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raHonen und ihrer Farben. Sodann folgt eine Aufzählung der Kartelle und Verbände mit den ihnen angehörenden Corps, Burschen- fchaften, Landsmannschaften, Verbindungen und Vereinen.
" ^Wenn die Könige bau'n, haben die Kärrner zu thiw." — Bekannt find die glänzenden Erfolge, welche da» Bibliographische Institut in Leipzig und Wien mit feiner dreibändigen Volks- und Schulausgabe von Brehms berühmtem „Thierleben" erzielt hat. Unter die Fittiche dieses, vom VolkSmunde kurzweg als der ,kl.i«. Brehm* bezeichneten Buches, dem das Hauptwerk nicht zum Wenigsten seine ächte und rechte VolkSihümlichkeit verdankt, Hal literarisches Unternehmen der Firma „VerlagS assss?!l Urania" (Inhaber: Gnadenfeld u.Co.) in Berlin mit dem willkürlich entlehnten Titel: „Der kleine Brehm", herausgegeben von W. Lackowttz, gestellt, ein einbändiges Werk mit Schilderungen au» dem Thterleben. Diese Thalsache verträgt keine Kritik. Naiür- lich hat dieser kleine Brehm" der Firma „Verlagsanstalt Urania" mit dem classischen deuischen Haus>chatze, welchen uns Altmeister Brehm hinterließ, nichts gemein, und darauf wollten wir unsere bücherkaufenden Leser in ihrem eigenen Interesse besonders aufmerksam machen.
-au-wirthschafttiche Minke un- Kathschläye.
△ tta» Eberl)elfen, im December.
_ verschiedenen öffentlichen Blättern, auch im „Gießener Anzeiger , wurde kürzlich auf die Dnetfe (Ariticum rcpcne) alS eine 'Lu\tert u . Dungpflanze hingewicsen. Jahrzehnte lang hat sich Einsender mit dieser Pflanze beschästtgt, man kann auch sagen: mit ihr herumgeschlagen, er hat aber fast immer den Kürzeren gezogen und ist zu der Ansicht gekommen: WaS der Bandwurm für den Menschen, die Finnen für die Schweine, daS ist die Quecke für den Acker.
. „.Da die Quecke auch einige, sagen wir erträgliche Eigenschaften besitzt, wollen wir sie kurz andeuten. Man hat fie früher zur Herstellung von blutreinigenden Getränken benutzt; Queckenwurzelzucker, Schleim, Satzmehl und einige Salze wurden daraus gewonnen, waS ab” wobt meistens verschwunden ist. Bei Theuerung und HungerS- noth in Rußland hat man die Quecke gesammelt, zerrieben, zerstampft, oulveristrt und sie als Ersatzmittel für Brod angewandt. Auch beim Bier brauen und Branntwetnbren,>en hat man sie vor einem Menschenalter angewandt; blutreinigendeS Queckenbier und Queckenschnaps Eve daraus hergestellt. Die Chemie der neuen Zeit hat viel bessere Mittel für derartige Zwecke entdeckt.
, , a ®ln< gute Eigenschaft der Quecke ist, daß sie den Boden oesesttgt. Beim FeftungSbau, bet Anlagen von Etsenbabnen, Fluß- m “nbL ^vauffeen wird diese Eigenschaft der Quecke mit Vorthetl benutzt An den Absätzen der langen, cylindrtschen Quccken- wurzrln bilden sich Fasern, welche nach allen Richtungen laufen, sich in dem Boden festsetzen, wieder neue Fasern bilden und so in kurzer Zeit auf dem kahlen Erdreiche eine starke Filzdecke bilden, welche den Boden am Abrutschen oder bet ganz leichtem Boden am Fort- fltegen bindert.
. Quecke alS Dungmittel benutzen zu wollen, ist sehr be- denkl ch, fie befitzt nämlich eine so große Lebenszähigkeit, daß sie nur sehr schwer verfault. Wir haben gesunden, daß das Unkraut völlig verfault erschien, aber trotzdem wieder neue T.tebe machte und daS »felb, worauf sie als Dungmittel gebracht wurde, alsbald verwüstete, «en Goethe schen Zauberlehrling traoefttrend, ctttrte ein vorübergehender Freund: „Die ich rief, die Quecken, thun mich baß erschrecken: lasten mich letzt stecken, blühn an allen Ecken."
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brr Wohnungen, wie sie in England und Belgien bereits viel tach, bet un» aber erst in sehr b schränkter Zahl vorhastden find. Wenn jeder Besitzer und jeder M-ether an ferner Wohnung einen 'olchen Brtefkastrn anbrtngen läßt, in besten Oeffnurg der Brief, träger die gewöhnlichen frankirten Briefe, Postkarten und Druck- sachen hinernfteckt, so liegt auf der Hand, daß eine große Beschleunigung ter Bestellung zu erzielen ist. Denn nicht nur das Warten de» Briesträge S auf daS Oeffnen d.r Thür, daS wiederholte Klingeln :c. lallt weg, sondern es find auch in den Fällen, wo Niemand zu Hause anpetroffen wird, fernerhin keine doppelten und dreifachen Gänge zu mache".
Uüuf StartHen ans einem Grundstück, bei jeder, weil HauSbrieikaNcn fehlen, wenig gerechnet, nur 3 4 Minuten un. uSthige» warten: ergiedt bei 8 Häusern 80 «innten Aeitverlust bet einer Bestellung, bei viermaliger Bestellung voll. 2 Stunden auf den Ta«! Alle« natürlich zum Rachtheil der übrigen Bewohner deS BriefträgerrevterS, die an soviel Unger auf den Eingang ihrer Briefe warten müssen.
Weitere Vortheile, die der Hausbriefkasten gewährt, find folgende: etz können in denselben auch andere, als solche Korrespondenzen, welche der Briefträger überbringt, gelegt werden: Vifiten- ^rten, Notizzettel Zeitungen iLf.ro Der Schlüsteloerschluß des Briefkastens verhindert, daß die Briefe und Po karten zuvor durch die Hande deS Dienstpersonals oder anderer Personen passiren, wodurch manchmal zu Jndiscretionen Anlaß graeben w'rd. Ulfe and) das Briefgeheimnis und das SeschLftSgeheimni» ist bester gewahrt.
Die Hausbriefkasten werden am rweckmätzigfl.« im In- Wohnungen unter Heist.llung eines Spaltes in ocm ^n'reeabschluß angebracht; sie können aber auch außen, etwa neben dem Klingelzug, angebracht werden. Eme einfache Vorrichtung gestattet, die Briefkasten - Oeffnungen zu sperren, z. B. wenn Keifen angetreten werden und Niemand in der Wohnung bleibt.
Noch viel besser und für den Bestclldfinst vortbeilhafter wäre i6, r n^' roenn' vbve Rückficht auf die Lage der Wohnung, Brikfkast.n zu ebener Erde, im Hausflur angebracht würden. In ™ befinden sich in mehr als dem vierten Thetl aller
Wohnhäuser die Briefkasten der Haukbevohner zu ebener Erde, so n Briefträgern in diesen Häusern das Ersteigen der Treppen »u Gunsten der Beschleunigung der Bestellungen erspart ist. Davon, daß Briefschaften in die Briefkasten hineingelegt worden stnd, werden die betreffenden Empfänger jedesmal durcb die Klingel in Jenntnifc gefitzt. Es würde stch sehr ernpsehlen, wenn bei jedem Srenvan oder Umbau eine« Hause» seitens der Architekten "E^«br)ngnng vonHaugdri.fkast.u für all. »ohnnngttd gleich ins Aug. gefatzt würde.
Nach den Ve> abrrdungen des Kaiserlichen Postamts mit deuo Spenglermeister Faber hier würde sich der Preis für einen solid und dauerhaft gearbeiteten, mit gutem Schlosse versehenen HauS-
30 Etm. hoch, 21 Eim. breit und 6 Etm. tief, auf 1 Mk. 80 Pf. stellen.
m . _ Durch Anbringung solcher Kasten würde einem langgefühlten Bebürfntß Rechnung getragen, und es wäre bäum zu wünschen, bafc auch in unserer Stadt recht viele dem Beispiele Frankfurt« folgten und diese Neuerung zur Einführung brächten.
Der Anschaffungspreis ist gegenüber Dem Vortheil, welcher er jtelt wird, ein so geringer, daß sich wohl kein HauSwinh oder Miether scheuen wird, sich in den Besitz eine» solchen HauSbriefkastrn, zu setzen.
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Die Benutzung der Quecke als Futtermittel will unS gar nicht gefallen, denn das Vieh frißt das Zeug nur zum Theile, der andere Theil geräth in den Mist und verliert hier durchaus nicht feine Lebensfähigkeit. Mil dem Miste kommt da« „Unglücksworm" wieder auf den Acker und beginnt da unverzüglich seine aussaugende Thä'ig- keit. Muß man fie alS Futtermittel benutzen, wie es anno 1893 l«iber bet Fall war, bann ist bies ein nothwenbiges Uebel, etwa so, wie man die Feuerspritzen ober Kanonen oerroenbet, b. h. sobatb bie Feuerspritzm, Kanonen ober Queckm oerroenbet roerben wüsten, ist ein großes Uebel ausgebrochen. Die Quecke in feuchten Jahren als Futtermittel benutzen zu wollen, ist beShalb nicht nöthig, well eS in solchen Jahrgängen an und für fich Futter genug gibt.
Die Quecke kommt mehr auf leichtem, sandigem und lehmigem Boden fort; auf schwerem, binbigem Boben verschwindet fie rasch. Wo sie sich eingenistet hat, gehe man ihr mit Pflug und Egge, nöthigenfalls sogar mit bem eisernen Hanbrechen zu Leid, unb ruhe nicht, bis man sich ihrer erwehrt hat, benn sie richtet ben Acker jämmerlich zu Grunde. Ist nur ein Theil beS Grundstücks verqueckt und will man verhüten, baß der andere Theil auch verunreinigt werde, so ziehe man um ben verqueckten Theil eine breite tiefe Furche. Kommen bie Queckenspitzen an btefe Furche unb wollen hinüber, so schweben sie in bet Lust, vertrocknen unb sterben ab.
Wir rathen bem fteunblichen Leser webet Versuche mit Queckenfutter noch mit Queckenbüngung zu machen, fonbern btefem bösen Untraute an allen Orten unb zu allen Zeiten ben Krieg zu erklären: anathema eit!
In dem zu Anfang dieser Zeilen ettirten Artikel wird auch über die Btttwtttd««g bei «artostelkrautes gesprochen. Vor einigen Jahren klagte ein Herr im „Gießener Anzeiger" mit Recht übet die greuliche Verschlechterung bet Luft im Herbste burch bas Verbrennen be8 KartoffeikrauteS und fragte: ob sich denn nicht eine andere Verwendung ober eine weniger unangenehme Beseitigung be§ Kartoffelkrautes finben ließe. Wit wiesen alsdalb nach, daß bas Kartoffelkraut ein treffliches Wiesenbungmittel sei, bas während des WinlerS auf ben Wiesen burch Regen unb Schnee ausgelaugt, im Frühjahre noch als Streumaterial benutzt werden könne; burch baS Verbrennen ginge ein großer Posten Geld nutzlos in Rauch auf unb dieser Rauch belästige die Mitmenschen auch noch in bedauerlicher Weise.
ES hat aber, wie wir in diesem Herbste wieder erlebten, gar nichts genutzt. Man verbrennt das Kartoffelkraut lustig weiter unb verpufft daburch eine stattliche Summe Gelbes. Unsere bieberen Oberhessen find gar eigensinnig unb steifnackig, es geht langsam, bis sie ben alten Schlendrian ablegen.
Verkehr, £anö» und Vole,wirth,chast.
. . Hausbriefkasten. Bei dem außerordentlichen Umfange, den der Briefverkehr feit Jahren angenommen hat, gestaltet sich die Briefbestellung namentlich in ben größeren Städten, burch baS An- chwellen ber Bevölkerung unb bie zunehmenbe Zahl der Stockwerke in Vorder. unb Hinterhäusern immer schwieriger. Die Briefitäger finb häufig nicht im ©tanbe, bieBestellung in bet ihnen zugemessenen knappen Zeit auszuführen. Kommen sie aber bei bem Publikum nicht.,stets pünktlich zur gewohnten Stunbe, so wirb sofort über die
geführt. Die Postverwaltung ist habet nicht in ber Lage Abhülfe zu schaffen, benn mit einer Vermehrung ber Zahl ber Briefträger allein ist nicht geholfen.
Da» dniifl wirksam, Mittel zur Beschleunigung bet Bestellung hat das Publikum sechst in ber Hanb unb dies befielt in bet Anbringung vo« Hausbriefkasten an be« »ingSuge«
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