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Wr. 84 Erstes Blatt. Dienstag den 9. April 1S»3
Der Hitßener Anzeiger .t(dirnil täglich, wiu Ausnahme de» Montags
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Gießener Anzeiger
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Im Einzelnen führt die
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höbUA ul>d weckt mit "feinem drolligen Schwatzen zum Frühauf- , sieben. Morgenstund hat Gold im Mundi für den Gtaar da»» ' i ___a__m ».in Mlinr
Deutsche» Reich.
Betitel, .6. April. Etwa 500 Brauereiarbeiter hatten sich gestern Abend versammelt, um Beschlüsse über die Maifeier zu fasten, lieber die Feier in diesem Jahre entspann sich eine lebhafte Debatte, bei der sich die meisten «ebner für absolute ArbeitSruhe auSsprachen. ES wurde geschloffen, den 1. Mai durch absolute Arbeitsruhe zu feiern. Dem Borstand wurde ausgegeben, sofort dies den Prineipalen mitzutheilen. Man setzt voraus, daß die ArbeitSruhe bewilligt »trd, da die Brauereibesitzer einen neuen Boycott nicht herauf- beschwören dürsten. - Die freiheitlichen Antisemiten hielten gestern Abend Hierselbst eine Volksversammlung ab, in welcher ReichStagSabgeordneter Dr. Böckel und Schrift- ßeller Hans von Mosch sprachen. In der DiScussion kam e* * zwischen den Anarchisten und Antisemiten zu lebhaften Auseinandersetzungen. Der Anarchist Schloster Wiese führte mter Anderem auS, er könne sich für ein Vaterland, in welchem Umsturzgesetze gemacht, immer neue Zuchthäuser, Kasernen und Kirchen gebaut würden, nicht begeistern. Die Antisemiten verwahrten sich gegen die anarchistischen Lehren. Zum Schluß wurde eine zustimmende Resolution für den freiheitlichen Antisemitismus angenommen. Ferner verlangte frie Versammlung von der Regierung durchgreifende politische Reformen für daS productive Volk.
Berlin, 6. April. Wie die „®. N. N." hören, ist der Bremer Lloyddampfer „K a i s e r W i l he l m II." dazu bestimmt, bei der EtöffnungSsahrt durch den Nord-Ostfee-Canal dem Kaiserschiffe in erster Linie zu folgen.
Eisenach, 6. April. ReichStagSerfatzwahl. Dem jetzt vorliegenden Schlußrefultat zufolge sind 13 927 Stimmen abgegeben worden. Hiervon erhielt Eastelmann 3524, Rö ficke 2962, Pätzold 2835, Riemann 2681 und Eckels 1925 Stimmen. Zwischen Castelmann und Röficke hat somit eine Stichwahl Hattzufinden.
Rendsburg, 6 April. Die StaatSmtnister v. Bötticher,
Alle Annoncm-Bureaux dc» In- und Mn<lanbc8 nehme» Anzeigen für den „Gießener Anzeiger" entgegen.
welche mit wenigen Ausnahmen Kartoffeln verarbeiten. Durch £ie Festsetzung des HöchstdetragS für ein neues Eon- ttngent auf 80 000 Liter wird im Jntercste des gesammteu Brennereigewerbes hauptsächlich der Osten getroffen. Die Bestimmungen bezüglich der niedrigen Versteuerung einer Pro- duclionSmcnge bis zu 10 Hectoiiter für nichtmehlige Stoffe ver- arbeitend und hierzu 150 Hectoliter sür Ge.reide verarbeitende Brennereien sind zu Gunsten der süd- und, südwestdeutschen Kartoffel- und Gelreidebrennereien aus diese Eategoricn erweitert worden. Andere Bestimmungen begünstigen die Hefe- brennerelen deS Westens und die ganz kleinen Material- brennereten deS Süden«. Die neue progressive Breimstener, auS deren Erträgen sämmtlichcn Brennereien der Bortheil von 6 Mark AnSsuhgiergütung für da« Hektoliter Alkohol zufl'eßc, wird nur von höchsten« 3000 der im Jahre 189-/93 in Betrieb befindlichen 60000 Brennereien erhoben, da sic erst von einem JahreSertrag von 300 Hectoliter Alkohol ab zu entrichten ist. Durch die Depression deS Zuschlag« zur Ver- brauchsabgabe werden den kleineren landwinhschaftlichen Hesebrennereien gegenüber dem Großbetriebe namhafte Steuer erleichtemngen verschafft. Die laudwirthschaftlichen d ck- maischenden Gelreidebrennereien nehmen an den Vorthcllen der Brennsteuer in wett höherem Maße als die Kartoffel- brennerelen Thetl. .
