Ausgabe 
20.4.1894 Erstes Blatt
 
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Aus den Verhandlungen der Zweiten Kammer der hessischen Stände.

nn. Darmstadt, 18. April 1894.

Nach der Verkündigung einiger neuer Einläufe setzt die Kammer ihre Beratungen mit Cap. 121, Ausgaben wegen der subventionirten Eisenbahnen fort.

Zu Tit. 1, Staatszuschuß für die garantirten Bahn­strecken der Hess. Ludwigs Eisenbahn-Gesellschaft ergreift der Abg. Ullrich das Wort. Er bringt eine ganze Reihe von Klagen gegen die Direction der Hess. Ludwigsbahn und über die an dieser Bahn herrschenden Zustände zur Kenntniß des Hauses. Zunächst rügt er das schlechte Material des Fahr­parks und der Locomotiven. In den 1870 er Jahren sei die Ludwigsbahn noch ein Muster gewesen. Als es aber einmal bekannt geworden sei, daß die Regierung die Bahn verstaat­lichen wolle, da wurde Alles gehen gelassen. Er rügt bet den Arbeiterzügen die schlechte Heizung und die Ausnutzung der Beamten über ihre Dienstzeit hinaus. Auch die Bezah­lung der Beamten spotte jeder Beschreibung und sei unter der Kanone. Er frage die Regierung, ob ein Mann mit einem Monatsgehalt von 4050 Mk. in der Lage sei, eine Frau und Kinder ernähren zu können. In den oberen Stellen werde nicht gespart, insbesondere der Special-Director habe eine jährliche Einnahme, die fabelhaft sei. Er verliest einen Brief eines Stationsbeamten, der ein grasses Licht auf die bet dieser Klasse von Beamten herrschenden Verhältnisse wirft. Auch bezüglich der Pensionsverhältnisse seien Verbesserungen am Platze. Er stellt am Schluß seiner Rede einen Antrag, worin die Regierung ersucht werden soll, diesen Beschwerden und Mißständen abzuhelfen.

Mintstertalrath Micheli erwidert, die Regierung habe mit der Ludwigsbahn einen guten Vertrag und werde an demselben auch festhalten. Die Regierung könne sich aber auch keine Uebergriffe über diesen Vertrag gestatten, wenn sie den Vertrag aufrecht erhalten wolle. Er gibt noch Aus­kunft über die Pensionsverhältnisse und Nebengebühren der Stattonsbeamten u. s. w.

Abg. Schmidt bringt ebenfalls eine Anzahl von Desi- derien bei der Ludwigsbahn zur Sprache. Er fragt die Regierung, ob sie es für Recht halte, daß der Special- Director der Hess. Ludwigsbahn einen Gehalt beziehe, der größer sei, wie derjenige des Reichskanzlers. Wenn man in den oberen Stellen der Bahn solche ins Ungeheuere gehende Gehalte bezahle, so sei es nicht mehr als recht und billig, daß man auch den armen Arbeitern mehr Lohn gebe. Ihm, seien eine Reihe von Beschwerden mitgetheilt worden, die geradezu haarsträubend seien. Er habe die Ansicht, daß man mit einem Gehalt von 640 Mk. jährlich kein Leben führen könne, das menschenwürdig sei. Insbesondere fordere er die Regierung auf, dahin zu wirken, daß den Leuten ihr Lohn nicht monatlich, sondern wöchentlich ausgezahlt werde.

