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ein Credit für die Vervollkommnung der Lebelpatronen be« stimmt angekündigt.

Petersburg. 3. October. Der Flügeladjutant Moltke legte gestern am Sarkophag de- Czaren Alexander III. im Auftrag des deutschen Kaisers einen prachtvollen Kranz nieder. Heute empfing das Czarenpaar in ZarSkoje Sselo Moltke in AbschiedSaudtenz, worauf er einer Einladung des Groß- fürsten Wladimir zum Diner folgte.

Depeschen des Bureau .Herold".

Berlin. 3. October. Wie derReichsanzeiger" meldet, wird am 8. October der Fernsprechverkehr von Berlin und Hamburg mit Kopenhagen eröffnet. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten beträgt 3 Mark.

Berlin. 3. October. Aus Köln kommt die Nachricht, daß der Geh. Lommerzienrath Langen, der Schwiegervater WißmannS, infolge Herzlähmung plötzlich gestorben ist.

Berlin. 3. October. Der StaatSsecretär vr. Bötticher ist nach einer Jnspectionöreise durch den Kaiser-Wilhelm Canal am DienStag in Kiel eingetroffen und hat fich gestern von dort nach Lübeck begeben, wo eine Befichtigung der hanseatischen VerficherungSanstalten stattfinden soll.

Berlin. 3. October. Zu den gestrigen Unruhen in Konstantinopel wird demBerl. Tagebl." gemeldet, daß der Patriarch die erregte Menge aufgehetzt habe und daß bet den verhafteten Armeniern über 1600 Revolver und unzählige Patronen gefunden wurden. Die Revolver sind alle englischen Fabrikats und vollkommen neu, sowie ein und daffelbe Kaliber. Der Kampf dauerte vier Stunden und zog fich durch den ganzen Stadttheil bis zum Bahnhofe hin, wo eS zu besonder­blutigen ©eenen kam. In der nächsten Umgebung der Pforte wurden mehrere verkleidete Armenier gefangen genommen, welche in die hohe Pforte eindringen wollten.

Frankfurt a. M.. 3. October. DieFranks. Zeitung" meldet auS Homburg v. d. H.: Die Kaiserin Friedrich war gestern Nachmittag zum Besuch deS Grafen Münster in Homburg. Wie wir auS Cronberg erfahren, verläßt die Kaiserin am 16. October Schloß FriedrichShof. Mit diesem Tage wird die dortige Hofhaltung aufgegeben. Die Kaiserin wird sich zunächst nach Straßburg begeben, von dort nach Wörth, um gemeinschaftlich mit dem Kaiser der Enthüllung deS Katser-Friedrtch-Denkmals beizuwohnen. Den Winter beabsichtigt die Kaiserin Friedrich in Italien zu verbringen."

Frankfurt a. M., 3. Oktober. DerFranks. Ztg." wird auS B e rn telegraphirt: Die verschiedenen Schweizer Friedens« toi reine der deutschen und französischen Schweiz haben sich zu einer einheitlich organisirten Verbindung vereinigt. Das vfficielle PublicatiouSorgan heißtDer Friede". Zürich ist für zwei Jahre Dorort des Schweizer Allgemeinen FriedenS- veremS.

Aachen. 3. October. Bruder Heinrich wurde heute sreigefprochen.

Munster, 3. Oktober. Gestern und heute Nacht haben hier BolkSansammlungen vor dem Rathhause und dem RegierungSgebäude stattgefunden. Die Ursache derselben ist eine Polizei-Verfügung, welche bestimmt, daß sämmtliche Wirthschaften NachtS 11 Uhr geschloffen werden müssen. Ruhestörungen kamen nicht vor, jedoch wurden mehrere Ver­haftungen vorgenommen.

Wien. 3. October. In kaufmännischen Kreisen macht die ConcurSeröffnung des ältesten GroßhavdlungShauseS Gebrüder Tensibaschtc großes Aufsehen. Die Ursache deS ConcurseS ist die Stockung der JncassiS bei Detaillisten deS Inlandes. Das Ausland ist an dem Fallissement stark betheiligt.

