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falteten Anarchiflenrazzia wird aus Paris gemeldet, daß dieselbe zur Verhaftung von mehreren Hundert Individuen führte und daß hierbei an einer Reihe von Orten Explosiv­stoffe und zahlreiche Schriften beschlagnahmt worden sind- die große Mehrzahl der verhafteten Anarchisten ist inzwischen bereits wieder entlassen worden. Ueberhaupt muß »es als fraglich bezeichnet werden, ob die ganze vorgenommene An­archistenjagd der Mühe entsprechen wird, welche vom Ministerium Casimir-Perier hierauf offenbar verwendet worden ist.

Der Präsident Peixoto von Brasilien soll einen e n t- scheidenden Schlag gegen die Insurgenten mit Hilfe der von ihm zusammengebrachten neuen brasilianischen Flotte planen. Er hofft, das Geschwader, das dem Ver­nehmen nach aus zehn Torpedobooten, fünf Kanonenbooten und zwei Kreuzern bestehen wird, Mitte Januar zusammen­zuhaben und mit ihm dann die Jnsurgentenflotre vor Rio de Janeiro zum entscheidenden Kampfe zu zwingen. Die Insurgenten-Admiräle de Mello und de Gama sollen sich bereits auf diese Seeschlacht, die jedenfalls ebenso blutig wie interessant zu werden verspricht, vorbereiten.

Neueste 2lad?rid?tcit»

Wolffs telegraphisches Eorrespondenz - Bureau.

Rom, 3. Januar. DerExercito Jtaliano" meldet, infolge Ermächtigung des Königs wird die gesammte Klaffe der Dispositions-Urlauber der ersten Kategorien von 1869 einberufen. Nachdem vom Kriegsminister schon zwölf« tausend Mann zum 5. Januar einberufen sind, werden noch weitere 12,000 auf den 8. d. Mts. einberufen, wodurch die Garnison Siciliens auf 40,000 Mann verstärkt ist.

Rom, 3. Januar. Nach Meldungen aus Trapani brachen am Dienstag in einigen Gemeinden der Provinz Trapani neue Tumulte gegen Gemeinderäthe aus, die Ruhestörungen wurden aber unterdrückt. In Trapani sam­melten sich etwa 200 Personen gestern Abend vor der Mairie an, sie schleuderten Steine gegen das Eingangsthor und warfen Fensterscheiben ein. Als die Municipalpolizisten ein­schritten, entflohen die Ruhestörer. Abends 11 Uhr explo- dirten zwei Petarden vor einer Wagenremise des Palais des Senators Dali, sie richteten aber nur unbedeutenden Schaden an.

Rom, 3. Januar. Es wird bestätigt, daß die Audienz des Tiraspoler Bischofs Zerr beim Papste mit den Schwierigkeiten zwischen Vatican und Rußland zusammen­hängt. Man schließt daraus, daß die offiziellen diplomatischen Begehungen wieder ausgenommen werden und folgert, daß die Veröffentlichung einer Kundgebung des Papstes über die Lage der Katholiken in Polen nicht erfolgt.

Depeschen des BureauHerold".

Berkin, 3. Januar. Die gestrige Staatsminister­sitzung, an der auch der Reichskanzler und der Kriegs­minister theilnahmen, dauerte wieder fünf Stunden. Finanzminister Miquel hat zum 9. Januar den Reichs­kanzler, sämmtliche Minister und einige Reichstagsmitglteder zum Diner geladen. In der heutigen Versammlung der Kut.scher der Taxameterdroschken wurde constatirt, daß 450 Kutscher striken- die kleinen Fuhrwerksbesitzer sind gleichfalls für den Strike. Die Fuhrunternehmer erklärten, die ausständigen Taxameterdroschkenkutscher nicht einzustellen. Seitens der Fuhrwerksbesitzer wird eine Petition an den Polizeipräsidenten behufs Zurücknahme der Verfügung, betr. das Tragen der weißen Chlinderhüte, vorbereitet. Seit Mon­tag werden Unterstützungen an die Ausständigen gezahlt.

Berlin, 3. Januar. Der Vorsitzende zu den deut sch- russischen Zollverhandlungen, Baron Thiel- mann, wird heute von seinem Weihnachtsurlaub zurück­erwartet und werden alsdann weitere Sitzungen der beider- seit.gen Unterhändler statlfinden.

Berlia, 3. Januar. Von unterrichteter Seite wird uns mitgetheilt, die Meuterei in Kamerun sei veranlaßt, weil der Theil der Dahomeyleute, welcher s. Z. von Graven- Ieuth aus der Gefangenschaft ausgelöst worden war, so lange keinen Syl- erhalten sollte, bis die Leute ihre Freikaufs­summe abverdient hätten.

Berlin, 3. Januar. Wie verlautet, wird Zimmerer von seinem Posten als Gouverneur von Kamerun zurück­treten. Als Nachfolger werden Lieutenant Morgen oder Stetten genannt.

Frankfurt a. M., 3. Januar. In derFranks. Ztg." veröffentlicht Graf Arnim-Schlagenthin einen von ihm am 8. December an den Fürsten Bismarck gesandten Brief, in welchem er den Fürsten ersucht, die gegen seinen Vater in dem bekannten Blum'schen Buche:Das deutsche Reich zur Zeit Bismarcks" erhobenen Beschuldigungen zu dementiren, dezw. den Fall Arnim klarzustellen.

Wilhelmshafeu, 3. Januar. Der Befehl zur Entsendung des KreuzersPrinzeß Wilhelm" ist ausgehoben, dafür gehen 120 Seesoldaten auf Privatdampfern nach Kamerun ab.

Liegnitz, 3. Januar. Regierungspräsident Prinz Handjery hat den bekannten Erlaß des Ministerpräsidenten Grafen Eulenburg in den Amtsblättern den ihm unterstellten Be­amten bekannt gemacht.

München, 3. Januar. Bei der heutigen Berathung des Eisenbahnetats im Finanzausschuß beantragten Ratzinger und Maison, die Pacht der Bahnhofsrestaurationen zu erhöhen.

Sagau, 3. Januar. Die schwarzen Pocken greifen immer weiter um sich. Neuerdings sind in Zessend orf einige Todesfälle an schwarzen Pocken vorgekommen.

Neustadl (Oberschlesien), 3. Januar. Die Genick­starre tritt im hiesigen Kreise epidemisch aus.

Ratibor, 3. Januar. Die hiesige Kaufmannschaft be­schloß, durch eine Bittschrift für den russischen Han­delsvertrag und gegen die Stempelquittungs­steuer emzutreten.

Wien, 3. Januar. DiePolit. Corresp." erfährt aus

Berlin, daß sich demnächst mehrere Delegirte dortiger Bankinstitute nach Rom begeben, um daselbst die Recon- struetion des in Zahlungsschwierigkeiten befindlichen Credito Mobiliare in die Hand zu nehmen.

Wien, 3. Januar. Aus Sofia eingelaufene Meldungen besagen, die bulgarische Regierung gehe mit der Absicht um, das Deficit im Budget, welches 10,020,711 Francs beträgt, durch Erhöhung der Abgaben auf Tabak, sowie durch den bei der Auftreibung von Silbermünzen im Betrage von 12 Millionen sich ergebenden Coursgewinn zu decken.

Paris, 3. Januar. General Do dds schiffte sich gestern in Cotonu mit 9 Offizieren und etwa 100 erkrankten Sol­daten nach Frankreich ein.

Madrid, 3. Januar. Durch Haussuchungen bei Anarchisten wurden Correspondenzen entdeckt, welche er­geben, daß in Saragossa, Valladolid, Leres, Barcelona, San Sebastian und Toledo anarchistische Geheim - verbände bestehen, welche ihre Parole von Madrid aus verlangen.

Cocote* unb

Gießen, 4. Januar 1894

** Die strenge Kälte, die durch einen ziemlich heftigen Sturm noch empfindlicher gemacht wurde, hat mancherlei Verkehrsstörungen zur Folge. Besonders im Eisenbahnbetrieb wird über Zugverspälungen berichtet. Be­sonders hinderlich ist die Kälte für den Verkehr auf den Wafferstraßcn geworden. Alle Flüsse führen, soweit sie nicht schon ganz zugefroren, Treibeis. Auf dem Rhein ist an sämmtlichen Traject - Verbindungen, so zwischen Rüdesheim und . Bingen, Bonn und Oberkassel der Personen- und Güter­verkehr eingestellt worden. Personen- und Güterzüge werden auf Umwegen nach ihren Bestimmungsorten geleitet.

** Fernsprechbeirieb betreffend. Das Kaiserliche Postamt sieht sich veranlaßt, die Theilnehmer an der Fernsprechleitung darauf aufmerksam zu machen, daß ein ordnungsmäßiger Fern­sprechbetrieb nur dann möglich ist, wenn alle in der Anweisung zur Benutzung der Stadtfernsprecheinrichtung (Seite 4 und 5 des Theilnehmer-Verzeichniffes) enthaltenen Vorschriften pünktlich erfüllt werden. Namentlich ist unbedingt erforderlich, daß die Anruf- und Schlußzeichen genau den bezeichneten Vor­schriften entsprechend abgegeben werden. Hierzu wird bemerkt, daß zum Anruf des Vermittelungsamtes ein einziger kurzer Druck auf den Weckknopf genügt, um die Signalkloppe zum Fallen zu bringen, wiederholtes oder längeres Knopfdrücken und Trommeln aber ganz zwecklos ist und nur zu Jrrthümern und Derzögelungen Veranlassung giebt. Das von einem Theil­nehmer abgegebene Schlußzeichen kann bei dem Vermittelungs­amt nur dann wahrgenommen werden, wenn der andere Theilnehmer den Fernhörer schon eingehängt hat und umgekehrt muß das von dem anderen Theilnehmer abgegebene Schluß­zeichen den Wecker des einen dreimal zum Anschlag bringen.

** Eine für das reifende Publikum wichtige Anordnung ist Seitens der Eisenbahn-Verwaltungen getroffen worden. Es ist häufig der Fall vorgekommen, daß Reisende bei Antritt der Fahrt den Schalter geschlossen fanden und deßhalb ohne Fahrkarte in den Zug einsteigen mußten. Die Reisenden haben dann auf den Zielftationen für die zurückgelegten Strecken nachträglich Fahrkarten gelöst, jedoch nur für einfache Fahrt, während sie die Hin- und Rückreise auf Rückfahrkarten zu unternehmen beabsichtigt hatten. Für die Folge soll in derartigen Fällen nach der Anweisung der Eisenbahn-Direc- tionen dem Anträge der Reisenden auf nachträgliche Aus­fertigung einer Rückfahrkarte stets stattgegeben werden, vorausgesetzt, daß sie den Schaffner oder Zugführer von dieser ihrer Absicht unterrichten. Der Zugführer macht hier­von dem dienstthuenden Stationsbeamten der Zielstation Mittheilung, der seinerseits dieHahrkarten-Ausgabe entsprechend benachrichtigt. Diese hat sodann für die Strecke von der Reiseantrittstation nach der Zielstation und zurück eine Blanco-Rückfahrkarte auszufertigen und sie für die bereits zurückgelegte Fahrt zu entwerthen. Der Zuschlag von einer Mark darf in solchen Fällen nicht erhoben werden.

** Verhaftet. Ein in Wetzlar wohnhafter Bildhauer, gebürtig aus Wesel, wurde gestern wegen Betrugsversuchs und Urkundenfälschung gefänglich hier eingebracht. Der Schwindler traf am vergangenen Dienstag mit einem Herrn aus Oppershofen am Bahnhof in Butzbach zusammen und wurde mit demselben gesprächsweise bekannt, wobei er denn auch erfuhr, daß jener feinen in Gießen wohnenden Sohn besuchen wolle. Noch an demselben Tag erhielt die Ehefrau des Oppershofener Herrn ein Telegramm von ihrem in Gießen sich befindlichen Ehemann, worin dieser um sofortige telegraphische Zusendung von 150 Mark bat, worauf jedoch die Frau kluger Weise nicht einging, weil sie wußte, daß ihr Mann Geld nicht benöihigte. Auf Erstattung der Anzeige wurde der Schwindler durch einen hiesigen Schutzmann ver­folgt, in Wetzlar unter feinem richtigen Namen ermittelt und zur Haft gebracht.'

* * Märkte in der Provinz Oberheffen und Umgegend im Monat Januar 1894. 16. Gießen (Viehmarkt), Darmstadt

(Viehmarkt), 22. Herborn (Kram- und Viehmarkr), 30. Gießen (Viehmarkt), Darmstadt (Viehmarkt), 31. Schlitz (Viehmarkt).

* * Schuldienst-Nachrichten. Am 4. December wurde dem Schulverwalter Alb. Schütz zu Wies Oppenheim eine Lehrerstelle an der Gemeindefchule zu Horchheim, am 6. December wurde dem SchnlamtsaSpiranten Aug. Law all aus Erbes-Büdesheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Oppenheim, am 9. December wurde dem Schullehrer Georg Heinrich H o f f e r b e r t h zu Kreidach eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Seeheim, am 12. De­cember wurde dem Schullehrer Johannes Lahr zu Gensingen eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Alzcy, am 14. De- I cember wurde dem Schuloerwalter Heinrich Borgerding I zu Ruhlkirchen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule daselbst,

am 20. December wurde dem Schullehrer Johannes Knaup zu Egelsbach die Lehrerstelle an der evangelischen Schule zu Heldenbergen übertragen.

* * Erledigte Lehrerstelleu. Erledigt sind: Die mit einem evangel. Lehrer zu -besetzende Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Schadges mit einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Lectorendienst verbunden. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrer­stelle an der Gemeindefchule zu Richen mit einem jähr­lichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organisten- dienst verbunden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Crumstadt mit einem nach dem Dienstalter sich bemessenden jährlichen Gehalte von 900-1000 Mk. Mit der Stelle ist ein Theil des Organistendienstes verbunden.

* * Briefmarkensammler dürfte es interessiren, zu erfahren, daß die Localpost zu T s ch i f u neue Werthzeichen heraus­gegeben hat. Das Motiv der Briefmarke ist demOstas. Lloyd." zufolge eine Ansicht der Signalstation und des Aus­blicks in der Tschifuansiedlung, und die Marken haben fünf Farben: grün (für i/2 Cent), roth (für 1 Cent), blau (für 2 Cents), gelb (für 5 Cents) und braun (für 10 Cents).

Butzbach, 2. Januar. Die Zellen straf anstatt Butzbach geht ihrer Vollendung entgegen. Ein stattlicher Complex von Gebäuden erhebt sich nordwestlich der Stadt auf einer sanft ansteigenden Anhöhe und bildet ein kleines Dorf für sich. Außer der eigentlichen Strafanstalt mit der Kirche in der Mitte des Hauptgebäudes, mit zwei Zellenflügeln, finden sich Wohnungen für den Director, den Arzt, die Geistlichen beider Consessionen, den Rechner, den Oeconomen, den Werkmeister, den Lehrer und 24 Gefangenenaufseher vor. Ucberall finden sich Gärten bei den Wohngebäuden. Die Erbauung eines dritten Zellenflügels und von zwei weiteren Wohngebäuden für je 4 Aufseher ist für die nächste Finanz­periode in Aussicht genommen und sind an Kosten für diese Bauten und die Jnventarausstattung 390000 M. ins Staats­budget eingestellt. Die Eröffnung der Anstalt ist zum 1. April 1894 in Aussicht genommen. 334 Sträflinge sollen zur Hälfte aus dem Landeszuchthaufe in Marienschloß, zur anderen Hälfte aus den beiden Gefängnissen Darmstadt und Mainz hierher gebracht werden. Es wird dadurch in Marienschloß die not tz- wendige bessere Vertheilung der verbleibenden Gefangenen ermöglicht, in den beiden Gefängnissen aber der andauernd bestehenden Ucberfüllung darum nicht abgeholfen werden können, weil die zu längeren Gesängnißstrafen Verurtheilten, die seither in den Haftlocalen untergebracht werden mußten, in die Gefängnisse zurückzukehren haben. Die Erbauung des dritten Zellenflügels ast der Zellenstrafanstalt Butzbach ist darum zur Ermöglichung eines geordneten Strafvollzugs nothwendig. D. Ztg.

Büttelborn, 31. December. Bei den Meliorationsarbeiten im sogen, alten Neckarbette dahier wurde gelegentlich des Aushebens eines Grabens in der Tiefe von 2 Metern ein schönes Steinbeil (Donnerkeil) gefunden. Diese Funde gehören in hiesiger Gegend nicht zu den Seltenheiten- aber ihr verhältnißrnäßig zahlreiches Vorkommen in hiesiger Gemarkung ist doch merkwürdig. Innerhalb 4 Jahren ist es das 17. Exemplar, welches Einsender dieses übergeben wurde. Die meisten dieser zum Theil sehr schönen Steinwerkzeuge sind an competente Stellen abgeliefert worden. Leider wurden in früheren Zeiten dem Vernehmen nach zahlreiche solcher Gegenstände durch auswärtige Händler verschleppt. Jedenfalls sind die Steingeräthe ein Zeugniß dafür, daß sich hier in prähistorischer Zeit schon menschliche Ansiedelungen befanden.

Vermischtes.

* Ohlenbostel, 3. Januar. Durch ein Dynamit- Attentat wurde in der Neujahrsnacht das Haus des Steigers Kefe beschädigt. Vermuthlich liegt Rache vor.

* Cottbus, 3. Januar. Infolge Zusammenbruchs der Eisdecke der Schießhauslache versanken 25 Kinder, davon sind 5 ertrunken.

* Breslau, 3. Januar. Ein Ministerial-Erlaß versagte einem Beschlüsse der hiesigen Stadtbehörden, den bisherigen Zoll von 6 Mark für den Bruttocentner ausländisches Schmalz aufzuheben, die Genehmigung.

* Graz, 1. Januar. Graf Hartenau hat einen Mar st all von 12 Pferden hinterlassen, die nun sämmtlich zum Verkaufe gelangen. Die drei schönsten derselben, sämmtlich englischer Zucht, sind um den Preis von 12 000 sl. in den Besitz des Kaisers von Oesterreich übergegangen. Gräfin Hartenau, welche vom Bureau der Sobranje telegraphisch von dem Beschlüsse, der ihr eine Pension gewährt, benach­richtigt wurde, hat an den Präsidenten folgendes Telegramm gesendet:Wollen Sie der Regierung und der Sobranje meinen Dank für den hochherzigen Act aussprechen, der mich umsomehr rührt, als er in der Erinnerung an ihren ersten Fürsten geschah, der mit seinem ganzen Herzen dieser ruhm­vollen Nation ergeben war."

*Royal Baron of Bees." Am 23. December wurde in Windsor in feierlicher Weise derRoyal Baron os Bees" ausgestellt, das ist der Rinderbraten, der am ersten Weih­nachtstage auf dem Tische der Königin Victoria prangen sollte. Er wog nicht weniger als 160 Pfund. Der Ochse, der die Ehre gehabt hat, den prächtigen Braten zu liefern, war ein in einem der Musterställe der königlichen Güter geborenes und erzogenes Thier. Königin Victoria brachte das Weih­nachtsfest in Osborne zu, wo derRoyal Baron of Beef" gegessen wurde, nachdem er in der großen Küche des Schlosses zu Windsor gebraten war.

* Brav geworden. Ein Lebenszeichen von sich gegeben hat ein Defraudant, dessen Flucht aus Berlin vor etwa 12 Jahren Aufsehen erregte. Derselbe, damals ein vierzehn­jähriger Lehrling Namens Salomon, hatte seiner Zeit, als