Der Regierungsvertrcter und Commisiär bei der Hess. Ludwigsbahn, Oberbaurath Wetz, sucht die erhobenen Be­schwerden zu widerlegen, insbesondere bezüglich des Fahr­materials und der Heizung der Wagen- auch sei es, soweit er wisse, nicht vorgekommen, daß die 14 stündige Dienstzeit der Bahnhofsvorsteher und Bahnwärter überschritten worden sei. Er erkennt an, daß die Dienstzeit der Stationsbeamten der Hess. Ludwigsbahn länger bemessen sei, als bei anderen Bahnen, dafür hätten sie aber auch Sessel zum Ausruhen. Unter dem Beifall des Hauses erklärt derselbe noch, daß die Wagen der Hess. Ludwigsbahn genau in dem Zustande sich befänden, der ihrem Alter ent­spreche. Die Regierung habe aber keine Mittel, die Hess. Ludwigsbahn zu zwingen, die Dienstzeit ihrer Beamten herab­zusetzen und auch bezüglich der Gehalte könne sie nicht ein­greifen. Die Verwendung von Stationsdienern als Stations­vorsteher halte die Regierung ebenfalls für verwerflich. Diese Diener seien aber für den Stationsdienst geprüft und auch hiergegen könne die Regierung nichts machen, so lange der äußere Verkehr nicht gefährdet werde. Auch bezüglich der Bezahlung der Arbeiter könne die Regierung der Hess. Ludwigsbahn keinen Minimal-Lohn vorschreiben. Ueberhaupt wundere er sich, daß der Zudrang der Arbeiter trotz des niedrigen Lohnes ein so großer sei.

Abg. Wasserburg bringt ebenfalls die Klagen der Schaffner wegen übermäßig langer Dienstzeit zur Sprache - für ihn habe es den Eindruck, daß die Hess. Ludwigsbahn als Großindustrieller in einer Weise verfahre, die vom sitt­lichen Standpunkt aus durchaus verwerflich sei. Durch den Tanz um das goldene Kalb vergesse man die Menschenpflicht.

Abg. Haas citirt das bekannte SprüchwortWer Vater und Mutter nicht hört, kommt auf die Hess. Ludwigsbahn". Er wundert sich ebenfalls, daß, trotzdem die Löhne so niedrig seien, doch immer Zuzug von Arbeitern stattfinde. Er glaubt, daß in § 5 und 6 der ersten Conventionsurkunden Bestim­mungen enthalten seien, welche die Regierung in den Stand fetzen, den soeben gehörten Klagen entgegen zu treten. Er hofft ebenfalls eine recht baldige Verstaatlichung der Bahn.

Finanzminister Weber erklärt, daß die Regierung laut Vertrag bedauerlicher Weise keinen weiteren Einfluß habe, wie bei allen anderen industriellen Unternehmungen. Die Aufsicht des Staates beziehe sich nur auf gewisse Dinge. Trotzdem habe die Regierung keine an sie gelangte Beschwerde ungeprüft gelassen und gethan, was zu rhun war. Bezüglich der Verstaatlichung halte die Regierung an ihrem früheren Standpunkt fest, und nachdem die Verhandlungen mit Preußen zu einem befriedigenden Resultat gekommen seien, werde die Kammer dieselbe in kurzer Zeit zur Vorlage erhalten.

Abg. Lautz hält das Gebühren der Hess. Ludwigsbahn-Direction für staatsgefährlich und bittet aus diesem Grund um das Einschreiten der Regierung.

Abg. Hechler wünscht eine Ausstellung des Werthes der Hess. Ludwigsbahn, und dies um so mehr, als er auf die traurigen Erfahrungen hinweist, die Hessen mit dem Verkauf der Weserbahn gemacht habe.

Abg. Jöst geht ebenfalls mit der Ludwigsbahn noch­mals scharf ins Gericht, insbesondere über die schlechte Be­zahlung der Arbeiter, die Ausbeutung der Dienstzeit-der Be­amten und die Verwendung von Frauen und Mädchen zum Schließen der Barrieren.

Hiermit ist die Debatte beendigt. Morgen früh 9 Uhr Sitzung.

Neueste Nuchvichteir.

Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau.

Berlin, 18. April. DerReichsanzeiger" meldet: Der Kaiser richtete an den bisherigen Botschafter in Wien, Prinzen Reuß, anläßlich dessen Scheidens aus dem Reichs­dienst ein Schreiben, das unter gleichzeitiger Uebergabe der Brillanten zum Schwarzen Adlerorden behändigt wurde. In dem Schreiben dankt der Kaiser für die ausgezeichneten, nahezu 45jährigen Dienste des Botschafters und hebt unter dessen hervorragendsten Verdiensten außer seiner Haltung als Gesandter am russischen Hofe während des deutsch-französischen Krieges den erfolgreichen Antheil an der Aufrichtung des Bündnisses zwischen dem Reich und Oesterreich Ungarn, sowie die Verdienste um Festigung und Stärkung des Bündnisses seit den verflossenen fünfzehn Jahren hervor. Schließlich erneuert der Kaiser mit den aufrichtigsten Wünschen für das fernere Wohlergehen des Prinzen die Versicherung fortdauernder freundschaftlicher Gesinnungen.

