Ausgabe 
1.3.1895 Zweites Blatt
 
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16.

1895

Freitag den L März

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Hratisbeitage: Gießener Jamikienökätter

Samstag den 9. März, Vormittags von 8 Uhr an:

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Zlnrts- und Anzeigeblntt für den Areis Giefzen.

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Gießen, am 26. Februar 1895. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.

Alten-Bufeck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden, Daubringen, und Großen-Bufeck;

Donnerstag den 7. März, Vormittag von 8 Uhr an:

I derjenigen der Stadt Gießen der beiden ältesten Jahrgänge (1893 und 1894) und der Gemeinde Klein-Linden;

Freitag den 8. März, Vormittags von 8 Uhr an :

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Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften die Gage Löhnung der Linientruppen.

Die Offizier- und Unteroffizierstellen sollen nach rticfung mit Rücksicht auf die eigenen Wahlvorschläge der Mitte des Corps besetzt werden.

Hof- und Staatsdienern werden ihre Stellen

Dienstag den 19. März, Vormittags von 9 Uhr an : derjenigen der Gemeinden Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn, Reinhardshain, Mddingshausen, Saasen, Stangen­rod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain.

Mittwoch den 20. März, Vormittags von 9 Uhr an:

Loosziehung.

Vierteljähriger ASsnnemkutsp reis x 2 Mark 20 Pfg. mit vriogerlohll. Durch die Post bezog«* 2 Mark 50 Psg.

Sfbactton, Txpeditio« wnb Druckerei:

Kchulstraz-Zkr.l. Fernsprecher 51.

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Zlnrtlichcv Theil.

Bekanntmachum.

II. Zu Sich im Rathhaussaale.

Dienstag den 12. März, Vormittags von 9 Uhr an Musterung

der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendors a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eber­stadt, Ettingshausen, Garbenteich und Großen-Linden;

Mittwoch den 13. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Grüningen, Hausen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd, Lang-Göns und Langsdorf;

Donnerstag den 14. März, Vormittags von 9 Uhr an: . derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Muschenheim, ; Münster, Rieder-Bessingen, Ronnenroth, Obbornhofen, Ober- Bessingen, Ober-Hörgern, Rabertshausen und Rodheim;

Freitag den 15. März, Vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Röthges, Steinbach, Stemhet», Trais-Horloff, Utphe, Villingen und Watzenborn mit

Nr. 51 Zweites Blatt

kirchen, Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck;

Montag den 11. März, Vormittags von 8 Uhr an:

Loosziehung.

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us am Brand ift 3 W geWrl.

rmntzchmgr geniestn MsMS: Sonntag 127 c Ausschuß.

Bekanntmachung,

da» Grfatzgefchäft pro 1895 betreffend.

Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1895 findet an den nach- benannten Tagen statt und zwar:

I. Zu Gießen in dem Schulhause in der Schulstraße.

Mittwoch den 6. März, Vormittags von 8 Uhr an:

Musterung

der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf a. d. Lda.,

»feuiUcton.

Aus der hessischen Frsn,osenM.

18061814.

Von Dr. Otto Buchner. (Fortsetzung.)

Diese und ohne Zweifel auch andere ähnliche Anregungen fielen auf einen günstigen Boden. Man brauchte Truppen und gerade für die freiwilligen Jäger lagen aus den Er­fahrungen des letzten Jahres die glänzendsten Zeugnisse vor. Noch vor Schluß des Jahres (28. December 1813, Großh. Hess. Ztg. Nr. 156 vom 30. Deeember) erschien eine Be­kanntmachung über diesen Gegenstand.Da in dem gegen­wärtigen Zeitpunkte das Vaterland die Gesammtkraft aller waffenfähigen Mannschaft in Anspruch zu nehmen genöthigt ist, und da S. K. H. der Großherzog, unser allergnädigster Souverain zu Höchst Ihrer besonderen Zufriedenheit den patriotischen Eifer Ihrer Untertanen bemerkt haben, so haben Allerhöchst Sie, um auch den von der persönlichen Kriegs- dicnstleistung seither sreigelassenen Adlichen-Hof-Staatsdiener- und schriftsässigen Familien und den Städten Darmstadt und Gießen die erwünschte Gelegenheit zu geben, an der Ver- theidigung des Vaterlandes Theil zu nehmen, beschlossen, freiwillige Jäger-Compagnien, Bataillons- und Corps, je nachdem die sich ergebende Masse dazu hinreicht, zu er­richten." Es werden daher junge Männer und Jünglinge der genannten Bevölkerungsklassen unter Versicherung der Allerhöchsten Gnade und Anerkennung aufgefordert, sich binnen 15 Tagen an genauer bestimmten Stellen in Darmstadt, Gießen und Arnsberg zu melden. Es sollen die freiwilligen Jäger nur für die Dauer des gegenwärtigen Krieges ver­pflichtet sein jund nur wirklichen Felddienst, keinen Garnisons-, Escorte- oder Polizeidienste leisten.

Jeder Freiwillige montirt und bewaffnet sich aus eigenen Mitteln. Bedürftigen können dazu Unterstützungen bewilligt werden.

Bekanntmachung.

Seit.: Den Wasenmeisterdienft zu Lang Göns.

Johan» Georg Schmidt zu Lang-Göns ist zum Wasen- meister für die Gemeinde Lang-Göns beließt und als solcher verpflichtet worden.

Gießen, den 26. Februar 1895.

Grobherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Gagern.

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Sobald die Corps in Dienst getreten sind, beziehen

' und

InnaNmt eon Anzeigen zu der Nachmittag- für de, ftlgtnbra Tag erscheinenden Nummer bi- Darm. 10 Ufr-

Alle Annoncen-Bureaux des In- und Auslandes n-h«r» Anzeigen für denGießener Anzeiger" entgegen.

*UblNe, SbM« H-Vpchrob- r ^chigt, wer biefe 1726 Schlosser.

Gießener Anzeig er

Kenerat-Wnzeiger.

Besondere Bestimmungen.

1) Zur Musterung haben sich, bei Meldung der gesetz­lichen Strafen, zu stellen:

Diejenigen, dem Großherzogthum Heffen oder eme» andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Muitar- pflichtigen.^welche ^^^nde des Kreises Gießen chr gesetzliches Domicil ihre Heimath oder ihren ständigen Wohn­sitz haben und sich nicht in einem andern Theile des Großherzogthums Heffen oder einem andern Staate in einer der nachstehend unter b) ange­gebenen Eigenschaften aufhalten;

b) in einer Gemeinde des Kreises Gießen sich als Dienst­boten, Haus- oder Wirthschaftsbeamte, Handlung-- diener und Lehrlinge, Handwerksgesellen und Lehr­burschen, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder da» Gymnasium daselbst oder eine sonstige Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen;

c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, oder während ihre Eltern einer solchen angehörten, im Auslands geboren sind, und weder im Großherzogthum Heffen, noch in einem andern deutschen Staate Donucil be­sitzen ober sich aufhalten;

und im Jahre 1875 geboren sind;

ferner ,,

Sämmtliche Militärpflichtige, welche

i» Jahre 1893 bezw. 1894 zur ückgestellt worden, oder nach ihrer gezogenen Rum- «er disponibel geblieben, d. h. nicht ein- berufen worden sind.

Entbunden von der persönlichen Gestellung sind Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Be-

Wiedereintritt nach dem Kriege aufbehalten. Im Falle der Dienstuntauglichkeit haben sie Anspruch auf einen entsprechen- bCn Vor^ihrem Eintritt Nichtangestellte haben Anspruch aus einen Gnadengehalt. .

Für Wittwen und Waisen verheiratheter Staatsdiener, deren Gatten und Ääter auf dem Bette der Ehre sterben sollten, sorgen die staatlichen Wittwenkaffen, doch können auch besondere Unterstützungen bewilligt werden.

Angestellte beziehen während der Kriegsleistung ihren Gehalt anstatt Löhnung.

Die freiwilligen Jäger sollen mit der Achtung behandelt werden, die ihrer Erziehung und Bildung ^bu^rt.

Muthiges und sittliches Betragen empfiehlt zur Ver, leihung von Ehrenzeichen und Beförderung - auch wird darauf beim Aufrücken in Civilstellen Rücksicht genommen.

Drr Großherzog erwartet von allen, die durch die Milde der Gesetze seither vorn Kriegsdienst befreit waren, daß sie ,u foen Waffen eilen und durch ihren Muth und Tapferkeit den Zweck der allgemeinen Sache des Vaterlandes kräftigst befördern helfen werden. Unabkömmliche und Untaugliche können aber zurückgestellt werden, ohne daß sie em gesetzlicher ^^D°i!i?Auff°rderüng wirkte außerordenUich rasch. In kitrresttr Zeit waren die Reihen der hessischen sr-mnll.g-n K mit 600 muthigen und kriegslustigen Jünglingen gesüllt. 3Sffi#We Studenten °°n Gi°ß°ns.ch °nsreiw.ll,ge» -Wägern anichlnssen, lägt sich aus dem Matrikelbuch der Hach, schule nicht erkennen, weil nur d.e neu Ansg-nammen-n sich pintrimpn Deren waren vorn 30. öctobei 1812 bis 12 Januar 1813 nur 41 n-u- Studenten, im Sammer 1813 tarnen l>°m 3. April bis 24. September, 62 Studenten baju, im Winter 1813 bis zum Schluß des Jahres nur 32 Studenten. ,

^5er auch aus der Liste über die 4 Compagnien mit ganzen 682 freiwilligen Jägern läßt sich nicht genau die Aarabl der Studenten bestimmen. Viele verließen zu Begmn von 1814 die Hochschule, um sich in Darmstadt ober in Arnsberg zu melden. So kommt es, daß wir in den beiden Starkenburgischen Compagnien 23 Studenten finden, m Gietzen (3 Comp.) 24, und in Arnsberg (4. Comp.) 12, im ganzen 59 Studenten. Dazu aber kommen noch diejenigen m höheren Semestern, die Kandidaten, in Darmstadt 13, tn Gießen 49

[ in Glessen bei (Hofconditor Lind und in den darob Pli­kate erkenntlichen Ver­kaufsstellen. 13,1

iger Teilnahme |

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Drr Menet JUtidger erscheint täglich, rit Ausnahme des Montags.