Hamburg, 7. April. Dem Eommandanten deS Hamburger Schnelldampfers „Rormannia", H. Barend«, welcher am 31. März unter den schwierigsten Verhältnissen die au« 31 Personen bestehende Besatzung deS englischen Schiffe« „Arno" vom Tode dc« Ertrinken« rettete, ging auS Kiel da« folgende Telegramm zu: ..... .
„gu der mit ausdauerndem Muthe glücklich durchgeführte» Rettung der Beiatzung deS englischen Schiffes unter erschwerenden Umständen spreche ich Ihnen Meine vollste An- erkennuug au«. (g-b-) Wilhelm I.
Feuilleton.
Unser Garten im April.
Seht Jbr dort die bläulichen F.ühlingSwolken gen Osten piehen? E« sind die treuesten Verbündeten und Werkhelfer der »leder.rwachenden Natur: unter ihrem warmen befruchtenden Regen schmelzen die letzten Reste deS WtnterfchneeS, .grünendes HoffuungS- »lück- zieht wie fegnend durch die wieder befreiten Fluren, und der bisher trübe Wiefenplan belebt sich leife mit Schaaren lieblicher Flüh- ItngSkmder, die eine gütige Lenzlonue vollends wach küßt.
Da« Rieben dtefer bläulichen FrühlingSwolken über die vor- bfterliche zart ergrünende Landschaft — wen bewegt eS nicht feierlich, »ach den langen Wtnternöihen, wie ein fsrneS Palmfonntagläuten »nd Osterwehcn? Glücklich, wer daS nachempstnden kann, was Goethe« Seele dabei fühlte und genoß:
.Vom Elfe befreit sind Strom und Bäche Durch deS Frühlings halben, belebenden Blick, Im Thale grünet HoffnungSglück;
Der alte Winter in feiner Schwäche Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther fendet er, fliehend, nur • Ohnmächtige Schauer körnigen Eises In Streifen über die grünende Flur. Aber die Sonne duldet kein Weißes;
Ueberall regt sich Bildung und Streben, Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt« im Revier, Sie nimmt geputzte Menfchen dafür." —
Dem Oster tage find die herrlichen Jamben geweiht, denn »o immer die Sonne über die Fluren lächelt und die leichten Wolken- schatten — keineswegs ständige Regentrabanten — über daS erste Wiefengrün bufchen, da drängt sich heran« wer« kann, A" und Zung, vor« Thor, die lieben alten Wege und Plätze nach endlichem Fliehen der Wtnle,nacht wieder zu begrüßen.
Wir gehen in der SonntagSmorgenstille hinaus, den ' einen Pfad am Bach hinauf zur Höhe über den Garten, in den erst jüngst »och die Wafferamfel in Et« und Schnee ihr fröhliche« Hoffnung«- lledchen hinabgefchmettert — e« ist jetzt erfüllt!
