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3.5.1895 Erstes Blatt
 
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Ewpsang genommen

n 1870, zugleich Set- >asfia". AuS Darm­neri Gemeinbrn unseres dortigen Krieger- und Zeit Vorbereitungen n Erinnerungsfesten an vohl anMnehmen, daß itr fitit, all über die irr Wtfibtnjliabt ab t an die giorreiwen noch nicht» beichiMn xttt werden, niir it diejenigen Tage, in n Darmstadt abspirien en, für das ganze Land lig ausgeschlossen sein Aufmerksamkeit der Vor- reine, im weiteren auch i(t, der für die gemein, besondere möglichstaue ster Theil derHassta - en sollen, non 9* h sei noch bemerkt, datz a, um für die auSwar- Herabsetzung der Eisen- die hierzu W6 8e

versprechen, iundzmanzigjahrigt « pr«

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21) KathaM« ^tflU|4 22) K^alena

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33) Katharina Schäfer auS Rülfenrod, wohnhaft in Rülfenrod, 34) Veronika Schäfer aus Steinfurth, wohnhaft tn Friedberg, 35) Helene Schieferstein aus Ober- Beffingen, wohnhaft in Lrch, 36) Anna Katharina Schuch aus Immichenhain, wohnhaft in Alsfeld, 37) Katharina Sen kl er aus Lauterbach, wohnhaft in Gießen, 38) Margarethe Seyfarth aus Alsfeld, wohnhaft in Alsfeld, 39) Elife Stichler aus Wallenrod, wohnhaft in Meiches, 40) Anna Christine Traud auS Afsenheim, wohn­haft in Afsenheim, 41) Maria Wagner auS Büdingen, wohnhaft in Büdingen, 42) Katharina Walter aus Wallenrod, wohnhaft tn Lauterbach, 43) Sophie Walter auS Daubringen, wohnhaft in Gießen, 44) Elife Weppler auS UellerShaufen, wohnhaft in Uetzhaufen, 45) Maria Wirth aus Mufchenheim, wohnhaft in Langsdorf, 46) Charlotte Zei tlma nn aus Rüdenhaufen, wohnhaft in Büdingen. ___________

O Wetlfaafen, 1. Mai. Gestern Abend kurz nach 9 Uhr gewahrten Vorübergehende in der Scheune des hiesigen LandwirthS Ludwig Feuerfunken emporsteigen. Kaum hinzugetreten, brachen die Feuergarben durchs Dach und die Scheune stand in Flammen. In höchster Gefahr befand sich das dicht anschließende Wohnhaus, in dem schon ein Bett, sowie Dachsparren angebrannt waren. Allein der hiesigen, sowie der sofort herbeigeeilten Feuerwehr von Kirschgarten und Ruppertenrod gelang eS, daS Wohnhaus zu retten und das Feuer auf seinen Heerd zu beschränken. Ein Glück war es, daß völlige Windstille herrschte, sonst hätte der Brand wettere Ausdehnung sicherlich genommen. Der Abgebrannte ist versichert. Ueber die Entstehungs­ursache des Brandes verlautet nichts.

-e. Neu Ulrichstein, 1. Mai. Monatsbericht der Arbeiter-Colonie pro April 1895. Ende April 1895 sind in der Colonie stellen-, resp. arbeitslos 70 Mann. Dieselben vertheilen sich aus das Groß- herzogthum Hessen 9; Königreich Preußen: Regierungsbezirk Kassel 12, Regierungsbezirk Wiesbaden 3, Provinz Rhein­lande 10, Provinz Westfalen 6, Provinz Hannover 1, Provinz Sachsen 2, Provinz Berlin 3, Provinz Posen 1, Pro­vinz Schlesien 5; Königreich Bayern 6, Königreich Sachsen 1, Königreich Württemberg 1; Thüringen 7; Freie Stadt Hamburg 1 , Retchslaude 1; Ausland: Oesterreich 1. Hiervon waren: Arbeiter 29, Bäcker 3, Buchbinder 1, Büchsenmacher 1, Färber 1, Former 2, Graveure 1, Kauf­leute 5, Landwtrthe 2, Molkerei-Gehilfe 1, Schaufel­macher 1, Schlosser 8, Schmiede 1, Schneider 2, Schreiber 1, Schuhmacher 3, Spengler 1, Töpfer 1, Tuchmacher 1, Tuch« scheerer 1, Tüncher 1, Weber 1, Weißgerber 1, Zimmer­leute 1. Gearbeitet wurde an 1704 Tagen. Verpflegt hat die Colonie an 2046 Tagen. Im Monat April 1895 wurden entlassen 20 Mann, und zwar auf eigenen Wunsch 19, wegen Verstoß gegen die Hausordnung 1. Seit Bestehen der Colonie sind ausgenommen worden im Ganzen 2805, dagegen abgegangen im Ganzen 2735 Mann, bleibt Bestand am 30. April: 70 Mann.

Darmstadt, 30. April. DaS50jährigeJubiläum des Herrn Prälaten D. Habicht. Die am Samstag, den 27. April, begonnene Jubiläumsfeier fand heute ihren würdigen Abschluß. Unter feierlichem Glockengeläute gingen die zahlreich von auswärts erschienenen Geistlichen nebst den hiesigen Theilnehmern und Teilnehmerinnen aus allen Schichten der Bevölkerung zu dem auf 10 Uhr anberaumten Festgottesdienst in der geräumigen Stadtkirche, die sich an­sehnlich füllte. Nach dem Verhallen des mit herrlichem Orgelspiel des Stadtorganisten, Herrn Stumpf, einge­leiteten LiedeS:Wach auf, du Geist der ersten Zeugen" trat der Jubilar, geleitet von den beiden Oberconsiftorial- rärhen Dr. Köstlin und Walz, sowie der im Ornat er­schienenen Decanatsgeistlichkeit, ta die reichgeschmückte Kirche ein. Den Altardienst versah Herr Stadtpfarrer Waas.

Rach dem Abfingen des LiedeS:Ach Gott, verlaß mich nicht" hielt der Jubilar bewegt, aber mit voller, sicherer Stimme über Psalm 103, 1 4 die Festpredigt, die auS dem Herzen kam und zu Herzen ging. Nach demVater unser", dem Frieden GotteS" und einem kurzen Gesang folgten ver­schiedene Ansprachen an den Jubilar. Die erste, tiefergreifende hielt Herr Oberconsistorialrath Dr. stlin im Namen deS OberconfistoriumS, die zweite Herr Decan Röm Held im Namen der Geistlichen und Evangelischen Darmstadts, die dritte Herr Decan Pull mann von Grünberg, der mit dem Jubilar auch durch die Bande der Freundschaft verbunden ist, die vierte Herr Pfarrer Hildebrandt von Echzell, die fünfte der Pfarrverwalter von Lardenbach, die letzte der Vicar von RüffelSheim. In den vier letztgenannten Orten steht der Jubilar von seiner amtlichen Thätigkeit her noch im besten Andenken. Auf alle Ansprachen antwortete der Prälat tief bewegt in einem Schlußwort. Mit dem Segen und dem Singen des LiedeS:Ach fei mit deiner Gnade" endigte die erhebende Feier, die den Theilnehmern gewiß unvergeßlich sein wird. Nachmittags 2 Uhr versammelten sich ungefähr 200 Personen zum Festmahl in dem herrlich geschmückten großen Saale des Städtischen Saalbaus. DaS Tischgebet sprach Herr Prälat D. Habicht. Herr Staats­minister Finger Exc. toastete auf den deutschen Kaiser und den Großherzog von Hesien, Herr Oberconsistorialpräsident Dr. Goldman« E;c. auf den um die hessische Landeskirche hochverdienten Jubilar, Herr OberlandesgerichtSrath Rohde auf den Jubilar als Mitglied der Landessynode, Herr Pro­fessor D. Stade von Gießen auf den D. theol. Victor Habicht, Herr Stadtpfarrer Guyot auf die Familie des Jubilars. Der Herr Prälat dankte herzlich für alle er­fahrene Ehre und Liebe. Herr OberlandesgerichtSrath Hetnzerling feierte den Jubilar als den ersten Grenadier des Hessischen Gustav - Adolf Vereins , Herr Pfarrer Hepding von Großen-Linden als den treuen Oberhirlen der Provinz Oberheffen, Herr Provinzialdirector v. G a gern auS Gießen als den Förderer des Friedens zwischen den staatlichen und kirchlichen Organen. Namens der Familie Habicht dankte Herr D. Habicht und brachte ein Hoch auf alle Mitarbeiter seines BaterS aus. Herr Pfarrer Heflwig von Büdesheim trug sodann ein von ihm verfaßtes Gedicht auf den Jubilar vor, Herr Professor Trümpert ein von Herrn Pfarrer Elard Briegleb, einem Jugendfreunde des Herrn Prälaten, gedichtetes Lied. Damit endigte die Jubi­läumsfeier unseres hochverehrten Prälaten, von der wir mit dem herzlichen Wunsch weggegangen find, daß Gott auch fernerhin den geliebten Mann in seinen gnädigen Schutz nehme und ihm einen schönen, friedlichen Lebensabend schenken möge.D. Tgl. Anz."

