Ausgabe 
5.4.1895 Erstes Blatt
 
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die Verteidigung der Provinz Kwangtung au-gehobeu. Die Kosten für das CorpS solle« durch eine Haussteuer, welche jetzt erhoben wird, aufgebracht werden.

Petersburg, 3. April. Im AnitschkowPalaiS fand heute ein Diner zu Ehren Werder» statt, der au der Seite der Kaiserin saß.

Petersburg, 3. April. Nach einer Meldung hiesiger Blätter bewilligte daS Finanzministerium 3,400 000 Rubel zum Bau zweier neuer Schnelldampfer für die freiwillige Flotte. Diese wird demnach im nächsten Jahre sechs Schnell­dampfer besitzen.

WB. Straßburg, 4. April. Bei der Reichstags« Ersatzwahl im Wahlkreise Erstetu-MolSheim wurden bisher gezählt für Zorn v. Bulach 10,181, für Böhle (Soc.) 4619 ®t.; die Wahl de» Ersteren ist gesichert. 17 Ort« schäften stehen noch au», können aber Resultat nicht ändern.

Depeschen de» BureauHerold'.

Berlin, 3. April. Da» Staat-ministerium hielt heute unter dem Vorsitze des Reichskanzlers Fürste» Hohenlohe eine Sitzung ab.

Berlin, 3. April. Das Abgeordnetenhaus wird morgen in die Ferien gehen und am 23. April seine Thätig« fett wieder aufnehmeu.

Berlin, 3. April. DaS Herrenhaus hat heute den Antrag des Grafen Mirbach, detr. eine internationale Regelung der Währungsfrage, einem Vorschläge des Freiherrn von Manteuffel gemäß, an eine lögliedrige Commission verwiesen.

Berlin, 3. April. Auf die G lückwüus ch e deS deutschen Kaisers an den Fürsten Bismarck am 1. April sandte Fürst Bismarck folgende Antwort:Euer Majestät lege ich meinen allerunterthänigsten Dank für allerhöchst dero huld­vollen Glückwünsche zu meinem Geburtstage in tiesfter Ehr­furcht zu Füßen."

Berlin, 3. April. Dem Empfange der R eich Stag» - Präsidenten von Buol und Spahn bei dem Kaiser sind, wie daSBerl. Tgbl." erfährt, Besprechungen voran- gegangen, welche den beiden Herren die Gewißheit brachten, daß der Kaiser bei dem Empfange die Vorgänge im Reichs- tage in keiner Weise erwähnen werde. Die Herren waren vorher über die Art deS Empfanges genau unterrichtet und glaubten deshalb keinen Grund zu haben, der Einladung nicht Folge zu leisten.

Berlin, 3. April. Im Abgeo'rdnetenhause wurde heute der Gesetzentwurf, betreffend die Aushebung von ©tob gebühren für Taufen, Trauungen und kirchliche Aufgebote im Amtsbezirk des ConfistoriumS zu Wiesbaden angenommen. Der Gesetzentwurf betr. Abänderung der civilproceffualischen Bestimmungen über die Ausstellung gerichtlicher Erbbescheinig- uugen wurde an die Justizcommission verwiesen. ES folgte der Bericht der Budgetcommisfion über den Antrag Knebel u. Gen., betr. die Bereitstellung weiterer Staatsmittel zur Förderung der Land- und Forftwirthschaft in den Gebirgs­gegenden des Rheinlandes und in Westfalen. Die Commission beantragte, den Antrag abzulehnen und die Regierung zu ersuchen, zu erwägen, ob nicht in den Etat eine entsprechende Summe zur Hebung des landwirthschaftlichen und besonders deS bäuerlichen Betriebes in den westlichen Provinzen einzu­stellen sei. Der LommissionSantrag gelangte zur Annahme. Der Gesetzentwurs betr. Entschädigung für Verluste durch Schweinekrankheiten wurde der Agrar-Commission überwiesen. Weiter wurden Petitionen erledigt. Morgen kleinere Vorlagen.

