hinab. Der Attentäter wurde verhaftet. Er erklärte, Italiener zu sein, Cesario Giovanni Santo zu heißen und 22Jahre alt zu sein; er spricht schlecht französisch und wohnt seit sechs Monaten in Cette, er kam gestern früh nach Lyon. Im Theater wurde die Nachricht von dem Prä- fecten mitgetheilt, es gab furchtbare Scenen der Aufregung und des Entsetzens. Carnot, nach der Präsectur gebracht, starb um 123/4 Uhr.
Wir erhielten weiter folgende Depeschen:
Lyon, 25. Juni. Carnot nahm gestern Abend an einem Banket in der Ausstellung Theil. Nach dem Banket formirte sich vor dem Handelspalast eine lange Wagenrethe, Carnots Landauer als erster; neben Carnot saß der Rhone- präfect. Plötzlich sprang ein Individuum auf das Trittbrett des Wagens, welcher sofort hielt. Die Nächststehenden sahen Carnot zurücksinken, sie stürzten sich auf das Individuum,' das durch einen Faustschlag des Rhonepräfecten auf die Straße geschleudert wurde. Carnot hatte einen Stich in der Herzgegend; neben dem Großorden der Ehrenlegion drang unaufhörlich Blut hervor. Der Attentäter mußte durch eine große Anzahl Poltzeiagenten vor der Wuth des Publicums geschützt werden, er wurde sofort gefesselt und zur Polizeiwache gebracht. Der Mörder antwortete in sofort vorgenommenem Verhör ohne Erregung, er führte ein Arbeitsbuch mit sich, aus dem hervorgeht, daß er in Montevisconte, Provinz Mailand, geboren ist und sagte, er werde nur vor den Geschworenen sprechen. Inzwischen war der Wagen mit dem Präsidenten zur Präfectur gefahren. Carnot wurde mit Mühe aus dem Wagen gehoben und auf ein Zimmer gebracht. Bei der ärztlichen Untersuchung erlangte er die Besinnung wieder, er sagte mit deutlicher Stimme: „Wie Sie mir weh thun !" Dor der Präfectur harrte die Menge mit Schrecken auf den Gesichter. Das plötzlich verbreitete Gerücht, Carnot sei das Opfer eines Attentats geworden, rief furchtbare Bestürzung hervor. Um 9*/, Uhr kam der Ministerpräsident und antwortete auf die Rufe: „Es lebe Carnot!" mit den Worten: //Ruft nicht, der Präsident ist das Opfer des Attentats!" Im Theater harrten die Festgäste der Galavorstellung. Der Rhonepräfect erschien und theilte erschüttert dem Publicum die Ereignisse mit. Das Publicum verließ in dumpfem Schweigen das Haus. Ein um 11 f/2 Uhr ausgegebenes Bulletin besagte, daß der Zustand Carnots beunruhigend, aber nicht verzweifelt sei; bald darauf begann wieder der Blutverlust und um 12 Uhr 45 Min. starb Carnot.
Lyon, 25. Juni. Der Attentäter, ein 22jähriger italienischer Anarchist, durchbrach, mit einer Bittschrift in den Händen, das Spalier, stieg auf das Trittbrett der Chaise und stach Carnot in den Rücken; die Wunde ist 15 Ctm. tief, die Leber durchbohrt. Zehn Gensdarmen retteten den Mörder vor dem Gelynchtwerden. Im Theater entstand beim Bekanntwerden des Attentats großer Tumult, man rief: „Rache, Tod !" Die Erbitterung gegen die Italiener ist groß. Ein italienisches Restaurant wurde von der Volksmenge zerstört.
Paris, 25. Juni. Die Präsidenten des Senats, der Kammer, sowie die in Paris anwesenden Minister traten um 2 Uhr Morgens zu einer Berathung zusammen. Der Kriegsminister theilte mit, er habe an alle Armeecorps telegraphisch den Befehl ergehen lassen, die Truppen consignirt zu halten. Das „Journal officiell" wird im Laufe des Vormittags eine Bekanntmachung veröffentlichen, wonach der Präsident des Senats als Präsident der Nationalversammlung beschloß, die beiden Kammern zum Congreß auf den 27. Juni um 1 Uhr behufs Wahl eines Präsidenten der Republik einzuberusen.
