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21.2.1894 Erstes Blatt
 
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Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau.

Berlin, 19. Februar. Die von der Delegirten Ver­sammlung des Centralverbandes deutscher In­dustrieller angenommene Resolution besagt: Der Central­verband erklärt sich mit Entschiedenheit für Annahme deS russischen Handelsvertrages. Er würde in der Ablehnung Seitens des Reichstages eine schwere Schädigung der gewerb­lichen Thätigkeit und des Handels, sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage des Vaterlandes und insbesondere der Interessen der Arbeiter erblicken.

Wilhelmshaven, 18. Februar. Dem Vernehmen nach ist während des hiesigen Ausenthalts des Kaisers auch ein Besuch des neuen PanzerschiffesKursürst Friedrich Wilhelm" in Aussicht genommen, der Dienstag Nachmittag erfolgen soll. Für Mittwoch ist die Besichtigung der neuen Haubitzenbatterie beabsichtigt, wohin der Kaiser sich vom alten Hafen aus mittels Torpedobootes begibt.

Paris, 19.Februar. In Valence und Reims wurde je ein, in Romans und Umgegend zehn und in Lyon sieben Anarchisten verhaftet.

Marseille, 19. Februar. Der Präfect unterzeichnete einen Ausweisungsbefehl gegen sechs Italiener, die am 24. Januar eine französisch-italienische Versammlung ver­anstalteten.

London, 19. Februar. Der Prinz von Wales hielt heute im Saint-James-Palast einen Herrenempfang ab, dem der Großherzog von Hessen, die Prinzen Heinrich und Ludwig Battenberg, Prinz Eduard von Sachsen-Weimar, der Herzog Connaught, sowie die Botschafter Deutschlands, Oester­reichs, Rußlands, der Türket und der Vereinigten Staaten von Amerika beiwohnten.

Loudon, 19. Februar. Heute begann in Greenwich die Leichenschau Bourdins, der von seinem Bruder identi- ficirt wurde. Als die Geschworenen den Schauplatz der Explosion besichtigten, stieg ein französischer Anarchist unter aufrührerischen Ausrufen auf ein Parkgitter und versuchte eine Anrede zu halten. Die Polizei gebot Ruhe, worauf er sich in unziemlichen Worten über den Minister Asquith ausließ.

Depeschen des Bureau »Herold*.

Berlin, 19. Februar. Der Bundesrath genehmigte in seiner heutigen Sitzung den deutsch-russischen Handels­vertrag. Derselbe ist sofort dem Reichstag zugegangen.

Berlin, 19. Februar. Nach demReichsanzeiger" wurde im Auswärtigen Amt von den Bevollmächtigten Deutsch­lands, Oesterreich-Ungarns, Belgiens, Frankreichs, Groß- britaniens, Italiens, Luxemburgs, Rußlands und der Schweiz ein Protocoll unterzeichnet, wodurch die Niederlegung der Ratificationsurkunde der Dresdener internatio­nalen Sanitätsübereinkunft, sowie der Beitritt GroßbritanienS zu letzterer festgestellt wird.

Berlin, 19. Februar. Nach demReichsanzeiger" hat die vom Reichsmarineamt eingeleitete Untersuchung der Ursache des Unglücks auf dem PanzerschiffBranden­burg" zunächst ergeben, daß das Personal des Schiffes und der kaiserlichen Werft in jeglicher Beziehung seine Schuldig­keit gethan hat.

Berlin, 19. Februar. Dem Bandesrath ist heute der Wortlaut des am 10. Februar zwischen Deutschland und Rußland abgeschlossenen Uebereinkommens zu- gegangen, wonach jedes der beiden Länder auf Verlangen diejenigen seiner früheren Angehörigen wieder übernimmt, welche ihre Staatsangehörigkeit durch Abwesenheit oder aus anderen Gründen verloren und eine neue Staatsangehörigkeit nicht erworben haben.

