Ausgabe 
3.7.1895 Erstes Blatt
 
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malische Aufgabe:Jnvavianten des Systems von drei billineoren ternaeren Formen"; b) Cbemt'che Ausgabe: Chemische und thermochemische Untersuchung von Masut"; c) Philosophische Aufgabe:Kritische Darstellung des Pro­blems der Materie bei Kant"- ä) Linguistische Aufgabe:Die sorgfältige Sammlung und Erwägung der Familien- und VerwandtschaftSwörter in einer oder mehreren altindo- germanischen Sprachen"; e) Romanische Aufgabe (wieder- holt):Das französische Verbum nach den Zeugnissen von Grammatikern des 16. und 17. Jahrhunderts." Die BewerbungSschrtflen find vor dem 1. Mai 1896 einzusenden und an die betreffende Facultät oder den Decan derselben AU adresfiren. Jede Bewerbungsschrift darf nur einen Verfasser haben.

** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten. Versammlung Donnerstag den 4. Juli 1895, Nach - mitags 4 Uhr: 1. Gesuch des Georg Adam Reich von Reuchelheim in Bayern um Verleihung der hessischen Staats­angehörigkeit. 2. DeSgl. deS Lorenzo Della Berta aus Calazza in Italien, dermalen in Gießen, um Aufnahme in den hessischen Staatsverband. 3. Gesuch des Fritz Schreiner um Erlaubniß zur Herstellung einer Bretterhütte am Eder- weg. 4. Desgl. des R. Hecker für eine Gartenhütte auf dem Hamm. 5. DeSgl. des RechtSanwaltS Grünewald. 6. Gesuch des Ehr. Rebe um Erlaubniß zur Erbauung einer Feldscheuer in der Schwarzlach. 7. Den Fluthgraben in den Eichgärten- hier Rohrlegung in denselben. 8. Piffoiranlage in der Restauration Vogt. 9. Gesuch deS R. Oberländer um Erlaubniß zum Wirth^chaftsbetrieb im Hause Liebig- siraße 71. 10. Verlängerung der Verkaufszeit an Sonntagen sür Cigarren-Specialgeschäfte. 11. Gesuche um pachtweise Ueberlassung von städtischen Plätzen zum Obstverkauf. 12. Gesuch t'cs I. F. Sorger um Erlaubniß zur Herstellung einer Wirthschaftshalle. 13. Die Senckenbergstraße; hier Rechnung des Weißbindermeisters Pb. Schäfer und Maurermeisters W. Steinbach. 14. Ausbau der Bismarckstraße; hier Rechnung des Joh. Nickel für Chaussirung.

* 50er-Feier. Wie schon seit einigen Jahren hier üblich, feierten am Samstag und Sonntag die im Jahre 1 84 5 geborenen Altersgenossen ihren 50. Geburtstag. \ Am Samstag Abend versammelten sich dieselben zu einem j gemeinschafllichen Nachtessen im Cafe Leib und wurde j die Stimmung bald eine sehr annimirte, so daß der Nachhauseweg von einigen Freunden erst in früher Morgen- j stunde ohne Laternenschein angetreten wurde. Sonntags versammelten sich die Tbeilnehmer vollzählg mit ihren Frauen auf dem Ludwigsplatz zu einer gemeinsamen Fahrt nach dem Sch fsinberg, wo auch dieser Tag für so Manchen, der aus weiter Ferne zu seinen ehemaligen Schulfreunden noch in letzter Stunde herbeigeeilt kam, noch recht lange tn freudiger Erinnerung bleiben wird.

* * Zwei Turuerfestmärsche zum 22. Mittelrheinfest. Es wird uns geschrieben, daß zu unserem Turnfest zwei Turner­märsche componirt worden sind und zwarGut Heil" von Herrn Musikdirector Krauß e, welcher in seiner rauschenden Klangwirkung bei der Vorfeier am Sonntag auf Verlangen mehrfach hintereinander von der Capelle unseres Regiments gespielt werden mußte. Den zweiten FeftmarschTurn er- grüß" hat Herr stud. jur. Beringer in zarteren Tönen erfaßt. Auch dieses Tonstück wurde am Sonntag wiederholt zu Gehör gebracht und allgemein mit Beifall ausgenommen. Die Bertnger'sche Composition ist vom Festausschuß osficiell angenommen und zur Begleitung eines in den Festliedern enthaltenen Turnerliedes bestimmt worden und macht dem noch jugendlichen Componisten alle Ehre.

