Ausgabe 
10.4.1895 Erstes Blatt
 
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Lau» »«hindert wirb. Man bereitet sich zu diesem Behuse Streifen «A starke», geleimtem Papier je nach der Dicke deS Baumes, legt dieselben nm den Baum und bestreicht sie dann mit dem warmen Leim.

Segen die Euterentzündnng bei Milchkühe«. Durch Erkältung, Verletzung und Unsauberkeit kommt bet Kühen ziemlich »ft Guterentzündung in leichten und schweren Fällen vor und macht sich durch Anschwellen, Schmerzhaftigkeit uvd Röthe deS EuterS be- mnkltch. In jedem Falle muß recht oft daS Euter ausgcmolken ®erben. In leichtem Grade bäht man ferner das Euter mit lau­warmen Wasser oder Milch. Stets befördere man die Darm- entlenung durch Geben von Glaubersalz. Bet höheren Graden gebe man 300 Gramm Glaubersalz mit 30 Gramm Salpeter in Vs Liter Wasser. Bet Hitze streiche man das (guter mit Essig und Lehm an: dieser Anstrich muß oft erneuert werden. Bei großem schmerz hilft oft Einreibung mit Btlsenkrautöl. Bet Eutergeschwulst mit Neigung zur Eiterbildung (Geschwür) hole man rasch einen Thi«arzt.

Mrchliche Anzeigen der evang. Gemeinde.

Donnerstag, den 11. April. Gründonnerstag.

S 3« der Et»dttirche.

Bormittags 9'/, Uhr: Pfarrverwalter Dr. Grein.

seichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und MarcuS- gewetnbe. Anmeldungen werden vorher bet den Pfarrern jeder Gemeinde entgegengenommen.

»reitag, den 12. April. Charfreitag.

3« der Stadtkirche.

Vormittags SV, Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und MarcuS- ge»einde. Anmeldungen werden vorher bei den zuständigen Pfarr«n erdete»

Nachmittags 2V,Ubr: Kinderkirche. Pfarrverwaltervr. Grein.

Abends 6 Uhr: siehe IobanneSkirche.

Am 1. Osterfeiertag wird eine Collecte für die Armen unserer Gemeinden, am 2. Feiertag eine Collecte zum Besten unseres Kirchen­fonds erhoben werden.

Am 2. Osterfeiertag, Nachmittags 2 Uhr, findet Prüfung »nd Vorstellung der Confirmanden auS der MatthäuSgemeinde statt.

Verein für jüdische Geschichte tmfl Literatur r Wetzsteingasse 8, Nachmittags 2 Uhr. 238

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Wenn der Frühling ins Land zieht, schwellt Hoffnung die Brust eines jeden Kranken. Dnjenige, dem ein gütiges Geschick die irdischen Glücksgüter nicht versagt hat, hält Umschau nach den Anstalten, welche der Linderung und Hebung menschlicher Gebrechen dienen. Was man von solchen Anstalten forbert: Nicht an der großen Heerstraße gelegen und doch In der Nähe derselben, schöne, gesunde und ruhige Gegend, ein in seinem Fache gründlich be­wanderter Arzt und Anderes, das bietet das Ludwigbad (Wip­feld) bei Würzburg vollkommen. Schon seit Anfang dieses Jahrhunderts als Min«al- und Moorbad bei Gicht und Rheumatismus weithin berühmt, hat dasselbe in diesem Jahre nach gründlicher Renovation eine Erweiterung erfahren durch Errichtung einer Kneipp'schen Wasserheilanstalt. Der jetzige Besitzer und ärztliche Leiter des BadeS vr. Niggemann ist kein Neuling auf

dem Gebiete der Wasierheilkunde. Derselbe war früh« Jahre lang als Badearzt bei Herrn Piarr« Kneipp in WöriShofen und Frank­furt a. M. thätig. Behandlung einschließlich Diät streng individuell.

Was ist Stephanien-Kaffee?

ES ist Schier, gebrannter Bohnen - Kaffee in Packeten i Vs, V< und Ve Kilo verpackt, welche mit SchutzmarkeElephant" versehen sind. Die unter obiger Marke schon seit Jabren von der Holländische« Kaffeebreunerei H. DiSqub & Cie. bestens eingeiührteu QualttäiS - Kaffee sind nach eigener nur obiger Firma bekannt« Methode gebrannt, wodurch Geschmack und Ergiebigkeit wesentlich erhöht werden. Jede practische HauSsrau wird daher bei deren Ge­brauch eine große Ersparniß ermöglichen, da Ve Kilo sür 25 Tassen genügt und ein Zusatz von Surrogaten ganz überflüssig ist. Mit vieler Milch genossen, ist dieser Kaffee, v«möge seines milden und angenehmen Aromas, auch als Nahrungsmittel viel zuträglich« als Malz-, Korn- ober Wetzen-Kaffee. Da btc große Beliebtheit viele Nachahmungen heroorgerufen hat, wird das verehrte Publikum gebeten, genau auf die SchutzmarkeEl'phant" zu achten. Nied«- lagen sind durch Annoncen dieses BlatteS bekannt.

