Ausgabe 
18.1.1894
 
Einzelbild herunterladen

Deutsches Reich.

Darmstadt, 16. Januar. Seine Königliche Hoheit der Großherzog kehrten gestern Nachmittag 4 Uhr 30 Mim, von der Bevölkerung der festlich geschmückten Residenzstadt freudigst begrüßt, von Coburg hierher zurück und besuchten am Abend mit Ihrer Großherzogltchen Hoheit der Prinzessin Alix das von Major v. Hehl in den Räumen der Bereinigten Gesellschaft gegebene Ballfest. Dem Vernehmen nach wird Ihre Königliche Hoheit die Prinzessin-Braut Victoria von Sachsen-Coburg-Gotha mit Ihren Hohen Eltern am Dienstag den 23. Januar hier eintreffen.

Berlin, 16. Januar. Der im vergangenen Herbste neu- gewählte preußische Landtag ist heute zur ersten Session der neuen Legislaturperiode zusammengetreten, mit welchem Vorgänge die diesjährige parlamentarische Winter- rhätigkeit in Deutschland zugleich ihren Höhepunkt erreicht hat. Die Thronrede zur Eröffnung des Landtages weist in ihrem Eingänge auf die wachsenden Fehlbeträge des Etats und auf die hieraus entspringenden Schwierigkeiten hin, welche sich namentlich auch bei den steigenden Anforderungen des Reiches an die Einzelstaaten geltend machten. Dieselben könnten nur durch die Neuordnung des finanziellen Berhält- niffes des Reiches zu den Einzelstaaten und durch eine an- gemeffene Vermehrung der beiderseitigen eigenen Einnahmen beseitigt werden. Wetter bezeichnet es die Thronrede als eine Hauptaufgabe der Regierung, unausgesetzt das Gedeihen der Landwirthschaft zu fördern und behufs Ueberwindung der für sie ungünstigen Zetten eine geeignete Gestaltung der Rechtsverhältnisse des ländlichen Besitzes zu erstreben. Hierzu sei die Mitwirkung der allgemeinen conservativen Vertretung der Landwirthschaft nothwendig, welche der Regierung als Beirath bei der Vorbereitung zur Durchführung von gesetz- geberischen Maßnahmen dienen solle, die auf Verbesserung des Creditwesens und Beseitigung der Uebelstände der übermäßigen Verschuldung des Grundbesitzes und der ungeeigneten Form der letzteren zielten. Die Rede weist dann auf den dem Landtage borgelegten Entwurf über die Errichtung landwirth- schaftlicher Kammern^hin, welcher den gedachten Zwecken dienen solle. Schließlich hebt die Thronrede hervor, bei der zu- j nehmenden Schärfe des Kampfes der Meinungen und Jn- tcreffen gelte es, einen Ausgleich der Gegensätze zu finden, durch das aufrichtige Streben nach dem Wohle des Vater­landes. Das Characteriftische der preußischen Thronrede liegt demnach einerseits in der Betonung der Nothwendigkeit der Reichsfinanzreform, anderseits in den so entgegenkommenden Aeußerungen gegenüber der Landwirthschaft,- welche Aeußer- ungen vielleicht nicht ohne Einfluß auf die Stellung der Con­servativen zur Regierung im Reichstage wie auch in der preußischen Volksvertretung bleiben dürften.

landwirthschaft anerkennt, die Regierung gefragt wird, ob sie außer den angekündigten Maßnahmen noch fernere Schritte zur Beseitigung des stetig wachsenden Nothstandes der Land- wirthschaft zu thun gedenke. Die Interpellation steht bereits auf der Tagesordnung der morgigen Sitzung. Das Präsidium des Herrenhauses bleibt dasselbe.

Posen, 16. Januar. Der Erzbischof v. Stablewski ist heftig an Luftröhrenentzündung erkrankt.

Wien, 16. Januar. Die Einführung eines neuen Bruder­ladenstatuts auf den Schächten der Nordbahn veranlaßt unter den Arbeitern in Ostrau eine große Gähruug, sodaß man eine allgemeine Arbeitseinstellung befürchtet.

Prag, 16. Januar. Omladinistenproceß. Die Verlesung der Anklageschrift dauerte heute von Vormittag 10 Uhr bis Abends 6 Uhr. Morgen beginnt die Vernehmung der Angeklagten.

Prag, 16. Januar. Die anläßlich des Omladintsten- processes getroffenen Vorsichtsmaßregeln erwiesen sich als durchaus erforderlich. Gestern Abend versuchten Pöbelhaufen in den verschiedenen Stadttheilen Tumulte zu insceniren. Polizeipatrouillen, welche die Stadt unausgesetzt durchziehen, zerstreuten wiederholt die scandalmachende Menge.

Prag, 16. Januar. Im Omladtnaproceß erklärte der Präsident, er werde die Zahl der Vertrauensmänner auf 50 erhöhen. Falls den Angeklagten diese Zahl zu klein erscheine, sei er gezwungen, immer nur gegen zehn Angeklagte zu verhandeln, wodurch der Proceß zwei Jahre dauern könnte. Natürlich müßten die Angeklagten so lange in Untersuchungs­haft bleiben.

Livorno, 16. Januar. In der Garibaldistraße kam es zwischen den Tumultuanten und der Polizei zu einem Straßenkampf. Die Kundgeber schossen aus den Fenstern und die Schutzleute erwiderten die Schüsse. Da der Arbeiter­stand auch in Carrara, Pisa und Spezia wohlorganisirt ist, fürchtet man ein Anwachsen der Revolte.

Paris, 16. Januar. Einem Berichterstatter desFigaro" gegenüber äußerte sich Crispi in einem Interview dahin: Die Mißstände auf ©teilten seien übertrieben. Die dortigen Aufstände wären auf soeialistische Umtriebe zurUckzu- führen.

Paris, 16. Januar. Vaillant hat durch feine Ver- theidiger bezüglich der Erziehung seines Kindes mittheilen lassen, daß er dasselbe einem Möbelschreiner überlassen wolle, welcher sein intimer Freund sei und sich erboten habe, die Tochter Vatllants mit seinen eigenen Kindern zu erziehen. Vaillant will jedoch gestatten, daß die Herzogin von Uzes zum Lebensunterhalt seines Kindes Geldmittel beitrage.

totales uns provinzielles.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz- Bureau.

Rom, 16. Januar. Bei Torano in der Nähe von Earrara fand ein Zusammenstoß zwischen Anarchisten und Militär statt, wobei acht Anarchisten getödtet und mehrere verwundet wurden, das Militär erlitt keine Verluste. In Carrara entstand infolge des Kampfes eine Panik und die Truppen sperrten die Straßen ab. Vormittags läutete in Torano ein bewaffneter Haufe Sturm, drang in ein Haus ein und forderte von den Bewohnern Waffen und Munition. Die Ausständigen bedrohten die Arbeiter, welche die Arbeit in den Marmorbrüchen wieder aufnehmen wollen. Militär griff bet Santa Lucia in der Nähe von Massa 200 Anar­chisten an, welche sich zurückzogen.

Rom, 16. Januar. Wie derAgencta Stefani" aus Massa gemeldet wird, strtken daselbst Tausende von Marmorarbeitern. Die Bevölkerung von Carrara wurde tu der vergangenen Nacht durch diesen Strike und durch die Drohungen der Ausständtschen, die, wie es hieß, in die Stadt einbringen wollten, sehr beunruhigt. Durch die Wachsamkeit der Truppen innerhalb der Stadt und auf den Landstraßen wurde Ruhestörungen vorgebeugt,- die bewaffneten Haufen zogen sich in das Gehölz zurück. In der Stadt Carrara ereignete sich ein Zwischenfall ohne Bedeutung: eine Gruppe von Ruhestörern lärmte vor der Kaserne und warf mit Steinen nach berjelben, zerstreute sich jedoch, nachdem die Truppen mehrmals in die Luft geschossen hatten. Die Sol­daten verfolgten die bewaffneten Meuterer, die die Faffola- brücke in die Luft sprengen zu wollen schienen. Die Eisen­bahnstrecke wird sorgfältig überwacht. Heute früh trafen Ver­stärkungen in Massa ein.

Newyork, 16. Januar. Nach einer Meldung desHerald" aus Rio de Janeiro beabsichtigt die brasilianische Regie­rung, eine neue Anleihe zu emittiren. Die Insurgenten gaben die Belagerung von Sage (in Rio Grande do Sul) wegen der Ueberlegenheit der Regierungstruppen auf. Beim Rückzug wurden sie von regierungstreuen Truppen angegriffen unb es kam zu einem lebhaften Kampfe, in welchem bie In­surgenten geschlagen würben. Dieselben verloren 400 Tobte, ic Regierungspartei- einen Verlust von 40 Tobten unb 90 Verwunbeten hatten.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 16. Januar. DerReichsanzeiger" melbet, bie Einnahmen der Wechselstempelsteuern im Deutschen Reiche betrugen im Monat December 1893 638 582 Mark bom 1. April bis 31. December 1893 6104 765 Mar/ gegen bas Vorjahr mehr 187 233 Mark. Der Post" zufolge wird behufs allgemeiner Erleichterung" der Volks schult asten in den Etat des nächsten Jahres ein Mehrbetrag bon 500000 Mark eingestellt werden. Un- mittelbar nach Ostern findet hier ein deutscher Innungs- und Handwerkertag statt.

Berlin, 16. Januar. Im Herrenhause ist eine Interpellation Manteuffels eingegangen, worin anknüpfend an die Thronrede, welche bie schwierige Lage ber

Hießen, ben 17. Januar 1894.

** Die gestern Abenb stattgehabte außerorbentliche Generalversammlung des freifinnigen Vereins war gut besucht. Herr Professor Stengel-Marburg erörterte an der Hand bes bisherigen Programms ber beutsch - freisinnigen Partei bom Jahre 1884 bie Forberungen, welche bei Neuaufstellung eines Programmes für die Freisinnige Volkspartei maßgebend fein müßten. Eine sich anschließende, sehr animirte und leb­hafte Diseussion ließ bet boller Uebereinstimmung der An­sichten, doch so zahlreiche Wünsche zu Tage treten, welche man bet Neugestaltung des Parteiprogramms nicht übergehen durfte, daß ber borgerückten Stunde wegen beschlossen wurde, das Thema in den nächsten Wochensitzungen ausführlich weiter zu behandeln.

** Neues Theater. Zum Benefiz für Frau Louise Wehn geht am nächsten Freitag den 19. Januar Suder­mannsEhre" über die Bühne. Wir sind überzeugt, daß der geschätzten Künstlerin, die unzweifelhaft in der Wahl des Stückes ben Wünschen bieler Theaterfreunde entspricht, durch ein bolles Haus bie Anerkennung zu Theil wirb, bie sie sich währenb ihrer Wirksamkeit am hiesigen Theater erworben hat.

** Kirchliche Dieustnachrichteu. Am 21. December 1893 würbe bem Pfarrverwalter Adam Hofmann zu Ober-Abt- steinach die katholische Pfarrstelle daselbst, mit Wirkung bom 1. Januar 1894 an, am 23. December wurde dem Pfarr­berwalter Franz Peter Leber zu Badenheim die katholische Pfarrstelle daselbst übertragen.

** Schuldienst-Nachrichten. Am 3. Januar wurde die von dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein auf eine Lehrerinnenstelle an der Volksschule zu Offenbach präsentirte Schulamtsaspirantin Luise Jockel aus Hungen für diese Stelle bestätigt- an demselben Tage wurde dem Schulamts- aspiranten Ludwig Runk aus Nidda die Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Maibach, Kr. Friebberg, übertragen.

** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt sind: Die mit einem ebangel. Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Weiten-Gesäß mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem ebang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfirschbach mit einem jährlichen Gehalte bon 900 Mk. Dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg steht das Präsentations­recht zu derselben zu. Die mit einem kathol. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainhausen mit einem jährlichen Gehalte bon 900 Mk. Eine mit einer katholischen Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Klein,Krotzenburg mit einem jährl. Ge­halte bon 1000 Mk. Eine mit einer kathol. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Bürgel mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte bon 10001200 Mk. Die erste Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Seligenstadt mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte bon 1000 bis 1300 Mk. Dem Kreisraih zu Offenbach, sowie dem katho­lischen Pfarrer und bem Ortsborstanb zu Seligenstadt steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem

ebangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gemeinbe- schule zu Allendors a. b. Lda. mit einem jährlichen Gehalte bon 900 Mk. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzenbe Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Londorf mit einem jährl. Gehalte bon 900 Mk. Die Lehrerstelle an der katholischen Schule zu Gundersheim mit einem jährlichen Gehalte bon 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienft berbunden. Eine mit einem ebangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirch-Göns mit einem jährlichen Gehalte bon 900 Mk. Eine mit einem ebangel. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der gemeinsamen Muster­schule zu Friedberg mit einem jährl. Gehalte bon 1100 Mk.

* Bericht über die Obstmarkte und die Ceutralstelle für Obstverwerthung in Frankfurt a. M. pro 1893. Wir entnehmen dem Berichte des Obstmarkt-Comitös in Frankfurt a. M. für das Jahr 1893 die folgenden Mittheilungen: Die Zahl der Anmeldungen auf den beiden im September abgehaltenen Märkten betrug mehr als 1500. Entsprechend der Steigerung der Anmeldungen an sich war natürlich auch die Menge des angebotenen Obstes eine außerordentlich große, sie bezifferte sich auf rund 3 Millionen Kilo, wobon 2,7 Millionen Kilo Aepfel. Von diesem Ouantum wurden durch Schlußscheine des Comittzs 658000 Kilo, also mehr als ber fünfte Theil, verkauft - es würben aber auch, ohne baß bie Ausstellung von Schlußscheinen verlangt wurde, erhebliche Posten abgefetzt. Es ist dies gewiß ein sehr erfreuliches Resultat. Ganz vor­zügliche Resultate hatte auch die im Jahre 1893 errichtete Centralstelle für Obstverwerthung zu verzeichnen. Bis zum 20. October liefen bet ber Centralstelle Angebote von runb 19,6 Millionen Kilo ber verschiebenen Obstsorten ein, benen Nachfragen von 6 Millionen Kilo gegenüberstehen. Der Unterschieb zwischen Angebot unb Nachfrage ist ja ein großer, er erklärt sich aber durch den großen Obstreichthum des Jahres einerseits und die Neuheit der Sache andererseits. Bis jetzt wurden dem Comite Abschlüsse über 3 Millionen SHio angezeigt. Es ist aber mit Sicherheit anzunehmen, daß durch Vermittelung der Centralstelle die ganze Nachfrage gedeckt wurde. Bemerkt sei hier übrigens, daß die Central­stelle ihre Thätigkeit nicht eingestellt hat, sondern weitere An- nnd Verkäufe vermittelt. Dem Comit6 sind von den ver­schiedensten Seiten anerkennende Schreiben zugegangen, staat­liche und städtische Behörden hatten Vertreter zu ben Märkten entfanbt unb in vielen Stäbten beabsichtigt man, gleiche Ein­richtungen ins Leben zu rufen. Das Frankfurter Comite ist zu Auskünften gerne bereit. Im Interesse ber Sache ist aber zu wünschen, baß Comit6s, bie sich etwa in anberen Städten bilden, sich mit der Frankfurter Centralstelle in Ver­bindung setzen, damit nicht etwa durch Concurrenz mehr ge­schadet, als genützt wird. Das Comite hat sich auch in weitgehender Weise der Unterstützung von Seiten des Staates und der Stadt, sowie von Seiten des Landwirthschaftlichen Vereins und des Clubs der Landwirthe in Frankfurt a. M. zu erfreuen. Nach dem vorzüglichen diesjährigen Resultat darf das dauernde Fortbestehen der gemeinnützigen Institutionen als gesichert betrachtet werden.

** Das Osterfest fällt in diesem Jahre bekanntlich auf ben 25. März. Es ist bies in biesem Jahrhundert das letzte Mal, daß man Ostern bereits in den Märztagen feiern kann. Alle kommenden Osterfeste bis zum Jahre 1901 fallen in den April, erst das folgende Jahr darauf ist wieder ein März-Ostern.

Gruuberg, 14. Januar. Einer Einladung des Vor­standes des hiesigen Kriegervereins folgend, hielt Herr Lehrer Dietz aus Lauterbach gestern Abend im Saale des Gasthauses zumRappen" hier in öffentlicher Versammlung einen Vortrag über die Betheiligung der hessischen Truppen an den Napoleon'sch en Kriegen von 1792 bis 1815. Der Genannt? schilderte in sowohl von gründlichem Studium als auch von echt patriotischer Gesinnung zeugender Rede, wie die Hessen nicht nur im Kriege gegen Frankreich mit Ruhm unb Ehre gekämpft, fonbern auch später unter Napoleons Führung bie alte Tapferkeit unb Heffentreue bewiesen hätten. Schon auf bem Zuge nach Spanien, zu welchem Großherzog Lu b wig I. als Mitglieb des Rhein- bunbes 4000 Mann ausrüsten mußte, erregten bie Hessen wegen ihres unerschrockenen Vorgehens und ihrer musterhaften Haltung bie Achtung unb Bewunderung der französischen Offiziere, und der stolze Korse selbst versäumte nicht, ihnen seine Anerkennung zu zollen. Leider sollten nur 168 ber Tapferen ihr Heimathlanb wiebersehen- alle übrigen erlagen ben Entbehrungen unb Strapazen, bie sie auf bem Zuge zu erdulben hatten. Weit furchtbarer noch war baS Geschick ber 5000 Hessen, bie unter bem Oberfehl bes jugenblichen Prinzen Emil auf bem Zuge nach Rußland und in ben blutigen Schlachten mit Kosaken wahre Wunber ber Tapferkeit verrichteten. Wie sehr die Hessen damals in Napoleons Gunst standen, beweist der Umstand, daß sie in die sogen. Kaisergarde eingereiht wurden und daß ihr Führer Prinz Emil ein besonderer Liebling Napoleons war. In besonders interessanter Weise führte Redner an der Hand von Auf- zeichnungen eines hessischen Offiziers Namens Peppler aus Großenlinden bei Gießen, der während des Rückzuges aus Rußland in russische Gefangenschaft gerathen war, später aber ausgeliefert wurde, die Leiden und Mühsalen unserer hessischen Brüder vor Augen. Von 5000 derselben kamen nur 31 Offiziere und 24 Unteroffiziere und auch diese in bemitleidenswerthem Zustande wieder nach Darmstadt zurück. Alle übrigen, die mit derKaisergarde" den Rückzug Napoleons zu decken hatten, wurden auf den öden Eisfeldern Rußlands ein Opfer französischen Uebermuthes. So wurde bie ge- sammte hessische Cavallerie, die damals noch aus 300 Mann bestand, bei bem unglücklichen Uebergaug über bie Beresina gänzlich vernichtet. Nachdem Herr Dietz noch in Kürze aus­geführt hatte, wie die Hessen sich auch noch in den späteren Schlachten besonders bei Leipzig unter Napoleons Fahnen ausgezeichnet, mit welcher Begeisterung sie bann, nachbem

iS»

,,8

in $

[üjninSt"'

UM 1

'M'1" nfo

»on hi-""',

. Ms. S°l»

Theilnahve u« aus ber W Umgebung hat Bischofs Jo g Uhr bewegte Md, noch seit nad) dem Dom

Kreuze, d .{naben- unb ? §ichu der bo Schüler der 8 tischen Fräuleb Dann folgten idjult, SlMf -chollschen Ler umflorten Lereii lanenConvenl, PontificalKeuzek unb Rottenburg alSPnttrter bei Aschüfe von Li Die Mitglieder vagen mit ben bar voran, zu während Herr celebrirenber S der bischöflichen bie Spitzen bei lchast 2C. rc. Obtt'Präsibial Clairon b'Hou Herr Oberregii weitet als Ler MWeria/ö/M Strajtn bilbitt t Dornt angtlangt ©iemar von Pad Pros. Menbrani in bet offenen von Mainz, uni Herzen der Lei!

Uhr endete Zierlichkeit.

* Langender, beamte, welcher i zeichnete, hat Sch beamten ist in b Arthur« unb Morden. Der Le Clinger Fall wie! tvonach nur foli ^tragen werde fernen ist stü ^ter hoben stch Wandt.

.. * Mandan, Jecu erbaute, £*'tin -n

lr Wjnt JWf ütir 1,111 taiett j(, '»M d.« 6t

lllJH (8 |iA

Belanntt

bei de/ ! Unttt

* @ i*««

W *14

'» S 36 S

dahin . f bie Sehenden LCr,( »erhin iw

S*

Gebho