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rechte auf die Dauer von 5 Jahren, hinweisend, daß hier eine harte Strafe eintreten müsse, um die Sicherheit unserer Staatsstraßen für die Folge zu gewährleisten. Die Der- rheidigung bittet um eine wesentlich niedrigere Bestrafung der beiden Angeklagten. Der Gerichtshof erkennt gegen Julius Krämer auf 2 Jahre, gegen Wilhelm Krämer auf 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus und gegen beide auf Verlust der bürger» ltchen Ehrenrechte dem Anträge der Staatsanwaltschaft gemäß. Je 6 Wochen der erlittenen Untersuchungshaft werden beiden Angeklagten von der Strafe in Abrechnung gebracht.

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Gießen, den 2. October 1895.

Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, dem ordentlichen Professor in der theologischen Facultät der Landes Universität Dr. Heinrich Adolf Kästlin den Character alsGeheimer Kirchenrath" zu ertheilen.

** Kirchliche Dtevftuachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht, der durch die DecanatSsynode deS DecanatS Schotten für die Zeit bis zum Herbst 1898 vollzogenen Wahl des evangelischen Pfarrers Reinhard Mtckel zu Gonterskirchen zum Stellvertreter des DecanS des DecanatS Schotten die Bestätigung zu errheilen.

**b. Concertvereiu. Am Montag den 30. September fand die diesjährige Generalversammlung des Concert« Vereins statt. Der verhältnißmäßig zahlreiche Besuch der­selben war wohl dem Umstand zuzuschretben, daß auf der Tagesordnung das Ersuchen der evangelischen Gemeinde­vertretung um Verlegung der Loncerte auf Wochen­tage stand. Die eingehende Debatte hierüber, an der sich fast sämmtliche erschienenen Mitglieder deS Vereins beteiligten, ergab eine erfreuliche Uebereinsttmmung der Ansichten des Vorstandes und der übrigen VereinSmitglieder. In einer längeren Ausführung faßte der Vorsitzende, Herr Geh. Hof' rath Oncken, alle Gründe zusammen, die wider die Ver­legung sprachen, ja auch nur den Versuch einer solchen ganz unmöglich erscheinen lasten. Er wies darauf hin, daß der Aufschwung, den der Verein in den letzten Jahrzehnten ge­nommen, genau von dem Zeitpunkt baitre, wo die Concerte auf den Sonntag Nachmittag verlegt wurden, daß eine Zu­rückverlegung auf die Abendstunden der Wochentage unfehlbar eine völlige Zerrüttung deS Vereins zur Folge haben würde. Innerhalb der Bürgerschaft Gießens sei die Thetlnahme an den Concerten außerordentlich gewachsen, und zahlreichen Nachbarorten sei der Besuch derselben erst durch die Ver- ' gung auf den Sonntag Nachmittag möglich geworden. Der Verein zähle jetzt 61 auswärtige Mitglieder, die ihm eine JahreSeinnahme von 700 Mk. zubrächten - es sei eine Forderung sowohl der Billigkeit als des eigensten Jnterestes deS Vereins, hierauf Rücksicht zu nehmen. Es sei endlich auch nicht einzusehen, wie durch die fünf Concerte des Vereins das religiöse und kirchliche Leben der Gemeinde irgendwie geschädigt werden könne. Die Generalversammlung schloß sich durchaus diesen Ausführungen an und beschloß ein­stimmig, daS Ersuchen der Gemeindevertretung abzulehnen. Rascher wurden die übrigen Punkte der Tagesordnung er­ledigt. Der Rechenschaftsbericht wurde gebilligt, ebenso die durch die Finanzen des Vereins erforderte Erhöhung des Zuschlags für AbonnementSsperrsitze um 1 Mk. (also etwa 17 Pfg. pro Concert)- endlich wurde der seitherige Vorstand durch Zuruf wiedergewählt.

** Die von der hiesigen Naturalverpflegstation unterstützten Durchreisenden haben bekanntlich für ihre Verpflegung Morgens zwei Stunden zu arbeiten. Gestern Morgen wollte nun ein hiesiger Einwohner drei von diesen Leuten, die sich auch freiwillig meldeten, mit KartoffelauSmachen beschäftigen und wurde diesen deshalb die Arbeit auf der Verpflegftation er­tasten- kaum aber auf dem Acker angekommen, ließen sie die Geräthe liegen und schoben ab. Ein Schretnergeselle, der sich hatte unterstützen lasten und dem von einem Meister Arbeit angeboten wurde, erklärte, er habe erst in Caffel gearbeitet und arbeite jetzt nicht schon wieder. Ein zweiter Schretnergeselle, dem Arbeit angeboten wurde, lehnte solche ebenfalls ab. Von einem hiesigen Tapezier wurde ctn Gehülfe gesucht, es fand sich auch ein solcher auf der Her­berge, aber die Arbeit lehnte er ab- kurz darauf erschien er aber bei demselben Meister und hielt um ein Geschenk an.

* Zur Kartoffelernte. Da bereit« allenthalben die Kartoffeln ausgemacht werden, so dürfte die Thatsache nicht unbe­rücksichtigt bleiben, daß Kartoffeln, wenn sie bet heißer Witterung in den Keller kommen, leicht faulen. In Rheinhesten und in anderen Gegenden schüttelt man die Kartoffeln auf einen Haufen, übergießt sie kräftig mit frischem Master und läßt sie über Nacht im Freien liegen. Erst am anderen Morgen dringt man sie nach erfolgter gehöriger Abkühlung in den Keller.

Grünberg, 30. September. Heute wurden hier vier Zigeunerinnen gefänglich eingebracht, die in dem nahen Lauter dem diesem Völkchen wohl nicht mit Unrecht nach­gesagt werdenden Handwerk, daS doch im Gesetz mit strenger Strafe bedroht wird, obgelegen hatten. In einem Hause zu Lauter, besten Hausfrau krank zu Bette liegt, hielten fünf Zigeunerinnen Einkehr; daß sie eine kranke Frau antrasen, welche sich in keinerlei Weste widersetzen konnte, kam ihnen gerade gelegen, und so durchstöberten sie alle Kisten und Kasten und nahmen, wie uns mitgetheilt wird, alles was ihnen gefiel. In einem an der Wand hängenden Kleide erwischten sie ein Portemonnaie. Sie versuchten sogar, der kranken Frau daS Betttuch unterm Leibe hervorzuziehen. Nach verrichteter Heldenthat flohen sie in der Richtung nach Ruppertenrod, wo sie indrsten erwischt und durch drei Gendarmen dem hiesigen Amtsgericht zugesührt wurden. Ist denn dieser Landp'age gar nicht zu ' steuern? Wäre etwa eine Entziehung der Reiselegirimation nicht möglich? Gr. Anz.

Bad Nauheim, 30. September. Bei der kürzlich statt-

gehabten Versteigerung des Ober-Mörlener Gutes des Freiherrn Victor o. Nordeck zur Rabenau aus Gießen hatten Freifrau v. Fechenbach- Laudenbach aus Dieburg und Freiherr Friedrich v. Nordeck zur Rabenau aus Groß - Stetnheim das Höchstgebot mit 167 500 Mk. emgelegt. In der heute stattgehabten Sitzung der Jatereffenten wurde, eine achttägige Widerrufsfrist Vor­behalten, den erwähnten Letztbierenden der gerichtliche Zu­schlag erthestt. DaS zum Gute gehörige, herrlich gelegene, trotz seinem Alter noch im trefflichen baulichen Zustande be­findliche Schloß hatten s. Zt. Vertreter der Provinzial- regierung in Gießen zum Zwecke der Herrichtung eines ProvinzialfiechenhauseS besichtigt, der Plan wurde jedoch aufgegeben, da die Kosten deS Um-, bezw. Anbaues sich als zu hoch erwiesen hätten. Darmst. Ztg.

§ Grebenhain, 29. September. Im Auftrage des deut­schen Ingenieur- und Architecren-Vereins find hier zwei Zeichner thätig, um zwei Gebäude aufzunehmeu behufs Ausgabe eines Werkes (Aufnahme alter Bauernhöfe). ES ist daS HauS deS Bürgermeisters Schmalbach zu Crainfeld, welches im Jahre 1641 in allrmanischem Baustile erbaut worden ist- daS Gebäude gehörte früher einem qewisten Frhrn. Ellenberger, welcher einen Edelhof hier besessen hat. DaS Holz an diesem Gebäude ist schwächer, die Schnitzerei dagegen schöner, alS daS zweite Gebäude, welche- sich in Ilbeshausen befindet. ES ist eine Mühle des Heinrich U sing er I., dieHanse-Mühle", auch im DolkSmunde der Sage nach die sog.TeufelSmühle" genannt. Diese Mühle ist in fränkischem Baustil erbaut, daS Holz ist stärker, jedoch weniger verziert. Diese beiden Gebäude find schon mehrere Male ausgenommen worden, theilS photographisch, theilS durch Zeichner.

§§ Crainfeld, 30. September. Unserem Ort stehen zwei schöne Festtage bevor, nämlich am Sonntag den 13. Oc­tober die Einweihung unserer Gemeindewasserleitung. Ein Fest Ausschuß ist bereits gebildet, welcher die nöthigen Vor­bereitungen treffen wird. Obwohl ja Anfangs Mißtrauen gegen daS Unternehmen laut wurde, wegen den hohen Kosten, so ist man doch jetzt froh, eine Wafferleitung zu besitzen, denn bei der gegenwärtigen trockenen Witterung müßte daS Wasser in Fäffern etwa eine halbe Stunde weit hergeholt werden. Die Gesammtkosten der Wasserleitung stellen sich auf 22- bis 23,000 Mk. Wie wir hören, beabsichtigen noch mehrere höher gelegene Orte Wafferleitung anzulegen, näm­lich Herbstein, Hartmannshain, Herchenhain u. s. w. Als zweite Festlichkeit ist die Einweihung der neu reparirten Kirche und der neuen Orgel zu bezeichnen. Letztere ist aus der bekannten Orgelbauanstalt von Förster in Ltch.

Laubach, 30. September. Heute wurde der in der Pacht des Herrn Hofapothekers Roßbach befindlicheobere Ziegelhütlner" Teich gefischt. DaS Ergebntß war ein über­raschend günstiges, indem etwa 60 Centner Karpfen und Schleihen gehoben wurden, wovon jedoch der wett größere Theil als Setzbrut dem Tetchwaffer wieder zurückgegeben werden mußte, dem kleineren Theile machte eine fröhliche Gesellschaft im Schützenhofe sein Ende.

Darmstadt, 1. October. Der Kaiser-SchießpreiS für Feldartillerie ist außer drei anderen Batterien auch der 4. Batterie unseres Großherzogl. Feld Artillerie CorpS zuerkannt worden. Ihr alS praktischer Schießmeister in der Armee rühmlichst bekannter Chef, Hauptmann Lang, erhält vom Kaiser einen silbernen Ehrenschild alS persönliches Ge­schenk, das Regiment eine Bronzebüste deS Kaiser- in sein Cafino und die Unteroffiziere und Mannschaften tragen ein bereits angelegtes außerordentliches schmucke- Abzeichen am rechten Oberarm. Dasselbe besteht in einem auS vergoldetem Zinnguß hergestellten Embleme und stellt zwei gekreuzte Ge­schützrohre dar, die von Eichenlaub umrahmt sind, worüber die Kaiserkrone thront - darunter ist zu lesen: SchießpreiS 1895.

N. H. V.

Lampenheim, 29. September. Dor einiger Zeit wurden hier durch einen herumziehenden Händler Blumenzwiebeln feilgeboten. Wie sich nunmehr herausstellt, find die Käufer einem frechen Betrüge zum Opfer gefallen- die für 30 und 40 Pfennig erworbenen Zwiebeln trieben nämlich statt der erwarteten Hyazinthen und Tulpen Herbstzeitlosen. , A Mainz, 1. October. Zu 12 Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren verurtheilte heute Abend daS hiesige Schwurgericht den erst 19 Jahre alten Taglöhner Ernst Krieg auS Kreuznach wegen vorsätzlichen TodtschlagS. Ohne daß irgend ein Wortwechsel vorhergegangen, hat Krieg auS Rache einem verheiratheten Collegen, mit dem er in OberhtlberSheim Wein mit einer Fuhre holte, bei Gensingen eine Sielscheite über den Kopf geschlagen und zwar derart, baß der Schädel de- Geschlagenen vollständig zertrümmert wurde und der Tod deS Getroffenen sofort eintrat. Nach der rohen That be­kümmerte sich Krieg nicht' im Geringsten um sein Opfer, ließ die Leiche ruhig liegen und begab sich in ein nahes WirthS- HauS, wo er, ohne die geringste Aufregung zu zeigen, Bier trank und Cigarren rauchte. Die rheinhessischen Notare, 30 an der Zahl, hielten heute hier ihre jährliche General­versammlung ab.

vermischtes.

* Ms. Marburg. 1. October. In dem benachbarten Dorfe Bürgeln ist vor einigen Tagen der Milzbrand auSgebrochen. Eine Kuh des AckerSmannS Theis ist bereits verendet. Die erforderlichen Polizetmaßregeln find sofort ergriffen.

* Marburg, 30. September. Der Gesangverein Lieder- tafel brachte heute Abend, wie dieOberh. Ztg." meldet, im Museum bei Gelegenheit der Jahresversammlung deS hesfischen DolkSschullehrervereinS u. A. auch zum Vortrag baß von dem verstorbenen LandgerichtSrath Bork gedichtete, von dem Mufikdirector Ö. Krauße in Gießen componine und dem Lahnthalsängerbund gewidmete:

I m Hinterland.

Trüben im Hinterland bin ich so gern. Nach Lahn und Ederstrand zieht mich - von Fern WaldeSgrün, WaldeSdust, Fr,sch freie Berge-lufl Weckt dort die Wanderlust, Schwellt mir die Brust.

Schau ich von steiler Höh bann über- Land, Grüßen mich Äopf an Kopf Freunde bekannte Hast,prachi und Halenroth, Schwanett, noch keiner tobt, Fest wie vor tauienb Jahr'n, Treu immerdar!

Fern auS dem Süden winkt Felbberg mir zu Nördlich au- WaldeSgrün Chrtstenberg Du! Naffau und Heffenland Reichen sich hier die Hand, Der Provinz ..Bindestrich- Jst'S Hinterland.

Hab ich genug gekneipt Lust und Natur, Folg ich zum WirthShauS bann gerne der Spur Deutschen Land s Herrlichkeit Sei dort ein Glaß geweiht- Dir gehört allerwärtS Heimath mein Herz.

Ms. Bau der Rhon, 1. October. Bei einem Brandt in dem armen Rböndorfe Oberelsbach find von tei 250 Häusern deS MarktfllckenS 180 total eingeäschert, ferner etwa 250 WirthschaftSgebäude mit allen Donäthen. Gereuet wurde die Kirche, das Gemeindehaus, die Schule, ein Gastbof. Man nimmt Brandstiftung an. Der Jammer und die Noch der sehr armen B völkerung find groß.

Frankfurt a M., 1. Oktober. Die 18. Haupt­versammlung deS Allgemeinen deutschen Frauen- verein- ist heute zusammengetreten- sie ist au-25 Städte, beschickt. Oberbürgermeister AdickeS begrüßte sie Namen- der Stadt. Auguste Schmidt au- Leipzig berichtete über die bisherige Thätigkeit. Hierauf fanden geschäftliche Berathunge, statt.

* Frankfurt a. M., 1. October. Der gestern Morgen 10 Uhr eröffnete diesjährige Obst markt ist bester beschickt, als man bei der im Allgemeinen geringen Obsternte erwarten konnte. Bis heute Mittag 1 Uhr logen 326 Anmeldungen vor. Am meisten find Aepfel vertreten, die etwa 3/s ^S AngeboteS ouSmochen. DaS andere Drittel bilden Birnen, Zwetschen rc. Außerdem sind am Markte Obstproducte, Verpackungsmaterial, Maschinen rc. Die Preise find sowohl für Tafel- a'S WirthschaftSobst erheblich höher, al- in den Vorjahren, namentlich ist der Preisunterschied gegen 1893 ein namhafter. Die Nachfrage ist gut, und e- wurden heute Vormittag große Mengen der verschiedensten Ovstsortea, u. A. 12 Waggons Kelterobst verkauft. An Kelterobst waren heute Vormittag angeboten 47 Waggon- Aepfel und siebe, Waggon- Birnen. Für den morgigen zweiten Markttag stehen noch weitere größere Anmeldungen in Aussicht.

Schiffsnachrichten.

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten der/ ÜooS und I. M. Schulhof.

Bremen, 30.September. (Per tran-atlantischen Telegravy.j Der Schnelldampfer Weimar, Capt. E. Steenken, vom Norddeutsche» Lloyd In Bremen, ist heute 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten t» Newyork angekommen.

Citeratar und A«nst.

Otto HübtterS geographisch-statistische labttUn für 1895. 44 Jahrgang. ») Buch-AuSg-bt in Taschenformat cariotmnt 1.20 Mk. b) Wandtafel Ausgabe 60 Pfg. HerauSgegeben von Uni» versttäls-Profesfor Dr. Fr. von Jurafchek, Regierungsrath in der k. u. k. österreichischen statistischen Central Eommrssion in Wien. Der Inhalt derselben ist, wie stets, so auch für den neuen Jahrgang nach den nrueft«n und zuverläisigstcn Forschungen ergänU und be­richtigt und umfaßt: Name, RegierungSform, Staats Oberhaupt, Flächeninhalt, Bevölkerung, Dolksdichttgkeit. Ein- und «u-wanderung. ÜHationaliläten, Reiigionsbekenntniste, Staat- Einnahmen, AuSgadcn und Schulden, Staattv-plergeld, Banknotenumlauf, Stehende-Heer, Kriegsflotte, Handelest u, Ein- und Ausfuhr, Haupierzeugniffe, Münzen und deren We td to Reichsmark, Gewichte, Längen- und Flächenmaße, Hohlmaße für Weine und Getreide, Länge der Eisendahn- unb Telegraph-nlinten, Einwohnerzahl der Hauptsiädle und der wichtigrten Orte aller S aaten bet Erbe. Für sämmtliche Staate» Europa- Vergleiche über bie Volksbewegung unb Volksbildung, die Elementar-Schulen, Boden- unb Jnduftrieprobucte, HauSihiere, per 1000 Einwohner versendeten Briefe, Zeitungen, Telegramme usw.

WSchkutlich« llederstcht der lobeäfafle in Siebe»

39. Woche Vom 22. September bi« 28. September 1896.

Einwohnerzahl: angenommen zu 22 400 (incl. 1600 Marrn Miliä,). Sierblichkeitüziffcr: 27,85, nach Abzug von 6 Ortsfremden 13,92's.

Kinder

E? ft erben en: Zusammen: Erwachsene: toi vow

1. Lebensjahr: 2.16. Jahr:

Unterleibstyphus 11

Herzleiden 1 (1) 1 (1)

Bösartiger Neubild. 1 (1) 1 (1)

Lungenbluischlag 1 (l) 1 (1)

Aneurysma 1 (1) 1 U)

Verunglückung 1 (1) 1 (l)

Atrophie 1 1

Angeborene LebenS-

schwäche 1 1

Syphilis 1 1

DiphlheritiS 1 (1) 1 (1)

Diarrhöe ______2________________________2

Summa: 12 (6) 6 (5) 4 (1)

Anm. Die m Klammern gefetzten Zistern gev«» an, wie rHdi bet Todesfälle to der bettest enden Krankheit auf von auSwätt» nd Gießen gebrachte Kranke kommen.____

UircklickeAnzeigen-er evang.«Scn,ern»e

In der Iodanne-kircha.

Donnerstag den 3. Oclober, vormittag- 9 Uhr: Gotte-dfeaft »ur Eröffnung der DeeanatSfynode. Pfarrer Sommerl ad voa Watzenborn.________________

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