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Giehener JUjeiger erscheint täglich, mit Ausnahme des
Montag».
Die Siebener -«mtstenSfälter werden dem Anzeiger "wöchentlich dreimal beigelegt.
Zweites Blatt. Samstag den 11. Mai
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Amtlicher Tbeil.
Bekanntmachung,
betreffend die Maul- und Klauenseuche.
Die zu Ortenberg, Kreis Büdingen, ausgebiochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen und die Gehöftsperre aufgehoben.
Gießen, den 9. Mai 1895.
Grobherzogliches Kreisamt Gießen. ___________________v. Gagern.
Gießen, den 9. Mai 1895.
Betr.: Die Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere, Zuchteber und der Ziegenböcke.
D»S Grobherzogliche Kreisamt Geben
an Or. Bürgermeistereien der zu den Aorbezirken Gießen-Hrrugeu-Lich gehörenden Gemeinden des Kreises.
Die Besichtigung der Gemeinde-Zuchtstiere, Zuchteber, Ziegen- und Schafböcke durch die Körcommisston Gießen- Hungen-Lich wird an folgenden Tagen stattstnden:
Montag den 13. Mai: zu Langsdorf, Bettenhausen, Bellersheim, Obbornhofen, Utphe, Trais-Horloff und Inheiden.
Dienstag den 14. Mai: zu Lich, Birklar, Muschen- heim, Dorf-Gill, Grüningen, Holzheim, Eberstadt und Ober- Hörgern.
Mittwoch den 15. Mai: zu Hungen, Steinheim, Rodheim, Rabertshausen und Langd.
Donnerstag den 16. Mai: zu Lang-Göns, Watzenborn, Steinberg, Hausen und Garbenteich.
Freitag den 17. Mai: zu Steinbach, Albach, Annerod, Oppenrod, Burkhardsfelden und Reiskirchen.
Samstag den 18. Mai: zu Rödgen, Trohe, Großen-Buseck, Alten-Buseck und Wieseck.
Montag den LV Mai: zu Lollar, Daubringen, Mainzlar, Staufenberg und Ruttershausen.
Dienstag, den 21 Mai: zu Gießen, Heuchelheim, Klein-Linden, Allendorf a. d. Lahn und Lechgestern.
Sie wollen die Halter der Faselthiere anweisen, an den bezeichneten Tagen zu Hause zu bleiben, und die Thiere der Körcommisston bei deren Eintreffen vorzuführen, sich auch selbst bereit halten, um der Commission auf Nachsuchen förderlich zu sein.
v. Gagern.
Gießen, den 8. Mai 1895.
Betr.: Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung.
Die
Grotzh. Kreis-Schulcommission Gießen
au die Schulvorstände des Kreises.
Nachfolgende Verfügung lasten wir Ihnen zur Kenntniß und Mitt Heilung an die Lehrer zugehen.
v. Gagern.
Darmstadt, 2. Mai 1895. Betr. Vornahme einer Berufs- und Gewerbezählung. Das Großh. Ministerium des Innern
und der Justiz
Abteilung für Schulangelegenheiten
an die Grotzherzogl. Kreis-Schulcommissioueu.
Arn 14. Juni d. IS. findet im ganzen Gebiete des Deutschen Reichs eine Berufs- und Gewerbezähluug statt. Wie in früheren Fällen wird es keinem Anstande unterliegen, ble Lehrer als Zähler zu verwenden und für die nöthige Zeit in den betreffenden Schulen und Schulklaffen den Unterricht auszusetzen.
__________________ v. Knorr.
Gießen, den 10. Mai 1895.
Lehrer-Conferenz
des Cousereuz-Bezirks Gieße»
AM 15. Mai, Bormittags 10 Uhr in Gieße».
Büchner, Schulrath.
I Die Eröffnung des Nord-Ostsee-Canals und die Flotten fremder Nationen.
