herzoglichen StaatSministeriumS unterzeichneten Glückwunsch- schreiben übersandt wurde.
Darmstadt, 1. April. 34 der 50 Mitglieder zählenden zweiten Ständekammer beglückwünschten den Fürsten Bismarck mit einer Adresse. Die Stadtverordneten übersandten ein Glückwunschtelegramm und beschlossen, die Promenadevftraße künftig mit der Einwilligung deö Groß- Herzog- BiSmarckstraße zu nennen.
Berlin, 1. April. Unter dem Borfitz des Kaisers fand heule Mittag eine Eonferenz über die Eröffnungsfeier des NordostfeecanalS statt, welcher unter Anderen Graf Waldersee beiwohnte.
Berlin, 1. April. Der konservative ReichStagSabgeordnere von Holleufer ist in das Ministerium des Innern als Hilfsarbeiter berufen worden.
Berlin, 1. April. Der „Reichsanzeiger" schreibt an der Spitze feiner heurigen Nummer in gesperrtem Druck: Fürst Bismarck vollendet heule fein 80. Lebensjahr. Die zahlreichen Beweise aufrichtiger Liebe und Verehrung, welche ihm aus diesem Anlaß von Nah und Fern, von Hock und Niedrig, in diesen Tagen in Wünschen zu Theil geworden sind, legen Zeugmß davon ab, daß die Dankbarkeit für seine unsterb» llchen Verdienste Deutschlands Macht und Größe unveriöschlich in den Herzen deS deutschen Volkes eingegraben ist. Möchte de» heißen Wünschen für sein ferneres Wohlergehen, die heute überall wo Deutsche zusammenwohnen, zu Golt emporsteigen, Erfüllung beschieden sein und Deutschlands großer Sohn noch lange Jahre, hindurch die Freude haben, das von ihm im Dienste seines glorreichen HeldenkatferS geschaffene Werk der deutschen Einheit immer mehr wachsen und sich befestigen zu sehen.
Berlin, 1. April. Zu der heute Abenb in Berlin stattfindenden Illumination werden umfangreiche Vorbereitungen getroffen. — In den Schulen fanden heute Vormittag Feftacre statt.
Berlin, 1. April. Der Geheime OberregierungSrath Gamp hat am heurigen Tage zur Ehrung des Fürsten BiSmarck den Ministerien der auswärtigen Angelegenheiten und für Handel und Gewerbe, welche unter der Leitung.des Fürsten gestanden haben, ein Capital von 6000 Mark zur Begründung einer BiSmarck-Stiftung überwiesen, aus der Beamte dieses ReffortS, welche unverschuldet in eine Nothlage gerathen sind, Darlehen zu mäßigen Zinsen erhalten. Der Fürst hat in bem nachstehenden, an den Geheimen Oberregierungsrath Gamp gerichteten Schreiben seine Zustimmung hierzu erklärt: „Ew. Hochwohlgeboren danke ich verbindlichst für die freundliche Aufmerksamkeit, die Sie mir durch Be- giündung einer Stiftung zu meinem Andenken beweisen wollen. Der wohlthätige Zweck der Stiftung findet meinen vollen Beifall."
Berlin, 1. April. Der Präsident des Reichstages, Freiherr von Buol-Berenberg und der zweite Dice- präsident, Ober«LandeSgerichtSrath Spahn, werden heute vom Kaiser in Audienz empfangen und darauf der Kaiserin vorgestellt werden. Beide Herren nehmen dann an der 6 Uhr Abends ftattfindenden Festtafel zu Ehren deS Fürsten BiSmarck Theil.
Berlin, 1. April. Die Freisinnige Volkspartei hielt gestern ihren Parteitag für die Provinz Brandenburg, die Altmark und Mecklenburg-Strelitz ab, der von etwa 150 Personen (Delegirten aller Wahlkreise) besucht war. Nach Erledigung der Geschäfte verbreitete sich Herr Eugen Richter über die politischen TagcSfragen. Auf die BiSmarck- ehrung eingehend, erklärte Redner, er habe im Senioren- eonvent den Vorschlag gemacht, daß jede Partei ihre Erklärung für den Antrag Leoetzow vorher seststelle und dem Seniorenconvent unterbreite, damit in gemeinsamer Berathung jede Schärfe, die irgend Jemand verletzen könne, auSgemerzt werde. Die nationalen Parteien lehnten eS aber ab, darauf einzugehen. Redner theilte weiter mit, daß, nachdem die Einladung an daS Präsidium, an dem Prunkmahl im Schlöffe rheilzunehmen, ergangen, die Fraction zusammcngetreten sei und einstimmig beschloffen habe, daß der Abgeordnete und erste Dicepräfident Schmidt der Einladung Folge nicht zu leisten habe. Schließlich nahm der Parteitag einstimmig eine Resolution gegen die Umsturzvorlage und eine Resolution gegen die Tabakfabrikatsteuer an.
