Ausgabe 
20.11.1894 Erstes Blatt
 
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Vorgänge, die in der nächsten Woche in der socialdemo- kratischen Buchdruckerei von Ernst erscheinen wird.

München, 17. November. Von dem Oberbaherischen Waldbauernbund ist eine Eingabe an daS Ministerium beschlossen worden, die um eine zeitgemäße Umgestaltung deS Forst- und Jagdgesetzes in Bayern ersucht.

Ausland.

Paris, 17. November. Der heutige Ministerrath faßte den Beschluß, Anordnungen dahin treffen zu lassen, daß am Begräbnißtage deS Czaren beim Ehrendienst in der russischen Kirche zur Hälfte von Land- und Marine- truppen Spalter gebildet wird. Dadurch soll die Betheiligung der gesammten französischen Armee an der russischen National­trauer bethätigt werden.

Pari-, 17. November. DaSPetit Journal" veröffent­licht heute ein Interview seines Redacteurs mit dem Krtegs- minister Mercier über die Dreyfuß-Affaire. Mercier sagte, unerklärliche Umstände haben unter meine Hände Schriftstücke gebracht, welche nur von einem Offizier herrühren und be­weisen, daß der betreffende Offizier einer fremden Macht Mittheilungen gemacht, worin er nur im Amte Kenntniß bekommen konnte. Als ich Gewißheit erlangt, daß dieser Offizier Hauptmann Dreyfuß war, habe ich denselben gemäß meiner Pflicht sofort verhaften lassen. Ich hatte befohlen, die Untersuchung sehr geheim zu führen, um Dreyfuß, der vielleicht unschuldig ist, nicht zu entehren, event. seine Mit­schuldigen zu entdecken. Die Jndiscretion hat jedoch Alles an den Tag gebracht. Die Untersuchung wird vor nächster Woche nicht geschloffen. Im Bureau, wo Dreyfuß be­schäftigt war, fehlt kein Schriftstück. Die Sachen, die Drey- fuß bearbeitete, waren zweiten Rangs, weil derselbe im KtiegSministerium nur Functionen eines zur Dienstleistung Commandirten hatte. Dreyfuß war auch nicht im Besitze wichtiger Schriftstücke,- leider weiß ich nichts über Angabe und Natur derselben, welche er abschreiben konnte, außer denen, welche wir beschlagnahmt haben. Meiner Ansicht nach werden in der Anklage Artikel 76 und 80 in Anwendung gebracht. Wenn Dreyfuß verurtheilt wird, erhält er keine Todesstrafe, sondern Deportation.

Paris, 17. November. Am Tage des Begräbnisses deS Czaren werden auf Befehl des Unterrichtsministers alle vom Staat subventionirten Theater geschlossen bleiben. Die Preffe fordert die anderen Theater auf, dasselbe zu thun.

Loudtzn, 17. November. Die hiesige türkische Gesandt­schaft machte der Presse osficiöse Mittheilungen über Er­eignisse in Armenien. Darnach sind zahlreiche, stark bewaffnete armenische Räuber aus dem Auslande gekommen und haben sich mit den aufständischen Kurden verbunden, um gemeinsame Raubzüge zu unternehmen. Sie plünderten und verbrannten mehrere muselmännische Dörfer, wobei mehrere Einwohner ums Leben kamen. Militär, welches nach der Umgegend der ausgeraubten Ortschaften regelmäßig abgesandt wurde, konnte die Ruhe wieder Herstellen. Die Truppen haben sich jedoch keiner Ausschreitung schuldig gemacht und sind es die armenischen Räuber selbst gewesen, welche nach der Plünderung Eingeborene ermordeten.

London, 17. November. Die Themse ist noch immer im Steigen begriffen. Zahlreiche Todesfälle wurden durch Ertrinken gemeldet, der Verkehr auf mehreren Bahnlinien ist unterbrochen, der Materialschaden ungeheuer. In Bath ist die Fluth im Fallen begriffen.