Im Nachstehenden geben w'r die vollständige Liste der bis jetzt angemeldeten Kriegsschiffe fremder Nationen wieder, die an den Feierlichkeiten zur Eröffnung des Nord Ostsee- CanalS theilnehmen werden.
England sendet zu der Canal-Eröffnung insgesammt 10 Schiffe, nämlich: 1) das Thurmschiff „Royal Sovereign" (Flaggschiff)- 2) daS Thurmschiff „Empreß of India" (Flaggschiff)- 3) das Thurmschiff „Resolution"- 4) baß Thurmschiff „Repnlse"- 5) den Panzerkreuzer „Blenheim" - 6) den Panzer- kreuzer „Endymton" - 7) den Kreuzer 3. Klaffe „Bellona" - 8) den Torpedojäger „Speedy" - 9) den Torpedojäger „Halcyon"; 10) die Admiral - Jacht „Enchantreß". Die Größe der englischen Schiffe geht von 810 Tons bis zu 14,150 Tons (jedes der vier Thurmschiffe), ihre Geschwindig- kett von 13 bis zu 21 Knoten in der Stunde. DaS Ge- sammtdeplacement der englischen Schiffe beträgt 78,660 Tons mit 171 Offizieren und 4390 Mann Besatzung. DaS englische Geschwader steht unter dem Befehl der Geschwader- ChefS Viceadmtral Fitzroy und Contre-Admiral Alington.
Italien sendet an Schiffen: 1) die königliche Jacht „Savoia"- 2) baß Schlachtschiff 1. Klaffe „Re Umberto" (Flaggschiff)- 3) das Schlachtschiff 1. Klasse „Sardegna" (Flaggschiff), 4) daß Schlachtschiff 1. Klaffe „Andrea Doria" - 5) das Schlachtschiff 1. Klaffe „Ruggerio di Laurta" - 6) den Kreuzer 2. Klasse „Stromboli"- 7) den Kreuzer 3. Klaffe „Etruria" - 8) den Torpedokreuzer „Aretnsa" ; 9) den Torpedokreuzer „Partenope". Daß itaUenlsche Geschwader wird befehligt von dem Herzog von Genua und den Geschwader- Chefs Biceadmiral Accini und Contreadmiral Grandville. Die Größe der einzelnen italienischen Schiffe geht von 835 Tons biß zu 13,860 Tons, ihre Geschwindigkeit von 14,5 Knoten bis zu 19,94 Knoten, daß Gesammtdeplacement beträgt 38,317 TonS mit 180 Offitzeren und 3309 Mann Besatzung.
Oesterreich-Ungarn sendet unter dem Befehl beß Contre AbmiralS Erzherzog Carl Stefan als Geschwaberchef: 1) ben Panzerdeckskreuzer ^Kaiserin und Königin Maria Theresia" (Flaggschiff)- 2) Panzerdeckekreuzer „Kaiser Franz Josef I." - 3) Panzerdeckskreuzer „Kaiserin Elisabeth" - 4) Torpedofahrzeug „Trabant". Das Deplacement der österreichischen Schiffe beträgt 13,894 TonS mit 52 Offizieren und 1212 Mann Bemannung. Die Geschwindigkeit der Schiffe ist 19 bis 20 Knoten.
Frankreich sendet: 1) daS Schlachtschiff „Hoche" - 2) das Schlachtschiff „Dupuy de Lome" - 3) den Kreuzer 3. Klaffe „Coßmao" oder an Stelle dessen den Torpedoaviso „Cassini". Das Deplacement der französischen Schiffe wird circa 18,800 Tons betragen mit etwa 60 Offizieren und 1360 Mann Besatzung. Die Geschwindigkeit der Schiffe beträgt 16 biß 21 Knoten. Der Geschwaderchef ist noch nicht ernannt.
