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Dienstag den '5. November
Erstes Blatt
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Deutsche» Reich.
Berlin, 2. November. Das StaatSmini st ertum trat unter dem Vorsitz des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe heute Nachmittag zu einer Sitzung zusammen.
Berlin, 2. November. Der „RetchSanzetger" meldet: Das für die Communalbesteuerung pro 1895/96 in Betracht kommende Reineinkommen der gesammten preußischen Staats- und für Rechnung des Staates verwalteten Eisenbahnen ist auf den Betrag von 147 017006 Ml. festgesetzt.
Verls», 2 November. Bei der heutigen Vormittag-' ziehung der Königlich Preußischen Klasienlotterie fiel der Hauptgewinn von 5OOOOO Mark auf Nr. 14842, außerdem 150000 Mark auf Nr. 147 047.
Dortmund, 2. November. Während die CentrumSpartei im Wahlkreise Dortmund Wahlenthaltung proclamirt, tritt laut Beschluß der Bund der Landwtrthe in der Stichwahl zwischen dem Nationalliberaien Möller und dem Socialdemokraten Lütgenau für ersteren ein.
Brellan, 2. November. Der „Breslauer Generalanzeiger" meldet: Heute Nachmittag um 3 Uhr fand in dem ungefähr y4 Stunde von hier gelegenen Dorfe Oeckelwitz eine Ex- plosiou in der dortigen einem Herrn Fiedler gehörigen Pulverfabrik statt. Die Wirkung war furchtbar. Das Gebäude wurde vollständig zerstört und gerteth ih Brand. Aach die Nedenhäuser find in Mitleidenschaft gezogen. Vier Personen wurden schwer verletzt und zwar eine Frau, ein Mädchen und zwei Knaben. Der eine der Letzteren, der vierjährige Sohn bei Besitzers der Fabrik, erlag bereits seinen Verletzungen. Als die hiesige Feuerwehr auf der Brandstätte erschien, erfolgten noch wertere drei Detonationen. Die RettuugSarbeiten müssen unter Beobachtung der größten Vorsicht vorgeuommen werden. Die Ursache der Katastrophe konnte noch nicht festgestellt werden.
Leipzig, 2. November. Dem Bibliographischen Institut in Leipzig ist auf der Pariser Lithographischen Ausstellung da- dipldme d’honneur, die höchste Auszeichnung, die noch vor der goldenen Medaille rangirt, zuerkannt worden. Da die Firma Trow'tzsch & Sohn in Frankfurt a. O. die goldene Medaille bekommen hat, find also zwei deutsche Firmen für litbographische Leistungen in Parts prämiirt.
Straßburg i. S., 2. November. Heute ist die amtliche Bekanntmachung der Ernennung de- Oberstaatsanwalts Rasstga in Colmar zum UnterstaatSsecretär der Justiz im Ministerium für Elsaß Lothringen alS Nachfolger des tu den Ruhestand getretenen UnterstaatSsecretär- Dr. Hoseus ersolat.
Ausland.
Elltschau, 2. November. DaS Befinden deS Grafen Taaffe ift im Wesentlichen unverändert.
Sitzet, 2. Norember. Die Ueberschwemwung hält trotz der kalten Witterung an. Um einen Durchbruch des Staats« bahndammes zu verhüten, der unbeschreibliche Verwüstungen anrichten würde, arbeiten an demselben Landwehrleute Tag und Nacht.
Rom, 2. November. Die vaticanische Presse bespricht des Haltung deS Papstes in der armenischen Frage und sagt, der Papst habe durch seinen Einfluß beim Sultan sehr viel zur Annahme der Vorschläge der Mächte beigetragen. DaS Amt eines Schiedsrichters hat der Papst abgelehnt.
Rom, 2. November. DaS gestrige Erdbeben hat doch größeren Schaden angerichtet, als ursprünglich angenommen wurde. Die Sternwarte und der Uhrthurm im Collegium Romano zeigen große Risse. Die Erschütterung, welche wellensörmig war, wurde auf den Hügeln der Stadt stärker als im Thale verspürt.
Pari-, 2. November. Heute begann vor der 8. Strafkammer bei verschlossenen Thüren die Verhandlung gegen die Schwarz'schen Eheleute wegen Spionage.
Parts, 2. November. Eine Versammlung des neuen Ministeriums Bourgois, welche gestern beim Ministerpräsidenten ftattsand, hat sich im Princip über das Programm geeinigt, welche- der Kammer vorgelegt werden soll. Die Regierung nimmt da- vom Budget Ausschuß der Kammer angenommene Budget ebenfalls an. Die Abgeordneten und jetzigen Minister Lcckcoy, Cavaignac und Doumer haben nämlich dem Au-schuß angehört. Ferner wird die Regierung den FriedenSvertrog mit Madagascar umändern und die Insel alS französische- Besitzthum und nicht als Protectsrat ansehen.
Madrid, 2. November. AuS Andalusien wird mit- getheilt, daß die .etzten Stürme dort große Verheerungen angerichtet haben. Der Eilenbahnbetrieb war einige Zeit voll« ständig gestört.
