Ausgabe 
9.4.1895 Erstes Blatt
 
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EL DArmstatt,8. April. Die Herzogin von Coburg | *nb die Prinzessin Alexandra sind heute Mittag nach Loburg zurückgekehrt. Die Königin vou England trifft erst am 24. April ein.

totales u»b p*ot>injUtUs.

Wietzen, den 8. April 1895.

Psychiatrische Klinik. Liu mit Allerhöchster Ermächtigung Sr. Königs. Hoheit des Großherzog« gestellte-Ansinnen der Großh. Ministerien des Innern und der Justiz, sowie | der Finanzen an die Stande des GroßherzogthumS, zunächst j an die Zweite Kammer, geht dahin, zum Zwecke de» Betriebs der psychiatrischen Klinik der Landes- Universität der Grobherzoglichen Regierung a. für den laufenden Betrieb für die Zeit vom 1. October 1895 an bis zum Schluß der laufenden Finanzpertode die Summe vou 88 500 Mk. und b. für einmalige Anschaffungen die Summe von 48 000 Mk. zu Lasten der Ueberschüffe au- früheren Finanzperioden zur Verfügung zu stellen. Hierzu wird das Nachstehende bemerkt: Die Erbauung der psychi- arrtschen Klinik au der Landes. Universität ist nunmehr so weit vorgeschritten, daß die Klinik mit Beginn deS Winter­semesters 1895/96 in Betrieb genommen werden kann. Für Ausstattung dieser Klinik mit vollständigem Mobiliar, Koch- einrichtungen, Wasch- und Badeanlagen, Arbeitstischen mit den erforderlichen Leitungen, SammlungSschräuken, Beleuch­tungskörpern und Telephonanlagen ist bereits in dem Bau­budget der Betrag von 42 320 Mk. vorgesehen. Dagegen sind noch: a. für den laufenden Betrieb der Klinik vom Herbst 1895 an und b. für die einmalige Anschaffung vou Bettzeug, Kleidung, Wäsche, Speise- und Küchengeräthen, ReinigungSgeräthen, Bureaueinrichrung und wiffenschaftliche Ausstattung derselben die erforderlichen Mittel zur Versügung zu stellen. In Benehmen mit dem in Aussicht genommenen Profeffor der Psychiatrie und Dirigenten der Klinik find die (auf der Kanzlet der Zweiten Kammer offenltegenden) Vor­anschläge für den laufenden Betrieb, sowie für die einmaligen Anschaffungen aufgestellt worden, inhaltlich deren für den laufenden Betrieb jährlich 53000 Mk. und für einmalige An­schaffungen 48000 Mk. erfordert werden. Dabet kommt tu Betracht, daß in die anderthalb Jahre zwei Winter fallen. Es sind daher die allgemeinen Kosten der Heizung und Beleuchtung (d. 3 und 4 deS Voranschlags) mit jährlich 18000 Mk. nicht bloß anderthalbfach, sondern doppelt tu Anrechnung zu bringen und stellen sich die Ausgaben für den Rest der Finanzpertode um 9000 Mk. höher. Hiernach berechnen sich die Kosten deS laufenden Betriebs für die Zeit vom 1. October 1895 bis zum Schluß der Ftnanzperiode im Ganzen auf 88500 M.

22. Mtttelrheiutfche» Krei-turufest 1895. Auf das kürzlich ergangene Ausschreiben zur Erlangung von Ent­würfen für eine Festhalle und den Haupteingang zum Fest­platz waren bi- zum festgesetzten Termin (Samstag) im Ganzen 5 Entwürfe etngelausen. Da- Preisgericht hat nach eingehender Prüfung der Pläne den ersten Preis ein­stimmig mit dem KennwortTurnerei", den zweiten und dritten Preis den EntwürfenAn der Lahn" undPlatz" zuerkannt. Beim Eröffnen der Umschläge, welche die Namen der Ver- fass er enthielten, ergaben sich als Verfertiger: für den ersten Preis die Architecien Stein L Meyer, für den zweiten der Architect Gustav Hamann, für den dritten der Bauaspirant Wilhelm Nold, alle in Gießen. Die sämmtlichen Entwürfe sollen noch im Laufe dieser Woche öffentlich ausgestellt werden. Die unbekannt gebliebenen Derfaffer der EntwürfeBahn frei" undEin­tracht macht stark" können letztere nach Schluß der Aus­stellung nebst einem Abdruck deS motivirten Gutachtens deS Preisgerichts wieder in Empfang nehmen.

