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26.6.1894 Erstes Blatt
 
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' Conserenz" für dar 1 zu Frankfurt a.M. noch eine Berfammlung i interessanten und zeit« eol. Dr. Dieckmann milie", von denen nur < n, besprochen waren, Gedanken einer Wiede»- ,/Eo. Consereoz" nach n Gründen empfiehlt, cliche Versammlung soll ab, am Mittwoch den iHotel Trapp" dahier I ein einfaches Mittag- , essante Thema als die ; nz-MMern so liebt en Besuch ebensowohl Mich sei noch bemerkt, onsrrevz" bei der Der-

Kommen sind. eutigrnPreisvertheilunz wurden aus den sich» Schützen die ersten 1 )eutschland" der Ehren- ner Humpen im Werlhe [in; aus Feldfestschkibe igenten von Bayern, ein d- Mühlheim a. Rhein; reis der Stadt Mainz »gingen; auf 6mW roftbenog«» W' ..meine« W ibe ,Jt«n!fiitl ®Snn

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XattrHir Siegel unverletzt)

Autachten.1

Die in Ihren Kellern aul einem von uni bqeiAnelen daffe entnommene Bierprobe war in Bqug auf ihre äußeren @tflni(*aftrn von glanibtller, schöner Farbe, von kohllnsäurnttchtw. von Mal» und Hopsen herrührendem, reinem vollmundigem und kiäfttgew Geschmack und von angenehmem Geruch.

Auf Grund obiger Untertuchungveraebntsie entspricht da» de treffende Wiener Lagerbier in Be»ug auf seinen Gehalt an einzelnen Bettandtheilen vollkommen normalen Verhältnissen, wie dieselben nur bei gut vergohrenen, gepflegten und gehaltreichen Bieren vor» kommen

rttach der chemischen Analyse ist dai Wiener Lagerbier von Surrogaten wie QdnHaupt von fremden, olfo auch conseroirenden Zusätzen vollkommen tret und in jeder Beziehung als ein reines Bier zu bezeichnen, das nach einem rationellen Brauversahren her gestellt wurde.

Wenn man aber außerdem den verhältnitzmätzig hohen Gehalt an tfjtract bei geringem Alkoho'gehalt berücksichtigt, so sind wir in der Lage, erklären zu müssen, datz die uns vorgelegte Bierprode mit zu den gehaltreicheren deutschen Bieren bei Handels zu zählen ist, welchem, seines Gehalts an läslichen Bestandthellen wegen, ein be­deutender Nährwerth zukommt und daher sehr empfohlen werden kann.

Darmstadt, den 1«. Juni 1894.

Chemisches Untersuchungsamt.

(Siegel.) Der Vor stand

gez. Dr. H. Weller

Pilsener vier (Siegel unverletzi).

Gut achten.

Die In Ihren Kellern aus einem von uns bezeichneten Faste entnommene Bierprobe war In Bezug auf Ihre äußeren Eigenschaften von glanzheller, schöner Farbe, von kohlensäurereichem, von Malz und Hopfen herrührendem, reinem, voll» mündigem und kräftigem Geschmack und von ange­nehmem Geruch.

Aus Grund obiger Untersuchungsergebnisse entspricht das tetnffenbe Pilsener Bier In Bezug auf seinen Gehalt an einzelnen Bestandtheilen vollkommen normalen Ber hältntssen, wie dieselben nur bet gut gegoltenen, ge­pflegten und gehaltreichen Bieren vorkommen.

Nach der chemischen Analyse ist da« Pilsener Bier von Surrogaten wie überhaupt von fremden, also auch con fervlrenden Zusätzen vollkommen frei und In jeder Be­ziehung als ein reines Bier zu bezeichnen, das nach einem rationellen Brauverfahren hergestelli wurde.

Wenn man aber außerdem den hohen Gehalt an Extrakt bei verhältnißmäßig geringem Aiko Holgehalt berücksichtigt, so sind wir in der Lage, erklären zu müssen, daß die uni oorg« legte Bierprobe mit zu den gehaltreichsten Barren des Handel« zu zählen ist, welchem, seines hohen Gehaltes an löslichen Bestandthellen wegen, ein sehr bedeutender Nährwcrth zukommi und im Vergleich zu rrtttm Pilsener Bier" denselben sogar übertrifft und deshalb sowohl für Kranke oder Reconvalescente, wie überhaupt für schwächliche Personen, sehr empfohlen werden kann.

Darmstadt, den 14. Juni 1894

Chemisches Uirtersuchungsamt.

(Siegel) Der Vorstand:

gez. Dr. H. Weller.

L>tandscheibeLeipzig" 2. Zimmermann New Uork (650 W.), 3. Außer Epphan (500 Mk.), 4. Metzger-Hamburg (425 Mk.), 5. Klaußner-Nürnberg (300 Mk), 6. Koch- Stuttgart (250 Mk.), 7. Gottle-Karlsruhe (250 Mk.), 8. Bogt-Butzbach (225 Mk.), 9. Laverge Hannover (200 Mk.), 10. Luft-Offenbach. Seit den letzten drei Tagen war der Schützenplatz immer zum Erdrücken voll und ist Dank der endlich eingetretenen guten Witterung nicht nur kein Deficit, sondern wahrscheinlich noch ein nennenSwerther Ueberschuß zu 1 erwarten.

Mainz, 23. Juni. Der Andrang zu dem Festplatze deS deutschen BundeSschteßenS war heute Abend ein ganz bl deutender. Auf dem Platze spielten fünf MusikcorpS. Es wurde ein Feuerwerk abgebrannt, an welches sich eine Fackelpolonaise schloß. Bei der FeldfestscheibeDeutschland" loosten Feilhauer-Berlin und Lutz JnSbruck um die ersten Preise, da beide je 36 Ringe hatten. Feilhauer erhielt den KuiserpreiS, einen prachtvollen Pocal, Lutz ein Bild und 1( 00 Mark baar, zusammen im Werthe von 1400 Mark; letzteren Preis hatte der Schützenverein in Hannover gestiftet.

vermischtes.

* Bonn, 23. Juni. Der Raubmörder Lethen, der einen Rentier auS Godesberg mittelst Beilhieben ermordet hatte, wurde heute vom hiefigen Schwurgericht zum Tode verurtheilt.

* Berlin, 23. Juni. Zu der demnächst stattfindenden Distanz »Radfahrt Dresden-Berlin sind bereits 111 Anmeldungen eingegangen. Darunter befinden sich viele der bei den Distanzfahrten Wien Berlin und Mailand-München beiheiligt gewesenen Radfahrer.

* Wien, 24. Juni. Bei dem heutigen österreichischen Radsahrer-Derby gewann den ersten Preis Lehr- Frankfurt, welcher bei dem ersten und zweiten Laufe als Erster ans Ziel gelangte; den zweiten Preis erhielt Banker» PtttSburg, welcher bei dem dritten Laufe, an dem Lehr nicht theilnahm, Erster blieb; der dritte Preis siel Opel-Frankfurt zu. Am Rennen betheiligten sich inigesammt acht Radfahrer. Beim ersten Laufe stürzten mehrere Fahrer, einer derselben wurde bedenklich verletzt. Ein Zuschauer, welcher beim Stürzen der Radfahrer umgerisien wurde, mußte bewußtlos fortgetragen werden.

* Bern, 23. Juni. Die Armenanstalt in Utzigen, 8 Kilometer von Bern, steht in Flammen. Diese beherbergte einige hundert Personen.

* London, 23. Juni. Auf der Kohlengrube Albion" bei Pontypridd in SüdwaleS fand heute Nach­mittag eine Explosion statt, während 200 Berglrme unter Tage waren. DaS Schicksal der Meisten ist noch unbekannt; indesien wird bereits der Tod mehrerer Arbeiter gemeldet.

* üin Studentenstreich. FolgenderUlk" ist, wie man dem Börsen-Eourier mitteilt, am letzten Samstag in Berlin von einigen Söhnen der alma mater in Scene gesetzt worden. Bei einem Frühschoppen, der sich bis in die späten Nach- mittagSstunden ausdehnte, hatte sich einer der Theilnehmer derart bezecht, daß er einschlies und nicht zu ermuntern war. Um ihn zu erwecken, wurde eine Spazierfahrt gemeinschaftlich vorgenommen; da auch dies keinen Erfolg hatte, so brachte man ihn zum Lehrter Bahnhof und setzte ihn in ein Coupö 2. Klaffe des um 7 Uhr 20 Min. abführenden Schnellzuges. Der academische Bürger schlief hier den Schlaf der Gerechten weiter und zwar so fest, daß er auch bei der Ankunft in Hamburg um 10 Uhr 56 Min. kaum zu ermuntern war. Mit vieler Mühe wurde er von anderen Pasiagieren aus dem Coupö und auf die Straße geschafft. Noch halb schlas» trunken irrte der Musensohu in der Hansastadt umher und entschloß sich, da er absolut seineBude" nicht finden konnte, einen Nachtwächter zu fragen, wie er nach der Tteckstraße

komme. Erst nach längerem verhör erkannte der Bierselige, daß er fich nicht in Berlin, sondern in Hamburg befände und so blieh ihm nicht- andere- übrig, al- die Nacht Quartier in einem Gasthofe zu suchen und am nächsten Morgen nach Berlin zurllckzudampsen. Der Empfang hier soll ein glänzender und da- Wiedersehen ein sehr freudige- gewesen sein.

Tic Biere der Actienbrauerei (tzieffen.