Konstantinopel, 3. October. Der Großvezier Said Pascha hat seine Entlassung erhalten und Kiamil Pascha wurde zum Großvezier ernannt.

Konstantinopel, 3. October. Die Situation wird immer ernster. Die Aufregung gegen die türkische Bevölkerung ist im Wachsen begriffen. In der vergangenen Nacht fand ein Angriff auf die Häuser statt, die von Christen bewohnt sind.

Der Krieg von 1870,71,

geschildert durch Ausschnitte auS Zeitung« - Nummern jener Zett.

(Nachdruck verboten.)

6. October.

Rings um Paris herrscht ein Stillleben eigner Art. Da schaufelt und gräbt der Soldat mit einem Eifer, wie eS den Heeren der alten Römer nachgerühmt wird. In langen Linien zogen sich oft doppelte und dreifache Schützengräben hin, die Steinmauern der reizendsten Villen sind mit Schieß- icharten versehen und Barrikaden find aufgesührt, denen Rochefort seine Bewunderung nicht versagen könnte. Und nicht bloS auf diese Weise ist der Soldat fleißig. Hier ladet er die von dem Feuer der FranctireurS verschont gebliebenen Getreidehausen (man schätzt den Werth eines einzigen auf tausend Thaler) auf Wagen, in den Dörfern hört man daS Geräusch deS Dreschflegels, der von den Soldaten geführt wird. Der Soldat setzt die Windmühle auf der Anhöhe in Bewegung, leert die Gemüsefelder, gräbt Kartoffeln und liest, sogar mehr als gut, die Trauben, die jetzt glücklicher Weise reif sind, in den Weinbergen.

DaS Hin- und Herreden ist zu Ende- die Pariser wollen lieber alle sterben, als fich derEntehrung" unter« werfen. Das Bombardement wird vor sich gehen, sobald unsere schweren Geschütze heran find. Aber erst, wenn die Preußen wirklich in Paris einziehen werden, soll ja der eigentliche Kampf loSgehen, so sagen uns die Bewohner von Versailles. Wenn wir die Männer alle getödtet oder ge« knebelt, dann werden wir eS mit den Weibern zu thun be« kommen, jede» einzelne von ihnen wird eine Heldin von Saragossa sein, sie werden uns mit allen Waffen, mit Gist und Dolch, mit List und Derrath bekämpfen, vernichten, und die Weltgeschichte wird von dem TodeSmuthe der Pariser

Frauen reden, die ihre Hauptstadt retteten, wie einst die Gänse daS Capitol. Daß sie unS Haffen, blutig hassen, liefe Frauen, das sehen wir hier bereit» in Versailles. Fast alle erscheinen sie in Trauerkleidern. Keine von ihnen, und mag sie noch so häßlich sein, würdigt einen Preußen auch nur eine» BlickeS. Die alten Frauen gehen den ganzen Tag mit Thräneu im Auge umher- in dem Hotel de la Chasse, in welchem ich wohne, fitzen die drei Damen um »aS Conlobuch des BuffetS herum, stecken die Köpfe zu- ammen und weinen; eine auf der Straße an den ersten leften vorübergehenden Eingeborenen gerichtete Frage wird 'aum einer Antwort gewürdigt- überall begegnet unS jener bekannteKnotenstock im Blick", der Haß und ohnmächtige Wuth bedeutet, und selbst die Kinder find instruirt, jede Berührung eines Preußen zu fliehen. (Köln. Ztg.)

Schwurgericht.

W. Gießen, den 3. October 1895.

Verhandlung gegen Carl Bernhard von Angenrod wegen Meineids. (Fortsetzung.)

Nach Vernehmung einer Reihe von Zeugen wird die Sitzung auf Nachmittags 31 * * */* Uhr vertagt.

Nach Wiedereröffnung der Sitzung ergreift Staatsanwalt Zimmermann das Wort zur Begründung der Anklage. Er glaube sich den Geschworenen gegenüber kurz soffen zu önueo. ES kämen nur zwei Fragen in Betracht: Hat der Angeklagte die Anzeige wegen SteinwersenS gemacht? Diese Frage müsse angesichts de» Zeugnisses de» GenSdarmen MajewSky, wozu noch die Aussage von dessen Tochter und die der Minna Dotzert komme, voll und ganz bejaht werden und hat Bernhard diese Thatsache vor dem Schöffengericht zu AlSseld wider besseres Wissen in Abrede gestellt. Hieran ei nach der bestimmten Aussage des GenSdarmen MajewSky nicht im Mindesten zu zweifeln. Nach seiner Ueberzeugung könnten die Geschworenen nicht anders, als den Angeklagten chuldig sprechen.

Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Katz, ist von voruherein der Meinung, die Geschworenen könnten nicht anders, als nach bestem Wissen und Gewissen ihr Votum auf nichtschuldig abgeben. Der Vertheidiger erörtert die hohe Wahrscheinlich« keit, daß fich der Gensdarm MajewSky geirrt, wenn er be­hauptet, sein Client sei noch nicht veretdet gewesen, als er vor den Schöffen in AlSseld erklärt habe, er habe die An­zeige wegen deS SteinwersenS nicht gemacht. War Bern­hard aber bereits vereidet, als er darüber depomrte, daß er die Anzeige nicht gemacht, und wäre dem wirklich so, daß diese Depofition nicht richtig war, so habe derselbe fich eben« falls keines Meineides schuldig gemacht, denn schon die Eides­formel deS NacheideS schließe dies aus. Der Vertheidiger weist den Vorwurf deS StaatSanwaltS zurück, als habe er unnöthigen Ballast in die Verhandlung hineingezogen. Er habe eS für seine Pflicht gehalten, die Protocolle des Vor­verfahrens heranzuziehen, um Widersprüche der Zeugen mit früher gemachten Aussagen aufzuklären, und an den Ge­schworenen sei es nun, fich ihr Urtheil über die Schuld oder Nichtschuld deS Angeklagten zu bilden, er, der Vertheidiger, sei überzeugt, sie würden seine Ausführungen für die richtigen halten und zu einer Freisprechung gelangen.

Staatsanwalt Zimmermann tritt noch einmal für die Bejahung der Schuldfrage ein- zwar habe der Angeklagte mit seiner falschen Aussage keinen Schaden angerichtet, aber ein Meineid sei eS doch, den er geschworen, denn eS sei doch unzweifelhaft, daß Bernhard die Anzeige wegen ©teinwerfens veranlaßt habe, dieses hätte er wissen müssen, als er in Alsfeld vor den Schöffen stand, und er hätte zum Ausdruck bringen sollen, wie die Sache gelegen, da» wäre für den AuSgang der Sache gleichgiltig gewesen. Die Geschworenen könnten nicht anders, als den Angeklagten verurtheilen. Er hebt noch einmal alle Momente der Verhandlung hervor, welche für die Schuld des Angeklagten sprechen, und weist auf das, was der Bürgermeister von Angenrod über den Ruf der Familie, der der Angeklagte angehört, bekundet.

Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Katz, vertritt die Meinung, daß es im vorliegenden Falle gar nicht darauf ankomme, was die Angehörigen des Angeklagten gethan hätten, gegen seinen Clienten hätte der Bürgermeister für den vorliegenden Fall nichts Nachtheiliges sagen können. Er wolle nur lagen, daß die Fälle, in denen die Anklagebehörde selber die Freisprechung beantrage, mit der Laterne zu suchen seien. Wie der vorliegende Fall geartet sei, habe er erwartet, der ©taatSanwalt werde selber die Freisprechung deS Ange« klagten beantragen. Er theile mit der Staatsbehörde die Meinung, daß ein Meineid ein Verbrechen bleibe, selbst wenn mit der falschen Zeugenabgabe kein Schaden angerichtet sei. Er verlange keine Gnade von den Geschworenen für den Angeklagten, er fei fest davon überzeugt, der Angeklagte sei unschuldig, darum verlange er von den Geschworenen Ge­rechtigkeit die Freisprechung des Angeklagten. Nach kurzer Rechtsbelehrung durch den Vorsitzenden zogen fich die Geschworenen zurück. Nach noch nicht viertelstündiger Be- rathung verkündete der Obmann Kaufmann Habentcht« Gießen den Wahrspruch der Geschworenen, der auf Nichtschuldig lautet. Der Angeklagte wird daraus frei- gesprochen und die Kosten, auch die der Vertheidigung, der Staatskasse zur Last gelegt.

