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14/03/1894 Erstes Blatt
 
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StaatSfecretar v. Marschall: Wir habm an der Ausfuhr von Roheisen nach Rußland ein minimale« Interesse; eS war für uns viel wichtiger, den von Rußland zugestandenm niedrigen Zoll für Halb- und Ganzetsen-Fabrikate zu erhalten.

Abg. Reißaus (Soc.) führt bei dem ArtikelSpielwaaren" aus, daß die Btsmarck'fche WirthschaftSpolittk gerade die heimische Sptelwaaren-Jndustrie schwer geschädigt habe, infolge dessen die Lage der Sptelwaarenarbetter eine sehr traurige geworden sei. Der Vertrag enthalte werthoolle Concesfiouen für die Spielwaaren- Lndustrte.

Die einzelnen Positionen des rufstschen Tarifs roerben ge­nehmigt.

Weiterberathung morgen 12 Uhr.

Nerieste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Correspondenz-Bureau.

Berlin, 12. März. Der Kaiser telegraphirte an den Oberbürgermeister, er danke ihm für den telegraphischen Gruß bei dem Festmahle der vereinigten Mitglieder der städtischen Körperschaften anläßlich der ersten Abstimmung des Reichstages über den russischen Handelsvertrag. Der Aus­druck des Vertrauens in des Kaisers auf Erhaltung des Friedens und aus Förderung des Wohlstandes des Volkes in allen Schichten gerichteten Bestrebungen habe seinem Herzen wohlgethan.

Berlin, 12. März. Die auswärts verbreiteten ungünstigen Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kaisers sind durchaus unbegründet.

Paris, 12. März. Präsident Carnot richtete an den Czar anläßlich desien Geburtsfestes folgendes Telegramm: Ich fühle mich gedrungen. Euer Majestät unsere aufrich­tigsten und herzlichsten Wünsche anläßlich Ihres Geburtsfeftes auszudrücken und theilzunehmen an den Bezeugungen der Er­gebenheit, welche Ihnen am heutigen Tage entgegengebracht werden." Der Czar erwiderte:Für den Beweis freund­schaftlicher Gesinnung, den Sie mir anläßlich meines Geburts- sestes zugehen ließen, danke ich Ihnen herzlichst. Heute Bormittag wurden vier Anarchisten verhaftet.

Depeschen des BureauHerold".

Berlin, 12. März. Dem Vernehmen nach wird der Kaiser morgen einer Einladung deS Freiherrn v. Stumm zur Frühstückstafel, welche im Hotel Kaiserhof stattfinden soll, entsprechen.

Berlin, 12. März. Nach derNordd. Allgem. Ztg." verbleibt die Kaiserin in Abbazia bis Anfang Mai. Höchst­wahrscheinlich wird dann die kaiserliche Familie von dort direct nach Schloß Wilhelmshöhe übersiedeln.

Berlin, 12. März. Die Gerüchte von dem Rücktritte v. Bennigsens aus dem politischen Leben wurden heute von den Mitgliedern der nationalliberalen Fraction dementirt.

Berlin, 12. März. Der Reichskanzler beantragte beim Bundesrathe die Neuausprägung von 11,000,000 Mk. in Fünfmarkstücken, 7,000,000 Mk. Zwei- und 4,000,000 Mk. in Einmarkstücken.

Berlin, 12. März. In der Budgetcommission des Reichstages wurde heute für das Nationaldenkmal Kaiser Wilhelms eine Pauschalsumme von 4 Millionen Mark bewilligt. Freisinnige und Socialdemokraten stimmten dagegen.

Berlin, 12. März. Die Buchdrucker und anderen An­gestellten in den graphischen Gewerben beschlossen, die Maifeier am Abend des 1. Mai nach Arbeitsschluß zu begehen.

Cronberg i. T., 12. März. Die Kaiserin Fried­rich und die Königin von England treffen am Freitag aus Schloß Friedrichshof hier ein.

Köln, 12. März. Der römische Correspondent der Köln. Ztg." erfährt von zuverlässiger Sette, daß die drei- procentigen, vom Staate gewährleisteten Eisenbahnschuld­verschreibungen der Steuererhöhung unterliegen, die übrigen von einer Erhöhung aber ausgeschlossen sind.

Wien, 12. März. Die Sociald emokraten ver­anstalteten gestern auf dem Centralfriedhofe eine Massen- k u n d g e b u n g für die in der Revolutton von 1848 Gefallenen. Da die Polizei gegen die Redner tolerant war, kamen keine Ausschreitungen vor.

Wien, 12. März. Wie dieN. Fr. Pr." meldet, wurde am Samstag Nachmittag gegen 2 Uhr in Abbazia eine ziemlich starke Erderschütterung verspürt; dieselbe währte eine Secunde und bewegte sich von Südost nach Nordwest.

Prag, 12. März. In der fünften Klasse des czechischen Gymnasiums begingen die Schüler eine sehr rohe Majestäts­beleidigung- worin letztere bestand, ist noch nicht bekannt gegeben. Sämmtliche Schüler sind von dem Landesschulrath in Disciplinaruntersuchung gezogen worden.

Budapest, 12. März. Kossuth hat Anordnung getroffen, daß seine Leiche nur dann nach Ungarn überführt werden dürfe, wenn Ungarn ein vollständig unabhängiges Land sei.

Abbazia, 12. März. Der zur Erholung hier weilende Wiener Gynäkologe, Professor Schautta, welcher bereits vor einigen Wochen bei der Fürstin Maria Louise in Sofia war, ist in verflossener Nacht telegraphisch wieder nach dort berufen worden, da der Zustand der Fürstin ein sehr besorgnißerregender sei.

Zürich, 12. März. Die Malerarbeiter haben gestern einen General st rike angefangen. Weitere Arbeits­einstellungen auch in anderen Erwerbszweigen stehen bevor.

Paris, 12. März. Das Kriegsministerium beschäftigt sich gegenwärtig damit, die Theilung des 1. und 2. Armee­corps vorzunehmen. Man begründet diese Maßregel, welche einer Verstärkung gleichkommt, damit, daß das 1. Armeecorps die Bestimmung habe, den ersten Anprall der deutschen Truppen auszuhalten, wenn diese in einem eventuellen deutsch-franzö­sischen Kriege in Belgien einfallen sollten. Es verlautet, daß das neue Armeecorps nach Arras stationirt wird.

Loudoü, 12. März. Der am Freitag in Liverpool augekommene DampferKamerun" meldet, der Häuptling der Dahomaer, Samuda, welcher die Meuterei in Kamerun angestiftet, habe, als er, zur Hinrichtung ge­führt, bei dem Gouverneur vorüberkam, diesem geflucht, ihm

die Schuld an der Revolte zugeschoben und erklärt, daß sie nur ihn allein haben tödten wollen. Hierüber gerieth der Gouverneur in solche Wuth, daß er einem nahe stehen­den Soldaten sein Gewehr entriß und den Häuptling mit dem Kolben niederschlug.

Brussel, 12. März. Die belgische Regierung wird dem­nächst die Bahnlinie von Lüttich nach der holländischen Grenze ankaufen. Die Strecke ist im Falle eines Krieges zwischen Frankreich und Deutschland von strategischer Wichtigkeit.

Rom, 12. März. Zwei Radfahrer, welche Über Lyon und Nizza nach Italien gekommen waren, wurden wegen Verdacht« der Spionage verhaftet, weil sie photographische Instrumente bei sich führten.

Turin, 12. März. Man erwartet stündlich das Ableben KossuthS. ________

Berlin, 13. März. Der Milträrposten vor der Com- mandantur an der Schloßbrücke hat sich heute früh er­schossen. Näheres über den Selbstmord noch unbekannt.

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Gießen, den 13. März 1894.

* * Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 15. März 1894, Nach­mittags 4 Uhr pünktlich mit Fortsetzung am Frei­tag den 16. März um dieselbe Stunde. 1. Der hundertjährige Geburtstag von Friedrich Diez. 2. Die Prüfung der Rechnung der Stadt Gießen für 1892/95. 3. Die Berathung des Voranschlags der Stadt Gießen fürs Etatsjahr 1894/95. 4. Gesuch des Johannes Betz um Concefsion zum Wirthschaflsbetrieb im Hause Wiener Hof. 5. Die Ausführung der Ortsfeuerlöschordnung; hier die Satzungen der Freiwilligen Gatl'schen Feuerwehr. 6. Satzungen des Städtetages für das Großherzogthum Heffen. 7. Gesuch des Bäckers Peter Pfeiffer wegen Pacht eines Holzlagerplatzes. 8. Gesuch des Christian Petri V. um Rückkauf der f. Z. an die Stadt verkauften Zufahrt zum früher Kempff'schen Grundstück. 9. Gesuch des Quästors Orbig um käufliche Ueberlaffung eines hölzernen Spalters. 10. Gesuch des Christian Haubach I. wegen Vergrößerung seiner Scheuer im Neustädterfeld. 11. Gesuch des Wilhelm Weigel um Erlaub- niß zum Bauen in der Löberstraße. 12. Gas- und Wasser­leitung für die Hofmannstraße. 13. Die Fortbildungsschule - hier: Vergütung für Reinigung und Heizung der Locale. 14. Vertilgung der Blutlaus- hier: Wahl der Sachverständigen. 15. Unterhaltung des Wegs in den Wingerten. 16. Her­stellung des Hohleichwegs- hier: Anbringung eines Röhren­kanals bezw. einer Holzbrücke. 17. Ausbau der Stetnftraße zwischen Schott- und Marburgerftraße - hier: Antrag auf Geländeenteignung gegen Fabrikant Scheid.

* * Aus dem Justizdienst. Durch Entschließung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz sind bis auf Weiteres: 1) der Gerichtsasseffor Koch in Groß-Gerau mit Wahrnehmung der Dienstvenichtungen eines Staatsanwalts bei dem Landgericht der Provinz Oberheffen, 2) der Gerichts- assessor Dr. Ackermann in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei dem Amts­gericht Groß-Gerau beauftragt worden.

* * Parlamentarisches. Nach einem uns vor Redactions­schluß zugegangenen Telegramm wählte heute die Zweite Kammer der Stände die Abgeordneten Weber-Offen­bach und Wolfsk eh l-Darmstadt zu Präsidenten. Die Wahl Kramers (Socialdemokrat) wurde für ungiltig erklärt, der Antrag des Ausschusses auf Ungiltigkeitserklärung der Wahl Orbigs (Socialdemokrat) an den Ausschuß zurückverwiesen. Das Finanzgesetz wurde um zwei Monate verlängert.

* * Der Circus Lorch, der auch gestern Abend wieder zahlreich besucht war, wird nur noch bis Freitag hier ver­bleiben. Die nächsten Abend-Vorstellungen werden insofern von besonderem Interesse sein, als in ihnen die große Wafserpantomime, ein in Gießen noch nicht gesehenes Ausstattungsstück, ausgeführt wird. Heute (Dienstag) Abend wird sie zum ersten Male gegeben und ohne Zweifel ein zahl­reiches Publikum im Circus Lorch vereinigen.

* * Kaufmännischer Verein. Vor einer großen Zuhörer­schaft hielt gestern Abend Herr Reallehrer Kahl von Wimpfen den angekündigten Vortrag über:Der Kampf ums Dasein im Menschenleben." Wir haben in Nro. 59 d. Bl. den Inhalt des Vortrags kurz gezeichnet, so daß wir von einem nochmaligen Eingehen auf den Stoff absehen können. Herr Kahl hob, was an dieser Stelle noch bemerkt werden soll, hervor, daß an dem Kampf um die Existenzbedingungen in erster Linie der Handwerkerstand be- theiligt sei, sein Hauptgegner sei die Großindustrie- dagegen bezeichnete er die Behauptung als falsch, daß der Trieb zur Arbeit nur durch den Kampf ums Dasein erzeugt und er­halten werde, dieser Trieb werde, wie dies besonders auch die Vorgänge im Thierreiche bewiesen, bethätigt, ohne daß die Existenz des betr. Individuums gefährdet sei. Die Auffassung vom Kampf ums Dasein, wie sie die Sozialdemokratie lehre, zur Erreichung des Ideals von der Gleichheit aller Menschen sei unhaltbar. Der Vortrag wurde mit großem Beifall ausgenommen.