* Die Abrechnung über die WohlthätigkeitSvorstellung zu Gunsten der tziuterbliebeueu der mit derElbe" Beruuglückteu hat sich, wie uns von dem hiesigen Ausschüsse mttgetheilt wird, in den Augen Vieler unliebsam verzögert. Doch lag der Grund darin, daß sich in unserer Stadt eine Frau ge­funden hat, deren Sohn mit derElbe" untergegangen ist. Vie Erkundigungen, die infolgedeffen eingezogen werden mußten, nahmen sehr viel Zeit in Anspruch. Wir kommen daher erst jetzt mit der Abrechnung, die in Anbetracht der verhältniffe ein sehr günstiges Erdergebniß geliefert hat.

Die Einnahme betrugen 996,10 Mk.,

die Ausgaben 278,15 /r

bleibt ein Reinertrag von 717,95 Mk., Hiervon soll ein Theil für die obenerwähnte Frau verwendet, der Rest an das allgemeine HilfScomitL nach Bremen gesandt werden. Alle Diejenigen, die zum Gelingen des Unternehmen- beigetragen, vor Allem die Damen und Herren, die bei den Aufführungen mitgewirkt haben, mögen in diesem schönen Abschluß den Dank für ihre Mühe erblicken, wenn nicht schon da- Gefühl, an einem guten Werke mitgearbeitet zu haben, de- Danke- genug in sich birgt.

Sine gestern vorgeuommene «achsorfchung in der Wohnung der Putzsrau, welche vor einigen Tagen bei Plün derung der Ladenkasse in einem hiesigen Geschäft abgefaßt wurde, förderte eine ganze Menge HauShaltungS- Gegenstände zu Tage, die sie alle nach und nach in dem be­treffenden Geschäft gestohlen hatte. Die Gegenstände waren zum größten Theil noch nicht gebraucht und fanden sich in einer Bodenkammer versteckt vor. Sie haben einen Gesammt- werth von etwa 40 Mark.

Einen Menschenanstans verursachte gestern Nachmittag in der Bahnhosstraße ein angetrunkener Bettler. Derselbe war von einem Schutzmann verhastet worden, widersetzte sich aber diesem und schlug aus denselben ein.

Die Ergebnisse der Verwaltung der Großh Brand- verstchernngttaste nom Zatzre 1892 zeigten in Einnahme 2 338 564 Mk. 85 Ps. und in Au-gabe 1 177 644 Mk. 32 Pf. Die Großh. Lande-feuerlöschkaffe hatte in 1892 eine Ein­

nahme von 34 174 Mki 43 Pf. und eine Au-gabe von 34174 Mk. 43 Pf.

Rechtsanwalt Dr. Stein tritt binnen Kurzem in den Staatsdienst. Sicherem Vernehmen nach wird derselbe vor­erst in Offenbach als Amtsrichter Verwendung finden.

* Feiertag-reifende machen wir auf die in vorliegender Nummer enthaltene Bekanntmachung der Kgl. Eisenbahn- direction Frankfurt a. M., betr. die Beförderung von Sonderzügen, aufmerksam.

