Präsidenten der Republik, welche im letzten Augenblick gegen Candidaturen wie die von Arago, Dupuy, Brisson wieder zweifelhaft geworden war, wurde schon für den Spätherbst bet einer Erneuerung des Präsidiums selbst gegen die Wieder- candidatur Carnots bestimmt erwartet- dies war wohl auch der Grund seiner kürzlichen so überraschenden Demission als Ministerpräsident. Perter gilt als ausgezeichneter Manchester- mann, dem die Förderung von Handel und Bankwesen außerordentlich am Herzen liegt. Die Familie Perier wird zu den republikanischen Dynastien gerechnet, deren man drei zählt: Carnot, Cavaignac und Perier.
Versailles, 27. Juni. Nach Schluß der Congreßsitzung begaben sich Dupuy und alle Minister in daS Präsidial- cabtnet und theilten Perier den Wortlaut des Sttzungs- protocolls mit, wonach Perier zum Präsidenten der Republik proclamirt wurde. Der Senatspräsident hielt eine bewegte Ansprache, worauf Perier mit Thränen in den Augen antwortete, er sei tief gerührt von der Ehre, welche ihm die schwerste moralische Verantwortlichkeit auferlege, die ein Mann zu tragen vermöge. Er werde sich mit dem ganzen Patriotismus, der Energie und der glühenden Ueberzeugung, wie Derjenige, den wir beweinen, der Republik und der Demokratie zur Verfügung stellen- er werde suchen, seine Pflicht voll und ganz zu thun. Nach der feierlichen Ueber- nahme der Gewalt empfing Perier die Glückwünsche der Senatoren und Deputirten und Journalisten. Man glaubt, B u r d e a u würde mit der Cabinetsbildung beauftragt werden und Dupuy Präsident der Kammer werden. Senat und Kammer halten morgen Sitzung ab.
Paris, 28. Juni. Dupuy überreichte gestern Abend dem Präsidenten Casimir Perier die Demission des Cabinets. Das „Journal officiell" wird heute mittheilen, daß die Minister mit der Fortführung der Geschäfte beauftragt bleiben.
Neueste
Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau.
Pinneberg, 27. Juni. Ergebniß der Reich stagS- ftichwahl nach der amtlichen Feststellung: v. Elm (Soc.) 13 814, Mohr (natl.) 13293 Stimmen.
Rom, 27. Juni. Die seit gestern umlaufenden Gerüchte, daß in Turin aus Frankreich zurückgekehrte italienische Arbeiter gegen das dortige französische Consulat demonstrirt hätten, sind ebenso unwahr wie diejenigen, daß mehrere italienische Consuln in Frankreich getödtet worden seien. — Nachrichten aus Sizilien zufolge herrscht dort Ruhe- der Ausstand der Schwefelminenarbeiter ist nahezu beendet.
Paris, 27. Juni. Das „Journal offielet" veröffentlicht zwei Schreiben des deutschen Botschafters Münster. DaS erstere ist an Frau Carnot gerichtet und spricht Namens der Kaiserin Friedrich deren Beileid aus, das zweite an den Minister des Auswärtigen, Hanotaux, drückt Namens des württembergischen Ministerpräsidenten Mittnacht das Beileid des Königs aus. Ferner theilt das amtliche Blatt ein Schreiben des bayerischen Geschäftsträgers an Dupuy mit, in dem Namens des Prtnz- regenten und der bayerischen Regierung deren Theilnahme Ausdruck findet.
Paris, 27. Juni. Beim italienischen Botschafter laufen ununterbrochen telegraphische Kundgebungen des Beileids aus Italien ein. Reßmann theilt dieselben täglich dem französischen Minister des Aeußern mit.
Lyon, 27. Juni. Die Stadt ist ruhig. Die Straße, in der sich das italienische Consulat befindet, ist fortdauernd geschützt.