Die Wunde Carnots ist acht Centimeter tief. Während der Operation und Erweiterung der Wunde wurde der Körper plötzlich eiskalt, Dr. Poncet glaubte deshalb mit der Operation nicht fortfahren zu dürfen und um den Körper wieder zu beleben, Fußwaschungen mit siedendem Wasser vorzunehmen. Die Gattin Carnots war bereits nach Lyon abgereist, ehe das Telegramm mit der Todesnachricht eingetroffen.
In Lyon wurden zwei Individuen verhaftet, wovon der eine sagte: „Ist gut gemacht!", der Andere hatte gerufen: „Es lebe die Anarchie!" Kürassiere mußten die Verhafteten vor der wüthenden Menge schützen. Die Blätter aller Richtungen geben ihrem Abscheu über das Attentat Ausdruck, welches um so unerklärlicher, als Carnot durch sein stets correcres Verhalten und die Lauterkeit seines Characters sich die Achtung aller Parteien erworben habe. Mehrere Blätter erscheinen mit Trauerrand; einige conservative Blätter glauben, daß es sich um ein anarchistisches Attentat handle; die radicalen Blätter hoffen, daß Volkssreiheit und Volks- rechte unter dem Eindrücke des Attentats nicht zu leiden haben werden, da das Attentat von einem Italiener begangen worden sei.
Cocott* un6 provinzielles.
Gießen, den 25. Juni 1894.
** Von der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: am 20. Juni den außerordentlichen Professor bet der medicinischen Facultät der Landes-Universität Dr. Ferdinand Fuhr zum etatsmäßigen außerordentlichen Professor bei dieser Facultät zu ernennen. — Durch Allerhöchste Entschließung vom 20. Juni d. I. haben Seine Königliche Hoheit der Großherzo'g zu genehmigen geruht, daß der außerordentliche Professor Dr. Poppert in Gießen, so lange derselbe die Stelle des ersten Assistenzarztes an der chirurgischen Klinik der Landes- Universität bekleidet, den Titel: „Oberarzt der chirurgischen Klinik" führe.
** Ernannt wurden die Gefangenausseher am Landeszuchthaus: Heinrich Müller, Jakob Kumpf, Anton Hetnstadt, Philipp Winkes, Christoph Graulich, Christian Sch unk, Heinrich Daup ert, Adam Muth,
Karl Heinrich Schüler und Otto Georg, am Gefangniß in Darmstadt: Ludwig Unverzagt und Friedrich Kraft, am Gefängniß in Mainz: Kaspar Stoll und am Provinzialarresthaus in Gießen: Heinrich Seim zu Gefangenaufsehern an der Zellenstrafanstalt Butzbach.
** Kirchliche Dieustaachrichten. Am 1. Juni wurde dem Pfarrer Landvogt in Fürfeld die kath. Pfarrstelle zu Oppenheim, mit Wirkung vom 1. Juli an, — an demselben Tage wurde dem Pfarrverwalter Fecher in Groß-Steinheim die kath. Pfarrstelle zu Fürfeld, im Decanat Bingen, mit Wirkung vom 1. Juli an — übertragen.
X. Ernennung. Der seither an der hiesigen Stadtknabenschule angestellte Lehrer Herr August Feuerbach wurde mit dem 1. Juli l. I. zum Oberlehrer an der Schule in Bad-Nauheim ernannt.
** Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hausen, Kr. Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Zwei mit katholischen Lehrern zu besetzende Lehrerstellen an der Gemeindschule zu Oppershofen, Kr. Friedberg, und zwar die erste Lehrerstelle, mit welcher ein jährlicher Gehalt von 900 Mk. und Organisten- dtenst verbunden ist und zu der dem katholischen Pfarrer, sowie dem Ortsvorstand in Oppershofen das Präsentations« recht zusteht, und die zweite Lehrerstelle mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk.
