* Wie bedeutend ein Radfahrer auf seinem federleichten Stahlrad neuester Lonstruction mit Kugellagern, Pneumatic- Reifen u. s. w. gegenüber einem Fußgänger im Bortheil ist, wird durch eine kleine Berechnung in der illustrirten Familien- Zeitschrift „Für Alle Welt" veranschaulicht. Mit einer bedeutend geringeren Anstrengung, als sie ein Spaziergänger zur Zurücklegung von zwei Schritten, also 4—5 Fuß, gebraucht, macht drr Velocipedist zwei Radumdrehungeu von je 7 — 8 Fuß, überwindet also im Ganzen in leichterer und angenehmerer Weise 14—16 Fuß. Tin Mann, der in ge- wohnlichem Gange mir dem Fahrrabe Schritt halten könnte, müßte etwa dreiundetohalbmal so groß wie ein gewöhnlicher
Die • Mensch sein, also eine annähernde Höhe von 17 — 18 Fuß
Universität- - Nachrichten.
,, _ Äelpjig, 8. November. Der Professor der Archäologie an der hiesigen Untverfität, Hofrath Dr. Overbeck, ist gestorben.
rheinisch haben. Er würde sich zu unS etwa verhalten, wik Gulliver zu dem Volke der Liliputaner. Und doch würde er in einem Match mit dem radfahrenden Liliputaner den Kürzeren ziehen, denn das Laufen erfordert auf die Dauer größere Anstrengungen, als das Prdaltreteu. Auch würde der Riese bei seiner größeren Schwerkraft an sich schon feine Muskeln bedeutend stärker anspannen muffen, als der kleine und leichte Gegner.
ziehen, nein, sie hat einen weit nothwendigeren Zweck. Zur Aufnahme fester und flüssiger Speisen ist unö der Mund bescheert worden, zur Aufnahme der Lustspeise dient die Nase. Die Luft, die wir alhmen, soll zuerst diesen Respirator durchlausen und wird in ihm vorgewärmt, wrnn sie kalt ist- feucht gemacht, wenn sie zu trocken fein sollte, und außerdem vom Staube gereinigt. Leider Unterlasten Diele, diese natürliche AthmungSvorrichtung zu benutzen, und gewöhnen sich das A'hmen durch den Mund an. Diese Gewohnheit ist nicht schön, und auch nicht für die Gesundheit erforderlich. Wer darunter zu leiden hat, dar ist der Rachen oder der HalS, wie man zu sagen pflegt. TS ist leicht erklärlich, daß ein kalter Luftstrom, der plötzlich in den erhitzten Rachen tritt, Catarrhe zur Folge haben kann, und, abgesehen von Staub und unnöthiger Verweichlichung dürfte der „schlimme HalS" oft auf jenes unvernünftige Athmen zurückgeführt werden. Der Rachencatarrh ist an und für sich etwas Lästiges, er wird leicht chronisch, d. h. dauernd, gehr dann auf den Kehlkopf über und verdirbt die Stimme- er ist schon darum ernst zu nehmen. Für die Kinder ist er aber noch von besonderer Bedeutung. ES steht fest, daß ein gesunder HalS ein treffliches Schutzmittel gegen die fürchterliche Diphtheritis bildet, da die gesunde Schleimhaut keinen günstigen Boden für die Aufnahme des AnsteckungSftoffeS bietet, während die erkrankte ihm keinen Widerstand entgegenzusetzen vermag.
** 3n Amerika verstorbene Hessen. New-York City: Johanna Bertuch geb. Strauß, 64 Jahre alt, auS Hahnheim. — Brooklyn, N. Y.: Franziska P. Schmitlhenner geb. Ficht, 74 Jahre alt, aus Worms a. Rh. — BucyruS,O.: Anna Margaretha Jacobs geb. Roß, 54 Jahre alt, auS Klein-Bieberau. — Howard, WiS.: Ferdinand Neumeifter, auS Nheinheffen. — Tarentum Pa.: Christine, Ehefrau von Johann Götze, 71 Jahre alt, aus Heffen-Darmstadt.
Auszug den Stanfcesamtsreaiftcrn der Stadt «Siesten.
November: 6. Heinrich Christian Panz, Dawdecker dahier, mit Luise Waldschmtdt hierselbst. 6. Heinrich Rühl, Maurer dahier, mit Katharine Knapp htersclbst. 7. Gustav Biedenkopf, PfariVerwalter zu Reichelsheim i. O., mit Ida Karoline Amalie Luise «indewald bterselbst. 8. Johann Georg Panz, Dachdecker dahier, mit Helene Frey dahier. 8. Wilhelm Ernst Hinz, Sergeant dahier, mit Elisabeth Katharine Stühler hierselbst.
