einem Arbeiter in Einlage (Kreis Danzig) wurde Cholera festgestellt."
Posen, 14. August. Der Bromberger Canal, die untere Netze und die untere Brahe sind für verseucht erklärt.
Neueste
Wolffs telegraphisches Korrespondenz- Bureau.
Groß-Lichterfelde, 14. August. Der Abgeordnete Hobrecht empfing anläßlich seines 70. Geburtstages viele Glückwünsche. Die Capelle des Garde-Schützen-BataillonS brachte ihm ein Ständchen dar. Der nationalliberale Localveretn, sowie das Centralcomite der nationalliberalen Partei begrüßten den Jubilar. Letzteres überreichte demselben eine Adreffe.
Pest, 14. August. Ein großer Theil der Tischlermeister hat die Forderungen der Gehilfen angenommen. Der Strtke ist infolge desien im Abnehmen. Etwa tausend Gehilfen haben Pest verlassen und sind in die Provinz oder ins Ausland abgereist.
Gran, 14. August. In der Gemeinde Kesztolcz verlangten die wegen des Verkaufs einiger Grundstücke zu Schürfungszwecken an eine Bergbaugesellschaft empörten Bauern Widerruf des Verkaufs. Da die GenSdarmerie nicht ausreichte, wurde Militär requirirt, das die Ruhe herstellte.
Loudon, 14. August. Nach einer Reuter-Meldung aus Pretoria haben sich die Kaffern im Norden Transvaals empört. Sie blokirten den Weg nach Murchison, verbrannten die Besitzthümer der Farmer, bemächtigten sich ihres Viehes und belagerten gegenwärtig die Regierungsgebäude in Agatha, wohin die Einwohner geflüchtet seien. Truppen seien zur Hilfeleistung abgegangen.
Amsterdam, 14. August. Hier kamen bisher zwanzig Cholerafälle vor, von denen 9 tödtlich verliefen. — In Ma stricht ist heute ein Cholerafall zu verzeichnen. Die Gesammtzahl der dortigen Fälle beläuft sich bisher auf 58, wovon 27 mit tödtlichem Ausgange. — Aus anderen Städten werden ein Cholerafall und fünf Todesfälle gemeldet, von denen einer verdächtig ist.
Palermo, 14. August. Die Aufhebung des Belagerungszustandes wird von der Bevölkerung mit großem Jubel ausgenommen.
Depeschen bei Bureau »Herold*.
Berlin, 14. August. Der „Reichsanzetger" publicirt das Abkommen zwischen Deutschland und Frjankreich vom 15. März 1894, betreffend die Abgrenzung des Schutzgebiets von Kamerun und der Colonie des französischen Congo, sowie über Festsetzung der deutsch-französischen Interessensphäre im Gebiete des Tschadsees.
Berlin, 14. August. Als gestern Abend ein der anarchistischen Partei Angehöriger, Namens S ch l e w e n, verhaftet werden sollte, flüchtete er und eröffnete ein Schnellfeuer gegen die Polizeibeamten, von denen zwei erheblich verwundet wurden. Nach vieler Mühe wurde der wüthende Mensch überwältigt und gefesselt.
Berlin, 14. August. Wie wir gestern aus Königsberg mittheilten, hat die Untersuchung der in Niedzwedzen bei Johannisburg in Ostpreußen erkrankten Personen, von denen mehrere starben, ergeben, daß die Erkrankungen nicht, wie anfänglich angenommen, auf den Genuß verdorbener Heringe zurückzuführen seien, sondern daß Cholera asiatica vorliegt. Da inzwischen die Zahl der Erkrankungen auf 50, die der Gestorbenen auf 21 gestiegen ist, sind sofort die erforderlichen Maßnahmen getroffen worden, um einer weiteren Ausbreitung der Seuche vorzubeugen. Der Oberpräsident begab sich gestern nach Johannisburg.
