Ausgabe 
28.10.1894 Erstes Blatt
 
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welche auf der Bühne aufgestellt waren, bemerkt man be« sonders die Herren Elisee, Reklus und Robin. |

Paris, 26. October. DerFigaro" meldet, daß über den Zu stand des Czaren mehrere beruhigende Tele­gramme hier eingetroffen sind, darunter eines des Groß« fürften-ThronfolgerS, welches von einer kleinen Besserung spreche.

Paris, 26. October. DemMatin" zufolge ist die Polizei einem neuen anarchistischen Attentat, das sich gegen die Kammer richtete, auf die Spur gekommen. Es sollen Anarchisten aus Poitiers, Lille und Lyon nach Paris unterwegs sein. Die Präfectur hat umfassende Vorfichts- ; maßregeln im Palais Bourbon getroffen.

Marseille, 26. October. Den KreuzernAlgen" und JSly", welche sich auf dem Wege nach den ostasiatischen Gewässern befinden, wurde befohlen, sich zur Verfügung des französischen Geschwaders in Madagaskar zu stellen.

London, 26. October. Ein heftiger Sturm herrscht seit gestern im Canal. Zahlreiche Schiffsunfälle sind vorgekommeu. Man befürchtet bedeutende Verluste an Menschenleben.

London, 26. October. Wie aus Shanghai gemeldet wtrd, haben gestern 500 Japaner den Aalufluß über- | schritten und die chinesische Besatzung überrumpelt. Un­beschreibliche Panik entstand unter den Chinesen, welche die Flucht ergriffen und 2 Kanonen sowie viele Waffen zurück- ließen. 20 Chinesen wurden getödtet, mehrere verwundet. Die Japaner hatten keine Verluste. Die chinesischen Truppen haben auf der Straße nach Mukten ihr Lager aufgeschlagcn und steht eine große entscheidende Schlacht bevor. Die japanische Armee wird heute den Aalufluß überschreiten und die Festungswerke von Souko besetzen. Die Brücken sind bereits geschlagen.

Petersburg, 26. October. Dem gestern Abend in Livadia ausgegebenen Bulletin zufolge ist das Befinden de« Zaren etwas besser. Die Schwellungen haben nicht zugenommen. Der Uebertritt der Prinzessin zum ortho­doxen Glauben und die Vermählung sind aufgeschoben. Bei der letzten Communton war die Prinzessin nur als Zuschauerin.

H Berlin,26. Oktober. Gerüchtweise verlautet' Reichskanzler Caprivi habe seine Demission eingercicht. Der Kaiser habe dieselbe ange­nommen.

H. Berlin, 26.October. DieKölnische Ztg." : meldet: MinisterPräsident Eulenburg habe eben- fals sein Abschiedsgesuch ciugereicht und das­selbe genehmigt erhalten. Eine B e st ä t i g u n g dieser Nachricht liegt bis jetzt nicht vor, auch keine anders eilige entsprechende Nachricht.

WB. Berlin, 27. Oktober. Die Preßstimmcn vcrrathen eine allgemeine Überraschung durch die eingetretene Krise; die Betrachtungen der Presse beschäftigen sich vorwiegend mit der Kanzlerkrise, sie erkennen die hohen persönlichen Eigenschaften Caprivi's au. DieNatioualzeituug" glaubt, daß infolge der Krise die Acmter des Reichskanzlers und Ministerpräsidenten wieder vereinigt werden; sie nimmt an, weitere Veränderungen im preußischen Staatsministcrium würden nicht erfolgen. DieVossische Zeitung" be­sorgt, es stehe nunmehr mehr auf dem Spiel, als die Maß­nahmen gegen die Socialdemokratie. DasTageblatt" sagt, die Uebcrraschung über die Krise war bei den Freunden und Gegnern Caprivi's und Eulenburg's gleich groß. Neber den Nachfolger des Reichskanzlers stellen die Blätter ver­schiedene Vermnthungen an, sie nennen den gegenwärtigen Kriegsmiuister B r o n s a r t, ferner W a l d e r s e e, den Statthalter Hohenlohe, Miquel, Bennigsen, sowie den früheren Cultusminister Zedlitz.

