Ausgabe 
6.11.1895 Erstes Blatt
 
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?u erheben. Die Festsetzung der Präsenzliste ergab die meister M o r n e w eg - Darmstadt begründet die verspätete I wird am 10. December sein fünfzigjähri ge« Dienst«

Abwesenheit der Bürgermeister der Städte Darmstadt, Mainz, Fertigstellung der Voranschläge mit dem verspäteten Cü±er> I jubiläum feiern.

Wormß, Off nbach, Alzey, denen sich theiiS die Beigeordneten, so oie eine große Anzahl Stadtverordnete angeschlossen hatten. Auch Gießen war durch sämmtliche Beigeordnete wie durch e'ne größere Anzahl seiner Stadtverordneten vertreten. Der 1. Punkt der Tagesordnung: Zulassung derStäcte Kastel, Heppenheim, Groß-Gerau und Gern-- heim zum Städtetag wurde tn den nicht öffentlichen Theil drc Sitzung verwiesen. Punkt 2: AuSichlag und Er- Hebung der Gemeindesteuern war behandelt worden durch ein R-ferat des Herrn Oberbürgermeister Ktichler- WormS. Anknüpfend an die verspätete Ausgabe der Ge- meindefteuerzettel und die bereits früher dagegen gemachten Eingaben einiger Städte au Großh. Ministerium, werden tn dem Referate die Mißstände dargelegt, die die verspätete Ausgabe der Gemeindesteuerzettel zur Folge habens es sei nach 11 jährigen Bemühungen nicht gelungen, die mit schweren Schädigungen der Steuerzahler verbundenen, den bestehenden B.sttmmungen zuwiderlaufenden Mißstände zu beieitigen. Es seien für die Erhebung der Gemeindesteuern sechs Ziele zugelaffen und dafür Vorbehalten die Monate April, Juni, August, October December, Februar; diese Erhebungstermine könnten aber nicht eingehalten werden, weil zufolge des von den staatlichen Organen geleiteten BeranlagungSverfahrenS die Gemeindesteuerzettel erst im Juli und August, statt im April zur Ausgabe gelangten. Die dadurch herbeigeführte Erhebung von zwei und mehr Zielen fei für die Steuer­zahler eine schwere Last, den Gemeinden aber entständen schwere Ausfälle durch vermehrtes ExecutionSverfahren und ZtnSverluste für Kaffedarlehen. Es sei falsch, diejenige Steuer zuerst zur Erhebung gelangen zu lassen, die eine reine Zuschlagssteuer zu der staatlichen direkten Steuer ist und deren Belanlagung deshalb nach der Staatssteuer erfolgt; weder die Gemeindefteuerltsten noch die Gemeindesteuerzettel ent­hielten die Steuercapitalien, aus denen sich daß Gemetnde- steuercapital zusammensetze, sie enthielten deshalb keine Au- Haltspunkte über die Art Steuerveranlagung und machten dem Steuerzahler unmöglich, die Richtigkeit der an ihn ge- stellten Anforderungen zu prüfen. Der Städtetag vom Juli 1891 habe beschlossen: a) Die Erhebungsziele für die Gemeindesteuer auf die Monate Mai, Juli, September, November, Januar und März zu legen, b) den Steuer- commisiariaten die zur rechtzeitigen Fertigstellung der Steuer- Veranlagung erforderlichen Hüifskräfte zur Verfügung zu stellen; hierdurch würde eine Beseitigung der verspäteten Ausgabe der Gemeindesteuerzettel erzielt. Den Anträgen des Städtetags von 1891 sei keine Folge gegeben worden. ES solle daher versucht werden, Abhülse zu schaffen. Die Gemeinden könnten nicht neben der staatlichen Veranlagung ihre Steuer selbst veranlagen, sondern müßten sie aus Grund der staatlich festgestellten Steuercapitalien auSschlagen. Statt