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Leipzig kostet: Weizen per 20 Gentner 120 bis 139 Mark, Roggen 110 bis 115 Mark, Gerste 92 bis 175 Mark, Hafer 106 bis 140 Mark.
schiedenen Städten des Großherzogthums abgehalten werden sollen.
Vermischtes.
* Frankfurt a. M., 21. December. Heute Nachmittag gegen 3 Uhr stürzte in Sachsenhausen ein dem Bauunternehmer König gehöriger, bis zum 3. Stockwerk gediehener Neubau Ecke Drei eich- und Wtllemerstraße zusammen. Der 40 Jahre alte Maurer Fischer kam hierbei ums Leben, während 6 andere Arbeiter theilweise schwer und leicht ver- letzt wurden. Die Feuerwehr sowie Mannschaften des 81. Infanterie-Regiments erschienen sofort auf dem Unglücks»
Cocdks rrrrd j^rovinzLelles
Sieben, den 22. December 1894.
* * Die Candidaten des Mafchiuenfaches können nach'einer eben erschienenen Verordnung den Acceß auch bei der neuerlich errichteten Abtheilung für Eisenbahnwesen deS Ministeriums der Finanzen bestehen.
* • Einjahrig-Freiwillige 1895. Am 1. April 1895 stellen u. A. folgende Truppenteile Einjährig-Freiwillige ein: 7. Armeecorps: 15. Regiment in Minden, 57. Regiment in Wesel- 8. Armeecorps: 28. Regiment, 2. Bataillon, in Bonn, nur Studirende der Universität Bonn, 65. Regiment in Köln, 68. Regiment in Koblenz, 69. Regiment in Trier- 11. Armee cor ps: 81. Regiment in Frankfurt a. M., 83. Regiment in Kassel, 94. Regiment in Jena, 115. Regiment in Darmstadt, 116. Regiment in Gießen-14. Armeecorps: 110. Regiment, 2. Bataillon, in Heidelberg, 112. Regiment in Mülhausen i. E., 113. Regiment in Freiburg i. B. - 15. Armeecorps: 132. Regiment in Straßburg i. E., 143. Regiment ebenda.
* * Der hessische Zweigverein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke hat Mitte November seine Jahresversammlung unter Leitung des Vorstandes, des Geheimen Obermedtcinalrath Dr. Neidhardt abgehalten. Man erhofft eine neue Blüthe
** Sammtliche KreiStechuiker deS GrohherzogthumS Hessen hielten dieser Tage zu Frankfurt a. M. eine Hauptversammlung ab. Dieselbe bezweckte die Förderung aller Dienstverhältnisse durch gegenseilige Unterstützung in den verschiedensten Dienstfragen, Befestigung der Stellung, Wahrung der Standeöintereffen, Gründung eines Landes Verbandes und die Berathung über die Abhaltung zeitweiser Hauptversammlungen.
** Panorama. Wie Herr Schmidt vom Panorama uns mittheilt, gelangt dort morgen, Sonntag, die Weltausstellung von Chicago zur Ansicht. Die Ausnahmen sind eigens für die Panorama-Verbindung des Herrn Schmidt angefertigt. Man darf wohl einen guten Erfolg erhoffen- für nur 30 Pfg. ohne Seekrankheit Chicago und die Weltausstellung in Augenschein nehmen zu können, wird gewiß nicht oft geboten. Dle Prachtserie „Russenfeste" bleibt bis heute Abend ausgestellt.
** Hunde Abmeldung. Es kommt sehr häufig, namentlich auf dem Lande, vor, daß Leute noch Hundefteuerzettel erhalten, während sie schon längere Zeit nicht mehr im Besitze von Hunden sind. Sofort wird auf die Bürgermeisterei gelaufen und Beschwerde über die nochmals angesetzte Hundesteuer geführt. Bet Durchsicht der Hundeltste findet nun der Bürgermeister, daß ein Eintrag über Abmeldung des noch besteuerten, aber abgeschasfteu'Hundes nicht gemacht ist. Es muß daher die Steuer entrichtet werden. Wer nun das vermeiden will, der lasse sofort oder längstens vor Ablauf des Kalenderjahres einen Eintrag über Abmeldung inö Huv deregister machen.
** Rückfahrkarten betr. Das König!. Eisenbahnbetriebsamt Kassel schreibt uns: Mit Rücksicht auf die diesjährige Lage deS Weihnachts- und Neujahrsfestes sind die am 22. d. Mts. und an den folgeuden Tagen gelösten Rückfahrkarten noch am 27. d. Mts. und die am 29. und 30. d. Mts. gelösten Rückfahrkarten noch am 2. Januar k. Js.* gültig, auch wenn nach den allgemeinen Bestimmungen die gewöhnliche Gültigkeitsdauer alsdann abgelaufen ist. Diese Bestimmung gilt für alle auf Stationen deutscher und niederländischer j Eisenbahnen gelösten Rückfahrkarten.
** „Stille Nacht, heilige Nacht!" Die lieblichen Klänge dieses deutschen WeihnachtsliedeS find gewiß allen unseren Lesern wohlbekannt- sind sie doch unzertrennlich geworden mit jeder familiären und öffentlichen Weihnachtsbescheerung. In unseren Liedersammlungen ist diese Perle meist als Volkslied aufgeführt, und als echtes Volkslied ist diese Compo- sition aus dem stillen Thälchen der Salzbach hinausgewandert in alle Gaue unseres Vaterlandes. Gedichtet wurde das Lied im Jahre 1818 von dem katholischen Priester Josef ! Mohr in Oberndorf an der Salzach- Lehrer Franz i Gruber, Cantor an der Nicolauskirche in Oberndorf, fchricb die Melodie dazu und führte das Werk in der Christnacht des genannten Jahres in der dortigen Kirche auf. Nie hat der bescheidene Mann seine Composition veröffentlichen lassen, und doch verbreitete sie sich mit solcher Schnellig. keit nach Nord und Süd, nach Ost und West, daß sie nach wenigen Jahren unter Tausenden von deutschen Weihnachtsbäumen gesungen wurde. Heute ist sie ganz allgemein geworden, und gewiß wird sie für alle Zeiten bleiben ein Weihelied bei dem Geburtsfest deS Weltheilands.
** Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Jacob Heuser aus Biblis von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Diebstahls- Taglöhner Wilhelm Kellner aus Königswinter wegen Bettelns, Taglöhner Adolph Achenbach aus Nidda wegen Diebstahls, beide vom Amtsanwalt in Friedberg- die der Prostitution ergebene Kellnerin Bertha Keßler aus Niederscheld vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahls- der Fuhrmann Hch. Magenheimer aus Neuhausen von der Staatsanwaltschaft in Mainz wegen Diebstahls- die ledige Taglöhnerin Emma Stander aus Wintersbach in Bayern von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls- Conrad Wenzel aus Oberau vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahls und Unterschlagung- das Buffetmädchen Minna Zoll aus Nteder-Ohmen von der Staatsanwallschaft in Gießen wegen Diebstahls und Betrugs.
** BierstatistifcheS. Nach der Statistik deS deutschen Reiches betrug die Menge des erzeugten Bieres: Im Reichssteuergebiet (Etat 1893/94) 34 384547 Hectoliter pder 1213436 Hectoliter mehr als im Vorjahr, im bayerischen Steuergebiet (Kalenderjahr 1893) 15 025 443 Hectoliter, 78248 Hecioliter weniger als im Vorjahr, in Württemberg (EtatSjahr 1893/94) 3 478 065 Hectoliter, 271407 Hectoliter weniger als im Vorjahr, in Baden (Steuerjahr 1893) 1710 172 Hectoliter, 3366 Hectoliter weniger als im Vorjahr und in Elsaß-Lothringen (Eiatsjahr 1893/94) 907 386 Hectoliter, 4158 Hectoliter weniger als im Vorjahr. Der Bierverbrauch ist auf den Kopf der Bevölkerung berechnet im Reichsgebiet zu 91,1 Liter (im Vorjahre 88,7 Liter), im bayerischen Steuergebiet zu 222,6 Liter (227,3), in Württemberg zu 171,1 Liter (184,2), in Baden zu 102,1 Liter (103), und in Elsaß Lothringen zu 70,5 Liter (69,6). Auf den Kops der Bevölkerung kamen an Bierabgaben (abgesehen von den Gemeindesteuern): im Reichssteuergeblet 0,81 Mark, in Bayern 5,57 Mark, in Württemberg 3,99 Mark, in Baden 3,35 Mark, und in Elsaß-Lothrtngen 1,74 Mark.
** Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 14. bis 21. December). Der Getreidemarkt zeigt gegenwärtig ein ganz anderes Bild als in den früheren Wochen, denn während das zwar mäßige, aber doch fortgesetzte stufenweise Steigen der Getreidepreise bis Anfang December darauf hinzuweisen schien, daß die wirklichen Weizen- und Roggenvorräthe nicht allzugroß seien, so hat doch der etwas gebesserte Preisstand seit 14 Tagen soviel Getreidemengen zum Angebot gebracht, daß Weizen und Roggen wieder im Preise etwas einbüßten,
21. December. Wie die „Berl. Börsenztg." hört, wird der Staatsanwalt eine weitere Verfolgung des Abg. Liebknecht nach Schluß des Reichstages nicht eintreten lassen. Die Regierung sei durch die nationalliberale Resolution wegen Erhöhung der DiSciplinargewalt des Präsidenten vollauf zufrieden.
Berlin, 21. December. Der dem Bundesrath zugegangene Entwurf eines Gesetzes wegen anderwetter Ordnung des Reichsfinanzwesens ist bestrebt, die Frankenstein'sche Klausel in ihrem Rechtsbestande unangetastet zu lassen. Die Grundlage der Bestimmungen geht nach der „Post" dahin, daß in einem fünfjährigen Zeiträume die Matrikularbeiträge die Ueberwetsungen nicht Übersteigen werden.
Berlin, 21. December. Die in der letzten Tagung des Landtags berathene Abänderung des Staatskirchen. gesetzeS hatte bis jetzt nur Geltung für die alten Provinzen. Wie die „Poft" hört, wird dem nächsten Landtage ein Antrag betr. Ausdehnung der Geltung der betreffenden Bestimmungen auch auf die neuen Provinzen zugehen.
Berlin, 21. December. Die „Voss. Ztg." meldet aus Bukarest: Ein unter dem Verdacht anarchistischer Umtriebe verhafteter Armenier NamenS Popazian soll einen Putsch gegen die Türkenherrschaft in Armenien anzuzetteln versucht haben. Dies gestand er im Verhör zu, worauf mehrere Verhaftungen erfolgten.
Berlin, 21. December. Die neueste Nummer des „Socialist" erklärt, daß die Ausführungen des Staatsanwalts Benedix im Processe gegen den Anarchisten Weidner, daß der „Socialist" demnächst zu erscheinen aufhören werde, unrichtig seien. Der „Socialist" werde fröhlich weiter leben. Die Genossen seien opferfreudiger und kampfbereiter denn je.
Berlin, 21. December. Der Anarchist Victor Rabe, welcher am 16. November dieses Jahres aus Leipzig ausgcwiesen worden ist und sich nach Berlin begab, ist von dem hiesigen Polizei-Präsidium aufgefordert worden, Berlin und Umgegend innerhalb 14 Tagen zu verlassen.
Hannover, 21. December. Nach der Beendigung des Processes Leuß wurde Frau Dr. Schnutz sofort in Untersuchungshaft genommen. Sie soll wegen Meineides unter Anklage gestellt werden.
Wien, 21. December. Die gestrige Audienz Wekerles beim Kaiser ist resultatslos verlaufen.
Brüffel, 21. December. Es verlautet, daß der Kriegs- Minister beabsichtige, bei etwaiger Ablehnung der persönlichen Wehrpflicht durch die Kammer seine Entlassung zu nehmen.
Brüffel, 21. December. Die Ursache der Differenzen bezüglich der Congo angelegenheit soll, wie unter Reserve | mitgetheilt wird, darin zu suchen sein, daß Röntg Leopold an England sowie an eine andere Macht Verkaufsrechte auf gewisse Territorien des Congostaates abgetreten habe.