FriedrichSrnh, 1. April. DaS Wetter ist herrlich. Der Zuspruch ist seit heute Morgen ungeheuer. Die Züge von Berlin und Frankfurt a. M. sind überfüllt. Der Schloß- Hof ist eng abgesperrt. Die Profefforen v. Lenbach und Beg aS ordneten malerisch die heute eingegangenen zahllosen Blumenspenden. Etwa 500 Lorbeerkränze hängen um daS Schloß herum. Heute sind 200 Geschenke sowie unzählige Briefe und Depeschen wieder eingegaugen.
FriedrichSrnh, 1. April. Der Festzug der Studenten stellte sich auf der Parkwirfe auf. Bor dem Schlöffe spielten zwei Capellen, während der Fürst die offi- ciellen Deputationen und die Vertreter der großen Corpo- rationen empfing. Der Kaiser von Oesterreich sandte ein herzliches Glückwunschtelegramm.
Friedrichsruh, 1. April. Kurz vor 1 Uhr erschienen alle Familienmitglieder, Deputationen, Universitätkprofefforen und Abordnungen der Regimenter auf dem Schloßaltan. Sodann erschien der Fürst zum Empfang der Prosefforen- Deputation. Der Rector der Berliner Universität, Profeffor Pfleiderer, hielt eine Ansprache, worin er die hohen Der- dleuste BiSmarck» um die Förderung der nationalen Interessen betonte. Redner schloß mit dem Hinweis, daß eS die Pflicht und die Aufgabe der Universität sei, die idealen Gedanken der nat^nalen Einheit im Herzen der deutschen Jugend zu erhalten. Hieraus folgte der HuldigungSzug der Studentenschaft, wobei 4000 Studenten sich betheiligteo, welche 30 Hochschulen vertraten. Beim Eischeinen deS Fürsten wurde derselbe mit dreimaligem Hurrah begrüßt, worauf daS Mitglied deS Ausschusses der Studentenschaft stuck, theol. >. Bruck, Alemanne, die Adreffe verlas. Der Fürst sprach tief gerührt seinen herzliche» Dank für die ihm erwiesene
। große Ehrung auS. AuS 4000 Kehle» erscholl daS Lied: । „horch SturmeSfiügel rauschen" nach der Melodie deS Körner scheu Schwertliedes. Unter endlosem Jabel und stürmischen Hochrufen zog sich der Fürst zurück. Die Studenten fuhren in 5 Extrazügen nach Hamburg zurück.
FriedrichSrnh, 1. April. Nach der Ovation wurden die Chargirten bewirthet. Sodann zogen die Studenten Lieder singend ab, während je ein Vertreter jeder Hochschule zum Frühstück inS Schloß gebeten wurde. Der Fürst war dabei nicht anwtsend. Gras Wilhelm BiSmarck machte die HonneurS, während Gräfin Rantzau jedem Studenten Blumen überreichte. Der Fürst legte fick fofort nieder, um Abends wieder frisch zu sein. DaS Welter ist dauernd herrlich.
FriedrichSrnh, I. April. Die Rede deS Fürsten BiSmarck beim Empfange der Rectoren enthielt die Mahnung, mit den bestehenden Verhältnissen zufrieden zu sein und nicht an reale Dinge den Maßstab traumhafter Ideale zu legen. Theoretisch habe er vielleicht Unrecht gehabt, seine Gegner Reichsfeinde zu nennen, aber nicht praktisch, denn thatsäcklich sei jeder ein Reichsfeind, der durch die Anstrebung unmöglicher Ideale d e Entwickelung der möglichen Dinge hindere. Er freue fich, daß seine Gegner ihn so heftig bekämpfen, denn dadurch beweisen sie, daß er noch kein todter Mann sei.
FriedrichSrnh, 1. April. In der Rede deS Fürsten BiSmarck an die Studentenschaft Orderte er dieselben auf, an der Einheit deS Reiches fest zu halten und überreichte dann dem Vertreter seines Corps Hannovers die alten CorpSdocumente, welche noch in seinem Besitz waren. Mittags traf der Flügeladjutant des Kaisers, Graf Moitke, ferner Graf Vitzthum, der Abgesandte des Königs von Sachsen, ein. Beide überbrachten Glückwunschschreiben ihrer Souveräne. Der König von Italien, die Kaiserin Friedrich, der Prinz- Regent Albrecht von Braunschweig haben Gratulationsschreiben Übersandt.
Kola, 1. April. Der FriedrichSruher Specialcorrespondent der „Köln. Ztg.", eine seit langen Jahren mit dem Hause BiSmarck befreundete Persönlichkeit, versichert bei der Besprechung der Geburtstagsfeier, Fürst BiSmarck spreche nie von dem, waS er geleistet, immer aber von dem, was zu vollenden ihm nicht vergönnt gewesen sei.' „Für seine Person", sagte dem Correspondenten ein dem Fürsten sehr nahe stehender Herr, „ist BiSmarck gleich Michel Angelo und jedem anderen Genius ein Opfer seiner genialen Natur". Bezeichnend für BiSmarckS Wesen sei ein nur den Zunächst- stehenden bekannter Zug von Melancholie.
Kiel, 1. April. Prinz Heinrich von Preußen hat für den von der Stadt zu errichtenden BiSmarckthurm 500 Mark gespendet.
Hamburg, 1. April. Auf dem Berliner Bahohof lagern seit SamStag vier Waggons mit Eilgut-Gütern, welche wegen Platzmangel im FriedrichSruher Schlöffe noch nicht dorthin geschickt werden konnten.
Hamburg, 1. April. Trotz deö ungünstigen Wetters ist die Illumination großartig verlaufen. Der Menschenandrang war enorm, sodaß die Polizei in den Hauptstraßen bte Waqenverkehr sperren mußte.
Leipzig, 1. April. Auf dem AugustuS-Platze wurde um Mitternacht unter großem Jubel vieler Tausender die BiS- marckstatue enthüllt und festlich beleuchtet.
Stuttgart, 1. April. Zur Vorfeier des Geburtstages des Fürsten BiSmarck veranstalteten gestern Abend die Schüler der höheren Lehranstalten einen Fackelzug.
München, 1. April. Anläßlich des heutigen Geburtstag- festes des Fürsten BiSmarck prangt die innere Stadt in reichem Flaggensckmuck. Heute Abend f/a8 Uhr findet ein HuldigungSact auf dem Königsplatze statt, welcher großartig zu werden verspricht. AuS allen Theilen deS Landes find bereits Telegramme über stattgehabte BiSmarckfetern eingelaufen.
Graz, 1. April. Der von den hiesigen Deutfchnational- liberalen veranstaltete FestcommerS zur Feier Bismarcks war von ca. 3000 Personen besucht, darunter befanden sich viele Abgeordnete. Der Abgeordnete Hofmann von Wellenhof hielt die Festrede.
Venedig, 1. April. Anderen Meldungen gegenüber verlautet mit Bestimmtheit, daß die Verwaltung deS Königlichen Palastes hierselbft Befehl erhalten habe, Vorbereitungen für den Besuch deS deutschen Kaiserpaares zu treffen.
Mentoue, 1. April. Seit 48 Stunden wüthet in der Hauptstraße der Dia Corso ein verheerender Brand, welcher erst Nackt! localisirt werden konnte. DaS mit dem größten Luxus auSgestattetc Hotel d'Angleterre, sowie fünf andere Paläste find total eingeäschert worden. Der Schaden wird auf 7 Millionen Lire geschätzt. Bei den Löscharbeiten find 19 Personen verletzt worden, von denen drei gestorben sind.
totale« un6 prdtHnjteQe«.
Gieße», den 2. April 1895.