Die GleHener Aamikien ä kälter »erde, äe» Anzeiger wöchentlich dreimal deigelegt.

und in Arnsberg 19, also zusammen 81, oder Studenten und Kandidaten zusammen 130, demnach 21,26 v. H.

Zahlreicher waren die Forstbeamten aller Art, namentlich die Jäger. ES waren im Ganzen 155 ober 22,72 v. H. In noch größerer Anzahl traten Hanbwerker ber verschiebenste« Art in bie Reihen ber freiwilligen Jäger, nämlich 178, ober 26,1 v. H. Geringer war bie Zahl bet Beamten (62), bet Accessisten (37), ber Kaufleute (23), ber Abvokaten (15), bet Gymnasiasten (13), ber Oekonomen (11), ber Schreiber (7), Aerzte unb Thietätzte, Kupferstecher, Musiker, Witthe und anbere Berufsatten in noch geringerer Anzahl. Immerhin aber ist aus bieset nur annähetnb genauen Zusammenstellung ersichtlich, baß aus ben verschiebensten Klassen ber seither militärfreien Bevölkerung eine große Anzahl von jungen Männern freubtg zu ben Fahnen eilten, um an bem letzten Entscheibungskarnpfe gegen Frankreich theilzunehrnen.

Die Einübung ber jungen Mannschaften würbe nicht mit militärischer Strenge burchgeführt, kostete aber doch mehr Zeit, als betselben lieb wat. Mit Ungebulb erwartete fie ben Ausmarsch, ber benn enblich auch am 29. Matz 181 gleichzeitig mit bem neuen Regiment 1 au

Darmstabt erfolgte, um sich mit ben übrigen hessischen Truppen, bie bem Sübheet zugetheilt waren, zu vereinigen. Auch ein Theil ber neuen Lanbweht würbe aufgeboten, um bei oer Belagerung von Mainz verwenbet zu werben.

Vor mir liegt bas mit Bleistift geschriebene Tagebuch eines jungen Mannes aus Gießen, bet als freiwilliger Jaget sich schon am 1. Januar bei bem Oberstlieutenant Zürnet- mann Satte einsch-eib-n lassen und m.t emtgen Kamera n nm 3 Februar nach Darmstabt abreiste. In Friedberg batten'sie noch einen frohen Tag mit Bekannten, bann ging- weiter Ueber bie Erlebnisse in Darmstabt erfahren Wit nichts.' Uederhaupt ist bas Tagebuch auffatlenb mager; e« enthält meist nur bie einzelnen Marschstrecken unb nur aus­nahmsweise besonbete Bemerkungen, aus benen man aber ersehen kann, daß sie nicht von einemgemeinen Solbaten berrü^ren.cifet Thränen ber Bewohnet zog das

Corps am 29. März von Darmstabt ab, unb kam am britten Tag nach Heibelbetg, wo noch Zeit zum Besuch des Schlöffe- unb verschiedener Freunde blieb.

(Fortsetzung folgt.)

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i C SamStan den 16. Mär,, Vormittags von 9 Uhr an:

Loosziehung

in. Jta Grünberg im Gasthaus zum Rappen.

Montag den 18. März, Vormittags eon 9 Uhr an:

Musterung

i ber Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Selters« ! Hain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grunberg, Harbach, Keffelbach, Lauter und Lindenstruth;

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Bett.: Die Ernennungen von Feuervisitatoren. u»w,.o ....u, ----------- -

H- «ird bierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, : derjenigen des jüngsten Jahrgangs (1895) ber Stadt Gießen daß wir den lacob Atzbach, Steinhauermeister zu Gießen, und derjenigen der Gemeinden Hattenrod und Heuchelheim; an Sttlle des verstorbenen Zimmermeifters Pitz mit der Vor- , Samstag den 9. März, Vormittags von 8 Uhr an: nähme der Feuervisitation in den Gemeinden: Albach, Allen- derjenigen der Gemeinden Lollar^ Mainzlar, Oppenrod, Reis­dorf a. d. Lahn, Dorf Gill, Garbenteich, Großen-Lmden, Grüningen, Hausen, Heuchelheim, Holzheim, Klein-Lmden, Lang-Göns, Leihgestern, Steinbach, Watzenborn-Steinberg betraut und denselben als Feuervifitator verpflichtet haben.