WB. Berlin, 27. Oktober. Von zuverlässiger Seite wird bestätigt, daß die uachgesuchtc Demission Eulenburgs sowohl als Ministerpräsident wie als Minister des Innern in huldvollster Weise angenommen wurde. Der Statthalter Fürst v. Hohenlohe ist au der Wildparkstatiou ein- getrosicn; er wurde vorn Kaiser empfangen und huldvollst begrüßt. Mit Hohenlohe traf der Untcrstaatssecretär Köller ein, ebenfalls huldvollst vom Kaiser begrüßt. Der Kaiser fuhr mit Hohenlohe in offenem Wagen ins neue Palais, desgleichen Köller mit dem Adjutanten Grafen Moltke. Auch die Anwesenheit Köllers wird mit der Krise in Ver­bindung gesetzt.

Zur Einweihungsfeier des Corpshanses der Starkenburgia zu Gießen

am 27. und 28. October.

(Originalbericht desGießener Anzeiger".)

W. Heute vor einem Jahre legte das Corps Starkenburgia am nordöstlichen Abhange des Seltersberges, an der inzwischen ver­längerten Wtlhelmstraße, in feierlicher,Form den Grundstein und heute, nach einem Jahr, sind ein großer Theil der alten Herren von Nord, und Ost, Süö unb Lest hierher in unsere alte Musen­stadt, um den vollendeten schmucken Bau des Corptzyauses, die Gießener Starkenburg, wie es osfictell in den Einladungen heißt, dem acttoen Corps zu übergeben, um das neue Heim in echter alter deutscher Weise feierlich einzuweihen. Stolz weht das roth-weiß-goldene Banner von der Zinne des Burgfrieds unb grüßt die Angehörigen des Corps, welche in unserer Stadt um so lieber weilen, als manche Jugend-Erinnerung sie mit derselben untrennbar fürs Leben verbindet. Wir rufen ihnen Allen ein kräftigWillkommen" entgegen, mögen sie vergnügte unb fröhliche Tage in unserer Daterstabt verleben.

Das Corpshaus ist nach Plänen ber Architekten Stein unb Meyer von benselben gebaut, nach bem Urtheil bes Geh. Baurath Proi. Otzen-Berlin unb bes Historiker Professor Matthaet-Kiel styl­gerechtes vorherrschenb im Gepräge berzbeutschen Nenaissance mit ber bewegten Silhouette ber Spätgothtk unb Romanik, ein wahrer Kunst­bau zu nennen. Der 20 Meter hohe Burgfrieb, an bem sich über dem Söller weithin sichtbar, in Savonier Sandstein, bas kunstvoll gemeißelte Wappen des Corps befindet, wirb durch die tiefgeschnittene

Zinnenkrönung in seiner massigen Wirkung gemildert. Der hoch­aufragende Giebelbau des Gebäudes wirkt durch die Anbringung der ihn slanktrenden Greife und die nicht schwere Kreuzbekrönung leicht und gefällig. Sehr glücklich ist die Verbindung des Burgfrieds mit dem Giebel durch eine kleine Säulenhalle, welche die vom Hoch­parterre betretbare Gallerte trägt, gelöst unb burchgeführt. Der Haupteingang zum Gebäube liegt', burch ben Burgfrieb geschützt, hinter bemselben. DaS Souterrain birgt außer ber Küche unb ben Wirthfchastsräumen bie Fechtscheuer, welch letztere burch eine kleine Pforte von der Säulenhalle direct zu betreten ist.