Petersburg, 17. November. König Christian und Prinz Waldemar von Dänemark wohnten gestern Nachmittag und Abend dem Trauergottesdienst in der Peter-Pauls- Kathedrale bei. Nachmittags traf die französische Deputation ein, vom Großfürsten Wladimir, zahlreichen Militärs und einer begeisterten Volksmenge empfangen. / 1 -M

Petersburg, 17. November. P>inz Heinrich von Preußen traf heute Vormittag hier ein und wurde am Bahnhofe vom Czaren, dem Großfürsten und den anwesenden fürstlichen Gästen empfangen.

Petersburg, 17. November. Czar Nikolaus gab in einem an den Minister des Innern gerichteten Rescript seiner Rührung über die unzähligen Trauerkundgebungen anläßlich deS Ablebens seines Vaters Ausdruck.

Sofia, 17. November. Am heutigen Gedenktage des Todes des Fürsten Alexander findet eine von dem deutschen protestantischen Gemeindepfarrer geleitete Trauer- feier in der Rosenmoschee statt. Die Gräfin Hartenau wohnt der Feier bei.

Belgrad, 17. November. Die Monopolr egie über­nahm den ausschließlichen Verkauf des Petroleums. Von Neujahr ab wird das Cigarettenpapier monopolisirt. Das Salz- und das Tabakmonopol überschritt im Bruttoerträge bereits im October den Voranschlag um 10 Millionen FrcS.

Washington, 17. November. Nach officiöser Mittheilung wird morgen der japanische Ministerrath zusammen- treten zur Beschlußfassung über die Antwort, welche Japan der amerikanischen Regierung auf deren Angebot, zwischen Japan und China die Vermittelung zu übernehmen, er- theilen soll.

Die japanischen SiegeSnachrichten über die an­gebliche Einnahme von Port Arthur stellen sich nunmehr thatsächlich als eitel Flunkereien heraus. Nach neueren Mel­dungen hätte das Bombardement der Japaner auf Port Arthur erst am Morgen deS 16. November begonnen. Es scheint demnach die falsche Nachricht von dem Falle Port Arthurs seitens der Japaner aus bestimmten Gründen ab­sichtlich verbreitet worden zu fein. Die verschiedenen Mel­dungen von chinesischen Siegen über die Japaner mllffen in­dessen mit der gebührenden Vorsicht entgegen genommen werden. Der General Wei, einer der chinesischen Heerführer in der Schlacht von Ping-Yang, wurde wegen bewiesener Unfähig­keit in Peking enthauptet, während die Generäle Yeh und Nieh aus gleichem Grunde ihres Ranges und ihrer Ehren­zeichen entkleidet wurden. Die Vermittlung Nordamerikas

zur Herbeiführung des Friedens zwischen Japan und China gilt als definitiv gescheitert.

Treueste

Depeschen bei Bureau «Herold*.

Berlin, 18. November. Morgen Vormittag findet aus Anlaß der Beisetzung des Kaisers Alexander in der Capelle der russischen Botschaft eine Trauermesse mit darauf­folgendem Requiem statt. Zu dieser Feier wird das Kaiser­paar erscheinen. Außerdem werden die Prinzen des könig­lichen Hauses, die hier weilenden Prinzen souveräner Häuser, sowie die Generalität und die Ritter des Schwarzen Adler­ordens dem Gottesdienste beiwohnen.

Berlin, 18. November. Zu Ehren der Exminister Eulenburg, Heyden und Schelling fand gestern Abend im Hotel Bristol ein Festmahl statt, welchem sämmtliche in Berlin anwesenden activen Staatsminister beiwohnten.

n. Berlin, 19. November. Von unterrichteter Seite erfährt das DepeschenbureauHerold", daß daS angebliche Interview eines auswärtigen Journalisten mit Caprivi als Reichskanzler in amtlichen Kreisen als erfunden bezeichnet wird. ES seien daher alle von den Blättern daran geknüpften Commentare, hauptsächlich bezüglich der Polenfrage, voll­ständig gegenstandslos.

Ü. Petersburg, 19. November. Die Beisetzung des Czaren sand um 10J/2 Uhr bei trübem nebeligem Wetter statt.______________________________________________________

Coeofc* ttirö ptdoinsuiu»

Gießen, den 19. November 1894.

** Turnerisches. Auf Einladung des hiesigen Kreis- ausschuß-Mitgliedes Helm weilten gestern die Mit­glieder des geschäftsführenden Ausschusses NotHermel- Darmstadt und Hei d e cker-Wiesbaden in unserer Stadt, um mit den hiesigen beiden Turnvereinen wegen der Vorbe­reitungen zu dem 1895 hier stattfindenden Mittelrhei­nischen KreiS-Turnfest zu berathen. Nach neueren Bestimmungen wird das ganze Festarrangement im Einver- ständniß und gemeinsam mit dem Kreisausschuß auf Grund der Preissatzungen und unter Berücksichtigung der bei früheren Festen gesammelten Erfahrungen, von dem geschäftsführenden Ausschuß des Mittelrheinkreises getroffen. Der Kreisvertreter Rothermel-Darmstadt gab die entsprechende Anleitung zur Inangriffnahme der zu entwickelnden Thätigkeit, erörterte die Art und Weise der Bildung der einzelnen Local-ComilLs und betonte, daß deren einmüthiges Jneinandcrgreifen viel zum Gelingen des Ganzen betzutragen habe. Der Kreis- Turnwart Heidecker-Wiesbaden gab seinen Wünschen nach turnerischer Richtung Ausdruck und erklärte nach sehr ein- gehender Besichtigung des Oswalds Garten, daß dieser Platz nur unter Einbeziehung des umliegenden Straßengeländes und des KnabenschulturnhofeS den Ansprüchen für das Fest genüge. Hiernach ist der Gießener Turnerschaft (welche darin völlig einig geht) eine feste Basis gegeben, auf der sie nun weiter arbeiten wird. Zwischen den beiden Gießener Turnvereinen besteht das beste Einvernehmen und ist auf ein glanzvolles Gelingen des Festes um so sicherer zu rechnen, als die Organisation zu demselben in den Händen von nach dieser Richtung erfahrenen und wohlerprobten Männern ruht.

** Der M'äuuer Turn Vereiu Gießen feierte am Samstag Abend im Saale des Felsenkellers sein neunteSStiftungs- fest durch einen stark besuchten und in bester Stimmung verlaufenen Commers. Chorgesang, Musikstücke, vierstimmige Lieder der im steten Aufblühen begriffenen GesangSabtheilung, Festrede und Ansprachen wechselten in reicher Fülle und boten der Anregung genug. Die zur Vorbesprechung turnerischer Angelegenheiten gerade in Gießen weilenden Herren Rothermel- Darmstadt, Kreisvertreter, und Heidecker-Wiesbaden, KreiS- turnwart, waren der Einladung des Vereins gefolgt und nahmen an der Feier Theil. Aus den gehaltenen Reden sei diejenige des Letztgenannten hervorgehoben, der unter allseitigem Beifall auf die Einigkeit der beiden hiesigen Turnvereine und auf das Gelingen des nächstjährigen Mittelrheinfestes in unserer Stadt toastete.^Auch wir schließen uns diesem Wunsch voll und ganz an. Gut Heil!

** Zauber-Vorstellung. Die am Sonntag Abend statt­gehabte Vorstellung des berühmten UniversalKünstlers Herrn Capt. Gray-Goetz hatte sich eines recht zahlreichen Besuches zu erfreuen. Der stürmische Beifall, welchen Herr Gray mit feinen verschiedenen Experimenten, seinem Bauchreden und den gelungenen und originellen Schattenspielen, erregte, läßt hoffen, daß Herr Gray noch einige Vorstellungen geben wird.

** Coucert. Das gestern Abend in Steins Saalbau abgehaltene Concert deö Hessischen FechtvereinsWaisen­schutz" verlief aufs Beste. Insbesondere fanden die präcise auSgeführten Vorträge deS Bauer'schen Gesangvereins und die Soli, die theilweise wiederholt werden mußten, den besten Anklang, wie denn auch die Bauer'sche Civilcapclle ein aus­gezeichnetes Spiel bot. Das Programm war recht gut zusammengestellt und brachte die beste Stimmung hervor.

** DaS Panorama in den Neuen-Bäuen^hat wieder eine ganz neue Serie diese Woche ausgestellt und zwar Paris und Carnots Trauerzug. Von Paris sehen wir die neuesten großartigsten Bauten und Sehenswürdigkeiten. Zum Schluß sehen wir den mit großem Pomp ausgeführten Trauer­zug des Präsidenten Carnot. Unter Anderem die Aufbahrung Carnots im Elysee, der Präsident Casimir Perrier am Cata- falk, im Trauerzug und im Pantheon. Ferner die Truppen der Garnison Paris, das Gefolge. Diese Serie, welche durch die prachtvolle und natürliche Wiedergabe einzig schön ist, wird zu einem guten Besuch viel beitragen und wir machen unsere Leser deshalb besonders hierauf aufmerksam.

** Eisenbahureform und Zonentarif. Wir machen an dieser Stelle nochmals auf den heute (Montag) Abend 8*li Uhr imPostkcller" stattfindenden Vortrag des Herrn

Dr. Eduard Engel überEisenbahnreform und Zonentarif"' aufmerksam. DaS Thema ist von so allgemeinem und zeit- gemäßem Interesse, daß man demKaufmännischen Verein", auf dessen Veranlassung der Vortrag gehalten wird, dankbar sein muß dafür, daß er der Bewohnerschaft Gießens Gelegenheit geboten hat, Näheres über die ohne Zweifel so nothwendigen Reformen in den modernen Verkehrsmitteln von berufener Seite zu hören.

* Schlagerei. In einer Wirtschaft am Asterweg ge- riethen vorigen Samstag Abend zwei Schreinergesellen in Streit, wobei der eine dem andern ein Bierglas an die Stirne warf und ihn derart verletzte, daß er ärztliche Hilfe in An­spruch nehmen mußte.

** Einbruch. In der Nacht vom Samstag anf Sonntag wurde die Wasserbude am Neuenwegerthor erbrochen und ein geringer Geldbetrag, sowie Cigarren und Cigarretten daraus entwendet. An dem Wasserhäuschen in der GrÜnbergerstraße hatte der Dieb zuerst versucht einzubrechen, was ihm aber nicht gelang. Die Vorhängeschlösser hatte er wohl gesprengt, allein das Hauptschloß konnte er nicht öffnen.

** Schuldienst Nachrichten. Am 16. October wurde dem Schulamtsaspiranten Eugen Grim aus Dorndiel die Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Haßloch, Kr. Groß - Gerau, am 20. October wurden den Schullehrern Peter Kaffen­berger zu Raibach und Heinrich Koch zu Rainrod Lehrer- ftellen an der Gemeindeschule zu Dornheim, Kr. Groß-Gerau, übertragen; am 24. October wurde der provisorische Dirigent und erste Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Groß Gerau Lehramtsassessor Ludwig Kircher zum Diri­genten und ersten Lehrer an dieser Schule, unter Verleihung der Rechte eines definitiv angestellten VolkSschullehrerS, ernannt; am 27. October wurde dem Schulamtsaspiranten Georg Hechler auS Alsbach eine Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Seeheim, Kr. Bensheim, am 31. October wurde dem Schullehrer Philipp Laubinger zu Eichenrod die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu NösbertS-Weidmoos, Kr. Lauterback, am 4. November wurde dem Schulamts­aspiranten Heinrich Kurz aus Dirlammen eine Lehrerstelle an der Gcmeindeschule zu Treis a. d. Lda., Kr. Gießen, übertragen.

** Von hessischen Behörden werden steckbrieflich verfolgt: Martin Embach aus Mainz von der dortigen Staats­anwaltschaft wegen Diebstahls- Taglöhner Caspar Neu aus Wiesbaden von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls- Dienstknecht Gg. Petri aus Worfelden vom Amtsanwalt II. in Darmstadt wegen Betrugs.