Berlin, 19. Februar. Auf der gestrigen Versammlung der Kaufleute und Industriellen wurde der Plan der Gründung eines Allgemeinen deutschen Jndufirteverbandes nach der Art des Bundes der Landwirthe eingehend berathen und schließlich an einen Ausschuß verwiesen.

Berlin, 19. Februar. Der Centralausschuß der Freis. Volkspartei beschloß gestern, zwischen dem 22. und 24. September einen Parteitag in Eisenach abzuhalten.

Kiel, 19. Februar. Die Einsar gung der Leichen der unglücklichen Opfer der Explosion ist heute Nachmittag beendet worden. Das Befinden der Schwerverletzten ist noch ein sehr unbefriedigendes.

Wien, 19. Februar. Heute begannen vor dem hiesigen Schwurgerichte die Verhandlungen gegen die Wiener Anarchisten. Der Gerichtshof beschloß nach Verlesung der Anklageschrift entgegen der Meinung aller Vertheidiger den Ausschluß der Oeffentlichkeit.

Budapest, 19. Februar. Im Abgeordnetenhause begann heute unter lebhaftester Bewegung des Hauses und vor überfüllten Gallerien die Debatte über das Ctvilehe­ge setz. Der Referent Teleszki, der ehemalige Unterstaats- secretär im Ministerium des Innern, leitete dieselbe durch eine längere Rede ein, die an historischen und juridischen Argu­menten überaus reich war und eine Vertheidigung der obli- gatorischen Civilehe gegen jede andere Form derselben, sowie nne Vertheidigung des Ministeriums gegen das Separatvotum Polonycs enthielt. Vor dem Abgeordnetenhause hatten sich große Menschenmassen eingefunden, namentlich war die Studentenschaft überaus zahlreich vertreten. Die Studenten begrüßten die Minister und die Anhänger der Civilehe mit stürmischen Hochrufen, während die Gegner laute und wieder- holte Aeußerungen des Unwillens empfingen.

Belgrad, 19. Februar. Gegen den Minister Nikolaje­witsch ist durch mehrere unbekannte Personen ein Attentat verübt worden, über welches nähere Nachrichten noch aus- stehen. Sechs des Verbrechens Verdächtige sind verhaftet worden.

Belgrad, 19. Februar. Verschiedene P räfecten haben ihre Entlassung erhalten, da sie in weiteren Kreisen die I

Verbreitung aufrührerischer Flugblätter und Broschüren ge­stattet hatten.

Sofia, 19. Februar. Im Befinden der Fürstin Louise ist ein Rückfall eingetreten. Drei Wiener Professoren sind hierher berufen.

Brüffel, 19. Februar. Die Eigenthümerin eines Hotels in der Avenue Poison dor erhielt von einem Anarchisten einen Drohbrief, worin ihr mitgetheilt wurde, daß ihr Hotel demnächst in die Luft gesprengt werden solle. Der Brief wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.

Madrid, 19. Februar. Die Kaiserin Elisabeth von Oesterreich gerieth auf ihrer Reise von Madeira nach der Riviera in große Lebensgefahr. In Folge des hohen Seeganges wäre die kaiserliche DachtGreif" bei Almeria (Südspawen) beinahe gescheitert. Zum Glück bemerkte der vorüberfahrende DampferVille de Bordeaux" die Gefahr und rettete das Schiff, worauf die Kaiserin ihre Reise über Altcanre fortsetzte.

Newyork, 19. Februar. DerHerald" meldet aus St. Paolo, daß die Paranastaaten tn die Hände der Auf­ständischen gefallen sind. Peixoto sandte 1200 Mann Ver­stärkung nach der Lapafestung.

Paris, 20. Februar. In einem Hotel Garni, Rue Saint- Jacques, explodiere Nachts eine von einem Reisenden zurück- gelassene Bombe, als die Wirthin mit Polizeiagenten ein verschlossenes Zimmer öffnen wollte. Die Wirthin und zwei andere Personen sind verwundet, der Materialschaden ist gering. Nach dem unbekannien Reisenden wird eifrig gesucht.

Cocoles rrrrd provinzielles.

Hießen, den 20. Februar 1894.

