Ausgabe 
11.12.1895 Zweites Blatt
 
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'Schnepfen und Weinglas", Gew.: Frqu Rentnerin Fulda In Offenbach. Wilhelm Bader, München,Landschaft", (Wq.iatcfl), Gew. Fabrikant Henry Wecker in Offenbach. Wlllrelrn Bader, München,Landschaft" (Aquarell), Gew.: Hosschaufpleler Edward in Darmstadt. 2) Hand- - ichnungen und Farbendrucke: Heinz Heim f, Darm- stadt,Z oei Mädchen am Nähtisch", Gew.: Generalarzt I)r Kappeffer In Darmstadt. Heinz Heim f, Darmstadt, Drei Pfründner", Gew.: LandgerichtSrath I)r. Karl Meißel in Darmstadt. Zwei Blätter de« Rethel-Zyclu«, Blatt 1 und 2, Gew.: Gymnasiallehrer Dr. Anthe« in Darmstadt. Re'hel-Eyclu«, Blatt 3 und 4, Gew.: Fabrikant Hermann Heß in Mainz. Reihel-Eycku«, Blatt 5 und 6, Gew.: Kauf­mann Arnheiter in Darmstadt. Rrthel Cyclu-, Blatt 7 und 8, Gew.: Oberarzt Dr. Reisinger in Ma nz. Ernst Hildebrand, Berlin,Königin Louise aus der Flucht nach Memel", Gew. Finanzaeptranr Zulauf in Darmstadt. Anton v. Werner, Berlin,Im Etappenquartier", Gew.: Rentner Ernst Knipp in Offenbach. 3) Stiche: Murillo,Madonna", Gew.: Weinhändlrr E. LH. Schmitz in Mainz Murillo,Madonna", G w.: Bürgermeister Gräff in MonSheim. 4) Rad ir- ungen und Photographien: F. A. Kaulbach, München, Em Mattag", Gew.: RegicrungSrath Fey In Darmstadt. F A. Kaulbach, München, deSgl., Gew.: Fabrikant P Le- wtno in Mainz. F. A. Kaulbach, München, deSgl., Gew.: Stadt Gießen. F. A. Kaulbach, München, de-gl., Gew.: A'chitect und Stadtverordneter Heinrich Müller in Darm- stadt. W. Schröter, Karlsruhe,Winterlandschaft", Gew.: Fabrikant L. Bloch in Offenbach. Wilhelm Feldmann, München,BurgHohenzollern", Gew.: Ingenieur G. Francts- cul in Darmstadt. Gust. Schvnleber, Karlsruhe,Kohlen- dampser", Gew.: LandgerichtSdirector Jöckel in Gießen. Robert Schultze, München,Helgoland", Gew.: Gerichts- ichretber Bartha in Darmstadt. H. Ulbrich, München, Sturm", Gew : Fabrikant Karl Hammann in Offenbach. Andreas Achenbach, DUffeldorf,Norwegischer Wasserfall", Gew.: Bankier Rtschmann in WormS. Franz von Lenbach, München,Fürst BlSmarck", Gew.: Rendant Emil Schmidt in Offenbach Franz von Desreggcr, München,Werbung", Gew.: Major a. D. Fltnsch in Darmstadt. Ludw. KuauS, Berlin,Raufende Buben", Gew.: Wi'helm Nebel in WormS. E'uard Grützner, München,Devotion", Gew.: Rentner Georg Walther in Darmstadt. Rudolf Eichstädt, Berlin, Blücher empfängt die erbeuteten Orden re. Napoleons bei G moppe", Gew.: Fräulein Ltnß in Darmstadt.Unsere Kunst" (Album Düsseldorfer Künstler), Gew.: Kaufmann Heinrich Pabstmann in Hochheim. Somit kamen nach Darmstadt 28, Offenbach 6, Mainz 7, Gießen 3 und WormS 8 Gewinne.

Kriiuberg, 6. December. Die am vergangenen Montag stattgehabte Volkszählung ergab eine ortSanwesende Be- völkerung von 2085 Personen - hiervon waren 974 männ­lichen und 1041 weiblichen Geschlechts. Bet der im Sommer vorgenommenen Beruf«- und Gewcrbezählung zählte die Stadt _ 2074 Einwohner. Die Differenz erklärt sich aus der großen Anzahl von Wasserleitung« und Bahnarbeitern, die im Laufe de« Sommer« hier wohnten, nun aber zum größten Thetle wieder weggezogen sind. Darmst. Ztg.

Mh. Kaffel, 6. December. Der gestrige Sturm, der auch die vergangene Nacht anhielt, hat an Häusern, in Gärten und Wäldern vielen Schaden gethan. Einige Etsenbahnzüge hatten erhebliche Verspätung, so der Hamburger Schnellzug Über eine halbe Stunde bis hier.

* Kiel, 5. December. Bei dem Sturm in der ver­gangenen Nacht ist eine dänische Barkasse bei FriedrichSort gestrandet. Durch LoSreißen der Anker des Zollwachtschtffeö wurde die Kabelleitung zerstört.

* Mn Personen,ug ohne Personen. Daß ein Zug von feiner AnSgangSstation bis zur Endstation ohne jeden Fahrgast fährt, dürste gerade nicht häufig Vorkommen. Dieser seltene Full hat sich jüngst auf der Bahnstrecke DreSdem-Meißen zngetragen. Ein Personenzug dieser Bahnlinie fuhr leer in Meißen an. Auf sämmtlichen fünf Zwischenftationcn hatte sich auch nicht ein einziger Reisender gefunden. Alle Gast- Hausdiener, die sich auf den ankommenden Zug stürzten, mußten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

* Neustadt a d. tz., 7. December. Infolge de« Sturmes stürzte der nordöstliche Thetl de« historischen Hambacher Schlosse« ein.

Antwerpen, 5. December. Aus Requisition der deut­schen Polizei tollten In einem hiesigen Hotel zwei verdächtige, unter den falschen Namen Abraham und Leopold Arn­stein sich aufhaltende Personen verhaftet werden. Beide erschossen sich jedoch im Augenblicke der Verhastung.

* Bukarest, 5. December. In der vorigen Nacht sind da« lyrische Theater und das alte Tribunal abge­brannt. Der Schaden beträgt 1,200,000 FrcS.

* tfin Fernsprecher in der Wüste Sahara. Da« ist daS Neueste, was aus Tunt« belichtet wird. Der Ingenieur Bayolle, der an der Spitze der au« hundert Personen be­stehenden telegraphischen Mtsfion von BiSkra nach Tuggurth reist, hat am 18. November aus seinem 18 Kilometer ent­fernten Lager zum ersten Male nach BiSkra telephonirt. Er gedachte täglich um 5 dis 10 Kilometer vorwärts zu kommen und Tuggurth Mitte December zu erreichen. Doch hat sich eine ganz besondere Schwierigkeit herausgestellt. Die Kameele, die die Telegraphenstangen tragen, sind an solche langen Lasten nicht gewöhnt, weigern sich oft, mit denselben vor­wärts zu gehen und legen sich mitten int Marsch damit auf den Boden.

Irre» ist menschlich AIS Trost, wenn wir irren, aber Ruch als Warnung vor blindem Autoritätsglauben, kann un« die Thatsache dienen, daß auch die größten Männer in Irr- thümern befangen waren, die dem heutigen Geschlecht un-

begreislich scheinen. Alle Philosophen und Staatsmänner Griechenlands und RomS waren von der Vernünftigkeit der Sclaverei so fest überzeugt, daß sie sich gar keine andere Gestaltung denken könnt.n. Da« klassische Alterthum urtheilte geringschätzig über den Handels- und Gewerbestand. Luther scheint der erste gewesen zu sein, der jede rechtschaffene Arbeit, jeden ehrlichen BerusSstand al« berechtigt anerkannte. Biele Arten der Arbeit, auch rein mechanische, sind aber erst jetzt im Begriffe, sich zur Geltung durchzuringen. Galilei wollte nichts von Kepler wissen- Fulton, der ^Erfinder der Dampsschiffe, wurde von den 40 Unsterblichen der sran- zvsischen Akademie für halbwahnsinnig" erklärt. Dieselbe Körperschast verwarf und verlachte die Möglichkeit der Meteor­steine, nachdem schon die alten Griechen an sie geglaubt hatten. AusS verächtlichste urtheilten Tolbert über Maschinen, Napoleon I. über Dampsschiffe, ThierS über Eisenbahnen - auch Arago, der Physiker, meinte, nimmermehr würden die Eisenbahnen Lasten befördern können. Die ' französische Akademie der Wiffenschasten erklärte den Techniker, der an den Eisenbahnbau gehen wollte, für reif zur Zwangsjacke. Bei Eröffnung der Nürnberg-Fürther Eisenbahn beschloß da« bayerische Obtrmedicinalcolleg, der Fährbetrieb mit Dampfwagen fei im Interesse der öffentlichen Gesundheit zu verbieten- die schnelle Bewegung erzeuge unfehlbar Gehirn­erkrankungen, ja schon der bloße Anblick eines rasch dahin- fahrenden DamPfwagcnS könne dasselbe bewirken. Friedrich der Große schrieb in seiner SchriftLti Littörature allomande 1770", also nachdem Lessing und Goethe bereit« aufgetreten waren, die Deutschen hätten b'Slang nicht« gekonnt als effen, trinken und dreinschlagen- er verwirft die ganze deutsche Litteratur, nur Ayrenhoff läßt er gelten, Shakespeare findet er abscheulich, barbarisch, den erbärmlichsten Characierzeichner, Luther und Melanchthou erklärt er für mittelmäßige Pfaffen­naturen. Abschätzig urtheilte Schiller über Alexander von Humboldt, Winkelmann über Lessing, Uork über Stein und Gneisenau. Byron Überschätzte Pope maßlos und stellte dcffen Uedersctzung des Virgil über daö Original, lieber Schillers G'.ocke schreibt Karoltue Schlegel:Wir wären vor Lachen fast vom Stuhle gefallen." Schliemanns Funde wurden von Ernst Curtiu« spöttisch behandelt. Händel dachte gering über Gluck, Beethoven über MozartöDon Inan", Eherudini über Beethoven, Weber über Beethovens heroische, Spohr über dessen C-moll und Neunte Symphonie, Franz Schubert über Webers Euryanthe, Mendelssohn über Ander und Meyerbeer. Schiller fand HaydnsSchöpfung" kindisch, Winkelmann nennt die Hochalpen abscheultch. Goethes und Rückerts Urtheil über Uhland, Platenö über Heine und umgekehrt waren durchaus abfprechcnd. Auf das Beispiel mit Richard Wagner braucht kaum noch hingewiesen zu werden. Irren ist menschlich.

* DaS Gewicht eines gesunden Menschen. Wie viel der Mensch wiegen soll, wenn er gesund ist, daS hat der Ber­liner hygieinische Verein in eine leicht verständliche Formel gebracht: Bei einer KViperlänge von 150 Zentimetern beträgt da« Normalgewicht 50 Kilogramm ober ein Zentner; e« wächst dann mit jedem Zentimeter Körperlänge um ein Kilo­gramm. Danach wiegt derNormalmensch" so viele Kilo­gramm, alS er Zentimeter über einen Meter lang ist. ES kann sich'« jeder also bequem auSrechnen, wie viel er wiegen soll. Fühlt sich der Mensch gesund, ist er lebensfroh und lebt er vernünftig, dann thut'S ihm auch nicht«, wenn er etwas mehr ober weniger wiegt als derNormalrnenfch".

Citeratar rrnd Kauft

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Vortest, Caw6» und

Eine interestante Entscheidung über Maaren,eichen. Am 25. Roo. wurde zu Frankfurt a. M. von der Kammer I fut Handelssachen über Markenschutz ein Urtheil gefällt, da« nicht allein in den Handelst, eisen und bei der Geschäftswelt, sondern auch bettr. kaufenden Publikum bekannt zu werden verdient, weil e« eclalan: zeigt, wie nachdrücklichst die Waare de« rechtmäßigen Fabrikanten durch da« neue Gesetz über Waorenzeichen vor Nachahmung, und daS Publikum vor Täuschung gewahrt werden kann. Die Fstma Doering u. Eie. in Frankfurt a. M. hatte zur Zeit der Einsüh rung ihrer jetzt weltbekannten DoeringS Gelse alS Schutzmarke die Eule gewählt und solche am 15. Januar 1891 bei dem Frankfurter Amtsgericht eintragen lasten. Al« nun die Seife eine ungemein rasche und große Verbreitung fand, brachte eine Eharlottei.burger Firma eine andere Seife in den Handel, die sie auch Doering« Seife nannte und die in Form und Au«stattung genau der wirklicher- Eulenieife der Firma Doering u. Eie. nachcopirt war, nur mit dem Unterschiede, datz sie al« Schutzmarke statt der Eule einen Adler in hockender Stellung führte. Die Firma Doering u. Eie. klagte seiner Zett gegen diese 9tachahmung und begründete ihre Klage daraus, daß dieser Adler mit ihrer Eule unbedingt Verwechselungen Hervor­rufen wüste. Auf Grund der Lückenbaftigk it deS alt«n Marken» schutzgesetzeS j doch wurde die Klägerin abgewiesen. Mit Dem ersten Octover 1894 trat daS neue Gesetz über Waarenzeichen in Kraft Die Firma Doering u. E«e war wieder die erste, die Name und Schutzmarke ihrer ©etf' Zwecks rechtlichen Schutze« beim Deutschen Reich«,Patentamt etnt-ugen ließ. Nachträglich kam auch die Edar- lottenburger Firma uni Eintragung ihrer Adler-DoeringS Seite in die Paientltste ein. Gegen diese Eintrafiung erhoben Doering u. Eie selbftoersiändlich Einspruch und daS Patentamt erachtet in erster wie in der Beschwerbe-Instanz den Einspruch der Firma Doering u. Eie. für vollkommen berechtigt, indem e« erwog, daß nicht nur die Aebn- lichkeit der zur Schutzmarke gewählten Vögel, sondern m noch höherem Grade die gleichlautende Benennung der Seife (Warnen können jetzt ebenfalls geschützt werden) zu Verwechslungen Anlaß geben könnten Nun suchte die Eharlottenvurger Firma die Eintragung ihre« Adler« in die Patentamtslifie bei der Kammer für Handelssachen zu er­zwingen, indem sie sich darauf berief, daß sie im Juni 1893 die Eintragung ihres Adlers beim Amtsgerichte in Eharloitendurg be wirkt habe. Doch auch von der Handelskammer wurde die Adler- firtna abgewiesen. In dem Urtheil wurde auSgeführt, die Ehar loltenburger Firma könne sich nicht aui da« llrtbnl be« Landgerichts in Berlin berufen, weil dasselbe nur lestgestellt habe, daß nach den damals geltenden Recht daS Zeichen der Ktägernr eingetragen werdei konnte. 9lad) dem neuen Gesetz fei diese Prü ung ausschließlich Nu Patentamt zugewtesen und dieiev habe unter dem neuen Gesetz die Eintragung für unstatthaft erklärt. WaS also durch da« alte Waaien gesetz nicht erreicht werden konnte, ist derDoering« Seife mit bei Eule" durch da« neue Gesetz glänzend zu Theil geworden nämlich ein obsiegendes Urtheil in allen Instanzen, und e« dürfte diese Urtheil bet der heutigen Nachahmungsmanie so manchem SJa^rifanten zur Belehrung resp. Mahnung dienen.

Zur Hagelversicherung, lieber die diesjährige,r Resultate der Hagelversicherung« Gesellschaiun schreibt da«lieipz. Tagebl." daß die meisten gegenseitigen Anstalten einen nicht um eträchilichen Nachschuß einziehen müssen, während die AcliengeseUschaftrn trotz niedriger Prämien mit einem mäßigen Gewinn adschließen dürsten.

Die «achtheile bei der Verwendung der Nrrfte« spreu al« Viehfutter. Die langen, spitzen und harten Grannen de» Gerstenspreu sind säst gar nicht zum Vtehsutter geeignet, benr dieselben enthalten nicht nur sehr wenig Nährstoffe, sondern ver U'sachen bei der Versütterung auch sehr leicht Schaden. Die Grannen bohren sich in die Schleimhäute der Verdauung-organe der Ibiete und erregen dort verschiedene Eitzündungen und Beschwerden. Be' 29ieder käuern setzen sie sich häufig im dritten Magen ober bei sämmi lieben I bieten in den Darmsalien fest, vereinigen sich zu größeiei Ballen und Hinbern ble Fortschafsimg be« Darmtnbait«. Selbst wenn ble Spreu al« Einstreu verwenbei wirb, hat sie ben "Rachlheii daß die Grannen sich bet den Milchkühen in« Euter einbohien und Enizündungen Hervorrufen. Ist man wegen Futtermangel« ge- zwungen, die Gerstenspreu al« Viehfutter zu verwenden, kann ist Vorsicht zu empfehlen. Durch Anseuchten, Brühen oder Dämpfen werden die Gefahren wohl abgeschwächt, aber keineswegs beseitigt Dort aber, wo man nicht nöihig hat, die Gerstenspreu au« Spa- samkeitSrückstchten an da« Vieh zu verabreichen, ist e« besser, dieselbe nicht zu verfüttern, sondern lieber auf den Eomposthaulen zu btinfien Sonst wäre bet der Versinterung der Gerstenspreu noch da« Zer stampfen und Brühen derselben bei nachheriger Vermischung mii anderem guten Futter anzurathen, wenn man auf bat Verfüttern oon Gerstenspreu angewiesen ist.

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