Die Bereinigten Staaten von Nordamerika senden unter dem Geschwaderchef Contreadmiral Kirkland: 1) den Panzerkreuzer „N-wyork" (Flaggschiff)- 2) den Kreuzer „Columbia" - 3) den Kreuzer „San Franzisko"- 4) den Kreuzer „Marblehead". Die Größe her amerikanischen Schiffe liegt zwischen 2074 TonS und 8200 TonS, die Geschwindigkeit geht von 18,4 bis 22,8 Knoten. DaS Gesammt- ! deplacement beträgt 21,747 Tons mit einer Besatzung von > 75 Offizieren und 1497 Mann. i
Rußland sendet unter dem Contreadmiral Skrydlow i als Geschwaderchef: 1)’ daß Schlachtschiff 1. Klaffe „Kaiser i Alexander II." (Flaggschiff)- 2) den gepanzerten Kreuzer j „Rurik" 3) das Panzer-Kanonenboot „GroSjaschtfchi". Das j Deplacement der russischen Schiffe beträgt 20,872 TonS, die ’ Geschwindigkeit zwischen 12,5 und 18 Knoten, die BesatzungS- stärke 70 Offiziere und 1305 Mann.
Schweden und Norwegen sendet unter dem Befehl ■ des Geschwaderchefs Contreadmiral v. Klinteberg: 1) daß i Panzerschiff „Gota" (Flaggschiff) - 2) daß Panzerschiff „Thnle"s- ! 3) daß Kanonenboot 1. Klaffe „Edda" - 4) daß Kanonenboot 1. Klaffe „Biking" und 5) daß Kanonenboot 1. Klasse „Sleipner". (Die letzten beiden Schiffe unter norwegischer Flagge). Das Gesammtdeplacement der schwedisch-norwegischen Schiffe beträgt 8594 Tons, die Geschwindigkeit geht von । 12 bis 16 Knoten, die Besatzung besteht auß 55 Offizieren \ und 675 Mann.
Dänemark sendet unter dem Geschwaderchef Corn- modore Gad: 1) den Kreuzer 3. Klasse „Geiser" (Flaggschiff)- 2) den Kreuzer 3. Klaffe „Hekla"- 3) Torpedoboot „Hav- heften - 4) Torpedaboot „Nachvalen" - 5) Torpedoboot
„Sölöven"- 6) Torpedoboot „Stören". Gesammtdeplacement der Schiffe 2960 TonS. Geschwindigkeit der Kreuzer 17 Seemeilen, der Torpedoboote 21—22 Seemeilen. Besatzung der Schiffe 32 Osfiztere und 370 Mann.
Spanien sendet: 1) das Panzerschiff „Pelayo" als Flaggschiff, 2) Kreuzer 1. Klaffe „Jnsantin Maria Theresa" - 3) Kreuzer 3. Klaffe „Marqueß de la Ensenada". Der Geschwaderchef ist noch nicht ernannt. Daß Deplacement der spanischen Schiffe beträgt 17,866 TonS, die Geschwindigkeit geht von 16,2 biß 20,2 Seemeilen, die Besatzung besteht auß 56 Offizieren und 1232 Mann.
Die Niederlande senden: 1) den Kreuzer 2. Klaffe „Atjeh" und 2) den Kreuzer 3. Klasse „Alkmaar" mit zusammen 4575 TonS Deplacement, einer Geschwindigkeit von 13,5 resp. 10,3 Knoten und einer Besatzung von 25 Offizieren und 413 Mann.
Rumänien sendet: 1) daß Panzerdeckschiff „Elisabeth" und 2) die Schraubenbrigg „Mircea". Deplacement der Schiffe 1300, resp. 350 Tons, Geschwindigkeit 18,5, bezw. 8 Seemeilen. Besatzung 23 Offiziere und 400 Manu.
Die Türkei endlich sendet die Kreuzercorvette „Heibet- Ruma" mit 1960 Tons Deplacement, einer Geschwindigkeit von 14 Seemeilen und einer Besatzung von 15 Offizieren und 300 Mann.
