* * Kirchliche Dienstuachrichte». Durch Allerhöchstes Decret vom 13. März wurde der evangelische Pfarrer und Decan Karl Wahl zu Wieseck zum Pfarrer in Hausen, im Decanat Gießen, ernannt.
* * Ruhestands Versetzung. Am 24. Februar wurde der erste Lehrer und Dirigent an der erweiterten Volksschule zu Hungen, Dr. Wilhelm Kellner, mit Wirkung vom 1. März an in den Ruhestand versetzt.
* ♦ Die Osterfeiertage sind, was zunächst die Witterung betraf, aufs beste verlaufen. Trotz der frühen Jahreszeit, auf welche Ostern diesmal fiel, war es seit einer Reihe von Tagen so hell und warm, daß die Stadtbewohner zu größeren Ausflügen förmlich angelockt wurden. Die Folge der schönen Witterung war zunächst ein riesiger Personenverkehr auf den Eisenbahnen, dann aber ein großer Zudrang nach den beliebten Ausflugspunkten der näheren Umgebung. Zu Fuß, zu Rad und zu Wagen gings nach Staufenberg, Gleiberg, Schiffenberg, Forftgarten, nach Arnsburg, Münzenberg u. s. w., überall waren die Gartenwirthschaften geöffnet; Küchen und Keller wurden stark in Anspruch genommen. Auch unsere Waldungen waren stark besucht, vermochten aber den Naturfreunden noch herzlich wenig zu bieten; einige bescheidene Schneeglöckchen und am Waldrande blühende Veilchen, hier und da auch einige Pflänzchen von dem beliebten Waldmeister war alles, was die Ausflügler heimbrtngen konnten. Wenn die Witterung anhält und die Nächte etwas weniger frostig sich anlaffen, dürfte bald die Vegetation eine reichere werden.
* ♦ Bismarckfeier. Die allezeit rührige nationalliberale Vereinigung „Nordwest" in Frankfurt a. M. beabsichtigt, einen großen Festcommers zu Ehren des Fürsten Bismarck am 31. l. M., Abends 7 Uhr, im großen Saale des Saalbaues zu veranstalten. Nach dem unS vorliegenden Programm wird Rechtsanwalt vr. Brombacher aus Pforzheim den Festprolog sprechen, Professor Dr. Kahl aus Bonn die Festrede, Profeffor vr. On cken die Rede auf das Vaterland halten. Für den musikalischen Thetl ist der Frankfurter Männergesangveretn und die Capellen deS 81. Infanterie- Regiments und des 13. Husaren-RegimeniS gewonnen. Ein Besuch dieses zeitlich sehr günstig gelegenen Festes dürfte also die Reise lohnen.
* * Diebstahl. Am vorigen Samstag hatte ein Bauersmann seinen Wagen im Hofe einer hiesigen Wirthschast eingestellt. Während derselbe seine Geschäfte verrichtete, halten zwei Jungen im Alter von 17 und 13 Jahren die Ladung einer Revision unterzogen und einen Korb entdeckt, welcher Ostereier und Kuchen enthielt, die für einen Soldaten des hiesigen Regiments bestimmt waren. Der Korb wurde schleunigst geleert. Als die Diebe von der Polizei ermittelt wurden, war ein großer Theil des Eßbaren schon aufgezehrt.
* * Leichenfund. Die Leiche des seit 16. Februar er. vermißten Gerichts - Aceessisten Marx wurde am ersten Osterfeiertage aus der Lahn, am Bootshaus der Ruder- Gesellschaft, geländet.
** Da8 Hochzeitsgescheuk, welches die Kriegervereine Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog zu überreichen gedenken, wird, wie die „N. H. V." berichten, in einer Nachbildung des Landes-Krieger-Denkmals bestehen.
** Gedenkfeier en 1870/71. Die Kriegerkameradschaft „Hassia" beabsichtigt im nächsten Jahre die Erinnerung an die Kriegsjahre 1870/71 durch eine Verbands-Gedenkfeier zu begehen. Die Feier soll nach dem Programm-Entwurf mehrere Tage umfassen und womöglich in Darmstadt stattfinden. Vorgesehen sind: eine Begrüßungsfeier am 17. August, bestehend in Musik, Reden, Gesangsvorträgen; für den 18. August: Festzug, Aufmarsch vor dem Landeskriegerdenkmal, Gedächtnißrede, Mittagessen, Coneert mit Ansprachen; für den 19. August: Ausflug nach dem Auerbacher Schloß, Coneert in der Festhalle; für den 20. August: Nachmittags Volksfest. — Ob mit der Feier die Grundsteinlegung des Landesdenkmals für Großherzog Ludwig IV. verbunden werden kann, wird von den Umständen abhängen. Man betrachtet es bei Aufstellung des Kostenvoranschlags für zweifellos, daß die Kosten für das Fest in der Hauptsache nicht von den Mitgliedern des Hassia-Derbandes getragen werden können, sondern daß hierzu den Löwenantheil die Ortsbevölkerung der Feststadt, also vermuthlich Darmstadt, beitragen muß; aus diesem Grunde soll das Fest auch auf mehrere Tage ausgedehnt und der Darmstädter Bevölkerung etwas geboten werden. Zu der Ausdehnung des Festes liegt auch ein idealer Grund vor, denn je gewaltiger der Festeindruck bei den einzelnen Theilnehmern wird, desto fester werden sie sich der Gedächtnißfeier erinnern. Es befriedigt einerseits die Mitkämpfer von 1870, indem sie sehen, welche Bedeutung man der Gedächtnißfeier an das denkwürdige Er- eigniß beimißt, anderseits wird es die jüngeren Kameraden aneifern, wenn sie sehen wie man nach 25 Jahren noch die Heldenthaten der Sieger von Gravelotte re. feiert. — Finanziell soll das Fest auf einem Garantiefond in Höhe von 12,000 Mk. begründet werden, zunächst durch freiwillige Zeichnungen, dann durch den Hassia-Verband und die beiden Darmstädter Kriegervereine. Eine demnächst einzuberufende Delegirten-Versammlung soll darüber beschließen, ob der Verband sich mit 4000 Mk. an der Garantiefondzeichnung betheiligen soll. Die Gesammtkosten des Festes sind auf 16,300 Mk. veranschlagt.
** Prämiirung in Chicago. In dem vom „Deutschen Reichsanzeiger" veröffentlichten Nachtrag zur Liste der auf der Weltausstellung in Chicago preisgekrönten deutschen Aus- steller finden sich noch folgende hessische Firmen auS den beigefügten Gruppen verzeichnet: Sammel-Ausstellung des deutschen Buchgewerbes: Arnold Berg st räßer in Darmstadt, B. Schott Söhne in Mainz. — Reines Wasser, natürliche nnd künstliche Mineralwasser: Schmal- heimer Brunnen-Comptoir Cordes u. Ellpaß in Schwalheim bei Friedberg. Malzgetränke: Hildebrand'sche Brauerei in Pfungstadt, Stein u. Köster, Hopfen
handlung in Mainz. Maschinen zum Fermentiren, Deftilliren, Avsüllen und Lagern von Getränken: L. A. Enzing er in WormS. Sammel - Ausstellung des Weinbaues und Weinhandels: L. Kra us in Gau-Algeshetm. Obstbau-Erzeugnisse, Methoden und Geräthe: vr. W. Nagelt in Mombach bet Mainz. Chemische und pharmaeeutische Producte, Droguerie- waaren: Chtntnfabrik Auerbach. Sammel Ausstellung des deutschen Unterrichtswesens: 1) Ausstellung der deutschen chemischen Gesellschaft: Dr. C. Böttinger in Darmstadt; 2) niedere und höhere Schulen, Universitäten: Carl Andes in Offenbach, L. Brill in Darmstadt; 3) Präeisionsinstru- ment, Experimenttrinstrumente, Instrumente für Untersuchung und Photographie: C. Ltebrtchs Nachf. in Gießen. Physische Entwickelung, Traintren und Körperbeschaffenheit; Gesundheitspflege: E. H. Overbauer in Darmstadt. Sammel-Ausstellung der Architectur: Geh. Oberbaurath v. Weltzien in Darmstadt. „Deutsches Dorf": Römisch- germanisches Museum in Mainz. — Wie der Reichs- eommissar, Geheimerath Wermuth, bemerkt, dürften die Medaillen kaum vor Mitte dieses Jahres zur Ausgabe gelangen, dagegen werden die Diplome voraussichtlich vor diesem Zeitpunkte den Herren Ausstellern zur Verfügung gestellt werden können. Sobald ihm seitens der amerikanischen Behörden Abbildungen der Medaille zugehen, werde er dieselben den Betheiligten zugängtg machen.
+ Sich, 26. März. Am 20. und 21. d. M. fand in hiesiger Präparanden Anstalt die Entlaffungsprüfung der ersten Klaffe durch die Herren Semtnar-Dtreetor Dr. Queutell aus Friedberg und Schulrath Büchner aus Gießen statt, wobei 25 Abiturienten die Reife für den Besuch des Schullehrer-Seminars zuerkannt wurde.
N. Ridda, 24. März. Das milde Wetter macht sich doch bet den Preisen für Brennmaterial, besonders bei Holz, ganz deutlich kenntlich. Die in den letzten Tagen stattgehabten drei Holzversteigerungen in der Oberförsterei Nidda blieben alle drei unter dem Tarifpreise, wurden aber doch genehmigt. Es scheint das Bedürfnis nach Holz weniger groß zu sein, weil die Leute in allem, auch an Brennmaterialien, zu sparen suchen, so daß weniger Steiglustige erscheinen, was ein Sinken der Preise im Gefolge hat. Bau-, Werk- und Nutzholz wird stets hoch bezahlt, für solche Sortimente ist das Absatzgebiet stets ein sehr großes.
§ Zahmen, Kreis Lauterbach, 22. März. Bet der hier stattgehabten Wahl eines Bürgermeisters für die Orte Zahmen, Heisters und Wünschen-Moos (zu einer Bürgermeisterei gehörig) wurde der Gemeinderechner der Gemeinde Zahmen, Heinrich Beyer einstimmig mit 63 Stimmen gewählt.
Babenhausen, 21. März. Ein sauberer Pferdehandel. Ein Landwirth aus dem benachbarten H. . verkaufte auf dem vorjährigen Frühjahrs-Pferdemarkt zu Darmstadt sein über 20jähriges Pferd, ein Rappe, um den Preis von 125 Mark an einen Pferdehändler aus Bayern. Es wurde das übliche Kaufprotokoll ntedergeschrieben, und damit war die Sache erledigt. Dieser Tage wurde nun unser Bauersmann aus H <_ . . von dem Amtsgerichte zu Seligenstadt auf Veranlassung der bayerischen Gerichtsbehörde um nähere Auskunft über das betreffende Pferd aufgefordert. Der Händeler soll nämlich, wie verlautet, das Pferd, um es wieder jung erscheinen zu lassen, gefärbt und dadurch einen ganz bedeutenden Gewinn erzielt haben; er soll dafür 2 andere Pferde, 1 Kuh und über 250 Mark eingehandelt haben. Den Rappen hatte ein Landwirth aus der Gegend bei Würzburg angekauft. Das giebt theueren Farbstoff. Die Affaire läßt uns einen Klick auf die Gäulshändel werfen.
△ Mainz, 26. März. Heute Vormittag sand durch den Bischof die feierliche Conseeration der in unmittelbarer Nähe des Centralbahnhofes hier erbauten Bonifatius- kirche statt. Der feierlich kirchliche Aet wurde am gestrigen Vorabend mit Festgeläute eingeleitet, dem heute Morgen zunächst der Empfang des Bischofs durch den Kirchenvorstand an einer Ehrenpforte vor der Kirche mit gegenseitigen Ansprachen folgte. Die Ehrenpforte trug folgende Aufschrift: „Wie Winfried bracht' Glauben dem Deutschen Land bringt Segen uns heute des Bischofs Hand!" Nach der nach dem Empfang des Bischofs erfolgten Conseeration, welche Zeremonien nahezu drei Stunden in Anspruch nahm, erfolgte feierliches Hochamt, welchem Vertreter der Regierung, der Bürgermeisterei, Stadtverordnete, sowie zahlreiche Ehrengäste an- wohnten. Nach der kirchlichen Feier fand in einem nahen Hotel ein Festessen statt, an welchen neben dem Kirchenvorstand und den Förderern des Kirchenbaues die eben genannten osficiellen Vertreter, sowie verschiedene Geistliche theilnahmen. Am Abend fand eine allgemeine Festversammlung im „Frankfurter Hof" statt. — Die Kirche, zu der die Grundsteinlegung am 28. Juni 1891 erfolgte, macht nach ihrer Vollendung sowohl im Aeußern wie im Innern einen sehr gefälligen Eindruck und gewährt besonders von dem Centralbahnhof aus einen äußerst vorthetlhaften Anblick. Die Pläne der Kirche sind von dem Architecten Strigler entworfen, der auch bis zu seinem im Jahre 1893 erfolgten Tod die Bauleitung unter sich hatte. Bis jetzt sind für den Bau 415,704 Mk. aufgewendel, doch harrt im Innern wie im Aeußern noch Manches einer späteren Ausführung.
verwischte-.
* Jever, 15. März. Die Getreuen von Jever befürchten, daß sie trotz der zeitig eingetretenen Witterung die 101 Kiebitzeier bis zum 1. April zum Geburtstage für den Alt-Reichskanzler in diesem Jahre nicht zusammen bekommen werden. Durch die rücksichtslose Beraubung der Nester ist die Sippe der Kiebitze stark in der Abnahme begriffen, die landwirthschaftlichen Vereine der interessirten Gegenden schlagen daher einen früheren Beginn der Schonzeit vor, etwa am 15. April statt des jetzt hierfür festgesetzten 1. Mai.
8t. Antwerpen, 24. Marz. Das Luftschloß aus btt Antwerpener Weltausstellung, dessen Zustandekommen eine Zeit lang zweifelhaft geworden war, wird nun doch bestimmt erbaut werden. Von dem Staate und der Stadt ist bereits der für dieses Unternehmen nöthige Platz von 15000 Meter hinter der Ausstellung angewiesen, und wie die Unternehmer versichern, wird das großartige Project im Laufe des Monats Mai vollendet werden. Eine doppelgeleisige Trambahn, deren Wagen von Straußen und kleinen Elephanten gezogen werden sollen, wird den .Ausstellungspark mit dem unter dem Luftschlosse anzulegenden Parke verbinden und die Reisenden in zwei Minuten von dem einen nach dem andern Orte bringen. Außer dem Luftschlosse werden auf dem für dasselbe reservirten Platze noch verschiedene andere interessante Dinge zu sehen sein, so z. B. ein Cirkus, ein Hoppodrom, zwei Theater, ein „Carrouffel von Luft-Radfahrern", ein „fliegender Mann" und noch manches andere mehr. Vorläufig ist man eifrig mit der Herstellung der Maschinen und der riesigen Ballons für das Luftschloß beschäftigt, mit den eigentlichen Jnstalltrungs- ,arbeiten wird man dagegen erst in einiger Zeit beginnen können, da der für das Unternehmen angewiesene Platz einstweilen noch mit verschiedenen, erst abzubrechenden Gebäulichkeiten bedeckt ist. Das Luftschloß, auch fliegendes Restaurant genannt, wird bekanntlich 500 Meter über dem Erdboden schweben und 2—300 Menschen zu gleicher Zeit aufnehmen können.
* Das Turenuedeukmal in Sasbach (Baden) hat wieder einen alten französischen Unterosfizier als Wächter bekommen. Das Denkmal und der Boden, auf welchem es steht, sind Eigenthum der französischen Regierung, seitdem Prinz Rohan, der letzte souveräne Bischof von Straßburg, dasselbe errichten ließ. Als Wächter darf nur ein aus dem Elsaß gebürtiger und des Deutschen völlig mächtiger Unteroffizier a. D. an- gestellt werden, womöglich einer aus Turennes früherem Regiment. Der jetzige Inhaber der Stellung ist mit dem Range eines Adjutanten (Offiziersdienst thuender Feldwebel) aus der französischen Armee abgegangen und besitzt das Kreuz der Ehrenlegion für eine hervorragende Heldenthat in der Schlacht bet Orleans, sowie nicht weniger als drei Rettungsmedaillen für verschiedene Rettungen auf der See. Mit den biederen badischen Bauern der Umgegend verträgt er sich vortrefflich.
* Folgen eines Rausches. Aus Kassel wird unter« 19. März gemeldet: Ein Mann, welcher sich am Samstag Abend einen tüchtigen Rausch angetrunken, sah in diese« Zustande das Tannenwäldchen als fein,en Schlafraum an, entkleidete sich bis aufs Hemd und Hut und rannte — wohl durch irgend einen Umstand auf einen anderen Gedanken gebracht — in dieser Verfassung an der Jnfanteriekaserne in Wehlheiden vorüber. Hier wurde er ausgehalten, auf die Wache gebracht, zunächst bekleidet und dann nach seiner Wohnung geschafik. Die Kleider des Betreffenden mit Börse und goldener Uhr wurden im Tannenwäldchen gefunden und der Polizei übergeben, die ihm dieselben wieder zuftellte. Die Ernüchterung am gestrigen Tage dürfte wohl eine recht durchgreifende bei ihm gewesen sein.
Universitäts - Nachrichten.
Heidelberg, 24. Mär,. Professor Czerny von hier erhielt und nahm jden ehrenvollen Ruf an, die durch den Tod BtllrothS erledigte Professur zu bekleiden. ___________________________
Schiffsnachrichten des Nordd. Cloyb»
In Gießen vertreten , , , durch die Agenten Carl Loos und I. M. Schulhof.
Bremen, 24. März. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Schnelldampfer Aller, Capitän H. Christoffers, vom Nordd. Aoyd in Bremen, welcher am 13. März von Bremen und am 14. Marz von Southampton abgegangen war, ist gestern, 1 Uhr Nachmittags, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 24. März. sPer transatlantischen Telegraph.! Da Postdampfer Stuttgart, Capitän H. Bödeker, vom Nordd. Aoyd in Bremen, welcher am 8. März von Bremen abgegangen war, ist gestern, 8 Uhr Morgens, wohlbehalten in Newyork angekommen.
Der Pofidampfer „Westernland" der „Red Star Line" in Ant- werpm ist laut Telegramm am 22. März wohlbehalten in Newyork angekommen. ________________________
Land- rmd Vottsrvirthschaft»
— (Postalisches. — Hausbriefkasten.) Bei dem außer- ordentlichen Umsange, den der Briefverkehr seit Jahren angenommen hat, gestaltet sich die Briesbestellung, namentlich in den größeren Städten, durch das Anschwellen der Bevölkerung und die zunehmende Zahl der Stockwerke in Vorder- und Hinterhäusern immer schwieriga. Die Briefträger sind häufig nicht im Stande, die Bestellung In da ihnen zugemessenen knappen Zett auszuführen. Kommen fie aba bet dem Publikum nicht stets pünktlich zur gewohnten Stunde, so wird sofort über die Verzögerung Beschwerde geführt. Die Postverwaltung ist dabei meist nicht in der Lage, Abhülfe zu schaffen, denn mit einer Vermehrung der Zahl der Briefträger allein ist nicht geholfen. Das einzig wirksame Mittel zur Beschleunigung der Bestellung hat das Publikum selbst in der Hand und dies besteht in der Anbringung vou Hausbriefkasten au de« EingSngen der Wohnungen, wie sie in England und Belgien berests vielfach, bei uns aber erst in sehr beschränkta Zahl vorhanden find. Wenn jeder Besitza und jeder Mietha an feiner Wohnuna einen solchen Briefkasten anbringen läßt, in dessen Oeffmmg der Briefträger die gewöhnlichen frankirten Briefe, Postkarten und Drucksachen hineinsteckt, so liegt auf der Hand, daß eine große Beschleunigung der Bestellung zu erzielen ist. Denn nicht nur das Warten des Briefträgers auf das Oeffnen der Thür, das wiederholte Klingeln rc. fällt weg, sondern es find auch in den Fällen, wo Niemand zu Hause angetroffen wird, fernerhin keine doppelten und dreifachen Gänge zu machen. KÜ«f Parteien auf eiuem Grund« stüik, bei jeder, weil Hausbriefkasten fehlen, wenig gerechnet, nur 8/t Minuten «nnSthiges Wartenr ergiebt bei 8 Häuser« 30 Minuten Zeitverlust bet einer Bcstellnng, bet viermaliger Bestellung volle 2 Stunde« auf de« Tag! Alles natürlich zum Nachthetl der übrige« Bewohner detz BrtefträgerrevierS, die um so viel lSnger auf den Eingang ihrer Briefe warten müsse«. Weitere Vortheile, die der Hausbriefkasten gewährt, sind folgende: es können in denselben auch andere, als solche Correspondenzen, welche da Briefträger übabringt, gelegt werden: Visitenkarten, Notizzettel, Zeitungen u. s. w. Da Schlusseloerschluß des Briefkastens verhindert, daß die Briese und Postkarten zuvor durch die Hände des Dienstpersonals oder anderer Personen passiren, wodurch
Siibn
Die Lieferung Zentner Maschin Gentner Nußkohle sneter Tannen-S< ^ubmissionswege
Die Submissn auf dem Verwaltu Kliniken an den Mittags von 3-i
Offerten mit bei irung von Wen verstossen bis M Mittwoch beu 1
Mittags
»N oben reichen.
Zuschlagsfiist 1
Gießen, den 2, 'Die Sr. Direction
Nie
Raii- und
Wlch
kommenden Si Mrz fontu
Versteigerung: M 44 fm f$öneö
M 45 bis 63
3).6-29 fm Si
WM, d-n Rrg-m-
__________ Köh
Ä7-A
Niem'
ätÄg ssrgj
i fangen des gcnwr
’-ilofle versehen«i “to««1
\* cHgmig solcher J Mbuha gettasm, * Stadt rech Werung zur En genüber dem $01 fid) wohl kein Hai Seiitz eines W VohmnlS bald
- «fünf« hm- und Sllohoo für den Landwirth l^rünfutter ju ton weiße Smf geeiM Mftlb schreck dai oe/der Senf, wegen jifrr, besonders in N äBegen seines rascher drr Saat geschnitten rwirthe, die nicht but
VdWrftnri ( m’T'9
fotBo«e/3gnl
nRänbeJb^9
-«43 Stgl
E
2638
ver!