W. Gießen, den 4. October 1895.

Die heutige Verhandlung de» Schwurgericht» richtet fich gegen den am 8. März 1865 geborenen Mauergesellen Con« rad Heidelbach von Angenrod. Derselbe ist beim Mili­tär wegen Körperverletzung mittelst der Waffe zu 6 Wochen und 1 Tag Gesängniß vorbestraft und wird eine» am 25. Juni 1895 gegen Rosina Stork von Nieder-Ohmen be­gangenen Sittlichkeitsverbrechen» au» § 177 deS Reichs- Strafgesetzbuck)» beschuldigt. Rechtsanwalt Katz führt die Vertbeidigung. Staatsanwalt Zimmermann vertritt die Ar klage. ES find im Ganzen 17 Zeugen erschienen. Außer­

dem ist al» medicinischer Sachverständiger der Kreisarzt Dr. Haberkorn im Saale anwesend. Der Angeklagte bestreuet ganz entschieden seine Schuld. Die Oeffentlichkeer wird bei dieser Verhandlung bi» zur Verkündigung de» Urtheil» ausgeschlossen.

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Gießen, bett 3. October 1396

* Militärische». Der Commandant de» Großh. Gen»« darmerie DistrictS-Commando» der Provinz O erheffen, Herr Major Cullmann, wurde zum Oberstlteutenant beförbert,

** Der Kaufmauuische Verein feiert morgen ©amßtag den 5. Oktober in den Räumen de» Stein'schen Saalbaue» sein, 22. Stiftung» feft und ist hierfür der berühmte Illusionist und Prestidigitateur F. W. Conradi au» Dre»den zu einer Soiree gewonnen worden- e» sollte kein Mitglied oder eingeladener Gast sich diesen voraussichtlich sehr genußreichen Abend entgehen lassen. Ueber die Leistungen de» Herrn Conradi schreibt dieDresdner Zeitung":Die gestrige Vorstellung überraschte durch so viele neue Effecte, eine spe« ciell auf diesem Gebiete selten vorkommende Erscheinung, daß man tatsächlich nicht weiß, wa» man mehr loben soll, den erfinderischen Kops deS Herrn Conradi oder die elegante geschmeidige Art de» Vortrage» selbst. Die IllusionAma- driade" bildete einen wohlgelungenen Schluß der sehr bei« fällig aufgenommenen Vorstellung.

Unsere freiwilligen Feuerwehren können in diesem Jahre auf eine 40jährige Thätigkeit zurückblicken. Wie ver­lautet, beabsichtigen beide Corp» da» Stiftungsfest gemein­schaftlich zu feiern.

§ AuS Oberheflen, 3. October. Während im Vogels­berg die Kartoffelernte beendigt ist, stehen in der Welterau noch viel Kartoffeln im Felde. Man hat» hier nicht so eilig mit dem AuSmachen der Kartoffeln zu thun, weil man weiß, daß die Kartoffeln, je länger sie in der Erde bleiben, um so besser sich im Keller halten. DaS Obst ist dagegen in der Wetterau eingeerntet, im Vogelsberg hängen Zwetschcn und Aepfel noch vielfach an den Bäumen. Wer durch die Wetterau kommt, dem fallen die co'.ofjalrn Strohhaufen auf, die namentlich um Berstadt, Echzell und Reichel-Heim im Felde sitzen. E nzelne Haufen haben einen solchen Umfang, daß sie allein eine gewöhnliche Scheuer füllen könnten. Hier­nach zu urtheilen, muß daS diesjährige ©trohergebniß ein sehr günstiges gewesen fein. Die heißen Tage deS Herbste- find mit dem heutigen vorüber, der neben starkem Sinken der Temperatur auch Niederschläge gebracht. Die ungewöhn­lich warmen Tage deS September haben vielfach die Bäume Blüthcn treiben lassen. So findet man nicht selten blühende Zweige an den Apfelbäumen und in Frankfurt a. M. stehen in der Nähe des Hessendenkmals Kastanienbäume in vollem frischen Laub- und Vlüthenschmuck.