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Der ganze Bau, mit Ausnahme des Souterrains, ist in dunkel- gelbem Verblendstein ausgeführt, mit rothem Sandstein archi­tektonisch einfach, aber sehr geschmackvoll gehoben. Auf geschwungener Treppe gelangt man bequem durch das mit einer kunstvollen, schwied- eisernen Laterne geschmückte Vestibül in bie Halle, beren Decken- abschluß burch ein Kreuzgewölbe gebildet, jedoch nur einfach in ber Malerei gehalten ist. Um so wirkungsvoller hebt sich bie Decoration ber Wappen, Schläger unb Hirschgeweihe, welche hier angebracht sinb, von ben Wänben ab. Ein gewaltiger, lebensgroßer, künstlerisch aus­geführter Rttterschild in farbiger Rüstung hat hier Aufstellung gefunben. Derselbe bient als Canbelaber unb fesselt bie Blicke bes bie Halle Betretenben. Der große Kneipsaal, im Giebelbau untergebracht, überrascht burch sein gewaltiges, in satten Farben gemaltes Wappen­fenster, ein Meisterstück ber.Glasmalerei von F. Enders-Darmstabt. Rechts unb links von ben Wappen befinben sich in Mebaillonform bie Ruine Starkenburg unb die von der Lahn bespülte Pulvermühle, von Olnamenten und Arabesken geschmackvoll umrahmt unb vom Mittelstück geschieben. Gegenüber bem Fenster liegt bie hoch ange­brachte, in Naturholz gefertigte Musikbühne, welche mit Wappen­schildern ber Cartell- unb befreunbeten Corps geschmückt ist. Unter ber Musikbühne ist sehr practtsch ber Büffetraum hergerichtet. An ber Längswanb bes Saales hängt bas renovirte große Gemälde des Starkenburger Ritters, flankirt von blinkenden Slahlrüstungen. Gruppenbilder des von 5 zu 5 Jahren aufgenommenen Corps resp. von dessen Mitgliedern bilden, außer Waffen, Schlägern, Wappen und Schildern den weiteren Wandschmuck; auch die gewaltigen Trink- Hörner fmb vorhanden. Ein altdeutscher, dunkler Porzellanofen sorgt für Wärme, schwer e Eichen-Tischeund Stühle sind in Husetsenform aufgestellt. Zwei prächtige,'eichengeschnitzte Schränke, Nürnberger Arbeit, zeigen, daß unsere deutsche Holzbildhauerkunst Vollendetes zu leisten vermag. Die Ausstattung des kleineren Saales ist einfacher gehalten, reiht sich aber würdig der des Prunkraums an. Die Decken beider Säle sind Natur-Holztäfelung, an den Wänden laufen ebensolche Paneele. Vom kleinen Saale ist der Ausgang durch die Thurmnische auf die äußere Gallerte. Im ersten Stock befindet sich die geräumige Wohnung für den Hauswart und nun gehts 44 Stufen die frei gewundene Treppe zum Burgfrieb hinauf, von beffen Plattform man einen rounberbaren Runbblick über unsere langgestreckte Stabt hat, welche sich bem Beschauer von ber vorthetlhaftesten Seite zeigt. Links bahinter bas reizenbe Lahnthal, ben Gleiberg, Vetzberg, Dünsberg, bie sieben Hügel, baran anschließend das Wieseckthal mit seinen dahinter lagernden waldbekrönten Höhen, rechts das Schiffenbergerthal, wirkungsvoll begrenzt von Wald und dem Schiffenberg. Das Haus mit dem kleinen, stilgerecht burchgeführten Burgbau, welches mit seinem gefammten Inhalt heute von ben Bauherren, ben alten Herren bes Corps, bem letzteren zur Benutzung überwiesen wird, gereicht ber Stabt zur Zier, ben Bauherren zur Ehr unb ben Baumeistern zum Ruhm.

Coeafc» «nd prsvinzielle»

Gießen, den 27. October 1894.

* Tagegelder für Landtagsabgeordnete. Das Gesetz, die Abänderung des Art. 54 der landständischen Geschäfts­ordnung vom 17. Juni 1874, sowie des Gesetzes vom 11. Juni 1875, die Tag gelber der Ständemitglieder betreffend, vom 20. October 1894, besteht aus folgendem einzigen Artikel: Der Artikel 54 des Gesetzes vom 17.Juni 1874, bie lanbstänbische Geschäftsordnung betr. (Regierungsblatt Nr. 32), sowie baS Gesetz vom 11. Juni 1875 (Negierungblatt Nr. 31) sind aufgehoben unb werben burch nachstehenbe Be­stimmung ersetzt:'Die nicht burch ihre Geburt berechtigten Mitglieber ber Ständeversammlung, deren Wohnsitz weiter als 21/2 Kilometer von bem Orte ber Versammlung entfernt ist, erhalten während ihres Ausenhalts an bem Orte ber Versammlung zum Zwecke der Theiluahme an ben Sitzungen berselben ober an den Sitzungen unb Arbeiten ber Ausschüsse aus ber Staatskasse: 1) ein Taggeld von 9 Mk., 2) für jede Uebernachtung eine Vergütung von 3 Mk., 3) Ersatz für ben wirklichen Aufwand von Fahrkosten. Die vorstehenden

Vorschriften finden sinngemäße Anwendung auf die im Aus-- trage'einer Kammer ober eines Ausschusses außerhalb des Ortes der Versammlung und des Wohnortes des ober der betreffende« Abgeordneten zu besorgenden Geschäfte.

* * August Juukermaua hat für seinenFritz Reuter- abend" am Donnerstag, 1. November irn Gesellschaftshause ausHanne RÜte",Ut mtne Stromtid",Läuschen un Rimels" rc. solche Vorträge gewählt, welche aller Orten in Nord und Süd die beifälligste Aufnahme gefunden und ge­eignet sind, jenen sonnigen Humor zu verbreiten, welchem sich selbst hypochondrische Naturen nicht entziehen können. Möge also Niemand diese Gelegenheit versäumen, durch zwei Stunden die Schönheiten der Werke eines gottbegnadeten echt deutschen Volkspoeten bei Junkermanns musterhafter Interpretation auf sein Herz und Gemüth einwirken zu lassen.

* * Neues Theater. Wegen scenischer Schwierigkeiten mußte das für morgen Sonntag angesetzte VolksftückDie Lieder des Musikanten" von Rudolph Kneisel noch um eine Woche verschoben werden. Dafür kommt ein urgelungener SchwankEin toller Einfall" von Karl Laufs zur Aufführung. Wer sich also einmal gründlich auslachen will,., versäume diese Vorstellung nicht.

* * Im Panorama kommt morgen (Sonntag) wieder eine neue herrliche Reise zur Ansicht und zwar Salzburg und das Salzkammergut, wovon besonders interessant sein wird Gmunden, Ischl, ferner die herrlichen Parthien bet Hallstadt, am Gosau-See, Traunfall, Gosinger Wasserfall und die Wildfallschlucht, kommen dann nach Preßburg, die Kar« pathen und bie hohe Tatra, das großartigste, wildromantischste Gebirge. Bei dieser Prachtserie wird es voraussichtlich an. gutem Besuch nicht fehlen.

H. Neues Theater. Der gestrige Abend bedeutete für Herrn Reiners in jeder Beziehung einen vollen Erfolg. Einmal war die Wahl des reizenden Schwankes von Blumenthal und KadelburgDie Großstadtluft" an sich ein glücklicher Griff und dann war die Besetzung der Rollen eine äußerst gelungene. Dem Gast für bie 'Saison, Herrn Otto, ist bie Rolle bes Fritz Flemming'wie auf den Leib geschrieben. Wir haben von ihm noch keine so bis in bie feinsten Nuancen abgerundete Leistung gesehen wie gestern Abend, ausgenommen etwa seine Darstellung des Dr. Gehring inDer Herr Senator." Da fehlte aber auch nicht das Tüpfelchen auf bem i! Eine vortreffliche Partnerin hatte Herr Otto in Fran Reiners. Ihre Verkörperung ber Sabine befriedigte uns in hohem Maße, obgleich diese Rolle nicht ganz in ihr Fach schlägt. Ganz reizend war bie Grazie, mit ber sie ihres Amtes am Kaffeetisch waltete, ganz reizend der Ausdruck ber um bie Treue des Gatten besorgten Frau und die lebensvolle Wärme bei ber Wiedervereinigung mit bem Ehegemahl in Berlin. Diesen beiben Hauptpersonen gliederten sich bie übrigen Darsteller trefflich an. Herr Heyne, ben ein böser Druckfehler in ber letzten Kritik zu einem Herrn Nagel gestempelt hatte, war ein prächtiger bieberer Dr. Crusius. Seine Wiebergabe dieser Rolle war wahrhaft herzerquickend. Herr Geisel stellte ein köstliches Gigerl bar unb Herr Hacker wußte aus bem leichtsinnigen Rechtsanwalt eine sympathische Figur zu machen. Die Wieber­gabe bes Fabrikanten Schröter burch Herrn Baum dürfe« wir heute aufrichtig loben. Nur ein klein wenig mehr Ruhe möchten wir bem Herrn anempfehlen. Eine neue Erscheinung war für uns Fräulein Egger. Wir wollen uns heute kein Unheil über die Dame erlauben, da wir ihr etwas steifes und gezwungenes Spiel einer großen Befangenheit und dem für sie ungewohnten Ensemble zuschreiben. Die andere neu angestellte Dame, Fräulein Küsel war in ihrer episodische« Nolle als Frau Rector Arnstedt recht gut. Auch Fräulein Ronncberg als Frau Dr. Crusius hat uns gestern sehr gut gefallen. Sprache und Bewegungen waren diesmal maßvoll. Wenn die Dame diese Eigenschaften behält, wird sie noch mehr Erfolge erringen. Die Nebenrollen waren zur Zufriedenheit besetzt. Das verhältnißmäßig zahlreich erschie­nene, vielfach den ersten Kreisen angehörende Publikum kargte nicht mit wohlberechtigtem Beifall.

* * Oberhessischer Verein für innere Mission. Es möge auch an dieser Stelle nochmals auf das Jahresfest des Oberhessischen Vereins für innere Mission" hingewiesen werden. Der Dienstag, den 30. October, Abends 6x/2 Uhr statlfindevde Fe st g 011es dienst wird in hergebrachter Weise durch Mitwirkung des Kirchengesangvereins und der Chorschule einen reichen Schmuck erhalten. Vor allem aber dürfte die Person des Festpredigers auf unsere Gießener evangelische Gemeinde eine besondere Anziehung üben. Pastor Friedrich Simon aus Bielefeld ist ja ein Gießener Kind, ein Sohn des im Jahre 1881 dahier ver­storbenen hochverehrten Prälaten D. Simon. Er hat, wie so manche hessische Pfarrer, außerhalb seiner hessischen Heimath eine bedeutende Wirksamkeit gefunden, hängt aber noch mit warmem Herzen an seiner Vaterstadt, und freut sich, einmal wieder in der alten Stadtkirche zu predigen. Auch bie Abendversammlung in Steins Garten fei in Erinnerung gebracht. In ihr wird u. A. Reiseprebiger Wenck aus Darmstabt über bie Bedeutung ber Evangelischen Arbeitervereine reben, worauf besonbers die Mitglieder des hiesigen Vereins aufmerksam gemacht werden, und Pastor Simon wirb von ben groß­artigen Bielefelber Anstalten erzählen. Auch eine Erörterung ber Sonntagsruhe ist in Aussicht genommen. Außerbem wirb aus bie Mitwirkung eines hiesigen Gesangvereins ge« rechnet. Ein besonbers großes Interesse beansprucht bas Thema ber am Mittwoch, Vormittags 9 Uhr in dem Con- firmandensaal ber Johanniskirche tagenben Jahresversammlung: Die Gefahren bes mobernen Lebens für bie Kindererziehung." Die beiden Referenten, Professor Stamm von hier unb Pfarrer Schuster aus Glauberg sind genaue Kenner unseres Volkslebens in Stadt und Land, unb zur Behandlung dieses wichtigen Themas besonders berufen' Es ist verschiedentlich die Meinung geäußert worben, als ob durch bie Wahl bes Confirmandensaales als Versammlungs-