♦* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 4. April 1895, Nachmittags 4 Uhr. 1. Gesuch der L. C. Rübsamen Wwe. wegen Anbringung eines Schildes am ThorhauS, Neustadt. 2. Gesuch deS Zahntechnikers Frech wegen Anbringung eines Schaukastens. 3. Gesuch des W. Plank um Erlaubniß zur Ueberwölbung des Stadtbachs entlang feines Eigenthumö. 4. DeSgl. deS W. Gerhard wegen Erbauung eines Treibhauses am Schiffenbergerweg. 5. Abgabe von Holz auS der Hand. 6. Uneinbringliche Posten und Nachläffe auS dem Rechnungsjahr 1894/95. 7. Gesuch deS Karl Lenz zu Gießen um Erlaubniß zum Betriebe einer CantinenWzrthschaft während deS Kasernenbaues. 8. DeSgl. des Wilh. Albohn zum Betriebe einer Schankwirthschast im Hause Schützenstraße 1. 9. DeSgl. deS PH. H. Knoch im Hause Weidengaffe 1. 10. DeSgl. deö Robert Meuser im Hause Damm- straße 39. 11. DeSgl. deS Anton Koch im Hause Waagen- gaffe 7, Postkeller. 12. Drögl. deS Karl Hartmann im Hause Frankfurterstraße 2 „zur SelterShöhe". 13. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1893/94.
* • Theater. Wie uni mitgetheilt wird, steht uni ab 1. Mai ein interessantes Opern-Ensemble-Gastspiel unter Leitung des Theater -DirecrorS Ignatz Polkak bevor. Herr Pollak, der selbst an den Bühnen, wie Große deutsche Oper in Rotterdam, Hoftheater Stuttgart und in Amerika auf einer Tournee durch die südlichen und westlichen Staaten mit dem berühmten Biolin- Virtuosen Ole Bull thätig war, ist all kundiger und vo» Kunst beseelter Bühnenleiter besten! bekannt, durch 10 Jahre hatte derselbe dal Stadttheater in Dortmund, 2 Jahre i» Coblenz und die letzten 4 Jahre dal zweite Theater (genannt Königstätter Theater) oll Bühnenleiter geführt. Die Wahl der Opern, welche in Aussicht genommen, erfordert ein sehr tüchtiges Personal, und ist eS Herr» Pollak gelungen, de» größten Theil deS Opernpersonals vom Stadttheater aul Würzburg zu engagiren. Daß da! Personal gut eingeschult nach hier kommt, beweist, daß schon ein 12maligel Gastspiel ab erster Oftertag irf Hanau ftattfindet. Wir nennen nur die Opern „Undine" mit neuer Ausstattung, „Trompeter von Säkkingen" von Neßler und den jüngst hier angekündigte» „Vogelhändler". Dal ganze Repertoir wird im Anzeigen- theil veröffentlicht.
h. •• Rudersport. Lieber die Bedeutung und den Nutzen desselben sowie die Grundregeln des Rudern! wird der t» Rudersportkreisen bestens bekannte Herr Hugo Bardorff auS Frankfurt a. M. am Donnerstag Abend im CafS Ebel (siehe Jnferatentheil) einen Vortrag halten. Genannter Herr hat über dasselbe Thema bereits in anderen Städten gesprochen und hat großen Beifall damit erzielt. Aus Offenbach schreibt beispielsweise da« Fachblatt „Wassersport": „DaS Thema sowohl wie der Name des Vortragenden zöge» einen solch' großen Zuhörerkreil herbei, daß schon vor Beginn deS Vortrages der Gartensaal bei Hotels zur „Stadt Caffel", wo der Vortrag ftattfand, bi! auf da! letzte Plätzchen dicht besetzt war" :c. — Unsere hiesige Rudergesellschaft bietet zur Eröffnung der diesjährigen Rudersaison ihren Mitglieder» und Freunden durch diesen Vortrag Gelegenheit, fich über ein Thema, welches allseitiges Jntereffe verdient, in zuver- lässigster Weise zu unterrichten. Wir hoffen und wünsche», daß die Veranstaltung zahlreich besucht und dem edlen Rudersport dadurch auch irr unserer Stadt die ihm so oft bewiesenen Sympathien von Neuem entgegengebracht werden.
• • Ernannt wurden: 1) der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zü Hirschhorn Johannes Meyer zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Ortenberg, 2) der Gerichtsvollzieher Aspirant Christoph Franz Schütz in Mainz zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Hirschhorn, beide mit Wirkung vom Tage ihres Dienstantritts an, und 3) der Gerichtsvollzieher - Aspirant Feldwebel Heinrich Eckel i» Laubach zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze in Laubach.
• • Zar Währnngöfrage. Am vorigen Sonntag wurde in Frankfurt a. M. behufs Stellungnahme zur WäbrungS- frage von 13 Handelskammern eine Versammlung ad- gehalten, welche zahlreich besucht war. ES wurde eine Resolution einstimmig angenommen, in welcher die Regierung ersucht wird, die Bestrebungen der Bimeialltsten zurück- zuweisen und damit daS Festhalten an unserer wohlbewährten MünzwährungSpolitik über jeden Zweifel zu erheben.
R. Reichelsheim, 1. April. Die gestern Abend hier ab* gehaltene BiSmarckseier verlies in brillanter Weise. Die in einander gehenden zwei Säle deö Gasthauses „Zur Post" waren bis auf den letzten Platz gefüllt. Feuerwehr, Turn- und Gesangvereine, Beamte und Lehrer beiheiligten fich a» der Feier. BiSmarckS Bildniß war bekränzt. Herr Rector Kramer begrüßte die Versammlung und brachte da! erjie Hoch auf Kaiser und Großherzog aul. Herr Pfarrer Fischer hielt die Festrede und würdigte die unvergleichliche» Verdienste BiSmarckS in trefflicher Weise. Weitere Toaste auf die deutsche Armee, da! deutsche Volk n. a. wechselte» mit trefflichen vierstimmigen Mannerchören, vierhändige» Klaviervoxträgen und gemeinschastlich gesungenen patriotischen Liedern. Um neun Uhr ging ein BegrüßungStelegrawm nach FriedrichSrnh ab. Die Feier endigte lange nach Mitternacht und war in jeder Beziehung wohlgelungen.
+ Ruddinglhanse», 30. März. In vergangener Nacht wurde die hiesige Feuerwehr alarmirt. ES brannte nnr ein dem Pachter Engel gehöriger Haufen Stroh, und derselbe wurde auch trotz Feuerwehr von den Flammen vollständig verzehrt. DaS im Freien fitzende, nur noch auf zwei Tage versicherte Stroh hätte der Besitzer bei günstigerem Wetter schon vorher gern unter Dach gebracht. Die Entstehung deS Brandes wird nicht ermittelt werden können. Jedenfalls geht man fehl, wenn man die bei Tage vielfach niedergehenden heftigen Blitzstrahlen damit in Verbindung bringt. — Die Wahl de! dahier kürzlich mit 76 Stimme» zum Beigeordneten bestimmten Heinrich Braun I. ist bestätigt.
— Hungen, 29. März. Bei einem heute Nachmittag durch unsere Gegend ziehenden schweren Gewitter schlug der Blitz in daS Stationsgebäude zu StUingen ein, intern der Telegraphen-Apparat, welcher den Strom ausgesangen hatte, beschädigt wurde. Ebenso schlug der Blitz auf der benachbarten Utpher Mühle in eine Scheune ein, ohne größeren Schaden zu verursachen und glücklicher Weise ohne zu zünde».
- I. «IBfelb, 1. April. Dal GeburtSfeft des Alt- reichSkanzlerS wurde dahier unter zahlreicher Bethet- : ligung aller Berufsklaffen gefeiert. Gestern Abend verfam- ! melten sich in dem festlich geschmückten Saale deS „Deutschen Hauses" außer dem Krtegerverein, den Gesangvereine» j „Harmonie" und „Liederkranz" und dem Turnverein eine. ( io große Zahl hiesiger Bürger und Beamten, daß der ge- ! räumige Saal die Erschienenen kaum zu faffen vermochte. 1 In Reden und Gesängen wurde Vorzügliches geleistet und die Stimmung war eine so gemüthliche und onimirtt, daß ' erst lange nach Mitternacht an den Heimweg gedacht wurde. Am heutigen Nachmittag wurde die auS dem Sachsenwalde bezogene Biömarckeiche in Anwesenheit einer großen Volks-
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