* Prüfung der kaufmännischen Lehrlinge. Am Sam-tag Abend fand im DereinSlocale deS Kaufmännischen Ver­ein- die öffentliche Prüfung der Lehrl'nge statt, welche an den kaufmännischen Lehrcursen im Winterhalbjahre theil« genommen. Herr Lehrer Knauß examinirte in der Wechsel­lehre, Lehrer Plaut im Rechnen für Anfänger, Lehrer Habicht im Rechnen für Fortgeschrittene und Lehrer Knauß in einfacher Buchführung für Anfänger und Fortgeschrittene. Nach beendeter Prüfung wurden den Lehrlingen Zeugnisse verabfolgt, welche vom Lehrherrn zu unterschreiben find. Die vou den Gefragten ertheilten Antworten lieferten den Be- wei-, daß unsere kaufmännischen Lehrlinge den Winter über tüchtig etwa- gelernt haben. Auch die auSgelegten schrift­lichen Arbeiten (einfache und doppelte Buchführung) legten Zeugniß ab, daß auch nach dieser Richtung hin gute Erfolge zu verzeichnen find. Nachdem um V3II Uhr die Lehrlinge sich entfernt hatten, sprach HandelSkammerpräfident Koch dem Vorstand und der Schulcommisfion deS Kaufmännischen Ver­eins, sowie den Lehrern seine volle Anerkennung au-, er hob besonders hervor, daß er nicht die Schwierigkeiten verkenne, mit denen die Lehrer bet ihrem Wirken zu rechnen haben und leerte sein GlaS auf das Blühen und Gedeihen der Schule. Der Vorsitzende Orbig dankte dem Vertreter der Handelskammer, der Stadtverordneten und der Schul- commiffion für ihr Erscheinen und rühmte besonders die Unterstützung, die der Verein seit dem JnSlebentreten dieser Bildungsanstalt bet der Handelskammer und dem Stadt- Vorstand gefunden.

Kirchliche Dienstnachrichte«. Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetzes vom 5. Juni 1887 , die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eines Kirchenamtes nothwendigen Eigenschaften ist der Nachweis erbracht worden bezüglich der Eandidaren der evangelischen Theologie: Heinrich Becker auS Reichen- \ bad», Philipp Er ckmann auS Gießen, August »Freiherr | b. Gall aus Darmstadt, Heinrich Hanack auS Klrch GönS, ! Karl KlöS auS Lauterbach, Adolf Kore ll auS Lollar, I Rudolf Marx auS Frankfurt a. M., Friedrich Naumann auS Gießen, Heinrich Schuld auS.Staden, Jacob Walter auS Mainz, Carl Weber und Wilhelm Wolf auS

I Darmstadt.

* Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinbe­schule zu Dolgesheim, Kreis Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle kann Organistendienst verbunden werden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hahnheim, Kreis Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienft verbunden. Die mit einem evangel.'Pfarrer zu besetzende Lehrerstelle an der I Gemeindeschule zu Wernges, Kr. Lauterbach, mit einem jahrl. Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- und Lectorendienst verbunden.

* vismarckS Geburtstag ist auch im fernen Westen, in Kentucky, gebührend gefeiert worden. Die- ersehen wir auS I einer unS heute zugegangenen, vom 24. März batirten Nummer 1 desLo uiSville Anzeiger". Die in dem üblichen großen amerikanischen Format erscheinende Zeitung bringt auf der ersten Seite das Bildniß BlSmarckS, auf der zweiten 20 Bilder berühmter Heerführer und Diplomaten beider Nationen aus dem deutsch-französischen Kriege, sowie daS BiSmarck'sche Hauptquartier in Versailles, Seite ;3 wird geschmückt durch die Bilder der Eltern BiSmarckS, die Ge­fangennahme Napoleon- bei Sedan, da- Schloß Schönhaufen und einen preußischen Ulanen, die folgenden Seiten stellen dar: Bi-marckü Geburtszimmer, die Verhandlungen BiSmarckS mit ThierS und Jules Favre, eine Straße der GutSherrichast Schönhausen, die Kirche zu Schönhausen, BiSmarckS Gemahlin, BiSmarck am Sarge Kaiser Wilhelms, die Katser-Proclamation zu Versailles, die drei Paladine des deutschen Kaisers, eine Allegorie des Kriege- und ein BiSmarckS-Enbleme. Die 36 Seiten starke Nummer deSLouiSville Anzeiger" spricht aber auch ihrem sonstigen Inhalte nach von der Kraft deS DeutschthumS im fernen Kentucky.

Zu Amerika »erstorbene Hessen. New-Uork-Cith.: Peter Scherrer, 66 Jahre alt, aus Alzey. Arlingt 0 n, O.: Ehefrau von Johann Philipp Wilch, eine geb. Bernhard, 66 Jahre alt, auS Auerbach. Bellevtlle, Jll.: Barbara, Wittwe von Nicolaus Ruppel, 77 Jahre alt, auS WormS. Buffalo, N. ?) Wilhelm Möser, 68 Jahre alt, au« Wieseck. Chicago, Jll.: John F. Temple, 80 Jahre alt, auS vltheim. Hartsord, WiS.: Anna Maria, Wittwe von I Georg Uoung, 84 Jahre alt, an- Bechtolsheim. M adison, Jnd.: Peter Kersch, 80 Jahre alt, au« Groß-Rohrheim. Milwaukee, WiS.: Charles Brand, 65 Jahre alt, au« Nierstein. Upper SanduSky, SD.: Elisadetha Bünau, geb. Frank, 68 Jahre alt, au« Steinau.

M. Eichelhain, 5. April. Im Walde zwischen hier und Herbstein wurde gestern eine Frau von einem in den mitt­leren Jahren stehenden Manne zu vergewaltigen ver­sucht. SS gelang der Frau, nach verzweifelter Gegenwehr fich unter Beihülfe eine« in einiger Entfernung im Walde befindlichen Mädchen«, da« der Unhold nicht bemerkt hatte, ihre« Angreifer- zu entledigen und die Flucht zu ergreifen. Der noch nicht ermittelte Verbrecher verfolgte die beiden Frauen noch eine Strecke Weg- und blieb dann zurück.

M. Eichelhain, 6. April. Forstwart Groh von hier 1 schoß kürzlich im Oberhalb innerhalb einer Woche zwei

Wilbschweine. Auf einem Pürichgang traf jr eine starke Bache, welche nach zwei wohlgezielten Schüssen erlegt t würbe. Al- Groh zwei Tage hierauf fich wieder im Ober» i roalb befanb, bemerkte er auf etwa 30 Schritte Entfernung einen Keiler, ber, nachdem er einen Schuß erhalten, sofort auf den Jäger loSstürzte- nach einem wohlgezielten -weiten Schüsse wandte fich da« Thier noch etwa 30 Schrine seit» wärt-, woselbst es dann tobt liegen blieb. Der Keil r war I sehr abgemagert unb wog 35 Pfd., während die Bache ein I Gewicht von 130 Pfd. hatte.

- e- An- dem Vogelsberg, 7. ApriL Da durch den I äußerst strengen Winter eine bedeutende Anzahl Wild zu Grunde gegangen ist, (man schätzt die Zahl der tobt auf» I gefundenen Rehe auf Über 200) sollte man annehmen, - I mangele nun an Rehwild- dem ist aber nicht so. Einsender I dieses bemerkte vorgestern im Walde zwischen Eichenrod und I Herbstein 30 Stück Rehwild und in der Gegend von Lanzen» I Hain ca. 28 Rehe.

§§ vom höheren Vogelsberg, 6. April. Obwohl die I Witterung vor einigen Tagen fich srÜhlingSmaßig anließ, fe I ist doch seit vorgestern wieder etwa- Schneefall mit rauben I Winden eingetreten.

-11.- Bad - Salzschlirf, 5. Apr,l. Ein zehnjährige« I Mädchen wollte einen Korb in dem vorbeifiießenden Bach I au-waschen, wobei der Korb den Händen be« Mädchen« I entglitt unb fortschwamm. Schnell entschlossen zog das I Mäbchen Schuhe unb Strümpfe au«, wadete in den Bach unb eilte dem Korbe nach. Hierbei gerieth da- Kind an eine tiefere Stelle und ertrank. Alle Wiederbelebung-» I Versuche blieben erfolglos.

Darmstadt, 6. April. Wie derD. T. A." au« guter Quelle vernimmt, ist al« Platz für da« Denkmal Groß- I Herzog« Ludwig FV. jetzt der Paradeplatz au«ersehcn.

Vermiete».

AnS Ostpreußen, 4. April. Nachdem in den Dülken ber Schnee größtentheil« geschmolzen ist, hat man mehrfach Leichen gefunben von Personen, die den Schneestürmen zu» Opser gefallen find. Auch in den Wäldern de« Grenzgebiete« tourben erfrorene Leute gefunden.

Loudon, 4. April. Die Polizei hat am Dienstag einen deutschen Spielclub ausgehoben und 26 Männer, sowie eine Frau, zumeist Deutsche, verhastet.