* * Aus der Garnison. Major Em mich hier ist nach Mittheilung desMarb. Tgbl." mit der Führung des Hessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 in Marburg beauftragt worden.

* * Tur die Stelle de8 Direktors der Zellenstrafanfialt Butzbach ist, wie dieD. Ztg." meldet, der Großh. Staats, anwalt Clement in Gießen in Aussicht genommen. Dem­selben ist ein mehrwöchiger Urlaub zur Besichtigung nicht- hessischer Zellenstrafanstalten bewilligt worden.

* * Concert Verein. Am 3. März gibt der Concert-Verein sein sechstes und damit letztes Concert tn diesem Vereinsjahr, j Gewählt ist Händels Samson, fürwahr ein würdiger I und bedeutungsvoller Schluß einer Reihe hervorragender Kunstgenüsse. Wir möchten behaupten, daß das 102. Concert- jahr eines der bedeutendsten war, das der Verein seit Jahren zurückgelegt hat- ein echter, künstlerischer Hauch hat alle Unternehmungen durchweht, interessante Novitäten haben wir kennen gelernt, ohne dabet den Genuß der klassischen Musik entbehren zu müssen, den ja eine Vereinigung von der Be­deutung des Gießener Concert - Vereins in erster Linie zu pflegen hat. Das Oratorium Samson, welches neben dem Messias das populärste Werk Händels ist, gehört zu den be­deutendsten Schöpfungen auf dem Gebiete der dramatischen Kirchenmusik. Seiner Handlung liegt die biblische Geschichte vom Ende jenes Simson, des Siegfrieds der Israeliten, zu Grunde, welcher durch Weiber-Verrath in die Hände der Philister gefallen, geblendet und durch Ketten geschändet, un­vermerkt wieder in den Besitz seiner alten Riesenkraft gelangt und mit einem letzten Heldenstück die Feinde und Bezwinger seines Volkes und sich selbst mit in den Trümmern des nieder­stürzenden Tempels begrub. Die Musik Händels zu dte,em großartigen Stoff auch nur in seinen Hauptzügen zu analysiren, verbietet uns leider der Raum, es wäre eine dankbare Auf­gabe gewesen, diese gewaltige Tonschöpfung vor der Aufführung in seiner ganzen Bedeutung klar zu legen. Wir dürfen wohl mit Sicherheit voraussetzen, daß unsere altehrwürdige Stadt­kirche am 3. März zur Aufführung, als auch am 2. März zur Hauptprobe eine stattliche Versammlung in sich aufnehmen wird, wenn auch vielleicht kein Koczalskifturm auf die Billet- kasse statlfinden wird.

* * Vortrag de8 Herrn Prof. Falb. Der große Saal vonSteins Garten" war gestern Abend dicht besetzt 'von Damen und Herren aus allen Gesellschaftsklassen, um dem Vortrage zuzuhören, welcher auf Einladung des Kaufmännischen Vereins Herr Prof. Rn d. Falb aus Berlin überKritische Tage, Sündfluth und Eiszeit" hielt. Herr Prof. Falb sprach ca. l1/» Stunde, und ist es erklärlich, daß sowohl der Vortragende, weit bekannt als Theoretiker auf dem Gebiete der Wetterkunde, wie das Thema selbst das allgemeine Interesse der Anwesenden in Anspruch nahmen. Der Thatsache, daß das Interesse an den Witterungserscheinungen in allen Volksschichten stark hervortritt, gab denn auch Prof. Falb in seiner Einleitung Ausdruck und verbreitete sich darauf auf die Ergebnisse der Wettersorschungen, die den Horizont bisheriger volksthümlicher Anschauungen um manchen Kreis erweiterten. Seinen eigenen Beobachtungen und Forschungen legte Prof. Falb den Einfluß des Mondes auf das Wetter zu Grunde- in dieser Beziehung habe er allerdings vor 25 Jahren andere Ansichten vertreten, Ansichten, auf die sich heute noch seine Gegner beriefen. In verständlicher Weise legte hierauf Prof. Falb die Ursache dar, wodurch die Luftströmungen ent­stehen, worin das auf bedeutenden Höhen herrschende gleich­mäßig schöne Wetter seinen Grund habe, wodurch die electri- schen Spannungen in der Lust (Gewitter) entstehen. Der Schlüssel zu seiner Witterungstheorie über diekritischen Tage" liege in dem schnellen Jndiehöhesteigen warmer Luft und deren rascher Ausbreitung daselbst nach den Polen. Durch dieses Aneinandergerathen warmer und kalter Luft entstünden nicht nur die starken Luftströmungen, sondern es seien auch die Gewitter häufiger. Die Stellung vom Monde zur Erde und zum Aequator, die Stellung der Sonne zur Erde und zum Aequator, die Finsternisse u. s. w. führten je nach ihrem Zusammentreffen zu den Ordnungen, in die er diekritischen Tage" eingetheilt. Die theoretisch stärkste Höhe der Anziehung des Mondes würde am 26. März 1896 eintreten, dieser somit i

