Ausgabe 
12.3.1895 Erstes Blatt
 
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Schloßmacher (Offenbach) und einer daran sich knüpfenden lebhaften DiScussion wurde nach Mittheilung der »Franks. Ztg." folgende Erklärung einstimmig genehmigt:

Die am 10. Mär, 1895 in Frankfurt a. M. tagende, stark be- Lesuchte Tabakinteressentm-Veriammlung, welche sich auSFabrikanten aller Zweige de« TabakgewerbeS und au« Händlern mit Cigarren und sonstigen Tabakfabrikaten aus der Rhetnprovinz, der Provinz Hefsm-Nassau und dem Großherzogthum Hessen zusammensetzt, erkttirt aus Grund ihrer Erfahrungen und Sachkenntntß, sowie nach eingehender Prüfung des dem Reichstag vorliegenden Ent- wurseS eines Tabaksteuergefehe«: 1) Die Erhöhung der ReichS- nnnahmen aus dem Tabak vom Jahre 1879 hatte einen wesent- nchen Rückgang deS Tabak-Derbrauches zur Folge, welcher zum Thetl heute noch nicht ausgeglichen ist. 2) Die jetzt geforderte, wertere erheblich höhere Vermehrung der auf dem Tabak ruhenden Belattung, welche eine Steigerung der Einnahmen des Reiches aus dem Tabak um ca. 66»/z Procent deS jetzigen Tabak-Zoll- und Steuer Erträgnisses bedeutet, wird gleichfalls einen entsprechenden und zwar wesentlich größeren Rückgang des Tabakverbrauches zur Folge haben und deshalb die Entlassung vieler Tausende von Arbeitskräften und Lohndruck für vie Verbleibenden unausbleiblich machen. 3) Die Erhebung der Tabaksteuer von Fabrikanten vor Aebergang der Fabrikate in den Handel würde eine Vermehrung der BeiriebScapttalten für die Unternehmer erforderlich machen und dadurch zum Ruin der Wirthschaftlich - Schwachen führen; in gleicher Weise, wird die Steuer auf den Handel mit Cigarren und anderen Tabaksfabrikaten wirken und auch hier zahlreiche bis dahin selbständige wtrthschastliche Existenzen vernichten. 4) Die zur Sicherung des SteueretngangeS erforderlichen Eontrol- maßregeln, welche sich in der oorgrschlagenen Form zum Theil als unhaltbar und auch zum Theil als undurchführbar erweisen werden, schlagen das bis dahin in der Fabrikation freie Tabaksgewerbe in umengende, erschwerende und auf die Dauer die Kleinbetriebe oer- nichtende Fesseln und ebnen im Zusammenwirken mit den unter Ziffer 3 angeführten Folgen dem Tabakmonopol die Bahn. Von diesen Erwägungen ausgehend und angesichts der Thatfachc, daß die andauernde Beunruhigung deS TabakgewerbeS und die Unsicherheit darüber, was die Zukunft bringen wird, schon jetzt eine vollständige Stockung im Absatz verursacht haben und deshalb bereits heute umfassende Arbeiterentlafsungen und Arbeitsein- schränkungen nicht mehr zu vermeiden sind, richtet die Versammlung an den hohen Reichstag in aller Ergebenheit die Btite, derselbe wolle jede weitere Belastung d-s Tabaks und das System der Fabrikalwerthsteuer ablehnen, sowie die Entscheidung in diesem Sinne mit thunlichster Beschleunigung herbeiführen.