** Mittelrheiaifches Turnfest. Die tn unserem gestrigen Festbericht erwähnten Ringer-Gruppen (nicht Reigen- gruppen, wie durch ein Versehen des Setzers gedruckt war) sind nach uns von Fachmännern gewordenen Mitheilungen nicht so einfach darzustellen, wie vielleicht vielfach angenommen wird. Diese Gruppen, richtiger Schulringübungen genannt, haben viel Mühe verursacht, und ist es das erste Mal, daß sie auf einem Turnfest in Gießen zur Vorführung gelangen. Die Hebungen, unter Leitung des Herrn Frech einftubirt, wurden durch reichen Beifall ausgezeichnet.

* * 22. Mitielrheinifches Turnfest. Morgen Mittwoch Abend */z9 Hhr findet Gesammtprobe der vereinigten Gesangvereine in Cafe Leib statt.

* * Die Souutagsruhe während des Turnfestes betr. Am Sonntag den 7. Juli dauert die Verkaufszeit im Handels­gewerbe (Ladengeschäft) von 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends.

* * Ungerufene Turufestgäste. Eine Anzahl noch nicht der Schule entwachsener Jungen wußten sich gestern durch die Rückwand einer Wirthschaftshalle auf dem Festplatze Zugang in dieselbe zu verschaffen und plünderten die in der Halle befindlichen Vorräthe. Dreißig Stück Handkäse und eine Quantität Schinken fielen den jugendlichen Gourmands zum Opfer.

* * Straßeuverbreileruug. Man ist jetzt bei dem Umbau deS von Herrn Hutfabrikanten Schuchard, SelterSweg 44, erworbenen Hauses beschäftigt und wird damit wieder eine Straßenverbreiterung erreicht. Unsere städtische Baubehörde hat den AuSbruch von Läden im Vorderhause nur bewilligt, wenn dessen Straßenfront um ca. 35 bis 40 Ctm. zurück- gelegt wird. Wotzl oder übel hat sich der Besitzer deS Hanfes dazu bequemen müssen.

* Durchgehende Pferde. In der Nordanlage gingen gestern Nachmittag zwei Pferde mit Wagen durch und be­schädigten zwei Lindenbäume.

* * Oeffeutliche Anerkennung einer edlen That. Der Groß her zog hat dem Maschinisten Karl Philipp Bern- Hardt zu Mainz in Anerkennung des von demselben bei der Rettung eines Knaben vom Tode des Ertrinkens be­wiesenen besonnenen und muthvollen Verhaltens eine Geld­prämie verliehen.

* * Schuldienst Nachrichten. Am 13. Mai wurde btm Schullehrer Karl Schneider zu Dudenhofen eine Lehrer-

stelle an der Gemeindeschule zu Dietzenbach, Kr. Offenbach, ! am 21. Mai wurde dem Schulamtsaspiranten Carl Schwartz aus Offstein eine Lehrerftelle an der Gemeinde- fchule zu Ober-Ohmen, Kreis Alsfeld, an demselben

I mit prachtvollen Blumen und Kranzspenden in den Händen, ' wohl an 50 bis 60 Frauen und Mädchen. Besouders fiel j ein mächtiges Blumenarrangement, weiches zwei Arbeiter trugen und welches feint Arbeiter dem Todten widmeten,

Tage wurde der Lehrer an der Präparandenanftalt zu Linden- i fels Peter Joseph JanS zum Vorsteher dieser Anstalt, mit ; Wirkung vom 1. Juni an, am 6. Juni wurde dem > Schullehrer Wilhelm Pabft zu Ober Saulheim die Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Haffterbach, Kr. Erbach, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Georg Koch- Hafen von Haifterbach eine Lehrerftelle an der Gemeinde­schule zu Ober-Saulheim, Kr. Oppenheim, an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Carl Jüngst zu Eichen- rod die Lehrerstelle an der Gemetndeschule daselbst, am 6. Juni wurde dem Schullehrer Johannes Schneider zu Pfaffen'Beerfurth eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfisfligheim, Kr. Worms, an demselben Tage wurde dem Schulverwalter Johann Deeken zu Offstein eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst, an demselben Tage wurde dem Schullehrer Julius H o f zu Echzell eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Arheilgen, Kr. Darmstadt, übertragen.

** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Eine mit einem evangel. Lebrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneinde- schule zu Wimpfen i. Th., Kr. Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangel. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Pfaffen-Beerfurth, Kr. Erbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nordheim, Kr. Bensheim, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Klein Rohrheim, Kr. Groß Gerau, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Die mit einem katholischen Lehrer zu besetzende erste Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Heppenheim a. d. B. mit einem Anfangs- gehalte von 1000 Mk. jährlich. Dem Kreisrath und dem kathol. Pfarrer, sowie dem Gememderath zu Heppenheim steht das Präfentationsrecht zu derselben zu. An der Volks­schule zu Darmstadt sechs Lehrerstellen, von welchen fünf mit evangel. Lehrern zu besetzen sind und eine mit einem kathol. Lehrer zu besetzen ist, mit einem Anfangsgehalte von je 1350 Mk.

'* Kriegerkameradschast Hassia." Nach Erfüllung der satzungSmäßigen Pflichten sind in den Landesverband der KriegerkameradschaftHassia" aufgenommen worden: der Kriegerverein Altenschlirf mit 26 Mitgliedern, Bezirk Herbstein, der Kriegerverein Mosbach mit 35 Mitgliedern, Bezirk G^-Umstadt, der Kriegerverein Sickenhofen mit 29 Mitgliedern, Bezirk Groß-Umstadt.

** Directe Steuern. Die Gesammtsumme der für das Geschäftsjahr 1895/96 ausgeschlagenen Gewerb-, Grund-, Capitalrenten- und Einkommensteuer für das Großherzogthum Hessen beträgt Mark 9 429 997. Hiervon entfallen auf die Provinz Starkenburg Mark 3 536 346 = 37,5 Procent, auf Oberheffen Mark 2 016 643 21,4 Procent und aufRhein- heffen Mark 3 877 008 ----- 41,1 Procent. Auf die Bevölkerung^ zahl gerechnet beziffert sich der Steuer-Ausschlag per Kops in Starkenburg auf 8,42 Mk., in Oberhessen auf 7,58 und in Rheinhessen auf 12,56 Mark.

h. Lollar, 2. Juli. Heute fand hier die Bestattung des am 28. v. M. hier verstorbenen Herrn Georg Buderus statt. Gegen 2 Uhr Nachmittags hatte sich im BuderuS'schen Park zu Lollar eine ansehnliche Trauergemeinde versammelt und immer noch strömten die Leidtragenden herbei, um dem leider zu früh dahin Gegangenen die letzte Ehre zu er­weisen. Zwar rauchten die mächtigen Schlote des Werkes wie an gewöhnlichen Arbeitstagen, aber man merkte doch an der Ruhe und Stille im Betrieb, daß tiefe Trauer in die Herzen Derer eingezogen war, die sonst bei der Arbeit fröhlich schafften. Hat doch der unerbittliche Tod Manchem dieser Leute den Berather, den Wohlthäter und den Freund ge- raubt. Die Fahnen auf der Main-Weser Hütte sowohl, als auch auf dem fchloßartigen Wohngebäude des Verewigten flatterten zum Zeichen der Trauer auf Halbmast. Mit der Eisenbahn kamen gegen l/23 Uhr von Gießen, zu besten Be­wohnern der Entschlafene vielerlei Beziehungen hatte, wohl an 300 Leidtragende in Lollar an. Nachdem im Wohnhaufe in Anwesenheit der Familie Buderus und derjenigen Per- fnnen, welche dem Verblichenen im Leben näher gestanden haben, ein Trauergottesdienst stattgefunden, wurde der Sarg mit der Hülle des Geschiedenen auf den Leichenwagen ge­hoben und der Turn- und Gesangverein Lollar, dessen Ehren­mitglied Herr Buderus war, sang von der Veranda des Hauses einen Scheidegruß.Süß und ruhig tn der Erde ist der Schlummer", so tönte feierlich der Sang durch den friedlichen Park. Hierauf fetzte sich der lange Trauerzug in Bewegung, indem er an der Main-Weser Hütte vorüber seinen Weg zum Friedhof nahm. Der Turn- und Gesangverein bildete die Spitze, es folgten der Männergefangverein, die Liedertafel, der Gesangverein Germania, der Krieger- und Turnverein, sämmtlich mit ihren Fahnen, wobei besonders das Panier der Krieger, welches die Jahreszahl 1742 trägt, durch fein ehrwürdiges Alter auffiel. Hieran schloffen sich in langem Zuge die Arbeiter und Beamten der Hütten Wetzlar, Gießen und Lollar, bann kamen Arbeiter und Be­amte der Werke Hirzenhain und Burg-SolmS, die ersteren führten die alte Fahne ihrer Gewerkschaft im Zuge mit. Hieran reihten sich Bergleute der GrubeMorgenstern" bei Waldgirmes und der GrubeAmanda" bei Nauborn in ihren düsteren Trachten, sie führten die Fahne der Wetzlarer Knappschaft bet sich. Wehmüthig blickten diese Männer, die gewohnt sind, dem Tode täglich ins Antlitz zu schauen, vor sich nieder und bei Manchem rollte eine Thrüne über das von der Arbeit gefurchte Gesicht. In langer Reihe, paar­weise gehend, bewegten sich vor dem Leichenwagen, vor dem daS Kisten mit den Orden deS Entschlafenen getragen wurde.