ein kritischer Tag erster Ordnung werben. In diesem Jahre sei am 29. September starke Strömung zu erwarten, ferner seien als kritische Tage zu bezeichnen: der 21. März, der 6. April, der 30. August. In dem zweiten Theile seines Vortrages legte Herr Prof. Falb auf Grund seiner Forschungen in der Wetterkunde den Zusammenhang der Sündfluth und Eiszeit dar. Es sei zweifellos, daß die Unterbrechung jeder Cultur um das Jahr 4000 vor Christi Geburt, mit der großen Waffe,Periode", als welche die Sündfluth zu bezeichnen sei, in ursächlichem Zusammenhänge stehe, daß aber auch Eis- funde in Gegenden, in denen heute kein Eis mehr entsteht, darauf hindeuten, daß es eine große Eisperiode gegeben hat. Wasserperiode und Eisperiode träten nach 10 OOOjähriger Zwtichenzeit wieder ein. Eine große Wasserperiode, also eine zweite Sündfluth, würde um das Jahr 6400 eintreten. Aus der Thatsache, daß heute kein Wein mehr wächst in Gegenden, die im Mittelalter ein vorzügliches Getränk lieferten, folgerte Prof. Falb, daß wir einer Bereisung des Klimas und damit auch der Eiszeit entgegengehen. Allseitiger Beifall lohnte am Schluffe Herrn Prof. Falb für seine Ausführungen, die manchen wertvollen Einblick in das Walten der Natur boten und Anlaß geben werden zum Nachdenken über die Gegensätze, in denen sich Prof. Falb mit anderen Gelehrten in Bezug auf Wetterkunde, Wettervorhersage u. s. w. befindet. Jeden­falls gebührt auch dem Kaufmännischen Verein der Dank des Publikums, daß ihm gestern Abend ein so interes­santer Vortrag geboten wurde.

