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Clectricität an Jeden stellt, auf Stählung und Kräftigung de8 Menfchen Bedacht genommen werden muß. Das Turnen kräftigt nicht allein den Körper, es trägt auch dazu bei, Energie, Thatk.aft, Unerschrockenheit und Ausdauer, wie auch persönlichen Muth zu fördern. Und alles dies find Eigenschaften, deren wir im täglichen Kampfe des Lebens dringend bedürfen. Welch hohen Werth im Jtteresfe der Wehrkräftigkeit unseres Volkes, tm Interesse der Ver- rbetdigung unsere« heißgeliebten Vaterlandes von höchst berufener Stelle dem Turnen betgelegt wird, sehen wir daran, daß bet der militärischen Ausbildung unserer zu den Fahnen einberufenen Söhne und Brüder die turnerischen Uebungen ganz besonders berücksichtigt werden. Die volksthümlichen Einrichtungen, durch welche das Turnen gepflegt wird, ermöglichen es auch, daß Solche, die weniger bemittelt sind, sich doch daran betheiligen können, und deßhalb ist die Turneret auch geeignet, die socialen Gegensätze auszugleichen und erscheint sie dadurch als ein ganz bedeutender Factor in unserem gesellschaftlichen und wtrthschastlichen Leben. Wenn ich bei meinen seitherigen Ausführungen tn der Hauptsache die Turnerei unseres sogenannten stärkeren Geschlechts tm Auge hatte, so darf ich heute das Turnen des anderen Geschlechts, welches man gewöhnlich das schwächere nennt, nicht ganz unberücksichtigt lassen, denn das zwetundzwanzigste mtttelrheintsche Turnfest ist, so viel ich weiß, das erste, welches in der Lage ist, eine Damenriege zu stellen. Den entschlossenen muthtgen Damen darf ich wohl an dieser Stelle Dank und Anerkennung ausdrücken. Bisher lurnten unsere Töchter und Schwestern meist nur so lange sie nicht! der Schule entwachsen waren. Daß man jetzt vielfach bestrebt ist, die Heranwachsenden Jungfrauen das in der Schule geübte Turnen fortsetzen zu lassen, betrachte ich als einen ganz bedeutenden Fortschritt tm Interesse der Kräftigung unserer weiblichen Jugend. Ich begrüße es aber auch im Interesse der Turnerei selbst, denn es wird damit anerkannt, wie wichtig das Turnen für unsere jetzige Generation überhaupt ist. Die Turnfeste find vor allen Dingen veranstalt-.t, den turnerischen Geist in edlem Wettkampfe zu pflegen und neue Anregung zur Weiterausbildung zu geben. Dies möchte ich Euch ganz besonders zurufen, Turner! Daß dabei die Festesfreuden nicht vergessen werden sollen, ist selbstverständlich und legen die getroffenen Veranstaltungen Zeugniß dafür ab, wenn der Festausschuß auch hierfür gebührende Sorge getragen hat. Immerhin soll aber das Turnen die Hauptsache sein und bleiben und bitte ich, mit dem Wunsche, daß das zwetundzwanzigste mittelrheinifche Turnfest nach jeder Richtung einen glänzenden Verlauf nehmen möge, mit mir etnzusttmmen in dm Ruf: „Gut Heil, Gut Heil!"
Während der nun fortgesetzten Freiübungen klärte sich daS Wetter so auf, daß heller Sonnenschein hernieder schaute auf das bald beginnende Musterriegen-Turnen, in welches eingefügt war u. A. das an den Vorturnertribünen statt- findende Turnen der Damenrtege, sowie allerlei Turnspiele lind Stoßfechten.