Toulon, 27. Juni. Der bei dem Tumult am Montag verwundete italienische Arbeiter ist außer Gefahr. Hier herrscht vollkommene Ruhe. — In der Nähe von Avignon wurden zwei Anarchisten verhaftet, die die Ermordung Carnots gutgeheißen haben sollen.
Petersburg, 27. Juni. Der Kaiser traf gestern auf der Eisenbahnstation Borkt mit der aus dem Kaukasus zurückgekehrten Kaiserin zusammen. Das Kaiserpaar wohnte der feierlichen Einweihung der Gedächtnißkirche bei und reiste sodann ab.
Konstantinopel, 27. Juni. Der Sultan beauftragte den türkischen Botschafter in Paris, der französischen Regierung und der Wittwe Carnots das lebhafteste Beileid des Sultans zum Ausdruck zu bringen.
Constautiuopel, 27. Juni. Der König vonSerbien ist Mittags 12 % Uhr hier eingetroffen. Er wurde am Landungsplätze vom Großvezier, mehreren Generälen des militärischen Hofstaates und dem Personal der serbischen Gesandtschaft empfangen. Nach der Begrüßung der Anwesenden fuhr der König mit Gefolge unter Begleitung einer Escorde Cavallerie nach dem Mdiz-Palais. Zwei Bataillone bildeten auf dem Wege dorthin Spalter- die Militärmusik spielte die serbische Hymne.
Chicago, 27. Juni. Gestern Abend ordnete der amerikanische Eisenbahnarbeiterverband eine Arbeitseinstellung der Weichensteller der Illinois Centralbahn an. Durch den Strike sollen die Pullmann-Wagen boycottirt werden. Dte Arbeiterführer behaupten, der Strike werde sich bald au fünf andere Bahnen ausdehnen.
Depeschen de« Bureau „Herold".
Berlin, 27. Juni. Der Kaiser läßt sich bei der Beerdigung des Präsidenten Carnot durch den deutschen Botschafter in Paris, Grafen Münster, vertreten (nicht durch ein Mitglied des Kaiserhauses, wie einige Blätter wiffen wollten). Der Kaiser hat befohlen, in seinem Namen ein prachtvolles Blumenarrangement auf dem Sarge niederzulegen.
Marienwerder, 27. Juni. Bet einer in Deutsch-Eylau
aus Mlawa zugereisten Frau wurde asiatische Cholera festgestellt.
Wien, 27. Juni. Wie die „Pol. Corr." aus Berlin meldet, bedeutet der vorbehaltlose Rücktritt Englands von dem § 3 des mit der Congo-Regierung abgeschloffenen Vertrages einen wichtigen Erfolg für Deutschland. Der bedeutende Eindruck dieses Erfolges werde erst später in starkem Maße hervortreten.
Karwiv, 27. Juni. Wie es den Anschein hat, ist der Grubenbrand erloschen. Die Ventilation des Tiefbauschachtes wird am Montag geöffnet und alsdann mit der Bergung der Leichen begonnen werden.
Lemberg, 27. Juni. Die Weichsel ist infolge andauernder Regengüße wieder rapid gestiegen.
Rom, 27. Juni. Studenten erzwangen, entrüstet über das Vorgehen gegen die Italiener in Frankreich, auf einem Platze dte Entfernung von Trauerfahnen.
Rom, 27. Juni. Aus allen Hauptstädten Frankreichs tüchtig gegangene Italiener erzählen grauenhafte Einzelheiten über die erduldeten Mißhandlungen und über die Jtalienerhetze. Die Erbitterung darüber ist allgemein. Hervorragende Blätter erklären, alle Sympathie für Frankreich müsse schwinden vor Entrüstung über diese schamlosen Excesse. Sogar der franzosenfreundliche „Don Chisciotte" tadelt das Verhalten der französischen Bevölkerung in bitteren Worten und erinnert dte französische Nation daran, daß sie sich doch mit Vorliebe die civilisirteste der Welt nenne.
Rom, 27. Juni. Der Polizei wurden im ganzen Königreich die strengsten Instructionen gegen die Anarchisten ertheilt, da man eine Spur gesunden zu haben glaubt, daß das Attentat auf Carnot von derselben anarchistischen Gruppe ausgegangen sei wie das auf Crispi und das gegen den Czareu geplante. In Rom sind dte Truppen in den Kasernen consignirt.
Paris, 27. Juni. In Lyon entwickelte sich im Laufe der vergangenen Nacht in mehreren Vierteln ein wahrer Aufruhr. Eine Masse italienischer Geschäfte, man spricht von 250, wurden geplündert, dte Häuser in Brand gesteckt. Der Gouverneur bot schließlich eine ganze Armee (16 000 Mann) auf, besetzte die aufrührerischen Viertel und ließ ca. 1600 Personen verhaften. Nach und nach legte sich der Sturm, sodaß bis heute Mittag die Hälfte der Verhafteten wieder freigelaffen werden konnte. Immerhin blieben die Straßen militärisch besetzt.
Paris, 27. Juni. Die Morgenzeitungen bringen Artikel, welche dte Ermordung Carnots als mit dem Attentat gegen Crispi und dem neuesten Anschlag auf den Czaren in Verbindung stehend bezeichnen. Die Blätter sind der Meinung, daß ein internationales anarchistisches Complott bestehe, alle obersten Gewalthaber ums Leben zu bringen.
Grenoble, 27. Juni. Dte ganze französische Arbeiterschaft durchzog gestern mit Knitteln und Messern bewaffnet die Straßen und machte auf Italiener Jagd. Vor dem italienischen Consulat riefen sie: „Nieder mit den Italienern, den Mördern?" Sie zerschlugen das italienische Consulatswappen und zerrißen die Fahne. Eine Anzahl Arbeiter drang in das Innere des Consulats, zerschlug mehrere Statuen und warf das Bildniß König Humberts durch das Fenster auf die Straße. Erst größeren Polizei- und Truppen- abtheilungen gelang es, die Banden zu sprengen. Der Präfect richtete sofort Worte der Entschuldigung an den italienischen Consul. In der Nacht dauerten die Kundgebungen trotz strengster Maßregeln fort. Arbeitertrupps drangen in die Häuser der Italiener, mißhandelten dieselben und schleppten sie auf die Polizeidepots. Ueber 100 Verhaftungen wurden vorgenommen.
Warschau, 27. Juni. Die Massenauswanderung polnischer Bauern nach Sibirien gewinnt immer größere Dimensionen. Die Regierung gewährt den Auswandernden freie Fahrt und überläßt ihnen größere Ländereien gratis.
Localer uttb Hroviirzleller«
Gießen, den 28. Juni 1894.
** Aus dem Justizdieust. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 27. Juni den Gerichtsaßeßor Jacob Hofmann aus St. Johann zum Staatsanwalt bet dem Landgericht der Provinz Starkenburg, den Gerichtsaßeßor Friedrich Koch aus Bad Nauheim zum Staatsanwalt bet dem Landgericht der Provinz Oberhessen und den Gerichtsassessor Josef Stigell aus Mainz zum Staatsanwalt bet dem Landgericht der Provinz Rheinhessen zu ernennen. — Ernannt wurden ferner: 1) der Gerichts- assessor Dr. Otto Brun aus Mainz zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Mainz, 2) der Gerichtsaßeßor Carl Herpel aus Darmstadt zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Zwingenberg, 3) der Gertchtsasseflor Adolf Warthorst aus Darm- stadr zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Seligenstadt, 4) der Gerichtsaßeßor Dr. Gottfried Haustädt aus Gießen zum Amtsrichter bet dem Amtsgericht Lorsch- 5) der Ge- richtsaßessor Dr. Otto Schwarz aus Gießen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Darmstadt II, 6) der Gerichts- aßessor Dr. Heinrich Marx aus Gießen zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offenbach.
** Die Gerichtsferien beginnen am 15. Juli und dauern bis zum 15. September.
** Wegbezeichnuug. Immer mehr werden sich weite Kreise unseres Volkes der verantwortlichen Aufgabe bewußt, den mancherlei Einflüßen entgegenzuwirken, die die geistige und körperliche Gesundheit namentlich unserer Jugend bedrohen. Ueberall sehen wir, wie namentlich unsere Städte durch die gewaltigsten Anstrengungen und häufig mit Über- । raschend schneller völliger Umwandlung ihres früheren Aussehens zur Besserung ihrer gesundheitlichen Verhältnisse ge- | langen und durch dies gute Vorbild ihre dankbaren Söhne 8 anregen, wettere Unternehmungen mit demselben Zwecke ins Leben zu rufen. So finden auch hier in Vereinigungen ver
schiedenster Art fast alle gegenwärtigen Bestrebungen, ein an Leib und Seele kräftiges Geschlecht heranzuziehen, Förderung - und auch dte dankenswerthe Anregung zur Schaffung eines Spielrasens ist mit ungetheilter Befriedigung ausgenommen worden und wird sicherlich, namentlich bei dem wohlhabenderen Theile unserer Bevölkerung, auch die nöthige finanzielle Unterstützung finden. — Aber nicht nur das Spielen, auch das Wandern ist unsere Jugend in Gefahr zu verlernen, die Wanderlust, ohne dte man sich die Jugend kaum denken kann. Trifft man doch häufig selbst in studentischen Kreisen eine geradezu verblüffende Unkenntniß selbst unserer nächsten Umgebung. Und doch kann man sich zur Entschuldigung dieses Umstandes vielleicht darauf berufen, daß bisher zu wenig dafür geschehen sei, unsere Wälder, Berge und Thäler bekannt und zugänglich zu machen. Wohl sagt man, mau könne sich mit Karte und Compaß überall durchfinden, aber wie sehr beeinträchtigt deren fortwährender Gebrauch den Genuß der Natur, wie mancher Kündige ging trotz ihres Gebrauches schon in die Irre, wie wenig verbreitet ist leider dte Fähigkeit, sie rasch und richtig zu benützen, wie viele müssen auf ihren Erwerb wegen der Höhe ihres Preises verzichten! — In richtiger Würdigung dieser Verhältnisse hat man fast allenthalben, wo die Gegend es verlohnt und noth- wendtg erscheinen läßt, die schönsten Wege durch farbige Bezeichnung dem Wanderer erschloßen. Beispielsweise ist neuerdings auch der Vogelsberger Höhenclub einem gleichen Unternehmen nähergetreten. Daß in Gießens unmittelbarer Umgebung hierin bisher nichts geschehen ist, ist begreiflich, da sie nur dte Ausläufer mehrerer Gebirge umfaßt und jeder Gebirgsverein seine Thätigkeit vor Allem den Haupttheilen seines Gebirges zuwendet. — Sollten sich aber in unserer Stadt, die doch zweifellos eine Menge von hier aus ohne Benützung der Eisenbahn möglicher und äußerst lohnender Touren bietet, keine Männer finden, die ihre Erfahrung und ihre Zeit in den Dienst der nämlichen Sache zu stellen geneigt wären? Der Unterstützung der Behörden, der Grund- etgenthümer und aller Einwohner dürften sie wahrscheinlich gewiß sein. Hätte doch Jeder Vortheil von einer solchen Wegbezetchnung: mit wie viel größerer Ruhe könnten beispielsweise Eltern ihren Kindern eine Tour erlauben wie jetzt, wie würde namentlich dem, dem sein Beruf wenig Zeit läßt, sich draußen zu ergehen, der Genuß an dem seltenen Spaziergang erhöht durch daS Bewußtsein, auf rechtem Wege zu sein. Wie würde unsere Vaterstadt in letzter Lmie auch materiell gewinnen, wenn der Ruf von ihrer schönen Umgebung sich weiter verbreitete!