Mainz, 1. Mai. Nach übereinstimmender Mittheilung mehrerer Blätter hat der frühere Reichs- und LandtagS- abgeordnete Herr Nicola Racke feinen Austritt aus dem Verein der Centrumspartei erklärt. Als Grund wird an­gegeben, daß Herr Racke mit der Haltung der Centrums- fraclion im Hessischen Landtag in der Frage der Ordens­gesetzgebung und der Feuerbestattung nicht einverstanden sei. Von dem kommenden Sonntag ab tritt auch bei der Hessischen LudwigSbahn die Sonntagsruhe ein und fallen fast sämmtliche Güterzüge auS. Von Morgens 4 bis Abends 8 Uhr ruht daS Gütergeschäft und mit ihm das Rangiren vollständig und hat das Rangir- und GUterhallenpersonal an jedem Sonntag bis Abends 8 Uhr frei. Nach einer An­ordnung der Direction werden die im Taglohnverhältniß stehenden Bediensteten, welche in Folge der Einführung der Sonntagsruhe an Sonn- und Festtagen dienstfrei werden, bis auf Weiteres auch für diese Tage Lohn erhalten.

Verkehr, Land- «nd Vottswirthschaft.

Lttnvur-, 1. Mat. Fruchtmarkt. Roth er Westen X 13.20, weißer Weizen X 13.00, Korn X 10.15, Gerste X 7.60, Hafer X 5 85.

»rawffiiti a. 1. Mai. Der gestrige Hauptmarkt im städtischen Dtehhof war, wie der vorwöchenlliche, recht gut be­fahren; eS standen »um Verkauf: 496 Ochsen, 15 Bullen, 648,'Rinder, Kühe und Stiere, 237 Kälber, 187 Hämmel, 939 Schweine, außerdem 5 Schaflämmer und 2 Ziegenlämmer. AuS Oesterreich waren 42 Ochsen, 4 Büffel und 2 Kühe vorhanden. Die Preise waren für Ochsen eine Kleinigkeit billiger, ebenso für Bullen, Kühe und Rinder zweiter Qualität. Es stellten sich: Ochsen erster Qualität 64 biS 66 Mk., zweiter Qual. 56 bis Gl Mk., Bullen erster Qual. 55 bis 57 Mk., zweiter Qual. 51 biS 53 Mk., Kühe, Rinder und Stiere erster Qual. 55 biS 57 Mk., zweiter Dual. 46 bis 48 Mk. für 100 Pfund Schlacht­gewicht. Kälber erster Qual. 65 bis 70 Pfg., zweiter Qual. 55 bis 60 Pfg., Hämmel erster Qual. 62 bis 64 Pfg., zweiter »Qual. 58 bis 60Pfg.; Schweine erster Qual. 50 bis 51 Pfg., zweiter Qual. 48bis 49 Pfg. für daS Pfund Schlachtgewicht. Am gestrigen Schweine­markt im städtischen Vtehhof standen 285 Fettschwetne zum Verkauf.

am 2. Mai Mittag« 12 Uhr (Wetterhäuschen tn der Südanlage)

Barometerstand.

Thermometer: min. 4- 7 R., max. 4- 12° R.

Hygrometer: Trocken.

Inti In Bf. Di, nndhrt, Sb* M bw gibt kn» Stent

Witternngsbericht vom 1 Mai.

Das barometrische Maximum über Nordost-Europa besteht fort und gleichzeitig hat sich ein fecundärer Kern über dem Alpengebiete und Süddeutschland ausgebildet. In Deutschland ist allgemein Auf­klaren eingetreten. Die Temperaturen waren nach einer ziemlich kühlen Nacht im Allgemeinen wenig verändert. Während des Tage« trat in Süddeutfchland ein Steigen der Temperatur ein. Im Nord­westen der britischen Inseln zieht eine ziemlich tirse Depression vor­über, der an dem Canal ein TheUmtnima vorgelagert ist.

Voraussichtliche Witterung r

Vorwiegend heiteres, während des TageS etwas wärmeres Wetter.

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemessen am 2. Mai, zwischen Hund 12 Uhr Mittags. Wasser 11», Luft 9Vzu im Schatten.

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Das Holz aus den Districten Eichwald und Zeiselbach bleibt un-^ vorgezeigt. Steigliebhaber wollen sich dasselbe vorher ansehen. Nähere. Auskunft ertheilt Forstmatt Leyerer II., Climbach.

Papiermühle, am 1. Mai 1895.

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