Ausgabe 
11.8.1895 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

L.:Ganz bereit " K.:Geben Sie uns Ihr Ehren- wort? Bedenken Sie, wäre ein Verbrechen, Frankreich in einen Krieg zu verwickeln, ohne auf alles vorbereitet zu fein." C.:Ich gebe mein Ehrenwort, daß wir voll­ständig bereit find." (Zeichen der Befriedigung.) Caffagnac: Noch ein Wort. WaS verstehen Sie unterbereit fein?* L. (in zuversichtlichem Tone):Ich verstehe darunter, daß, wenn der Krieg selbst ein Jahr dauern sollte, wir nicht einmal einen Gamaschenknopf zu kaufen nöthig haben würden." Der Krieg wurde beschlosien und was hctt alles gefehlt! nichts war fertig.

Soeben komme ich vom Schlachtfeld bei Wörth zurück, kaum fähig, die Feder sicher zu führen, in einer solchen Auf­regung befinde ich mich. Was ist hier die kühnste Phantasie gegen die nackte Wahrheit? Ein Nichts, ein erbärmliches Nicht-. Stellen Sie sich ein stundenlanges Terrain vor, welches mit Blut gedüngt ist- eine Blutlache neben der anderen- wohin das Auge auch sieht, eS sieht Blut- die Füße gehen im Blute und der Geruch desselben wirkt so furchtbar, daß man jeden Augenblick einer Ohnmacht gewärtig ist- mir die Furcht, in eine der vielen Blutlachen zu fallen, hält den Menschen noch aufrecht. Und waS soll ich von den 4- bis 5000 Tobten sagen, die auf dem Schlachtfelde herum- ltegen! Schrecklich und grauenerregend find schon im Leben die TurkoS, im Tode aber noch viel mehr- die entstellten GesichtSzüge, welche noch im Tode Rache zu brüten scheinen, die. Hagern, langen braunen Hände, welche krampfhaft g-.ballt find, der halbnackte Leib, welcher die klaffende Wunde zelgt: dies alles formt sich zu Bildern der ekelsten Virt. Gleich schauerlich sind aber auch jene Tobte, welche von ttbtr sie wegreitenden Schwadronen zu einem einzigen großen Fletschblutklumpen geworden sind. Als ich mich an­schickte, den Platz des Grauens zu verlaffen, war man be- suästigt, die Tobten vierfach übereinander &u legen."

Cseele» ttn»

Dietzen, den 10. August 1M95

** Gedenkfeier. Beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (Nr. 116) werden die zur Feier der 25 jährigen W'ederkehr der ruhmreichen Stegestage deS Krieges 1870/71 in Aussicht genommenen Festlichkeiten wie folgt stattfinden: 17. August, AbendS 8 Uhr kameradschaftliche Vereinigung dec Herren Offiziere im Offizier-Cafino - 18. August 8 Uhr Vormittag- Parade auf dem Trieb, wozu eventl. Plätze für Zuschauer angewiesen werden, um 11 Uhr Gottesdienst in deu Kirchen beider Confessionen, um D/a Uhr Nachmittags Diner der Herren Offiziere im Offizier-Casino. Die theil- nehmenden alten Krieger, Unteroffiziere und Mannschaften effen in ihren Kasernen bez. in der Festhalle auf Oswalds Garten, woselbst auch die weitere Feier am Nachmittag und Abend abgehalten wird.