** Coucerthaus Lahusteiu. Vorgesten Abend fand int Concerthause Lahnstein wiederum eine Quartett'Soiree start. Da es rn wetteren Kreisen noch wenig bekannt zu sein scheint, welch hoher'Kunstgenuß in den von dem Inhaber des Concerthauses, Herrn Kruse, und dessen drei Söhnen veranstalteten Abonnements Concerten geboren wird, halten wir es im Interesse aller Musikfreunde unserer Stadt und Umgegend für angebracht, die Kruse'schen Concerte einer kurzen Besprechung zu unr.rziehen. Das Quartett ist tote folgt zusammengesetzt: erste Geige Herr Willy Kruse, zweite Geige Herr Kruse sen., Bratsche Herr Georg Kruse, Violoncell Herr H. Kruse. Es würde heute zu weit führen, die Auswahl des Programms und die Ausführung der einzelnen Nummern Punkt für Punkt einer kritischen Sonde zu unterziehen, wir beschränken uns vielmehr darauf, unser Gesammlurtheil dahin zusammenzufassen, daß das Zusammenspiel der vier Mitglieder des Quartetts, ihre musikalische Auffassung und Darstellung uns schon nach den ersten Programmnummern nicht im Zweifel darüber ließen, daß wir ein Ensemble von Künstlern vor uns hatten. Die Herren Willy und H. Kruse, welche als königl. Kammermusiker in Kaffel angestellt sind, führten sich in ihren, den Quartettaufführungen folgenden Solovorträgen sogar als Virtuosen ersten Ranges ein. Air varie von Vieux- temps und „Die Biene" von Schubert wurden von Herrn W. Kruse auf der Violine äußerst wirkungsvoll und geradezu glänzend vorgetragen, während Herr H. Kruse auf seinem klangvollen Cello in Souvenir de Spa von Servals und namentlich in der als Einlage freundlichst zugegebenen Träumerei von Schumann eine völlig hinreißende Wirkung erzielte. Das Publikum folgte mit gespanntem Interesse allen Aufführungen und zeigte sich den ihm gebotenen hervorragenden Leistungen gegenüber äußerst dankbar — sein ganzer Kummer schien nur zu sein, daß es im Zweifel darüber blieb, welchem der beiden Virtuosen es die Siegespalme zuerkennen sollte. Bekanntlich werden die vier Mitglieder der Familie Kruse die bis Ende September dauernden Sommerferien der beiden Casseler Brüder dazu verwenden, hier wöchentlich ein bis zwei Abonnements - Concerte zu geben. Wir können den Besuch der letzteren, welche für den unglaublich niedrigen Aboanementspreis von je 30 Pfg. geboten werden, aufs Wärmste empfehlen.
** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer- wehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 9. Juni l. Js. dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr der Hehl'schcn Fabrik zu Worms Johann Hoffmann.
** Militärdienst-Nachrichten. Dr. Dietz vom Landwehr- i bezirk Gießen wurde zum Stabsarzt befördert- Dr. Wolff, Stabs- und Bataillonsarzt vom 3. Bataillon 4. Großh. Hess- Infanterie-Regiments (Prinz Carl) Nr. 118, zum 2. Bat. des Infanterieregiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116 versetzt.
** Ferien-Sonderzüge nach München. Wir machen auf die in vorliegender Nummer befindliche Bekanntmachung der Königl. Eisenbahndirection Hannover, betr. Verlegung eines Ferten-SonderzugeS, aufmerksam.
♦♦ Glasmalerei. Im Laden Louisenplatz 1 zu Darmstadt ist gegenwärtig ein aus der Glasmalerei Fr. Endner daselbst hervorgegangenes Treppenfenfter ausgestellt. DaS Fenster, ein Kunstwerk einheimischer Malerei, enthält zwei altdeutsche Figuren, Landsknecht und Edeldame aus der Zeit