Au« der Schatzkammer de« Fürsten Bismarck. Berliner Blätter melden: Im Schaufenster der Hofjuweliere Ge­brüder Friedländer, Unter den Linden, ist auf drei Tage eine Ausstellung von Geschenken eröffnet worden, die be» Fürsten BiSmarck im Laufe der letzten 25 Jahre gemacht wurden. E« handelt sich um sehr kostbare Sachen, die zu» Theil von unschätzbarem Werthe sind. Alle Gegenstände be­finden sich im Depot der genannten Firma und ber Fürst hat die Genehmigung zu ber Ausstellung bereitwilligst er theilt. Da« BemerkenSwertheste ist die goldene Feder, reich mit Brillanten aufgelegt, die BiSmarck von den Goldschmied» HanauS geschenkt wurde und mit der der Fürst 1871 der Friedensvertrag mit Frankreich unterschrieb. Sin au« Silber getriebener Schlitten ist ein Ehrengeschenk ber Deutschen in St. Petersburg. Die Ehrenbecher und Trinkhörner, zu» Theil mit Münzen auggelegt, von denen gegen hundert vor­handen find, sind dem Fürsten von Verehrern im In- uni AuSlande gelegentlich von Geburtstagen geschenkt worden. Jeder Becher hat im Durchschnitt einen Werth von 1000 bU 3000 Mark.

Welchen Werth die weggeworfenen «bfallprodntte eher großen Stadt immerhin noch haben, darüber giebt un« fol genbe, ble englische Hauptstadt betreffende Aufstellung einen Begriff, welcher jedoch nur die Werthe angiebt, die von den städtischen Abfuhr-Instituten London« erzielt wurden, während der von denPrivatsammlern" au« den Abfällen gewonnene Erlö« wohl noch viel bedeutender sein dürfte. Da« große Abfuhrinstitut der britischen Riesenstadt, die 13 400 Kilo meter Straßenlängen aufweist, erzielte im vergangenen Jahre einen Gewinn au« altem Papier, Pappe re. von 14 800 WI , für Lumpen 1200 Mk., an Flaschen 2700 Mk., für Bind- faden unb Taue 4500 Mark, während korkftöpsel 1400 Mk Eisentheile 1600, Glasscherben 2400 Mk. einbrachten, Bücher unb Zeitschriften ergaben noch 700 Mk., Kupfer 500 Blei 600, andere Metalle 400 Mk.- am meisten erzielte bat Institut jeboch am verkauf be« verbrannten Müll«, dessen Potaiche-G/Halt so bedeutend ist, baß dasür 27500 Mk ge­zahlt wurden. Außerdem soll sich stet« auch eine ganz be­trächtliche Summe von baarem, theil« in Münzen, theil« h Papiergeld im Müll gefunbenen Gelbe ergeben, dessen ve trag jedoch nicht gut feftzustellen ist, ba ba-selbe natürlich in bie Laichen der Müll Arbeiter wandert. Da« Papier geht meist nach Deutschland, wo die besten Preise dafür er­zielt werden sollen, bie Korkstöpirl werben sortiert, die guter ausgekocht unb als solche verkauft, die schlechten gehen ai bie LinoleumSfabrtken - Mineralwasserflaschen werden, wem fie noch gut sind, von den betreffenden Fabriken wieder f<* kaust unb Mk. 2,50 für ba« Dutzenb gezahlt. Auch Itnien flaschen geben gute verkaus«preise, nämlich durchschnittliä da« Stück 10 Pfg.) bie Weißblechabfälle hat ein Abnehmei im Accorb übernommen, der pro Monat 25 Mark zahlt Lumpen ergeben im Durchschnitt Mk. 9,50 die Tonne, 1®-' ba« gleiche Quantum Asche wirb sogar 125 Mk. gezahlt Da« Lonboner Abfuhr Jnstitm versteht e« also wohl wt keine zweite ähnliche Anstalt, bte beträchtlichen Unterhaltung«' kosten durch praktische rationelle Berwerthung ihrer Prodnen zu einem großen Theile zu vermindern. (Mitgetheilt von Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichest- Berlin N.W.)__

Technische Fortschritte.

- Wtxt VetroUemUmx. Da« electrische Licht W I her die UOache zu (hftnbungen, welch« den Zweck b«"«. bo« 1 dem ersteren concunaxiflbi« »u machen. Ader man ist bwroet ew 1 stehen geblieben, denn jetzt ist rt einer englischen Firma «dango