nothwendigen Erhebungen auf besondere Sorgfalt und Gründlichkeit dringen.
• • Kunstausstellung. Mitte nächster Woche wird die Kunstausstellung am Brandplatz wieder eröffnet. Die auS- zustellende Serie Gemälde moderner Meister soll dieses Mal Kunstwerke ersten Ranges enthalten.
• • Der Renierdarsteller August Zvnker»ann wird dem« nächst hier eintreffeu, um einen humoristischen Fritz Reuter- Abend zu veranstalten. Bet seinem letzten Auftreten in Stuttgart wurde demselben die Ehre zu Theil, in die Hofloge berufen zu werden, wo ihn der König freundlichst bewillkommnete und „zur angenehmen Erinnerung an Ihn", wie sich Se. Majestät wörtlich ausdrückten, ihm die große goldene Medaille für Kunst und Wiffenschaft, am Bande deS Friedrichs orden zu tragen, überreichte. Unser kunstsinniges Publikum dürfte daS Auftreten dieses ausgezeichneten Künstlers gewiß mit Freuden begrüßen.
• • Der Verbandstag der MehgerZnnnngen Hessens wird in der zweiten Hälfte des October hier abgehalten werden.
Unfall. Gestern fiel am SelterSweg eine Dame auf daS Trottoir und verletzte sich anscheinend schwer am Kopfe. Ein Ladeninhaber kam der Verunglückten zu Hilfe und schaffte eine Droschke herbei, mittelst welcher die Dame in ihre Wohnung gebracht wurde. Ein Zwetschenkern soll die Ursache deS AuSgleitenS gewesen sein.
* * Kirmrh in — Amerika. Unsere hessischen Landsleute feiern auch jenseits des großen WafferS ihre Kirmeß. In einem uns vorliegenden New-Yorker Blatte finden wir die Einladung deS Vereins „Hungen und Umgegend" zu Brooklyn zu der am 21. September abgehaltenen Kirch- weihe, während der New-Korker „Verein der Butzbacher und Umgegend" zu seiner Kirchweihe auf den 22. September in die Arlington Hall einladet und zwar in folgender Form.
Ihr Kinner aus der Wetters,
Von Butzbach un Umgegend, Wir feiern uns're KermeS ja, Wann'S Kieselstan ach regent.
Die Musik wird von dem Großherzogl. Heff. Hos- Capellmeifter P. Wagner geliefert.
• * Der Gelreidemarkt (Berichtswoche vom 28. September bis 4. October.) In Nordamerika ist merkwürdiger Weise eine andauernde Neigung zur Steigerung der Weizenpreise vorhanden, woraus man schließen kann, daß in den Bereinigten Staaten keine so enorm großen Vorräthe wie tu den beiden vorigen Jahren vorhanden find. Auf den europäischen Getreidemärkten folgte man aber der Aufwärtsbewegung nicht, weil viele Vorräthe noch da sein sollen. Die Tendenz des Getreidemarktes ist aber doch eine recht feste, zum Theil kleine Preiserhöhungen erzielend, gewesen. In Berlin und Leipzig wurde gekauft: Weizen per 20 Centner zu 133 bis 146 Mk., Roggen zu 116 bis 122 Mk., Gerste zu 108 bis 165 Mk. und Hafer zu 114 bis 147 Mk.
m. Watzenborn Eteinberg, 4. Oktober. Bet der heutigen Gemeinderathswahl wurde wiedergewählt Jakob Sommer, Wirth, mit 42 Stimmen- neugewählt wurden Joh. Gg. B u r ck mit 52 Stimmen, Joh. Schäfer XI. mit 47 Stimmen, Joh. Eberh. Pitz mit 41 Stimmen.
A An« dem Vogelsberg, 4. October. Unter den Beeren- früchten waren außer den Heidelbeeren die Brombeeren am reichlichsten gediehen. Eimer und Körbe voll wurden aus den Wäldern geholt, drinnen die Bromberranken sich von ihrer schweren Last zur Erde beugten. Noch jetzt findet man Brombeeren trotz der vorgerückten Jahreszeit. Seit die Beerenweinbereitung immer weitere Ausdehnung gefunden, hat man auch aus den Brombeeren einen recht guten Wein zu bereiten gewußt. Mehr aber als zu Wein werden die Brombeeren zu Gelee verwandt. — Die Vogelbeere ist ebenfalls gut gerathen. Ihre korallenfarbenen Früchte sind eine Zierde deS Herbstes. Schaarenweise haben sich die Staare eingefunden, um auf den Vogelbeerbäumen neben der Misteldrossel (KrammetSvogel) gute Tafel zu halten.
Alzey, 3. October. Der Neubau der landwirth- schaftlichen Winterschule ist in der Hauptsache fertig- gestellt- eS ist ein Prachtbau, eine wirkliche Zierde unsrer Stadt. Die feierliche Einweihung findet am 4. November statt, womit entsprechende Festlichkeiten verknüpft sein werden, auch, wie mau hört, eine Ausstellung landwirthschafilicher Producte. Darmst. Ztg.
Mainz, 3. October. Ein vierjähriges Mädchen fand hier gestern Abend in einem mit kochendem Waffer gefüllten Waschtopse seinen Tod. ES hieß, daS arme Kind sei in den Topf gefallen. Heute wurde die 21jährige Stiefmutter deS Kindes unter dem dringenden Verdacht des KindSmordeS verhaftet und mußte auf dem Friedhöfe der gerichtlichen Leichenschau beiwohnen.
A Mainz, 4. October. Die bei der diesmaligen Steuerfestsetzung zum ersten Mal in Hessen zur Anwendung gekommene Selbsteinschätzung hat in Rheinheffen, dem Vernehmen nach, theilweise ein sehr überraschendes Resultat zu Tage gefördert. Ueberraschend in doppelter Hinsicht, indem verschiedentliche Beträge von Einkommen zur Declaration kamen, die bezüglich ihrer Höhe weder mit der seitherigen Einschätzung noch mit der äußeren Lebensweise deS betreffenden Steuerdeclaranten in keinerlei Verhältniß stehen. Insbesondere wird uns mitgetheilt, daß mehrere Großindu- strierlle der diesseitigen Provinz, und sogenannte kleine Rentiers Summen von Einkommen angegeben, die Niemand in solcher Höhe bei ihnen vermulhen konnte. Die gegentheilige Wahrnehmung hat man bei vielen Kaufleuten und mittleren Fabrikanten und Geschäftsleuten gemacht, die ihre Einkommen durchgängig merklich geringer angegeben, als sie früher eingeschätzt waren. Ein Bild über das Gesammtresultat der Selbsteinschätzung wird mau sich sobald noch nicht machen können, indem die Bewältigung des den Steuerbehörden in Bergeshöhe vorliegenden Materials noch eine geraume Zett in Anspruch nehmen wird, zumal die Declarationen wegen
formellen Unrichtigkeiten vielfach an die Declaranten zurück- gehen mußten.
A AaS Rheinhessen, 4. October. In Hecht-Heim wüthete gestern ein großes Schadenfeuer. Dasselbe vernichtete in kurzer Zeit drei Häuser, mehrere gefüllte Scheunen, Ställe rc.
• Erefeld, 4. October. Bier Vermummte überfielen gestern Abend eine Arbeiterfrau in ihrer Wohnung, mißhandelten sie und beraubten daS HauS, daS sie hierauf in Brand steckten. Die Frau und die Kinder konnten sich retten.
* Nürnberg, 4. October. Unter starkem Andrange verhandelte heute die Strafkammer über den großen PostdLebst ah l vom 23. Januar. Der damalige Postpacketbote Zeh wurde der Thäterschaft schuldig befunden, und zu 11 Jahren Zuchthaus, sowie zu zehnjährigem Ehrverlust verurtheilt. Zeh'S Ei-efiau wurde freigesprochen. Fünf der Hehlerei und Begünstigung Mitangeklagte erhielten Gefängnißftrafen von 5 Jahren diS herab zu 6 Monaten.
• Metz, 4. October. Ein orc an artiger Sturm hat heute an der Cathedrale einen ansehnlichen Schaden an- gerichtet. Die Kupferbedachung deS südöstlichen LängSschffeS wurde losgeriffen und übereinander gerollt. Die Sculpturen find beschädigt und auf daS Pflaster geschleudert worden. DaS Unwetter dauert an.
• Eine seltene Leistung hat, wie auS Corbetha grschrieben wird, das Hündchen deS Fleischermeisters Jahr von dort vollbracht. Dasselbe, ein kleiner Foxterrier, folgte seinem Herrn nach Weißenfels, und zwar vom Bahnhof Corbetha auS neben dem Zuge herlaufend und begrüßte seinen Herrn in Weißenfels mit freudigem Gebell. Der Hund, welcher schon ähnliche Leistungen vollbracht hat, legte also die etwa 10 km lange Strecke in derselben Zeit wie der Zug zurück.
* Englische Rücksichtslosigkeit. Ein Kater an der table d’höte eines vornehmen Hotels, das ist die neueste Ueber- raschung, die uns eine auf dem Continent reisende Engländerin bereitet. In einem der internationalen Modebäder haben eS die Gäste schaudernd erlebt und nach vergeblichen Protesten durch zornige Blicke über fich ergehen laffen. Als Augenzeuge hat dies der Maler E. Rosenstand in der „Modernen Kunst" im Bilde fixirt und als Beispiel englischer Rücksichtnahme auf die Empfindungen Andrer der Nachwelt überliefert. Die Miß, die ihren schnurrenden Liebling, deffen Feiertoilette durch ein rotheS Halsbändchen angedeutet wird, eingesührt, hat „fich mit dem ganzen Stolze Englands gegürtet" im Bewußtsein der tadellosen Haltung, die selbst einen englischen Kater als Gentleman kennzeichnet.
* Immer dieselbe. „Die Frau Hofräthin war eben da und hat sich nach Deinem Befinden erkundigt- fie schien sehr betrübt darüber, daß Du so leidend bist." — „Ach, August, diese Schmerzen — WaS hat sie denn angehabt?"
* Moralische Entrüstung. Studiosus Süffle (begegnet einem taumelnden Philister): „Ekelhaft, so ein Rausch — bei einem Andern."
* Trumpf. Schwester: „Mein Zukünftiger muß hübsch, reich, getst- und gemüthvoll sein- dabei bleib ich stehen!" — Bruder: „Nein — sitzen!"
* Der Hofpoet. Ein poetisch veranlagter Hofbeamter hat zum Geburt-tag deS Fürsten ein Gedicht verfaßt. „Durchlaucht verzeihen gütigst", sagt er bei Ueberreichung deS PoemS, „daß ich mir erlaubt habe, Euer Durchlaucht in dem Gedicht mit dem bloßen Vornamen anzureden, weil Durchlaucht durch die Weglaffung aller Titel Allergnödigst geruhten, fich bester zu reimen!"
* Seltenes Jagdglück. Junge Hausfrau (zu einer Freundin): „Denke Dir nur das Glück! Schießt da mein Mann einen Hasen, der schon gespickt war!"
* Auf der Bicinalbahn. Pastagier: „Herr Conducteur, warum fahren wir denn heute gar so langsam?" — Con- ducteur: „Ja, daran find die vielen Paffagiere schuld. Auf der nächsten Station aber steigt schon einer auS — dann gehtS schon rascher!"
Citerotur rrnd ÜMttfL
— Dr. Otto» Universal - Hau» - Lexik»« (Verlag von O. Hemfler, Berlin C. 22) ist nunmehr bis zum 11. Hefte fertig- gestellt. Der Inhalt desselben ist ebenso reichhaltig wie jener der früher erschienenen Hefte und nennen wir auS diesem folgende Artikel: Glanzentsernung, Glanzfirntß, Glanzwichse, GlaS zu schneiden, Glasmalerei, Glücksspiel, Glückwünsche, Glühwachs, Glühwein, Gold- und Silbersachen zu reinigen, Goldrahmen zu renovtren, Goldfirniß, Goldfische, Goldlack, Gotteslästerung, Graphologie, GrirSpuddtng, Grippe, Grog, Grünfärben, Grünkohl, Grünkorn, GrünwachS, Grünzeugfütterung, Grüßen, Grütze, Gutrlanden, Gullasch, Gummtarabtcum, Gummtbaum, Gummischuhe, Gurke, Haarpflege, Haarwuchsmittel, Haarfärbemittel, Haarsalbe, Haaröl, Haai pomade, Haarsoblen, Hackbraten, Hämorrhoiden, Hänfling, Hängematte, Hafertrank, Hagebutten, Halsentzündung, Hammelkeule, Handpflege, Handschuhe u. f. w. u. s. w. Die Anschaffung diese- überaus nützlichen Werte- können wir jeder Familie angrlegentltchst empfehlen, weil dasselbe einen bleibenden Werth hat und in allen Dingen erprobte Rathschläge ertheilt. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen.
Technische Fortschritte.
— Nutzholz «nverbrennbar zu mache». Für Nutzholz, zumal für soicveS, welches iu Schiff-- und Häuferbauten, Brücken ufw. verwandt wird, wäre eS offenbar sehr wünschenSwerth, wenn e- wie Stetnmaterial unoerbrennbar wäre. ES scheint nunmehr al- sicher zu gelten, daß daS Holz unentzündlich und unoerbrennbar gemacht werden kann, denn eS wurden in dieser Beziebung in den Vereinigten Staaten sehr erfolgreiche Versuche und Erfahrungen gemacht Ueber da- Ergebe.iß von mehrmonatltchrn Versuchen, welche im -Jiadi) Jlarb zu Boston ausgesührt wurden, wird Folgendes berichtet: Der Holzsast wird im Vacuum in großen Etsenbehältern ausgezogen und hierauf die Poren d«S Holzmatertal- unter hohem Drucke mit seiner chemischen Zusammensetzung von Borax, Borsäure, Quecksilber- und Ammontum-Sulphat getülll und hierau» mit einer Gelatine bestrichen, um die ErrloreScenz der Porenausfüllung zu verhindern. DaS so behandelte Holz kann der Flamme ausgesetzt
werden, ohne Feuer zu sangen. — Tie Holzfaser und die Färbung derselben bleiben unverändert. — ES scheint, daß auf solche Weis« pläparirteS Holz bei Sch-ffSbauten für jene Theile verwendet wird, welche nicht der Gefahr der dtrecten Beschießung au-gesetzt sind. Bei der gewaltigen Hitze, die eine sehr große FeuerSbrunft erzeugt, dürste natürlich die Widerstandsfähigkeit d«4 feuersicheren Holzetz auch nicht bestehen, denn bet großen Bränden, wie z. B in Brotterode, sind ja schon feuersichere, eiserne Geldschränke geschmolzen.
- Eine gewaltige Umwälzung von bedeutender Trngweila steht dem gesammren Bauwesen bevor. Ein neuetz chcmifchrs^Präparat, genannt „Vttrysit", ist kürzlich erfunden worden, das im Stande sein soll, alle werthloscn Stoffe, wie Staub, z r» stoßene Steine, Steinsplttter, Holzstückchcn und dergleichen mehr in einen Cement zu verwandeln, der, waS Härte, Dauerhaftigkeit v. s. o. anbetrifft, die Eoncurrenz mit jedem schon bestehenden 6raum auf, nehmen kann und außerdem den großen Vorzug außerordentlicher Billigkeit und leichter Herstellung besitzt. Der Bauschutt wird, wir daS Patent- und technische Büreau von Richard rüder- in Görlitz, vertreten durch F W- Graupenstein, Leipzig, Packhofftraße 11 13, mtttheilt, zerkleinert und in «in zu dem Verfahren geeignete- Gefäß gebracht. Das chemische Präparat wird dann zugegoffen und schon nach kürzester Zeit soll fich die Mischung, wie behauptet wird, t» eine harte Substanz verwandeln. Dieser neue billige und doch vorzügliche Eement dürste überall daS größte Aussehen erregen.
Eingesandt.
Gießen, 5. Cdoba 1895
Bei der nunmehr zu Ende gegangenen und in großmtiger und vorzüglicher Art verlaufenen landwtrth'chaftlichen Ausstellung hat sich wiederum ergeben, daß eS nicht allein wünschenSwerth, sondern sogar erforderlich sei, wenn aus die vergrätze*««- tze» O-wald-garien Bedacht genommen wird Man hat voriges Jahr schon gegen Errichtung deS GeräthrschuppenS von anderer Seite geschrieben, jedoch ohne Erfolg.
Wir möchten, angesichts der noch nicht bebauten Dreisp'tz zwischen Steinstraße und Nordanlage, vorschlagen, daß dieser Platz überhaupt nicht bebaut würde, da derselbe für die beiden letzten großen Feste ganz unentbehrlich gewesen ist. Ein so grc ßes Eapiial wird der Platz nicht repräsentiren, um wegen dem Ztusenverluft einen Platz sich entgehen zu lasten, der e- ermöglicht, derartige Feste noch immer unmittelbar an der Stadt abhalten zu können. All« Feste, welche in O-wald-garten rc. abgebalten werden, kann man finanziell al- gelurgen prognosttctren, während auf dem Trieb oder sonstwo solche- sehr fraglich ist, abgesehen davon, daß der Trieb wohl kaum wochenlang hergegeben werden kann.
Wir richten de-halb an die Stadtverordnetenversammlung die Bitte, diesen Vorschlag in Berathung zu ziehen, nicht zweifelnd, daß unserem Vorschläge Gehör geschenkt wird.