Berlin, 3. April. DerReichSanzeigcr" veröffentlicht die Verleihung deS Rothen Adler-OrdenS vierter Klaffe mit Schwertern an den Major von Francois, ä la eite der Kaiserlichen Schutztruppe für Südwest-Afrika.

Kiel, 3. April. Heute Vormittag 10 Uhr fand hier der Stapellauf des Panzerschiffes T statt. Der Kaiser taufte daS Schiff auf den NamenAegir".

Kiel, 3. April. Bei dem Taufact des Panzerschiffes T hielt der Kaiser eine Rede, in welcher er betonte, daß da» Schiff an die graue Vorzeit unserer Ahnen erinnern solle, an die gewaltige Gottheit, die von ollen germanischen, meer- sahnenden Vorfahren angebetet und gefürchtet wurde und deren gewaltiges Reich bis an den eisigen Nordpol und den fernen Südpol sich erstreckte, auf beffen Meereswogen die nordischen Kämpfe auSgesochten, Tod und Verderben inS Land gebracht wurde. Dieses großen Gottes gewaltigen Namen, den NamenAegir" soll daS Schiff führen^

Wien, 3. April. Auf das herzliche Glückwunsch-Tele­gramm des Kaisers Franz Joses an den Fürsten BiSmarck erwiderte letzterer. Euer Majestät bitte ich für dero höchst eigenen Glückwunsch zu meinem Geburtstage meinen unterthänigsten Dank entgegen nehmen zu wollen.

Budapest, 3. April. Die Donau ist von gestern auf deute um 14 Ctm. gestiegen. Die niedrig gelegenen Quai» sind überschwemmt. Zahlreiche Gebäude stehen unter Wasser. ES werden weitere Ueberschwemmungen befürchtet.

Brussel, 3. April. Gestern versammelte sich die inter­parlamentarische Gruppe der FriedenSliga. Als Präsident wurde der Kammerpräsident Bernaert, als Vicepräsident der focialistische Abgeordnete van der Velden gewählt. Die nächste interparlamentarische Conserenz findet in Brüssel vom 19. biß 24. August statt. Hier haben sich 15 Fraktionen der FriedenS- liga angeschloffen.

Gent, 3. April. Gestern Abend bewegte fich ein Riesenzug durch die Straßen dec Stadt, an welchem focialistische, liberale und progressistische Arbeiter theiluahmen. An der Spitze wurden Placate getragen, darunter trug ein» folgende Inschrift:Die ungerechte Regierung muß dem Wollen de» Volkes weichen." In einer Mafien Versammlung wurde eine Erklärung abgegeben, wonach der socialistische Geoeralrath aus den allgemeinen Ausstand verzichtet, damit die Regierung den Socialisten wegen politischer Aufreiznngen keine vorwürfe machen könne. Diese Erklärung hat allgemeine Enttäuschung hervorgernse«.

Pari», 3. April. AuS -ho« wird gemeldet, daß die Studenten gegen daß Soeialisteublatt Peuple ei« Manifest veranstalteten, weil daß Blatt in einem Artikel die Studenten auf daß gröblichste beschimpft hatte. Eine Truppe von 500 Studenten war vor daß Redactionßlocal gezogen und forderte die Redactiou auf, die rothe Fahne einzuziehen. Bei dem nunmehr erfolgten Zusammenstoß wurden mehrere Verhaftungen vorgenommeu. Mehrere Studenten find verwundet.

Pari», 3. April. Die Zündholz-Fabrikarbeiter werden heute eine Versammlung abhalten. Die Delegirten find entschloffen, dem Ausstande weiter zuzuftunmen. Man verwuthet, daß in der heutigen Versammlung wichtige Ent- schlüffe gefaßt werden.

Pari», 3. April. Die Regierung wird den Jahrestag der Ermordung Carnots feierlichft begehen. In der Rotre-Dame-Kirche soll ein großer Trauergottesdienst abgehalten werden; nach demselben findet ein officieller Besuch im Pantheon statt. An beiden Zeremonien soll Präsident Faure theilnehmen wollen.

Rime», 3. April. Eine Versammlung von 3000 Personen beschloß gestern Abend, trotz des Verbotes deS Ministers, ein Stiergefecht zu Gunsten der MadagaScar-Expeditiou abzuhalten.

London, 3. April. DerStandard" meldet, der Vice­könig Li-Hung-Schang werde vom Mikado die Begnadigung des Individuums verlangen, welches daß Attentat auf ihn verübte.

Rewyork, 3. April. Auf der Linie Norfolk-und Western­bahn stürzte gestern ein Eisenbahnzug über eine brennende Brücke in den Fluß. Daß Personal sowie sämmtliche Reisende kamen um. Die Zahl ist noch unbekannt.

Cocdks ttnö

Gießen, den 4. April 1895.

* Zur Beachtung. Mit der Herstellung der städ­tischen Anlagen ist seit einigen Tagen begonnen. Wir machen deßhalb die Hundebesitzer darauf aufmerksam, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, alle Hunde, die auf den Beeten der Anlagen frei umherlaufen, einfangen zu lafien. Der Besitzer hat dann nicht allein die Einfanggebühr und die etwaigen Futterkasten, sondern obendrein noch eine Polizeistrafe zu gewärtigen.

* * Anleihe. Wie auß dem Jnseratentheile ersichtlich, kündigt die Großherzogl. Hessische Gemeinde Gambach ihre 4 procentige Anleihe und schloß mit dem Bankhause Jacob Grünewald in Gießen ein neues 3*/, procentigeß Anlehen im Betrage von 138 000 Mk. ab. Der Verkauf findet nur biß zum 10. dieses Monatß statt und kann die Anlage dem Publikum empfohlen werden. 3031

* Millelrheiaische» Turnfest. Außer der Stadt Hom­burg v. d. H. hat sich nunmehr auch Neuwied zur Uebernahme de» nächstjährigen Mittelrheinischen Turnfestes gemeldet.

* * Brandstiftung. Am vorigen Dienstag Abend zwischen 8 und 9 Uhr wurde im Braunsteinbergwerk dahier von bös­williger Hand ein kleines Häuschen, welches dem Steiger Tags über zum Aufenthalt dient, an gezündet. Da sich in dem Häuschen mehrere Pfund Pulver und verschiedene Säuren befanden, brannte es vollständig nieder. Der Brand­stifter wurde in der Person eineß OmnibuSkutscherß ermittelt und verhaftet. Derselbe hatte seinen freien Tag gehabt und diesen dazu benutzt, dem Steiger, mit welchem er nicht auf gutem Fuße stand, durch daß AnzÜnden deß Häuschens einen Streich zu spielen. Der Stock deS Brandstifters, den er in der Aufregung am Thatorte zurückgelaffen hatte, wurde zum Derräther. Die Ehefrau des ThäterS, welche in die Sache eingeweiht war und den verlorenen Stock ihres Mannes rasch durch einen ähnlichen, neu gekauften ersetzte, wird sich wegen Beihülfe zu verantworten haben.

* * Bei den Oberhrsfischen Eisenbahnen (Hauptbahnen) ist im Februar d. I. gegen den Parallelmonat v. I. im Per­sonenverkehr bei einer Minderbefärderung von rund 2550 Personen ein Einnahmeaußsall van nahezu 11 pCt. eingetreten, waß auf die während deß genannten Monatß herrschende, für daß Reisen höchst ungünstige Witterung znrückzusühren ist. Dagegen sind die Einnahmen im Güter­verkehr theilweise in Folge der weiteren Ausdehnung' der Campagne der Zuckerfabrik und theilweise in Folge der an­haltenden Kälte um etwa 5,84 pCt. gestiegen (2100 Tonnen Rüden und Melafie, 2600 Tonnen Briketts und Kohlen). Dagegen find 1200 Tonnen Getreide, 200 Tonnen Steine und etwa 400 Tonnen Düngemittel weniger befördert worden.

Butzbach, 1. April. In hiesiger Gegend find wieder verschiedene falsche Geldstücke in Umlauf gesetzt worden. So sind heute beim hiesigen Kaiserlichen Postamte zwei Ein­markstücke und ein Zweimarkstück angehalten worden. sei deshalb zur Vorsicht beim Geldeinnehmen gemahnt.

Auerbach. 2. April. Der Besitzer der hiesigen Chinin­fabrik, Herr Dr. Aug. Seyferth, hat am Samßtag jedem seiner zahlreichen Arbeiter 3 Mk. extra außzahlen lafien mit dem Wunsche, damit den 80. Geburtstag des Fürsten BiSmarck zu »feiern. Dieser schöne Zug patriotischer Gesinnung deß Herrn Dr. Seyferth hat bei den Abeitern große Freude hervorgerufen.

Bickenbach. 1. April. Heute sand auf dem hiesigen Friedhöfe die Beerdigung eines vierjährigen Zigenner­find eS statt, maß eine nicht geringe Anzahl Neugieriger herbetlockte. Schon zwei Stunden vor dem Begräbniß fanden fich eine ansehnliche Anzahl Zigeuner, alt und jung, zu­sammen. Um dem Kinde ein Todtevkleidchen Herstellen zu lafien, wurde die Guitarre versetzt. Da» Begräbniß sand tu augernefiener feierlicher Weise statt, ««ter dem Geläute

der Kircheoglockeu und dem Geleite des Pfarrer». Nach dem Gebete de» Pfarrer» fnieeten die Zigeuner an dem Grabe nieder, beteten lange und innig, zerrtfien ihre schwarzen Hals­tücher und Binden und schmückten, al» ein Zeichen letzter Liebe, daß Kreuz auf dem Gradeshifgel.

Permifchki.

* Wißmar bei Gießen, 2. April. Zu Ehre» unsere» Altreichskanzlers bewegte fich am Montag Abend auf Anregung de» hiesigen Krieger- und Gesangverein» unter zahlreicher Betheiligung auch der übrigen Gemeinde eie Fackelzug mit voranschreitender Mufikcapelle durch sämmtliche Straßen hiesigen Ort». Bei der sich an'chließenden Fest- feier im Saale de»Gastwirthes Wolf feierte Herr Lehrer Klee den eisernen Kanzler alß Staatsmann, der seinem Grundsatz: Wir Deutschen fürchten Gott und sonst nichts in der Welt!" allezeit treu blieb und in Jahrzehnte langer unermüdlicher Thatigkeit die Unabhängigkeit, Freiheit und Einheit des Reiche» schuf. Herr Hauptlehrer Müdicken gab der Entrüstung Ausdruck, die durch unser deutsche» Vaterland ging, al» der i Reich»tag eine Ehrung deS Fürsten ablebnte, und wies darauf hin, wie da» erlösende Kaiserwort in den Herzen aller ächte« Deutschen den rechten Widerhall gefunden. Daß Hoch aef Kaiser und Kanzler nahm die Versammlung mit Begeisterung auf. Durch Vorträge patriotischer Gesang- und Musikstücke Seiten» freß Gesangvereinß und der Capelle erhielt die Feier die rechte Weihe und ihre Theilnehmer trennten fich erst z« später Stunde.

Leipzig, 3. April. Der Steindrucker Friedrich Älfreb Reiches, 28 Jahre alt, erdrosselte seine Schwie­germutter, Frau St^, und beraubte sie ihrer geringe« Habseligkeiten.

München, 2. April. In dem Saale de»Bayrische« Hoseß" nurde heute Früh der 13. Congreß für innere Medicin durch Geheimrath v. Ziemfien eröffnet. Nahezu 300 Theilnehmer sind eingetroffen. Zum Ehren­präsidenten wurde Dr. Prinz Ludwig Ferdinand von Bayer«, zu Bicepräfidenten die Professoren Leyden Berlin, Wieden- Hofer-Wien und Bollinger-München gewählt.

Einer, der e» nicht versteht. In München fragt der Amtsrichter einen Angeklagten, welchem wegen Betrug» 14 Tage Gefängniß aufgeworfen waren, ob er noch einen An- trag zu stellen habe, woraus derselbe erwiderte:Wa» Hilst» denn, wenn i was beantrag , dös, was i will, g'schicht |« doch net."Sie wollen also freigesprochen fein," mein« der Amtsrichter.O, mci, freig'sprocha," rcplizirte der Angeklagte,döS wer n die Herrn scho beffer versteh n, wia i, i bin auf die Geschieht n net so einftnbirt."

* Dee Besuch der Technische« Hochschule« de» deutfche« Reich» ist seit einer Reihe von Jahren in stetigem und starkem Wachsen begriffen. Während die Zahl aller Be­sucher Studirende, Hospitanten und bloße Hörer vor fünf Jahren, im Winterhalbjahr 1890/91 nur 5362 betrug, stieg sie 1891/92 auf 6110, 1892/93 auf 6677, 1893/94 auf 7760 und ist gegenwärtig auf 8553 angewachien. I« ähnlichem Maße ist die Hahl der Studirenden, ohne die Hospitanten und Hörer, in denselben Jahren gestiegen von 3567, 4883, 5645, 6035 auf 6301 Studirende im jetzige« Winterhalbjahre. Im Einzelnen entfallen von diefen 6301 Studirenden nach einer Zusammenstellung de» ttentralblatt* der Bauverwaltung auf die Technische Hochschule in Berlin 1903 (gegen 1752 im Vorjahre 1893/94), in München 1010 (1110), in Karlsruhe 754 (753), in Darmstadt 638 (500), in Stuttgart 570 (505), in Hannover 548 (665), in Dresden 438 (381), in Braunschweig 227 (162), in Aachen 213 (207).

Heber einen Ring, welcher aus einem einzige« Diamanten geschnitten ist, berichtete un» vor Kurzem das Internationale Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin N.W. Wie uns dieselbe Quelle nun weiter berichtet, hat der Am- merpener Künstler, welcher dieses mühsame Werk lieferte, auch neuerdings noch andere, bisher noch nicht gesehene Kunstwerke aus Diamant geliefert, die in Fachkreisen nicht geringes Aufsehen und gewisse Bewunderung erregen. Herr Bordincks, wie jener Belgier heißt, hat nämlich dem harten Edelstein jetzt die mannigfachsten, nicht nur wie bisher von ebenen Flächen begrenzten Formen gegeben nnb aus dem kostbaren Material geradezu kleine Sculpturen gemeißelt, wenn man so sagen darf, bei welchen einzelne, selbst tief­liegende, gekrümmte Flächen polirt, andere wieder je nachdem matt gelassen sind, wodurch wundervolle Effecte erreicht werden sollen. Unter den Arbeiten finden sich z. B. eine Rose auß Diamant gefertigt, eine Münze mit Doppeladler, eine vo^stecknadel, ein Zweirad darstellend, dessen Räder runde, mit außgearbeiteten Speichen versehene Diamame« vorstellen. Eine Nadel, einen Diamant mit eingraoirtem Veilchen, eine andere, deren Kopf einen Todtenschädel aus Diamant bildet, sowie andere Originalitäten beweisen, daß der Meister der Edelsteinbearbeitung da» harte Material t« einer Weise beherrscht, wie die» wohl bisher noch Niemand gelungen ist.

Da» nördlichste Bergwerk der Erde dürste, nach einer Mittheilung vom Internationalen Patentbureau Carl Fr. Reichelt, Berlin N.W., die Grube Ornalik fein, die ie nordwestlichen Theile von Nordamerika, Alaska, in der Röhe der Behringstraße, sich befindet- dieselbe liegt 1600 Shle- meter nordöstlich von Sitka, unter 65* Breite und 165* Länge und liefert Bleiglanz, der pro Tonne 31 Gramm Silber ent­hält. Die Mme wird nur im kurzen nordischen Sommer benutzt, und werden kalifornische Bergleute zu Schiff « Spätftühling, d. tz. Ende Mai nach dort gebracht, die Ende September schon mit dem gewonnenen Erz in die Heim^th zurückkebren.

Noch ist die große sibirische Eisenbahn, welche Rußland mit dem äußersten Osten Asien» verbinden wird, nicht fertig gestellt, so plant man auch schon ein ähnliches Riesenwerk zur Verbindung de» nördlichen mit dem südlichen Rußland,