(coni.) 7879, Säubert (Soc.) 9061 Stimmen. 35 Crte stehen noch aus.
Depeschen bei Ouretu .Herold'.
Berlin, 9. Mai. Zu der gemeldeten Verhaftung der beiden Anarchisten Krebs und Töbß schreibt die „Post", daß beide ein Dynamit-Attentat auf den deutschen Kaiser geplant hätten, welches am 30. Mai bei der Rückkehr der Truppen von der großen FrühsahrSparade ausgeführt werden sollte.
Berlin, 9. Mai. Sin parlamentarischer Berichterstatter erfährt von angeblich gut unterrichteter Seite, daß die Frage, ob eine Vertagung ober ein Schluß des Reichstages in Aussicht genommen sei, sich augenblicklich in dem Stadium befindet, bah sie offen gehalten wird.
Berlin. 9. Mai. Die verbündeten Regierungen halten an der Ansicht fest, daL Börseugesetz noch in dieser Tagung dem Reichstage zugehen zu lassen. Dagegen lasten sie die Einbringung deS Gesetzentwurfes betr. den unlauteren Wettbewerb fallen. Die Nachtragsetats und das sogen. Nothgesetz zum Zucker st euergesetz würden sicherlich noch erledigt werden.
Berlin. 9. Mai. Die im Reichstage der Regierung zugeschriebene Absicht, nach einer ungünstigen Entscheidung über den § 111 der Umsturzvorlage die ganze Vorlage fallen zu lasten, besteht nach zuverlässigen Informationen der r®er(. Reuest. Nachr." nicht. Die Regierung wünscht vielmehr tie Durchberathung der ganzen Vorlage.
Berlin. 9. Mai. In unterrichteten Marinekreisen gilt, wie den „Berl. Reuest. Nachr." gemeldet wird, der Rücktritt deS commandirenden Admirals von der Goltz als unmittelbar bevorstehend.
Berlin, 9. Mai. Sämmtliche in Berlin und Potsdam anwesende Ritter vom schwarzen Adlerorden sind zur morgigen Leichenfeier für Generaloberst von Pape befohlen werden.
Berlin, 9. Mai. Eine kaiserliche CabinetSor dre gibt die Bestimmungen betreffend Anlegung von Trauer für den verstorbenen General-Obersten der Infanterie v. Pape bekannt. Darnach legen sämmtliche Offiziere der Armee die Trauer auf drei Tage an, die Offiziere des GardecorpS acht und die Offiziere des 2. Garde-Regiments z. F., sowie die Offiziere des Gouvernements von Berlin 14 Tage. Ab» otbnungen aller Regimenter rc. des GardecorpS, sowie die commandirenden Generale deS 3. und 5. ArmeecorpS haben an der Beisetzung theilzunehmen.
Berlin, 9. Mai. Nachdem dem BundeSrath der Nachtrags-Etat zugegangen ist, welcher die Forderung für die Verwaltung des Nord-Ostsee-CanalS enthält, wird demselben, wie die „Post" hört, auch in diesen Tagen ein Tarif zugehen, welcher die Gebühren deS PassirenS von Schiffen durch den Nord-Ostsee-Eanal enthalten soll.
Berlin, 9. Mai. Heute Vormittag wurde Hierselbst der 9. BerbandStag der deutschen Brauer von dem VerbandSvorfitzenden Wiehle-Hannover eröffnet. Als Vorsitzende deS EongreffeS wurden Klein-Hannover und Richter- Berlin gewählt. Wiehle-Hannover theilte mit, daß der Verband 64 Zweigvereine zähle. Die Delegirten aus Wien und Graz erklärten, daß die Bewegung im Brauergewerbe langsam, aber stetig wachse und daß demnächst Forderungen an die Brauereibesitzer gestellt würden. Im Verlaufe deS EongreffeS sollen über den Berliner Brauereiboycott interestante Ent- hüllungcn gemacht werden. Der Congreß dauert biß zum 12. Mai Abends.
Berlin, 9. Mai. Die „Boss. Ztg." schreibt: Abermals taucht die Nachricht auf, daß die preußische Regierung als Ersatz für daS Umsturzgesetz eine Verschärfung des preußischen Vereins- und Versammlungsrechtes plane. Wie unS berichtet wird, werde augenblicklich in den beteiligten Ressorts an der Fertigstellung eines entsprechenden Gesetzentwurfs, besten Grundzüge schon früher aufgestellt waren, mit ganz besonderem Eifer gearbeitet. Der Entwurf soll noch in dieser Tagung dem Landtage zugehen.