Knnci.Ancctallnnn im Tburmbaus am Braib; MUSI-Ausstellung, geöffnet täglich, mit Aus­nahme des Samstags, von 11 bis 1 Uhr, am Mittwoch und Sonntag auch noch von 3 bis 5 Uhr. Eintrittspreis für Nichtrnitglieder an Werktagen 50 Pfg., an Sonntagen 20 Pfg.

Theekenner seien hierdurch auf MeßmerS, Dtzee Englische Mischung, a Mk. 2.80 pr. Psd., ganz besond«S aufmerksam ge­macht. Diese Sorte stehl in Folge günstiger Marktlage beim Einkauf dieses Jahr auf seiner außergewöhnlich hoben Qualttätsstufe urb wirb überall von^Kennern sehr gelobt. Probepackete 60 Pfg. bei Condttor Hettler. 2069

Bekannnnachnng.

Betr.. Das Einhalten der Tauben zur Saatzeit.

Die Besitzer von Tauben werden aufgefordert, während der Saat- -eit vom 15. April bis 15. Mai d. I. ihre Tauben in den Schlägen einzuhalten. Uebertretungen dieser Vorschrift müssen nach Art. 79 de» Feldstrafgesetzes zur Anzeige und Bestrafung gebracht werden.

Gießen, den 10. April 1895.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

3179____________________Gnauth._______________________

Bekanntmachung.

BKe noch rückständigen Rechnungen über die zur Unter­haltung der städtischen Gebäude und Straßen im Rechnungsjahr 1894/95 ausgeführteu Arbeiten und Lieferungen sind bei Meidung der Nichtberücksichtigung bis längstens den 1. Mai d. Js. auf dem Stadtbauamte in doppelter Ausfertigung einzureichen.

Gießen, den 8. April 1895.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

3190 Gnauth.

Convertirung'

des 4°|0 Anlehens der Stadt Sich M vom 1. April 1882.

Gemäß Befchlusies des hiesigen Gemeinderaths vom 20. März l. Js. und mit Genehmigung Großherzogl. Kreisamts Gießen soll rubr. Anleihe in eine 5V//o ige umgewandelt werden.

Den Besitzern, welche hiervon Gebrauch machen wollen, wird die Vergünstigung gewährt, bis zum 1. October 1895 im 4% igen Zins- geuuß zu verbleiben und muffen dieselben die Schuldverschreibungen spätestens bis zum 1. Juni d. I. bei unserer Stadtcasse einreichen.

Diejenigen Stücke, welche bis zum 1. Juni d. I. nicht zu Abstempelung oorgelegt worden find, werden von diesem Tage ab zur Rückzahlung am 1. October d. I. gekündigt und hört Deren Verzinsung vom 1. October d. I. ob auf. LL-H

«ich, am 9. April 1895.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

3189] Heller.

General-V ersammlung* Lt, Vereins hessischer Lehrerinnen jur Gründung eines Heims.

Mittwoch den 24. April, Nachmittags 3V2 Uhr, im Rathhaus zu Darmstadt.

Tagesordnung: a. Rechnungsablage für 1894;

b. Jahresbericht;

c. Mittheilungen betr. die Generalversammlung des Allgemeinen deutschen Lehrerinnen-Vereins Pfingsten 1895 zu Darmstadt;

d. Gesellige Vereinigung imDarmstädter Hof". 2184]________________________________Der Vorstand.

22. Wittelrljein. Kreis - Hurnfest vom 6.10. Juli a. c. zu Gießen. ^

Die Bewirtschaftung von '

5 Bierhalleu, 1 Schoppeuweiuhalle, 1 Couditorei mit Caf6, 1 Cautiue

wird hiermit, vorläufig nur an hierorts ansässige Bewerber, zur Ver- pachtNNg ausgeschrieben. Die Bedingungen und Pläne sind von dem Unterzeichneten kostenfrei zu beziehen.

Angebote sind ebendaselbst bis zum Samstag den 27. April, Nachmittags 3 Uhr, einzureichen.

Der Wirthschafts-Ausschuß.

3181 I- A.: Jean Kirch, Vorsitzender.___

22. Mittelrhein. Kreis-Turnfest

zu Gießen.

Die zum Bau einer Festhalle und eines Haupteingangs zum Festplatz emgeldufenen fünf Entwürfe find Mittwoch den 10. und Donnerstag de» 11. April in der Turnhalle des Turnvereins an der Nord­anlage, Nachmittags 2-6 Uhr öffentlich ausgestellt. Der Zutritt ist für Jedermann frei.