Berlin, 18. April. Unter zahlreicher Betheiligung medi- cinischer Capacitäten aus allen Theilen des Reiches und aus dem Auslande trat heute der deutsche Chirurgen-Con- greß zusammen. Etwa 50Vorträge sind angemeldet. Pro­fessor Esmarch eröffnete die Verhandlungen- er widmete dem kürzlich verstorbenen Professor Billroth einen warm em­pfundenen Nachruf und feierte ihn als besten und berühmtesten Mann und größten Chirurgen. Esmarch beantragte ferner, den verstorbenen (?) Vicepräsidenten der Pariser Akademie, Leson, zum Ehrenmitglied der deutschen Gesellschaft für Chirurgie zu ernennen. Hierauf folgten mehrere Vorträge.

Coburg, 18. April. Abends 8 Uhr fand im Schlosse ein Familiendiner statt. Um 91/* Uhr zog der von Krieger-, Turn-, Bürger- und Gewerkvereinen gebildete Fackelzug auf, welchem eine Serenade im Schloßhofe sich anschloß. Später folgte im Riesensaale des Schlosses die Soiree.

Wilhelmshaven, 18. April. Der DampferAdmiral" ist mit dem Kamerun-Detachement heute Vormittag 10 Uhr hier eingelaufen. Der Bataillons - Commandeur v. Bötticher begrüßte die Heimgekehrten mit herzlichen Worten und brachte ein Hoch auf den Kaiser aus.

Budapest, 18. April. Nach anhaltender Trockenheit wird heute von überallher ausgiebiger Regen gemeldet.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 18. April. Wie dieNationalzeitung" hört, wird der Director im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Geheimerath Brefeld, demnächst aus seiner Stellung aus- schetden und wahrscheinlich zum Präsidenten der Eisenbahn direction in Hannover ernannt werden, was mit der Reor­ganisation dcr Eisenbahnverwaltung in Zusammenhang ge­bracht wird.

Karlsruhe, 18. April. Um 11 Uhr Vormittags erfolgte die Abfahrt des Kaisers nach Coburg. Der Kaiser verabschiedete sich auf das Herzlichste vom Großherzogltchen Hause.

Coburg. 18. April. Die Ankunft des Kais ers erfolgte um 5 Uhr 55 Min. Am Bahnhofe fand großer Empfang statt- es waren anwesend: Herzog Alfred von Coburg, der Prinz von Wales, der Großfürst-Thronfolger, der Großherzog von Hessen und andere Fürstlichkeiten, ferner eine große An­zahl Würdenträger und die Stadtbehörden. Im Innern des Bahnhofs war eine Ehrencompagnie aufgestellt. Auf der Fahrt zum Schloßhofe bildeten die Kriegervereine Spalier. Im Schloßhof war eine zweite Ehrencompagnie aufgestellt. Der Hofmarschall Prinz Ratibor geleitete den Kaiser nach seinen Gemächern, wo die Begrüßung der Herzogin und der anderen fürstlichen Damen stattfand. Während der Ankunft deS Kaisers läuteten sämmtliche Glocken und von der Festung wurden Kanonenschüsse abgegeben. Eine zahllose Menschen­menge durchzieht die prächtig geschmückten Straßen bei pracht­vollem Wetter.

Kiel, 18. April. Zum 30jährigen Gedenktage der Er­stürmung der Düppeler Schanzen wurden heute von den Kriegerveretnen des Kreises Sonderburg sämmtliche 250 Kriegergräber bekränzt. Eine Deputation ist aus Breslau eingetroffen.

Wie«, 18. April. Eine Anzahl Tischlermeister hat bereits die Forderungen der strikenden Gehilfen acceptirt, worauf dieselben die Arbeit wieder aufnahmen.

Lemberg, 18. April. Die hiesigen Bäcker- und Fleischergehilfen haben einen Strike angekündigt. Die Gemeindebehörde ließ, um eine Verproviantirung der Stadt auf alle Fälle zu sichern, militärische Arbeitskräfte requiriren.

Odeffa, 18. April. Das Finanzministerium ist mit einem Kostenanschläge für die zu errichtende medici nische Facultät an der neurussischen Universiiät in Odessa be­schäftigt. Die Kosten der Gebäude sind auf 600,000 Rubel veranschlagt, wovon die Stadt Odessa 250,000 tragen will. Die Jahreskosten betragen 127,000 Rubel.

Die Vermählungsfeier des Grotzherzogs.

(Ortginalbericht für denGießener Anzeiger".)

A Coburg. 18. April.

Das sonst so stille Coburg ist anläßlich der Vermählung des Großherzogs von Hessen mit der Prinzessin Melita von Coburg in eine Art Fürstenlager umgewandelt. Nach der amtlichen Mittheilung werden bei der Trauung von fürstlichen Personen anwesend sein: Die Königin von England, der deutsche Kaiser, die Kaiserin Friedrich, Prinz von Wales,

der Großfürst Thronfolger von Rußland, der Prinz und die Prinzessin Heinrich von Preußen, der Herzog und die Herzogin von Connaught, der Großfürst Wladimir von Rußland, der Großfürst Serge von Rußland, Großfürst Paul von Ruß­land , Prinz und Prinzessin Ferdinand von Rumänien, Prinzessin Alix von Hessen, Prinz Wilhelm von Hessen, der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen, Prinz und Prinzessin Philipp von Coburg, Prinz und Prinzessin Aribert von Anhalt, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, Prinz und Prinzessin Heinrich von Battenberg und Graf Arthur. Mit Ausnahme des deutschen Kaisers, der Kaiserin Friedrich und des Prinzen von Wales, die erst heute im Laufe des Tages hier eintreffen, sind diese fürstlichen Gäste, die sämmtlich großes Gefolge bei sich haben, bereits hier anwesend. Als Vertreter fremder Höfe sind eingetroffen: Vicomte de Pindella, Portug. Gesandter, v. Helldorf, Kammer­herr aus Weimar, Herr v. Ziegesar aus Altenburg. Unter den geladenen Gästen ist auch Staatsminister Finger auf­geführt. Da weder das Residenzschloß noch das Palais Edinburg hinlänglich Räume hat, mußte ein Theil der fürst­lichen Gäste in Hotels und Privatwohnungen untergebracht werden. Der deutsche Kaiser, die Königin von England, die Kaiserin Friedrich wohnen im Residenzschloß, während der Großherzog einen Seitenflügel im Palais Edinburg bewohnt. Obwohl die eigentlichen Festlichkeiten erst morgen stattfinden, herrscht seit Sonntag schon hier ein sehr bewegtes Treiben, indem das Ankommen und Abholen der zahlreichen fürstlichen Persönlichkeiten und deren Gefolge ein ständiges Wagenfähren zur Folge hat, die dem ruhigen Coburg ein sehr geräusch­volles Gepräge verleihen. Besonders festlich war der Em­pfang des Großherzogs von Hessen und der Königin von England hier. Letztere kam gestern Nachmittag direct von Venedig hier an und fuhr unter lebhaften Zurufen im offenen Wagen nach dem Residenzschloß. Der Dame sieht man ihre Jahre nicht an. Gestern fand Festvorstellung im Hoftheater statt, der der größte Theil der fürstlichen Persönlichkeiten beiwohnte. Der Besuch von auswärts ist im Allgemeinen noch nicht sehr stark, doch nimmt die hiesige Bevölkerung sehr lebhaft Antheil an den Hoffestlichkeiten, was sie besonders durch einen überaus reichen und geschmackvollen Schmuck der Häuser und Straßen bethätigt. Sehr zahlreich sind hier bereits Zeichner und Vertreter der Presse vertreten, welche sich der ungeteilten Aufmerksamkeit des Oberhosmarschalls Herzog von Ratibor zu erfreuen haben.