des aus den unter Mitwirkung der Gemeinden zu Stande gekommenen Materials für die Staatssteuerveranlagung er­hielten die Gemeinden für ihr Geld nur die Gemeindesteuer listen und die Steuerzettel, die Unterlage für die Steuer­veranlagung, die für dir einzelnen Steuerarten festgelegten Steuercapitalien erhielten sie überhaupt nicht; ohne diese Unterlagen sei aber die Gemeindeverwaltung außer Stande, irgend welche Auskunft zu geben über die Gemeindesteuer­veranlagung; dieser Zustand sei nicht zu rechtfertigen angesichts der Selbstverwaltung und des BestcuerungSrechtS der Ge­meinden, die Stadt sei außer Stande, Einquartierungsliften aufzustellen, wo solche nach dem Einkommen statutarisch ge­regelt werden, Zeugnisse für Staatsstipendien, die unter Angabe der Steuercapitalien ausgestellt werden sollten, könnten nicht ertheilt werden niw. Es müsse angesichts des Dargelegten an der Forderung festgehalten werden, daß die der Gemeindesteuer zur Unterlage dienende Staatsfteuer auch zuerst zur Erhebung gelange, wonach deren Anforderung tn die Monate April, Juni ufw. falle. Durch Ausgabe der Staatssteuerzettel im April hätten die Städte Zeit genug, das eigene Veranlagungsgeschäft bis zum Mai zum Abschluß zu bringen. Es fei in der Praxis erwiesen, daß der April­termin durch die Steuercommissariate eingehalten werden könne, denn tn Gießen und Offenbach würden die Steuer­zettel den Städten rechtzeitig zugewiesen. Die Städte müßten dringend verlangen, daß ihnen nicht mehr die Gemeindesteuer- listen und Steuerzettel überwiesen werden, sondern auch die Listen der Steuerpflichtigen mit Angabe der einzelnen Steuer- capttalien, damit sie die Steuerveranlagung selbst besorgen und auch den Steuerpflichtigen Auskunft über Gemeinde­steuer-Veranlagung geben könnten. Hierdurch würden u. A. auch die Steuerzahler erkennen, wie die einzelnen Steuer- arten in der Gemeindebesteuerung wirken. Eine weitere Folge dieser Regelung wäre der Wegsall der Offenlage der Gemeindesteuerlisten, wodurch wieder vermieden würde die Einsicht Unberufener in die steuerlichen und Vermögens- Verhältnisse ihrer Mitbürger, die den Vorschriften über Geheimhaltung der Steuerveranlagung zuwiderlaufen. DaS BeranlagungSverfähren wäre allerdings nur denjenigen Ge­meinden zu überlassen, welche die erforderlichen VerwaltungS- kräfte besitzen und die Ueberroetfung der BeranlagungSmaterialien beantragen. Bon den folgenden Rednern machte u. A. Herr WolfSkehl-Darmstadt geltend, daß die späte Veranlagung in der Gemeindebesteuerung auch ihren Grund in der späten Fertigstellung der Gemeindevoranschläge habe; er bezweifle, daß die Regierung auf eine «enberung im Sinne des Refe­renten eingehe. Die Offenlegung der Steuerliften, wodurch vielleicht Unberufenen der Einblick in die De.mögenSvcrhält I Me anderer gestattet ist, solle nicht Veranlassung zur Furcht sein, denn allzu große Heimiichthuerei habe keinen Werth, i Herr Michel-Mainz spricht sich für getrennte Auf- sührung der Steuercapitalien und Angabe der Ausschlags- Soösficienten auf den Steuerzetteln aus. Herr Oderbürger, meister Brink-Offenbach hält an der Möglichkeit fest, daß die Zettel auch ohne erhebliche Aenderungea rechtzeitig in den Besitz der Steuerpflichtigen kommen. Herr Oberbürger-

schluß der einzelnen Kassen; er spricht sich für Erhebung der Staatsfteuer in den Monaten April, Juni rc., der Ge­meindesteuer tn den Monaten Mai, Juli usw. auS. Herr Oberbürgermeister Dr. Gaßner - Mainz beantragt, die Großh. Regierung zu ersuchen, die Erhebung der Gemeinde steuer auf die Monate Mai, Juli, September, November, Januar und März unter gleichzeitiger Verlegung der Staats- steuerziele aus die Monate April, Juni usw. zu verlegen, in die Gemeindesteuerzettel aufzunehmen die Umlage Eoß'ficienten, in den Gemeindefteuerltsten einzeln aufzuführen die Steuer- capttalien; ferner sollen diejenigen Gemeinden, welche die Veranlagung der Gemeindesteuer selbst sorgen wollten, Er- Hebungen über die durch dieses BeranlagungSverfahren ent­stehenden Kosten anstellen. Dieser Antrag wurde an­genommen. (Forts, folgt.)

**Pr. ttoncett im Clnbsaal. Die Reihe der dieSwinter- lichen Concerte eröffnete nicht, wie sonst wohl üblich, ein Orchester Eoncert deS ConcerrvereinS, sondern ein Bocal- und Jnstrumental-Eoncert mehrerer auswärtiger Künstlerkräfte, die mit Ausnahme der dramatischen Sängerin Fräulein Czerwenka vom Königlichen Hoftheater in Stutt­gart sämmtlich dem Ensemble der Großh. Hofoper in Darm­stadt ar,gehören. Die meisten Nummern deS inhaltreichen und interessanten Programmes, namentlich die ©eenen auS Tannhäuser" undDer fliegende Holländer", dürften dem hiesigen Concertpublikum bekannt gewesen sein, sodaß wir uns ein näheres Eingehen darauf versagen können. Das­selbe glauben wir von den beiden Balladen Earl LöweS, dem an dramatischen Accenten und lyrischen Ergüssen reichen Archibald DouglaS" und dem stimmungsvollen GedichtDie Uhr" behaupten zu können. Auch von den Liedern dürften hier nur wenige unbekannt gewesen sein. Eine Neuigkeit war daS Concertstück für Harfe von PariSh-AlvarS, und mußte umsomehr interefftren als die Harfe hier in den letzten Jahren als Soloinstrument überhaupt nicht gespielt und in Orchesterwerken stets durch daS Pianoforte ersetzt wurde. Die Compofition von PariSh-AlvarS hat keinen befonbern musikalischen Werth, doch bietet sie mit ihrer Fülle technischer Schwierigkeiten dem vortragenden Künstler schöne Gelegen- heit, sein Können zu zeigen, und Herr Wiedemann zeigte sich seiner Aufgabe auch im Allgemeinen gewachsen. Utber dem gesanglichen Theil deS ConcertS waltete insofern ein Unstern, als durch Erkrankung des Tenoristen, Herrn Bär, mehrfache Programmänderungen eintreten mußten. Ferner war an Stelle deS erkrankten Herrn Dr. Kesser ein anderer uns nicht bekannter Pianist eingetreten, dessen Clavierbegleitung sich den einzelnen GesangSvorträgen nicht überall anzupassen vermochte und namentlich in dem von Herrn R chmann wun­dervoll tolebergcgebenenArchibalb Douglas" mehrfach zu wünschen übrig liefe. Fräulein Czerwenka schien anfangs an einer Indisposition zu leiden, doch fanden ihre späteren Vor­träge, wie auch diejenigen deS Herrn Weber vielen Beifall. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die geschützten Künstler unS gelegentlich unter günstigeren Verhältnissen wieder be­suchen und uns weitere schöne Genüsse bitten werben.

* 1870. Der französische Gesanbte war in EmS von betn König von Preußen abgetoiefen worben, bte französische Regierung hatte an Preußen ben Krieg erklärt; es würbe mobilifirt unb der König mit Gefolge war von EmS hier burch nach Berlin gereist. Auf dem Bahnhof hatte er gesagt, ein gefährlicher Feind habe unS den Krieg aufgezwungen, aber mit Gottes Hülfe würben wir ihn bestehen. Wir hatten Sr. Majestät mit einem lauten freudigen Hurrah! geant­wortet. Am Abend faßen wir, ein kleiner KrelS politifirender Leute, im Gasthof zum Rappen. Wir besprachen die AuS- sichten, die wir hätten, nicht weniger die Befürchtungen, die uns bewegten, aber sie wurden Überwogen von den Hoff nungen auf einen großen Erfolg der deutschen Waffen. Hierbei machte ich den Vorschlag, die Ge'ellfchaft solle zusammenlegen, um einen SiegeSpreiS zu bilden für die deutschen Soldaten, welche die zweite französische Kanone erobern würden (die erste war schon in Wiesbaden prämssrt worden). Der Vor­schlag fand Anklang unb alßbalb wurden 40 Thaler in meine Hände gelegt, die ich an daS KriegSministerium mit Angabe ihrer Bestimmung sandte. Der Krieg begann bei Saar- brücken-St. Johann und endigte an der Schweizer Grenze. Die deutschen Truppen zogen wieder heim, jubelnd begrüßt von der ganzen Nation. Sie hatten gar manche Kanone den Franzosen genommen, der zweiten gedachte man kaum noch. Am 29. März 1872 erhielt ich folgende Zuschrift:

Berlin, den 23. März 1872.