Unter die alte knorrige Eiche fetzen wir un« und blicken hinau« i» da« weite Thal de« Rheins, sieben uns fummt und fchwtrrt es in den Salweiden. Diele haben ihre ledrigen Hüllen vor Kurzem Gesprengt; prächtig leuchtet da« zarte Silber der „Palmkätzchen" durch ba« blattlose Gezweig unb auf ben weißen Silberpelzchen thront schon da« Gold bet Pollen: ber Blüthenstaub. ,
Ein köstlich honigartiger Geruch buftet zu un« herüber unb xrritL daß bte beflügelten FrühlingSgäste, Hummeln, Honigbienen, Mauerfüchse, Citronensalter, P lz-, Selben-, Erbbienchen, mehrere früherwachte Wespen unb zahlreiche lüsterne Fliegen verschiedener Sippen ba reiche Weibe finben, unb zwar an Neckar unb Amdrona. Auch unfern baoon, burch einen wett unscheinbarer geschmückten, fast kahlen Wetbenbufch, fchwirrt unb fummt e« lebhaft. Wa« habt ihr d» zu suchen? O, hier wie bort wirb ber Oster tag burch fröhliche« Blühen unb Schmausen gefeiert, unb zugleich ber Lenz- unb Liebes- gruß der stillen Weibensträucher burch bie beschwingten Boten ent- ßegengenommen unb besorgt. Aber bie Blüthchen stnb hier schlicht; ste tragen ben Honig, be« Gemüth« unter schlichten Hauskleidchen. Da« st»d bie weiblichen Blüthen der Weibe, während die prich-
noch eine Menge im erwärmten Boden nun aulftetflenber fetter Engerlinge, Eibraupen unb Drahtwürmer, bte in Garten unb Feld eine schwere Strafsteuer von un« einziehen.
Neuerbing« droht man vom freundlichen Oesterreiche au« mtt Lrztlich strengem Finger unserer lieblichen Primnla oboonlca. Mau ist bort dahinter gekommen, daß ihre Blätter, bei Berührung, manchen Leuten ein Jucken der Haut, ja Blasen darauf erzeugen. Die Anklage ist alt. Ich habe die ganze interessante Frage unter MittheUnnT mikroskopischer Unterfuchungen fchon 1892 erörtert, wobei der Befund freilich negativ auSfallen mußte. Darin gerade liegt be« Interessante. Der allen strebsamen Gartenfreunden wohlbekannte Practifche Rathgeber im Obst- unb Gartenbau" veröffentlichte l» Nr. 18 unb 40 1892 meine Unterfuchungen, bie vielfache Bestätigung fanben Unter ben, wie j'be« Jahr, von bleiern Fachblatt statt- finbenben Verschenkungen von VerfuchSfamen rc. an feinen Lefeikreis befanben sich 1893 auch 110 Portionen Samen dtefer hochbeliebte» Primel. 33 Stationen haben bie Pflanze al« zur Entwickelung u»b Blüthc gebracht ßemelbet: nicht ein Fall von Hautreiz konnte ge- melbet werben. Neuerbings nun konnte ich selbst bie rnerkwürblge Gefchtchle eine« allerdings leichten Hautreize« durch einen dreijährige» Ableger feftftcllen. Aber was wollen solch sporadische «nklaoe» bei ben vielen Millionen ber ungestraft gepflegten freundlichen Blumet Sollen wir wegen einiger räudigen Heerdemitglleder alle Schafe une »»schuldigen Lämmer Über die Klinge fprinaen lasten ?
Heinrich Freiherr Schilling »on ^anstatt.
^Steh treue Eiche, fest in Sturm und Blitz Über unterem Garten: die Schnäbel heiser krächzender Dohlen und kreifcherder verächtlicher SperlingSflügen, die nach deiner Ehrentafel hacken, prallen an ihrem Erze machtlos obl v
Hinunter jetzt, nach dem Garten! Schon an der Decke erfreut un« die gelb blühende Alpenjohanni«beere und die rothblühende würzig duftende Bluljohanntsbeere. Im Garten stehts fchon tauberer au« al« im noch unwirthltchen März. Schon sind verschiedene Quartiere ganz gegraben und bestellt. Wo e« noch nicht geschehen, helfen jetzt an jedem febenen Tage alle nur verfügbaren Hände: e« muß fo Manche« nachgeholt werben. Die nächste Woche wollen wir möglichst folgende AuSfaaten beforgen: Rofenkohl, Winterkohl, Cardy, vielleicht auch Arttschoken. Zucker- und Früherbfen in zweiter Folge; Radieschen, nochmal« Raffe, Caroiten, Spinat, Schwarzwurzeln, RotherÜben, Petersilie, Kerbel, Mangold, Dill; auch MairÜbchen und Sommerretlige. .