? Lauterbach, 3. October. Der in weiteren Rieften bekannte Lehrer Knabenschuh von Almenrod hat in einer hiesigen Gastwirthschast seinem Leben durch Erhängen em Ende gemacht. Der Unglückliche, der erst anfangs der 30er Jahre sich befand, hatte eine bewegte Vergangenheit hinter sich- er hatte drei Jahre in der französischen Fremden­legion gedient und den Feldzug in Tonkin mitgemacht. Al- Folge der ungeheuren ©trapatzen und aufregenden Erlebnisse dieses Dienstes und Feldzugs stellte sich ein GemÜthSleiden bet ihm ein, worin er die traurige That beging, vom Seminar zu Friedberg war er mit vorzüglichem Zeugntß abgegangen.

H. Bon bet Horloff, 3. October. Während in der Provinz Rheinhessen der Hamster enormen Schaden an- richtet, zu vielen Tausenden in einzelnen Gemarkungen vor­kommt und förmlich zur Landplage wird, für deren Be­seitigung alljährlich Tausende au-gegeben werden, findet sich dieser schädliche Nager sehr selten in unserer Provinz. Vor einigen Tagen brachte unsere Hauskatze einen jungen, an»» gewachsenen Hamster aus dem GraSgarten- sorgfältige Unter­suchungen leiteten bald auf einen Hamsterbau, welcher Vo­der Katze umlauert wurde. Gestern sah Einsender dem Kampfe der Katze mit dem Hamsterweibchen zu, wobei rS blutig herging, denn die Hamster haben ganz gewaltige Zähne für ihre Größe. Die Katze blteb Siegerin und lieferte da» verletzte Hamsterweibchen, dessen Transport wegen der Schwere deS ThiereS ein Stück Arbeit für die Katze war, bet unß ab. Dafür wurde Minze sehr gelobt und ge­streichelt. Soeben brachte sie daß Hamstermännchen, das am ganzen Körper Biß- und Kratzwunden zeigt- aber auch Minze ist verwundet. Wahrscheinlich wird die Jägerin nicht eher ruhen, biß sie die Hamsterfamilie, die jetzt nur noch aus jungen, fast ganz ausgewachsenen Thieren besteht, aus- gerieben hat. Merkwürdig ist, daß sich der Hamster, der in unserer Gegend ganz unbekannt ist, plötzlich bei un» zeigt. Sollten sich die Katzen in Rheinhessen nicht auf den Hamsterfang abrichten lassen?

Frankfurt a. M., 3. October. Gestern Nachmittag ertrank in einer Zelle der Sachsenhäuser Wasch« und Badeanstalt eine junge Dame. Der Polizeibericht verrnuthet, sie sei beim Htuabsteigen in da» Wasser auf der Treppe audgegltlten, mit dem Kopf gegen eine Stufe gefallen, be» finnungßloß geworden und ertrunken. An der Stirn hatte die Leiche eine 3 (Sun. lange frische Wunde. Von anderer Seite wird mitgetheilt, daß ein Herzschlag die Todesursache gewesen fein. Die Namen der beiden gestern mit dem Fahrstuhl einer Fabrik verunglückten Arbeiter find Ph. Christ - Sachsenhausen und Schüler » Bockenheim. Gestern srüb fand ein Bahnbediensteter am Sandhof die

Leiche biß 28 Jahre alten arbeitet» A. Lutz au» Hohenzollern mit einer Schußwunde im Kopf. Man nimmt an, Lutz habe

fich erschossen, und der Tobte sei später geplündert worden.

Haunoiet, 3. October. Da» Schwurgericht ver-

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