WttU ,llH A**'•M
:äs «••.«
Haltung dkS Srn^^' trJU [WW|in.
J bedklltkvd. uh" ““ Wta, "'°U an »t„ ' *» tfi. Man b„
I“ tinntn.
.lla)[|f //Salvatore' । ,un6 400 Tonnen Wri- ?“ taHol« M|(|lj, blieben.
/in furchtbares Un. yat den gefallenen Schne- verwandelt, welche beer Vorstellungen find aiü
afiabt Port of spain auf l)tbttie Feuersbruafi Materialschaden bcträr
listenblatt „Vorwärts* vw Gerücht gegen den Kövi, Papierkönig bezeichne: lotestiren energisch gtgte er royalistischen Qtfwung
e Föderation der Meiler, alle Genossenschaften bin tftatione n am 1. Mai >ng der Socialiften wurde chMcheL Vor^rn alln
idrefiw ifi«ander ÄnfW. zetS nachweisen werbe, du Colouial-Arwee |d. der Regierung getroffene!
ie Lolonialtruppeu und die dem Marine-Ministeriui :iegSminifteriu« zugetheill
te mit ihrem Vater, ifa ein paar Schülerinnen noi ^dchenpenffonat zu gründea sie, wie sie sagte, schnelle: Tintenfässer hatte. M ffenbach, wurde dann nc. L ° T.
। verlegt, önfflnfl189,1 jrksaaktit als QnftituU» W °°rigen Jche- z. ,7'jah« dm» «'M ™i(b eine S--° 1 ««» m 6,1,11 m Mt« rfeüW«—
”nb”;, n« i«
tb'-°» eK uiltn i« wollten- ® M, de tlnt c 0tnJL Grandzoi - s-lb^L an dn n zur Marie
\***
»t "'« “'giuiirt* auch ;h{rh,„ Qnbnlt t(i ° % w*m»e“: W 1.7!°".
LrlnnerurtS $-•
eben
4 Cocains unb ProVinziellc^ /
Gieße», den 7. März 1895.
•• Antrag Kavih. Wie bereits mitgetheilt, hatte der landwirthfchaftliche Verein für Oberheffen auf die Tagesordnung feiner gestern auf LonyS Felsenkeller hier abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung die Berathung über den Antrag Kanitz gesetzt. Ueber die Verhandlungen der Generalversammlung berichten wir weiter unten, und theilen hier nur den Wortlaut der von der Versammlung einstimmig gefaßten Resolution mit. Die von Herrn Sch lenke ein» gebrachte Resolution lautet:
Die Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen wolle sich dahin auSsprechen: 1) Der baup sächlich durch die jetzigen niederen Gtlieidepreise berbeigesührte Noth- sland der deutschen Landwirthsckast erheischt baldige Abhülfe, wenn nicht zahlreiche Landwtribe fi"anziell zu Grunde gehen sollen: 2) Diese dringliche Abhülfe kann für die Gesammihett der Landwiithe nur durch anpemessene Erhöhung der die Pro- ductionskosten nicht mehr deckenden Gelreid'preise bewirkt werden; 3) Angesichts der Unsicherheit, wann eine Erhöhung des Welt- markipreises eintritt, sowie der Unmöglichkeit, eine Erhöhung des Jnlandpretses durch zeitweilige Schutzzölle, eventuell unter Einführung einer auSgleichenden Zollscala vor Ablauf der in den drei letzten Jahren abgeschlossrnen Handelsverträge herbei- zufübren, erblickt die Versammlung in der Verstaatlichung des Handels mit ausländischem Getreide unter Festsetzung eineS angemessenen Minimai-Verkaufspreises einen gangbaren Weg, um da« angestrebte Ziel zu erreichen, sie erklärt sich hiernach im Princip mit der Verstaatlichung des Handels mit ausländischem «lktreide einverstanden und spricht zugleich die Ueberzeugung auS, daß die bestehenden Handelsverträge einer solchen Monopolrsirung nicht entgegenstehen.
Ein hierzu von Herrn Mein ert- Konradsdorf gestellter, von der Versammlung ebenfalls einstimmig zum Beschluß erhobener Antrag lautet:
Die Versammlung richtet an die Großherzogliche Regierung daS Ersuchen, mit allen Kräften auf Beseitigung des landwirth- schaftlichen Nothstandes zu wirken, insbesondere die Vertreter im Bundesrathe anzuweisen, für Brstrebungen, wie sie in der Verstaatlichung deS Getretdehandels zum Ausdruck kommen, mit aller Energie einzutreten.
** Neues Theater. Einem vielseitigen Wunsche nachzu- kommen, hat Herr Director ReinerS die Herren Gebrüder Hartmann zu veranlassen gewußt, die letzten Gastspiele derselben am Freitag und Sonntag (Die Kinder deS Capitain Grant) zu gewöhnlichen Preisen zur Aufführung zu bringen. Außerdem wird am Sonntag Nachmittag r/,4 Uhr eine Aufführung obengenannten Ausstattungsstückes für Schüler und Schülerinnen zu ermäßigten Preisen stattfinden. Wir machen aber zugleich aufmerksam, daß die ermäßigten Preise nur für Schüler und Schülerinnen berechnet sind.
** Zur Städteorduung. Den Landständen ist ein Gesetzentwurf zugegangen, der die äußerst lästige Bestimmung der Städteordnung beseitigen soll, wonach ein sonst wahlberechtigter NichtortSbürger spätestens mit Schluß deS der Gemeindewahl vorhergehenden Jahres die ausdrückliche Erklärung zu Protokoll geben mußte, daß er sein Wahlrecht auSüben wolle.
** I» den ärztlichen Central-AuSschuß sind für 1895 und 1896 gewählt worden: In der Provinz Starkenburg Dr. Hermann Koch zu Offenbach und Dr. Otto Sellheim zu Biblis, in der Provinz Oberheffen Dr. Ludwig Schäfer zu Reichelsheim i. d. W. und Dr. Wilhelm Vogel zu Laubach und in der Provinz Rheinheffen Medicinalrath Dr. Wilhelm Heß zu Mainz und Dr. Franz Mayer zu Gau-Algesheim.
" ein Beweis für die Güte der heimischen Pferdezucht. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog hat durch Vermittelung Les Ober-Landstallmeisters von Riedesel vom Gutsbesitzer Müller zu Neuhof einen jungen Rappen ankaufen lassen. -L ' — 1 . ' —
Verhandlung des landwirthschaftlichen Vereins für die Provinz Oberheffen über den Antrag Kanitz.
Gießen, 7. März 1895.
Gestern Vormittag fand hier auf Lonys Felscnkeller eine auf Antrag von 50 Mitgliedern des Vereins einberufene, sehr zahlreich besuchte Generalversammlung des landwirthschaftlichen Vereins für Oberheffen statt. An der Verhandlung, die lediglich zwecks Berathung des Antrages Kanitz einberufen war, nahm in Vertretung Großh. Staatsregierung Herr Landesöconomierath Müller theil, ebenso waren erschienen die Herren Vertreter der Provinzial- und einiger Kreis- behörden, Reichstagsabgeordneter Köhler usw. Des besieren Verständnisses wegen sei vor der eigentlichen Berichterstattung der Antrag Kanitz in seinem ursprünglichen Wortlaut hier wiedergegebeu- derselbe lautet:
Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zn ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gesetzentwurf vor- juleaen, wonach 1) der Einkauf und Bei kauf des zum Verbrauch tm Zollgebiete bestimmten ausländischen Getreides, mit Einschluß der Müblenfabrikate, ausschließlich für Rechnung des Reiche« erfolgt; 2) die Verkaufspreise im Mindestbetrage wie folgt festgesetzt werden: a) für Weizen aus 215 Mk. pro Tonne, b) für Noggen auf 165 Mk., c) für Gerste auf 155 Mk.. d) für Hafer aM! e) für Hülsenfrüchte auf 185 Mk., f) für Lupinen
auf 80 Mk., g) für Malz auf 175 Mk., h) für Mais auf 150 Mk. pro Tonne, i) für Mehl und Mühlenfabrtkate: entsprechend den
für das (Betreibe festgesetzten Mindestpreisen, nach dem gesetzlich fixirten AuSbeuteoerhLltmß.