Für Gurken unb Bohnen ist'« noch zu früh; erstere können wir aber fchon in kleine Töpfe, bie wir innen, vor Erfüllung, mit einem Stück alter Garbine (zum späteren leichteren Herau«bekommen des Ballen«) umlegen können, ja sogar in Eierschalen mit Erbe, fLen; ebenso auch Zier- und Speisekürbisse. Spargel ISnnen wir immer noch pflanzen unb Meerretiig legen.
Wer Früddeete hat, lüfte unb besprühe mit Wasser fleißig, damit sich bte ©pinnmtlbe (rothe Spinne) nicht einbürgert. Gegen Enbe brS Monat« beginnt man mit AuSpflanzen ber Jrühgemüfe- Setzlinge in« freie Lanb.
Wichtig ist e«, die blühenben Aprikosen nnb Pfirsiche am Spalter, bcsonber« nach Frostnächten, gegen ben warmen Strahl ber Sonne durch »orgestellte Bretter ober übergehängte Tücher k. z»
Annahme von Anzeigen zu der Nachmittag« für be» tetgenben Tag erscheinenden Nummer bi« Corrn. 10 Uhr.
Berlin, 7. April. Se. Majestät der Kaiser traf heute früh 8V4 Uhr auS Kiel wieder in Berlin ein unb empfing um 11 Vi Uhr ben Bayrischen EultuSminister Ritter v. Land- mann, sodann um 11»/, Uhr ben außerorbentlichen Gesanbten unb bevollmächtigten Minister Dr. Krüger in Audienz.
Berlin, 7. April. Die „Rordd. Allg. Ztg." hebt in einet Besprechung der Grundsätze der dem Reichstage vorliegenden Branntweinsteuernovelle hervor, daß in derselben ein wirksamer Schritt nach der Richtung unternommen werde, bie Steuerlast der Brennereien noch mehr al« bisher nach dem Grundsätze der LeistungSsähigkeit abzu- meffen und die Mittel- und Kleinbrennerei vor dem Unter- gange zu retten. Reben den landwirthschastlichen dürften aber auch die kleinen gewerblichen Brennereien nennenSwerthe Vortheile sich versprechen. Es sei eine unberechtigte Unter- schiebung, daß eine einseitige Bevorzugung der östlichen Kartoffelbrenner auf Kosten der westlichen unb süddeutschen Getreidebrenner beabsichtigt sei. Im Einzelnen führt die _Rvtdd. Allg. Ztg." qu«: Unter den großen Kontingenten, welche alle fünf Jahre um 4pCt. gekürzt werden sollen, 1 sind über die Hälfte landwirthschastlkche Brennereien,
tlaen, goldveischnürten Silberpelze der Palmkätzüen die männlichen Blüthen verrathen. ES ist hier wie mit dem HochzettSkleide unserer Waid- unb Gartensänger , bescheiden, siltig-schl'cht »st baS weibliche, fchönfarben, oft prunkenb, ba« männliche, — so will« Natur; nur Rtnbcr, bie sich von ihr abgewenbet, wollen« anberSl
Aber über uns, um ben thrroürbifltn knorrigen Stamm de« Eichenriesen spielt auch ein siöhliche« Gesumme unb Geschwirr,, ein I Ab- unb Z -fliegen. ES ist, wie wenn bie zarten Gestalten mit ihren ■ von ber FrühlingSsonne vergoldeten Flügelchen bem alten Baume ihre Hulbigungen darvringen wollten. I
Wir wiffen, wa« euch anzieht: bie Anmitth be« immer noch köstlichen RranzeS aus Jmmeigrün unb Frühlingsblumen, mit dem vor wenigen Tagen schöne Hänbe unb bankbar fchlagenbe deutsche । Herzen unter dem Brausen de« begeisternden deutschen Liede« den ehrwürdigen Stamm der Eiche umgürteten. Da lachten die lieblichen Pltmelgestchtcben thaufrtsch herab, die Sterne der Anemonen, die Glocken der Osterblume und bte himmelblauen treuen Augen be« Walbleberblümchen«: in sinnig zweimal vierzig kleinen Stiaußen in ba« bunfle Grün eingesttckt. I tzt welken sie leise, b«sitebigt unb froh bahtn: flerbenb bl-cfen sie noch hinau« in« beutsche Lanb, in die wette Ebene, au« beren fernen zarten Nebel ber Strom blitzt; hinüber zu ben blauen Vogefen unb wett hinein In ihr Vorlanb, au« bem ba« unstei bliche Werk Erwin von Steinbach«, ba« wiebergewonnene beutfche Rleinob, ein grauer Dom, mächtig emporragt. Unb auf ber ehernen Tafel unter ihnen, bte tief, am Rande fchon überwallt, in die zerrissene Rinde eingelassen, da glänzt hinter längst verwitterten Runen eine neu geschlagene! Sie wird am starken Stamm ben Stürmen trotzen, bie sernsten Geschlechter mahnen, erinnern an einen begnadeten Ehrentag unsere« Volke« unb seine« begnadeten '
schützen ber Frost ber Nacht schabet weniger als bie rasche Erwärmung t am Morgen: die Fruchtansätze fallen ad. Die Erddenbeete vergessen wir nicht zu reinigen, zu behacken unb bei trockenem «oben Morgen« ju begießen. Auch nicht ben Apfelblüthensiecher burch Abklopsen von ben Bäumen unb Sammeln ju vernichten.