Im Ganzen sind von Seiten der zwölf genannten Staaten angemeldet 52 Schiffe mit 811 Offizieren uni 16,468 Mann Besatzung.
Vtrmiföte».
* Frankfurt a. M., 8. Mai. Auf einem Grundstück, das Herr Gärtner Hofmann in Sachsenhausen an der Wilhelmß- brücke von der Stadt zum Gärtnereibetriebe gemiethet hat, wurde heute Morgen unter zusammengestellten Bündeln von Bohnenstangen die Leiche eines unbekannten Mannes aufgefunden, die dort schon mehrere Monate gelegen haben muß. Der Körper trug bereits die Zeichen vorgeschrittener Zersetzung, die Kleidung ebenfalls, lieber den Oberkörper war ein Sack gezogen, vermuthlich als Schutz gegen die Kälte, der hier im Winter wahrscheinlich ein Obdachloser zum Opfer gefallen ist. — Der Polizeibericht meint, der Todte, ein großer Mann in ben dreißiger Jahren, scheine ein Maurer gewesen zu fein.
• Seit Einführung der zweijährigen Dienstzeit ist mehrfach behauptet worden, daß die Anforderungen an die Militärbrauchbarkeit eine Herabsetzung erfahren hätten, und deshalb eine übergroße Anzahl von Entlassungen nach erfolgter Einstellung zum Dienst ftattfände. Dies ist jedoch nicht der Fall, vielmehr ist an den Bestimmungen der Dienstanweisung sür die Aerzte bei Beurtheilung der Diensttauglichkeit irgend eine Aenderung nicht vorgenommen worden. Daß der Zahl nach mehr Entlassungen unbrauchbarer Leute nach erfolgter Einstellung stattfinden, ergibt sich einfach aus dem Steigen der Einstellungsziffer- die Berhältnißzahl der Unbrauchbaren zu ben Eingestellten hat indessen eine Verschiebung nicht erfahren. Uebrtgenß hat sich bei der letzten Aushebung wieder herauSgestellt, daß daS deutsche Reich auch nach Einführung der zweijährigen Dienstzeit immer noch mehr Taugliche hat, als zur Einstellung gelangen können.
* Das Küssen ziemlich thener bezahlen mußten unlängst drei Leute in einem Orte bet Köthen Sie befanden sich in animirter Stimmung und umarmten und küßten die Frau eine- Arztes des Ortes. Der Arzt stellte Strafantrag gegen die Attentäter und diese sind, trotzdem die Angelegenheit noch im letzten Augenblicke auf gütlichem Wege ihre Erledigung fand, zu 500, 200 und 100 Mk. Strafe ver- urtheilt worden
* Unverbesserlich. Gerichtspräsident (zu einem Wilddieb): „Angeklagter, Ste schützen als Milberungsgrund Ihrer Bestrafung vor, daß die vorzügliche Zubereitung des WildpretS von Seiten Ihrer Frau Sie immer wieder zum Wilddiebstahl veranlaßt hat! Dies können wir jedoch nicht glauben?" Wilddieb: „Was, des glawe Se nitt, Herr Gerichtshof?! Warten Se, wann ich wieder erauß bin auß dem Loch, bann lab ich Sie emol zu emme Rehschlegel - Essen ein — bann glawe Se'S hernochert!"
kandwirthschastliche Winke uni) KMchläge.
△ A«S Oberheffen, Anfang Mat.
V.gelschvtz
„Gedenket der hungernden Vögel im Schnee" ist eine stehende Rubrik in den Tagesblättern, wenn draußen alles mit EiS und Schnee bedeckt ist und die armen Thterchen ihre Nahrung nicht wehr finden können. Es ist ein schöner menschlicher Zug, daß man sich der bitter darbenden Vogelwelt zur grimmigen Winterszeit anntmmt und schon die Kinder anhält, ben gefiederten Sängern beizusteheir.