auf, ebenso ein aus Rosen hei gerichtetes Kiffen, der mit mächtiger seidener Schleife in den CorpSfärben gezierte Kranz des CorpSTeutoma", sowie sonstige mit werthvollen Schleifen gezierte Kranzspenden. Der nun folgende Leichen­wagen war mit Blumen und Kränzen herrlich becorirt, tbm folgten die Mitglieder der Familie VuderuS, die Söhne und Brüder deS Verstorbenen in tiefer Trauer. Ihnen schloß sich an ein zahlreiches Trauergefolge, worin die Notabilltäten und die Bürgerschaft Gießens stark vertreten waren. Auch Offiziere von Gießen und Marburg, Vertreter der Corps Teutionia" undHassia", sowie BerufSgenosten des Ver­storbenen auS dem Siegerland erwiesen dem eiben die letzte Ehre. Eine lange Reihe von Equipagen, bei en letzte mit Kränzen und Palmen > Arrangements gefüllt mar, schloß ben Zug. Nachdem der einfache und schmucklose Metallsarg in die Gruft hinabgelasten war, ergriff Herr Pfarrer Heinze von Kirch­berg daS Wort. Mit bewegten, warm empfundenen Worten tröstete derselbe die Hinterbliebenen über den harten Verlust, der sie nach Gottes unersorschlichem Rathschluß getroffen, indem ihnen der Gatte, der Vater und der Bruder durch den Sjob entrissen sei, genommen, um einzuziehen ba, wo der ewige Friede wohnt. Der Herr Pfarrer entwarf hierauf in großen Zügen ein Lebensbild des Verewigten, wie er in dem kleinen, von waldbekrönten Bergen umgebenen Hirzenhain geboren und feine Jugend verlebte und hier die Liebe zu der Natur in sich aufgenommen. Biele in der Trauerver- fammlung wüßten eS, wie Georg Buderus den Wald kannte und liebte, wie er sich über jede unscheinbare Blume, über jeden schönen Baum freute, wie er das Leben jedes GethiereS beobachtet hatte im Walde vorn kleinsten bis zum größten. Mit dem Jahre 1861 übernahm Herr Buderus die Main- Weser Hütte, die unter feiner Leitung zu dem geworden, waS sie heute ist, ein mächtiges Werk, der Neuzeit entsprechend eingerichtet. Das Alte mußte fallen und wie an dem Werke sich Vieles geändert und tjemrgerufcn durch das rastlose Schaffen seines Besitzers sich ermtiie t bat, so verdanken auch Lollar und dessen Bewohner bat, was btr Ort geworben diesem leider so früh abberufenen Mannc, dessen Name fort­leben wird, wenn sich die Grust längst über ihm geschlossen. Er war ein Hüttenmann vom Scheitel bis zur Sohle und er war es, Der daS Netz wob, welches alle Werke feiner Brüder mit einander verband, und in seiner Hand liefen alle diese weit verzweigten Fäden zusammen. Der Verstor­bene liebte es nicht, öffentlich hervorzutreten, er trug sein Christenthum nicht öffentlich zur Schau, sondern liebte es, mit den Werken der Nächstenliebe, die er ausübte, sein Christenthum praktisch zu betätigen, seine Linke wußte nicht, was die Rechte that. Seinen zahlreichen Arbeitern, von denen viele in seinem Dienst ergraut sind, war er allezeit ein Vater, ein Wohlthäter und Freund, und mancher von ihnen dankt ihm Wohlthaten, vielen ist er in Noth und Be drängniß beigefprungen. Seinen Freunden war er ein wahrer Freund, feinen Brüdern ein guter Bruder, feiner engeren Familie aber war er der treueste, liebende Gatte und Vater. Seine Thätigkeit wurde auch von seinem LandeS- herrn anerkannt, wofür die ihm verliehenen Ehrenzeichen Zeugniß ablegen. Unser Großherzog berief den bedeutenden Mann in die erste Kammer der Stände, aber in feiner Be­scheidenheit glaubte BuderuS die Gnade des auch von ihm hochverehrten Landesherrn ablehnen zu müffen, weil er sich seiner Hütte nicht entziehen wollte, weil er mit seiner Familie zusammen hier in seiner Umgebung sich glücklich fühlte. Der Verstorbene hat den Namen BuderuS berühmt und geachtet gemacht in ganz Deutschland als der Besten einer. Möge ihm der ewige Friede werden. Nach dem Schlußgebet des Pfarrers gruppirten sich die vereinigten Sänger LollarS, wohl 100 an der Zahl, sowie sämmtliche Fahnen deS Zuges, um die Grabstätte, und in cm die letzteren sich senkten, klang die ernste Weise:Wie sie so sanft ruhen" über den kleinen Friedhof, welcher Über die Hälfte von der leidtragenden Versammlung gefüllt war. Hierauf widmete Herr Bürger­meister Geißler dem Entschlafenen Namens der Gemeinde Lollar Worte des Dankes und der Liebe, worauf zum Schluß der Trauerfeier die Kränze und Blumengewinde niebergelegt wurden. Möge dem nun in kühler Erde Gebetteten die Erde leicht werden.