Brodpreise
vom 6. October bi- 20. October 1895.
Der hiesige«, Bäcker.
1 Kg. (2 Pfb.) Tafelbrod......25 W
2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod......50 ,
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod......23 ,
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod......46 ,
1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot)......21 .
Roggen-Schwarzbrod bet Ernst Muth 20 r
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot»......42 ,
Roggen-Schwarzbrod bei Ernst Muth u. W. Amend 40 „
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod......63 ,
Der a«»w»r1i-en Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei W. Weitzel von Lang-Gön, 21 % Aug. Deibel von Wteseck 23 ,
2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod bet Gg.Ant. Heuser von Gr.-Liuden 38 , L Schmidt von Gr.-Linden 40 , W. Weitzel von Lana-Gön- 42 , Aug. Deibel v. Wteseck 46 v
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrodbet Gg.A.Heuser v.Gr.-Ltnden Joh. Kd. Velte v.Ktrch-Gön-, 36 Pfg. Lout- Schmidt v.Gr.-Ltnden, W. Weitzel o. Lang-Gön-
F. Schön o. Rutter-Hausen, 38 Pfg.
W.Steinmaller o. Lang-Gön- 40 ,,
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzbrod bet Balth. Christ Ww. v. Wteseck 63 »
Der vrodverkä«fer.
Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern.
Gießen, den 5. October 1895.
Grobherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: v. Bechtold, Regierungs-Astestor.
Wwijiiß <ms den Stan&extmtoeegifta*
>n cum
September: 8. Johanne- Ketl, Kutscher dahier, mit Marie Hamel von Vadenrod. 28. Ludwig Größer, Barbier zu Großen-Llnden, mit Christine Weigand daselbst. October: 1. Georg Strack, Schneider dahier, mit Katharine Marwald zu Laudach. 1. Jacob Keßler, Marmorarbetter zu Gießen, mit Anna Elisabeth Johanna Henriette Müller zu Vilbel. 2. Peter AdamS, Oberkellner zu Frankfurt a. M-, mit Augusta Therefia Maria Emma Linderer zu Frankfurt a. M 2. Reinhard Johann Wilhelm Ferdinand Koch, DivtfionS-Auditeur zu Bromberg, mit Helene Altne Gerbode zu Gießen. 2. Johann Karl Brasch, Schuhmacher dahier, mit Elisabeth Born zu Homberg a. d. Ohm. 3. Andreas Kolb, Schtrmmacher dahier, mit Ottllte Henriette Emilie Karoltne Elisabeth Flick zu Sprendlingen bei Offenbach. 4. Josef Stein, Metzger dahier, mit Dorothea Jakobine Auguste Elise Conradine Wehrmann zu Biedenkopf.
September: 28. HanS Karl BogumU Gotthold Kober stein, Kunstmaler zu Berlin, mit Josephina Wilhelmina Gisela Rieget Hierselbst.
Gabore»-.
September: 23. Dem Secondelieutenant Franz de Ratnville ein Sohn, Joachim Cäsar Victor Ludwig Emil Udo. 27. Dem Kaufmann Fritz Nowack ein Sohn. 27. Dem Former Friedrich August Schmidt eine Tochter. 28. Dem Schlaffer Heinrich Pfeuster ein Sohn. 29. Dem Taglöhner Adam Ohr ein Sohn. 29. Dem Weißbinder und Lacktrer Georg Wagner ein Sohn, Georg Richard. October: 1. Dem Kaufmann Saly Böhl ein Sohn, Juliutz.
Gesiorda««.
September: 28. Luise Karoltne Dorothea Mart« Patz, geb. Burckhardt, 47 Jahre alt, Wtttwe von Wetnhändler Gustav Patz. 28. JustuS Pausch, 42 Jahre alt, Schweizer von Günterod. 28. Katharine Wilhelmine Werner, 2 Jahre alt, Tochter von Straßen« kehrer Philipp Werner dahier. 29. Heinrich Wilhelm Stühler, 8 Wochen alt, Sohn von Lacktrer Heinrich Stühler dahier. 29. Heinrich Scholl, 44 Jahre alt, Knecht von Burg-Semüuden. October: 1. Johann Jacob Hüfner, 68 Jahre alt, Lehrer von Rod- 6dm v. d. Höhe. 1. Elisabeth Kimmel, geb. Deibel, 35 Jahre alt, Ehefrau von Schutzmann Ludwig Kimmel dahier.