Dieser im April v. I. vom Reichstage abgelehnte Antrag hat inzwischen durch eine Commission der freien wirthschast- lidjen Bereinigung eine Aenderung dahin erfahren, daß an ©tettc bestimmter Preise ein Durchschnittspreis der Periode von 1850—1890 tritt, sowie die Verkaufspreise der Mühlen- sabrikate nach dem wirklichen Ausbeuteverhältniffe, den Getreidepreisen entsprechend, bemeffen werden, und zwar so lange hierdurch die Einkaufspreise gedeckt sind, während bei höheren Einkaufspreisen auch die Verkaufspreise entsprechend zu erhöhen wären. Die Commission beschloß weiter, daß Über die Verwendung der auS dem Verkauf des Getreides und der Mühlenfabrikate zu erzielenden Überschüsse derart Bestimmungen getroffen werden, daß 1) alljährlich eine den jetzigen Getreidezolleinnabmen mindestens gleich kommende Summe an die Reichskasse gezahlt wird, 2) zur Ansamm- lung von Vorräthen für außerordentliche Bedürfnisse (Krieg rc.) die nölhigen Mittel bereit gehalten werden, 3) ein Reserve- sond gebildet wird, um in den Zeiten hoher In- und Auslandspreise die Zahlung der an die Reichskaffe jährlich ab- zuführenden Summen sicher zu stellen.
Der Vorsitzende des.Provinzialvereins, Se. Erlaucht Graf Friedrich zu SolmS-Laub ach, eröffn te die Versammlung, als deren Zweck er bezeichnete die Schaffung von Klarheit darüber, aus welchem gesetzlichen Wege für die Land- wirthschaft daS zu erreichen sei, waS ihr gebühre: Lohnender Ersatz für die bei Erzeugung ihrer Producte gehabte Mühe und Arbeit,- als Weg zur Erreichung dieses Zweckes sei vorgeschlagen die Verstaatlichung des Handels mit ausländischem Getreide sür die Dauer der bestehenden Handelsverträge ober darüber hinaus. Ein Mitglied des Bundes der Landwirthe, Herr Lucke, habe sich bereit erklärt, heute daS Referat zu übernehmen, eS sei dies dankbar angenommen worden.
Herr Lucke führte ungefähr aus: Unter der Theorie des ManchesterthumS habe unsere gesammte wirthschastliche Entwickelung seit Zuhülfenahme der Dampfkraft ihren Gang genommen; so lange diese Entwickelung sich in nationalen Grenzen bewegt, so lange sei die Landwirthschaft günstig gestellt gewesen- nicht nur die wirthschastliche Entwickelung, sondern auch d>e Gesetzgebung habe seit 30 Jahren unter diesem Zeichen gestanden,- aber Alles habe seine Zeit, die nationalen Grenzen seien in der unbehinderten Concurrenz der Kräfte längst überschritten und eS sei hohe Zeit, daß der Staat sich aus seine Pflicht zum Schutze der nationalen Arbeit erinnere, aus dem freien Spiele der wirthschaftlichen Verhältnisse unserer Zeit habe sich herausgebildet der Satz: „Der Stärkere verzehrt den Schwachen." Dies müsse anders werden und durch geeignete Mittel den Nothleidenden, zu denen die Landwirthschaft gehöre, Beistand geleistet werden, wenn nicht die Landwirthschaft noch mehr verarmen, ihre Angehörigen zu Latifundienbesitzern herab- gedrückt werden sollten- er verweise hierbei aus die Zustände in der Landwirthschaft in England, dort habe der Latifundien- besitz die Oberhand, dort habe Großhandel und Großfinanz die Landwirthschaft ruinirt und dies stehe auch uns bevor. ES müssen deshalb neue Fundamente gelegt, die wirthschaft- liche Entwickelung in der Landwirthschaft in günstigere Bahnen gelenkt werden. Von England, Frankreich und Deutschland aus habe sich der Verkehr auf die ganze Welt ausgedehnt mit Hülfe des Großcapitals- die Folge dieses Verkehrs sei, daß unS Rohstoffe in Masse zugeführt würden, die wir selbst erzeugen könnten, unsere Production sei lahmgelegt und so sei es gekommen, daß sich daS Capital nach Ländern mit niederer Cultur gewandt habe, weil eS dort noch gut angelegt werden könne- deshalb wehre sich auch gerade das Capital gegen jede Einschränkung des freien Verkehrs. Unter diesen Mißverhältnissen kommen unsere Rohproductenerzeuger zu kurz, unsere Lebenshaltung werde auf diejenige der Kuliö herabgedrückt, anstatt sie zu heben. Aber dieser internationale uneingeschränkte Verkehr drücke auch unsere BerbrauchSkraft zurück. Wenn man die Lebenshaltung viertheile in Luxus, Angenehmes, Nothwendiges und das Unentbehrlichste, so sei die Landwirthschaft eben schon auf das Unentbehrlichste in ihrer Lebenshaltung gekommen, von Nothwendigem, Angenehmem oder gar von Luxus könne keine Rede sein. Wenn die Socialdernokraien wollten confequent sein in ihren Forderungen nach höheren Arbeitslöhnen, so müßten sie für die Erhöhung der Getreidepreise stimmen, denn eine Besserstellung der Arbeiter sei nur möglich, wenn die Landwirthschaft höheres Einkommen habe. Deutschland sei noch ein Ackerbaustaat mit seinen 12,000,000 in der Landwirthschaft beschäftigten Arbeitern mit Einkommen unter 2000 Mk., während in der Industrie in der gleichen Lohnstuse nur 5,000,000 beschäftigt würden- man solle vom Bauer nicht mehr verlangen, daß er unter Productionskosten verkaufe, der Staat müsse dem Ausbeutungsverfahren entgegentreten. Wenn man dem Landwirih entgegenhalte, er solle den unrentablen Getreidebau aufgeben, so entgegne er, daß ohne Getreidebau die Landwirthschaft nicht extstiren könne, denn eine Hauptbedingung im Anbau der Producte sei der Fruchtwechsel. Der Staat habe ein Interesse daran, die Landwirthschaft lebensfähig zu halten, deshalb sei der Ueberschwemmung mit fremdem Getreide, dessen Erzeugung nur
unter den denkbar niedrigsten Löhnen in jenen fremde« Ländern möglich sei, entgegenzuarbeiten, erst komme der deutsche Bauer, bann der argentinische. Auf die Schutzzölle unter Fürst Bismarcks Zeiten eingehend, bemerkt Redner, daß der Schutz der inländischen Erzeugung nicht immer möglich gewesen sei, weil daS ausländische Getreide um jeden Preis verkauft werde. In den bestehenden Handelsverträgen sei dem Reiche das Recht Vorbehalten, diese und jene Producte in eigener Regie zu verkaufen. Diesem trage nun Rechnung der Antrag Kanitz.
Der Antrag Kanitz werde jetzt schon anders betrachtet als vor Jahresfrist, auch der preußische StaatSrath habe sich seiner angenommen- leider säßen im StaatSrathe nur Großgrundbesitzer, eS hätte aber nichts geschadet, wenn auch einige Bauern darunter wären. Der Staat könne den Wiederverkauf deS Getreides zum 40 jährigen Durchschnittspreis durchsetzen, und wenn man hiergegen einwende, das sei Wucher ober begleichen, so entgegne er, baß, wenn sich Ueberschüsse ergeben, sich dieselben verwenden ließen zu gemeinnützigen Zwecken und zu Gunsten der in den letzten Jahren geschaffenen socialpolitischen Gesetze. Wenn man ferner den Einwurf höre, daß mit Berstaatlichting des Getreidehandels der Nothstand sich steigern würde, so frage er, welche Schichten deS Volkes nothleiden würden? der Arbeiter oder Bauer jedenfalls nicht, und wen« gesagt wurde, es müßten bann bie Getreibehänbler u. s. w. abgefunben werben, so frage er: habe man ben bie Spielhöllen auch abgefunben? Die Börse aber sei ein Spiel, und ein Spieler brauche nicht abgefunben zu werben, bie Börsenleute könnten bann auch arbeiten, wie es bie Bauern thäten. Wenn man ferner einmenbe, baß mit Verstaatlichung bes GetreibehandelS auch bie Betriebe ber Müller unb Bäcker, bezw. bie Brodpretse verstaatlicht werben müßten, so entgegne er, baS sei nicht nothwenbig, benn mit ber Verstaatlichung beS Handels mit ausländischen Getreide würden Müller, Bäcker und ber ehrliche inlänbische Hanbel wieder auf bie Basis ehrlichen Ver- bienstes gestellt- alles, was von ben Lanbwirthen angestrebt werbe, solle nicht nur zum Heile ber Landwirthschaft, sondern zum Heile des deutschen Vaterlandes dienen.
(Fortsetzung folgt).
Verhandlungen des Schwurgerichts.
W. Gießen, 6. März.
Das Urtheil gegen Hieronymus Simon au5 Ruhl« kirchen wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit lautete auf 1 Jahr 4 Monate Gefängniß. Staatsanwalt Zimmermann hatte 2 Jahre Gefängniß beantragt.