Newyork, 2. November. Die in Columbia tagende Ber- sassungS-Convention von SÜd-Karolina nahm mit 69 gegen 37 Stimmen ein Programm an, nach welchem nach Ablauf des Jahres 1898 alle für die Wahlen Stimm berechtigten lesen und schreiben können müssen. Die Stimmberechtigten müssen ferner ein Tigenthum von mindesten» 300 Dollar besitzen. Durch diesen Beschluß werden b eie Neger von dem Stimmrechte ausgeschlossen.
Washington, 2. November. Der japanische Ministerresident hat Cleveland ein Handschreiben deS Kaisers von Japan übermittelt, worin der Kaiser den Vereinigten Staaten für die Intervention im chinesisch-japanischen Kriege dankt.
Neueste Nachrichten.
Wolffs telegraphische- Correspondenz-Bureau.
Berlin, 3. November. In einer am Sonntag den 3. d. M. stattgehabten Versammlung der Interessenten« und GaranrtefondS-Zeichner für die Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 wurde durch eine mit allen gegen vier Stimmen angenommenen Resolution Protest gegen den Beschluß deS Ausschusses und der Gruppen «Vorstände betreffs der Nichtbeleuchtung der Ausstellung erhoben, indem darauf hingewiesen wurde, daß jener Beschluß eine Schädigung der Berliner Gewerbe und der Industrie repräsentire.
Potsdam, 3. November. Heute Vormittag ließen Seine Majestät der Kaiser dem Könige von Portugal die Kette zum königlichen Hausordeu von Hohenzollern überreichen.
Potsdam, 3. November. Der König von Portugal fuhr in Begleitung des Generals v. Keßler um IO1/* Uljr vom Neuen Palais nach der katholischen Kirche in Potsdam und wohnte dort dem Gottesdienste bei. Dem Gottesdienste wohnten ferner der Erbprinz und die Erbprinzesfin von Hohenzollern sowie Prinz Karl von Hohenzollern bei.
Königsberg i. Pr., 3. November. In der letzten Nacht wurde ein Poften, welcher an der Pioniercaserne vor dem Sackheimer Thor Wache hielt, von mehreren Personen, die gestern zur Controlversammlung erschienen waren, beschimpft. AlS nach ihm mit Steinen geworfen wurde, gab er Feuer, wobei ein Tumultant durch einen Schuß in die Brust ge- töbtet würbe, ein zweiter erhielt einen Streifschuß quer über ble Brust unb würbe schwer verletzt nach bem hiesigen Elisabeth Krankenhaus übergesührt.
Detmold, 3. November. Seine Königs. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen ist hier heute Nachmittag 3y,Uhr angekommen unb würbe vom Prinzen unb ber Prinzessin Aböls empfangen. Die Stabt hatte festlich geflaggt. Prinz Heinrich trug AbmiralSuniform, Prinz Abolf ble ber Bonner Husaren. Ihre König!. Hoheit bte Prinzessin Heinrich trifft am Dienstag ein.
Paris, 3. November. DaS „Journal officiell" veröffentlicht bte Zufammenfetzung beß Cabin ets in ber bereits gemelbeten Weise. DaS Ministerium ber Colonien übernimmt interimistisch Mesureur.
Depeschen deS Bureau »Herold-.
Berlin, 3. November. Der „Vorwärts" bringt heute ein Facfimlle beS bekannten Stöcker'schen Briefes an Freiherrn v. Hammerstein.
Berlin, 3. November. Wie baS „Berliner Tageblatt" erfährt, ist ber hiesige türkische Botschafter vom Sultan nach Konstantinopel berufen worben.
München, 3. November. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" melben auS Berlin: In ben letzten Tagen hat eine Gesammtfitzung beS preußischen Staat 8- Ministeriums unter bem Vorsitz bes Reichskanzler- Fürsten Hohenlohe stattgefunben. In dieser Sitzung würbe die als entschieben nothwenbig erachtete Aenberung beS preußischen Militär-Strafverfahrens besprochen. Der Reichskanzler sprach Warm für uneingeschränkte Oeffentllchkeit des Verfahren- nach bayerischem Muster, ebenso fast alle übrigen Minister, darunter auch der Kriegsminister. Schließlich einigte man sich auf die Einführung einer beschränkten Oeffentlichkeit unb ber dies« bezügliche Entwurf wirb bemnächft dem Kaiser unterbreitet werden, der für feine Person durchaus gegen jede Aenberung beS bisherigen Verfahrens ist. Von ber kaiserlichen Ent« scheibung hierüber bürste baS Bleiben ober Ntchtbleiben bes Kriegsministers abhängen.
Pari-, 3. November. Die Zeitung „La Poste" theilt mit, Cavaignac habe vor Uebernahme bes Portefeuille beS Kriege- die Bedingung gestellt, baß der Finanzminister sofort den Director Chrtstophle vom Credit Foncier seines Amte- entsetze unb ber Justizminister die gerichtliche Verfolgung gegen einen Senator unb Vorfitzenben deS General« ratheS einletten lasse.
Fiume, 3. November. Gestern brach auf bem großen englischen Dampfer „Narva" Feuer auS, welches einen großen Theil ber Labung vernichtete. Erft am Abenb gelang eß, ben Branb zu löschen.
WB. Nevyork, 4. November. Dem „Worlb" zufolge ließ ber Richter von Texacapa in Mtxlco 10 Personen alS Ketzer inS Geiängniß schleppen unb lebendig verbrennen, göttlichen Befehl vorgebend. Die Bevölkerung duldete die- in religiöser Manie, 20 Personen würben verhaftet
Der Krieg von 1870|71,
geschildert durch Ausschnitte au8 ZettungS - Nummern jener Zeit.
(Nachdruck Derbboten.)
5. November.
Bern, 4. November. Die Franzosen würben über Montbeliarb zurückgeschlagen. Massenhafte Flüchtlinge kommen an.
Versailles, 4. November. Die Festung Belfort ist nach mehreren kleinen siegreichen Gefechten seit dem 3. v. MtS. von diesseitigen Truppen cernlrt.
v. PobbielSki.
Gießen, den 4. November 1-V5
** Der 5 hessische Etädletag tagte heute hier im Hotel Einhorn unter Vorsitz bes Herrn Oberbürgermeister Gnaut h. Herr Provinzialbirector Freiherr v. (Sägern wohnte ben Verhandlungen, vor welchen Herr Oberbürgermeister Gnauth bte Erschienenen begrüßte, bet, beSgletchen ein großer Theil der Gießener Stadtverordneten. Wir werden eingehender über die Verhandlungen berichten.
* * Zu dem Concert deS Darmstädter Hoftheater, welche- heut.» Montag Abend im Clubsaal stattfindet, ist, um auf- getauchten JrrtdÜmern zu begegnen, der Preis für Sperrsitz nicht auf 3,50 Mk., wie beim Concertverein, sondern auf 2,50 Mk. festgesetzt.
• • Zum Andenken an die Kapitulation von Metz veranstaltete der hiesige Seteranen- Serein am SamStag Abend im Gießener Festsaal eine größere Feier, an welcher sich die Veteranen mit ihren Familien und geladene Gäste zahlreich beseitigten. Der von Herrn Petri gehaltenen Ansprache, die mit einem Hoch aus Se. Majestät den Kaiser schloß, folgten Musikoorträge unb iebenbe Silber in unter» Ijaltenber Abwechselung. Das 1. Bild stellte ein Bivouak vor Metz bar; in malerischer Gruppirung beschäftigen sich bte Soldaten mit Abkochen, Putzen, Brieflesen, Rauchen und — Ntcht-thun. — Im 2. Bilde würbe ein Gefecht vorgeführt, in welchem die deutschen Truppen bereit- stark in die feindlichen Stellungen etngedrungen find, denn mehrere gefangene Zuaven schauen finster und zähneknirschend den tapfer vordringenden Hessen nach. — Da- 3. Bild: „Kriegsgefangen" lehnt sich an das bekannte Gemälde „Wir Barbaren" an. Ein in Gefangenschaft abziehender Franzose nimmt rührenden Abschied von seiner Frau, während ein preußischer, zu der dabei stehenden Gefangenen « E-corte gehörender Soldat ben schreienden Sprößling bes Ehepaares in seinem Arme hält unb zu beruhigen versucht. — Das 4. Bilb stellt einen Verbanbplatz auf bem Schlachtfelde dar unb zeigt bie Thätigkeit von Aerzten, Lazarethgehülfen unb barmherzigen Schwestern. — Bilb 5: „Capitulation von Metz" stellt ben Augenblick bar, in bem bie entwaffnete Bazaine'sche Armee auß bem Bahnhofthor zu Metz heraustritt unb dort von den zum Transport in die Gefangenschaft befohlenen preußischen Truppen in Empfang genommen wirb. Währenb ber Darstellung bleie« Bildes zeigte sich nach Niederlaffen eineß zweiten Vorhangs ein Denkmal, oben die Siegesgöttin, neben ihr ein kämpfender, zu ihren Füßen ein sterbender Krieger; das Ganze ist umgeben von herrlichen, bte bentschen Stämme nebst Elsaß unb Lothringen verkörpernben Frauengestalten. Decoration unb Stellung ber Silber, soviel wir hören von bem Vorfitzenben bes Veteranenvereins, Herrn L. Petri herrührend, wirkten trefflich. — Herr Rechtsanwalt Dr. Fuhr brachte nach einer bte Sebeutung ber Tage von Metz behanbelnben Ansprache ein Hoch auf bte Veteranen aus. — Wir glauben, daß eine wiederholte Darstellung der Silber, vielleicht gegen ein mäßiges Eintritts- gelb, zum Seften des Kriegerdenkmals zahlreichen Besuche- sicher sein würbe.
* * Versuchter Diebstahl. Während de- gestrigen Abend- gottesbienstes tn ber Stabtkirche versuchte ein junger Bursche das auf einem Teller in ber Nähe be- Eingangs sich befindliche Collectegeld zu entwenden. Born Kirchendiener in