Im Blumengarten leuchtet e« da und dort schon sardenprächttg auf: viele der Blumenzwiebeln sind au« dem tiefen lUiMerWat erwacht und feiern in lieblicher Schöne ihr Frühlings- unb Osterfest. : Wer e« verstaub, im Herbst sinnige Blüthend chtungen in bie Rabatten ober Blumeninseln be« Rasen« zu schreiben, ber erfreut
* sich jktz! an beren Ruhm. Wie köstlich banken bte Hyozintherr, Narzissen, yrühtulpen unb Anemonen! Unb gar bte allerltedste» Sttefmütterchen, bte, von schöner Hanb tm Herbst nach Falben geschmackvoll geordnet, jetzt anfangen, tn anmuthigen Farbenwtlkungen Flachsträuße der Vorgärtchen u. s. w. zu bilden.
Damit tm Sommer Floren« dufttge« Füllhorn sich nte erschöpfe, fäet jetzt bie schöne Leserin dretsa.blge Winden, Astern. Portulak, Lein Scabios.n, Nelken, Goldlack, Kornblumen — es gibt auch weiße, violette und rothe - Mohn, Jberi«, Rittersporn, Kapuzinerkreffe, berauschend duftende spanische Wicken, Strohdlümchen u. s. w. In« Freie. Dagegen zu Einsassung«-, Gruppen u. s. w Pfl-nzen i» Späten ober Töpfe. Lobelien, Verbenen, Zinnien, Balfaminen, bte hohen RicinuS, mächttgblättrigen Tabak, Fuchsschwanz und bunte blättiigen Mai«; auch einige ber stillen Mtrabili«, ben gehetmntß- vollen Blüher ber Sommernächte.
Unb nochmal« soll e« gesagt sein: e« ist bte höchste Zeit für unser Meisenvölkchen, bem ber harte Winter so schwere lOunbcn geschlagen, unb für bie zutraulichen anberen nun zurückkehrenben klein«, Höhlenbrüter, wie Rothschwänzchen, Fltegenfchnäpper u. f. w., Rtst- ----- an traulichen, vor Ratzen sicheren Bäumen auszuhänam.
Staar, am letzten Februar etngetroffen, ber nistet schon
v. Hammerstein unb v. Köller trafen heute zur Besichtigung berBrückenanlagen be«Norb-Ostsee-CanalS hier ein unb kehrten nach kurzem Aufenthalt nach Berlin zurück.
Leipzig, 6. April. Im Proceß Leist hat der DiS- ciplinarhof des R ichSgerichtS daS frühere Uriheil aufgehoben und auf Dienstentlaffung unter Belaffung ber halben Pension auf 3 Jahre erkannt.
Straßburg i. S.« 6. April. Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Baden traf heute Mittag zu einem kurzen Besuche des Statthalters hier ein und reiste um 4 Uhr Nachmittags wieder nach Karlsruhe zurück. __________
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