Verrnischtes
Geiß-Nidda, 16. November. Bei dem kürzlich in unserer Gegend stattgehabten großen Treibjagen passirte das Mißgeschick, daß einem der Jäger zwei Schrote in den Oberschenkel fuhren und in dem dicken Specke sitzen blieben, ohne daß der Angeplätzte besonderen Schmerz fühlte. Die Sache ist darum von der gemüthlichen Seite aufgefaßt worden, hat Heiterkeit verursacht und hat das Jagdvergnügen nicht im Mindesten gestört.
A. Daueruheim, 15. November. Die 17jährige Tochter des Straßenwärters Michel von hier stürzte heute beim Wafferholen in die ziemlich angeschwollene Nidda und ertrank:
Sch (Scheld) liegt zur Einsichtnahme bis zum Montag den 19. d. Mts. Abends 6 Uhr, auf dem Bureau Gr. Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15, dem Meldebüreau Gr. Polizeiamts und der Verlagsbuchhandlung C. v. Münchow auf.
** Ein Zusammenstoß. Gestern Vormittag rannte der Hausbursche eines hiesigen Hotels in blindem Eifer ein mit einem Korbe aus einem Hause der Sonnenstraße heraus- tretendes Landmädchen über den Hausen, so daß der Inhalt des Korbes, Eier und Honig, in den Hausflur fiel. Der Hausbursche weigerte sich, den angerichteten Schaden zu ersetzen und wird nun eine Privatklage zu erwarten haben.
** Ueberfahreu. Gestern Nachmittag wurde ein Dragoner aus Butzbach ins hiesige Militärlazareth gebracht, welcher von einem Wagen gefallen, überfahren und ziemlich schwer verletzt worden ist.
** Zu Amerika verstorbene Hesteu. New-Aork City: David Kronberg, 54 Jahre alt, aus Darmstadt. Monroe, Oregon: Agnes Wilhelm, 72 Jahre alt, aus Gernsheim. St. Louis, Mo.: Wm. Stumpf, 79 Jahre alt, aus Darm- stadr. Woodside, L. I.: Elisabetha Heiser, geb. Baetger, 49 Jahre alt, aus Lindheim. Woolwich, Ont.: Johann Oppertshäuser, 80 Jahre alt, aus Ober-Gleen.
** Der Getreidemarkt. Berichtswoche 9. bis 15.Novbr Die Aufwärtsbewegung der Weizen- und Roggenpretse ist in Folge des stärkeren Angebotes auf den russischen und amerikanischen Märkten ziemlich wieder zum Stillstand gekommen, indefien hat auf allen Märkten in der Hauptsache sich die Preiserhöhung doch erhalten, zumal zeigt England eine große Kauflust. Weizen kostet in Berlin und Leipzig 120 bis 138 Mk. pro 20 Gentner, Roggen 110 bis 116 Mk., Gerste 92 bis 180 Mk., Hafer 108 bis 143 Mk. nach Qualiiät.
* Frankfurt a. M., 11. November. Ein diebischer Bruder hatte seiner Schwester kurz vor deren Hochzeit das Brautkleid entwendet, dasselbe im Pfandhaus gegen 6 Mark versetzt und den Pfandschein um 2 Mark an einen Trödler verkauft. In Folge dessen mußte der Termin für die Eheschließung verschoben werden. Nach einiger Zeit erfuhr der Bräutigam das unreelle Gebühren seines zukünftigen Schwagers, er ermittelte den Trödler, löste dort den Schein und mit Hilfe des letzteren das Brautkleid aus. Der Hochzeitsfeier stand nun kein Hinderniß mehr im Wege,- sie erfolgte am vergangenen Freitag. Von dem Dieb, der s. Z. plötzlich verschwunden war, kam dieser Tage die Mittheilung hier an, daß er in Holland als Schlosser Beschäftigung gefunden habe.
* Frankfurt a. M, 13. November. Ins städtische Krankenhaus wurde der 20jährige Schiffer Herbert ausgenommen, dem, als er auf einem Rheinschiff, „Anna Maria" die Kelsterbacher Schleusen passirte, von einem Drahtseil ein Fuß abgeschnitten wurde.
* Wiesbaden, 13. November. Wie der „Gen.-Anz." erfährt, ist man den Urhebern des jüngsten großen Uhrendiebstahls im Geschäfte von Kemmer auf der Spur. Die Polizei verhaftete einen verdächtigen Tagelöhner, in dessen Besitz sich mehrere auf Uhren lautende Pfandscheine befanden; außerdem fand man bei ihm den Aufgabeschein einer Kiste nach Köln, in der vermuthlich die Maaren versandt wurden. Der Werth der gestohlenen Gegenstände betrug gegen 5000 Mk.
* Fulda, 15. November. Im Dorfe Wickers ist die neugebaute Kirche eingestürzt. Drei Maurer wurden verschüttet.
* Witte«, 15. November. Der Bote Bindewald von der Eisenhütte „Phönix" ist mit 17,000 Mk. flüchtig geworden.
* ZuuSbruck, 16. November. Der seit zwei Monaten in Untersuchungshaft befindliche Josef Mair aus Ambras, Taglöhner im Schloß Ambras, Vater von sieben Kindern, gestand, den seinerzeit vielbesprochenen Mord zweier Frauen bei Ambras im September verübt zu haben. Die Commission fand an der von ihm bezeichneten Stelle die Effecten der Ermordeten vergraben.
* DaS Ende. In die Berliner Charitee eingeliefert wurde kürzlich ein in den siebziger Jahren stehender Mann, den Kutscher in der Wuhlhaide hilflos aufgefunden hatten und der sich nach angesteüten Ermittelungen als ein Arbeits- Häusler entpuppte, welcher eben erst aus dem Arbeitshause zu Rummelsburg nach Verbüßung einer zweijährigen Correc- tionssirase entlaffen worden war. Der alte Mann, der inzwischen verstorben ist, hatte ein bewegtes Leben hinter sich. Ec gehörte einer alten adeligen Familie an, deren Namen aus Rücksicht auf andere sich in hohen Stellungen befindlichen Mitglieder derselben verschwiegen wird. Er war in seiner Jugend ein Lebemann, der auf Rennplätzen und in ben Spielsälen in einem Zeitraum von einem Jahre sein ganzes Vermögen im Betrage von 200 000 Mark durchgebracht hatte. Nachdem er von seiner Familie verstoßen war, brachte et nicht weniger als — vierzig Jahre seines Lebens wegen Bettelns und Vagabondirens hinter Schloß und Riegel zu.
* Seine „Ordnung". Der bereits mehrfach mit Gesängniß und Zuchthaus vorbestrafte Taglöhner Johann Köppel machte am 28. Januar d. I. beim Schulzenamt zu Eischleben in Thüringen die Anzeige, daß er Nachmittags auf der nach
Ichtershausen führenden Chauffee gesehen habe, wie ein Rad- j fahret einen Chausseewärter erschoß. Köppel wiederholte ! Tags darauf dieselbe Aussage vor dem Amtsrichter Dr. Langbein in Arnstadt und beschwor sie sogar. Es stellte sich aber bald der ganze Vorfall als erdichtet heraus und zwar lediglich aus dem Grunde, weil Köppel mit dem ihm nur selten zu Theil gewordenen Gute der Freiheit nichts anzufangen wußte! Wegen wissentlich falschen Zeugeneides verurtheilte ihn nun am 9. November das Erfurter Schwurgericht zu sechs Jahren Zuchthaus und elf Iahten Ehrverlust. Als der Verurtheilte nach der Verhandlung abgeführt wurde, rief er aus: „So, nun habe ich doch wieder meine Ordnung!"
* Anarchistenfurcht in Monte Carlo. Unter der Ungunst der Zeiten hatte im vorigen Jahre auch — die Spielbank zu Monte Carlo zu leiden. Nach dem Jahresbericht mußte das Casino mit einem lumpigen Spielgewinn von 23 Millionen Francs fürlieb nehmen, während es in früheren Jahren immer 28 bis 30 Millionen gewesen waren. An dieser Mindereinnahme soll Niemand anders die Schuld tragen, als die — Anarchisten- die ewigen Bombenexplosionen in Frankreich und Italien haben angeblich den reichen Nichts- thuern Angst eingejagt, die Spielsäle könnten in die Luft gesprengt werden. Darum hat das Casino einige Dutzend neuer Polizisten angeworben und läßt von ihnen die Grenze des Fürstenthums Schritt für Schritt bewachen. Das Casino ist an allen Orten und Ecken, welche den Anarchisten event. zur Niederlegung einer Bombe passend erscheinen könnten, mit einem hohen Drahtgitter umgeben worden. Eine besondere Angst hat man im Casino vor allen Leuten im Cylinder. Wer einen Cylinder trägt, ist verdächtig, denn nichts eignet sich besser zum Versteck einer kleinen Handbombe, als diese verruchte Kopfbedeckung, die nach Ansicht der Casinopolizei sicherlich eigens zum Gebrauche der Anarchisten erfunden worden ist. Naht sich ein Mann im Cylinder dem Casino, so ist er stets von einer kleinen Corona Geheimpolizisten umgeben. An der Pforte des Palastes bittet ihn einer der majestätischen Portiers mit ausgesuchter Höflichkeit, den Hut abzunehmen, und erst nachdem sich bte Cerberusse der Spielhölle überzeugt haben, daß der Cylinder leer ist, darf der erstaunte Besitzer der verdächtigen Kopfbedeckung die Schwelle des Casinos überschreiten. Manche Spieler sind boshaft genug, die Anarchistenfurcht der Spielpächter auch noch künstlich zu nähren. Kommt da jüngsthin ein österreichischer Baron, den man als häufigen Besuchet des Casinos ohne Arg passiren läßt, mit feinem Uebetziehet auf dem Arme in die Garderobe. Und was hat er unter dem Uebetziehet verborgen? Ein Pulverhorn! Man stelle sich das Entsetzen vor. Das ganze Casino geräth in Aufruhr. Die electrischen Glocken läuten wie wahnsinnig. Zwei . . . sechs . . . vierundzwanzig Feuerwehrleute stürzen in die Garderobe, ergreifen das fürchterliche Horn und tragen es ins Freie. Zum Glück war das Horn leer. Welch ein Unglück hätte sonst entstehen können. Womöglich noch ärger trieb es ein französischer Herr, der, als er eben ein paar Züge an der Roulette verloren hatte, einen leibhaftigen Revolver aus der Tasche zog. Vor Schrecken wären die Jnspectoren und Croupiers bei einem Haar von den Stühlen gefallen. Man konnte ja nicht wissen . . . Wollte der fürchterliche Mensch sich selber erschießen oder ein paar Croupiers? Ein ruinirter Spieler ist zu Allem fähig. Aber der Revolverheld hatte kaum seine Waffe gezogen, so waren ihm auch schon ein paar Geheimpolizisten in den Arm gefallen. „Was wolltest Du mit dem Revolver? Sprich!" entgegnete finster der Wütherich: „Ein Stück abbeißen. Er ist ja aus Chocolade."
* Der Waldbestayd und die Holzarten in Deutschland. Ganz genau läßt sich der jetzige Waldbestand in Deutschland nicht feststcllcn, da in einigen Staaten in letzter Zeit keine statistischen Ausnahmen darüber stattgesunden haben. Die gesammte Waldfläche beträgt in Deutschland aber jetzt ungefähr 13 956 827 Hectar gegen 13 900 612 Hectar im Jahre 1893. ES sind von der Waldfläche ungefähr besetzt mit Laubholz 4 667 210 Hectar und mit Nadelholz 9 283 120 Hectar. Das Laubholz ist also um 132 845 Hectar oder 2,82 pCt. geringer, das Nadelholz um 182 563 Hectar ober 2,03 pCt. größer geworden. An der Verringerung des Laubholzes ist allein Preußen mit 100000 Hectaren bethei- ligt; die Abnahme erstreckt sich auf alle Provinzen, außer Brandenburg, wo die Fläche von 96 866 auf 103 123 Hectar gestiegen ist. Von den übrigen deutschen Staaten hatten nur Oldenburg, Lübeck und Reuß ä. L. eine Zunahme des Laubholzwaldes. Von dem Laubholzwalde werden bestockt 445 156 Hectar mit Eichenschälwald, 42 444 Hectar mit Weidenhegen, 357 045 Hectar mit sonstigem Stockausschlag ohne Oberbäume, 762 293 Hectar mit Stockausschlag mit Oberbäumen, 501415 Hectar mit Eichen, 413 333 Hectar mit Birken, Erlen und Espen, 2 032 620 (1883 2 043 132) Hectar mit Buchen und sonstigem Laubholz und 112 904 Hectar mit gemischtem Gehölz. Das Nadelholz hat überall zugenommen, außer in den Provinzen Ostpreußen und Posen, im Königreich Sachsen und in Sachsen-Altenburg und Lippe. Das Nadelholz bestand auf 5 841 494 Hect r aus Kiefern, auf 42 726 Hectar aus Lärchen und auf 3 135 622 Hectar aus Fichten und Tannen- 263 278 Hectar hatten gemischten Bestand.
* Anläßlich der Haus Sachs-Feier brachte der Figaro einen längeren sympathischen Artikel Über den Nürnberger Poeten und übersetzte das bekannte
Hans Sachs war Schuhmacher und Poet dazu fast wörtlich und in gelungener Weise wie folgt:
Hans Sachs etait cor- donnier et poete encor.
* Kindliche Frage. Lehrerin (in der Naturgeschichtsstunde): „. . . Der Maulwurf frißt täglich so viel, als er wiegt . . ." — Dorchen: „Fräulein, woher weiß denn aber der Maulwurf, wie viel er wiegt?"
Literatur unb Arrrrst.
3 — In einem neuen farbigen Gewände prafentirt sich bs§ unL
' soeben ^gegangene erste Heft der Großsolto-Ausgabe des Jahrgangs < 1895 von »lieber Land «nd Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags- Anstalt). An Ruchdaltigkeii und Mannigfaltigkeit des Inhalts dürfte zur Zeit diese allbeliebte illuftrtrte Familienzeitschrift von keinem der befteoenben ähnlichen Unternehmen übertroffen werden. Neben der Novelle „Adeliger Tod" von Prinz Emil von Schönaich-Carolath und dem Roman „Geschieden" von Sophie Junghans finden wir die allerliebste Humoreske „Liebes-Intriganten" von Alb. Roderich, ferner die Artikel „Der Fätschdach im Canton Glarus" von Adolf Keßler, die Reiseskizzen „Aus Bosnien und der Herzegowina" von A. O. Klaußmann, „Johann Strauß, zu seinem 50jährigen Künstler- jubiläum" von V. Ehiavacci, „Die drei Zinnen" von Emil Terschak^ „Sonnige Tage in Tirol" von Emil Domsch, „Kriegserinnerungen"' von A. von Engelnstedt u. A. Ganz besonders aber möchten wir die originellen, zum Fortlaufen durch den ganzen Jahrgang bestimmten „Geschichten aus dem Alltagsleben" hervorheben, deren bildlicher Schmuck von dem beliebten Münchener Maler Emanuel Spitzer und deren Text von B. Rauchenegger herrührt. Das erste Bild in mehrfarbigem Druck „Stadter auf dem Lande" aus diesem Eyklus, nebst Begieittext, läßt uns das Beste hoffen. Wir fügen noch hinzu, daß die dem Hefte beigegebene farbige Kunstbeilage „Der Abschied" nach Prof. Haugs Gemälde ein Kunstblatt darstellt und die sonstigen zahlreichen Illustrationen in jeder Beziehung auf der Höhe der Zeit stehen und empfehlen allen unseren verehrlichen Lesern, sich dieses . erste Heft von der nächsten Sortiments- ober Colportage-Buchhand- lung kommen zu lassen, um sich durch Einsichtnahme von dem, was „Ueber Land und Meer" für den billigen Abonnementspreis von 50 Pfg in einem 14lägtgen Heft bietet, selbst zu überzeugen.
— Planetographie» Beschreibung der im Bereiche der Sonne zu beobachtenden Körper, von O. Lohse. Mit 16 in den Text gedruckten Abbildungen. In Original-Leinenband 3.50 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. DaS soeben erschienene Buch schildert die physikalischen Zustände der planetarischen Körper, soweit deren Kenntniß durch die astronomische Forschung bislang gefördert worden ist. Der Verfasser, ein in Fachkreisen bekannter Astronom, hat dem interessanten Stoffe eine Form gegeben, welche das Buch für einen größeren Leserkreis geeignet macht.
— O. Hübners geographisch statistische Tabelle« aller Länder der Erde. 43. Ausgabe für das Jahr 1894. Herausgegeben von Universitäts-Professor Dr. v. Juraschek, k. k. Regier.- Rath in der statlst. Central-Commission in Wien. Das feit langen Jahren mit Recht beliebte Werk bringt auch diesen neuen Jahrgang eine Fülle neuen Stoffs, dessen Kenntniß jedem Zeitungsleser für eine augenblickliche Information unentbehrlich ist. Das Wetkchen erscheint in zwei Ausgaben: Buch-Ausgabe, cartonnirt, Preis 1.20 Mk., Wandtafel-Ausgabe 60 Pfg. Verlag von Heinrich Keller, Buchhandlung, Frankfurt a. M.
— Die bekannte Verlagsbuchsbandlung von Trowitzfch & Sohn in Berlin bat zur Feier der 25. Wiederkehr des Jahres der Wiederaufrichiung des Reichs einen Kalender herausgegeben, der sich unter dem Titel .Trowitzschs Reich«,Kalender 1895* in sehr eleganter Ausstattung, in geschmackvollem und vornehm wirkenden rothen Leineneinbanb einführt. Ein Blick in das Innere des Kalanders, das ein künstlerisches Gepräge hat, zeigt uns, daß der Reichs-Kalender ein Hausbuch von bisher ungekannter Reichhaltigkeit und Gediegenheit darstillt, besonders das bessere, gebildete Publikum wird in ibm einen seinem feineren Geschmack entsprechenden Kalender finden. Der Text enthält neben den bekannten Kalenderangaben, die in diesem Kalender allerdings den weitgehendsten Ansprüchen genügen, eine Reihe intereffanter Beiträge gutklingender Namen. Der Preis des Kalenders beträgt trotz dieser reichen Ausstattung nur 1 Mk.; wir wünschen ihm wegen seiner vielen Vorzüge innerhalb des Reichs und noch weit darüber hinaus zahlreiche Käufer, die unserer Empfehlung dankbar sein werden. Noch sei erwähnt, daß er gleichzeitig die Fortsetzung von Schorers Kalender für die deutsche Familie bildet, dessen Verlagsrecht an die Verlagshandlung Trowitzsch L Sohn in Berlin überging.
Brodpreise vom 18. November bis 2. Dezember 1894. Der hiesigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Tafelbrod bei Carl Wallenfels II
2 Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod bet Carl Wallenfels II
1 Kg. (2 Pfd.) Weißdrod
2 Kg. (4 Vfd.) Weißbrod
1 Kg. (2 Pjd.) Schwarzdrod
2 Kg. (4 Pfd.) „
3 Kg. (6 Pfd.) „
24 Pfg>
25
48
50
22
44
20
40
60 „
Der auswärtigen Bäcker.
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod bei Aug. 2)eibel von Wieseck 22 Pfg». 2 Kg. (4 Pfd ) Weißbrod bei Gg. Ant. Heuser u. Dern und
Schmitt von Gr.-Linden 36 „
Aug. Deibel von Wieseck 44 „
2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzbrot» b. Gg. A. Heuser und Dem u.
Schmitt v. Gr.-Linden 34 „
Joh. Kd. Veite v.Kirch-Göns, 36 „
F. Schön v. Ruttershausen u. W. Weitzel v. Lang-Göns 38 „ Aug. Deibel von Wieseck, G. Jacoby v. Alten-Buseck u.
W. Steinmüller v. L.-Göns, 40 „ 3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzdrod b. Balth. Christ Ww. o. Wieseck 60 „
Der Brodvertäuser.
1 Kg. (2 Pfd.) Weißbrod 22 Pfg 2 Kg. (4 Pfd.) Weißbrod 44 „ 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzdrod 20 „ 2 Kg. (4 Pfd.) Schwarzdrod 40 „
3 Kg. (6 Pfd.) Schwarzdrod 60 „
Gießen, den 17. November 1894.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius.
Verkehr, Land- «nd Volkswirthschaft.
Girfierr, 17. Novdr. Marktbericht. Auf dem heutigen Wtchmmartt kostete: Butter pr. Pfd. X —.95—1,00, Hühnereier pr. Stück 7-8 A, 2 Stück — H,? Käse pr. Et. 4-8 4, Küsematte pr. St- 3 Ai Erbsen vr. Liter 16 H, Linsen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar X 0,70—0,90, Hühner pr. Stück X 1,00—1,20, Hahnen pr. St-0,70—1,30,Enten pr.St. X 1,80—2,(0, Gänsepr-Psd.46—56, Ochsrvfl. pr. Pfd- 76 - 80 H, Kuh- u. Rindfl - pr.Pfd. —70 A. Schweinefleisch pr. Pfd. 66-76 A, Kalbfleisch pr. Pfd. 68-70 A, £>amrod» fleisch pr. Pfd. 60-70 A, Kartoffeln pr. 100 Kilo 3,50-6,00 X, Weißkraut pr. Stück--A, Zwiebeln pr. Lentner 3,00—3,50 X,
Mllch pr. Liter 16-20 A, Enteneier 2 — A, Gänseeier — A-
Der Kartoffel', Kraut« und Obfimarkt befindet stch von, Dienstag den 20. d. MtS. an wieder auf dem Brand.
O Grünberg, 16. November. Ein ganz auffallend mildes und schönes Wetter für diese späte Zeit des Jahres begünstigte den gestrigen „letzten Gallusmarkt." Wirklich sommerlich wehte di« Lust einem entgegen. Der Matkt nahm unter diesem günstigen Umstand einen sehr guten Verlauf. Der Viehmarkt war mit Rindvieh wie Schweinen befonders stark befahren. Der Handel bewegte
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1O0 M ~ ^Älntnc - £i SegrnsMl' bi» Ende i beantragt u im gieren derselben Derfldjerl D 1894 auf 1 fuüime, da! S-'elficheltiN nid Dioidei Tioidendetr Pettheilung fdjaft, die t den DttM länger tlM 42M fiWien 8 piämitn, Wirft hier c D ülbenbe au dendenfah aus 42 pßt. .
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