* * Einen guten Fang machte am vorigen SamStag die hiesige Polizei. Bei der hier bediensteten Dorothea Höfler aus Friedberg hatte sich der Schuhmacher Johann Fetk aus Bockenheim eingefunden und dieselbe überredet, sofort aus dem Dienst zu treten, wobei er ihr gleich eine goldene Uhr und zwei Paar Stiefel zum Geschenk machte. Die Herrschaft ließ sich den sofortigen Dienstaustritt nicht gefallen und protestirte beim Großh. Polizeiamt, woraufhin daS Pärchen nach der Polizei fistirt wurde. Hier beschäftigte vian sich etwas eingehender mit demselben. Der Umstand, daß Feit sich über den Erwerb der Uhr und der Stiefel nicht genügend auSwetsen konnte, ferner, daß er vor Kurzem noch in der Uniform deS Infanterieregiments Nr. 97 gesehen worden war, legte den Verdacht nahe, daß er nicht allein gestohlen haben, sondern auch desertirt sein könne. Bevor dle telegraphische Antwort über diese beiden Punkte eintraf, gelang es dem Feik, von der Polizeiwache zu entlaufen, er wurde aber bald nachher wieder ergriffen und machte einen wiederholten Fluchtversuch, wurde nun aber geschloffen. Daraufhin legte er das Geständniß ab, daß er von seinem in Saarburg stehenden Regiment desertirt sei und daß er in Rödelheim gemeinsam mit dem Schuhmacher Ludwig Roos aus Bockenheim einen EinbruchSdtebstahl verübt und so in den Besitz der Uhr und Stiesel rc. gekommen sei. Der RooS, welcher sich ebenfalls in hiesiger Stadt befand, hat nach der Verhaftung des Fetk das Weite gesucht, man konnte seiner noch nicht habhaft werden. Roos ist 18 Jahre alt, von kleiner, schmächtiger Statur, blond, hat vorne eine große Zahnlücke. Er ist bekleidet mit dunkelblauem Sackanzug und Hellem weichem Filzhut. Nach einer Notiz desFrank­furter Generalanzeigers" vom 9. dS. MtS. haben die beiden Gauner das Kleidergeschäst von Gustav Schönfeld in Rödel- hkim gebrandschatzt. ES wurden gestohlen: Eine goldene Damenuhr mit Kette, eine Taschenuhr mit Kette, zwei Paar goldene Ohrringe, acht Gutscheine der Rödelheimer Spar­kaffe, etwas Baargeld, sechs neue Anzüge und sechs neue Tuchhosen.

* * 22. Miltelrheiu. Turnfest. Der WirthschaftSauSschuß Hat in seiner ersten Sitzung zwei hochwichtige Fragen, die Lieferung der Biere und der Weine betreffend, entschieden- erstere sollen ausschließlich von hiesigen Brauereien, letztere nur durch hiesige Weinhändler bezogen werden. Mögen diese Beschlüffe des WirthschaftSausschusseS Nachahmung finden, nicht nur bei den übrigen Ausschüssen deS Mittelrheinischen Turnfestes, sondern auch bet allen Industriellen, Geschäftsleuten und Privaten zum Wohle unserer Vaterstadt.

EircuS Straßburger. Die gestrigen SonntagS- Dorstellungen erfreuten sich guten Besuchs und fanden die mit Bravour auSgesührten Darbietungen deS Programms stets reichen Beifall. Wir machen auf die heutige, sowie auf die Abschiedsvorstellung deS morgigen Abends aufmerk- fam, einen intereffanten Abend versprechend.

* * Zum 80. Geburtstage des Fürsten BiSmarck am 1. April d. I. ist daS Erscheinen zahlreicher Vereine, Ver- bände und sonstiger Abordnungen auS allen Theilen Deutsch­land» in FriedrichSruh zu erwarten. Damit die rhunlichst regelmäßige Beförderung der hierbei beteiligten Personen rechtzeitig vorbereitet werden kann, empfiehlt eS sich dringend, etwaige Anträge auf Gewährung von Fahrpreis­ermäßigungen für größere Gesellschaften, Ge- stellung von Sonderzügen und dergleichen möglichst bald zu zugleich möglichst eingehende Angaben über die ötäife der in Aussicht stehenden Betheiligung, sowie den Tag und die Stunde, für welche die Hin- wie Rückfahrt in planmäßigen ober Sonderzügen gewünscht w,rds zu machen.

Eine besonder, festliche Veranstaltung der B t S m'a r ck - Feier wird für den 31. März am Mittelrhein geplant. Auf eine von RüdeSheim gegebene Anregung haben sich auS zahlreichen Städten, wie Wiesbaden, Mainz, Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg, Kreuznach, Bingen, Oberlahnstein,

Eoblenz, Crefeld, EmS, Duisburg ufw. Männer verschiedener Parteirlchrungen vereinigt und einen Aufruf zu einer großen, allgemeinen Huldigung für den Fürsten am Fuß de» NarionaldenkmalS- erlassen. Der Gedanke ist in weiten Kreisen freudig ausgenommen worden, und eine umfassende Theilnahme der Bevölkerung rheinauf- und rheinabwärts schon jetzt der Feier gesichert. Ihren Mittelpunkt bildet ein Festact am Denkmal, für den der als hervorragender Redner und als Bismarckkenner bekannte Professor Dr. Oncken auS Gießen die Festrede übernommen hat. Am Abend findet ein Fest-CommerS in der unmittelbar über dem Rhein ge­legenenRheinhalle" statt mit Illumination der Rheinstrahe, Beleuchtung der umliegenden Höhen (deS Niederwaldes, RochuSbergeS ufw.) und einem Feuerwerk auf dem Rhein.

Frühling! Gestern Sonntag Nachmittag wurde uns der erste lebende Schmetterling (kleiner Fuchs) gebracht.

" Gebrauchsmuster Eintragungen. An Gasöfen bewegliche Reflector-Dorhänge, welche zum Auf- und Niederschieben ein- gerichtet find: Hugo BuderuS, Hirzenhain, 18. 1. 95. Ofen- thür-Hängegriff auS Porzellan rc. mit Hakenfcharnier: Der- selbe, 7. 1. 95. Ofemhür-Hängegriff au« Porzellan rc. mit Stiftscharnier: Derselbe, 7. 1. 95. Ofenthür-Hängegriff auS Porzellan rc. mit Kugelscharnier: Derselbe 7. 1. 95.

* Za Amerika verstorbene Hessen. Belleville, Jll.: Margaretha Geidel, 83 Jahre alt, auSOberklingen- Free- port. Jll.: Maria Müller geb. Obenauer, 46 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt- Louisville, Ky.: Frau Kmppen- berg geb. Storck, vorher verehelichte Stieglitz, 82 Jahre alt, aus Oberrosbach - Springfield, O.: Carl August Pfeiffer, 51 Jahre alt, aus Groß-Gumpen- Stapleton, S. I.: Alfred Kröber, 56 Jahre alt, aus Michelstadt- Town P olk, Washington Co., Wis.: Friedrich Kissinger, 78 Jahre alt, aus Dexheim.

* Der Getreidemarkt. BerichtSwoche vom 1. bis 7. März. Auf dem Getreidemarkt hat sich in letzter Woche eine ziemliche Preissteigerung geltend gemacht, aber dies geschah richt etwa dadurch, daß die großen Vorräthe erheblich zu- sammengeschmolzen sind, sondern weil man in Frankreich, Spanien, Italien, Rumänien und einigen Theilen Rußlands Frostschäden befürchtet. Natürlich werden durch die Fort­dauer der Kälte diese Befürchtungen verstärkt. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen für 123 bis 143 Mark per 20 Centn», Roggen für 115 bis 120 Mark, Gerste für 92 bis 165 Mark, Hafer für 105 bis 138 Mark je nach Qualität.

K. Lindheim, 9. März. Der im vorigen Jahre bereits schon todt gesagte Schriftsteller Leopold von Sacher- Mas och ist heute Morgen um 8 Uhr auf seinem Schlößchen dahier gestorben. Wie wir erfahren, wird der Leichnam in Heidelberg verbrannt.

nn. Darmstadt, 8. März. 5. evangel. Landes- synode. Die Berathungen des Voranschlags des'Central- ktrchenfondS für 1895/1900 werden heute mit dem Capitel 5 der Einnahme,Ueberschüsse der verschiedenen Stiftungen" fortgesetzt. Hierfür werden 11000 Mk., für Capitalzmsen 28000 Mk., für zurückempfangene Capitalien 1400 Mk., für den Ertrag des Gesangbuchs, der biblischen Geschichte, deS Choralbuchs und des Katechismus für die unirten Ge­meinden 5000 Mk., sowie Beitrag verschiedener Fonds zum Gehalt deS Rechners mit 8338 Mk. ohne wesentliche Debatte einstimmig eingestellt. Der ganze Voranschlag wird am Samstag zur zweiten Lesung gelangen. Hiernach gelangt ein Gesetz-Entwurf, die Abänderung deS Art.,99 der Kirchen­verfassung und des § 3 der Geschäftsordnung für die Landes- synode nebst Motiven zur Berathung und Beschlußfassung. Der Ausschuß beantragt Annahme deS Gesetz-Entwurfs. Nach längerer Debatte, an der sich die Synodalen Wahl- Schlitz, Hallwachs, Breidert, Weber u. A. betheiligen, ge­langt derselbe gegen 14 Stimmen zur Annahme. Die Synode tritt nunmehr in die Berathung eines Gesetz Ent- Wurfsdie allgemeine geistliche Wittwenkasse" betr., ins­besondere die Revision der über diese bestehenden Vorschriften, mit welcher zugleich die Festsetzung von Erziehungsgeldern für Kinder verstorbener Mitglieder der Wittwenkasse ver­bunden werden soll. Präsident Goldmann Exellenz btmerkt hierzu, die Noth der Hinterbliebenen der Geistlichen habe die hohe Synode eingehend schon beschäftigt, und habe auch dem Oberconsistorium am Herzen gelegen. Das halte den jetzigen Zeitpunkt für den richtigen, etwas zu thun, und insbesondere eine Erhöhung der Erziehungsgelder in Vorschlag zu bringen. Diese Veränderungen erfordern nach dem dermallgen Stand muthmaßlich einen Mehraufwand von 16 000 Mk., ein Opfer, welches der Centralkirchrnfond jetzt und für die Folge bringen muß. Für eine weitere Erhöhung der Wittwen- Pensionen kann das Kirchenregiment keine Verantwortung übernehmen, weil eine Vermehrung der Wittwen und Pension», berechtigten Kinder eintreten könne. Die Berathung des § 1 wird eröffnet und derselbe einstimmig genehmigt. Die Verhandlung wird um 7,2 Uhr abgebrochen. Morgen früh Fortsetzung.

GeruSheim, 6. März. Zehn arme Kinder von GernS. heim haben auf der gestrigen Biedesheimer AuSstellungS- Lotterie den ersten Haupttreffer gemacht, und über dieser Freude der Kleinen mögen die Großen ihre Nieten vergessen. Der BiebeSheimer Markt selbst war gut besucht.

Verhandlung des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberhefsen über den Antrag Canitz.

(Schluß.)

Der Vorsitzende, Herr GrafFriedrich von SolmS- Laubach, ist mit den Ausführungen deS Vorredner» ein- verstanden. In feinen weiteren Ausführungen erklärte er, daß auch für die Industrie zu sorgen sei und gesorgt würde, sie fei zu viel auf daS Ausland angewiesen, er weist ferner '

auf die steigende Unzufriedenheit In allen Berufsarten hin, die große Gefahren für den Staat habe. Der Staat sollte deshalb überall seine bessernde Hand anlegen, der Handel mir Getreide in Privathändev habe schwere Schäden im Gefolge gehabt.

Die Herren Meinert und Köhler sprachen sich für Beibehaltung der Worte »im Princip" au», doch erklärte Letzterer, daß sein Ideal viel weiter ginge.

Herr Lucke gibt eine Characterisirnng des Capital», der Beherrscher der Welt fei der Feudalismus de» Capital» und er könne schwer begreifen, daß e» Landwirthe gäbe, die gegen den Antrag Kanitz stimmen könnten, da» käme ihm vor, wie wenn man Juden bei den Antisemiten sähe. Der Wohlstand eine» Volke» werde durch dessen Rohstoffproduction erhalten und durch deren Verarbeitung, deßhalb wollten auch die Landwirthe die Erhaltung der Industrie anstreben, nicht nur für den Export, sondern man müsse auch dahin streben, daß die Industrie im Lande selbst ihr Auskommen finde. Er versichere, daß die Socialdemokraten für den Antrag Slar.if} stimmen würden, weil dies, tm Vergleich zum Sinken der Arbeitslöhne, das kleinere Uebel fei. Der Mittelstand müsse erhalten werden, denn er bilde den Damm gegen die goldene und rothe Internationale- er appellire nochmals an daS Zusammenhalten der Bauern, denn ein kräftiger Bauern­stand verbürge die Einheit de« Vaterlandes.

Herr RegierungS- und KreiSrath Dr. Braden- Fried- berg erklärt sich mit der Resolution einverstanden und auch keinen anderen Abstand als den Antrag Kani» zu finden, doch lasse eS sich bei demselben nicht übersehen, welchen Ein­fluß er auf die Handelsverträge habe.

Der Vorsitzende glaubt, daß die Socialdemokraten nicht für den Antrag Kanitz stimmen würden, denn ihre Ab­stimmung richte sich nach der Frage:Wie richte ich den meisten Schaben an." Die Socialdemokratie stehe auch im Dienste deS Capital» und für den Umstand, daß die Social- bemokratie sich unter die Führung eine» kapitalistischen Singer, von dem er nicht sagen wolle, welcher Nation er angehöre, gestellt, könne nur Verachtung aufkommen- zwischen ehrlichen Menschen und Socialdemokraten sei da» Tischtuch auf immer zerschnitten.

Herr Meinert brachte hieraus zur Resolution ein Amendement in der bereits mitgetheilten Fassung ein.

