5 Uhr 52 Min. hier fällige Berliner Schnellzug kam mit einer beinahe vierstündigen Verspätung hier an. Grund der Verspätung ist ein vor dem Tunnel bet Riestedt an der Strecke Halle-Nordhausen vorgekommener Zusammenstoß einer Loco- motive mit einem Güterzug, wodurch beide Geleise gesperrt wurden. Der hier fällige Schnellzug mußte über Naumburg- Artern geleitet werden.
• * Rhein Main Gastwirtheverband. Nach einem Beschlüsse des Centralvorftandes des Rhein-Main-GastwirtheverbandeS findet der diesjährige Delegirtentag des Verbandes am 7. Mat in Gießen statt.
* • Berufs- und Gewerbezahluug. Nach den vom Bundes- rath genehmigten Bestimmungen, betr. die Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung, findet diese in Verbindung mit einer Aufnahme der land- und sorftwirthschaft- lichen, sowie der gewerblichen Betriebe am 14. Juni d. I. statt. Die Zählung erfolgt gemeindeweise. Soweit möglich, find freiwillige Zähler heranzuziehen. Die Pflicht der An- gäbe und deS Eintrags liegt den Haushaltungsständen ob. Bet der Zählung kommen folgende Drucksachen in Anwen- düng: 1) die HauShaltungSliste, 2) die LandwirthschaftS- karte, 3) der Gewerbebogen, 4) die Anweisung für die Zähler, 5) die Controlliste, 6) die Anweisung für die Gemeindebehörden, 7) der Gemeindebogen.
* ’ Verbot des Wirthshausbesnches durch Schulkinder. Infolge einer Verfügung deS Ministeriums haben neuerdings die Kreisämter die hesfischen Poltzetorgane beauftragt, da« Verbot des Besuches von Wirthshäusern und öffentlichen Tanzlocalen von selten der Kinder in schulpflichtigem Alter aus daS Genaueste zu überwachen. Die Verordnung, worauf da« Verbot bafirt, bestraft die Wirthe, welche schulpflichtige Kinder in ihrer Wirthschaft dulden und Getränke verabreichen, zu einer Geldstrafe von 30 Mk. D. T. A.
H. Hungen, 10. April. Die VermessungS-, Ab- steckungs- und AuSsteinungsarbeiten auf unserer neuen Bahnlinie sind auch bei uns beendet. In landwirth» schastlichen Kreisen ist man, dem Vorgänge an anderen größeren Orten unserer Provinz folgend, dazu geneigt, eine Molkerei zu errichten. Im Kartoffel- und Futtergeschäfte ist es etwas belebter geworden, die Preise haben ein wenig angezogeu.
Darmstadt, 10. April. Heute Nacht zwischen 11 und 12 Uhr sind aus dem hiesigen Gesängniß folgende drei > Sträflinge entwichen: Anton Arnold auS Offenbach,


