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Diebe vom borflbertilenben Stahlroßlenker verfolgt wurden, eber aber der Radler fei selbst ein solcher und wollte sich durch solches Manöver in Sicherheit bringen. Roch räthsel- Hafter erschien eft dem Publikum, als eft die Rufe: „Haltet mich!" hörte. Nach großer Mühe gelang eft endlich, den Wenner anzuhalten, und eft erwies sich Folgendes: Daft Belociped war mit einem Benzin-Motor versehen, in dessen Mechanismus irgend eine Beschädigung eintrat- durch daft Drücken auf den Knopf wurde die Bewegung, anstatt vermindert oder ganz ausgehoben, noch immer mehr beschleunigt. Glücklicherweise blieb der Radfahrer dank der GeifteSgegen- wart, die er während der ganzen Zeit nicht verlor, heil und unversehrt.
• Die Spielbank von Monte Carlo geht stark zurück. Da« erfltebt sich auft dem Berichte der ersten Sitzung deft neuen BerwaltungSratheft der „Gesellschaft der Seebäder in Monte - Carlo" (recte der Spielbank), die iüngft stattge- funben hat. Man wählte in dieser Consexenz natürlich Cam llo Blanc zum Präsidenten deft BerwaltungSratheft und einen gewissen Herrn Castot zum Administrator. Die Amtftdauer deft BerwaltungftrolheS wurde bis nächsten April ft pulirt. Interessant ist, daß die Spielbank in den Monaten Juni, Juli, August und September ca. 500 000 Frcft. weniger abgeworfen hat alft im vorhergehenden Jahre.
♦ Selbstmord. Nachdem sie 300,000 Frcft. im Spiel verloren, hat sich in Monte Carlo die belgische Gräfin Jomdeft gemeinsam mit ihrer 16jährigen Tochter vergiftet. Die Gräfin hatte sich nur eine Woche in Monte Carlo aufgehalten, und in dieser Zeit den enormen Spiel- Verlust erl tten.
* Moderne Jugend. Die kleine Ella: „Du, Paulo, ich kann schon Migräne haben." — Die kleine Paula: „O, ich kann schon in Ohnmacht fallen!"
Literatur und Aunst.
— Soeben gebt uns der 6 Jahrgang deft im Verlage der Jos. Köselschen Buchhandlung erschienenen Sueipp Salenders (PirtS 50 Pfg.) zu. Mit einem sehr interessanten und beachtenS- weith.n Aussatze über die Kinderpflege ei öffnet Prälat Kneipp den
dteftjöhiigen Kalender. An diesen reiht sich eine Anleitung, wie man einfach, glücklich und wohlfeil leben könnte, sowie eine hübsche, belrhrende (Erzählung „WaS man auf dem Lande leinen kann", beides von Prälat Kneipp. Auch au8 seiner .Hausapotheke" weiß er einige neue beilkrästige Pflanzen zu empfehlen.
— Die am 26. Oktober 1895 im Verlag von I. I Weber in Leipzig erscheinende Nr. 2730 der »Jllnstrtrte« geiluvg" ist hauptsächlich dem neuen Retchsgeiicvtsgedäude zu L rpzig gewidmet und enthält folgende Abbildungen: Ludwig Hoffmann, der Erbauer des neuen ReichSgrrichtsgebäudes zu Leipzig. Das neue Reichsgerichtsgebäude zu Leipzig. 24 Abbildungen Julius Kühn. Zu seinem 70. Geburtstage. Ranaoolo Manjoka III., Königin von Madagaskar. Der Kön'gSpalast in TonanaUvo, der am 30. Sep Umber von den Franzosen eingenommenen Hauptstadt von Mada- gascar. Aus der chinesischen Jllustrirten Z-itung („Tien-schl-tschal"). Zwei Abbildungen. Der ungeladene Gast. Nach einem Gemälde von Max Lebling Polytechnische Mitlheilungen: Electrische Leuchtflasche. Einrichtung für Kietderschiänke. 3 Figuren. Universal- Klammerbaken und -Oesen Practicadle. Universal-Gardinenanstecker Practtcable. Universal - S'cbe, he,tftihü'Verschluß Practicable. Universal Manschetlenbalter P> acticable. -Neue- Reform Hyacinfhenglaft. Einzelpreis dieser Nummer 1 Mk Bestellungen aus die „Jllustrirte Zeitung" (vierteljährlicher Abonmmentspre'S 7 Mk.) werden von ollen Buchhandlungen, Postämtern und Zetiungftexprditionen, sowie von der Expedition der Jllustrirten Zertung tn Leipzig entgegengenommen. ___________
Die akademische Nationalökonomie und fett SocialtSmnft. Preis geh.stet 1 Mk. R.ctoraitzrede des neuen RectorS der Berliner Hochschule: Professor Dr. Adolf Wag'ner, Geh. Regterungsrath. Verursachte schon die Wahl Wagners zum Rector der Berliner Universität mit Rücksicht auf den Fall Stumm- Wagner Aufsehen, so dürste s.ine R ctora'srede ganz allgemeines Jntereffe erregen, da in derselben das w'ssenschastl che Programm des Ver'asierS ntedergelegt ist. Die vorliegende Ausgabe entspricht genau dem Wortlaute des Manuscripts, wie der Verfaffer sein hoch interessantes Thema ausgearbeitet hatte, während die von der Uni- veisttSt veranlaßte amtliche Ausgabe — die übrigens käuflich nicht zu haben ist — nur das enthält, waS der Redner bei der Kürze der verfügbaren Zeit zu Gehör dringen konnte.____________________
Amtliche Prüfung der Lichtstarke des Leuchtgases. Vorschriftsmäßige Lichtstärke bei 150 Liter stündlichem Gasverbrauch 13 bis 15 deutsche Vereins-Paraffinkerzen.
Monat October 1895 : 131/» Kerzen.
Buchner.
WSLeutNche Ueberstcht der TodeSsSIle in Gieße»
43. Woche Born 20. October di« 26 October 1895. Einwohnerzahl: er gekommen zu 22 400 (incl. 1600 Mann Militä'). SterblichkeilSziffer: 23,21, nach Abzug von 3 Ortsfremden 16,25°/«.
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene:
im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahre
Rose 11— —
Herzleiden 11 — —
Lungentuberkulose 11 — —
Lungenentzündung 2 (1) 2 (1) — —
Lebensschwäche und
BtidungSsehler 2 (1) —
2 (1)
Krämpfen 1 —
Diarrhöe 1 —
Verunglückung 1 (1) —
1 —
1 —
I 0)
Summa: 10 (3) 5 (1) 4 (1) 1 0)
»nm. Die tn Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle tn der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach arbr«*t# Qvrnfe kommen.
VoneSbteuft in der Synagoge.
Samstag den 2. November: „ „£
Vorabend 4“ Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, Sabbaihausgang b" Ubr. __
Verfemt, Land- rrnd VsUswirttz schäft.
P. «ietzener viehmarkt. Der Austrieb auf dem gestrigen Ochsenmarki vrltef sich aut 120 vis 150 Stück OLsen und ca. 40 Kälber. Der Mmkt hatte dieselbe Tendenz wie der vorgestrige, eft fehlte an Käufern und die erschienenen boten sehr geringe Preise, zu denen die Händler nicht losschlugen. 1. Qual. Ochsen kosteten 500 bis 600 Mk., 2. Qual. 350 bis 500 Mk. per Paar. Kälber gingen im Preise noch ein Wenig herunter. — Der Scbwetnemarkt hatte einen Auftrieb von über 2000 Stück, vorherrschend Ferkel. Spanferkel wurden mit 7 bis 8 Mk. per Paar gebandelt und auch ziemlich abgesetzt, ca. 7 Wochen a'te Waare wurde mit 12 bis 15 Mk., «/.jährliche mit 22 btft 28 Mk., «/-jährliche mit 60 biS 72 Mk. abgegeben. Schlachtichwetne hielten sich »wischen 40 blS 45 Mk. pro 100 Pfund Schlachtgewicht, doch entwickelte sich im Allgemeinen ia Rücksicht auf die G>öße des Auftriebes kein flotter H-ndel. Der Markt blieb bedeutend überständtg und war gegen halb drei Uhr Nachmittags erst beendet.
8iw6tt«6# 30. October. Fruchtmarkt. Rother Wei»« X 12.95, weißer Weizen X 12.80, Korn X 9.55, Gerste X 8.20, Hafer X 6.05.
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Nidda, den 30. October 1895.
Großherzogl. Straßenbauamt Nidda.
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