1841 Doppelctr., Kartoffeln von 67,451 Hectar 1,149,521 Doppelctr. (hierunter kranke 563,571 Doppelctr.), Runkelrüben zu Futter von 25,307 Hectar 6,878,270 Doppelctr., Zuckerrüben von 5881 Hectar 1,912,336 Doppelctr., gelbe ?Rüben von 843 Hectar 146,736 Doppelctr., weiße Mben als Hauptfrucht vou 1777 Hectar 242,806 Doppelctr. und als Nachfrucht von 8742 Hectar 521,637 Doppelctr., Kohlrüben von 3080 Hectar 484,983 Doppelctr., RapS vou 1732 Hectar 17,489 Doppelctr., Hopfen von 46 Hectar 422 Doppelctr., Klee von 21,211 Hectar 2747 Doppelctr. ©amen und 749,458 Doppelctr. Heu, Lupinen von 133 Hectar 646 Doppelctr. Körner und 1745 Doppelctr. Heu, Luzerne von 10,156 Hectar 487,920 Doppelctr. Heu, Esparsette von 8248 Hectar 335,521 Doppelctr., Seradella von 389 Hectar 4230 Doppelctr. Heu, MaiS von 2071 Hectar 306,470 Doppelctr. Grünfutter, Grassaat aller Art vou 1603 Hectar 47,268 Doppelctr. Heu, 93,424 Hectar Wiesen lieferten 3,532,493 Doppelctr. Heu und Grummet- 11,522 Hectar Weinberge und im Ertrag stehende Weingärten lieferten 312,151 Hectoliter Most im Werth von 7,168,103 Mark.
** Gewerbliche Fortbildungsschulen in Heffeu. An den der Großh. Centralstelle für die Gewerbe nahestehenden gewerblichen Fortbildungsschulen unseres Landes, insgesammt 94 im Schuljahre 1894/95, unterrichten 324 Lehrer 7031 Schüler, von denen 1687 auch am Abendunterricht, der an 36 Orten besteht, theilnehmen- vorjährig waren 90 Anstalten, zu denen neue Handwerker-Sonntags- zcichenschulen zu Flonheim, Reichelsheim i. d. W. und Roßdorf, und die wieder eröffnete Schule in Neckarsteinach hinzukommen. Außer der genannten Schülerzahl waren ausnahmsweise noch 437 schulpflichtige Knaben als sogen. Vorschüler zugelassen. Die stets aufwärtsgehende Bewegung des gewerblichen Unterrichtswesens in unserem Lande muß jeden Freund von Gewerbe und Handwerk in der heutigen Zeit, in der man eine tüchtige theoretisch-practische, Schulung des jungen Handwerkers in seinem Fache als das beste Vademecum fürs Leben erkannt hat, mit unverhohlener Freude erfüllen.
** Zn Amerika verstorbene Heffeu. New-York City: Helene Uhink, geb. Simon, 64 Jahre alt, aus Alzey. A rlingt on, O.: Peter Neßler, 71 Jahre alt, aus Oberostern. Bel le ville, Jll.: John Müller, 54 Jahre alt, aus Heffen-Darmstadt. Chadwick, Jll.: Anna Eltsabetha Michel, geb. Rister, 61 Jahre alt, aus Sellnrod. Flatonia, Tex.: Heinrich Wilhelm Jäger, 73 Jahre alt, aus Heimersheim. New-York, N.Y.: Werner Hanitsch, 88 Jahre alt, auS Alsfeld.
** Wie lebt mau in der Hitze? Der bekannte Wiener Hygieniker ObersanÜätSrath Profeffor Gruber hat darüber einige Rathschläge mitgetheilt, darunter die nachstehenden: Eine Grundregel lautet: Kein Ueberladen von Speise und Trank, vor Allem kein Uebermaß von Alkohol, weil dieser die Widerstandsfähigkeit des Organismus herabmtndert. Das beste Getränk ist Wasser. Wer ein gesundes Herz hat, kann unendlich viel Wasser vertragen. Die Temperatur des Wasiers soll aber nicht unter 7 Grad über 0 betragen. Bier ist bei großer Hitze nicht zu empfehlen, wenn es zu kalt ist. Selters- oder Sodawasser thut dagegen sehr gute Dienste, ebenso wie Pflanzensäure, welche die Fruchtsäfte, z. B. Himbersaft, enthalten, da sie die Schleimhäute vnregen.
- u Lollar, 2. Juli. Heute wurde hier eine Brieftaube aufgefangen, welche den Stempel „Columbia" und einen Beinring Nro. 111 trägt, außerdem find auf beiden Flügeln noch mehrere Zahlen und Stempel vermerkt. In einem hiesigen Pferdeftall hatte die ermattete Taube nach Futter gesucht, wobei man ihrer habhaft wurde.
Bad-Nauheim, 2. Juli. Zur Feier des 60jährigen Bestehens der Badeanstalt wurden gestern Abend im Kurtheater als Festvorstellung zwei Theaterstücke von Wilh. Wagner (Bad-Nauheim) gegeben, zuerst „In entscheidender Stunde", Drama in einem Act, danach „Herzfehler", das bekannte Nauheimer Lustspiel. Beide Stücke fanden — bei ausverkauftem Hause — starken Beifall. „In entscheidender Stunde" behandelt das plötzliche Hervorbrechen des weltberühmten Sprudels am 22. December 1846, hervorgerufen durch ein Erdbeben. Der noch jugendliche Verfasser hat den interessanten Gegenstand vor zwei Jahren unter dem Titel „In Nauheims größter Stunde" als Erzählung veröffentlicht, welche auch im April 1894 im „Gießener Anzeiger" zum Abdruck gelangte.
K. H. Vom HoherodSkopf, 2. Juli. Die freundlichen Leser Ihrer Zeitung dürfte eS vielleicht interessiren, auch auS unserer Gegend einige kurze Notizen über Holz- und Grasoerhältnisse zu hören, denn die Holz- und Grasversteigerungen kommen bei uns später als anderwärts und dringen auch andere Preise. Bei uns werden noch Holz- Versteigerungen im Juni abgehalten, wenn man anderwärts lange nicht mehr daran denkt. Der Raummeter Buchen- scheitholz 1. Kl. kam in der letzten Versteigerung immerhin auf 5 Mk. 50 Pfg.- 2. Kl. auf 4 Mk. 40 Pfg.- Knüppel 1. Kl. auf 4 Mk. 50 Pfg.; 2. Kl. auf 3 Mk. 50 Pfg. Die letzte Versteigerung brachte ca. 20% über dem Tarif- preis- eine andere brachte sogar 24% mehr, sie wurde auf dem PeterShainerhofe abgehalten. Die HeugraSversteige- rungen fanden zum Theile auf dem Schutzhause statt. Viele Wiesen, z. B. am Geiselstein, die Landgrafenwiese, Gemarkung Breungeshain, sowie in den Gemarkungen Feldkrücken, Rudingshain, RebgeShain u. s. w. werden nur einschürig behandelt. Der Morgen kommt dieses Jahr auf 4 bis 5 Mk. zu stehen.
Lauterbach, 2. Juli. Auf eine Eingabe des hiesigen Turnvereins ist von Seiten der Großh. Direction der Oder- hessischen Eisenbahnen den Besuchern deS Kreisturn- feftes in Gießen eine Fahrpreisermäßigung von 50 pCt. in der Weise gewährt worden, daß die Reise zum Preise
von Mk. 3.20 für die Person in der dritten Klaffe am 7. d. M. mit dem Zug 554 Bm. in geschloffener Gesellschaft (mindestens 30 Personen) angetreten wird. Die Rückfahrt braucht jedoch innerhalb der Gültigkeitsdauer der ausgegebenen Rückfahrkarten (bis zum Dienstag Abend) nicht geschloffen zu erfolgen.
Aus dem Kreise Lauterbach, 2. Juli. Dem „Lauterb. Anzeiger" wird geschrieben: Zu welch hoher Stufe der Leistungsfähigkeit Gewerbe in dem auf diesem Gebiete noch wenig gekannten und genannten Kreis Lauterbach gelangt find, davon hat sich mit großem Erstaunen Einsender dieses zu seiner Ueberraschung überzeugt, als er in diesen Tagen gelegentlich eines Besuches in der Wirthschaft deS Herrn Habermehl in Rixfeld Gelegenheit fand, die Erzeugniffe der Kunstfertigkeit des Schreiner- und Glasermeisters Herrn Wasser in Rixfeld und seiner Werkstätte zu bewundern. Herr Habermehl hatte nämlich seinen sehr geräumigen Saal dem Meister zur einstweiligen Aufbewahrung seiner Kunstwerke der Tischlerei zur Verfügung gestellt, bis zu deren Ablieferung, und der freundliche, gerade anwesende Künstler war gern bereit, dem Beschauer alles zu zeigen und zu erklären. Wir können Allen, welche an Werken des Gewerbes, insonderheit der Tischlerei, Gefallen finden, nur empfehlen, einen Spaziergang nach Rixfeld zu machen und sich von dem gefälligen Wtrthe, was er sicher gern thun wird, die bei ihm aufbewahrten Schätze zeigen zu laffen.