Köln, 14. August. Außer dem Schiffer, bei welchem gestern Cholera asiatica festgestellt worden ist, sind noch mehrere Personen, darunter zwei Kinder, welche unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankten, ins Augustahospttal transportirt worden. Der Zustand des Schiffers ist nicht unbedenklich. Selbstverständlich sind Seitens der städtischen und der Polizeibehörde die umfassendsten Sicherheitsmaßregeln getroffen worden. Der Stadtchemiker Kylt wurde mit der Untersuchung des Rheinwaffers beauftragt.
Rom, 14. August. Aus Turin wird gemeldet, der Bruder Caserios habe sich aus Leid über dessen bevorstehende Hinrichtung das Leben genommen.
Rom, 14. August. Der Papst hat den Patriarchen der orientalischen Kirche nach Rom zur Conferenz mit den Cardtnälen eingeladen. In dieser Conferenz soll die eventuelle Wiedervereinigung beider Kirchen zur Besprechung kommen.
Fiume, 14. August. Das Bahnhofmagazin, in dem ein großes, der Adriagesellschaft gehörendes Waarenlager aufgestapelt ist, brennt. Zu der befürchteten Explosion kam es nicht, indem das Spiritusmagazin von dem Brande verschont blieb. Die Magazine waren versichert.
Sofia, 14. August. DasDecret zur Auflösung der Sobranje ist bereits gestern unterzeichnet worden. Die Neuwahlen finden wahrscheinlich am 23. September statt. Die Anhänger Stambuloffs protestiren energisch gegen die Auflösung.
Paris, 14. August. Eine von den im Ltceotheater zu Barcelona bei dem Attentat verletzten'Personen ist gestern gestorben.
Paris, 14. August. In den heutigen Morgenblättern wird der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die der Regierung durch den Ausgang des Anarchistenprocesses bereitete Niederlage für Erstere schwere Folgen bei der Wiedereröffnung der Kammer haben werde.
Paris, 14. August. Der im Anarchistenproceß freigesprochene Maler Agnelli wird aus Frankreich auö- gewiesen.
Aldershot, 14. August. Kaiser Wilhelm hat hier
im Pavillon der Königin Wohnung genommen. Nach der gestrigen Parade nahm er mit den Offizieren der Schützen- brtgade das Frühmahl ein. Nachmittags stattete er mit dem Herzog von Connaught, wie bereits gemeldet, der Exkaiserin Eugenik in Farnborough einen halbstündigen Besuch ab und nahm dort den Thee ein. Abends fand ein vom Herzog von Connaught zu Ehren des Kaisers gegebenes Festmahl statt, worauf ein Empfang der Generalität in Aldershot folgte. — Im Verlauf der Parade verlor der Kaiser die Kette mit dem Hohenzollernschen Hausorden, welche ein Cavallerist fand und an das Hauptquartier ablieferte. — Heute wohnt der Monarch einem Feldmanöver in Aldershot bei.
Petersburg, 14. August. Ein furchtbarer Cyklon hat das Kirchspiel Sippale in Finland heimgesucht und hat schreckliche Verwüstungen angerichtet. Zwei Dörfer wurden von der Erde wie weggefegt. Mehrere Personen werden vermißt. Viel Vieh ist umgekommen, Bäume entwurzelt und die Felder total verwüstet.
Washiugtou, 14. August. Die vom Congreß angenommene Tarifvorlage setzt folgende Zölle fest: Rohzucker 40pCt. aä valorem, Zuckerproben über den holländischen Normalgehalt von 16 Grad 118 Cent Zuschlagszoll. Zucker aus Ländern mit Zuckerprämien zahlt 1/10 Cent Zuschlag. Eisenerze 10 Cent pro Tonne, Eisenbahnschienen V20 Cent pro Pfund. Kostbare Steine 30pCt. vom Werthzoll, geschliffene 10pCt. Diamanten für Bergwerke und Glaser zollfrei. Ebenso Wolle. Blech 1^ Cent. Folgende Maaren haben bedeutende Reductionen erfahren: Porzellan, Eisen, Eisenerz, Eisenplatten, Eisenblech, Blechwaaren, Schiffsschrauben, Stahl, Stahlfedern, Glas, Baumwolle, Wollenwaaren, rohe Seidenstoffe. Frei eingehen ungewalzte Kupferplatten, Malereien, Sculpturen, Schmiere.
Lima, 14. August. Nachdem die Opposition gegen die Regierung in Jnsurrection ausgeartet ist, kam es zu einem heftigen Kampfe zwischen Insurgenten und Regierungstruppen, in dem die letzteren in die Flucht geschlagen wurden.
Cocalt* tmb
Gießen, bett 15. August 1894.
* * Baurath Wallot und Gießens Umgebung. ES ist unfern Lesern vielleicht interessant zu erfahren, wie unser berühmter Landsmann, der neue Ehrendoctor der philosophischen Facultät unserer Hochschule, Herr Paul Wallot, sich über Gießens Umgebung ausspricht. Er schreibt: „Die Umgebung von Gießen ist reich an landschaftlichen Schönheiten und es gehören die Baudenkmale des alten Heffenlandes, der Wetterau und des Lahnthales zu dem Besten, was das Mittelalter und spätere Zeiten auf deutschem Boden hervorgebracht haben. Es waren deshalb die Wanderungen, welche wir, die Schüler, unter der Führung unseres auf diesem Gebiete so erfahrenen und verehrten Lehrers Hugo v. Ritgen aussührten, von größter Bedeutung für unsere künstlerische Ausbildung."
* * Das 16. Verbandsfest der Hessischen Freiwilligen Feuerwehren, das von dem Festausschuß mit viel Mühe und Opfern schön und angemessen vorbereitet wird, erhält eine besondere Eigenthümlichkeit auch durch die Ausgabe einer Feuerwehr-Festschrift. Diese Festschrift wurde auf Wunsch und im Auftrag des Festausschusses von Herrn Pfarrer Dr. Naumann dahier verfaßt, der zum Vorsitzenden des Preßausschusses gewählt worden war. Dieselbe enthält in einem Umfange von über 100 Seiten fünf Abheilungen. Im 1. Theil wird eine Geschichte des Feuerlöschwesens im Allgemeinen, hauptsächlich in unserem deutsch.'en Vaterlande, gegeben, mit Aufführung der deutschen Feu'er- wehrtage. Der 2. Theil enthält die Geschichte des Feuerlöschwesens und die Entwickelung der F r e i w i l l i g e n F e u erwehren, sowie ihres Landesverbandes im G roß Herzog - thum Hessen. Im 3. Theil finden wir die Geschichte des Feuerlöschwesens und der zwei Freiwilligen Feuerwehren zu Gießen. Der 4. Theil enthält ein Wort über die Bedeutung und Aufgabe der Feuerwehrsache. Im 5. Theil endlich werden Mittheilungen geboten, die sich auf die Stadt Gießen und das kommende Feuerwehrfest be- ziehen: zunächst, nach einem kurzen einleitenden Wort, eine Beschreibung und Geschichte Gießens nebst Führer durch Gießen — diese letztere Beschreibung u. s. w. wurde von Herrn Realgymnasiallehrer Jann verfaßt — sodann ein Verzetchniß aller Mitglieder des Hauptausschuffes und der Einzelausschüffe- ferner die Festordnung nebst Tagesordnung der Abgeordneten Versammlung und Zugordnung- endlich ein Verzeichniß der Aussteller und der von ihnen ausgestellten Gegenstände. Außerdem ist jedem Theil ein geeignetes Gericht beigefügt — eines davon ist von dem jüngst verstorbenen Theodor L00S sen. für das Fest verfaßt, gleichsam dessen Schwanengesang — und durch die ganze Schrift zieht sich eine größere Anzahl schöner Illustrationen hin- auch ist ihr ein Plan von Gießen beigegeben. Schließlich ist der Fest- chrift ein Anhang mit Geschäftsanzeigen beigefügt. Diese Festschrift soll allen zum Feuerwehrfeste als Gäste in Unb orm erscheinenden Feuerwehrmännern unentgeltlich überreicht werden als Festgabe des Hauptausschuffes und der Stadt Gießen. Da aber die Festschrift nicht nur für Feuerwehr- männer, sondern auch für andere Leute geschrieben ist, haupt- ächlich für die Einwohner Gießens und des Großherzog- thums Hessen, so wird sie auch zum Kauf angeboten und zwar vor .dem Fest und während deffelbeu zu 50 Psg., nachher zu 75 Psg. Von Donnerstag, ^den 16. ds. Mts., Nachmittags an soll die Festschrift zur Ausgabe gelangen.
* * Feuerwehrfest. Es dürfte die hiesigen Spiel-, Back- waaren-, Obst- rc. Händler interessiren, zu erfahren, daß die Verkaufsplätze auf dem Juxplatz Samstag Nachmittag 5 Uhr vergeben werden. Die Anwesenheit der Verkäufer um diese Zeit ist daher erwünscht.
* * 3“ Amerika verstorbene Hessen. Newyork City,
N. Y.: Carl Pilger, Jahre alt, aus Neustadt i. D, — Fair Haven, Carroll Co., Jll.: Heinr. Müller, 76 Jahre alt, aus Sellnrod, Oberheffen. — Süd-Scran- ton: Charlotte Koßmann, geb. Jäger, 34Jahre alt, aus Alsheim. — WelleSley Village, Hamburg, Ont.: Georg Hamel, 74 Jahre alt, aus Alsfeld.)
Grunberg, 13. August. An Stelle des verstorbenen Arztes Dr. Hille, hat sich Herr Dr. Winheim, der seither in Großen - Buseck seinen Wohnsitz hatte, hier niedergelassen und des Verstorbenen Praxis übernommen. Die hiesige Spar- und Leihkaffe zahlt an zwei Aerzte der Stadt je 1000 Mk. jährlich, wofür dieselben die Armen deö Bezirks unentgeltlich zu behandeln verpflichtet sind. Ob diese Subvention auch dem Obengenannten ertheilt wird, ist noch nicht bestimmt, da außer genanntem Herrn sich noch mehrere Aerzte darum beworben haben, und dürfte die Entscheidung in einer demnächst abzuhaltenden Generalversammlung des Spar- und Leihkassevereins Grünberg getroffen werden. Darmst. Ztg.
E. Echzell, 13. August. Ein heftiger Schrecken überfiel heute Vormittag einen Bürger unserer Nachbargemeinde Bingenheim, als er vom Felde nach Hause kam und Thor und Thüren verschlossen fand. Nachdem es ihm gelungen war, die Thüren zu öffnen, durchsuchte er das Haus unb fand endlich feine Frau entseelt im Holzschuppen hängen. Der Fall erregte überall die größte Theilnahme, denn die Verstorbene war eine sehr brave Frau, die mit ihrem Manne zwar in kinderloser, aber durchaus glücklicher Ehe lebte. Auch die Vermögensverhältnisse der Eheleute sind gut und wohlgeordnet, von Nahrungssorgen kann also keine Rede sein.
§ Stumpertenrod, 13. August. Ungeachtet einer kühlen Temperatur brachte der vorgestrige Tag mehrfache sehr schwere Gewitter. Zwei Dienstmägde und ein Knecht des hiesigen Landwirths St. befanden sich während eines Gewitters auf dem Felde. Ein Blitzstrahl fuhr herab auf denselben Acker, woraus sich die Leute befanden. Die Mägde wurden zu Boden geschleudert und blieben eine zeitlang bewußtlos; der Knecht fühlte einen Schlag im Genick, alle drei kamen jedoch mit dem Leben davon. Auch sonst fanden noch Blitzschläge statt. So zerschmetterte ein Blitzstrahl in einem Walde bei Ruppertenrod eine starken Eiche. Theilweise waren die Gewitter mit starkem Hagel begleitet, der namentlich an den Setzpflanzen bemerkenswerthen Schaden anrichtete.
§ GedkNt, 11. August. Heute gegen Mittag zog ein schweres Gewitter über unsere Gegend. Der Blitz schlug in die Hofraithe des Land- unb Gastwirth Landmann, wobei ein großer Theil des Dachwerks und Giebel zertrümmert wurden- der Schlag war ein gewaltiger, denn Ziegel und Holztheile schwirrten hoch in der Luft durcheinander.
X Berusfeld, 14. August. Ein hiesiger junger Mann bon 17 Jahren bestieg das Dach, um am Taubenschlag etwas auszubessern. Hierbei glitt er aus und stürzte in die Tiefe. Die erhaltenen Verletzungen waren so schwer, daß er ihnen alsbald nach dem Falle erlag.
§ Freieuseen, 14. August. So oft auch gewarnt wird vor dem Spielen mit dem Schießgewehr und so häufig die mit ihm verursachten Unglücksfälle sich ereignen, so wenig wird diese Warnung befolgt. Vorgestern nahm ein junger Mann im Hause eines anderen ein glücklicher Weise nicht scharf geladenes Gewehr und hantirte damit. Plötzlich entlud sich der Schuß und drang einem fünftägigen Kinde zum Schädel hinein. Für tobt hob man bas Kinb auf, es ermunterte sich aber wieder, doch ist die Verletzung lebensgefährlich. Wäre der Schuß ein scharfer gewesen, bas Kind wäre tobt auf dem Platze geblieben. Möge dieser Fall abermals zur Warnung dienen, mit Schußwaffen keine Spielerei zu treiben.
Nidda, 12. August. Der verwittwete Landwirth unb Bäckermeister Conrab Erck würbe am Freitag Nachmittag in seinem Hausspeicher erhängt aufgefunben. Es liegt offenbar Selbstmorb vor^ ber in Geistesgestörtheit verübt worben zu sein scheint. Seit bem vor Monaten erfolgten plötzlichen Hinscheiben seiner Ehefrau unb bem ebenso raschen Ableben seiner einzigen Tochter würben an bem Unglücklichen Spuren von Schwermuth beobachtet.
Laubach, 11. August. Am heutigen begannen am hie- ftgen Gymnasium bie großen Herbstferien. Montag, ben 17. September, nimmt bas Wintersemester seinen Anfang. Der Maturitätsprüfung hatte sich nach halbjährigem Besuche ber Oberprima, bekanntlich ist bieö unter gewissen Bebingungen zulässig, ein Oberprimaner unterzogen. Infolge guter schriftlicher Leistungen würbe berselbe von ber münblichen Prüfung bispensirt. — Die Anwesenheit bes Herrn Geh. Oberschulrath Solban am 4. unb 5. August wirb mit bevorstehenben Neuerungen am hiesigen Gymnasium in Verbinbung gebracht.
Laubach, 12. August. In größer Rüstigkeit oollenbete heute ber älteste Bewohner unserer Stabt, Herr Pauli, ein 90. Lebensjahr. Möge ihm ein weiterer heiterer Lebensabend beschieden sein.
B. Aus dem Kreise Büdiuge», 14. August. (Srnter ef ultate.) Die erste Hälfte des Erntemonats August ist verstrichen, bis diese Zeilen in die Hände ber freunblichen Leser gelangen; )ie Felber sinb zum größten Theile geräumt, nur noch Hafer teht hie unb ba auf bem Halme. Die Dreschmaschinen auchen und pusten auf den Feldern unb in ben Dörfern - hochaufgethürmte Fruchtwagen rollen heran unb liefern der rasch arbeitenden Maschine bas Material für ihre Thätigkeit. Aber was gibt es für Resultate? fragt einer ben anberen, ohne baß bestimmte Antworten gegeben werben. Einsenber hat selbst gebroschen unb Notizen im Umkreise gesammelt. Die nachfolgenden Angaben werben borum ber Wirklichkeit ziemlich nahe kommen. Wir bemerken bazu, baß als Flächen- nhalt nicht der alte Morgen zu 20 Ar, sondern ber Morgen zu 25 Ar angenommen ist. Beginnen wir mit ber haupt- ächlichsten Brotfrucht, bem Korn (Roggen). Es hat einen ungemein schönen Halm gebildet, wie er nicht häufig vorkommt, aber ber Kern läßt zu wünschen übrig. Der „Gießener Anzeiger" brachte aus betriebenen Theilen ber Provinz Nach-