Piel, 9. Mai. Bei Schießübungen mit dem Mörser auf der Strandbatterie in FriedrichSort exp lodirte eine Kartusche. Dem dienstthuenden Unteroffizier wurde die rechte Hand abgerissen und weiteren drei Soldaten wurden durch Brandwunden schwere Verletzungen beigebracht.
Pari», 9. Mai. Der „Ternpß" veröffentlicht ein Telegramm aus Petersburg, demzufolge die verbündeten Mächte eifrig unterhandeln über die Frage der Entschädigung, welche Japan für die Rückgabe der Halbinsel Liatong zu- gestanden werden soll. Die Verhandlungen werden voraussichtlich bald beendet sein.
Paris, 9. Mai. Der „Figaro" schreibt in der Angelegenheit der Intervention her europäischen Mächte, baß weitere Konferenzen ober Eongreste nicht mehr abgehalten werden. Frankreich, Deutschland und Rußland würden daS neue Abkommen mit Japan und Spanien regeln. Spanien sei wegen seiner besonderen Vertrautheit mit den Zuständen OstasienS mit der Redaction deS Abkommens beauftragt worden.
Lovbov, 9. Mai. In Khefoo sind gestern die Ratifi- iettonen des japanischen FriedenSvertrageS aus- getauscht worden.
ttetee, den 10. Mai 1896.
** driennt würben : die Forstaccessiften Hugo Gilm er auS Birkenau, Adolf Kutsch auS Lich, Wilhelm Scheel auS Gießen, Wilhelm Schwinn auS Schöllenbach, Ludwig Strack auS Ober-RoSbach und Khristian Walter auö Bobenbaufen, zu Forstasfesforen: die Finanzaccessisten Robert Bangel auS Bellersheim, Gustav Pflug auS Gießen und Wilhelm Schul aus Darmstadt zu Steuer- o f f e f f o r e n.
*• Schwurgericht. In der gestrigen öffentlichen Sitzung bei Landgericht» der Provinz Oberheffen wurden für die am
10. Juot 1895 beginnende Sitzungsperiode deS Schwurgerichts ; die Ramrn der nachstehend verzeichneten HauptgeichworeneN m« der JahreSliste für 1895 gezogen: 1. Boström, Dr. Eugen, Professor in Gießen, 2. Fritzel, Heinrich, Landwtrth in Bönstadt; 3. Koch, Georg II., Bauunternehmer in Gießen ;
4. Roth, Heinrich IL, Rothgerber in Nidda- 5. Pöbelt, Otto, Procarift in Alsfeld, 6. Wetz, Balthaser I., Landwirth in Holzheim- 7. Eifländer, Johanne», Landwtrth in Brauer- schwend; 8. Wenzel, Eberhard, Spengler in Alsfeld, 9. Görtz, Karl, Rentner in Friedberg- 10. Walther, Julius, Kaufmann in Grohen-Linden- 11. Schmidt, Heinrich, Rechner in Großen- Buseck- 12. Glock, Karl, Rechner in Schotten- 13. Schaub, Balthaser Khristian, in Büdesheim, 14. Gut h, Khristian I., Landwirth in Gedern- 15. Naumann, Dr. Alexander,Professor in Gießen - 16. Nahrgang, Heinrich, Müller in Ruppertenrod - 17. Reitz, Ludwig, Pachter in Affenheim: 18. HaaS, Philipp III., Oelmüller in Steinbach- 19. Keller, Philipp III., Landwirh in Melbach - 20. Schudt, Heinrich, Mühlenbesitzer in Gördelheim bei Buchenbrücken - 21. GrooS, Karl, Kaufmann in Friedberg - 22. Weller, Heinrich II., Beigeordneter in Oppenrod - 23. Baumann, Max, Hüttenbeamter in Lollar, 24. Wetz, Friedrich Wilhelm IL, Landwirth in Griedel- 25. Grünewald, Johannes, Bürgermeister in HergerSdorf- 26. Plank, Ludwig Wilhelm, Rentner in Gießen - 27. Lutz, Karl, AuSzügler in Elpenrod - 28. Grünewald, Konrad, Landwirth in Ober-Sorg - 29. Jecke 1, Valentin, Rentner in Oder Mörlen - 30. Böß, Karl, Buchhalter in Gießen.