* * Die gestern in der Lahn gelandete Leiche wurde als die eines Dienstmädchens aus Gießen agnoscirt. Das Mädchen war die Nacht über aus dem Hanse der Dienst­herrschaft geblieben, und war ihr darüber, wie auch noch über andere vorgekommene Unregelmäßigkeiten von der Herrschaft Vorhalt gemacht worden - sie ist daraufhin fortgegangen, um sich zu ertränken.

* Verhaftet wurde der Hausbursche eines hiesigen Ge­schäfts wegen Diebstahls und ein Frauenzimmer wegen lüd erlichen Umhertreibens.

* * Der gestern gemeldete Eutendiebstahl hat sich als nichtig erwiesen. Wie die Nachforschungen ergaben, ist die

Ente von einem Hund zerriffen und beseitigt worden. Es erklärt sich dies aus den Blutspuren und daraus, daß noch drei andere Enten angebiffen und beschädigt sind.

Das Storchenpaar hat sich, wie es scheint, nun doch entschlossen, seinen Wohnsitz wieder auf dem alten Schlosse am Brand zu nehmen und zwar in dem improvisirten Neffe auf dem Hauptgebäude. Es scheinen lange Berathungen zwischen Herr und Frau Storch gepflogen worden zu fein, ehe sie sich zur Niederlassung entschloffen- am Sonntag und Montag' z. B. stand der eine Storch, offenbarSie", auf dem Neste und baute, unbekümmert um die Sonntags­ruhe, daran herum, währendEr" auf dem Nachbarschornstein thronte - ihr schien also die neue Wohnung zu gefallen, während er durch sein Verharren auf dem Schornstein aus­drücken wollte:In dieses Nest ziehe ich nicht!" Seitdem bauen nun beide Störche emsig weiter, zur Freude der Kinder und Thierfreunde, und sollten nicht unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten, oder die Störche sich doch noch eines andern besinnen, so wird bald das neue Nest zur Stätte reinen Storchfamilienglückes werden.

** Gebrauchsmuster-Eintragung. N otenblattwend er, gekennzeichnet durch zweitheilige, durch Zahnradsegment und Trieb, AniriebSstange und Griffhebel in zwei Richtungen ver­stellbare Bügel: Ludwig Stork in Nidda, 20. Januar 1894.

Friedberg, 10. März. Heute ist die sechste Frauensperson aus Beienheim wegen Verdachts des wissentlich en Falsch- eids gefänglich eingezogen worden.

Friedberg, 10. März. Bet der vorgestern abgehaltenen Generalversammlung des hiesigen Vorschuß- und Credit- Vereins wurde die Dividende für 1893 auf 8 Procent festgesetzt.

Friedberg, 10. März. Die Actien-Zuckerfabrik Wetterau ist dieses Jahr wegen des ausgedehnten Rüben­areals und der geringen Vorräthe nicht in der Lage, mehr als 14 Pfund Zuckerrübensamen für den Morgen abzugeben. Es empfiehlt sich also eine ganz besondere Sorgfalt bei der Vorbereitung der betreffenden Aecker, damit ein regelmäßiges Aufgehen erzielt wird. D. Ztg.

Vermischtes.