Paris, 21. December. Nach der gestrigen Abendsitzung im Processe DreyfuS' verlautet, daß der Verthetdiger, der sich seine auf Freisprechung wotivirende Vertheidigungs- rede schon ausgearbeitet hatte, nach der Vernehmung mehrerer Zeugen nicht mehr auf gänzliche Freisprechung, sondern nur für mildernde Umstände plaidiren werde.
Paris, 21. December. Von den beiden Deutschen, von Kassel und von Schoeneberg, welche kürzlich wegen an» .geblicher Spionage verhaftet worden waren, ist ersterer freigelassen worden- von Schoeneberg stand heute wegen Spionage vor dem Zuchtpolizeigericht. Die Verhandlung findet unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt.
Loudon, 21. December. Die „Morningpost" meldet, daß der chinesische Gesandte, welcher dem Czaren anläßlich seiner Thronbesteigung und Vermählung die Glückwünsche des Kaisers überbringt, gleichzeitig die Gelegenheit benutzen wird, um die Intervention des russischen Kaisers in dem chinesisch-japanischen Kriege zu erlangen.
Warschau, 21. December. Aus Anlaß des Rücktritts des Generalgouverneurs G u r k o war gestern ganz Warschau illuminirt.
Newyork, 21. December. 5000 Arbeitslose veranstalteten Lestern auf dem Marsfeld bei Montreal eine revolutionäre Kundgebung. Der Bürgermeister versprach denselben Alles aufzubieten, um ihnen Beschäftigung zu geben.
0. Aus Oberheffn, 21. December. Warnung vor „Rein falt." In verschiedenen Blättern wurde angepriesen, welche trefflichen Sachen man sich für fünf Mark bei einer Berliner Firma als billiges Weihnachtsvergnügen ver- schaffen könnte. Wir legten zusammen, sandten den Betrag mit dem dazu gehörigen Porto ein und erhielten die Herrlichkeiten gestern Abend zugesandt. Zuerst erschien eine Taschenuhr. Wir mußten 120 bis 140 Umdrehungen machen (roie es in der beigegebenen gedruckten Anweisung heißt), um die Uhr aufzuziehen. Nach dieser Arbeit wird die Uhr 12 bis 14 Stunden gehen, was sich als richtig herausstellte. Wenn man also die Uhr einen Tag in Gebrauch nimmt, muß man zweimal aufziehen und dabei 240 bis 280 Umdrehungen machen. Wie lange die Herrlichkeit dauern wird, wissen die Götter. Ferner fanden wir vor: eine Gtgarrcn» spitze, eine Uhrkette, ein Paar Manschettenknöpfe, ein Messerchen, eine Cravattennadel und zwei Hemdenknöpfchen, alles von einer solchen Qualität und von einem solchen Geschrnacke, daß man Leibweh bekommt, wenn man das Zeug nur an» sieht- Wir wußten schon im Voraus, daß wir „reinfallen" würden, wenn wir das Zeug kommen ließen und daher legten wir zusammen, damit keiner zu sehr angeschmiert würde. Zu Nutz und Frommen des großen Publtkums opferte jeder gerne einige Nickel. Unsere Erfahrungen theilen wir hierdurch mit, auf daß Andere sich eine Lehre daraus ziehen und nicht auf den Leim gehen möchten.