•öetoliettmtMi.
November: 2. Johannes Karl Schäfer, Musiker zu Inheiden mit Johanna Wilhelmine Voll hierselbst. 2. Franz Berthold Friedrich Möhring, Rechtsanwalt zu Oldenburg, mit Julie Marte Johanna Allvater hierselbst. 6. Heinrich Friedrich Thon, StattonS-Assistent zu Bad-Nauheim, mit Elisabeth Bender hierselbst. 6 Heinrich Etzelmüller, Schuhmacher dahier, mit Anna Elisabeth Lehmann hter- selbst. 6. Georg Strack, Schneider dahier, mit Katharina Marweld zu Laubach. 6. Georg Heinrich Heil, Leinenfabrtkant zu Schlitz, mit Louise Elisa Caroline Leinweber hierselbst. 8. Johannes Wagner Taglöhner dahier, mit Marte Elisabeth Luise Schad, ged. Mer»' dahier, Wtttwe von Dreher Wilhelm Schad.
October: 26. Dem KretSkasserechner Adam Kauß ein Sohn, Heinrich Wilhelm. 29. Dem Briefträger August Köhler eine Tochter. 30. Dem Architect Gustav Hamann eine Tochter. November 1 Dem Spengler Heinrich Leih ein Sohn. 2. Dem Lackirer Karl Volz ein Sohn, Hermann. 2. Dem Bierbrauer Franz Günther eine Tochter Katharine Georgine. 2. Dem Bicefeldwebel HanS Heinrich Hahn einUSohn, Paul Wilhelm Georg Peter. 3. Dem Schlosier Gerhard Schepers ein Sohn, Hans Gerhard. 3 Dem Postschaffner Heinrich Carl Ludwig EarlS eine Tochter, Olga Rosalie.
November: 3. Ernst Wallenfels, 77 Jahre alt, Rentner dahier. 3. Johann Glatthaar, 49 Jahre alt, Müller von Hadamar. 3. Luise Haussmann, 38 Jahre alt, Ehefrau von Arbeiter Joseph Haufimann zu Wteseck. 3. Marie Katharine Rühl, geb. Diebl, 68 Jahre alt, Wtttwe von Maurer Matthäus Rühl hierselbst. 4. Johann Conrad Otto Fischer, 42 Jahre alt, Kaufmann dahter. 4. Lina Barkel, 18 Jahre alt, Tochtet von Landwtrth Heinrich Ludwig Bartel zm BorSdorf. 7. Eleonore Rinn, geb. Wittich, 78 Jahre alt, Wtttwe von Zugführer t. P. Ludwig Wilhelm Rinn dahier.
I Bezirkshauptmannschaft entsendete sofort eine Commission an Ort und Stelle.
* Farbige Stiefelwichse erzeugt Anton Zehrn in Wien in der Weise, daß weißgebrannte Knochen im gepulverten Zustande mit Melaffe oder Syrnp angerührr und dem Gemisch ein Fett oder Del zugesetzt und Schwefelsäure zugegeben wird, worauf man der Maffe die entsprechenden Farbstoffe zusetzt.
* Innsbruck, 4. November. Auf dem Schießsiand in Pettneu am Arlberg war am Allerheiligen-Nachmittag nach dem Gottesdienst Gabenschießen. Dem Schützen Dicht aus Sprengen versagte das Gewehr- er drehte sich um und wollte auf einem Tisch dem Fehler abhelfen. Da plötzlich ging das Gewehr los und die Kugel fuhr dem 61 Jahre alten Bauern und Altvorstcher Franz Mair durch den Unterleib und drang dann noch in den Köper des dahinter stehenden Bauern Alois Kuchn. Ersterer starb sofort, letzterer nach einigen Stunden. Beide sind au- Pettneu.
• • Einer serbischen Räuberbande, die aus dem Kreise Dalewo nach Belgrad eingebracht worden ist und die sammt den Helfershelfern aus 55 Personen besteht, werden 99 Raub- und Mordthaten zur Last gelegt. D r Monstre- proceß wird vor dem Strafgericht in Belgrad stattfinden.
* Ueber Soldateu-Aberglaube plaudert die iQuftrirte Familien Zeitschrift „Für Alle Welt" In einem ihrer vielen, die große Zeit vor fünfundzwanzig Jahre schildernden Aufsätze. Jeder Stand hat ja seinen besonderen Aberglauben, und auch in unserer aufgeklärten Zett ist Niemand frei davon. Der Jäger kehrt um, wenn ihm eine alte Frau auf dem Wege ins Revier begegnet, und die Primadonna meldet sich krank, wenn die Karten ihr ein „Hinderniß" weissagen. — Ja, die Karten! — Orakel sind sie und Spielzeug — dem Einen ein harmloser Zeitvertreib, dem Anderen ein verderbenbringendes Höllen - Passepartout. Schon die alten Landsknechte waren ihnen ergeben, nannten sie in richtiger Erkenntniß ihres Werthes: „DeS Teufels Gebetbuch" und unsere heutigen Soldaten kennen diesen Namen noch, denn auch sie verschmähen ein Spielchen während der langen Wacht- stuben- oder Kasernenabende nicht, und es giebt ihrer wenige, die nicht auf dem Marsche und im Manöver das Kartenspiel im Tornister mit sich führen, ohne dabei etwas BöseS zu finden ober zu befürchten. Doch im Kriege, da liegt die I Sache anders! Wenn die eisernen Würfel rollen, wenn's um Tod und Leben geht, dann erwacht der Aberglaube. „Des Teufels Gebetbuch" soll Unglück bringen in der Schlacht! — Bor 25 Jahren in Frankreich, da konnte man'S sehen, wie die Braven, die sonst nicht zitterten und fest auf ihre Kraft und auf ihre Führer vertrauten, doch vor dem Gefecht aus purem Aberglauben die Spielkarten von sich warfen, die sie sorgsam gehütet, bis sie in die Feuerlinie rückten. Dieses Stückchen Soloaten Aberglaube ist aber durchaus nicht zu verdammen, denn es weht ein starker Hauch von Frömmig- fett aus ihm, die ja immerhin ein Grundzug des deutschen ] CharacterS ist- sie glaubten ihr Gottvertrauen beeinträchtigt, wenn sie in so ernster Stunde „De» Teufels Gebetbuch" an sich hatten.
* eine hochfeine „Schmiere" gibt jetzt in Edinbnrg, Glasgow und anderen schottischen Städten Vorstellungen und wird sich wahrscheinlich auch in London sehen lassen. Der Director und erste Heldenliebhaber dieser wandernden Truppe, die jedoch nicht auf Theilung, sondern für wohlthätige Zwecke spielt, ist Lord RosSlyn, dem Lady MarjoribankS als erste Liebhaberin und der Earl von Kilmorey als Jntriguant zur Seite stehen. Alle Damen und Herren der Truppe gehören den oberen Zehntausend an und sollen ganz Vorzügliche leisten. Auf ihrem Repertoire stehen: „Romeo und Julie", „Hamlet" und da- Lustspiel „Diplomacy".
* «uf dem amerikanischen HeiralhSmarkt find selten mehr große Loose gezogen worden, als in der letzten Saison. Der „London American" gibt eine interessante Liste davon. Hier ein paar der „allerfashionabelsten" Verlobungen nebst Höhe des Vermögens, das sie „übertragen": Miß Edith Rocke- seller — Harold Mc. Cormick 38 Mill. Dollars, Miß Cou- suelo Vanderbilt — Herzog von Marlborough 15 Mill. Dollars, Miß Pauline Whitney — A. H. Pagel 10 Mill. Dollars, M>ß Ethel V. PhelpS-StokeS — I. S. Hoyt 9 Mill. Dollars, Miß gefeite OgleSby — G. M. Pulman jun. 5 Mill. Dollars. Die Hochzeitsgeschenke dieser Paare I repräsentiren allein Millionen von Dollars und find in einigen Fällen von genügendem Werthe, um ganze Gemeinden I „gewöhnlicher" Ehepaare fürs ganze Leben versorgen zu können. Die Newyorker Zeitungen bringen Nachrichten über die am 8. d. MtS. stattfindende Trauung des Herzogs von Marlborough mit Frl. Consu.lo Vanderbilt. Bischof Littlejohn von der englischen Hofkirche, der die Trauung vollzieht, erhält dafür ein Honorar von 12,000 Mk.- da- Orchester, welche- Walter Damrosch dirigirt, bekommt 16,000 Mk. für die Kirchen-, Tafel- und Ballmusik.
* Kein weitere» Steigen der Lederpretse. Auf dem Markte in RindShänten macht sich eine allgemein mattere Stimmung bemerkbar. Man verhält sich diesem Artikel gegenüber gegenwärtig sehr reservirt, waS zur Folge hat, daß fich hierin wieder Lager angesammelt haben und die Preise vom ersten Höhepunkt um etwa 23 Procent gewichen find.
DermifdyUs»
• Au» dem Fürstenlhum Braunfels. Se. Durchlaucht der Prinz Albrecht hatte am 5 d. Mts. die Geistlichen s-ines Patronats um fich versammelt, um mit ihnen eine Neubeleduitg der Armenpflege zu berathen. Seine Vorschläge fanden nach längerer Verhandlung allseitig freudige Zustimmung. Möchten nun diese hochherzigen Pläne des Prinzen Albrecht, wenn sie demnächst an die Oeffentlichkeit treten, allüberall ebensolchen Anklag finden und auch über die Grenzen be« FürstenthumS hinaus zur Lösung der socialen Frage beitragen I
• Berlin, 8. November. Prinz Heinrich soll, wie nach einer Meldung au« Kiel verlautet, das herrlich be- legene Gut Himmelmark im SchleSwigschen für die Summe von rund 600,000 Mk. angekauft haben.
* DaS „Troße LooS" der preußischen Klaffen-Lotterie ist nach Breslau gefallen und wurde dort znm kleineren Theile von einem Tischlermeister nebst seinen zwei Gesellen g-sptelt. Der andere größere Theil wurde, wie jetzt bekannt wird, in Wüstegierödors und Tannhausen gespielt und zwar von etwa fünfzehn kleinen Handwerkern und Fabrikarbeitern, die meist nur mit kleinen Beträgen an dem Loose beteiligt waren. Auf den geringsten Antheil, den ein Fabrikschloffer mit einer kranken Frau und fünf Kindern spielt, kommen ungefähr 10,000 Mark. AuS einer andern Familie, die ebenfalls von Fortuna bedacht wurde, waren die Kinder schon zur Beschenkung bei der vom dortigen Frauenverein geplanten Weihnachtsbescheerung vorgemerkt.
* Gotha, 7. November. Die „Gothaer Neuesten Nachr." schreiben: Ein Original ist der sächfisch-weimarische Lehrer in Wiegendorf, welcher allen Ernstes im Bezirks-AuS- schuß des ersten Verwaltungsbezirks dafür eine Geldentschädigung beansprucht, daß er in seinem Wirkungskreis so wenig Vergnügungen mitmachen könne und den Umgang mit ihm geiftig Ebenbürtigen durchaus entbehren müßte. Der Bezirks- Ausschuß lehnte dieses Gesuch al« „ein starkes Stück Prätension" ob.
• Alte Chlipse. Daß auch alte Shlipse zu Versen begeistern können, beweist die Thatsache, daß kürzlich in einer Straße Sonnebergs ein verschnürtes Packet mit ein paar Dutzend abgetragener Shlipse und folgendem originellen Begleitfchreiben gefunden wurde:
Diese Shlipse unterm Kragen Hab' ich lange Zeit getragen, In der Kälte, tn der Hitze, Jetzt sind sie zu nichts mehr nütze. Mancher Schoppen unverdrosien Wurde hinter sie gcgofien, Heute sind sie nur noch Fetzen, Muß durch andre sie ersetzen. Finder, stehe still und weine! Diese Shlipse, sie sind deine!
* Ludwigshafen, 8. November. Ein schweres Jagd- ani.0?örf 'Tcl0neie R* hier am vergangenen Donnerstag Mittag. Der Holzhändler S. von hier hörte in der Hecke etwa» rascheln und schoß aus der Entfernung von 17 Metern nach der Hecke. Die Ladung traf einen öUjäbrigen aWann, der dort wilde Rosenstöcke suchte, in die hinab ' $CT ^"offene stürzte kopfüber tobt den Bühl
November. AuS Tar nopol (an der galizisch, m "dr Fr. Pr." gemeldet: In ein
WirthShauS im Dorfe Sieniahowka an der Grenze des Zbarazer Bezirkes kam gestern Nachts ein russischer Soldat °nd verlangte Schnaps. Der Wirth, Linczyc, gab ihm Einige Glaser Schnaps und auch etwas zum Esten Der Soldat verlangte dann Gelb. Als Ltnczyc die- verweigerte, fdnC” ®C0,ct,r °ul ihn. Um fein Opfer ganz unfchdblich zu machen, versetzte ber Soldat dem Wirth einige Bajonnelstiche, fo daß dieser sofort starb. Einen Förster der vorbetkam und Hilfe leisten wollte, er schaß der Soldat ebenfalls. Der Mörder ist, nachdem er die Leichen aus- geraubt hatte, spurlos über die Grenze verschwunden.
Citeratur und t
— Die jur EinweihungSseier der neu'n Gebäude ber Grotzh. Technischen Hochschule in Darmstadt erschienene Fesischrlfl stellt NW nach Form, Ausstattung und Jnyalt als ein Werk bar, welche« DoOrommai dem nunmehr in daS prächtige Heim Übergestebeite» Institut entspricht. In dem 128 Selten gr. 8» starken Werke sind zunachft enthalten 21 Tafeln in Licht- und Schwarzdruck, darstillend das Hauptgebäude, daS physikalische und eleclrotechntsche Institut, Lr a»11«! <n Institute, den Lageplan, Grundrisse, sowie eine An- zahl Ansichien ber inneren Einrichtungen tn prachtvoller Ausführung. Textlich verbreitet sich ble Festschrift sehr eingehend über bte ge- «E^usten Anlagen ber Hochichul - Neubauten- unter Redaction de« Hern» Professor Dr. Lepsius haben an der Festschrift gearbeitet, £U Ar"!» Professoren Dr. H. Wagner. E. Marx, K Schering, E. Ktttler. K Wirtz, W. Staebel, O. Dtefsenbach, E. Reichel, O. Berndt, A. Noll und sprechen wohl die hier angeführten Namen für den inneren Werth ber so stattlich sich barbletenben Festschrift.
ElmbrostnS, Gedichte herauSgegeben von
Karl Schratt en that, Preis broschtrt Mk. 3-, eleg. gebunden i' dir' von Ferb. Beyers Buchhanblung, KöntgS-
W L ? 3n rehn Monaten bretzehn Auflagen von ben Ge- dichten einer Frau, weiche bi8 dahin in tiefster Verborgenheit lebte, Mia ^ch ein Erfolg, wie er wohl kaum einer anderen Dichterin beschieden ist. Und in der That, von Hoch und Niedrig gefeiert, von der Kritik einstimmig auf« günstigste begrüßt, verdient die Dichterin die so glänzende Aufnahme in höchstem Maße. Unter den Dielen bisher erschienenen Besprechungen der Gedichte von Johanna Ambrosius ragt jmer großartige Effay hoch empor, in welchem der genialste ästhetische Kritiker der Gegenwart, Hermann Grimm, die Dichterin in ber Deutschen Runbschau fUtai 895) feiert. Johanna fjelbarbeitertn, bie hart aufaffen muß, wenn bie Wirthschaft nicht jututfgeben soll. Ihre Gebiete, die sie nur zum eigenen proste schreibt, erwecken durch ble Tiefe der Weltanschauung und.durch ihre Sprachgwalt Staunen, Bewunderung und herzliche Theilnahme. Sta.kes, wahrhaftiges Gefühl spricht au« Ihnen und läfet diese Dichtungen den Rang für sich bestehender Schöpfungen des menschlichen Geistes einnebmen. Wir sagen uns: hier hat Jemand, weil die Erde keinen Platz für ihn batte, in lichten Höhen ein eigenes Gestirn erreicht, auf dem er alleiniger Herr ist. In diese selbstgeschaffene neue Herrschaft trägt ein Flügelschlag die kmpor, von da autz betrachtet, nimmt olle« Traurige und Unschöne des irdischen Lebens andere Gestalt für sie an. Verlust vrrwandelt sich in Gewinn ... Die Saiten deS menschlichen Herzen« schlagt bie arbeitsharte Hanb bieser Frau an, daß eS ist, als ob ^""dande bineingrirfen . . . Lauter ausgewachsene, sormvollenbete Früchte, bie sie unS darreicht.
Auszug aus den Kirdicnbiid>ern
der eiati «Siesten.
EvRNgelifche Gemeinte.
Getränte.
MatthäuSgemeinde.
Den 2. November. Johanne« Karl Schäfer, Musiker zu Gieß«, und Johanna Wilhelmine voll, Tochter des Rechnung«-Revrbente» Philipp Boll iu Wiesbaden.
Den 6. November. Georg Strack, Schneider zu Gießen, und Katharine Marweld, Tochter de« verstorbenen Maurer« Jacob Marweld zu Laubach.
. Henrich HeU, Leinensabrikant zu Schlitz,
und Luise Elise «treUne Leinweber, Tochter detz Schneidermeister« Peter Leinweber zu Greßen.
Marku-gemeinde.
Den 6 November. Heinrich Friedrich Thon, StationS-Assitteni zu Bad-Nauheim, und Elisabeth Bender Tochter de« SpMnerT desitzerS Adam Bender zu Gießen
t Dm 8. November. Johanne« Wagner, Taglöhner zu SteindaG Ebeth Luise Schad, geb. Mer», Wtttwe deS D^«S Wilhelm Schad »u Gießen.