Nachdem das Wetter einen so günstigen Umschlag erfahren, erwiesen sich die Räume des Festplatzes, besonders die der Bierwirthschaften als zu klein- wir können heute roch nicht mirrheilen, was an Speisen und Getränken verbraucht wurde, nach Mittheilung der Wirtschaftsausschuß' Mitglieder soll der Consum aber ein ganz bedeutender ge- weien sein. Die Zahl der Besucher kann man getrost auf 1OOOO schätzen. Selbst, als gegen Abend die Züge eine große Anzahl von Auswärtigen entführten, war das Gedränge noch sehr groß. Besonders in der Festhalle hatte sich in Erwartung der PretSvertheilung an die Musterriegen alles zusammengedrängt, was einigermaßen Jntereffe für die Turnerei hatte. Die Diplom-Vertheilung ließ aber in Anbetracht der anstrengenden Arbeit des BerechnungsausschuffeS sehr lange auf sich warten, sie erfolgte erst nach 12 Uhr.
Nachstehend theiken wir das Resultat deS gestrigen Riegenturnens mit. Reck: 1) Wiesbadener Turngesellschaft 10 2, — 2) Bockenheim und WormS 18 9, — 3) Born» Heimer Turngemeinde 18 8, — 4) Sonnenberg 18 1, — 5) Gießener Turnverein, Homberg, Worms 17 1 — 6) Sachsenhausener Turngesellschaft 17, — 7) Sachsenhausener Turnverein 16 7, — 8) Gau AlgeSheim 16 3,— 9) Frankfurter Turngemeinde 16 2, — 10) Mainzer Turn- und Fechtklub 16 1, — 11) Frankfurter Turnverein 16 1, 12) Lahnstein 16 6. ? Reck und Bock: Heddernheim 15 5. Barren: 1) Rambacher Turnerschaft 18 8, — Frankfurter Turngemeinde 18 6, — 3) Erbenheimer Turnverein 18 4, — 4) Wiesbadener Männerturnverein 18 4, — 5) Offenbacher Turnverein 18 3, — 6) Bockenheimer Turngemeinde und Wiesbadener Mäunerturnverein 18 1, — 7) Oberurseler Turnverein 17 7, — 8) Mühlheimer und Coblenzer Turngemeinde 17 6, — 9) Dornighetmer Turnverein und Neu-Isenburg 17 5, — 10) Obersteiner Turnverein 17 4, 11) Alsfelder Turnverein 17 3, — 12) Herborner Turnverein, Wiesbadener Turngesellschaft, Bürgeler Turngesellschaft und Fechenheimer Turnverein 17 2, — 13) Marburger akademischer Turnverein 17 1, — 14) Frankfurter Turn- und Fechtclub und Bornheimer Turngesellschaft 17, — 15) Kirchhainer Turnverein 16 9,— 16) Büdingener Turnverein, Ginnheimer Turnverein und Krosdorfer Turnverein 16 8, — 17) Homburger Turnverein Vorwärts und Gießener Turnverein 16 6, — 18) Herborner Turnverein (Zöglinge) 16 5, — 19) Coblenzer Turngesellschaft (Altersriege) und Rödelheimer Turngesellschaft 16 4, — 20) Btebericher Turnverein (Altersriege) 16 3, — 21) Hanauer Turngemeinde, Coblenz-Lützel 16 2, — 22) Darmstädter Turngemeinde 16 1, — 23) Sachsenhausen 15 8, — 24) Offenbacher Turngesellschaft und Lauterbacher Turnverein 15 17, — 25) Bürgeler Turnverem und Heuchelheimer Turnverein 15 2, — 26) Heddernheimer Turnverein 15. Barren mit Schwungbrett: 1) Wetzlarer Turnverein 18 5, — 2) Coblenzer Turnverein 16 9, — 3) Kreuznacher Turnverein 15 5. Pferd: 1) Frankfurter Turngemeinde und Darmstädter Turngemeinde 19 4, — 2) Hanauer Turn- gesellschaft 18 7, — 3) Biebricher Mäunerturnverein und Münzer Turnverein 18 5, — 4) Schterstein 18 4, — 5) Frankfurter Turn- und Fechtclub 18, — 6) Bornheimer Turngesellschaft 17 8; 7) Turngesellschaft 17 5, — 8) Wetzlarer Turnverein Zöglinge 17, — 9) Gießener Mäunerturnverein Zöglinge 16 9, — 10) Bessungener Turngemeinde 16 8, — 11) Wiesbadener Männerturnverein 16 6, — 12) Sachsenhausener Turngesellschaft 15 9, — 13) Gießener Turnverein Zöglinge 15 8. Pferd und Barren: Coblenzer Turnverein 16 1. Säbel: 1) Darm- frädter Turngesellschaft 18 3, — 2) Stoßfechten Mainz 18 2, — 3) Säbel: Darmstädter academischer Turnverein Allemannia 16 2. Stab: 1) Gießener Damenrtege und
Wetzlarer Damenriege 17 5, — 2) Frankfurter Turnverein 19 5, — 3) Emser Turnverein 18 6, — 4) Hausen 17 8, — 5) Butzbach 17, — 6) Kirchhain 16 9. Tisch: Wiesbadener Turnverein 17 8. Spiel: Marburg Faust- und Schleuderball und Darmstadt Schleuderball.
