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2.11.1895 Erstes Blatt
 
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die Vesugniße ließen sich hi« noch l>ch Vertagung. hubtyutatlon auch Ausbürbung einer in vorläufig einen 'richt sich tbtnfaQl 'ität auö. - Herr ge, die Rechte bn er v. Rabenau'jchrn Oberbürgermifler schwerlich Jewaud atwortung und ein oüibt; es sei der- >teu enisallen lasse rdtverorbnrleu'Ber- t; hierdurch würde und er könne er­nt Willen für Mt - Herr Dr. Sur­ren Antaus btt rantwauutH \>v ix bamcAb aus sich tzewrsen, als rS den zu speculiren, im Interesse der ihm Leraulafiung oicittn; er hätte, cnommeo, dasselbe Pfennig von de» eansprucht, sondern n abgelitsert,' eine lle könne man in t6 fei nicht Jeder- t zu befassen, die g zurückzuneöwen/ rem Werth stehe- ühre daher, weil aber habe ander« -n gleiche Ein'ich' )t, wenn man sie ÄeWnhei! jum iptcnW vus de« SbreitnnA .*1= K *

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Pars- aglich b '^iIrilLt

an Stelle der beantragten halben Majorität wieder auf« ^unehmen.

DaS Gesuch des Herrn Ludwig Krömmelbein um Erlaabntß zum Betrieb einer Schankwirthichaft im Hause Äolsstraße 21 wird durch Bejahung der Bedürfnißfrage be­fürwortet, weil cS sich um Uebertragung einer bestehenden IßirtbfAaft aus e'ren anderen Pächter handelt.

tefra, ben 1. November 1895

** Jubiläum. Der Inhaber des Bankhauses A. Heichel­heim, Herr Commerzienrath Stegmund Heichelheim, feiert heute den Tag ferner silbernen Hochzeit, gleich- zerrig die 25jährige Wiederkrhr desjenigen TaqeS, an dem er daS von seinem Bater begründete Bankgeschäft selbständig Übernommen hat. Der Jubilar, welcher in allen Kreisen unserer Stadt sich der allgemeinen Beliebtheit und Werth- schäyung erfreut, hat, um allen Ehrungen, die etwa be­absichtigt waren, auSzuwetchen, seine Vaterstadt verlassen, um rm Streife von Verwandten diesen Tag zu verleben. DaS He'chelheim'fche Eh'paar hat in dem abgelaufenen Viertel- jahrhundert durch seinen Wohllhättgkettssinn manche Noth gelindert und manche Thräne getrocknet, jedoch immer dafür gesorgt, daß davon in der Oeffentlichkeit nicht viel Aufhebens gemacht wurde. Herr Commerzienrath Heichelheim stand bis­her stets mit an der Sp'tze, wenn es galt, ein gemeinnütziges Unternehmen zu fördern und war immer mit Rath und That bet brr Hand, wenn eS sich darum handelte, volkSthümliche Veranstaltungen in seiner Vaterstadt zu treffen. Seine viel­fachen Beziehungen zu allen Kreisen der Bürgerschaft machten ihn b.sonders dazu geeignet, z. B. bet unserem großen Turn­feste, das to r im letzten Jahre feierten, dem Finanzgeschäfte vorzustchen, und gern unterzog er sich der großen Müqe und der vielen Arbeit, schon im Jntereffe de» möglichst glanz­vollen Gelingens. Herr Heichelheim bekleidet das Amt eines Mitgliedes der Handelskammer und dasjenige eines Handelsrichters, er ist erster Vorstand der israelitischen Ge­meind'. Infolge seiner Befähigung als Richter wurde ihm auf Antrag des Herrn Präsidenten deS Landgerichts, Frei­herrn v. R i c o u, vor etM^aüres^rist der T!telCommerzien-t Mtz^erliehen. Seinem zahlreichen Gefchäst^pttfonal^sst^irf stets ein wohlmein nber Chef und freundschaftlicher Berather, dafür legt die Adresse Zeugniß ab, welche ihm aus Anlaß des TagcS von den Angestellten feines HauseS heute überreicht wird. Der israelitischen Gemeinde hat der Jubilar heute 20 000 Mk. überreicht als Grundstock zu einem an der Lonh straße zu erbauenden G melndehaus. Die Gemeinde hat icm durch den zweiten Vorsteher telegraphisch ihre Glückwünsche zu dem Doppel-Jubiläum darbringen lassen, (lieber die weiteren mildthätigen Zuwendungen deS Herrn Heichelheim verweisen wir aus den Bericht über die gestrige Stadt- verordneten Versammlung. Red.) Die Loge, deren Mitglied Herr Heicheloeim ist, wird heute Abend über die Ehrung bc- rathrn, welche sie demselben nach seiner Rückkehr wird zu Theil werden lassen.