Em. Hochwohlgeboren benachrichtigt bad unter­zeichnete Departement ergebenft, daß die von Ihnen bargebotene patriotische Gabe von 40 Thalern bem 1. Schlesischen Infanterie-Regiment Nr. 46 Behufs Verkeilung an die beteiligten Mannschaften zuerkannt worden ist.

KrtegSministerium. Allgemeine» KriegS-Departement. v. Stiebte, v. Caprivi."

So oft mir baß Schriftstück in die Hand kommt, gebende ich bankbar der braven 46er in Schlesien. Auch sie haben baß Ihre beigetragen zur Einlösung beß Königsworts:Mit Gottes Hülfe werden wir ben Feinb bestehen." Batst.

* Die Telephon-Apparate werden eine wesentliche Ver­besserung erfahren. Die Schallplatte, welche jetzt von Holz ist, wird, wie derEonfectionär" meldet, durch eine eigens für diesen Zweck präparirte Platte von Eelluloid ersetzt werden Davurch wirb ermöglicht, daß der Ton biß zu einer Entfernung von 3 Metern vom Telephon-Apparat gehört werben kann unb daß, auch wenn der Hörapparat auf dem Arbeitstische ober sonst wo liegt, jede» Gespräch deutlich ver­nommen werden kann.

n. Wieseck, 4. November. Der schon längere Jahre hier in Thätigkeit . stehende Lehrer, Herr Katzenbach,'

n. Altenstadt. 4. November. Nächsten Mittwoch feiere her hiesige Gemeinberechner, Herr Hammel, mit feiner flleid) ihm noch rüstigen Ehefrau baß seltene Fest der gol­denen Hochzeit. DaS hier tn großer Beliebtheit stehende I Ehepaar gedenkt diese Feier in aller Stelle zu begehen.

n. Nieder Florstadt. 4. November. In der Nacht vom Samßtag zum Sonntag brach hier abermals Feuer auß. ES war dies der vierte Brand innerhalb vier Wochen tn derselben Straße. Di-Smal gelang glücklicherweise noch rascher wie früher, baß Feuer auf seinen Herd zu beschränkeN, sodaß nur ein Statt stark anbrannte. ES zweifelt feier Niemand daran, daß die Brände von ruchloser Hand an­gelegt find. Die Erregung der Gemüther kann man sich | leicht außmalen. ES wäre sehr zu wünschen, wenn man beß gewissenlosen Menschen balb habhaft würde. Alle biß jetzt aufgebotene große Wachsamkeit hat leider noch nicht dazu geführt.

Klein Steinheim, 3. November. Dieser Tage ereignete sich hier ein Vorfall, der zwar kaum glaublich scheint, aber gleichwohl auf Wahrheit beruht. Einem hiesigen Schweine- Händler verendeten nämlich zwei werthvolle Mastschweine an der Rothlauffenche. Die Cadaver wurden dem Wasenmeifter zur Verscharrung auf dem Wasenplatze über­liefert. Der Abdecker beauftragte mit dieser Arbeit zwei Leute von^Klein-Steinheim. Diese aber behielten den größten Theil der crepirten Thiere für sich und pökelten daß Fleisch ein, obgleich dasselbe zum Zwecke der Ungeniefebarmachung schon vorher mit Petroleum übergossen worden war. Die Sache wird daß Gericht beschäftigen. Darmst. Z,g.

A Mainz, 3. November. Ein großer Brillant en- die bstahl wurde vorgestern Abend bei der Solosängerin beß hiesigen Stabttheaterß, Fräulein Drasfati, ausgeführt. Währenb ber Abwesenheit ber Dame würben auß deren ver­schlossener Wohnung Brillanten unb Schmucksachen von be­trächtlichem Werthe gestohlen. Trotz eifriger Nachforschungen konnte man von bem Thäter biß jetzt keine Spur ermitteln. Außer für bie bestohlene Dame war ber Diebstahl für einen mit Fräulein Drassati auf berfelben Hausflur wohnenden Buchhalter eineß hiesigen Geschäftes von sehr unangenehmen Folgen begleitet. Mit Rücksicht auf die nahe Verbindung beider Wohnungen hat man Mangels jeder Spur, sowohl tn der Behausung als auch in bem Geschäfte, in welchem ber Buchhalter thätig, polizeiliche Haussuchung vornehmen lassen, was den davon Betroffenen begreiflicher Weise ia bie ärger­lichste Situation brachte. Die Haussuchung verlief vollständig refultatlofl. Gin eigenartiges Fahrzeug, ein Rettung«- boot von ganz merkwürdiger Bauart, macht eben seine erste Fahrt auf dem Rhein. ES ist dies ein von einem Mann bedientes Ruderboot, baß berart gebaut ist, daß dasselbe nicht Umfallen kann und sich immer wieder von selbst auf­richten muß. Außer zweier Handrudern, kann sich der In­sasse, der für seine Mahlzeiten alle möglichen, practtsch placirte Nahrungsmittel mit sich führt, auch verschiedener Segel be­dienen. Das Boot, baß von einer größeren Firma zu Reclamezwecken gebaut fein soll, kommt von Neufchtztel unb geht ben Rhein hinab biß Rotterbam unb von da nach Eng­land und Lyon. Daß Endziel ist Pariß.

veraschtes.

* Eoblenz, 2. November. Gestern Abend fand man in der Nähe beß Kirchhofs eine männliche Leiche. Der Mann ist nach einem anscheinend starken Kampfe durch einen Stich in den Hals, der die Hauptschlagader getroffen, ermordet worden. Bei der Leiche fand man eine eigene Soldaten­mütze und ein Paar Kinderstiefel. Bon dem Thäter hat man biß jetzt noch keine Spur.

Hannover. 4. November. In bem Nachbarorte Anberten erhängte heute Morgen der Fabrikarbeiter Kiekebusch seine vier Kinder im Alter von 110 Jahren unb bann sich selbst, nachdem bie Ehefrau sich zur Arbeit In ber Cementfabrik zu M.ßburg begeben hatte.

Liegnih, 2. November. In Abwesenheit seiner Fran beging ber Hanbelßmann Wießner Morb an seinen drei Kinbern und Selbstmord durch Vergiftung. Zwei Kinder, ein 12 jährigeß Mädchen und ein 8 jähriger Knabe, wurden gerettet, ein 6jährigeß Mädchen sowie ber Mörder find tobt. Der Grund ber Unthat waren Familienzwiftigkeiten.

London. 2. November. Der gestern in OueenStown eingetroffene Cunarb-DampferCampania" berichtet, dafe er am 28. October mitten auf bem Ocean Nachts an einem brennenben Schiffe vorbeisegelte. Meilenweit waren die Flammen zu sehen. DieCampania" ließ zwei Rettungs­boote hinab unb al# dieselben fanden, daß keine Spur von Leben mehr auf bem brennenben Fahrzeuge zu erblicken war, setzte dieCampania" ihre Reise fort. vielleicht hat ein Wissonbampfer, der vier Stunden vorher an dem brennenben Schiffe vorbeifuhr, die Besatzung gerettet.

Wie man in Newport annoncirt! Für die Annoncen der großen Newyorker Modewaaren-Detail-Geschäfte, welch« in den Sonntage»Aufgaben der Newyorker Zeitungen vom 13. October enthalten waren, wurden 120000 Dollars (480000 Mark) auSgeaeben. Wenn sich diese Annoncen nicht bezahlt machten, so würden wohl diesmarten" Amerikaner nicht annonciren. Und für wieviel wird bei unS annonchrt ? fragt derConfecttonär". Für nicht so viel Tausend von Mark wie tn Newyork Hunderttausende von Mark. Wer tn daS Geschäft etwa# hineinftcckt, kann auch etwas feerauß» holen, so denken wemgstenß bte Amerikaner

irr trmiigke jrirtfirfrr StMtztttsr.

CxetiMi.

Mittwoch den 6. November: Excelsior. Donnerstag ben 7. November: Der Eoangelimann. Freitag den 8 November: Obersteiger. SamSlag ben 9. November: Der König beiß gelagt. Sonntag ben 10. November. Nachmittags 8/i Uhr: