runtz des sächsisch en Wahlgesetze- gepflogen, deren Ziel angeblich die Beseitigung der socialdemokratischen Ab- geordneten auS dem sächsischen Landtage ist. An den vertraulichen Berathungeo nehmen die Conservativen, National- liberalen und Kammerfortschrittler Theil. Der Censu» soll erhöht und die geheime Wahl durch die offene Stimmabgabe ersetzt werden. Es war beabsichtigt, am nächsten Donnerstag diesbezügliche Pläne zu veröffentlichen. Die „Deutsche Wacht" erklärt, e- für ihre Pflicht zu halten, von diesen Plänen jetzt schon Kenntniß zu nehmen, um vom sächsischen Volke die Gefahr einer Verkümmerung seine- Wahlrecht- abzuwenden. Den Anlaß für diese Berathung bot eine an den Petition-au-schuß gelangte Petition in diesem Sinne auS Leipzig.
Straßburg t. S., 3. December. In Mutzig erfolgte heute Morgen um 7 Uhr auf der Drahtseilbahn ein Zusammenstoß, wobei drei Personen getödtet und eine verwundet wurden.
Wie», 3. December. Die „N. Fr. Pr." meldet auS Konstantinopel, daß sich die dortige Situation seit einigen Tagen gebeffert habe, ebenso sei auch in Armenien eine wesentliche Besserung eingetreten, da die Regierung überall die umfassendsten Maßregeln zur Aufrechterhaltung, bezw. Wiederherstellung der Ruhe getroffen habe. Angesicht- der ruhigen Lage habe die Frage der zweiten Stationsschiffe pcactisch nicht mehr die frühere Bedeutung. Jedenfalls seien die Verhandlungen darüber in ein ruhigere- Stadium getreten. Seit einigen Tagen haben auch keine Botschafter- Eonserenzen mehr stattgefunden.
Budapest, 3. December. Wegen einer Betrieb-- reductton traten die Provtnzialmühlen der Convention der Mühlen bet. Der Betrieb soll vom Beginn de- nächsten Jahre- ab um ein Drittel eingeschränkt werden.
Rom. 3. December. Baticanische Blätter besprechen ausführlich da- gestern stattgefuudene Couftstortum, bet welchem mehrere neue Cardtuäle in ihre Würde eingeführt wurden. Alle stimmen darin überein, daß die Gesundheit de- Papstes eine vorzügliche sei.
Nizza, 3. December. In Monte Carlo erschoß sich der Sohn de- italtentschen Präfecten wegen großer Spielverluste.
Nizza, 3. December. Wegen erlittener Spt elv erluste stürzte sich ein Ingenieur in das Meer und blieb sofort tobt.
Warschau, 3. December. Der Zar bewilligte anläßlich der Geburt der Großsürsttn Olga mehreren auSgewiesenen polnischen Familien eine Verlängerung des Aufenthalt- auf unbestimmte Dauer.
Der Krieg von 187OJ71,
geschildert durch Au-schnttte auS Zeitung--Nummern jener Zeit.
(Nachdruck verboten.)
5. December.
Durch eine neue Schlacht zwischen den beiden Hauptarmeen ist Orleans wieder in die Hände der Deutschen gefallen. ES muß ein heißer Kampf gewesen sein, denn die Stadt ist von den Franzosen nach der Einnahme stark befestigt und zur Bertheidigung eingerichtet worden. Mit dem Fall von Orleans müssen die Pariser auch auf die letzte leiseste Hoffnung auf Entsatz verzichten. Der Bischof von Orleans, Dupauloup, hatte den Franzosen verheißen, daß er Wunder thun werde wider die Deutschen, wie einst wider AtttllaS Hunnenhorden.
Allen Zeitungen wird eS immer unbegreiflicher, warum Pari- nicht bombardirt wird, da- deutsche Hauptquartier wird von ihnen förmlich bombardirt.- Auch aus allen Feldpostbriefen klingt die Frage heraus: Warum wird nicht bombardirt?
Delbrück erklärte im Reichstage, Prinz Luitpold von Bayern habe gestern ein Schreiben dcS König- von Bayern überbracht. Der Inhalt desselben ist: „Ich habe mich an die deutschen Fürsten mit dem Vorschlag gewendet, bei Eurer Majestät gemeinschaftlich mit mir in Anregung zu bringen, daß die Ausübung der Präfidialrechte des Bunde- mit der Führung deö Titels „Deut scher Kais er" verbunden werde." Die Fürsten, welche in Versailles sich befinden, gaben ihre Zustimmung, die der übrigen, sowie die der freien Städte bleibt zu erwarten.
Eine der ergreifendsten Episoden ist der Tod der beiden jungen Grasen v. Taube, der Söhne de- Minister- de» Aeußeren in Württemberg, an dem für die Württemberger so blutigen Tage des 30. November vor Paris. Die Jünglinge, die nebeneinander im Gliede standen, wurden au diesem Tage mit ihrer Truppenabtheilung zum Sturme auf eine Mauer befohlen. Da trifft in der Nähe derselben eine feindliche Kugel den ersten Bruder in den Unterleib. Er bricht zusammen. Als der neben ihm kämpfende Bruder sich über den Gefallenen beugt und von dessen Lippen die Worte entgegennimmt: „Ich bin verloren. Grüße die Eltern!" wird er selbst von einer Kugel in den Rücken getroffen und fällt augenblicklich tobt auf den Bruder. Dieser letztere lebte noch stundenlang, bi- er van den Kameraden aufgefunden wurde und mit dem nochmaligen Gruße an die Eltern das junge Leben aushauchte.
Schwurgericht.
W. Gieße», den 3. December 1895.
Verhandlung gegen Adam Schleich wegen Meineid.
Die weitere Zengeuvernchmung, bei weicher die Anklagebehörde auf mehrere Zeugen Verzicht leistete, u. A. auch auf den wegen Ungebühr in Hast genommenen Hauptbelaft« ungSzeugen Johannes Hahn UL, brachte nicht- Neue- mehr zu Tage. Sämmtliche Nachbarn bekunden, daß Hahn am fraglichen Abend auf der Straße keinen Lärm gemacht habe. Durch die Vernehmung dc- GeuSdarmen Hau- von Londorf und durch Verlesung der bei verschiedenen Acten befindlichen Anzeigen wird z«r Evidenz conftatirt, daß der Angeklagte
gewerbsmäßig Anzeigen versaßt, deren Inhalt sich nicht immer bewahrheitet haben. Nach Formulirung der an die Geschworenen gerichteten Schuldfragen begründet Herr Staatsanwalt Zimmermann die Anklage. Selten wohl liege der Fall so klar wie der vorliegende. Der Angeklagte sei überführt, am 20. August d. I. uod am 14. September vor dem Schöffengericht Homberg wissentlich mit seinem Eide die Unwahrheit bekräftigt zu haben, doch sei er der Meinung, daß e- sich in beiden Fällen um ein fortgesetzte- Delict, um nur ein Verbrechen handle. Sei dem aber so, so müsse dem Angeklagten die Milderung deS § 157 zu Gute kommen. Herr Justizrath Bai st überließ es bei der gehabten BewelS- aufnahme den Geschworenen, nach ihrem besten Wissen und Gewissen die Schuldfragen zu beantworten, und schloß sich im Uebrigeu den Ausführungen des Staatsanwalts an. Die Geschworenen bejahten durch ihren Obmann Herrn Adolph MathefiuS-Hirzenhain die an sie gerichteten beiden Hauptfragen, daß der Angeklagte am 20. August und 14. September vor dem Schöffengericht Homberg wiffentlich je einen falschen Eid geleistet habe. Ebenso wurde die dritte Frage, ob beide Handlungen eine fortgesetzte Handlung seien, bejaht. Auch die zu Gunsten des Angeklagten gestellte Hülfrftage, ob ihm der § 157 des R.-Str.-G. zu Gute komme, wurde von den Geschworenen bejaht.
Herr StaatScmwalt Zimmermann beantragte hierauf, gegen Adam Schleich auf 3 Jahre Zuchthaus und 5 Jahre Ehrverlust zu erkennen. Herr Justizrath Baist platdirte für ein milderes Urtheil. Der Gerichtshof verurtheilte den An- geklagten zu 21/, Jahren Zuchthaus, und sprach den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren gegen ihn aus. Die Höhe der Strafe wurde damit motb virt, daß Niedertracht, Bosheit und Rachsucht die Beweggründe gewesen seien, die das schwere Verbrechen beim Angeklagten gezeitigt hat.
"W. Gießen, den 4. December 1895.
Herr LandgerichtSrath Dr. Schäfer eröffnet um 9 Uhr die Sitzung. Nach AuSloosung der Geschworenen wird in die Verhandlung gegen den Bäckergehilfen und Landwirth Joseph Filz auS Assenheim wegen Verbrechens der versuchten Brandstiftung (§ 306 pos. 2 und 3 des R. Str. G.) ein» getreten. Die Großh. Staatsbehörde wird von Herrn Staatsanwalt Koch vertreten, die Bertheidigung führt Herr Rechts- anwalt Dr. Gutfleisch. Einige 20 Zeugen find zu ver- nehmen. Als Sachverständiger ist Herr Dr. med. Kratz, 3. Arzt von der Irrenanstalt Heppenheim, zur Stelle. — Diese Sache sollte am 10. Juni d. I. schon einmal vor den Geschworenen verhandelt werden, doch wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Au- letzung der Verhandlung beschlossen, um Filz auf seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen. — Der am 2. August 1868 zu Assenheim geborene Angeklagte ist vorbestraft und zwar einmal wegen Bedrohung und mehrere Male wegen Körperverletzung. Ihm wird zur Last gelegt, daß er im Januar oder Februar 1893 oder um diese Zeit die Hofraithe des Eberhard Walther zu Assenheim, worauf ein zum Wohnen von Menschen bestimmtes Gebäude sich befindet, vorsätzlich in Brand zu setzen versucht habe.
Auf der Walther'schen Hofraithe befindet sich ein Schweinestall, welcher dicht an ein bewohnte- Gebäude grenzt, lieber der Stallthür befindet sich etne größere Oeffnung zur eventuellen Lüftung deS Raumes, welche im Winter zum Schutz gegen die Kälte mit Stroh au-gefüllt war. Diese- Stroh soll der Angeklagte in Brand gesetzt Haden, indem er ein Lichtftümpfchcn brennend, eingeklemmt in eine Schwedenholzschachtel, in demselben niedergelegt hat. Filz bestreitet ganz entschieden, die That begangen zu haben und beschuldigt Heinrich Schmidt von Assenheim dieser That, dieser Schmidt war als Hauptbelastungszeuge in dieser Sache geladen, ist aber inzwischen nach Amerika auSgewandert. Der als Zeuge vernommene Bäcker Carl Meyer von Assenheim bekundet, daß er am fraglichen Abend ungefähr zwei Minuten den Schein des Feuer- gesehen habe, er sei der Hofraithe näher getreten und habe Heinrich Schmidt getroffen, der ihm gesagt habe, eben sei Filz weg, dieser sei der Thäter. Schmidt sei allerdings erregt gewesen und sei gleich fortgegangen. Der Zeuge hat noch wahrgenommen, daß die glimmenden Strohhalme am Erdboden gelegen und hat sich dann sortgemacht, um dem Wächter Bescheid zu sagen. — Eberhard Walther von Affenceim erklärt, von dem ganzen Vorkommen keine Idee gehabt zu haben. Erst der Staatsanwalt, welcher nach Assenheim kam, um die Unter- suchung zu führen, hat den Zeugen auf die durch den Brand geschwärzte Stelle am Stalle aufmerksam gemacht. Walther erzählt, daß die Familien Filz und Walther in bitterer Fehde leben, die Ursache war zuerst NahruugSneid seitens deS VaterS deS Angeklagten, zu dem noch häßliche Straspcozesse kamen. Der Angeklagte hat den Zeugen öfter gedroht und beschimpft. Bei der Vernehmung dieses Zeugen springt der Angeklagte mehrere Male auf und ruft mit lautet Stimme, der Zeuge schwöre einen Meineid. Der Zeuge Walther bekundet u. A., daß der Angeklagte ihm gedroht habe, den Schweinestall behalte er doch nicht, den habe er gestohlen. Ferner sei er jenem im Felde begegnet und da habe ihm dieser in der Weise gesagt: „Guten Tag, Brandstisier". Immer haben die Brüder Fiz gestichelt, ihn auch ein Mal vor Jahren wegen Brandstiftung angezeigt, so daß er 11 Tage deshalb in Untersuchung gesessen. — Der Zeuge Karl Walther von Assenheim, der Sohn des vorher vernommenen Zeugen, hat die Anzeige gegen Filz erstattet. Heinrich Schmidt, der nach Amerika auSgewandert, habe ihm auf Befragen mit- getheilt, der Angeklagte habe sich ihm gegenüber der Brandstiftung gerühmt. Bei Anwesenheit deS Gericht- zur Augenscheineinnahme war der Zeuge zugegen, der Balken fei an- geschwärzt. (Fortsetzung folgt.)
C*c*U* pMvhjfetta.
Gieße«, bat 4. December
• * ernennt wurden am 26. November 1895 der Heizer bei den Oberhessischen Eisenbahnen Jacob Rau zum Locomotivführer bei diesen Bahnen und der HUfSheizer bei den Oberhesfischeu Eisenbahnen Conrad Pfeiffer au- Gießen zum Heizer bei diesen Bahnen, beide mit Wirkung vom 1. December l. I. an.
• • Die nächste Seometerprüfung wird am 2. März 1896 beginnen. Diejenigen Candidate n, welche sich dieser Prüfung unterziehen wollen, haben sich, falls ihre Gesuche um Zulassung zur Prüfung Berücksichtigung finden sollen, spätestens bis zum 20. Januar 1896 schriftlich bei Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Steuerweseo, unter Verwendung deS vorgeschriebenen Stempel- zu melden.
Concertverei». Von unserem Musikreferenten geht unS folgende Zuschrift zu: „Der Einsender der Entgegnung auf meinen letzten Concertbericht thut ja, alS hätte ich Herrn Felix Dreyschock ein himmelschreiende- Unrecht gethan. Wenn ich denselben in meiner Besprechung als einen der hervorragendsten Vertreter seine- Fache- bezeichnete, so ist ihm nach meiner Meinung volle Gerechtigkeit geworden. Bezüglich der spanischen Rhapsodie von LiSzt beruht mein Urtheil auf der persönlichen Erfahrung, daß ich dieselbe von Künstlern allerersten Range- schon wirkungsvoller habe vortragen hören."
• • Neue» Theater. AuS Marburg wird un- berichtet „Das Interesse für die Aufführung von Klein Eyols von Ibsen ist in Marburg ein so außergewöhnlich große-, daß schon jetzt der große MuseumSsaal nahezu auSverkaust. Auch hier dürfte diese- hochintereflante Stück ganz außerordentlich interesfiren, und eS empfiehlt sich jedenfalls frühzeitige Sicherung der Billets zu diesem Abend.
• • Freifinniger Verein für den ersten hessische» Wahlkreis Die vom Freisinnigen Verein gestern Abend im „Restaurant Feidel" abgehaltene Monat-versammlung war sehr stark) auch von Nichtmitgliedern, besucht. Herr Bankdirector F. Thorw art-Frankfurt hielt einen D/,stündigen Vortrag über die Gold- ober Doppelwährung, welcher trotz der Vorführung der Sach: entsprechenden Zahlenmaterials das volle Jntereffe und zum Schluß den Betfall der Versammlung fand. Der Vorsttzende, Herr Rechtsanwalt Metz, theilte hierauf mit, daß am 15. d. M. der Provinzialverband der Freisinnigen Bolkspartei für Oberheffen einen Parteitag abhalten werde. Der Vorstand de- Verbandes labet Vormittags nach „Steins Saalbau" zu einer Ver- trauenSmänner-Berfammlung ein, woran sich ein Mittagsmahl anschließen wird. Nachmittag- 4 Uhr findet ebn. daselbst eine Volksversammlung statt, in welcher Reichstags- abgeordneter Weiß-Nürnberg sprechen wird. Der Zutritt zu dieser Versammlung steht Jedermann frei.
Zur Erleichterung bei Weihnacht« Verkehr- ist, wie die „Bert. Corresp." meldet, im Staatsbahnverkehr und im direkten Verkehr mit anderen die gleiche Bestimmung annehmenden Bahnen die Geltungsdauer der am 23. December d. I. und den folgenden Tagen gelösten gewöhnlichen Rückfahrkarten von sonst kürzerer Geltungsdauer bis zum 2. Januar k. I. einschließlich zu verlängern. Die Rückfahrt muß zur Wahrung der Frist nach der aflßemfinen Regel der Staatsbahnen am 2. Januar k. I. angetreten fein. Die EisenbahndtrectionSprästdenten in ihrer Eigenschaft al- königliche Etsenbahncommiffare find ermächtigt, den Verwaltungen der ihnen unterstellten Privatbahnen die Einführung, ter gleichen Verkehrserleichterung zu gewähren.
** Für Eifeubahureiseabe. Reisende, die ohne giltige Fahrkarte betroffen sind, werden gemäß § 21 der VerkchrS- ordnung in eine sofort zu entrichtende Geldstrafe von 6 Mk. genommen. Diese Strafe trifft sowohl solche Fahrgäste-, die unehrlicher Weise die Fahrt ohne Fahrkarte angetreten haben, alö auch solche, welche die gelöste Fahrkarte während der Fahrt verloren haben. Jedoch gibt eS eine Möglichkeit für solche Reisende, denen die Fahrkarte abhanden gekommen ist, der bezeichneten Strafe zu entgehen, indem nämlid) die Angabe der Nummer, welche die verlorene Fahrkarte getragen hat^ genügt, um von der Strafe zu befreien. Allerdings bleibt immer noch die Nothwendigkei: bestehen, eine neue Fahrkarte für die abgefahrene Strecke nachznlösen. Da von den wenigsten Fahrgästen auf die Nummer der Karte geachtet wird und dieser Umstand häufig genug von wesentlicher Bedeutung werden kann, so verdient derselbe im weitesten Kreise Beachtung.
** Reisende, welche gegen ihren Willen übet bei Ziel hinauSsahren, werden kostenlos zuiückoefördert. Eine auf einer Reise begriffene junge Dame war, an ihrem Bestimmungsorte angelangt, bei dem kurzen Aufenthalte daselbst nicht im Stande, die Coupeethür zu öffnen, und mußte daher wohl ober übel di- zur nächsten, entfernt liegenden Station weiterfahren und sich dann dort zur Rückfahrt ein neues Billct lösen. Auf dieserhalb eingelegte Beschwerde ist jetzt, wie der „Berl. Localanz." mittheilt, von der Eisenbahn- Direction der Bescheid ergangen, daß die betreffeabe StationS- kaffe angewiesen sei, den Betrag für die fragliche Fahr, karte zurückzuerstatten.
Darmstadt, 2. December. In einer hiesigen Brauerei wurde am SamSlag in dem Abort ein ganzes Bündel von Briefen, Wahlvorschläge und Zette! enthaltend, aufgefunden. Dieselben waren, den „N. H. B." zufolge, einer der hiesigen Privat - Postanstalten übergeben worden, der betreffende Briefausträger hatte es aber offenbar vorgezogen , die Briefe kurzer Hand in den Abort zu werfen, anstatt dieselben an die Adressaten zu befördern. Da die Röhre durch den Pack verstopft war, wurde die Sache rasch entdeckt.
Darmstabt, 1. December. Bei Gelegenheit de» Geburt-, tage» de- Großherzogs und der Großherzogin würbe dem hohen Paare, wie dem „Han. Anz." derichret wirb, eine sehr finnige Gratulation durch die Kinder au- der Krippe