*II. ProjectiouSvortrag. Gestern Abend fand in Steins Garten auf Veranlassung deS hiesigen GewerbeveretnS und deS Kaufmännischen Vereins ein letzter Projectionsvortrag über Ottomar An schütz' M 0me ntp h 0togra phien statt, zu welchem sich ein zahlreiches Publikum etngefunden hatte. Herr Dr. Ki n dler erläuterte in einleitenden Worten die Entstehung und Bedeutung der Momentphotographie. ES dürfte bekannt fein, daß man unter Moment- oder Augenblicks-Photographie eine solche versteht, zu deren Auf­nahme nur der Bruchtheil einer Secunde als Belichtungs­dauer nöthig ist. Durch Erfindung und Vervollkommnung äußerst lichtempfindlicher Platten zur photographischen Auf­nahme, welche schon bei V500/ ja Vivoo Secunde Lichteinwirkung das Aufnahme-Object völlig durchgearbeitet liefern, sowie mit Hülfe der electrischen Ausschaltung mehrerer Apparate nacheinander, wurde eS möglich, in größter Geschwindigkeit fich fortbewegende Gegenstände, wie fliegende Vögel, galopptrende Pferde u. f. w., ja selbst fliegende Geschosse, sowie Blitze auf- zunehmen, waS bei einer längeren BelichmngSdauer als V100 Secunde nicht möglich wäre, da alsdann von einer scharfen Wiedergabe einzelner Bewegungsvorgänge nicht mehr die Rede sein kann. DaS Verdienst der Erforschung und Erreichung bis jetzt einzig dastehender Moment « Aufnahmen in nahezu höchster Vollendung gebührt unserem Landsmann Ottomar Anschütz. ES folgte nun die mittelst KalklichtS auf weißem Hintergründe vorgeführte Wiedergabe einer Anzahl Moment­bilder aus dem Leben, wie packende Manöverbtlder, characteristifche Thier- und Vogelbtlder, darunter die An­schütz' Ruf verbreitenden Storchbilder, sowie einige Genre­bilder. Der zweite Theil bot interessante Aufnahmen über den Nordostfeecanal und seine Bauausführung, sowie Marine- bilder, darunter die KriegSpanzerschiffe rc. Die sich hieran anschließenden Bilder aufgenommener Bewegungsstadien zeigten am galopptrenden Pferde, dem übenden Turner, dem marschirenden Soldaten u. s. w. das bis jetzt höchst Erreich­bare der photographischen Kunst. Einige Schlußworte über den großen Nutzen der vorgeführten Errungenschaften auf dem Gebiete der Momentphotographie für die Wissenschaft, für Forschungen, für den Unterricht u. s. w. beendeten den dankenSwerthen Vortrag, dem lebhafter Beifall der An- wesenden als Zeichen der Anerkennung folgte.

** Zimmerbrand. In einem Hause der Schloßgaffe ent­stand gestern übend 11 Uhr ein Zimmerbrand, wobei Dor- hänge und einiges Mobiliar verbrannten. Die Ursache deS Feuer» ist bis jetzt noch nicht festgestellt.

** Erneuerung eines Steckbriefe«. Seitens der Großh. Staatsanwaltschaft Gießen ist wiederholt Steckbrief hinter dem flüchtigen Gut-pächter und früheren LandtagSabgeord- neun Reinhard Schaum von Herrnhaag bet Büdingen wegen unternommener Verleitung zum Meineid erlaffen worden. Schaum war vor einigen Jahren durch Stellung einer hohen Caution auf freien Fuß gesetzt worden und hatte sich später seiner Wiederverhastung durch die Flucht entzogen.

* Wahrend der diesjährigen Herbstübungeu in Ober- Hessen, die zum Theil im Kreise Lauterbach stattfinden, be­

ziehen die Bataillone bezw. Compagnien des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm u. A. Ouarriere in Allmenrod Lm 16. September (1 Comp.), AngerSbach am 17. und 18. September (1. Bat.), Etchelham am 16. September (11/z Comp.), Eichenrod am 16. September Stab des 2. Bat. und der 2 Como.), Engelrod am 16. September (Stab deS 1. Bat. und P/g Comp ), Frischborn am 16. September (3 Comp. deS 2. Bat), 17. und 18. September (Stab des 2. Bat. und P/4 Comp.), Blitzenrod am 17. und 18. September (i/t Comp ), Eisenbach am 17. und 18. September (1 */, Comp.), HedloS am 17. und 18. September (8/i Eomp.), Rimlos am 17. und 18. September (*/< Comp.), Herbstein am 16. September (Stab und 4. Bat.), Landenhausen am 17. und 18. September (4. Bat.), Lauterbach am 17. und 18. September (Stab), Rudlos am 17. und 18. September (i/3 Comp.), R'xfeld am 17. und 18. September (1 Comp.), Wallenrod am 17. und 18. September (Stab und 2 Comp. des 3. Bat.). Außerdem sind noch für einzelne Orte Noth- qnartiere vorgesehen.

Der Getreidemarkt. (BerichtSwoche vom 1. bis 8. Aug.) Im Anfänge der BerichtSwoche machte fich unter dem Ein­flüsse günstiger auswärtiger Berichte, sowie der vielfach herr­schenden regnerischen Witterung eine festere Tendenz auf dem einheimischen Markte bemerklich. Die hierdurch bewirkte PreiSsttmmung für Roggen und Weizen ging aber schließlich wieder verloren, wozu bedeutende Realisationsangebote und die efngetretene bessere Witterung - wohl in gleichem Maße beitrugen. Hafer war ohne erkennbaren Grund im Vergleich zur Vorwoche vernachlässigt. ES notixten schließlich an den Productenbörsen von Berlin und Leipzig: Weizen 139152Mk., Roggen 114119 Mk., Hafer 126152 Mk., Gerste 108156 Mk., alles per 1000 Kilogramm.

-r. Reiskirchen, 8. August. Infolge Züchtigung eines fünfjährigen KiodeS durch feine Großmutter erlitt dasselbe einen Ar mbruch. Die Frau hatte daS Kind mit einem Stocke bearbeitet und es auf der OrtSstraße hilflos liegen lassen

Z. Lauterbach, 9. August. Der hiesige Krieger- verein bewilligte jedem Veteranen, der sich an der Feier in Darmstadt oder Metz betheiligen will, 20, Mk. Die hiesigen Veteranen fahren am 14. August, Morgens 5 Uhr 50 Min., nach Metz.

Lauterbach, 9. August. DaS diesjährige Hainigfest findet Sonntag den 18. August statt. Der hiesige Turn­verein hat die Vorbereitungen hierzu in die Hand ge­nommen.

Nidda, 7. August. Heute Abend zwischen 8 und 9 Uhr ereignete sich zwischen EichelSdorf und Ober Schmitten auf der neben der Nebenbahn Nidda Schotten herziehenden Staatsstraße ein schwerer Unglücksfall. Metzger Kammer aus Nidda führte ein aus Rainrod (oberhalb EichelSdorf) geholtes Rind- hinter ihm führte der Knecht deS LandwtrthS Hofmann aus Rainrod einen Stier, der für Metzger Kirchhoff in Ober-Schmitten bestimmt war. Hinter diesem fuhr ein Kurzwaarenhändler aus Södel mit seinem Wagen, vom Schottener Markt kommend- auf dem Wagen saß noch deffen Frau. Da erschien plötzlich hinter dem Wagen der letzte von Schotten nach Nidda gehende Zug, der hier birect neben der Straße läuft. Das Pferd scheute und rannte in daS vorausgehende Vieh und alsdann in den Chauffecgraben hinein. Der Knecht, der den Stier trieb, bekam von der Wagendeichsel einen furchtbaren Stoß in das Rückgrat und fiel nieder. Der Stier nahm Reißaus. Metzger Kammer konnte sich noch durch einen Seitensprung mit seinem Rtnd retten. Das Pferd, das sich losgerissen hatte, wurde in Ober-Schmitten wieder ein- gesangen, ebenso der Stier. Aber der Fuhrmann brach ein Bein, und der Knecht scheint lebensgefährlich verletzt. Er wurde nach Rainrod zurückgebracht, während sich der Fuhr­mann nach dem Chauffeehaus bei Unter - Schmitten bringen ließ, wo er schon öfter übernachtet hatte. Die Frau des Fuhtmanns, die ebenfalls abgestürzt war, scheint keine er- hedlichen Verletzungen erlitten zu haben. Aerztliche Hilfe wurde sofort von Nidda requirirt. Es tft eben eine große Unvorsichtigkeit, wenn Fuhrleute, wissend, eS kommt noch ein Zug und ihr Pferd scheut leicht, nicht lieber den Zug erst vorüberfahren lasten und bann auf ihren Wagen steigen, zumal an Stellen, wo Bahn unb Straße nebenelnanber laufen. Darmst. Ztg.

§ Aus Oberhefsen, 9. August. DaS zu erwartende Er- gebniß der diesjährigen Obsternte besteht keinesfalls in einem allgemeinen Obstsegen. Während tn einer Gemarkung die Obstbäume voll hängen, stehen sie in einer anderen fast gänzlich leer. Aber auch in denjenigen Bezirken, wo vieles Obst zu erwarten steht, tragen bie Bäume, welche im vorigen Jahr eine reichliche Obsternte abwarfen, saft nichts. Am besten bürste bie Zwetschenernte ausfallen, hiernach bie Aepfel unb am schlechtesten bie Birnen. Gutes Obst wirb in biesem Herbste ein begehrenSwerther Artikel werden. Daß bie Obstbäume nach einer guten Tracht im nächsten Jahre leer stehen, liegt hauptsächlich an einem Versäummß, daS sich die meisten Obftbaumbesitzer zu Schulden kommen laffen - es ist die Düngung der Obstbäume in jetziger Zeit. Diese ist um deswillen von besonderer Wichtigkeit, weil in diesem Monat bie Bilbung von FruchtknoSpen für baS nächste Jahr stattfinbet. Hängt ber Baum voller Früchte, so hat er die ganze Nahrungszufuhr zu bereu Ausbildung zu brauchen, so baß et ohne Düngung nicht im Stande ist, auch noch FruchtknoSpen zu bilden, ohne die aber kein Ertrag im nächsten Jahre denkbar ist. Die Sommerdüngung hat aber auch daS Gute, daß sie den Abfall der Früchte verhindert und ihre vollkommene Ausbildung äußerst fördert. Bei ber Baumdüngung ist wohl zu beachten, baß man nicht bloß in nächster Nähe des Stammes büngt, wie fast immer noch geschieht, sondern diese Düngung im Umfange ber Baum­krone ausführt, weil in dieser Entfernung bie kleinen Saug­

wurzeln sich befinden, wodurch ber Baum seine Nahrung aufnimmt. Wer fich mithin eine gute Obsternte für nächstes Jahr sichern will, vorausgesetzt, baß keine elementaren Er­eignisse hier störenb eingreifen, ber nehme in diesem Monat eine Düngung ber Obstbäume vor- bie angewanbte Mühe unb Kosten (beim Bezüge künstlicher Baumdünger) werben reichlich lohnen.

A Mainz. 9. August. Die oft gerühmte Findigkeit der Poft hat heute hier einen argen Strich bekommen. Ein von einer Buch- unb Kunsthandlung in Chicago mit ber Abreffe:Grand-Duke Ernst Ludwig of Hesse, Mainz, Hessen-Darmstadt, Germany hierher gesandter Bries wurde nämlich bei einem Schneidermeister NamenS Ernst Ludwig hier bestellt. Ohne die Abreffe weiter zu beachten, öffnete ber bicbere Schneidermeister ahnungslos den Brief,- deffen Inhalt ihn zu feinem Schrecken belehrte, baß der Brief für ben Großherzog von Hessen bestimmt. Eiligst entlebigte sich ber Mann beß Briefes roieber, habet große Besorgniß an ben Tag legenb, baß bas Oeffnen beß für ben Landes- Herrn bestimmten Briefes möglicher Weise schlimme Folgen haben könne. Letzteres ist schwer anzunehmen, wogegen eS leichter ist, baß auf bem Postamte hier einige Nasen absetzt.

A AuS Rheinhessen, 9. August. Postbiebst ah 1. In Alzey traf gestern ein mit Mk. 1185 beclarirter Werthbrief ein, bei bessert Oeffnen man indeß nur einen Inhalt von Mk. 35 fanb. Die sofort angestellte Untersuchung hat er­geben, daß der Nacktbienftbeamte beß Postamtß Alzey, Pon- gehilfe Steinbach, ben Brief geöffnet, beraubt und geschickt roieber verschlossen bat. Mk. 150 hatte Steinbach bereits für sich verwanbt unb Mk. 1000 fanb man in einem Sopha versteckt. Steinbach würbe alßbalb verhaftet.

Ms Fulda, 9. August. In bem Dorfe Müß bei Großenlüder (zum hiesigen Kreise gehörig), brach gestern Abend in dem Hause des Kaufmannß Ger st Feuer auß, welches so rapid um sich griff, daß innerhalb einer Stunde elf Wohn Häuser und eben so viel Scheunen und Wirth- schastsgebäude in Flammen ftanoen unb total eingeäschert würben. Da bei Ausbruch beß Feuers die meisten Leute sich noch auf bem F. Ide befanden, so konnten nur wenig Habseligkeiten gerettet werden, so daß bie Betroffenen in bittere Noth gerathen sind. Es sinb obenbretn meistens ge­ringe Leute. Der Schaben ist sehr groß.

* Bonn 0. Rh , 9. August. Ein hiesiger Schuh­machergeselle, welcher in Köln eine Erbschaft von 1000 Mk. erhoben hatte, stieg in ber letzten Nacht bei ber Rückfahrt mit einem auf die 3. Klaffe lautenden B'llet in ein Coupv 2. Klaffe. Als ihm bei ber Revision ber Fahr­karten 6 Mk. Strafe angebroht würben, sprang er in ber Nähe von Bonn auß bem in Bewegung befinblichen Zuge unb stürzte so unglücklich, baß er sofort tobt war.

Trier. 9. August. Bei bem Einfahren in bie Saar­grubeHeinitz" kam zu einem Unfall mit der Färber- schale. Ein Bergmann ist tobt, zwei sinb schwer, vier leicht verletzt.

* BreSlau, 9. August. Gestern erschoß auf bemalten Gräbschner Kirchhof der Handlungsgehilfe Domnik, welcher einer angesehenen ostpreußischen Familie angehört, seine Ge­liebte, ein 18jähriges Mädchen, und bann sich selbst, weil seine Eltern bie Einwilligung zur Heirath nicht geben wollten.

Kattowitz, 9. August. 700 Bergarbeiter auf der ber SoSnowicer Actien Gesellschaft gehörigen Grude Zabrze", bie vor acht Tagen bie Arbeit wegen Lohnstreittq- keiten niebergelegt hatten, haben nach Beilegung biefer Streitigkeiten die Arbeit wieder aufgenommen.

* Bergen auf Rügen, 8. August. Der Kaiser hat der Köln. Volkßztg." zufolge daß Schloß Dwasieden bei Saßnitz auf Rügen angekauft.

* Budapest, 8. August. Der Unterarzt Dr. Bela Skarwan wurde vom Kaschauer Militärgericht zum Verlost der Charge, dreimonatlicher Rerferftrafe, zum Nachdienst und im Einvernehmen mit dem Innsbrucker Univerfitäts-Benat zum Diplom-Verlust verurthetlt, weil er in einem Briefe an daß Commando unter Berufung auf Tolstoi den Mili­tarismus als inhuman unb unchristlich, ber nur ber Erhaltung der inbtvibuellen Macht diene, verurlheitte unb ben Dienst verweigerte.

Paris, 9. August. Nächst Saint-Malo kippte bet einem Seesturm ein Segelboot um. BuSnel, Jnspector deSCrcdit Foncier", und feine Gattin fanden ben Tob in ben Wellen.

Scfyiffsttacb richten*

Der PostdampferRhynland" derRed Star Linie- in Antwerp en ist laut Telegramm am 8. August wohlbehalten tn Rewyork angekommen.

Brodpreise

vom 11. August bis 25. August 1895.

Der hieKgen Bäcker.

25 M .

50 ,

1 Rfl. (4 wo.! Weißbrot)......44$

1 Ka. (2 Pid.) Swwarxbrod ..... 21 *

Roggen-^chwarzbrob bei Ernst Muth 20 ,

2 Ka. (4 Pid.) Schwarzbrot)......42 ,

Rogaen-Schwarzbrcd bei Einst Muthu.W.«mend . 40 ,

3 Kg. (6 Psd.) Schwarzbrot»......63 ,

Der auswärtigen Bäcker.

1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrot» bei W. Weitz/l von Lang-GönS 21 Psg Aug. Deibel von Wieseck 23

2 Kg. (4 Pid.) Weißbrot» bei Gg.Ant. Heuseroon Gr.-Linden 38 , L Schmidt von Gr.-Linden 40

W. Weitzel von Lang-GönS 42 _

Wilh. Fabel von Wieseck, 44

1 Kg. (2 Psd.) Tafelbrod

2 Kg. (4 Psd.) Taielbrod l Kg. (2 Pfd.