ES ist wiederholt von Fremden versichert worden, daß man in Gießen ein recht gutes Bier zu brauen verstehe, und auch die Einheimischen, "bentn man hinsichtlich anderer Artikel eine gewiffe, wenn auch nicht immer berechtigte Vorliebe für von auswärts Bezogene- nachsagen muß, treten entschieden für da- Renommö de- heimathlichen Gebräues ein. Die Actienbrauerei Gießen hat die von ihr gebrauten Biere durch da- Chemische Untersuchung-amt zu Darmstadt untersuchenlaffen und hat durch diese Untersuchung da- allgemeine Urtheil über die Borzüglichkeit der Biere amtliche Bestätigung gefunden. Wir drucken nachstehend die un- im Original vorgelcgenen Gutachten deS Untersuchungsamtes über die vier von der Brauerei hergestellten Sorten ab.

Grportbier (Wiener Brauart. Siegel unverletzt). Gutachten.

Die in Ihren Kellern aus einem von uns bezeichneten Fasse entnommene Bierprobe war in Bezug auf ihre äußeren Eigenschaften von glanzheller, schöner Farbe, von kohlensäurereichem, von Malz und Hopsen herrührendem, reinem vollmundigen und kräftigen Geschmack und von angenehmem Geruch.

Aus Grund obiger Untersuchungsergebnisse entspricht daS de» treffende Exportbler nach Wiener Brauart in Bezug auf seinen Gehalt an einzelnen Bestandthellen vollkommen normalen Verhält­nissen, wie dieselben nur bet gut vergohrenen, gepflegten und gehalt reichen Bieren vorkommen. Nach der chemischen Analyse ist das Exportbier von Surrogaten, wie überhaupt von fremben, also auch conseroirenden, Zusätzen volkommen frei und In jeder Be» zlehung als ein reine- Bier zu bezeichnen, jdaS nach einem rationellen Brauversahren hergestellt wurde.

Wenn man aber außerdem den hohen Gehalt an Exlract bei verhältnißmäßig geringem Alkoholgehalt berücksichtigt, so sind wir in der Lage, erklären zu müsien, daß die uns vorgelegte Bierprobe mit ju den gehaltreichsten, deutschen Bieren deS Handel- zu zählen Ist, welchem, seine- hohen Gehalte- an löslichen Bestandthellen wegen, ein sehr bedeutender Nährwerth zukommt und deshalb sowohl für Kranke ober NeconvaleSccnte, wie überhaupt für schwächliche Personen, sehr empfohlen werden kann.

Darmstadt, den 14. Juni 1894.

Chemische- Untersuchung- Amt.

(Siegel.) Der Vorstand:

gez. Dr. H. Weller.

(Siegel.)

Der Vorstand: gez. Dr. H. Weller.

Bayerisch vier (Siegel unverletzt).

Gutachten.

Die in Ihren Kellern au6 einem von uns bezeichneten Faffe entnommene Bierprobe war in Bezug auf ihre äußeren Eigenschaften von glanzheller, schöner Farbe, von kohlensäurereichem, von Malz und Hopfen herrührendem, reinem, vollmundigen und kräftigen Geschmack und von angenehmem Geruch.

Auf Grund obiger Untersuchungsergebnisse entspricht das be­treffende Bayerische Bier in Bezug auf feinen Gehalt an einzelnen Bestandthellen vollkommen normalen Berbältniff n. wie dieselben nur bei gut vergohrenen, gepflegten und gehaltreichen Bieren Vorkommen. Nach der chemischen Anatyie ist das Bayerische Bier von Surrogaten rote Überhaupt von fremden, also auch conseroirendenZusätzen voll­kommen frei und in jeder Beziehung als ein reine« Bier zu bezeichnen, daS nach einem rationellen Brauversahren hergestellt wurde.

Wenn man aber außerdem den hohen Gehalt an Sxtract bei verhältnißmäßig geringem Alkoholgehalt berücksichtigt, so sind wir in der Lage, erklären zu müflen, daß die unS vorgelegte Bierprode mit zu den gehaltreichsten deulfchen Bieren deS Handel- zu zählen Ist, welchem, seines hohen Gehalte« an löslichen Bestandtheilen wegen, ein sehr bedeutender Nährwerts» zukommt und deshalb sowohl für Kranke oder Neconvalrscente, rote überhaupt sür schwächliche Personen, sehr empfohlen werden kann.

Darmstadt, den 14. Juni 1894.

Chemisches UnlersuchungS-Amt.

Z>erfctyr, Land- unö Oolkiwirthschafi.

Gründer-, 23. Juni. Fruchtpreise. Weizen X 1392, Korn X 14,Oo, Gerste X 13,50, Hafer X 16,40, Ei bscn X 00,00, Linsen 00,00, Wicken X 00,00, Lein X 00.00, Kartoffeln X 5 80, ©amen X 00,CO.

Temperatur der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 25. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16, Luft 17°.

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Gießen, den 14. Juni 1894.

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bedienen zu können. Noch von keiner Bank der Welt geboten! Beitrag für eine Ziehung nur Mk. 10, , die. Hälfte davon Mk. o.- - . ein Viertel Mk. 2.*40, ein Zehntel Mk. 1.20 Pf.

Zeichnung» tello:

Alois Bernhard, Frankfurt » M.