Ms. Fulda, 12. März. Nach eine beim Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde eingetroffenen telegraphischen Nachricht aus dem Civtlcabinet des Kaisers, hat S. Majestät für den geplanten Bau einer evangelischen Kirche in Fulda 52 000 Mk. bewilligt. Im Kirchenbaufond befinden sich nun im Ganzen schon 140000 Mk., sodaß beabsichtigt wird, in nächster Zeit mit dem Bau zu beginnen. Der Bauplatz ist auch bereits gewählt. Die neue evangelische Kirche kommt an die Lindenstraße, unweit der Realschule zu stehen. Man hofft den Bau in zwei Jahren fertigzustellen.

* Berlin, 12. März. Heute Abend ist hier das erste diesjährige Gewitter niedergegangen.

* Dresden, 12. März. In der Nacht auf Sonntag wurde auf den Conducteur der Pferdebahnstrecke Circusstraße- Blasewitz während der Fahrt von einem Unbekannten ge­schossen. Der Verwundete ist im Krankenhause gestorben. Ein Raubmord scheint ausgeschlossen zu sein- vom Thäter sehlt jede Spur. Die Motive zur That sind unbekannt.

* Gera, 10. März. Unter Vorsitz des Geh. Schulraths Herrn Dr. Bornemann aus Dresden als fürstl. Commiffars, fand am 6. und 7. März die diesjährige Reifeprüfung an der Amthor'scken höheren Handelsschule statt. Derselben wohnten Sr. Durchlaucht der Erbprinz Reuß j. L. bei, um sich von den Leistungen in den Specialfächern einer höheren Handelsschule zu überzeugen. Außerdem waren zugegen Se. Exceüenz, Herr Staatsminister Dr. Vollert, der Präsident der Geraer Handelskammer und die Vorsitzenden des hiesigen Kaufmännischen Vereins". Den 22 Schülern, welche sich der mündlichen Prüfung unterzogen, konnte das Reifezeugniß, das gleichzeitig zum einjährig-freiwilligen Militärdienst be­rechtigt, zuerkannt werden.

* Wittlich, 9. März. Der älteste Beamte im deutschen Reiche, der Gefängnißwärter Johann Müller, ist beute im Alter von 101 Jahren und 20 Tagen gestorben.

St. Antwerpen, 10. März. Auf der diesjährigen Weltausstellung wird neben so vielen andern auch ein§ internationale Gartenbau-Ausstellung veranstaltet werden, deren offizielles Programm soeben erschienen ist. Diese Aus­stellung soll vom 5. Mat bis zum 5. November dauern und es werden auf ihr Preise für folgende drei Gruppen zur Vertheilung gelangen: 1) für Zierpflanzen und Ziersträucher aus dem freien Felde, 2) für Pflanzen, die für Gartenanlagen, Blumenbeete und dergl. bestimmt sind und 3) für solche Pflanzen aus Treibhäusern, welche vom Mai bis zum Octobcr im Freien verbleiben können. Unter den 65 äusgesetzten Preisen befinden sich vergoldete, silberne und goldene Medaillen, darunter auch eine große von massivem Golde, welche von dem belgischen Königspaare für die schönste Collection von 200 verschiedenen hochstämmigen Rosenstöcken ausgesetzt ist. Eine zweite, von der Stadt Antwerpen gestiftete goldene Medaille mit einem reellen Werthe von 200 Francs wird der besten Collection von Pflanzen und Sträuchern aus freiem Felde zuerkannt werden. Anmeldungen zu dieser Ausstellung, die noch bis zum 20. März angenommen werden, find zu richten an Herrn Alph. de Cock, Voorzitter der tuinbouwafdeeling in Antwerpen, Montignystraat 2. Wie die hiesigen Blätter einstimmig berichten, wird unter den diesjährigen Ausstellern auch der deutsche Kaiser figuriren. Se. Majestät soll nämlich dem deutschen Comitö bei der Abtheilung für Sportwesen eine prächtige Collection von eigenhändig erworbenen Jagdtrophäen zur Ausstellung über­lassen haben.

In der Bierstadt München hat sich ein Zweigverein des Deutschen Vereins gegen den Mißbrauch geistiger Getränke gebildet. Hohe Militärs und die Spitzen der