§ VolkartShain (Kreis Schotten), 16. November. Der Besitzer einer Dampfdreschmaschine arbeitete seit einigen Tagen hier. Als heute die Maschine aus der Hofraithe eines Landwirths in eine andere Hofraithe gebracht werden sollte, konnte dieselbe nicht gut angefahren werden und wollte einer der Gehilfen mittelst einer Schraubenwinde die Maschine erst in die Höhe winden, um dadurch zum An­fahren zu gelangen, wobei die Fuhrleute bedeutet wurden, die Pferde vorher nicht anziehen zu lassen. Während dem Aufwinden zogen jedoch die Pferde an, die Schraubewinde schnellte zurück, brach entzwei und riß dem Gehilfen von drei Fingern je das erste Glied ab.

§ Mittel - Gründau, 17. November. Gestern Abend zwischen 5 und 6 Uhr brach in der Hofraithe deS früheren Gemeindeeinnehmers Lott auf eine bis jetzt noch unaufgeklärte Weise Feuer aus, welches einen Strohhaufen im Werthe von 3- biß 400 Mk. gänzlich vernichtete. Dem energischen Eingreifen der hiesigen Einwohner ist es zu verdanken, daß das Feuer auf feinen Herd beschränkt blieb und die um­liegenden Wohn- und Oeconomiegebäude nicht beschädigte.

+ Büdingen, 17. November. In der heutigen General- Versammlung wurden Herr Kammerdirector Korell als erster, Herr Apotheker G. K^raußer als zweiter Director, Herr Bürgermeisterei Secretär Türk als Rechner der hiesigen Spar- und Leihkasse neugewählt und der seitherige Rechner Reutzel in den Ruhestand versetzt.

+ Büdingen, 16. November. Im Anschluß an die Notiz in Nr. 268 dieses Blattes, betr. den Tod eines neu­geborenen Kindes, und die Verhaftung der Großmutter des­selben theilt man mit, daß heute auch die Mutter des Kindes, nachdem sie von dem Herrn Untersuchungsrichter aus Gießen hier vernommen worden war, gefänglich eingezogen wurde.

BenSheim, 14. November. Heute Nachmittag ereignete fich in dem gegenwärtig hier anwesenden Berg',chen Löwen­theater ein aufregender Vorfall. Der Bursche eines Carousselbesitzers, der neben der Thierbude sein Geschäft be­treibt, begab sich während seiner Feierstunde in dieselbe und ergötzte sich an den anscheinend schlafenden Wüstenkönigen. Er streckte sogar seine Hand durch daS Zwingergitter und versuchte, einen Löwen zu streicheln. In demselben Augen­blicke hatte die Löwentatze auch schon den Arm deS LiebkoserS erfaßt. Nur mit Noth konnte der Bursche sich der Gewalt des ThiereS entwinden. Die Hand und der Unterarm waren stark zerfleischt, sie wurden von einem herbeigerufenen Arzte verbunden.

A Mainz, 18. November. In welcher Weise in einigen Zweigen und Gesellschaften des Versicherungswesens gewirth- schaftet wird, dafür lieferte eine gestern hier abgehaltene Generalversammlung der deutschenViehversicherungs- Anstalt einen sehr drastischen Beweis. Ueber genannte Anstalt, bei welcher die meisten Landwirthe der hiesigen Gegend ihr Vieh versichert haben, schweben schon seit längerer Zeit allerlei dunkle Gerüchte, die sich hauptsächlich auf die Geschäftsführung bezogen und der letzteren derartige Ordnungs- Widrigkeiten zum Vorwurf machten, daß schließlich eine Anzahl der Versicherten eine Kassen- und Bücherrevision beantragten und auch durchsetzten. In der gestrigen Generalversammlung sollte nun über die Revision Bericht erstattet werden. Schon vor Beginn der Versammlung kam eS zu lebhaften Auftritten,

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