* Alpen Vereins Ausflug. Trotz des herrlichen Wetters hatten sich zu dem vorgestern unternommenen sechsten Winterausflug des Gießener Zweiges des großen deutschen und österreichischen Alpenvereins nur einundzwanzig Herren, unter denen der Verein mehrere wcrthe Gäste begrüßen konnte, eingefunden. Hat er doch wie alle anderen Be­strebungen, die mit unserer lieben deutschen, in schlimmen Zeiten erworbenen, Gewohnheit brechen wollen, den Körper stets als Aschenbrödel zu behandeln, gar manches Vorurtheil zu überwinden: die Sitte, im Winter doch ja ängstlich daS Zimmer zu hüten, während doch unsere Muskeln, nicht auf einen solchen Winterschlaf eingerichtet, auf ihr unveräußer­liches Recht sich zu bethätigen, nicht verzichten können, ohne zu verkümmern- unfpre Angst vor Zugwind und Erkältungen, die beispielsweise dem Engländer so oft ein beinahe mit­leidiges Lächeln entlockt. Der Verein verließ mit Zug 10" Gießen und genoß zuerst von der Höhe des burg- gekrönten Kalsmunts den lieblichen Blick auf Wetzlar. Weiter links fand das Auge erst eine Grenze an den Höhen um die Dianaburg- in einer wie ein Firnfeld schimmernden Wald­lücke erschien der herrliche Greifenstein. Dann stieg mau westlich ab und durchschritt den Wald, aus dem man nach einer guten Stunde Wanderns plötzlich einen Ausblick auf das noch durch eine tiefe Mulde von einem getrennte Braun­fels gewinnt. Nach kurzem Aufenthalt im traulichenSolmser Hof" der auch durch das Mißverhältniß des zur Verfügung stehenden Raumes und der Zahl der Gäste wohl Manchen an das Treiben aus vielbesuchten Alpenvereinshütten erinnerte schlug man den Weg nach Weilburg ein; selbstverständlich ließen es sich mehrere Herren nicht nehmen, die Gunst der Beleuchtung auszunützen und sich mit dem photographischen Apparat ein dauerndes Bild von Schloß Braunfels, das ja an malerischer Wirkung seinesgleichen in Deutschland sucht, zu verschaffen. Dazu bot dem schalkhaften Momentphoto­graphen das nicht von jedem gleich elegant genommene Hinderniß eines Bächleins dankbare Gegenstände. DieHohe Straße" führte die Teilnehmer schon gegen 4</a Uhr nach Weilburg - so konnte dessen wunderschöne Lage am vielge­wundenen Fluß mit dem jäh abfallenden Schloßfelfen noch voll gewürdigt werden. Em treffliches Abendessen imDeutschen Haus" hielt den Verein noch bis zum Achtuhrzug in ange­regter Unterhaltung zusammen. Vielfach wurde die Thatsache besprochen, daß der Verein leider bis jetzt noch nicht in allen Kreisen, von denen es erwartet werden könnte, verständnißvolleS Interesse gefunden habe. Vielfach sei er beispielsweise selbst in den Kreisen der academischen Jugend unbekannt, welche nur hier und da, zu academischen Alpenvereinen geschaart, in dem großen Gesammtverein den Vertreter aller touristischen Bestrebungen erkannt haben. Und doch gelten die Worte:

Willst du an der Welt dich freuen, Am besten wird's von oben fein - Frischauf den Fuß gehoben! Laß Tintenfaß und Bücher ruhen Und klimme in den Nagelschuhen Nach oben!"

Natürlich gehts auch ohne diese. Wer aber meint, er kenne unsere Umgegend schon, der wird bei jedem Ausflug staunen^ wie sich stets neue Blicke reizvoll öffnen. Und eine ein­gehende Kenntniß und herzliche Liebe der Heimathgebirge zu verbreiten, hat sich der Alpenverein zu einer Hauptaufgabe gefetzt. Möge eS ihm glücken, sie zu lösen und recht Viele zu befähigen, mit frischem Herzen und offenen Augen alle die erhebenden Eindrücke in sich aufzunehmen, welche nicht nur die Alpen, sondern auch unser Mittelgebirge in so unerschöpf­licher Fülle dem Naturfreund bietet. Möge der Verein recht bald im Rahmen des GesammtvereinS den Raum ganz aus­füllen, der ihm nach der Bedeutung unserer Stadt und dem regen Naturgefühl ihrer Bewohner zukommt.

** Damhofer Concerte. Die vergangenen Sonntag und gestern Abend stattgehabten Concerte der Oberbayrischen Concertsänger fanden, Dank der anerkennenSwerth guten Leistungen, stets den reichsten Beifall der zahlreich Erschienenen. Die Ausführung des reichhaltigen Programms, sowohl in den Einzeln- als Gesammtvorträgen, als auch die auf vielseitigen Wunsch gespendeten Einlagen weckten zunehmend das vollste Interesse der Zuhörer.

** Bon hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Modistin Anna Margarethe Meisinger aus Kirdorf, zuletzt in Straßburg, vom Amtsanwalt in Mainz wegen Diebstahls - die: