sei, für unrichtig. Die „Nordd. Allg. Ztg." weist nach, die Mehrausgabe sei hauptsächlich durch Ablieferung der zweiten Nate der österreichischen Vereinsthaler entstanden.
Berlin, 30. Juli. Wegen des heftigen Auftretens der Cholera in Rußland ordnete die Eisenbahndtrection Berlin an, die vom Eisenbahnminister am 28. Juli 1893 ausgegebenen Grundsätze für Einrichtung des Eisenbahnverkehrs in Cholerazeiten in vollem Umfange anzuwenden.
Esten, 30. Juli. Durch eine Explosion schlagender Wetter stnö am Samstag auf der Zeche Neuenesien drei Bergleute getödtet worden.
Lübeck, 30. Juli. An Bord des Dampfers „Trave" ist auf der Reise von St. Petersburg nach Lübeck ein Heizer an Cholera gestorben.
Wien, 30. Juli. Der Tod des Erzherzogs Wilhelm hat die tiefste Bestürzung hervorgerufen. Ueber den Unfall werden folgende Einzelheiten gemeldet: Vor der ( Villa des Erzherzogs in Baden führt die electrische Bahn vorbei, an deren Läuten der Erzherzog sein Pferd gewöhnen wollte. Als er eine größere Strecke mit dem Zuge geritten war, scheute das Pferd plötzlich. Der Erzherzog wollte abspringen, blieb aber im Steigbügel hängen und wurde dreißig Schritte weit geschleift, bis er ohnmächtig liegen blieb. Der Erzherzog, der eine Wunde am Kopfe hatte, wurde in ein nahegelegenes Gasthaus gebracht, wo der aus Wien herbei- gerufene Professor Weinlechner den hoffnungslosen Zustand erkannte. Nachdem der Verunglückte in seine Villa geschafft war, verstarb er Nachmittags 5 Uhr. Alle Morgenblätter widmen dem Verstorbenen, der wegen seines leutseligen Wesens ungemein populär war, sympathische Nachrufe.
Wien, 30. Juli. Nach neueren Meldungen ist das Unglück des Erzherzogs Wilhelm dadurch entstanden, daß ein Radfahrer zwischen dem Pferde des Erzherzogs und dem Zuge der electrischen Bahn mit großer Schnelltgleit durchgefahren und dabei das Pferd streifte. Der Verstorbene ernannte den Erzherzog Eugen zum Universalerben.
Wien, 30. Juli. Die Beise-tzung des Erzherzogs Wilhelm wird voraussichtlich am Mittwoch oder Donnerstag erfolgen. Auf kaiserlichen Befehl wurde bereits die Ein- balsamtrung der Leiche vorgenommen, da wegen der nach dem Absturz erfolgten starken inneren Blutungen sonst eine baldige Verwesung zu befürchten gewesen wäre. Das Letchenbegängniß dürfte einen äußerst pomphaften Character erhalten, da an demselben zahlreiche Truppentheile, u. a. auch die russische rettende Artillerie-Brigade, deren Chef der Verstorbene gewesen, theilnehmen werden.
Lemberg, 30. Juli. Hier soll demnächst ein deutsches Consulat für Galizien und die Bukowina errichtet werden.
Paris, 30. Juli. In der Gemeinde Quarante haben in den letzten Tagen Haussuchungen stattgefunden, wie es heißt, um Briefpapier aufzufinden. Präsident Casimir Perter erhielt nämlich am 13. Juli aus Quarante einen Drohbrief, in welchem eS hieß: „Vier Tage nach Caserios Hinrichtung dürfte Ihnen die Lust vergehen, Präsident von Frankreich zu sein." Die Polizei constatirte, daß am 12. Juli ein gleiches Briefpapier, wie das zu dem Briefe an Casimir Perter benutzte, in Quarante verkauft worden ist,- der Verkäufer konnte sich jedoch nicht mehr entsinnen, an wen.
Paris, 30. Juli. Der „Temps" bespricht in einem zweiten Artikel die Congofrage, wobei er die Anwesenheit belgischer Offiziere in der Nähe der französischen Besitzungen in Afrika erörtert und in dieser Thatsache eine beständige Gefahr für die Sicherheit des Friedens erblickt. Es sei zu wünschen, daß die Verhandlungen, die jetzt in Paris gepflogen würden, den colonialen Mißständen ein Ende machten.
Paris, 30. Juli. In einem beachtenswerthen Artikel äußert sich der „Temps" über die am Samstag geschlossene Kammersttzung und stellt fest, daß dieselbe die Annahme des Anarchtstengesetzes bei einem äußerst geringen Besuche ergeben habe. Die Abgeordneten treffe die Schuld der Un- entschloffenheit und Schwäche,- sie hätten sich von den Umtrieben der Oppositionspartei Furcht einjagen lasten. Die Mehrheit werde jedoch die Verantwortung für die Unfruchtbarkeit der Verhandlungen übernehmen müssen.
Loudon, 30. Juli. Eine hervorragende spanische Persönlichkeit erklärte einem Journalisten, Korea befinde sich im Zustande vollständiger Anarchie. Um die Finanzen stehe es schlecht und Corruption herrsche in allen Kreisen. Fremde orgamsirten Aufstände.
San Francisco, 30. