Ausgabe 
16.12.1894 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

erfolgt

Depeschen bei Bure«, »Herold*.

vorgenommen. Bei derselben wurden eine

für einen Communistenbund vorgefunden.

13. December.) Die in den verflossenen Wochen wiederholt

meisten in» und ausländischen Märkten ein starkes Angebot

richtete Kinder, erklärt,

Preise gesichert werden. Dann, aber auch nur dann, wird eS mög­lich sein, die Krisis, die jetzt droht, von der Landwirlhschast abza- wmden. (Beifall rechts.)

Staatssecretär Frhr. v. Marschall weist den Vorwurf deS Vorredners zurück, ais ob der Zuschlagszoll so ganz unbedeutend wäre. Einmal sei derselbe differentiell, zum Anderen widerspreche er der Meistbegünstigung. Die Meistbegünstigung haben wir den Amerikanern aus Grund der bestehenden Verträge gewährt, und unsere Verpflichtungen loyal erfüllt; wir müssen aber verlangen, daß Amei tka auch uns gegenüber die Meistbegünstigung festhtelt. Wir haben vom ersten Moment des BckanntwerdenS deS neuen Differentialzolles alle möglichen Schritte gethan, auch einen formellen Protest bet der Regierung der Vereinigten Staaten eingelegt, was zur Folge hatte, daß der Präsident in seiner Botschaft die Aushebung des Zuschlags­zolles empfahl. Die Entscheidung liegt jetzt bet dem Senat und ich möchte bitten, hier keine Worte zu sprechen, welche uns den Verkehr mit der Regierung der Vereinigten Staaten erschweren könnten.

Abg. Bock-Gotha (Soc.): Vom Schutze der nationalen Arbeit können die Zuckertndustrtellen nicht reden, denn sie bemühen sich, an Stelle der Arbeiter Maschinen in Thättgkeit zu fitzen. Dte Arbettsoerhältnisse sind die ungünstigsten, trotz den vielen Millionen Zuwendung von Zucker - Prämien. Dte Fadrtkunternehmer denken nur an hohe Dividenden. Statt dte Prämien zu gewähren, sollte man darauf Bedacht nehmen, dte Kaufkiaft der Consumenten zu heben. Viel besser wären solche Millionen angewendet, um Arbeitsgelegenheit zu schaffen und den Nothstand zu bekämpfen.

Weitere Berathung morgen. Außerdem steht der CommissionS- Bertcht betr. die strafrechtliche Verfolgung des Abg. Liebknecht wegen Majestätsbcleidtgung auf der Tagesordnung.

Ein Antrag des Abg. Manteuffel (cons.), die Liebknecht'sche Angelegenheit zuerst auf dte Tagesordnung zu setzen, wurde adgelehnt.

herborgetretene Tendenz der Preissteigerung für Weizen und Roggen hat bewirkt, daß die mäßig erhöhten Preise auf de«

Shanghai, 14. December. Reutermeldung. Depesche aus Niutschuang ist eine Abtheilung japanischen Armee sechzehn Meilen von eingetroffen.

Friedberg, 13. December. In der verflossenen Nacht wurde dahier ein ganz gemeiner Bubenstreich verübt-

sondern die Preise sind zum Theil auch eine Kleinigkeit wieder gefallen. In Berlin, Leipzig u. s. w. wurde gekauft Weizen per 20 Centner 120 bis 140 Mk., Roggen 112 bi» 117 Mk., Gerste 92 bis 175 Mk., Hafer 106 bis 140 Mk.

on verkäuflichem Getreide herbeigeführt haben. Dadurch ist nicht nur ein Stillstand in der Preissteigerung eingetreten,

i sehr respektable, da von den 60 Mitgliedern, welche bev Verein mit Zurechnung seiner auswärtigen Glieder zählt, an zwei Drittel davon erschienen waren. Während des trefflich

' arrangierten und culinarisch vorzüglich ausgestatteten Fest­mahles entwickelte sich unter den Festtheilnehmern die heiterste Stimmung, welche noch kräftig unterstützt wurde durch ge­lungene Gesangs, und humoristische alpinische Vorträge, für welche beide der Verein hervorragend tüchtige Kräfte zahlt. Hatten die früheren JahreSseste und monatlichen Zusammen- fünfte der Sektion einen mehr ernsten Charakter, indem dabet wissenschaftliche Erörterungen stattfanden, auch die Erlebnisse an Mühseligkeiten und Gefahren, welchen die kühnen Touriste» bei den Ersteigungen und Bezwingung unerreichbar schrinender SpitzenauS gesetzt waren, in Erinnerung und zu geistigem Aus­tausch gelangten, so trat diesmal der Humor mehr in de« Vordergrund und hielt die Freunde der Alpenwelt lange bi» nach Mitternacht zusammen. Der Alpinismus aber liegt auf einem anderen Gebiete. Er giebt uns: Gesundheit, Lebens- freude, Kraft, Liebe zur Natur, Ausdauer und Seelenstärke im Kampfe mit Schwierigkeiten. Auf den Bergen erhebt sich der Geist zu dem Unendlichen, Unwandelbaren, ewig Schönen und Großen, sie wirken auf die Jugend belehrend, auf den Mann weltversöhnend, auf den Greis tröstend und neu­belebend. Für diese Seite des Alpinismus macht die Sectio« Gießen Propaganda. Im Nachgenuß solcher Alpenfreuden verließen die Thetlnehmer der Seclion Gießen d. D. O. A. B. ihr Fest mit dem Vorsatz, im nächsten Jahre neue Eindrücke und Erlebnisse aus den Alpen zu sammeln und sie wiederum auszutauschen.

** Auch der Fifchereifport wird immer theurer. Trotz- dem es festsieht, daß in unserer Lahn der Fischreichthum eher ab- als zugenommen hat, wurden bei den gestern ver­pachteten 9 Loosen, mit Ausnahme eines Fischereibezirks, wesentlich höhere Jahrespachten erzielt, als bei der letzte« Verpachtung dafür gezahlt wurden. Die Strecke vom Lärms- bacher Steg bis zur Sauerbier'schen Mühle, Gemarkung Gießen, brachte für das Jahr 400 Mk. gegen 170 Mk., welche der letzte Pächter zu zahlen hatte. Die meisten Pachtungen kamen in die Hände von Gießener Reflectanten.

** Weimar Lotterie. Bei der Weihnachtsziehung der 14. großen Lotterie zu Weimar fielen die ersten vier Haupt­gewinne auf Nr. 254988 (Gewinn I), Nr. 115894 (Ge­winn II), Nr. 176251 (Gewinn III), Nr. 116659 (Ge­winn IV).

Giltigkeitsdauer der Rückfahrkarte« beim Weihuachtsfest. I Mit Rücksicht auf die diesjährige Lage des Weihnachtsfestes I dem Christabend geht ein Sonntag unmittelbar voraus I werden die am 22. December d. I. und an den folgenden I Tagen gelösten Rückfahrkarten noch am 27. December und I die am 29. und 30. December gelösten Rückfahrkarten noch I am 2. Januar k. I. ausnahmsweise Gütigkeit haben.

** Pateut'Aumelduug. Kandare mit gelenkiger Verbi«- I düng der Oberbäume mit dem Lederzeug, Peter Spohr, | Gießen, 31. 7. 94.

** Schlachtviehversicheruug. In den nächsten Tagen tritt | in Darmstadt eine aus allen Theilen des GroßherzogthumS I Hessen beschickte Versammlung zur Gründung einer Schlacht- I viehvusicherungsgesellschaft für daS Großherzogthum Hesse« I zusammen.

** W. Vermehrnug der GenSdarmerie in Oberhessen. I Seit Eröffnung deS Zellengefängnisses zu Butzbach im Frühjahr laufenden Jahres hat sich der Dienst der dortige«

I Gendarmen in Gefangenen Transporten und Vorführungen an die Gerichte derart vermehrt, daß die dort stationirte« zwei Gendarmen nicht mehr genügen. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg hat in Übereinstimmung mit dem Com- mando des Großherzoglichen Gendarmerie-Corps deßhalb und weil durch diese erhöhte Inanspruchnahme für daS Zellen- gefängniß und was damit zusammenhängt, der übrige Dienst

i in dem Patrouillenbezirk Noih leide, beantragt, zwei weitere Gendarmen nach Butzbach zu versetzen. Da es zweckmäßig

I erscheint, dort über zwei berittene Gendarmen zu verfüge«, I so wird beabsichtigt, die in Vilbel stationirten zwei berittene« Gendarmen nach Butzbach zu verlegen und die Gendarmerie in Oberhessen durch zwei Fußgendarmen zu vermehren, welche an Stelle der zwei versetzten berittenen Gendarmen zu trete« hätten. Die Großherzogliche Regierung ist um die Bewilligung der Mittel in Höhe von 2820 Mk. bei der II, Kammer eingenommen, welche fraglos diese bewilligen wird, da die Nothwendigkeit der Vermehrung dieser Beamten aus de« bargelegten Gründen ganz offenkundig ist.

* Bon hessische« Behörde» werde« steckbrieflich verfolgt: Geschäftsreisender Fritz Bieler aus Fladersbach, Taglöhner Heinrich Klein von Landenhausen und Taglöhner Karl Pitz auS Garbenteich, sämmtlich wegen Betrugs, vom Amtsanwalt Gießen- Reisender Karl Dupont auS Crefeld wegen Be­trugs, von der Staatsanwaltschaft Darmstadt- Dienstknecht Johann Bruno Frenzel auS Stünzhain wegen Diebstahl» und Betrugs, und Schreiner Leonhard Kuhnen auS Roßla wegen Unterschlagung, von der Staatsanwaltschaft Gießen- Kaufmann Johann Schmidt auS Offenbach wegen Unter­schlagung und Urkundenfälschung, von der Polizei Offenbach.

* Der Getreidemarkt. (Berichtswoche vom 6. bis

Berlin, 14. December. Die polnischen Berg- leute in Schlesien und Bochum haben beschloffen, die in Berlin erscheinende Zeitung der polnischen Socialisten, die Gazeta Robotnicza" als das Organ der polnischen Berg- arbeitet: zu erklären, weil sie außer Stande seien, ein eigenes Organ zu gründen.

Köl«, 14. December. Der Petersburger Correspondent derKöln. Ztg." versichert, daß der Zar Nikolaus allem Anscheine nach in den höheren militärischen Stellungen noch keine Veränderungen vornehmen werde.

Hannover, 14. December. Unter Ausschluß der Oeffent- lichkeit begann heute der Meineidsproeeß gegen den Reichs- tagsabgeordneten Leuß. Gegen hundert Zeugen sollen

eingestellt. Der definitive Schluß der Schifffahrt wahrscheinlich morgen.

Paris, 14. December. Capitän Drehfuß gestern einen zweiten Brief an seine Frau und worin er aufs Neue feine Unschuld betheuert und

wenn er schuldig wäre, hätte er sich vor seiner Verhaftung erschossen.

Paris, 14. December. Eine offiziöse Nachricht stellt die Mittheilung verschiedener Blätter, nach welcher der fran­zösische Specialgesandte auf Madagaskar fich auf dem Rückwege nach Frankreich befinde, in Abrede. Der­selbe erwarte vielmehr noch weitere Instructionen der fran­zösischen Regierung.

Paris, 14. December. Ein Arbeiter fand gestern im Garten des Champs E yseüö eine Granate. Die Polizei brachte dieselbe ins Laboratorium zur Untersuchung.

Lille, 14. December. Der Schmug gel mit Tabak an der französisch belgischen Grenze gewinnt täglich an Aus­dehnung. Die Schmuggler treten mit einer unerhörten Kühn­heit auf.

Loudon, 14. December. In dem heutigen Reichstage finden Verhandlungen zur Bildung eines ComitäS statt, welches durch Veranstaltung von Sammlungen die in Italien vom Erdbeben Geschädigten unterstützen will.

Loudon, 14. December. Der hiesige französische Bot­schafter hatte mit dem Außenminister Lord Cimberley gestern Abend eine längere Unterredung bezüglich des chinesisch- japanischen Kriege-.

Petersburg, 14. December. Am Namenstag des Czaren wird ein UkaS erwartet, worin ©eueralgouöerneur Gurko seines Postens enthoben und Schuwalow an seiner Stelle ernannt wird. Der gegenwärtige russische Botschafter in Konstantinopel, Nelidow, soll zum Botschafter in Rom auSeriehen sein. Es ist noch unbekannt, ob Murawiew zum Botschafter in Berlin desiqnirt ist.

Berlin, 14. December. Am nächsten

vernommen werden. Die Dauer deS ProceffeS dürfte zwei Tage umfassen.

Thorn, 1'4. December. Auf der Weichsel ist infolge des FrostwetterS Grundeistreiben eingetreten. Der Schnellsährenbetrieb bei Neuenburg, Kulm und Kurzebrack ist

verträglichen Maßregeln, die seine schwierige Lage zu er­leichtern geeignet sind, thätige Fürsorge zuwenden werde." Belgrad, 14. December. Die Regierung

Wiedereröffnung der Hochschule an.

Neueste Nachrichten.

Wolff» telegraphische» Eorresponden»-Bureau.

Berlin, 14. December. Nach Privatmeldungen hiesiger Abendblätter aus Malchin lehnten die Stände die Forderung der Regierung betreffs Rückerstattung der von Mecklen­burgischen Prinzessinnen bisher gezahlten Steuern ab.

Königsberg, 14. December. Auf die Adresse des ost- preußischen landwirthschaftlichen Centralvereins ertheilte der Reichskanzler folgende Antwort.Dem Vorstände spreche ich für die mir erwiesene Aufmerksamkeit aufrichtigen Dank aus und verbinde damit anläßlich des 50 jährigen Jubiläums deS Centralvereins den Wunsch, daß die thatkräftige Wirk­samkeit des Vereins für das Gedeihen der Landwirthschaft in der Heimathprovinz ferner gute Früchte tragen möge. Die in der Eingabe bezeichneten Maßnahmen in Gesetzgebung und Verwaltung sind schon lange Gegenstand sorgfältiger Er­wägung der Reichs- wie Staatsregierung. Dem Vorstand spreche ich gerne die Versicherung aus, daß ich als Reichs-

CocaUs ttttfc prot>itt3tcÖ#:

Gieße«, den 15. December 1894. kanzler, wie als Ministerpräsident dem für die Wohlfahrt I ** Kreisausfchuß-Sitzung. Mittwoch den 19. December des Vaterlandes so wichtigen Landwirthschaftsgewerbe beson- | d. I., Vormittags 9 Uhr beginnend, findet im Regierungs- dere Theilnahme und allen mit den allgemeinen Interessen I gebäude dahier eine öffentliche Sitzung des Kreisausschusses des Kreises Gießen statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung gelangen: 1. Wildschadensklage in der Ge- ordnete die I markung Leihgestern. 2. RecurS des Wirths Adolf Vogt zu I Gießen gegen einen Polizeibefehl Großh. Polizeiamts Gießen Nach einer I betr. Beseitigung einer in den Stadtbach angelegten Treppe, der zweiten I 3. Recurs des Seligmann Salomon zu Wetzlar gegen einen Niutschuang I Polizeibefehl.

** Parlamentarisches. Den Mitgliedern der Zweiten I Kammer tst eine Vorlage der Regierung zugegangen, welche m I sich mit der Ausbesserung der Gehälter der semi-

Berlin, 14. December. Wie diePost" hört, hat der I naristisch gebildeten Lehrer an den höheren Kaiser uu5 eigener Entschließung dem Reichskanzler, I Lehranstalten des GroßherzogthumS befaßt ohne Antrag deS Fürsten, für die Dauer seines Amtes einen | Einstellung der OmnibnSlinie B. In der gestern

Jahreszuschuß von 100,000 Mark bewilligt, um damit I Abend stattgefundenen Berathung des Vorstandes unserer wenigstens theilweise den materiellen Ausfall zu decken, I Omnibusgesellschaft wurde beschloffen, Anfang Januar eine welchen der Fürst durch seine Berufung zum Reichskanzler I Generalversammlung einzuberufen und derselben den El«n haben würde. I Vorschlag zu unterbreiten, die Lmie durch die Bahnhofstraße

Berti«, 14. December. DerReichsanzeiger" veröffent-I den Winter über des mangelnden Verkehrs wegen einzu­licht eine kaiserliche Verordnung, betreffend Verwaltung I stellen. Es ist diese Maßnahme der einzig vernünftige Weg, der Schutzgebiete, wonach die gelammte Verwaltung I um daS Unternehmen auch während der verkehrsschwachen Zeit der Colonialabtheilung des auswärtigen Amtes unterstellt S lebensfähig zu erhalten, wenn von beiden sich doch im Grunde wird. Dieselbe hat die hierauf bezüglichen Angelegenheiten I genommen Concurrenz machenden Strecken, die eine einae- unter unmittelbarer Verantwortlichkeit deS Reichskanzlers I stellt wirb.

wahrzunehmen. DerLocalanzeiger" melbet aus Mägde- | * W. Telephonstörungen. Infolge des Sturmes riß

bürg, die gestrige Verhandlung gegen die Oberfeuer- S heute Nacht in der Alicestraße die Telephonleitung. Der Werkerschüler habe bis Abends 8 Uhr gedauert. Für die j Schaden wurde sofort reparirt. Gestern waren die Drähte Verhandlungen find drei Tage in Aussicht genommen. I daumenstark mit Eis umschlossen und gewährten dadurch einen Berlin, 14. December. Wie dieBerl. N. Nachr." I wunderbaren Anblick.

hören, durfte die Ueberfiebelung des Fürsten Bis- l * Panorama. Wer hätte wohl je gedacht, daß man marck von Varzin nach Fricdrichsruh in etwa acht Tagen I hier in Gießen von den Russenfesten auch etwas zu sehen stattfinden. I bekäme, und doch hat man die beste Gelegenheit, diese groß»

"'24 D?"mber. Heute Mittag sand im prächtig I artigen Feierlichkeiten in Toulon und Paris zu bewundern, geschmückten Saale der Singakademie die von der Physikalischen I lenkt man seine Schritte zum Panorama. Dasselbe zeigt I ^rllschaft veranstaltete Helmholtz-Feier statt. Der» I uns in dieser Woche die schönsten Ausnahmen der genannten felbcn wohnten das Kaiserpaar, die Spitzen der Universität I Festlichkeiten, wovon namentlich der großartige Empfang in unb der Behörden, viele Minister und Vertreter studentischer I der Seine Hauptstadt, die Riesen^Panzerschiffe beider Nationen Corps bei. Der Geheime Regierungsrath Bezold hielt eine I in der Rhede von Toulon, das Blumenfest (Russen und tiefergreifende Gedachtnißrede. I Franzosen Arm in Arm), sowie auch das zu derselben Zeit

Berlin, 14. December. Aus Anlaß der ConfiScation I stattgehabte Leichendegängniß Mac Mahons hervorzuheben des AnarchistenblattesDer Socialtst" (Nr. 50) wurde noch I sind. Es mag deshalb Niemand versäumen, sich diese hoch- nachttaglich bei dem Anarchisten Kraft eine HauSsuchun.g I interessante, plastisch wunderbar ausgeführte Serie anzusehen, vorgenommen. Bei derselben wurden eine Sammelliste für I Falsche Anschuldigung. Ein hiesiger Metzgerlehrling den Unterstützungsfonds der Anarchisten und Quittungskarten I hatte vor einigen Tagen bei der Polizei die Anzeige erstattet, I

<ür ------- I daß am Abend vorher an ihm in der sog. Hollergasse von

.. m m Sonntag halten I zwei unbekannten Männern ein Raubanfall verübt worden

die Anarchisten BerlmS eine öffentliche. Volksversammlung I sei. Er gab an, dieselben hätten ihn zur Erde geworfen, I

ab, in der sie Protest gegen die Umsturz-Vorlage erheben I ihm den Mund zugehalten und ihm die Taschen untersucht. I

tooUeiL Da sie kein Geld bei ihm gefunden, hätten sie ihn geschlagen

und seien bann fortgelaufen. Die Nachforschungen blieben I ohne Resultat und hat heute der Metzgerlehrling eingestanden, I daß alle von ihm bezüglich deS Falles gemachten Angaben auf Erfindung beruhen und wird er sich demnächst wegen I falscher Anschuldigung vor Gericht zu verantworten haben. I

* h. Deutsch-Oesterr. Alpeuverein. Die Section Gießen deS Deutsch Oestereichischen Alpenvereins feierte am Donnerstag I Abend in ihrem reizend decorirten VereinSlocal imKaiserhof" I hier ihr 8jähriges Stiftungsfest. Eingeleitet wurde I die Feier durch eine kurze Ansprache deS ersten Vereins- I Vorsitzenden, worauf man zur Erledigung geschäftlicher An- ............ ÖM..8

gelegenbetten, speciell zur Neu- und bezw. Wiederwahl des Infolge der Kälte während der letzten Zeit war die Eisbahn seitherigen Vorstandes überging. Die Betheiligung War eine » auf der Seewiese soweit zugefroren, daß die Eröffnung der