Darmstadt, 2. Juli. Unsere Stadt scheint in Bezug auf Lotteriegewinne zur Zeit bei Fortuna in ganz besonderer Gunst zu stehen. Gestern berichteten wir, daß einem hiesigen Künstler ein Gewinn von 90,000 Mk. zugefallen sei- heute erzählt man sich, daß einer Anzahl Arbeiter einer hiesigen Fabrik ein Gewinn von 150,000 Mk. zugefallen sei. Vivat sequens! D. Tgl. Anz.
Darmstadt, 2. Juli. Herr Hofmusiker und Instrumentenmacher Rammelt wurde dieser Tage von einem schweren Unglücksfall betroffen. Derselbe nahm an einer Trompete eine Reparatur vor, wobei ihm ein Messingsplitter ins Auge fuhr. Der Verletzte begab sich sogleich zum Augenarzt, woselbst ihm die schreckliche Mittheilung wurde, daß das Auge unrettbar verloren sei und dasselbe, um wenigstens das andere Auge zu retten, sofort herauSgenommen werden müsse. Die Theilnahme für den schwer betroffenen Künstler ist eine allgemeine.
Groß-Gerau, 1. Juli. Bei einem gestern hier abgehaltenen Schauturnen schoß ein junger Mann (Elsässer) aus Eifersucht auf die Tochter eines hiesigen Einwohners und traf sie in den Rücken. Hierauf kehrte er die Waffe gegen sich selbst und brachte sich mehrere schwere Verletzungen bei. Von vier aus einem Revolver abgefeuerten Kugeln ging eine fehl und drang einem Bahnwärter in daS^Bein. Sämmtliche Verwundete wurden in das hiesige Krankenhaus verbracht, woselbst der junge Mann bereits in der Nacht starb.
Bickeabach, 1. Juli. Heute verstarb dahier Frau Dr. Metzler, die älteste Person unseres Ortes, in dem hohen Alter von 95 Jahren.
A Mainz, 2. Juli. Wie die hiesigen Localblätter auS Darmstadt berichten, sei in Sachen der Verstaatlichung der Ludwigsbahn gestern ein Regierungscommiffar eiligst nach Berlin gereift. Ferner wird gemeldet, daß in Darm- stadt bereits der Name von der Person genannt werde, die als zukünftiger Oberleiter des hessischen Eisenbahnwesens in Aussicht genommen sei. Es solle dies ein naher Anverwandter einer sehr einflußreichen hiesigen Persönlichkeit fein. — Verflossene Nacht ist der aus Oberkassel gebürtige Bootsmann Karl Witzler von dem hier vor Anker liegenden Dampfschiff „Mathilde" von der Köln-Düsseldorfer-Gesellschaft abgestürzt und ertrunken. Obwohl auf das Hülfsgeschrei Witzlers man von verschiedenen Seiten zur Rettung herbeieilte, war es nicht mehr möglich, den mit den Wellen kämpfenden 56 jährigen Mann dem naffen Grabe zu entreißen.
Dermifctytes»
* Marburg, 2. Juli. Nach dem Ergebniß der Berufsund Gewerbezählung am 14. Juni dsS. Js. hat die Stadt Marburg in 3039 Haushaltungen 8064 männliche und 7966 weibliche Personen, also 16,030 Ortsanwesende, einschließlich der während der Zählung zur Hebung ein» gezogenen 375 Landwehrleute.
* Ms. Kaffe!, 2. Juli. Ein schweres Gewitter, verbunden mit Wirbelsturm und Hagelschlag, so furchtbar verheerend und zerstörend, wie keines seit Menschengedenken, ist gestern in Hessen und Nachbargebiet niedergegangen. Nach den bis jetzt gemachten thatsächlichen Feststellungen und vorliegenden Berichten hat sich der Gewittersturm über ganz Mitteldeutschland erstreckt und eine ungewöhnlich große Ausdehnung genommen. Ich muß mich heute darauf beschränken, von den furchtbaren Verwüstungen zu berichten, die in Stadt und Landkreisen angerichtet wurden. Namentlich in dem Schloßgarten zu Wilhelmshöhe, der mit so seltenen Prachtexemplaren exotischer Bäume versehen ist, sind ganze Strecken der herrlichsten Baumriesen wie Strohhalme umgeknickt, viele Hunderte von Bäumen sperrten Weg und Steg, sodaß der Verkehr völlig gehemmt war und Militär requirirt werden mußte, um die Wege frei zu machen. Die Straßenbahn zwischen Kassel und Wilhelms- Höhe konnte mehrere Stunden nicht verkehren. Auf Schritt und Tritt im WilhelmShöher Parke, wie in den angrenzenden Waldungen, Obstpflanzungen, Alleen rc. bietet sich ein geradezu grauenhaftes Bild elementarer ZerstörungSwuth. Die nach den Cascaden führende Tannenallee ist zerstört, die berühmte Rosenallee hinter Wilhelmshöhe ist streckenweise völlig weg- rasirt, Dutzende von Bäumen find von der furchtbaren Windsbraut zu einem Klumpen zusammengeweht. Bei dem bekannten AnSflugSort „Fuchslöcher" hört der Wald stellenweise ganz auf Wald zu fein, Hunderte von Buchen liegen hier im wilden Chaos aufgethürmt. Eine ganze Anzahl Häuser wurden abgedeckt und vom Sturme beschädigt, so
Schuppen und Maschinenhalle der Straßenbahn. Die' electrische Beleuchtungsanlage in Wahlershausen, Wilhelmshöhe rc., welche noch nicht lange errichtet worden ist, wurde total zerstört. Die Häuser am Kohlenbergwerk hinter« Herkules find abgedeckt und Balken, Ziegel rc. weite Strecken fortgeschleudert. Die in der Nähe befindlichen Felder find von einem furchtbaren Hagelwetter heimgesucht, alle Saaten und Früchte sind total vernichtet, die gesammteErnte ist zerstört. Noch nach mehreren Stunden bedeckten die in der Stärke von Taubeneiern niedergegangenen Schloßen handhoch den Boden. Wirbelsturm und Hagelwetter haben namentlich die Gemarkungen von Hoof, Breitenbach, Dörnberg, Lichelbach, Elmshagen, ferner Wilhelmsthal, Mönchshof, Kalben, Udenhausen, Burguffeln rc.rc. furchtbar verwüstet. Hiobspoften treffen von allen Seiten ein, sie sind im knappen Rahmen eines Zeitungsberichtes nicht alle einzeln zu registriren, nur so viel steht fest, HabichtSwald und ReinhardSwald sind feit vielen Jahrzehnten von einem ähnlichen Unwetter nicht betroffen worden. Auch im Schloßgarten zuWilhelsmthal sind über hundert der seltensten Bäume entwurzelt. Im Druselthal sind mehrere Häuser ebenfalls abgedeckt. Schrecklich sieht es in Grebenstein und Burguffeln auS, kein Haus ist verschont geblieben, viele ganz abgedeckt, eine massive Scheune wurde umgeweht und der Erde gleich gemacht, der Friedhof ist total verwüstet, an den Landstraßen sind viele Hunderte Obftbäume wie Strohhalme umgcknickt. Gleich traurige Nachrichten laufen von der Corbacher Straße, Elgershausen, Oberhessen, Schwalmgegend rc. ein. Der angerichtete Schaden ist unberechenbar.
* Calw, 2. Juli. Gestern Abend tobte hier ein etwa 5 Minuten anhaltender Wirbelsturm, der von starkem Hagelschlag mit hühnergroßen Schloßen begleitet war. Der Sturm richtete großen Schaden an, deckte Dächer ab, drückte die Giebelwände von Gebäuden ein und zerschlug viele Scheiben. Ganze Waldstrecken wurden zerstört, dadurch, daß die Bäume entweder entwurzelt oder abgebrochen wurden. Auch der entstandene Feldschaden ist beträchtlich. — Unmittelbar vor dem gemeldeten Orkan hatten viele Schulkinder die Badeanstalt verlassen. Dieselbe wurde durch den Wirbelsturm völlig zertrümmert. Diele Feldarbeiter kehrte» mit Wunden bedeckt heim.
* Karlsruhe, 2. Juli. Das gestern Über unsere Stadt niedergegangene Gewitter mit Hagelschlag hat besonders großen Schaden im benachbarten Dur lach angerichret. Es fielen Eisstücke bis zur Fauststärke und zertrümmerten Tausende von Fensterscheiben. Besonders wurden die Felder und Gärtnereien stark beschädigt und durch den Sturm mehrere Häuser theilweise abgedeckt. Auf dem Wege nach Blankenloch wurde auf der Straße ein Mann vom Blitz erschlagen. — Gouverneur Major von Wißmann, der gestern zum Besuch des Ministers v. Brauer hier eintraf, fetzte heute feine Reife nach Italien fort.
* München, 2. Juli. Nach einem amtlichen Telegramm herrscht eine große Feuersbrunst in dem Flecken Eslarn (Oberpfalz). Nach der „Amberger Volkszeitung" find 37 Anwesen und die Kirche niedergebrannt. — Wie die „Amberger Volkszeitung" weiter meldet, sind bei dem Brande 170 Häuser mit den Nebengebäuden eingeäschert. — Ungefähr 1400 Einwohner sind obdachlos. Das Pfarrhaus ist vollständig abgebrannt. Die Kirche wurde stark beschädigt, auch das Schulhaus ist leicht mitgenommen. Die öffentlichen Kassen und Urkunden find geborgen. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen. Ein HilfScornitö hat sich gebildet.
* Straßburg i. E., 1. Juli. Aus allen Branchen der Industrie haben sich auf der hiesigen Ausstellung die hervorragendsten Firmen eingefunden zum edlen Wettstreite. Besondere Aufmerksawke t wird der Gruppe 9, „Nahrungs- und Genußmittel", gewidmet, indem wir hier weltbekannten Häusern, wie der Cichorien- und Kaffeezusatz-Fabrik von C. Tramp ler in Lahr, der elsässischen Conservenfabrik Straßburg, der Gänseleberpastetenfabrik von Albert Henry u. a. m. begegnen, welche hier erneut den Beweis liefern wollen, daß ihre Fabrikate den altbewährten Ruf recht- fertigen.
* Laibach, 2. Juli. Gestern Abend 10 Uhr 26 Min. erfolgte nach vorhergehendem unterirdischen Getöse ein starker, doppelter, zwei Sekunden dauernder Erdstoß.
* Große Feuersbrunst in Paris. In Paris entstand am Montag Mittag in der Militär-Schuhwaaren- Fabrik Godillot in der Rue Rochechouart im Centrum der Stadt Feuer. Die Fabrik umfaßt ein ganzes Häuser- Viertel. Der Brand, durch heftigen Wind angefacht, verbreitete sich rasch auf die umliegenden Straßen. Im Lause des Nachmittags wurden vierzehn Häuser davon ergriffen. Theile der Straßen Rochechouart, Petrelle und Condorcet gerieten in Flammen. Die Einwohner der brennenden Häuser flüchteten theils in wilder Panik, theilS versuchten sie die Möbel zu retten. Mehrere Personen wußten durch Rettungsleitern aus den Häusern geschafft werden. Eine Person sprang auS Angst vom fünften Stock auf die Straße. Die ganze Pariser Feuerwehr war bei der Löscharbeit thätig, unterstützt von Polizei und Infanterie. Die Löschmannschaft arbeitete mit der größten Aufopferung, besonders auch die Polizisten, die die Hilferufenden aus den brennenden Häusern herausholten. Das Publikum brachte ihnen große Ovationen, auch zahlreiche Leute aus dem Publikum sind bei der RettungS- arbeit beteiligt, sie bildeten Ketten, um Wasser herbeizuschaffen und Werthgegenstände wie die Kassenbücher auS dem Brande fortzuschaffen. Da in Folge der heißen Temperatur und der Trockenheit starker Wassermangel herrschte, arbeiteten die Spritzen schlecht. Mehrere Diebstähle wurden feftgestellt. Die Fabrik Godillot hat 2000 Arbeiter angestellt, die nun beschäftigungslos werden. Erft gegen 4 Uhr Nachmittags begann die Feuerwehr des Feuers Herr zu werden. Ein Feuerwehrmann kam durch Sturz aus der vierten Etage umf