Heute (Montag) Vormittag gegen 6 Uhr fand eine Sitzung des Kampfgerichts statt, gegen 7 Uhr begann das Wetttnrnen, zu dem 23 Riegen von je 12 Mann, im Ganzen 276 Wettbewerber, antraten. Der Festplatz ist seit 10 Uhr schon von ca. 1000 Zuschauern besetzt. Um 2V2 Uhr findet ein Festesten in der Festhalle statt. DaS Welter ist vorzüglich.
Sectdks unb P*ovLirSeSeK
«ießev, den 8. Juli 1995.
** Unfall. Ein Vorturner erlitt heute Morgen auf dem Festplatze eine Verrenkung des Armes- er kam in die Klinik. — Infolge Bruches einer Reckstange trug ein Turner eine leichte Verletzung davon.
** Verhaftungen. Die Ehefrau eines hiesigen'Specerei- Händlers wurde vorigen Samstag wegen Kuppelei verhaftet. Deren Mann, gegen welchen sich ebenfalls die Untersuchung erstreckte, hat sich der Verhaftung durch die Flucht entzogen. — Der Knecht eines hiesigen Kaufmanns hatte seinem Arbeitgeber u. A. eine Parthie Kaffee gestohlen und solchen seiner außerhalb wohnenden Frau gebracht. Er wurde verhaftet.
* * Einbruch Am Samstag Abend wurden in einem Hause der Bahnhofstraße mittels EinbrechenS von Be- hältnisten 79 Mark gestohlen. Ein der That dringend verdächtiger junger Mann wurde in Haft genommen.
* * Fahrrad'Dieb In voriger Woche wur.de dahier ein Fahrrad gestohlen. Gestern wurde der Dieb in der Person eines Dienstknechts ermittelt und verhaftet. Das Fahrrad fand sich noch in seinem Besitz.
* * Tafchendiebstahl Einem fremden Turner wurde in einer Wirtschaft sein Portemonnaie mit Inhalt gestohlen, weitere Fälle sind nicht bekannt geworden.
* * Schönschreib-CursuS. Mancher unserer jungen Leser, dem seine Handschrift auf der Schule vielleicht das Prädicat eines „greulichen Schmierers" eingebracht hat, wird die Nachricht mit Freuden begrüßen, daß Herr Kalligraph O. Gottlieb wiederum einen Cursus im Schönschreiben zu eröffnen gedenkt. Derselbe gibt die Versicherung, daß er, wie hier seit vielen Jahren bekannt, in nur 5 Lectionen die besten Erfolge erzielt. (Siehe Inserat.)
B. Laug Göns, 8. Juli. Gestern Abend 7 Uhr wurde ein von dem Gastwirth Sinning in Pflege genommenes, über 3 Jahre altes Kind von dem Neuhöfer Milchfuhrwerk überfahren. Das Kind starb sofort.
Ve*«rsthtes.
Ms. Hanau, 7. Juli. Als eine zeitgemäße Warnung an Eltern und Kinder möge ein trauriger Unglücks fall mitgetheilt sein, welcher sich vorgestern in dem benachbarten Seligen st adt zugetragen hat. DaS vier Jahr alte Söhnchen des LandwirthS Johann Mock hatte den ganzen Nachmittag fortwährend Kirschen, die Heuer gut gerathen sind, gegessen, bekam Durst und trank Wastr, dazu wahrscheinlich viel Wasser. ES stellten sich bei dem Kinde Krämpfe ein und trotz ärztlicher Hülfe starb Abends der Knabe unter großen Schmerzen.
Ms. Eschwege, 7. Juli. Rotzkrankheit. Laut amtlicher Meldung ist bei drei Pferdebefitzern in Franke rs- Hausen der Rotz unter ihrem Pferdebeftande auSgebrochen. Drei Pferde sind getödtet und die nöthige Sperrung ist ein» getreten.
* Glatz, 2. Juli. Der Taucher Ewald Vogt, welcher in RaierSdorf bei Landeck eine Gastwirthschaft betreibt, war im April d. I. vom Norddeutschen Lloyd für die Bergung der Leichen und versunkenen Werthe des verunglückten Poft- dampferS „Elbe" engagirt worden. Er reiste am 12. Mai von RaierSdorf nach Bremerhaven ab und weilt feit sechs Wochen unweit Lowestoft. Vogt ist, wie er feinen Angehörigen mitgetheilt hat, bereits achtmal an der Untergangsstelle in die Tiefe getaucht, jedoch jedesmal ohne Erfolg. Die Taucherarbeiten werden ununterbrochen fortgesetzt.
♦ Paris, 5. Juli. In der Nähe von Paris ist gestern Nachmittag der 1000 Cubikmeter fassende Fesselballon deS Aeronauten Lachambre wegen Bruchs der Dynamomaschine durchgegangen. Auf dem Ballon befand sich der Gehilfe Lachambres mit nur zwei Säcken Ballast. Heber das Schicksal des Ballons fehlt jede Nachricht.
* Lichtstarke der Leuchtthurme. Die Flammen der älteren, durch Rüböl gespeisten Leuchtthürme hatten eine Intensität von 5000 bis 6000 Kerzen. Durch Einführung des electrifchen Lichtes steigerte man die Intensität auf 60000 Kerzen und durch Combination mit optischen Apparaten hat man eine Leuchtkraft von 900000 Kerzen erreicht. Diese enorme Lichtquelle wird noch weit übertroffen werden durch den Leuchtthurm, der jetzt bei Havre gebaut wird. Es soll eine Lichtstärke von 2500000 Kerzen erhalten und man glaubt, daß fein Reflex fast bis zur englischen Küste wahrnehmbar wird.
* Auch ein Marche«. „Mütterchen, hörst Du gerne Geschichten?" — „Ja, mein Kmd!" — „Soll ich Dir mal eine erzählen?" — „Nun!" — „Wirft Du Dich aber auch darüber freuen?" — „Gewiß, mein Kind!" — „Aber sie ist gar nicht lang?" — „Nun, erzähl nur." — „Es war einmal eine — Wasserflasche — und die — und die hab ich eben caput gemacht?"________________________
Technische Fortschritte.
— Künstlicher Kautschuk. Nach den Berichten verschiedener englischer technischer Zeitschriften stellt man jetzt in England künfi-
licheS Kautschuk her und zwar folgendermaßen: Man läßt Terpentin- oldämpfe durch eine erhitzte, 2 bis 3 Mm. weite Röhre aufsteigen. Beim Verlassen der Röhre wirkt ein Strahl von Salzsäure auf die Dämpfe ein wodurch sie eine knetbare Masse bildet, die dem Kautschuk gleicht. Man sammelt biete Masse, wäscht sie aus und formt sie.
. , ~ Lbadirpulver. Zul Bereitung eines Radirpulvers, welches vier otner wirkt als Radirgummi, verfahre man wie folgt: Man nimmt 1 Theil Alaun, 1 Theil Bernstein, 1 Theil Schwefel, 1 The« Salpeter, vermischt »lle Theile, nachdem jeder für sich fein pulvertfirt wurde, gut untereinander und bewahrt diese Mischung in Gläsern aus. Wenn man von diesem Pulver etwas auf einen Tintenfleck ober eine frisch geschriebene Stelle bringt unb mit einem weichen leinenen Lappen barüberstreicht, so wird ber Tintenfleck ober die Schrift sofort von bem Papier verschwinden.
— Die Telegraphenlirrlen der Welt. Was für die Ausdehnung der TelegraphenUnim auf ber ganzen Erbe tue Technik geleistet hat, grenzt an bas Fabelhafte. Die gesarnrnte Ausbehnw g bes Telegraphennetzes auf ber ganzen Erbe beträgt über 1710l)00Kilometer, also weit über zweihundertlausend deutsche Meilen. Von b<n einzelnen Länbern nehmen die Vereinigten Staaten von Norbamerita wegen ihres großen Flächeninhalts bie erste Stelle mit 650000 Kilometern ein. Dann folgen Rußlanb mit 130000 Kilometern Telegraphennetz, Deutschlanb mit 118000, Frankreich mit 96000, Oesier- reich-Ungarn mit 69000, Britisch-Ostindien mit 63000, Mexiko mit 61000, England mit 55000, Eanada mit 52000, Italien mit 39000, bie Türkei mit 33000, Spanien mit 26000 Kilometern usw. Zieht man ober bie Dichtigkeit bet Telegraphenlinien in Betracht, so besitzt bie meisten Telegraphen bas kleine Königreich Belgien, welches auf 1000 Quadratmeter Land 254 Kilometer Telegraphenlinien hat, und dann hat bie meisten Telegraphen das Deutsche Reich, welches auf je 1000 Kilometer Land 217 Kilometer Telegraphen besitzt.
itniverfitäte - Nachrichten.
— Der Professor ber englischen Sprache und ßileratur an ber Berliner Universität, Dr. Julius Zupitza, ist iu heutiger Nacht einem Schlaganfalle erlegen.
Unterhaltungen zu Bad Nauheim
in ber Woche vom 9. Juli dis 13. Juli.
Die Kurcapelle spielt täglich Morgens von 7—8 Uhr an dem Kurbrunnen, Nachmittags unb Abends siehe unten, bei weniger als 10° R. Wärme im großen Sveisesaale des Kurhauses.
Dienstag den 9. Juli, Nachmittags von 4 bls 8‘/t Uhr auf der Terrasse: Eoncert brr Capelle des 1. Grotzh. Hessischen Jnfanterie- (Leibgarde-)Reaiments Nr. 115 aus Darmstadt, unter Leitung des Großh. Musikdirectors Herrn Hilge. Abends 8 Uhr im Saale: Tanz. Mittwoch den 10. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 und von 8'/z bis 10 Uhr: Concett ber Kurcapelle auf bet Terrasse. Abends 8 Uhr im Saale Theatervorstellung. Die kluge Käthe. Donnerstag den 11. Juli, Nachmittags von 4*/r dis 10 Uhr auf der Terrasse: Doppel-Concert von der Capelle des Fußartillerie-Regiments Generalfeldzeugmeister (Brandenburgisches) Nr. 3 aus Mainz unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Klippe — unb ber Kurcapelle. Von 8V» bis 10 Uhr werben Tänze gespielt unb kann auf bem norbwestlichen Theile ber ^Terrasse getanzt werben. Abenbs 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Die Orientreise. Freitag ben 12. Juli, Nachmittags von 5 bis 7 Uhr: Concert ber Kurcapelle aut bet Terrasse. Abenbs 8 Uhr im Saale Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurcapelle. Robert unb Bertram, ober: Die lustigen Vagabunben. Samstag ben 13. Juli, Nachmittags von 4 bis 7 und von 8 bis 10 Uhr auf ber Terrasse: Doppel-Concert von ber Sängergesellschaft Flora vom Hamburger Stabttheater (22 Damen unb Herren in alt- historischer Vierlänbertracht) unb ber Krrtcapelle.