* Theaterverein. Der Theaterverein wird die Reihe feiner Vorstellungen mit einem Gastspiel beö Frankfurter -Stadttheaters eröffnen und zwar gelangt bas vieractige

SchauspielDie Fourchnnbault" von Emil Augier zur Dar­stellung. Ohne zu den brutalen Mitteln ber neueren fron zösischen Dramatiker zu greifen, hat Augier in feinem Schauspiel e<n echtes Stück Leden in die dramatische Form geg.ssen, Licht und Schatten mit markigen Strichen hervorgehoben und alle Geschehnisse zur spannendsten Wirkung gesteigert. Bei der neulichen Erstaufführung in Frankfurt war der Eindruck der Fourchomdault so nachhaltig, daß Publikum und Kritik in seltener Ueberelnftttnmunq der vortrefflichen Darbietung uneingeschränktes Lob zollten und eine öftere Wiederholung des Schauspiels begehrten. Wir werden das Vergnügen haben, als Trägerin der Hauptrolle die Heroine Fräulein Raut Frank zu bewundern, als würdiger Partner wird ihr Herr Hermann zur Seite stehen. Außerdem wird uns Gelegenheit geboten, die anerkannt tüchtigen Leistungen Zweier neu engagirten Mitglieder des Frankfurter Ensembles, Frl. Charlotte Bich und Frl. Anna Bock, kennen zu lernen. Die Aufführung ber Fourchambault am 7. November wird uns einen hohen Kunstgenuß verschaffen, den sich kein Ver­ehrer der tragischen Muse versagen sollte.

** Verein hessischer Lehrerinnen. Wie man demDarmst. Tägl. Anzeiger" mittheilt, hat Ihre Königliche Hoheit d e Großherzogin die Gnade gehabt, daS Protektorat über denVerein Hessischer Lehrerinnen zur Gründung eines HeimS" zu übernehmen, welches Ihre Durchlaucht die kürz Itch dahingeschiebene Frau Prinzessin von Battenberg bis zu ihrem Tode innehatte.

♦♦ Thierschutz Verein für ba8 Großherzogthum Hessen. Im großen Saale des Spiel- und FtsthauseS zu Worms fand vorgestern Nachmittag die diesjährige Hauptver­sammlung statt. Herr Ober-Schulrath Dr. Ejsenhuth eröffnete dieselbe mit einer Ansprache, in welcher er ins­besondere des abgehenden VereinSpräsi?enten, Herrn Geh. Oberschulrath Greim und seiner Thätigkeit für ben Verein und ber Thierschutzsache mit warmen Worten der Anerkennung gedachte. AuS dem von Herrn Director Dr. Boßler er statteten Jahresbericht ersehen wir, so schreiben dieN. Heff. Volksbl.", daß der Verein im abgelaufenen Jahre einen Zu­wachs von 100 Mitgliedern au zuweifen hat und daß seine Thätigkeit sich namentlich auf ben Schutz ber Vögel, sowie ber Zug- und Lastthiere erstrcckte. Die finanziellen Vorlagen des Ausschusses sanden die Genehmigung ber Versammlung. Beschlossen wurde die Anschaffung von 6000 Stück Thier­schutz Kalendern zur Venheilung an die Schuljugend des Landes, die Ernennung der Herren Dr. Zeilinger und A. Dollmann in München zu Ehrenmitgliedern und die Prämtirung der Gendarmen Roser (Bürstadt), Weg?! (Bad- Nauheim), Nebhuth (Altenstadt), Stix (Michelstadt), Greuling (Grünberg), Jockel (Büdingen), Pfeffer (Kastel), Schmidt (Oppenheim), Heinbrecht (Bad Nauheim), Martin (Ober- Erlenbach), Seibel (Langen), Schreck (Wöllste n), der Schutz leute Schwarz, Kimmel, Ouerbetn, Gemmecker, Link und Pfiffer (Gießen), Wihand (Worms), Köhler und Bickelhaupt (Darmstadt), des Polizetdieners P. Kemp (B.ngen), sowie deS Dienstknecht-S H. Kreul (O--tenbera )

Literatur unO Knnft

skatechl-maS der Algedro. Vierte Auflage. Vollständig neu bearbeitet von Richard Scouri'g. In DrtgtnaLfieinenbanb 3 Mark. Verlag von I. I. Weber in Leipzig Dieses hauptsächlich

für den Selbstunterricht bestimmte Lehrbuch behänd lt in allgemein verständi'cher Weise den- den ILiierudbt und tas praktische L-ben gleich wichiigften Theil der Matdemotck. (^S umfaßt alle Zweige der Algebra und ist infolge seiner geschickten Anoidi ung wie fouin ein anderes geeignet, den Sinn und das Inter.sse für die wichtigsten Lehren der Mathematik zu wecken und festmbolien.

kirchliche Anzeige« -er Stadt Gissten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag den 3. November. 21. nach Trinitatis.

Reformalt ortsfest.

Gottesdienst

I« der Stadtttrch«.

Vormittags 9*/t Uhr: Pfarrer Dr. Grein-

Vormittags 11 Uhr: M'iitorgo'tesdienst. Pfarrer Dtngeldey.

Rochm'itagS 2*/e Uhr: Kind-rkirche Pfarrer Dr. Gr etzn.

Ab nds 8 Ubr: Pfarre- Schlosser.

Nach sämmtlichen Gott sdiensten Collecte für die Gustav Adolf- stifiung

Im Abendgottesdienst: Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Matkusg'-meinde Anm.ldungen dazu roerben bei den Pfarrern beider Gemeii den entgegengenommen

Donnerstag den 7. November, Aoends 8 Uhr: Bibelstunde im Turnsaal der Stadiknaberschule: Pfarrer Dr. Gretu.

Sn der IodanneSkirche.

Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Raumsnn.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr Naumann

Abends 5 Uhr: Pfarrer Dtngeldey.

Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und die Jobannrs- gemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der betr. Gemeinde.

In allen Gottesdiensten Collecte für die Gustao-Adolf-Sttfiung.

Mon og, den 4. November, Abend« 8 Uhr, Bivelstande im Eonfirmandensaal der Iohanmskirche: Erster Brief an die Corinther, Capttel 1, VerS 4 u. ff.

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 3. November. 22. Sonntag nach Pfingsten.

Samstag:

Vormittags 7V< Uhr: Seelenamt für alle Verstorbenen der Pfarrei.

Nachmittags um 5 Uhr und Abends nm 8 Uhr Gelegenheit »nr hl Beichte

Nachmittags um 61/» Uhr: Rosenkranzandacht mit Segen. Schluß deS RosenkranznebetS.

S-nntag:

Vormittags von 61/« Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte;

, um 6Vi Uhr erste hl. Messe;

um 71/« Uhr Autztheiluna der hl. Communion;

um 8 Uhr zweit: bl. Messe;

UM 91/, Uhr Hochamt mit Predigt;

Nachmittags um 5*/2 Uhr Chlistenlehre; daraus Andacht für die Abgestorbenen.

zeigt die rechnende HauSfiau, wenn es h-tßt, billig und gut zu kaufen. W.ll sie ein billiges, unfchädliches, lparsames und dabei gutes Waschmittel haben, so holt sieLuhne SSasch Extraet , welches die Wäsche bekanntlich nicht ana»klir. 8381

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Samstag den 30. November,

Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dem hiesigen Ortsgericht die der WNtwe und «iuder des WNHel« »iBmann in Gießen gehörig- Hofraithe: ylur 1 Nr. in 8 69 qm bei der Kirche öffentlich meistbietend oe>steigert werden.

Gießen, den 18. October 1895. Großh OrtSgertcht Gießen.

I. A-: Bogt. 8749

Bekanntmachung.

Bei der Gemeinde Lich sind meh­rere Tausend Christbäumchen i Stück 10 Pfg. abzugeben.

Lich, den 31. October 1895. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich.

_________Heller._______9149

Montag -en 4. Novdr. d.

Vormittags 10 Uhr, lasse ich wegen Aufgabe der Oeconomie in meiner Wohnung nachbenannte Gegenstände gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigern:

1) ein Pferd,

2) eine trächtige Kuh,

3) ein Halbverdeck,

4) zwei fast neue Wagen (Ein- spänner),

5) einen neuen Vorder-u.Hinter- Pflug,

6) einen neuen Kartoffel-Pflug, 7) eine Egge,

8) eine Ackerwalze,

9) einen Schlitten

sowie sonstige Oeconomie - Geräth- schaften. 9141

Klein-Linden, den 31. Octbr. 1895.

______Wilhelm Rinn. Traubenmost und Fedcrweißen empfiehlt 9162

F. Schott, Mich,für. 23.

Stüdt. SchlaWaus.

Freibank. [9140 Heute und morgen:

Ochfenfleisch nicht ladenrein, pr. Pfd. 54 Pfg. 8chwemeffei[ch

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Heute Samstag:

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MorgruS:

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Hochachtungsvoll

Georg Herbordt

x Geschäfts -Uebernahme

geschenkte Wohlwollen bestens danke, bitte ich, dasselbe auf meinen Nachfolger freundlichst übertragen zu wollen.

Giessen, den 1. November 1895.

Hochachtungsvoll

Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige theile ich w hierdurch ergebens! mit, dass ich das von Herrn Carl ö

Petri bisher gefühlte Geschäft unter der Firma Ä

Carl Petri Nachfolger

in unveränderter Weise weiterführen werde. Ich werde bemüht sein, mich des Vertrauens, welches meinem Vor­gänger entgegengebracht wurde, nach jeder Richtung hin würdig zu zeigen.

Giessen, den 1. November 1895.

WirthschaftSüberuahme.

Einem verehelichen Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich von heute ab die seitherige Harms'sche Wirthschast

Zum Lahnthal, Neustadt 48

übernommen und empfehle mich in Verabreichung bester Speisen und Getränke bei prompter Bedienung.

Jeden Sonntag Abend humoristisches Concert.

Hochachtungsvoll dies

Chr. Wagner,

Neustadt 48.

W Hierdurch die ergebene Anzeige, dass mein Colonial- Warengeschäft, Marktplatz 18, mit heutigem Tage an

X Herrn Georg Herbordt

X aus Offenbach übergeht. Indem ich für das mir seither