Mainz, 1. Juli. Der hier verstorbene Arzt Dr. Klober jat derDeutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" 22,000 Mk. vermacht.

Dermif^üf«

Frankfurt a. M., 28. Juni. Der Loosehändler Wilhelm Mayer von hier vertrieb im Anfang d. I. Loose der ersten Trierer Dombau-Lotterie. Am 14. Februar wurde der Haupttreffer dieser Lotterie gezogen und siel auf Nr. 68.907; Mayer hatte ein BiertelloS von dieser Nummer m Besitz. Dieses Viertellos hatte er in seinem Schaufenster liegen, und zwar auch noch am Nachmittag deS ZiehungS- tageS. Hm Hhr gelangte ein hiesiges Blatt zur Aus­gabe, in dem die Haupttreffer bekannt gegeben waren, und ! urz vor 4 Hhr erschien im Laden von Mayer ein Mann Namens Kinsky aus Niederrad, der ein Viertel des LoofeS Nr. 68,907 zu kaufen wünschte. Die Verkäuferin gab ihm ein anderes LooS mit ähnlicher Nummer, doch verlangte der Käufer ausdrücklich Nummer 68,907 und bedeutete die Ver­käuferin, daß dieses Loos ja im Schaufenster aufgelegt sei. Er erhielt hierauf die verlangte Nummer. Kurz daraus erschien der Geschäftsinhaber, der inzwischen Kenntniß von der Ziehung deS Hauptgewinnes erhalten hatte, und erfuhr zu seinem Schrecken, daß das Loos verkauft fei. Mayer behauptete, KinSky müsse auS der Zeitung, vielleicht auch durch die Veröffentlichung eines andern Looseverkäufer« Kenntniß von der erfolgten Ziehung deS LooseS gehabt haben, ließ den Gewinn mit Beschlag belegen und versuchte ben-

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