W. Gießen, 7. März.
Heute Vormittag verhandelte das Schwurgericht gegen Arthur Helmb old auS Gotha, zuletzt in Butzbach, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit. Die Anklage vertritt Herr Staatsanwalt Koch, die Vertheidigung fuhrt Herr Rechtsanwalt Ä) ei di g. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Den Geschworenen war bie Schuldsrage auS § 177 unb 43 beS R -St. G. vorgelegt, ebenso die Frage nach mildernden Umständen, deren Verneinung der öffentliche Ankläger beantragte.
Der Obmann der Geschworenen, Herr Carl Mayer/ Gießen, verkündete den Spruch der Geschworenen, wonach bie Schuldfrage bejaht unb mildernde Umstände verneint rvurden. Herr Staatsanwalt Koch beantragte hieraus 2 Jahre und 6 Monate Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf entsprechende Zeit. Der Vertheidiger plaidirte für eine mildere Strafe. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 1 Jahr unb 9 Monaten Zuchthaus unb Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf bie Dauer von 5 Jahren.
Verkehr, €anb* unb Volkrrvirthschaft-
W. Gießen 7. Mär,. Viehmarktsbericht. Auf dem gestrigen Viehmaikt war der Austrieb so stark, wie seit langen Jahren nicht. Aufgetrieben waren 1500 Kühe, vorzugsweise Vogelsberger und ostfriesische Rasse. Die Preise stellten stch zwischen 300 und 450 Mk. für frischmelkende Maare. An Fettoieb waren ca. 200 Stück vorhanden, doch waren bie Preise niedrig. Der Ochsenmaikt war mit Simmvnthaler, weniger mit Vogelsberger Vieh befahren. ES waren ungefähr 250 Paar aufgetrieben; bie Preise für fünf- biS sechsjährige Ochsen schwankten zwischen 800 unb 900 Mk. pr. Paar. Der Handel mit Kühen unb Fettvieh war etwas gebrückt, trotzdem wurde der Markt ziemlich geräumt.
Gottesdienst in der Synagoge.
SamStag, den 9. März.
Vorabend 6 1 Uhr, Morgens 9°° Uhr, Nachmittags 3“ Uhr, Sabbathausgang 7w Uhr-________________________________
ooooDa5oaaoöooäoaQOODaDOöiaooQa § Ulster-Cheviot ca. 140 cm breit ä M. 2 95 pr. mtr. g Q modernste echt englische, sowie beste deutsche Herren- Q □ Kleiderstoffe versenden in beliebiger Meterzahl franco Q Q ins Haus a
Q Versandtgeschäft Oettinger & Co., Frankfurt a M. O g -----Muster umgehend franco.----- me Q
Lehrerin für einen Mädchenhort gesucht.
Zur Leitung eines Mädchenhortes, in welchem schulpflichtige Mädchen ihre freien Stunden mit Spielen und Spaziergängen, sowie mit Anfertigung von Schulaufgaben und Handarbeiten verbringen sollen, wird ehne entsprechend vorgebildete Lehrerin gesucht. Die Annahme erfolgt Wächst auf Kündigung, jedoch ist spätere feste Anstellung nicht ausgeschlossen.
Bewerberinnen wollen ihre Meldungen unter Beifügung von Lebenslauf und Zeugnißabschriften, sowie mit Angabe des beanspruchten Gehaltes bßs spätestens 1. April d. Js. hierher einreichen; zu persönlicher Vor- Mung bleibt besondere Aufforderung vorbehalten.
Gießen, den 5. März 1895.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth. 1955
Bekanntmachung.
Die derJakob Oppenheimer I. Ehefrau, Zerliue geb. Herz, für die Firma Jakob Oppenheimer I. zu Langsdorf ertheilte Procura ist in Folge Ablebens der Procuristin erloschen.
Eintrag im Handelsregister ist erfolgt.
Lich, den 4. März 1895.
Großherzogliches Amtsgericht.
Süfsert. 1951
1953 J. M. Schulhof.
IFrischeBackfische iSnÄÄMSJ:1” ...
Freund in Gt« ßen gehörigenJmmobtlien:
Flvr 1 Nr. 39 — 12 qm Hofraum in der Mühlgasse,
Flur 1 Nr. 41 — 75 qm Hofraithe das., öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. Februar 1895.
Großh- Ortsgericht Gießen.
___________I. A.: Vvgt.________1708
1287] Eine Ara« empfiehlt stch zur
Krankenpflege.
Näheres Astrrweg 2, 1. Stock.
Waschtöpfe
rosten nie!
von 3 Mark an. 1959
Theodor Waldschmidt,
8. Wallthorstraße 8.


