Ausgabe 
7.7.1895 Zweites Blatt
 
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Soldaten damit beschäftigt, einen Behälter mit comprimirtem GrS zu 180 Atmosphären Druck zu einem Fort zu bringen, a'.s derselbe plötzlich mir einer furchtbaren Detonation explo- dirte DaS Fuhrwerk, auf welchem der Behälter tranS- portirt wurde, wurde in tausend Stücke zertrümmert. Sechs Soldaten wurden tödtlich verletzt. Ein vorüberfahrendes Fuhrwerk wurde umgeworfen.

Amsterdam, 5. Juli. Nach hier eingetroffenen Nach­richten wurde die Insel Java von einer furchtbaren Ueberschwemmung heimgesucht. Hunderte von Menschen sollen ertrunken sein.

Grenoble, 5. Juli. Infolge eines theilweisen Aus- ftandes der Setdenarbeiterinnen hat eine große Setdenfabrik ihr Personal entlassen. Hierdurch sind etwa 800 Personen brodloS geworden.

Warschau, 5. Juli. Der Generalgouverneur Graf Schuwalow hat bei der Regierung ia Petersburg die Be­willigung zum Bau eines russischen Theaters in Warschau nachgesucht.

Belgrad, 5. Juli. Der General Gruci wurde, da alle anderen Combivationen scheiterten, berufen, ein radicaleS Mluisterium zu bilden. In der Stadt cursiren die abenteuer­lichsten Gerüchte. Man spricht davon, daß Milan heute in Belgrad eintreffen und sich selbst zum Könige proclamiren werde.

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Gieße«, den 6. Juli 1895

** Zn dem Capitel der Doppelbesteuerung, eine Frage, die in Heffen von den einzelnen Behörden schon die ver­schiedenartigste Auslegung gefunden hat, ist von dem Provinzial- außschuß in Rheinheffen in seiner letzten Sitzung eine prin- cptell wichtige Entscheidung getroffen worden. Der Provinzialausschuß hat nämlich entschieden, daß nicht Jemand in Hessen für ein Einkommen nochmals besteuert werden könne, für welches in Preußen die Steuern bereits erhoben würden.

** Elektrische Beleuchtung. Die von der bekannten Firma C. Buchner in Wiesbaden für den Festplatz aus- geführte electrifche Beleuchtungs-Anlage, sowie deren Betriebsführung bestand durch einen besonderen Zufall gestern Abend eine glänzende Probe ihrer Leistungsfähigkeit. Nachdem tagsüber zur Ingangsetzung der elektrischen Be­leuchtung für diesen Abend ein Auftrag nicht erlangt werden konnte, machte sich des Abends wegen der anberaumten Ge­sangsproben der Mangel ausreichender Beleuchtung doch sehr geltend. Um 9 Uhr wurde der Ingenieur obiger Firma hiervon in Kenntniß gesetzt und nach einer halbstündigen Dampf und Stromerzeugung erglühten die ersten Bogen lampen, nach einer weiteren Viertelstunde aber die ganze Festhalle unter dem Beifall des zahlreichen Publikums in dem ersehnten vollen Licht.

W. Die ersten fremden Turner find hier gegen 12 Uhr etngetroffen und vom Empfangsausschuß am Bahn­hofe empfangen worden.

** Dringende Warnung Alle Eltern wollen morgen streng darauf sehen, daß ihre Kinder vor Beendigung des FestzugeS sich nicht auf den engen Straßen, besonders aber in der Neustadt aushalten. Gerathen sie in das Gedränge, so kommen sie in große Gefahr.

** Für Besucher der Festhalle. Wir werden ersucht, darauf aufmerksam zu machen, daß das Betreten von Tischen und Bänken während der Aufführungen auf dem Podium der Festhalle untersagt ist.

* Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 29. Juni bis 5. Juli.) Der ganze Getreidemarkt spiegelte sich in der letzten Woche im Bilde des Unberechenbaren und Wider­spruchsvollen. Auf günstige Ernteberichte aus den meisten Kornländern gestaltete sich die Tendenz zunächst matt. Da stiegen auf einmal die Weizen- und Roggenpreise in Amerika in Folge sehr großer Ankäufe der Exporteure und Specu- lanten, welche den guten Erntebertchten doch nicht rechr zu trauen scheinen und einen gewiffen Ausfall in der Ernte gegenüber dem Vorjahre erwarten, und die Preise zogen zwei Tage lang an. Darauf trat aber ein so großes An­gebot von Weizen und Roggen zu Tage, daß die Preise wieder flau wurden. Unseres Erachtens hängt nunmehr bie Höhe der Getretdepreise nicht nur vom Ausfall der Ernte, sondern zumal auch von der Frage ab, ob die Bor- räthe und die aus Amerika und Rußland gemachten Offerten wirklich noch sehr bedeutend sind. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20 Centner für 142 bis 155 Mk., Roggen für 120 bis 128 Mk., Gerste für 108 bis 156 Mk. und Hafer für 122 bis 148 Mk.

G. Bad-Nauheim, 5. Juli. Vom 28. Juni bis 5. Juli 1895 wurden 783 (1894 682) Kurfremde angemeldet. Hierzu nach voriger Liste 6123, Summa 6906 (1894 5963), davon waren am 5. Juli noch 3020 anwesend.

R. Hungen, 6. Juli. Am 16. September findet hier ein Bullen- und Zuchtviehmarkt statt. Mit dem­selben ist eine Prämtirung, sowie Verloosung von Vieh und landwirthschaftlichen Geräthen (Preis des LooseS 1 Mk.) verbunden.

K. Walleruhauseu, 4. Juli. An Stelle des hier vor Kurzem verstorbenen Bürgermeisters Müller fand heute hier BUrgermeisterwahl statt. Es hatten sich drei Candidaten, Herr Otto Reuning, Karl Asmuß und Theodor ASmuß, ausstellen lasten- keiner erhielt aber die absolute Majorität. Es findet deshalb zwischen beiden ersteren nächsten Mittwoch Stichwahl statt. Fast sämmtltche stimm­berechtigte Bürger hatten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.

A Von der Ohm, 5. Juli. Ist im Garten das dies- jährige Beerenergebniß ein sehr geringes, indem die Stachelbeeren nur sehr dünn behängt find und die Johannis­beeren durch das jetzt noch erfolgte massenhafte Absterben der Sträucher noch schlechteren Ertrag liefern, so ist die

Beerenernte im Walde eine um so reichere. WaS derent­halben im Garten vermißt wird, kann voll durch den Wald ersetzt werden, so daß auch Heuer Beerenwein und Beeren­gelee in der Haushaltung nicht zu fehlen brauchen. Die bis jetzt im Walde zur Reife gelangten Beeren sind Erd- und Heidelbeeren. Beide Beerensorten, bezüglich ihres Ge­schmacks, ihrer Verwendung und gesundheitsdienlichen Wir­kung zu den besten gehörend, sind in einem so reichen Maße gediehen, wie seit langen Jahren nicht. Nicht nur Milch- töpse, selbst kleine Eimer voll Erdbeeren pflücken die Kinder und tragen sie nach Hause. Die ärmeren, um ein kleines Verdienst zu erzielen, da der Topf Erdbeeren mit 20 Pfg. bezahlt wird, die anderen, um der Küche ein sehr beliebtes Product zuzuführen, daS einen besonders angenehmen Ge­schmack besitzenden Erdbeergelee. Ein beffereS Verdienst als die Erdbeeren bringt die reiche Heidelbeerernte der ärmeren Bevölkerung, da Heidelbeeren überall gern gekauft werden, besonders seit man auf dem Lande den Heidelbeerwein als einen ganz vorzüglichen Haustrunk schätzen gelernt und in seiner Bereitung Erfahrung gewonnen hat. Schon jetzt bei Beginn der Heidelbeerernte kauft man in Ortschaften, deren Wälder keine Heidelbeeren führen, den Schoppen (V2 Liter) zu 6 Pfg., während er sonst fast immer Anfang» 8 Pfg. gekostet hat. Bet diesem billigen Preise sei eS Jedermann empfohlen, sich einen kleinen Vorrath getrockneter Heidel­beeren zu verschaffen, da diese während deS ganzen Jahres ein ganz vorzügliches Mittel gegen Durchfall bilden.

Worms, 4. Juli. Das Schöffengericht verurtheilte zwei Metzgermetster, weil sie der Wurst Kartoffelmehl bet- gefügt hatten, wegen Nahrungsmittelfälschung zu je 10 Mk. Geldbuße.

Mainz. 3. Juli. Infolge der Denunctation eines Zucht­häuslers, der kürzlich auS der Strafanstalt entlaffen worden ist, wurde heute Nacht ein Einbruch vereitelt und dabei ein gefährlicher Einbrecher, Namens Müller, der einen Revolv°r, ein scharf geschliffenes Meffer und viele» Brech­werkzeug bet sich führte, verhaftet. Nach der Angabe des Denuncianten wollte eine aus vier Köpfen bestehende Bande

explosion auf dem UebungSplatz der Militär-Luftschiffer- abtheilung berichtet diePost" de? Näheren: Eine Anzahl Pioniere in dem auf dem Kaiernenhofe steh nden großen Wellblechschuppen, der zur Aufbewahrung der Luftfahrzeuge dient, war damit beschäftigt, einen 500 Kbm. fastenden, permanent gebrauchten Feffelballon zu entleeren. Die Arbeit war nahezu vollendet, als plötzlich eine Explosion M't dem Knall eines schwachen Kanonenschusses erfolgte, durch die vier Soldaten, und zwar die Pioniere Sandfort, Kleinzwei, Hellmann und Wucherpfennig verletzt wurden. Die Verun­glückten wurden tämmtlich nach dem benachbarten Garnisan- Lazareth II in Tempelhof gebracht, wo inzwischen der am schwersten verletzte W uch erpfennig gestorben ist. Ihm war ein Bein gebrochen, die eine Seite verkohlt und die Füße verbrannt. Die übrigen drei Soldaten haben nur leichte Brandwunden an den Füßen und im Gesicht davon- getragen und dürften schon in wenigen Tagen dienstfähig sein. WaS die Ursache der Explosion anbeinff-, so wird an maß­gebender Stelle angenommen, daß sich durch Verbindung des ausströmenden GaseS mit der atmosphärischen Luft Knallgas gebildet hat, wodurch die Explosion verursacht worden ist. Von sachverständiger Seite wird angenommen, daß das dem Ballon entströmende Gas, daS sich mit der athmosphärischen Luft zu Knallgas verbunden, an einem von einem elektrischen LeitungSdraht abspringenden Funken sich entzündet hat. Die Untersuchung ist sofort eingeleitet worden, doch erscheint eS fraglich, ob dieselbe über rie Art der Entzündung Positives ergeben wird.

* Rostock. 6. Juli. In der letzten Nacht wurde bei Laage ein Mann vom Schnellzuge todtgefahren, der mit Riemen an die Schienen festgebunden war. Man ver- muthet ein Verbrechen.

*Weil ihm die Angelruthe dabei gebrochen werde« köunle", weigerte sich ein Einwohner PelplinS (Weftpreußen), den in seiner unmittelbaren Nähe ertrinkenden 12jährigen Pächtersohn Schulz aus dem gleichen Orte retten z« helfen. Da der Kna^e ertrunken ist, hat man dies Ver­halten dem Staatsanwalt mitgetheilt.

eine Reihe von Einbrüchen ausüben. Die Untersuchung wird die Sache jedenfalls klarstellen.

A Mainz. 5. Juli. Laut einem Cabinetschreiben vom Schloß FriedrichShof wird die Kaiserin Friedrich zu den von der hiesigen Liedertasel zur Veranstaltung gelangenden Händel-Aufführungen den 21. und 22. d. M. hierher kommen. Der Großherzog von Hessen wird wahr­scheinlich gleichfalls hierher kommen. Seitens der Liede"tafel trifft man dteserhalb große Vorbereitungen. Die Auf­führungen werden von Capellmetster c olbach geleitet. Der jüngst hier verstorbene practische Arzt Dr. Klober hat die nahe Gemeinde Kastel, in welcher der Genannte viele Jahre als Arzt wirkte, zur Universalerbtn seines auf nahezu 200000 Mark geschätzten Vermögens eingesetzt. Die Gemeinde Kastel hat nur an Vereine und Corporationen Jahresrenten zu zahlen, welch letztere die betreffenden Vereine aber nur so lange erhalten, bis ein für Kastel projectirteS Krankenhaus gebaut ist. Nach der Vollendung des Kranken­hauses werden die Renten sämmtlich zu dem Betrieb desselben verwendet.

vermischte«.

* Frankfurt a.M., 5.Juli. Im benachbarten Nteder- rad erschoß ein Graveur seine Geliebte und dann sich selbst. Grund deS Doppelselbftmordes war der dem Ver- hältniß entgegengesetzte Widerstand der Eltern des 24 Jahre alten jungen Mannes.

* Hersfeld, 3. Juli. In dem Dorfe Kalkobes hat bei einer Tanzmusik eine fürchterliche Schlägerei zwischen Bauernburschen und Soldaten der HerSselder Garnison statt­gefunden. ES war ein förmliches Gefecht, so hart geriethen die Gegner aneinander. Während die Musketiere von ihren Waffen Gebrauch machten, eröffneten die Ctvtlisten ein Bombardement mittelst Biergläsern auf dieselben, der Bürger­meister wurde um Hilfe angerufen, indesien vergeblich, die Kämpfenden waren nicht zu trennen, sodaß schließlich die Feuerwehr alarmirt werden maßte, welche mit kaltem Strahl die erhitzten Gemüther besänftigte. Sämmtliche Fenster und Möbelstücke der Wirthschaft wurden zertrümmert. Vier Soldaten und zwei Ctvtlisten wurden sehr schwer verletzt, einige lebensgefährlich, so daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. DaS bekanntlich im deutschen Reichstage von dem Kriegsminister Bronsart von Schellendorf angedeuteteAb­kühlungsoerfahren" durch die Feuerwehr bet derartigen Vor­fällen hat sich prächtig bewährt.

* Geisenheim, 5. Juli. Gestern Abend ertrank beim Baden im Rhein ein Schüler der Lehranstalt für Wetn-, Obst- und Gartenbau Hierselbst. Die Leiche ist noch nicht geländet. Der Ertrunkene war der einzige Sohn einer Wittwe aus Westfalen, der er Stütze des Alters sein sollte.

* Kol«, 5. Juli. Vor Kurzem verschwand von einem Rheindampfer ein Kellner, deffen Leiche in den letzten Tagen geländet wurde. Der Staatsanwalt hat nunmehr eine Untersuchung angeordnet, da der begründete Verdacht vor­liegt, der Kellner sei ermordet und alsdann die Leiche in den Strom geworfen worden. Bet der Leiche wurde eine erhebliche Geldsumme vermißt.

* Düsseldorf, 5. Juli. Die Brüder Carl Theodor und Franz Josef Wirtz, die in der Nacht zum 29. September 1894 die Brüder RütterS in Anrath er­mordeten, wurden heute früh durch den Scharfrichter Reindel mittels der Guillotine hingerichtet.

* Mülheim a. Rh. 3. Juli. Bet einem Spaziergange über die Schiffsbrücke gerieth gestern Abend ein Brautpaar, welches in den nächsten Tagen die Ehe eingehen wollte, in Streit. Plötzlich stürzte der Bräutigam in denRhetn und verschwand in den Wellen. Die Braut wurde verhaftet zwecks Untersuchung, ob Mord oder Selbstmord vorliegt.

* Berlin, 4. Juli, lieber die gemeldete Ballon«

* Das Schwurgericht iu Meiningen verurtheilte den 38jährigen Schuhmacher Adam Finzel aus Coburg z u m T 0 d e. Finzel war angeklagt, am 15. Aprcl 1894 Fräulein Luise v. PlonSkt, eine Nichte deS Generals v. PlonSkt, ermordet und beraubt zu haben.

* Auch ein Opfer der Hitze. Aus Wien wird vom 3. ds. berichtet: Heute Abend gegen halb 7 Uhr klingelte «daS Telephon in der Centralstation der Freiwilligen RettungS- gesellschaft. Auf die Frage:Was wünschen Sie?" kam folgende überraschende Antwort:Bitte sehr, befreien Sie mich! Ich bin hier, in der Gonzaga-Gasse Nr. 19, im Ge- schäftSlocal von X u. Co. Nachmittags in Folge der Hitze eingeschlafen. Als um 6 Uhr Abends geschloffen wurde, be­merkte man mich mcht, und sperrte mich hier ein. Nun kann ich nicht hinaus." Die Freiwillige Rettungsgesellschaft sprach ' dem Gefangenen Muth zu und kündigte ihm feine baldige iBefreiung" an. Der Chef, der die Schlüffel zum Geschäfte hatte, wurde verständigt und bald darauf konnte der Ge­fangene, ein junger Commis, da« Licht der Freiheit begrüßen.

Bristol (Indiana) 5. Juli. Hier stürzte eine Brücke ein, wodurch 600 Personen, welche einer BootS- regatta zusahen, aus einer Höhe von 40 Fuß inS Wasser l fielen. 40 wurden verletzt, mehrere schwer.

* Ein Lehrergehalt vor 50 Zähren. Gelegentlich eines ; kürzlich in Idstein gefeiert 50 jährigen LehrerjubilänmS gab der Festredner sein Lehrergehalt vor 50 Jahren bekannt. Dasselbe setzte sich zusammen wie folgt: 1) 100 Gebund Langstroh, 2) 100 Gebund Kurzstrob, 3) 10 Mainzer Malter Korn, 4) 1 Meste Bohnen, 5) 1 Meste Erbsen, 6) eine Meste Linsen, 7) 23% Gulden baares Geld. Dazu kam noch die Kirchenbesoldung mit 5 Gulden für eine Sonn- und Feiertags zu haltende Betstunde, jährlich = 75 Bet­stunden und 52 Salve an den Samstagen, also 5 Gulden für 127 Andachten. Wahrlich, Gehaltstheile genug, nur nicht genug Gehalt!

aus den

»er eta»t eUftau Boffiloti.

Juli: 1. Carl Anion Leopold Franz Heinrich Meckel, RechtS- practitant zu Mülbausen i. E., mit Anna Maria Schmitt zu Gießen. 1. Philipp Adam Adolph Eduard Ernst, Metalldreher zu Höchst a. M , mit Pauline Wilhelmine Helene Eberhard zu Frankfurt a. M. 1. Heinrich Haun, Gärtner zu Affenheim, mit Lina Emma Balser dahter. 1. Georg August Koch, Uhrmacher zu Gießen, und Wilhel­mine Katharine Karoline Lehrmund dahier. 4. Kaspar Volland, Schneider dahier, mit Helene Marie Weber Hierselbst. 4. Carl Friedrich Wagner, StationS-Assistent dahier, mit Johanna Marie Räuber hierselbst. 4 Friedrich Peter Ferdinand Brandl, Monteur dahier, mit Anna Marie Panz hierselbst. 4. Georg Otto Hamel, Monteur dahier, mit Pauline Sophie Mohn zu Jungenthal. 5. Friedrich Julius Keitzer, Gerichtsfchreiber-ASpirant dahier, .mit Johannette Marie Pauline Schneider hierselbst.

DeWiefttmatiu

Juli: 3. Peter Schneider, Fuhrmann dahier, mit Margarethe Gilbert von Heuchelheim. 5. Johann Wilhelm Groß, Maler zu Bielefeld, mit Luise Henriette Wilhelmine Weinhardt hierselbst.

Juni: 22. Dem Kaufmann Heinrich Belloff II. ein Sohn, JustuS Otto. 23. Dem Gerber Heinrich Kraft ein Sohn, Ludwig Justus Ernst. 24. Dem Kutscher Heinrich Hckhäuser eine Tochter, Ida Luise. 26. Dem Babnardeiter Ludwig Hinterlang ein Sohn, Wilhelm Ernst Friedrich. 26. Dem Kalkwerltzdesttzer Karl Haatz V. eine Tochter, Anna Elisabetbe Jakobine. 27. Dem Fuhrmann Peter TrechSler eine Tochter, Elisabeth. 28. Dem Bahnarbeiter Johann Friedrich Burk eine Tochter, Margarethe Eleonore. 29. Dem Weichen­steller Karl Freitag eine Tochter, Anna Elise Katharine. 29. De» Schmied Joh. Gg. Schäfer ein todtgeboreneS Kind weiblichen Ge­schlechts. 29. Dem Schlosser Karl Alt ein Sohn. Juli: 1. De» Arbeiter Ludwig Seth eine Tochter, Margarethe Elisabetbe. 1. De» Vorarbeiter Heinrich KaSpar Müller ein todtgeboreneS Kind männ­lichen Geschlechts. 2. Dem Siationsgehlllsen Wilhelm Tränkner ei» Sohn. 4. Dem Locomotivheizer Heinrich Blank eine Tochter.

»estordena.

3uni: 28. Marie Bastian, geb. Pfeiffer, 22 Jahre alt, Ebefrsm von Kellner Wilhelm Bastian dahier. 29. Helene Selma Loeberich, 12 Tage alt, Tochter von Kaufmann Heinrich Loeberich dahier. 29. Wilhelm Höhn, 52 Jahre alt, von Rott, Kreis Altenkirchen.