** Feuer. Durch glückliches Zusammenwirken verschiedener Umstände wurde heute eine Arbeiterfamilie vom Tode des Verbrennens bewahrt. Morgens gegen 5 Uhr brach in dem Hause Dreihäusergasse Nr. 11 auf bis jetzt noch unaufgeklärte Weise Feuer aus. Der erste und zweite Stock des fraglichen Hauses wird als Papierlager benutzt, während der dritte Stock von einer aus Mann, Frau und vier Kindern bestehenden Familie bewohnt wurde. Die Ehefrau bemerkte beim Erwachen das Feuer, aber der Treppenbau war bereits von den Flammen ergriffen. Der Vater mit dem jüngsten Kinde unter dem Arm sprang durch die Flammen und erlitt einige kleine Brandwunden. Die Mutter warf Decken und Betten auf die Straße und dann die drei Kinder, Mädchen von 8 bis 11 Jahren, zum Fenster hinaus. Die Kinder blieben unverletzt, nur eines derselben klagt über Rückenschmerzen. Dem thatkräftigen Eingreifen einiger Nachbarn gelang es, mittelst einer Leiter auch die Frau zu retten. Das Gebäude brannte aus. Die Familie ist um ihre sämmt liche Habe gekommen, die Möbel waren versichert. Durch das rechtzeitige und entschiedene Eingreifen unserer Feuerwehren wurde ein Weiterumsichgreifen des Feuers verhütet; es ist bei der Enge der Gasse, dem Zusammenstehen einer Anzahl alter, feuergefährlicher Lagerhäuser, Ställe u. s. w., fast wunderbar, daß nicht der ganze Complex den Flammen zum Opfer fiel.
-m- Rudersport — Gießener Regatta. Auf der großen internationalen Regatta in Mainz betheiligte sich die hiesige Rudergesellschaft mit ihrem bekannten Einserfahrer, Herrn Albert Rübsamen, an zwei Rennen. Das erste derselben, den „Rheinpokal", gewann Herr Rübsamen mit großer Ueber- legenheit. Bei dem zweiten Rennen jedoch, bei dem „Meisterschaftsrudern für den Rhein" wurde das Boot desselben von den Wellen eines zu Berg fahrenden Dampfers derart ergriffen, daß die Ruder aus den Dollen gehoben wurden und das Boot selbst umfiel. So ging durch ein Mißgeschick der Titel „Meister vom Rhein" für Herrn Rübsamen verloren, wollen wir hoffen, daß er ihn bald wieder erringt. — Die Meldungen für die diesjährige Gießener Regatta sind sehr gut ausgefallen. Es haben sich zur Betheiligung an derselben 10 Vereine mit 23 Booten und 89 Ruderern gemeldet. Die einzelnen Rennen sind wie folgt besetzt: 1. Einser für Juniors: Wetzlarer Ruder-Club. Mainzer Ruder-Verein. 2. Vierer, Wanderpreis: Gießener Ruder-Gesellschaft. 3. Zweiter Vierer: Academischer Ruder-Club „Rhenus"-Bonn. Ruder-Verein Kassel. Oberräder Ruder-Gesellschaft. 4. Dollenzweier für Juniors: Ludwigshafener Ruder-Verein. Oberräder Ruder- Gesellschaft. 5. Einser, Lahn-Pokal: Gießener Ruder-Gesellschaft. 6. Vierer für Juniors: Frankfurter Ruder-Club. Gießener Ruder-Gesellschaft. 7. Zweiter Einser: Wetzlarer Ruder-Club. Mainzer Ruder - Verein. 8. Dollenzweier: Ruder Gesellschaft Speyer. Wetzlarer Ruder-Club. Ludwigshafener Ruder-Verein. 9. Anfänger-Vierer: Heidelberger Ruder-Club. Academischer Ruder - Club „Rhenus" - Bonn. Ruder - Verein Kassel. Ludwigshafener Ruder - Verein. 10. Dollenvierer für Juniors: Wetzlarer Ruder - Club. Gießener Ruder-Gesellschaft. 11. Achter, Großherzogspreis: Gießener Ruder-Gesellschaft. Nennungsschluß: Samstag, 7. Juli 1894, Abends 8 Uhr. Nach diesem Ergebntß der Meldungen verspricht die diesjährige Regatta sehr gut besucht und interessant zu werden. Mögen nun unsere Ruderer eifrig weiter arbeiten, damit es ihnen gelingt, gegen die fremden Kämpen ehrenvoll und mit Erfolg zu beftehen.
** Marine Verein Gießen. Röhrles Bierhalle war am Samstag den 23. Juni Abends das Rendezvous einer zahlreichen Gesellschaft, welche, der Einladung des Marine-Vereins folgend, an den zum Besten der „Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" veranstalteten humoristischen Vorträgen des Mitgliedes Rudolf Rödiger und des beliebten Gesangshumoristen Jopp Kremer sich erfreute. Es soll demnächst eine gleiche humoristische (aoiree veranstaltet werden und möchten wir wünschen, daß der „Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" wieder ein größerer Betrag überwiesen werden kann. Möge jeder opferwillige Gießener fein Scherflein beitragen, zumal ihm einige frohe Stunden geboten werden.
** Sommerfest auf der Pulvermühle. Das gestrige vom Fechtverband Gießen-Lahr veranstaltete Sommer- fest auf der Pulvermühle hatte eine Theilnahme des Publikums zu verzeichnen, wie sie feit dem fast 10jährigen Bestehen des Vereins in Gießen noch nicht da gewesen ist. Es wurden 1824 Karten gelöst und im Ganzen 466,10 Mk. vereinnahmt. Rechnet man außer den erwachsenen Festtheil- nehmern die Kinder, sowie die nicht Entröe zahlenden zahl- !
reichen Vereinsmitglieder mit ihren Familien hinzu, so kamt man annehmen, daß 2500 bis 3000 Personen auf dem Festplatz anwesend waren. Neben dem fleißigen Besuch der Belustigungsbudeu hatte sich auch der Thierpark deS Herrn Schwan einer zahlreichen Besichtigung zu erfreuen. In Anbetracht dessen, daß der Schwesterverein „Waisenschutz" am nächsten Sonntag auf der „Schönen Aussicht" sein Sommer- fest abhält, hat der Fechtverband Gießen-Lahr die für diesen Tag bestimmte Nachfeier zu Gunsten des genannten Vereins in einer noch gestern Abend abgehaltenen Vorstandssitzung aufgehoben.
* * Wegen Diebstahls und Körperverletzung wurde ein Arbeiter verhaftet. Derselbe hatte seinem angeheiterten Schlafcollegen Geld aus der Tasche genommen.
* * Ausstchlsthurm auf dem Gleiberg. Wie uns mitgetheilt wird, ist der stark beschädigte Aus sich töthur m auf der Burg Gleiberg nunmehr wieder hergestellt und den Besuchern des Gleibergs geöffnet. Nichtmitglieder deS Glei- bergvereins zahlen für den Besuch des Thurmes an den Burgwirth eine Gebühr von 10 Pfg.
- r. Annerod, 25. Juni. Am verflossenen Freitag bewegte sich ein Leichenzug durch unseren Ort, wie wohl hier noch keiner gesehen wurde. Galt es doch, dem allseitig beliebten und geehrten Bürgermeister Engelhardt die letzte Ehre zu erweisen. Die Leiche, vom Ortsvorstand getragen, mit dem Geistlichen, dem Beigeordneten und dem Vertreter Großh. Kreisamts an der Spitze, wurde von dem Kirchengesangverein, dessen Mitglied der Verewigte war, begleitet, dann folgten Ortsgericht, der Kriegerverein, die nächsten Angehörigen, die Vertretung der Bürgermeisterei Gießen und wohl gegen zwanzig Collegen des Verstorbenen, ferner Freunde und Bekannte von Nah und Fern, sowie die leidtragenden Glieder der Gemeinde Annerod. Die Betheiligung bei der Bestattung macht gewiß alles Lob über den Verstorbenen überflüssig. Wohl Alle, die den zur ewigen Ruhe Bestatteten näher kannten, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Er ruhe in Frieden!
Friedberg, 23. Juni. Die „Ev. Conferenz" für das Großh. Hessen beschloß bei ihrer Tagung zu Frankfurt a. M. am 2. April d. I., bald nach Pfingsten noch eine Versammlung in Friedberg Sbzuhalten, theils um die interessanten und zeitgemäßen Thesen des Pfarrers Lic. tlleol. Dr. Dieckmann in Mainz über „Vereinswesen und Familie", von denen nur die beiden ersten, mehr geschichtlichen, besprochen waren, vollends zu erledigen, theils um dem Gedanken einer Wiedei- verlegung des Versammlungsortes der „Eo. Conferenz" nach Friedberg, der sich aus verschiedenen Gründen empfiehlt, practisch näherzutreten. Diese sommerliche Versammlung soll nunmehr, von 11 Uhr Vormittags ab, am Mittwoch den 27. Juni 1894, im großen Saale des „Hotel Trapp" dahier stattfinden, und daran ca. 2 Uhr sich ein einfaches Mittagessen anfchlteßen. Sowohl das interessante Thema als die gute Jahreszeit und der vielen Conserenz-Mitgliedern so liebe Versammlungsort lassen einen zahlreichen Besuch ebensowohl erhoffen als erwünscht erscheinen. Ausdrücklich sei noch bemerkt, daß auch Nichtmitglieder der „Ev. Conferenz" bei der Versammlung und Berathung herzlich willkommen sind.
△ Mainz, 24. Juni. Bei der heutigen Preisvertheilung zum elften deutschen Bundesschießen wurden aus den sechs verschiedenen Scheiben an folgende Schützen die ersten Preise vertheilt: Auf Festscheibe „Deutschland" der Ehrenpreis des deutschen Kaisers, ein silberner Humpen im Werthe von 2000 Mark an Feilhauer-Berlin; auf Feldfestscheibe „Berlin" der Ehrenpreis des Prinzregenten von Bayern, ein prachtvoller Doppelbecher an Dünwald- Mühlheim a. Rhein; auf Feldscheibe „Mainz" der Ehrenpreis der Stadt Mainz 2000 Mark in Baar, an Knaupp-Deggingen; auf Standfest- scheibe „Heimath", Ehrenpreis des Großherzogs von Hessen, ein prachtvolles Prunkstück in der Form eines Schiffes, an Somerbromm-Lambrecht; Standfestscheibe „Frankfurt", Ehrenpreis des Kaisers von Oesterreich, ein prachtvoller Humpen an Merkens in Glarus; Standfestscheibe „Leipzig", Ehrengabe des Großherzogs von Baden, werthvolles Silbergeräthe an Dreikorn-Lauf. Weiter lassen wir die Schützen der Reihenfolge der Ehrenpreise nach folgen, wobei wir uns indeß der Zeit und des Raumes wegen darauf beschränken müssen, den Werth des jeweiligen Preises anzusügen: Auf Fe st scheibe „D e u t s ch l a n d" : 2. Lutz - Jnstenbark (1400 Mk.), 3. Böcke-Glarus (500 Mk.), 4. Außner-Eppan (500 Mk.), 5. Wäninger-Regensburg (500 Mk.), 6. Bösel - München (500 Mk.), 7. König - Pfaffenhofen (Ein Oelgemälde), 8. Schneider-Nürnberg (300 Mk.), 9. Oberle-Aschaffenburg (300 Mk.), 10. Schodel-Nürnberg (300 Mk.). Auf Stand- f e l d f e st s ch e i b e „Berlin": 2. Widtmann - München (800 Mk), 3. Ochsenhirt-Offenbach (500 Mk.), Streibisch- Karlsruhe (430 Mk.), 5. Keßler-Rheinwasser (350 Mk.), 6. Estelmann-Landau (300 Mk.), 7. Pfeil-Höchst a. M. (250 Mk.), Balbach-Nierstein (250 Mk.), 9. Kapke-Berlin (250 Mk.), 10. Biedste-Bern (200 Mk.). Auf Feldfestscheibe „Mainz": 2. Bildstein-Bregenz (950 Mk.), 3. Neuburg Fürth (540 Mk.), 4. Ebner-St. Gallen (500 Mk.), 5. Hollmann-Hannover (425 Mk.), 6. Levi Florenz (350 Mk.), 7. Heil-Darmstadt (300 Mk.), 8. Kranzler-Berlin (250 Mk.), 9. Dr. v. Pochinger-Buchnau (250 Mk.), 10. Mackmeck. Berlin (ein silberner Lorberkranz). Aus Standfest scheibe „Heimath": 2. Staufer-Nürnberg (2000 Mk.), 3. Rumpf- Mainz (600 Mk.), 4. Dresselt-Arnstadt (550 Mk.), 5. Huber- Frauenstein (500 Mk), 6. Schulz-Joachimsthal (50 Dukaten), 7. Bischoff-Offenhach (500 Mk.), 8. Egli-München (450 Mk.), 9. Petri-Wiesbaden (300 Mk.), 10. Wagner-Höchst a. M. (250 Mk.). Auf Feldfestscheibe „Frankfurt": 2. Zeitz-Sülzbach (600 Mk.), 3. Hochbüchler Reichenhall (500 Mk.), Rixdorf — Ortsnamen unleserlich (400 Mk.), 5. Krempe - Kandorf (350 Mk.), 6. Speth - Braunschweig (250 Mk.), 7. Huppe - Offenbach (250 Mk.), 8. Fäser- Württcmberg (250 Mk.), 9. Freiherr von Feilitzsch Neu-Ulm (250 Mk.), 10. Hoffmann - Heidelberg (200 Mk.). Auf