"A Coburg. 18. April.

Kaiser Wilhelm ist soeben, 6 Uhr, hier eingetroffen. Am Bahnhof fand feierlicher Empfang durch den Herzog von Coburg, Prinz von Wales und den Großherzog statt. Außerdemwaren auf dem Bahnhofe der^preußtsche Gesandte, Herr v. Derenthall, der englische Geschäftsträger Mr. Stephen, Staatsminister v. Streng, Sraatsrath v. Kettelhardt und Staatsrath v. Wittken nebst Gefolge anwesend. Mit brausendem Jubel, von einer unabsehbaren Menschenmenge empfangen, schritt der Kaiser die Ehrencompagnie ab, während die Musikcaptlle die Nationalhymne intonirte. Der Kaiser nahm den Weg nach dem Schloß durch die festlich geschmückte Eisenbahnstraße, in deren Mitte eine künstlerisch ausgeführte Ehrenpforte aufgerichtet ist, an der der Magistrat und die Stadtverordneten von Coburg Aufstellung genommen hatten. Im Schloßhof schritt der Kaiser die aufgestellte Ehrencompagnie entlang und nahm dann den Parademarsch ab. An dem Portale des Schlosses wurde der Kaiser von dem Prinzen von Ratibor und Schloßhauptmann Rothbarth em­pfangen, worauf großer Empfang stattfand. Die Kaiserin Friedrich kam um 3/46 Uhr an, es fand kein officieller Empfang statt, doch war die Königin von England auf dem Bahnhof anwesend, die die Kaiserin Friedrich in familiärer Weise begrüßte. Der Großherzog fährt mit seiner Gemahlin morgen nach der Trauung um 3,28 Uhr mittelst Extrazug nach Kranichstein. Seit heute Morgen ist das Menschenzuströmen aus der Umgegend ein sehr bedeutendes.

A Coburg. 19. April, 9,45 Uhr Dorm.

Für die Auffahrt zu der um 12 Uhr stattfindenden Trauung zeigt sich bereits ein farbenprächtiges Bild an Toiletten und Uniformen. Der Menschenandrang aus der Umgegend ist großartig. Der Herzog von Coburg hat eine Amnestie für Majestätsbeleidigungen und Forst- und Preß­vergehen erlassen.

Sitzung -er Stadtverordireteir

am 18. April 1894.

Anwesend: Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi und Grüneberg, von Seiten der Stadt­verordneten die Herren Brück, Faber, Dr. Gutfleisch, Jughardt, Habenicht, Helfrich, Heß, Hehligenstaedt, Hornberger, Keller, Löber, Orbtg.vr.Ploch, Schiele, Schmall, Simon, Dr. Schäfer, Vogt und Wallenfels.

Die vier ersten Gegenstände der Tagesordnung werden vereint zur Berathung gestellt, weil es sich um Aufführung kleinerer Baulichkeiten zur vorübergehenden Benutzung handelt, und die, weil außerhalb des Bebauungsplans liegend, der besonderen Genehmigung der Stadtverordneten-Versammlung bedürfen. Die Baudeputation hat danach wiederrufltche Ge­nehmigung beantragt bezüglich der Gesuche von H. H o f um Ausstellung einer Bretterhütte zur Aufbewahrung von Gartengeräthen am Launsbacher Weg, von W. Lange für eine Bretterhütte zu gleichem Zweck am Wismarer Weg, von Hch. Sch om der für ein Arbeiterhäuschen und von Hch. Winn für eine Backsteinbaracke am Wismarer Weg- bei letzterem Bauwesen wurde der Widerruf auf 2 Jahre beschränkt, bezüglich der übrigen Gesuche nach dem Anträge der Bau­deputation beschlossen.

Wegen Anbringung eines Briefkastens in der Garten st raße war vor einiger Zeit beschlossen worden, der Postbehörde die Genehmigung zu ertheilen, zu diesem