nn. Darmstadt, 22. December. Heute Samstag Vormittag um 10 Uhr findet in der dazu erbetenen Audienz die Ueberreichung des von den Gewerbvereinen des Landes Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog Ernst Ludwig und seiner hohen Gemahlin Victoria Melita gewidmeten Hochzeitsgeschenks durch eine besondere Deputation statt. Dasselbe besteht aus einer in Ebenholz ausgesührten und im Renaissance-Styl gehaltenen Schmuck-Casette, welche mit herrlichen Elfenbein-Schnitzeleien in gleichem Styl verzierr ist. Diese Schnitzereien wurden unter der Leitung des Dtrectors der Fachschule für Elfenbein - Schnitzereien zu Erbach i. O., Hauptlehrer Görig theils von demselben selbst, zum andern Theil von bewährten Ateliers dortselbst gefertigt und legen ein glänzendes Zeugniß dafür ab, auf w cch' hoher Stufe der Kunst die Elfenbein Industrie zu Erbach t. O. steht. Die an der Casette angebrachten reichen und schön ausgeführten MetallBeschläge aus getriebenem Silber in gleichem Styl gehalten, lieferten die Juweliere Knewitz zu Mainz und L. Victor zu Darmstadt und sind mit großer Hingabe gefertigt und zum Theil unentgeltlich von denselben geliefert worden. Der am vordere« Theil der Casette angebrachte und im schönsten Barock- Styl gehaltene Silberichild, umrahmt von Lorbeer und Myrthen und hergestellt im Atelier des Herrn Juwelier Meyer zu Mainz, trägt folgende Inschrift: „Ihren Königlichen Hoheiten ehrerbietigst die Ortsgewerbevereine Hessens zum 19. April 1894." Die Casette selbst, ein Meisterstück unserer einheimischen Industrie, wurde von dem Hosmöbel- fabrikanten Glückert nach Entwürfen des Directors unserer Landesbaugewerkschule Herrn Pros. Hermann Müller sowie des Architecten Hammelmann im Hanse Glückerr hergestellt und macht in ihrer reichen Ornamentirung einen schönen Eindruck. Die Gesammtaussührung der sämmtlichen Arbeiten an dem Hochzeitsgeschenk überwachten der Präsident der Großh. Centralstelle f. d. Gewerbe, Großherzogl. Regie- rungsrath Dr. Hesse sowie Herr Prof. Müller. Die Deputation zur Ueberreichung des HochzettSgeschenkes besteht aus dem Vorsitzenden des ComitLs der sämmtlichen Hess. Ortsgewerbevereine Herren Landtagsabgeordneten Dr. Schroeder- Darmstadt, Oberbürgermeister Brink-Offenbach a. M., CommerzienrathMüller- Bensheim, Lederfabrikant Pfeiffer- Eberstadt sowie dem Director der Fachschule zu Erbach Herrn Görig, welcher mit Sorgfalt und Fleiß die Hauptarbeit an dem schönen Werk ausgeführt hat. Von den jetzt bestehenden Gewerbevereinen haben sich 53 Vereine durch Gabe« bei der Herstellung des Hochzeitsgeschenkes beteiligt. Besonders alle größeren Vereine sind dabei vertreten.
A Mainz, 21. December. Der Oberst und Cornman- deur des hier garnifonircnben Fuß-Artillerie-RegimentS Nr. 3 Karl Kühlenthal, ist gestern nach ganz kurzem Krankenlager im Alter von 49 Jahren gestorben. — Heber die erst vor einigen Tagen erfolgte Ermittelung des Thäters eines bereits vor 3 Jahren geschehenen Mordes berichten Mainzer Blätter Folgendes: Am zweiten Weihnachtstag 1891 fand man in dem Walde zwischen Budenheim und Heidesheim die Leiche deS Jagdhüters Eschborn auS HeideShetm. Die Untersuchung ergab, daß Eschborn erdrosselt worden war und schien es sicher, daß derselbe von Wilderern ermordet. Der Verdacht lenkte sich damals auch auf bestimmte Personen und wurden verschiedene Verhaftungen vorgenommen, ohne daß es indeß der Untersuchungsbehörde gelungen wäre, Jemand der That zu überführen. Jetzt nach 3 Jahren soll endlich Licht in die Sache kommen, indem ein Einwohner von Finthen einen Nachbar bei einem Streite öffentlich deS bengten Mordes bezichtigt hat Auf Grund dieser Bchaup- tung hat die Behörde die Verhaftung des angeblichen Thäters veranlaßt.
Berlin, 21. December. Zu den Jagdgästen deS des Vereins durch Vorträge, welche im Laufe des Winters > nur Hafer hielt sich recht gut irn Preise. In Berlin und ™ i» -rl K»n!gSwusttth°uIkN gehört auch der frühere i durch Herr» Dr. Brender nuS München in den der- Leipzig kostet: Weizen per 20 Centncr 120 bis IgS Mark 2vnni)terpra|iöent Graf zu Eulenburg. ----- *• - ~ - - - - - - —
Berlin, 21. December. Wie verlautet, plant die Regierung die Einrichtung einer Reichslotterie.