Herr Köhler bittet die Resolution auch an die Zweite Kammer der hessischen Stände zu richten, damit die Regie­rung dieselbe zur Vorlage an den BundeSrath bringen könne.

Der Vorsitzende hielt letzteres für zwecklos, da die Zweite Kammer erst in einigen Wochen zusammentrete, mal solle die Resolution direkt der Großherzoglichen Regierung unterbreiten.

Die Resolution wird, wie bereits mitgetheilt, einstimmig angenommen (auch Herr Dr audt, welcher gegen den Antrag Kanitz gesprochen, stimmt für dieselbe)- die Annahme de» Amendements Meinen erfolgte nahezu einstimmig.

Hierauf wurde die Versammlung geschloffen.

* ^8- Kassel, 8. März. Grubenunglück. In dem Kgl. Bergwerke am Meißner, in den Gruben de» Wilhelm»- stollenS ereignete sich ein schwere» Unglück. Mehrere Berg- leute waren in der Nachtschicht mit Anlegen eine« BremS- berges beschäftigt, al» plötzlich Triebsand in großen Massen und großer Wucht hervorbrach und drei Bergleute verschüttete. Ein Bergmann kam mit heiler Haut davon, dagegen ist leider der Steiger Bormann tobt und der Bergmann Gunckel tödt- lich verletzt, sodaß er nicht daoonkornmen wird.

* Mit alten schmiedeeisernen Brücken, die neulich in der Schweiz nach 35 jähriger Benutzung abgebrochen wurden, machte man Versuche, ob sich die Festigkeit de» Eisen» durch dle wechselnden Belastungen im Laufe der Zeit geändert haben möchte. AuS vielen, an den verschiedensten Theilen angestellten Zerreißungsproben ergab sich, daß die Zerreißung«- festigkeit im Mittel 35 Kilogramm pro Quadratmillimeter betrug, also ein Resultat, welches beweist, daß da« Eisen noch dieselbe Festigkeit wie neue» besaß. Mitgetheilt vom Internationalen Patentbureau Earl Fr. Reiche lt, Berlin NW.

Schiff-Nachrichten.

Der PostdampserIllinois" derRed Star film' in Ant­werpen ist laut Telegramm am 9. März wohlbehalten In Philadelphia angekommen.

»ör die notyleivende Familie in Bevern gingen bei der Expedition de«(Siebener Anzeiger" ein:

Von fi. F. Mk. 1.-, Frau Stadtbaumeifter Stlef Mk. 3 Anonym Mk. 5., A. fi. R. Mk. 1.50, I. unb E. T. Mk. 4. Zusammen 14 Mk. 50 Pjg.

Weitere Gaden werben dankend entgegengenommen.

Verkehr, CanO» rrnd Volk-wiethschaft.

Mainz, 9. März. Durchschnittspreise der am Markt­tage vom 8. Mär, verkauften Früchte (pio 100 k<): Wetten 14 Mk. 20 Pfg., Roggen (Korn) 11 Mk 30 Pig., Gcrste 13 Mk 75 Pfg-, Hafer 13 Mk. 80 Psg., Heu 5 Mk. 80 Pfg. bl« 6 Mk. 80 Pfg., Stroh 3 Mk. 60 Pfg. bi« 4 Mk., Kartoffeln G Mk. 50 Pf. bi« 7 Mk. Aut dem Viehmarkt vom 2 dis 8 März 1895 wurde folgende« Vieh verkauft und nachstehende Preise (alle« per 50 kg Schlachtgewicht) erzielt: 1. Farren 60 Mk.. 135 Ochsen 1. Qual. 6870 Mk., deSgl. 2. Qual. 64-68 Mk., 245 Kühe unb Rinder, 1. Qual. 56-60 Mk., de'ql. 2. Qual. 50-56 Mk., 206 Kälber 6570 Mk., 616 Schweine 5357 Mk.

AirchlicheAnzeigen der evang. Gemeinde.

Montag den 11. März, Abend« 8 Uhr: Videtstunde i« Confirmandensaal der Johanne*, kirche- Marku« 6ap. 14, von ver« 32 an: De« Herrn Seelenleiden in Gethfewane und feine Gefangen, nähme. Pfarrer Dr. Naumann.

Meßmer » Dhee > Mk. 2.80 und 3.50 pr. Psd. in HSchsten Kreisen eingeiühn, genießt Weltruf; der beliebteste und verbreitetste Thee. Pr odepackete 60 und 80 Pf. bei Eonditor Hcttler. 206»