• • Die Beerdigung Karl Bogt» hat am Mittwoch in Genf unter Beteiligung einer großen Volksmenge und fämmtlicher studentischer Verbindungen stattgefunden. Die Grabrede hielt der Rector der Universität, Martin, außerdem sprachen Prof. Guillard im Namen der medicinischen Facultät, Pros. Ritter für daß Institut nationale de Genöve, Henry Fazy Namens der politischen und Prof. Schiff Namens der persönlichen Freunde.
• • Knnstverein. Die derzeitige Ausstellung im Thurm- hauS am Brand hat sich anhaltend eine« sehr lebhaften Besuches zu erfreuen, verdient denselben aber auch ebenso wegen ihrer Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit wie wegen ihres schönen, zum Theil hervorragenden Inhalte«. — Besonderes Interesse erregen, auch um deS Gegenstandes willen, zunächst die beiden Porträts von D. Arnd-al-Raschid (Freiburg): E. v. Wildenbruch und Richard Boß, welche Beide in hohem Maß den Stempel der Naturwahrheit und Ähnlichkeit tragen - durch schöne Durcharbeitung und virtuose Behandlung der Farbe, namentlich auch in den Fleischtönen zeichnet sich auS ein großes Bild von Klara Grosch (Düsseldorf, derzeit Darmstadt): „Zum Abschied"- dasselbe ist dem Vernehmen nach der Vorläufer mehrerer, auch hiesiger, Porträts derselben einheimischen Künstlerin. — Keinen ganz leichten Stand hat daneben daß „Interieur" von Victorine BigeliuS (Karlsruhe), eine mit ihrem Papagei spielende Dame darstellend- die Künstlerin hat die schwere Ausgabe, die sie sich ohne Noth gestellt, verschiedene Stoffe weiß aus weiß zu malen, recht gut gelöst, wennschon unS der Umfang deS Bildes etwas außer Verhältniß zu feinem geistigen Inhalt zu stehen scheint. — Unser Landsmann Otto Fritz (dahier) hat neben zahlreichen, mehr ober weniger durchgearbeiteten, interessanten Studien ein allerliebste- FrÜhlingSbild „Der Großmutter Freude" ausgestellt, baß in seinen lebenßwahren lichten Tönen wohl geeignet ist, auch ben Gegnern ber Freilicht Malerei btrcn Vorzüge zu demonstrieren - Aehnlicheß gilt von dem Bild Johanna Ko chß S (Kannftatt), welche« zwei Buben im Hellen Sonnenschein und voll Behagen „Unterm Apfelbaum" darstellt. Daß e« aber auch nicht immer gelingt, die Sonne selber und ihre birecten Wirkungen zu malen, zeigen zu ihren Ungunsten ber „Mohn in ber Sonne" von Kirf. Wede- kinb (Karlßruhe) unb zum Theil auch bie etwa« unwahrscheinlichen Butzenscheiben bei ben „Trockenen Blumen" von Marie Hermann (Wien)- selbst auf bem großen „Dorfweg" von I. Hermann« (Düsseldorf) ist ein ähnliche« Problem nicht in voller Naturwahrheit gelöst. Die ältere Art ber Land- schaftßmalerei ist babei sehr schön vertreten mit einem „Motiv auß bem Spessart" von Jacob H off mann (Frankfurt a. M.) unb einer ungemein zart unb fein gemalten „Waldlanbfchaft" von A. Stelling (Hamburg)- neuere Art zeigen bagegen ein „Motiv au« Oberbayern" von Fr. Barlach (Anacapri) mit reichlichem Grünzeug, unb ein in großen Zügen gemalter „Abend aus ber Halbe" von Ernst Lieber mann (Molßborf). Einen recht guten Einbruck macht bie Winteclanbschaft von Gustav Loehn (München) „Holztag im Harz", nicht minber Christ. Mali « (München) „Abenb am Achensee" mit besten üblichen Kühen :c. G. Burmester (Kiel) hat \ auch diesmal wieder eine Anzahl gewandt gemalter Marinen (zu recht mäßigen Preisen) ausgestellt, unter welchen wir dem „Morgennebel" den Vorzug geben möchten. Sehr gut vertreten sind bie Blumen unb baß Stillleben, von welch letzterem namentlich baßjenige von Luise Wagner (München) mit seinem gerabeju täuschenden Hasen hervorzu- heben ist - von ben Blumen nennen wir besonders daß ungemein zarte „Blumenstück" von Julie v. d. Lage (Berlin), daß hieher zu zählende „Elfte Bad" von Marie Hermann (Wien) unb Anbere« von Elise Neeß von Kfcnbetf' (Breßlau)- ben „Nizzablumen" von Ilse Müller (Gotha) unb ben „Nelken" von Anna Mas saien (Dreßben wirb eß nicht leicht, sich daneben zu behaupten, namentlich die Nelken erscheinen etwaß hart unb steif. Auch baß Pastell ist ausgezeichnet vertreten: fein Vorzug der Weichheit in ber Dar- , stellung kommt voll zur Geltung in „Frühling" unb ! „Stubienkopf" von H. Koßo butzky (München). Enblich freuen wir unS, unter ber wohlgelungenen „Maiolikaplatte" ben Namen unseres bisherigen Kunstgewerdelehrerß Mülberger zu finben - schabe, daß bie schöne Original-Arbeit an« scheinenb nicht verkäuflich ist. Wir dürsten aber unsere Be- : trachtung nicht schließen, ohne auch zweier Bilder zu gedenken, welche unS nach Farbe unb Komposition wenig befriedigt haben:
Ein Tag in ber Hölle" von Cäcilie Bader ^München), repräsentier durch eine, etwas kurz geratbene, nackte Frauen
gestalt in grellem Blumen- :c. Beiwerk, das Ganze in ungc* wohntet, gobeltnartiger Technik gemalt, und eine wenig anziehende „Phantasie zu einem Adagio von Beethoven" Don Karl Bauer (Stuttgart). — Um fo größer bleibt daneben aber ber Genuß der vorerwähnten unb manchen anderen guten Bildet dieser Serie, deren weitere Besprechung wir unß für später Vorbehalten.
* Tie SeschäftlränNe der AeichSbankaebeastrle befinden sich, wie unsere Leser bereit« au» ber betr. Ankündigung tm Inseratenteile ersehen haben, nicht mehr am Marktplatz, sondern im Hause Westanlage 17, parterre.
Sonntagsruhe der Rechtlanwaltd Bureangehilfen. Mit Vergnügen können wtr heute conftatiren, baß nun auch die oberhesfischen Rechtsanwälte sich zur gänzlichen Sonn- und FesttagSruhe vereinigt Haden. Da« Publikum wird sicherlich diesen Entschluß billigen, durch welchen den Anwälten und ihren vielbelasteten Bureaugehilfen eine Ruhepause geboten wird, auf die sie längst berechtigten Anspruch hatten. Die Wochentage bieten den Rechtsuchenden noch Zeit genug, um ehren Verkehr mit den Anwälten zu pflegen.
• • Arena Kuhlmorgen. Die jeden Abend dichtgeschaane Zuschauermenge bei ben Vorstellungen der Arena beweist zur Genüge, daß bie vortrefflichen Leistungen ber Gesellschaft die verdiente Anerkennung finden. Auch die gestrige Vorstellung drillirte durch ein abwechslungsreiches Programm, von welchem insbesondere die Riesenschwungwelle einer kleinen Künstlerin hervorgrhoben zu werden verdient. Eme drastisch- komische Pantomn c „Die Zauberflöte" bildete den heiteren Schluß.
* Die kleinen silbernen Zwanzigpfennigsiucke werden nach unb nach von ber Reichsbank zur Umschmelzung eiogezogetr. Um die Einziehung zu erleichtern unb bie kleinen Münzen auS bem Verkehr zu bringen, ist eß wünschenßwerth, daß sie nicht auß der einen Hand in die andere abgeschoben werden, sondern an den öffentlichen Kaffen, wie z. B. beim Einkäufe von Freimarken bei der Poft, mit in Zahlung gegeben werden, von wo sie in den Verkehr nicht mehr zurückgebracht werden. Die hier und da vertretene Ansicht, daß diese Münzen überhaupt nicht mehr gillig seien, ist irrig.
♦ * Sin heftige» Gewitter, begleitet von Hagel, ging gestern Nachmittag über die Stadt unb Umgebung nieder - einzelne Straßen waten in kurzer Zeit Überschwemmt. ES steht zu befürchten, baß burch die Schloffen ben blühenden Obstbäumen viel Schaben zugefügt wurde.
* * Junikäfer Während von der auß verschiedenen Gegenden beß GroßherzogthumS gemeldeten Maikäfetplage hier und in der nächsten Umgebung so gut wie nicht« zu bemerken ist (nach Süden zu beginnt baß Fluggebiet erst in der Gegend von Großen-Linden) treten die kleineren Juni- käfer ziemlich zahlreich auf.
* * Kellerbrand. In einem Keller in der Nordanlage brach gestern Abend auf biß jetzt noch unaufgeklärte Weise Feuer au«, welche« jedoch, ohne größeren Schaden anzu- richten, alsbald gelöscht werden konnte.
• * Berichtigung. Wir erhielten folgende Zuschrift: Ihre, die Beerdigung des Herrn Dr. Hesse in Darmstadt betreffende Notiz bedarf insofern einer Berichtigung, all nicht da« Corp« Teutonia, sondern die hiesige Burschenschaft Alemannia durch Chargierte vertreten war und einen Kranz niederlegte. Ferner legten der „Alter Herren- Verband" ber Gießener Burschenschaft Alemannia, beffen Mitglied ber Verstorbene war, unb ber Verband alter Burschenschafter in Darmstadt, besten Vorsitzender Herr Dr. Hesse gewesen war, Kränze unter entsprechenden Ansprachen nieder.
* * LaudeSbaugewerkschule. Am 6. d. Mt«. wurde in den Räumen der Landeßbaugewerkschule zu Darmstadt ber neuerrichtete DorbereitungScurS für Bauaufseher, Straßenmeister und dergleichen in Anwesenheit sämmtlicher Hauptlehrer durch ben Director ber Anstalt, Herrn Professor Müller, eröffnet. Derselbe gab in seiner Ansprache zuerst ber Trauer über daß Hinscheiden de« Vorsitzenden der Central- stelle, Herrn RegierungSrath Hesse, Ausdruck, besten Pflichttreue unb allezeit regen Diensteifer besonders hervorhebend. Die Prüfung für Bauausseher fei von Großh. Ministerium vom Frühjahr auf den Herbst verlegt worden, um denselben Gelegenheit zum Besuch de« Kurse« zu geben. Der Direktor erläutert sodann die Ziele de« Unterricht« und hebt ganz besonders hervor, daß dabei mehr für den Beruf al« für die Prüfung vorbereitet werden solle. Anmeldungen waren 23 eingelaufen, von denen 19 mit Rücksicht auf die verlangte genügende Vorbildung aufgenommen werden konnten.
P. Lollar, 9. Mai. DaS Kommando ber freiwilligen Feuerwehr würbe vor einiger Zeit bei ber Königlichen Sisenbahn-Direction Frankfurt a. M. vorstellig, am 16. Juni l. I., an welchem tage ber 16 Oberhesfische Feuerwehria, in Lollar abgehalten wirb, einen Extrazug einzulegen, der Vormittag« gegen ,/tll Uhr von Gießen nach Lollar abgeht unb Abend« gegen 7*8 Uhr von Lollar nach Gießen wieder zurückfährt, damit e« den Obechessiichen Feuerwehrleuten möglich ist, ber um 11 Uhr Vormittag« ftattftnbenben Uebung der frei». Feuerwehr Lollar beiwohnen zu können, ihnen aber auch Abend« ml: dem gegen 7,8 Uhr von Lollar abgehenden Zuge Gelegenheit geboten ist, ben um 8 Uhr 5 Min. in ter Richtung Fulda abgehenden Personenzug benutzen zu können. Die wir erfahren, ist bleiern Geinche entsprochen worden unter der Bedingung, wenn die freiwillige Feuerwehr Lollar bie Garantie übernimmt, bah mindestens 100 Mk. an Fahrgeld für diesen Zug vereinnahmt werden und ben Minder- ertrag der Eifenbahnverwaltung ersetzt. Wie mir ferner erfuhren, hat die freiwillige Feuerwehr diese Garantie übernommen. — Damit nun bie freiro. Feuerwehr Lollar, die sich im Interesse der Oberhessischen Feuerwehren um Einlegung beß Extrazuge« bemüht hat, nicht auch noch ein pccuatäreß Opfer zu beklagen hat, wäre e» lehr wünschenßwerth, wenn