Verkehr, €an^ unb
Grürrderg, 6. Juki. Fruchtpreise.' Weizm X 14,42, Korn X 13,88, Gerste X 12,06, Hafer X 11,44, Erbsen X 18,00, Linsen X 00,00, Wicken,X 00,00, Lein X 00,00, Kartoffeln X 6 40, Samen X 20,00.
— Eine einfache, recht zweckmäßige landwirthschaftliche Maschine von K. Thieme zu Falken ehde dient bazu, die Sttzlöchrr für Kartoffeln rc auf dem Ackerboden so zu markiren, daß dadurch die Pflanzen in geraden Reihen und gleichen Abständen von einander zu stehen kommen. Die Maschine besteht aus einer Trommel, bie von einer Achse gebildet wirb, auf ber in gleichen Abständen eine Anzahl schmaler, radähnlicher Scheiben aufgesetzt ftnb. Die Umfänge biefer Scheiben ftnb butch parallele, im Querburchschnitt brei- eckige Latten oerbunben, bie im gleichen Abstand von einanberstehenb eine Trommel bilben. Wirb also bie Walze über ben geebneten Ackerboden gefahren, fo brücken bie Scheiben sich in ben Boden ein und bilden parallele Furchen in ber Fahrrichtung, währenb butch bie Latten bes Umfanges rechtwinklig dazu laufende Furchen erzeugt werden. Die Kteueungspunkle beider Systeme bilden die Setzstellen. Die Maschine ist ferner so eingerichtet, daß die Trommel vom Boden abgehoben und bequem transportirt werden kann. Mitgetheilt vorn Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin NW.
Witterungsbericht vom 5. Juli.
Das barometrische Maximum vom Westen her ist weiter ostwärts in ben Continent hereingerückt unb liegt sein Kern heute über bem Canal, boch ist bet selbe sehr zusammen geschwunben. Das Mittelmeergebiet bedeckt eine Depression, deren Centrum vor ber ligunischen Küste zu erkennen ist. Auch über Oesterreich ftnb Theil- minimo vorhanden. Unter ber Wechselwirkung bes hohen Druckes über Westeuropa unb ber Minima 'im ©üben unb Osten, in ben Alpen unb beren nötblichem Vorlanbe ist bas Wetter trübt und regnerisch geblieben. In ben höheren Lagen ber Alpen haben sich neuetbings Schneefälle eingestellt, während in ber Pfalz heute Morgen besseres Wetter eingetreten war. Im ©üben Deutschlands liegen bie Temperaturen im Allgemeinen, zumal tm Gebirge, wieder tiefer als vor 24 Stunden. Nördlich bet britischen Inseln scheint eine neue Depression in norbwestlicher Richtung vorüber zu ziehen.
Borarrsftchttiche Witterung r
Meist heiteres, warmes Wetter, im Süden zunächst noch trübe mit zeitweiligen Niederschlägen. Später gleichfalls allmälige Aufklärung.
Temperatur der Lahn und Lust
nach Reaumur gemeffen am 8. Juli, zwischen 11 unb 12 Uhr Mittags.
Wasser 16«/i°, Luft 17° im Schatten.
Rübsamen'sche Bade- und Schwimmanstalt.
Neinlichkeit der Haut erforderniß zur Schönheit. Wie diese zu erzielen, ist au9 dem nachstehenden Urthell eines Arztes zu ersehen.
vadi-iauheim, 18. April 1895. Für Ihre Patent-Myrrholin- Seife danke ich Ihnen bestens, ich habe sie sehr zart und reizlos gefunden. Gleichzeitig bitte ich Sie, von dieser Sorte 12 Stück zu senden Dr. med. E. Hirsch.
Die Patent-Myrrholin-Seife, welche als Specialfeife für die Pflege der Haut unübertroffen und einzig in ihrer Art, ist ä 50 Pfg. in den Apotheken, guten Droguen- und Parfümerie-Geschäften erhältlich unb muß jebeS Stück die Nummer 63 592 tragen. 4346