Bau- und Ausschmückungs-Ausschuß zum 22. Mütelrhein. Kreis-Turnfest. 3188} Der Vorfitzende: Schmandt.

Holzversteigerung

?u Münchholzhausen.

I. Nutzholz: Dienstag den 16. d. Mts. Zusammenkunft Vormittags 8 Uhr auf der Straße WetzlarGießen am Diftr.Nr. 14 Spitzeborg". Beginn ebendaselbst. Eichen: 4 Stämme II. Kl.7,36 km, 21 Stämme III. Kl. = 11,92 km, 12 Stämme IV. Kl. --- 2,27 km, 22 rm Nutzholz;

Nadel: 104 Stämme 23,00 km, 35 rm Nutzholz und 51 Stangen L/IIL Kl.

11. Brennholz: Beginn an dem­selben Tage, Nachmittags 2 Uhr, in der Wirthschaft des Anton Loh (Australischer Hos).

Eichen: 51 rm Derbh., 27,50 rm Stockh., 126 rm Reiser;

Buchen: 22,75 rm Derbh., 492 rm Reiser;

Weichholz: 2,00 rm Derbh., 27,00 rm Stockh., 292 rm Reiser.

Groß-Rechtenbach, 1. April 1895. 3096 Das Bürgermeister-Amt.

UichhchversteigkiMg.

Samstag den 13. April l. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Gemeindewald Waldgirmes ver­steigert werden:

44 Eichenstämme von 0,30 bis 6 km Inhalt, zus. 52 km; darunter schöne Stämme für Schreiner.

40 Fichtenstämme, zus. 15 km.

80 rm Nadel-Nutzholz, 2 m lang.

600 Fichtenstangen I., II., HI. und IV. Klaffe.

Zusammenkunft in dem Hainauer­wäldchen bei Forsthaus Haina.

Waldgirmes, den 8. April 1895.

Bernhardt, AK

Bürgermeister. 3185

Versteigerung.

Mittwoch den 10. April, von Morgens 9 Uhr ab, sollen im Schulhofe zu Langsdorf neben Hausgeräthen aller Art, ein Bienen­pavillon mit 44 Keck'schen Wohnungen (letztere auch einzeln), ausgebaute Strohkörbe und viele Bienengeräthe öffentlich meistbietend versteigert werden.

Langsdorf, 7. April 1895. ..

3177] Frau Lehrer Bach Wwe.

ML Wachihiws.

Freibank. [3199 Heute und morgen:

Schweinefleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 40 Pfg. Hrninalikr-Obtthksßschcr Verkehr.

Am 1. d. M. ist der Nachtrag VI zum Gütertarif für vorbezeichneten Verkehr etngesührt worden. Nähere Auskunft über deffen Inhalt erthellen die Güter­abfertigungen-

Gießen, den 6. April 1895. K

Gr-'Direktion der Oberhesfische» Eisen, bahne«. 3209

Frankfurt a.M.Merheff. Verkehr.

Arn 1. d. M- ist der Nachtrag VII zum Gütertarife für vorbezeichneten Verkehr eirgeführt worden- Ueber dffsen Inhalt ertheilen die Güterabfertigungen Auskunft.

Gießen, den 6. April 1895

Gr. Direktion der Oberhessischen Eisen­bahnen. 3210

Bauarbeiten.

Zur Erbauung einer Dienstwohn­ung für den Oberförster der Ober­försterei zu Homberg a. d. Ohm werden sämmtliche Bauarbeiten, nämlich: Erdarbeiten, Maurerarbeiten, Maurermaterialien, Asphalt-, Stein­hauer -, Zimmer -, Schieferdecker-, Spengler-, Schreiner-, Glaser-, Schlofferarbeit, Eisenliefemng, Weiß­binder- und Tapezierarbeit hiermit zum öffentlichen Verding gestellt.

Die Pläne, Arbeitsbeschreibungen und Ausführungsbedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen, mit Aus schluß des 17. April, an welchem Tage die Verdingungsunterlagen im Amtszimmer des Straßenbauamts zu Grünberg aufliegen werden, auch können die Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen gegen postfreie Zusen^ düng von 1,50 Mk. für die Maurer-, Steinhauer-, Zimmer- und Schreiner­arbeit, von 1 Mk. für die übrigen Titel von unterfertigter Stelle be­zogen werden. Der Termin zur Ein­reichung der gehörig zu bezeichnenden und postfrei einzusendenden Angebote ist auf Mittwoch, den 24. April d. I., Vormittags 11 Uhr, angesetzt.

Die Zuschlagssrift beträgt für die Rohbauarbeiten 14 Tage, für die Arbeiten des inneren Ausbaues vier Wochen. 3017

Alsfeld, den 3. April 1895.

Großh. Hochbauamt Alsfeld. __________Kranz.__________

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