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Neueste Nerchvichten.

WolffS telegraphisches Correspondenz - Bureau.

Berlin, 2. Januar. Nach einem Telegramm aus Kamerun wurden bis zum 31. December zwölf und bis heute weiter zehn Rebellen, darunter die Rädelsführer, durch, eingeborene Schwarze aufgegriffen und an das Gou> vernement abgeliefert.

Palermo, 2. Januar. Ein vom General Morra er« lassenes Manifest besagt, die Augen der ganzen Welt seien auf ©Icilien gerichtet, von dem großenteils die wirthschaft- liche Wohlfahrt des Vaterlandes abhänge. Allein ohne die vollste Achtung des Gesetzes sei keinerlei Freiheit in der bürgerlichen Gesellschaft möglich. Die Regierung beschäftige sich liebevoll mit der öffentlichen Sicherheit und Wohlfahrt und hoffe auf die Mitwirkung aller Patrioten zur Wieder­herstellung der Ruhe und zur Lösung der soeialen Probleme. Das Manifest schließt mit den Worten:Wir haben zu­sammen mit der ruhmreichen Dynastie Italien geschaffen, an den Sietlianern liegt es, das Land auf seinen unerschütter­lichen Grundlagen zu sichern."

Parlermo, 2. Januar. Weiteren Mittheilungen zufolge kamen in Pietraperzia sehr ernste Tumulte vor. Mehrere öffentliche und private Gebäude wurden angezündet. Das Militär mußte einschreiten. In Mazzara stürmte die Menge das Katasteramt und die Steuereinnehmerei, verbrannte die Acten und zündete die Häuser an- auch in das Gefängniß suchte die Menge einzudringen. In Belmonte fanden Kund­gebungen gegen die Communalabgaben statt, in Eampobello wurden das Municipium und das Steuergebäude in Brand gesteckt. In Terrasini Palma, Montechiaro und Camporeale kamen Zusammenrottungen vor, die jedoch ohne Zwischenfall aufgelöst wurden.

Depeschen des BureauHerold".

Berlio, 2. Januar. Bei der gestrigen Defilircour auf den Neujahrempfängen im Königlichen Schloß wurde der ^Reichskanzler vom Kaiser durch eine längere Unter­haltung ausgezeichnet.

Berlin, 2. Januar. Dem Reichstage wie dem Bundesrathe wird sofort eine Vorlage wegen Verlängerung der provisorischen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Spanien bis zum 31. Januar zugehen. Auch die An­gelegenheit betreffend die Einführung der Berufung in Straf­sachen wird demnächst den Bundesrath beschäftigen.

Berlin, 2. Januar. Der Go uv erneur von Ka me run, Zimmerer, har infolge der Vorgänge in Kamerun seinen Urlaub unterbrochen und ist aus seiner Heimath in Bayern hier eingelroffen. Die Auswechselung .der Ratificationen zum Handelsvertrag e zwischen Deutschland und Rumänien hat heute durch den Staatssecretär v. Marschall und den rumänischen Gesandten Ghika stattgefunden. Das Handelsprovisorium zwischen Deutschland und Spanien ist am 30. December 1893 in Madrid unterzeichnet worden.

München, 2. Januar. Bei dem gestern unter Anwesen­heit der höchsten Herrschaften stattgefundenen Hofconcert wurde der Freiherr Truchseß, der ehemalige Gesandte in Petersburg, plötzlich vom Herzschlage getroffen und verstarb, als man ihn aus dem Saal bringen wollte. Unter der Gesellschaft herrschte große Aufregung - das Concert wurde sofort aufgehoben.

Wie», 2. Januar. Wie diePol. Corr." aus Peters­burg meldet, soll der Gesundheitszustand des General-Gou- I verneurs Gurkow ein derart besorgnißerregender sein, daß bereits lebhafte Erörterungen über den Nachfolger stattfinden. Besonders werden der Generalgouverneur von Turkestan, Rosenberg, und der Gouverneur von Odessa, General Roop, als solche bezeichnet.

Prag, 2. Januar. Gegen die Omladinisten werden die Untersuchungen noch immer im größten Maßstabe fortgesetzt und immer neue Verhaftungen vorgenommen. Es wurde constatirt, daß die Mörder Mrvas durch den kürzlich ver­hafteten Cziczek, dem Geschäftsführer des Jungczechenclubs, Geld erhalten haben, nachdem der Mord ausgeführt worden war. Der Abgeordnete Engel besuchte gestern Cziczek im Gefängniß.

Budapest, 2. Januar. Einem Concessions-Gesuche behufs Eröffnung einer Dynamttfabrik wurde mit der Begründung nicht entsprochen, daß die Fabrikation von Sprengstoffen in den Kreis der Monopole ausgenommen sei. Alle europäischen Regierungen sollen dieserhalb Verhandlungen pflegen.

Rom, 2. Januar. In der Neujahrsnacht wurde das Schild des französischen Consulats mit Steinen beworfen. Zwei Individuen sind verhaftet. Der Quästor besuchte den französischen Consul und drückte sein Bedauern über das Vorkommniß aus.

Palermo, 2. Januar. Die Unruhen dauern fort. Namentlich werden viele Ausschreitungen gegen Steuerbehörden ausgesührt. In Castelvetrano setzten die Tumultanten den Bürgermeister ab und übergaben den erledigten Posten dem Präsidenten des Arbeiterbundes.

Venedig, 2. Januar. Aus Mittel- und Süditalien werden große Schneefälle gemeldet, welche bedeutende Verkehrsstörungen zur Folge haben. Bei Capitanata, Puglien und Solmona sind die Eisenbahnlinien vollständig durch Schneeverwehungen gestört. Bei Canzano liegt der Schnee zwei Meter hoch. Die Abruzzen sind infolge der Schnee­stürme nicht zu passiren.

Turin, 2. Januar. Hierselbst wird eine große Volks­demonstration gegen das Verdict des Schwurgerichts in Angouleme geplant.

Paris, 2. Januar. Sowohl in Paris als in allen Provinzen wird mit größer Energie gegen die Anarchisten eingeschritten. Ueberall werden Verhaftungen und Haussuchungen vorgenommen, deren Ergebniß bisher sehr belastendes Material für den Anarchismus gewesen ist. Infolge dieser Vorgänge hat sich der Anarchisten große Besorgniß bemächtigt und uiele derselben flüchten nach allen Gegenden.

Paris, 2. Januar. DasXIX. Stecle" veröffentlicht i die Namen der Geschworenen, welche das Urtheil über Vai Ilant fällen werden. Unter den Geschworenen befindet sich auch Baron Rothschild. Man glaubt, daß eine große j Zahl der Geschworenen aus Furcht vor der Sache der An­archisten sich ihrem Mandat entziehen werden.

London, 2. Januar. DerStandard" berichtet von einer Vergrößerung der russischen freiwilligen Flotte um drei kriegstüchtige Kreuzer und zwei Reserve­kreuzer.

Loudon, 2. Januar. Wie aus Copland gemeldet wird, soll der englische General-Gouverneur von Südafrika, Johnston, seine Demission eingereicht haben.

Mainz, 3. Januar. Der Rhein geht seit letzter Nacht schwer mit Eis. Die Schiffe können kaum in die Sicher­heitshäfen gelangen.

Brüffel, 3. Januar. Nach einemGazette"-Telegramm fand in Tamines bei Namur eine Dynamitexplosion statt; dieselbe verursachte im Hause eines Bergarbeiters großen Schaden. Mehrere Dynamitpatronen wurden vor der Reparaturwerkstätte der Eisenbahn in Charleroi ge­funden. Die Untersuchung ist eingeleitet.

Madrid, 3. Januar." Der Proceß gegen die Anarchisten ist gestern Abend elf Uhr beendet worden. Die angeklagten drei Anarchisten wurden zu je sieben Jahren Zwangsarbeit, zum Verlust der Bürgerrechte und in die Kosten verurtheilt.

Coeofcs unö provinzielles.

Gießen, 3. Januar 1894.

** Concert Verein. Nach langer Pause haben wir die Freude, das berühmte Münchener Quartett mit dem Concert- meister Professor Benno Walter an der Spitze, am kommenden Sonntage im Concertsaal begrüßen zu können. Di^ Münchener Quartettvereinigung ist, wie bekannt, eine der vornehmsten und künstlerisch bedeutendsten und dürste nicht viele gleichwerthe Rivalen haben. Es ist zu bedauern, daß das Streichquartett, welches unbedingt als die vornehmste musikalische Gattung gelten muß, so wenig in breitere Kreise eindringt und bisher nur im Stande war, eine kleine, wenn auch dafür kunstsinnige Gemeinde heranzuziehen und zu fesseln. Hoffen wir, daß für diesmal hierin eine Ausnahme eintritt, so bedeutende Künstler, wie das Münchener Quartett sind im Stande, auch minder musikalisch Begabten bisher unbekannte Genüsse zu offenbaren.

*' Aus dem Zustizdienst. Durch Entschließung Groß­herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 29. December v. I. wurden bis auf Weiteres beauftragt: 1) der Großh. Amtsrichter Seeger in Gießen mit Wahr­nehmung der Dienstverrichtungen eines Richters bei dem Großh. Landgericht der Provinz Oberhessen, 2) der Großh. Gerichtsassessor Jonas in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters bei Großh. Amtsgericht Gießen und 3) der Großh. Gerichtsassessor Sonne in Darmstadt mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Htlfsgerichtsschreibers bei dem Großh. Landgericht der Provinz Starkenburg.

** Vou hessische» Behörde» werde» steckbrieflich verfolgt: Dienstknecht Hieronymus Ehm aus Sulzbach, zuletzt in Altenburg, vom Amtsgericht Alsfeld wegen Betrugs; Former Heinrich Oskar Julius Felke aus Breslau vom Amtsgericht Friedberg wegen Strafvollzugs- Johs. Reidel II. Ehefrau, Minna geb. Hisgen aus Lich, von der Staatsanwaltschaft in Gießen wegen Diebstahls- Leinweber Johannes Kemmler aus Queck, Kreis Lauterbach, vom Amtsgericht Grünberg wegen Diebstahls- Gärtner Johann Ku sack aus Alzey vom Amtsgericht Osthofen wegen Strafvollzugs- Ctgarrenmacher Jakob M i s ch l e r aus Lorsch vom Amtsgericht I in Darmstadt wegen Strafvollzugs- Geschäftsreisender Paul Seitz aus Lobau von der Staatsanwaltschaft in Darmstadt wegen Betrugs - Küfer Johann Wilhelm aus Ladenburg, angeblich zur Zeit in Diedenbergen bei Wiesbaden, vom Amtsanwalt I in Darm­stadt wegen Strafvollzugs - Müllerbursche Gustav Wirth aus Ulrichstein, zuletzt in Höchst i. O., vom Amtsgericht Ortenberg wegen Betrugs.

** Zur Platzmiethe in einigen Schnellzügen der Main- Weser-Bahn wird derFranks. Ztg." geschrieben: Die Ver­waltung der Main-Weser-Bahn hatte gegen einen Passagier, der den Schnellzug Nr. 75 benutzt und die Entrichtung der Platzmiethe von zwei Mark verweigert hatte, gerichtliche Klage erhoben, wurde aber in der ersten Instanz abgewiesen. Der in Anspruch genommene Fahrgast hatte sich auf sein Retourbillet bezogen, auf dem vermerkt war, daß es für alle Züge gültig sei. Man ist auf die Entscheidung der höheren Instanz gespannt.

* Anläßlich der Verhandlungen über die Steuerfreiheit der Standesherren in den gesetzgebenden Körpern mehrerer deutschen Bundesstaaten, namentlich in Preußen und Bayern, ist häufig die Meinung ausgesprochen worden, daß auch im Großherzogthum Hessen die Standesherren, deren sich in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen eine größere Anzahl befinden, noch steuerfrei seien oder sich doch in dieser Richtung noch wesentlicher Begünstigungen und Privilegien zu erfreuen hätten. Dem ist indessen nicht so. Schon bet der ersten Regelung der Verhältnisse der Standesherren in unserem engeren Vaterlande durch das Edict vom 17. Februar 1820 wurde die vorher bestehende Steuerfreiheit derselben wesentlich beschränkt. Das Gesetz vom 7. August 1848 bestimmte dann in seinem Art. 8, daß alle Vorrechte der Standesherren hin­sichtlich der Entrichtung von directen oder indirecten Abgaben aufgehoben und dieselben vom 1. Juli 1848 ab für sich und ihre Familien den allgemeinen Steuergesetzen unterworfen seien. Als letzteres Gesetz demnächst . einer Revision unter­worfen und durch das Gesetz vom 18. Juli 1858 ergänzt worden war, fand in diesem Cardinalpunkt eine Aenderung

nicht statt. Das letztere Gesetz wiederholte vielmehr in seinem Art. 36 ausdrücklich, daß alle Vorrechte der Standesherren hinsichtlich der Entrichtung von directen und indirecten Ab­gaben ausgehoben bleiben. Eine Ausnahme fand nur statt durch die Befreiung der Standesherren für sich und ihre Familien vom Chausseegeld innerhalb ihrer Standesherrschaften und von der Verpflichtung, bei Ausübung der Jagd einen Jagdwaffenpaß zu lösen, letzteres aber nur für ihre eigene Person. Da inzwischen das Chausseegeld längst allgemein aufgehoben ist, bleibt also für die hessischen Standesherren nur das einzige Privileg, keinen Jagdwaffenpaß lösen zu müffen, eine Sache ohne jede finanzielle Bedeutung. Das Groß­herzogthum Hessen ist also auch in dieser Frage der gleich­mäßigen Behandlung aller Staatsbürger vor dem Gesetz und der Abschaffung aller Privilegien, wie in so vielen anderen Dingen, anderen und größeren deutschen Staaten längst voran­gegangen. D. T.

T Lich, 2. Januar. In die hiesige Pfennig-Spar­kasse wurde int verflossenen Jahre von 434 Einlegern die Summe von 10 382,70 Mark und zwar 738,30 Mark mehr als im Jahre 1892, eingelegt. Die Erhebungen werden in diesem Jahre zur gewöhnlichen Zeit von den Herren Kaminfegermeister Schwenk, Ziegler Schmidt und Küfer A. Jung besorgt. Die Obereinnehmerstelle versieht Herr Schreiner H. Schmidt.

Stangenrod, 28. December. Schon seit langer Zeit ist es der sehnlichste Wunsch unserer Einwohnerschaft, daß unser Ort mit dem kaum eine halbe Stunde entfernten Städtchen Grün berg durch eine Kreisstra ße verbunden werde. Den Bemühungen des Herrn Provinzialdirecrors Frhrn. v. Gag ern ist es wohl in erster Linie zu verdanken, daß nunmehr der Bau einer Kreisstraße zwischen den beiden genannten Orten beschlossen worden ist. Sicherem Vernehmen nach soll schon im nächsten Frühjahre mit den Erdarbeiten begonnen werden, sodaß die Straße längstens in zwei Jahren dem Verkehr übergeben werden kann. Man beabsichtigt, die­selbe in die Staatsstraße GrünbergLondorf geeignet ein­münden zu lassen, damit durch dieselbe auch der Verkehr zwischen unserem Orte und der Rabenau erleichtert wird.

Ortenberg, 28. December. Unserem langjährigen Bürger­meister, Herrn Roth, der schon über 40 Jahre die Stelle eines Rechners der Ludwig- und Mathilden-Stistung des hiesigen Bezirks begleitet, wurde von der Verwaltung der Sparkasse als Anerkennung seiner vorzüglichen Leitung der Kaffe eine hübsche Weihnachtsfreud e zu Theil. Am ersten Feiertage erschien nämlich der Präsident der Stiftung, Herr Oberförster Hoffmann, mit noch mehreren Ausschuß- Mitgliedern und überreichte Herrn Roth mit einer herzliche» Ansprache eine kostbare goldene Uhr mit Kette.

Darmstadt, 2. Januar. Seine Königl. Hoheit der Groß- Herzog hat Herrn Bürgermeister Morneweg am gestrigen Neujahrstage zum Oberbürgermeister der Haupt- untr Residenzstadt Darmstadt ernannt.

nn. Darmstadt, 1.Januar. Ein bedauerlicher Un­glücksfall hat sich gestern beim Neujahrsschießen dahier ereignet. In einer Wirtschaft in der Karlstraße schoß ein 20jähriger Schlossergeselle einem anderen Collegen mit einer sogen. Flobertpistole, welche er mit einer scharfen Patrone geladen hatte, eine Kugel in den Kopf, sodaß der Getroffene zusammenstürzte und schwer verletzt in das städtische Hospital ausgenommen werden mußte. Der Thäter wurde sofort ver­haftet und in das Polizeigefängniß verbracht.

A»8 Rheinhesie», 31. December. In den katholischen Kirchen wurde heute ein Ausschreiben des Herrn Bischofs Paul Leopold von Mainz verlesen, worin bestimmt wird,, daß die katholische Schuljugend schon mit dem 12. Lebens­jahre, statt wie bisher mit dem 14. Lebensjahre, gelegentlich \ der Entlassung aus der Schule zum Empfange der ersten heil. Communion angehalten werden soll. Es haben somit alle Kinder, die das 11. Lebensjahr zurückgelegt haben, den demnächst beginnenden Confirmandenunterricht zu besuchen, so daß dieses Jahr drei Jahrgänge auf einmal confmnirt werden. Mit dieser in den meisten Diöcesen schon früher practisch eingeführten Maßregel wird bezweckt, daß die Kirche,, bezw. die Schule Gelegenheit hat, noch zwei Jahre lang nach der stattgehabten Abendmahlsfeier auf das religiöse Leben der Confirmanden einzuwirken. D. Ztg.

A Mainz, 2. Januar. Die von unserer städtischen Verwaltung beschlossenen Nothstandsarbeiten wurden heute in Angriff genommen. Daß die Zahl der Arbeits­losen hier durchaus nicht so groß ist, als von socialdemokra­tischer Seite behauptet wurde, ergibt sich aus der Thatsache, daß sich nur gegen 200 Personen zur Arbeit gemeldet und von den zur Arbeit Angenommenen circa die Hälfte an der Arbeitsstelle gar nicht erschienen sind. Leitender Grundsatz der städtischen Verwaltung bei Annahme Arbeitsloser ist, zu­erst die Verheiratheten, sodann Diejenigen, welche andere Personen zu ernähren haben und dann erst Ledige zu berück­sichtigen. In Folge des starken Treibeises aus dem Neckar, dem Main und der Nahe haben die Köln-Düsseldorfer und Niederländer Dampfboote ihre Fahrten eingestellt, da bei dem außerordentlich niedrigen Wasserstande es sehr ge­fährlich erscheint, durch das Eis zu fahren. Auch die Schleppzüge warten in der Nähe von Sicherheitshäfen gün­stigere Witterung ab, während die Kettendampfer ihre Fahrten ganz eingestellt haben. Im Main wurden bereits am Samstag die Wehre im Canal niedergelegt und seit Sonntag wegen des zunehmenden Treibeises die ganze Schifffahrt mit Aus­nahme der Localboote, die den Verkehr zwischen Kostheim und hier vermitteln, geschlossen.

Vermischtes.

* Nordhausen, 27. December. Vor der hiesigen Straf­kammer wurde dieser Tage eine moderne Rinaldinigeschichte verhandelt. Ein Liebespaar erbaute sich in einem nahe bei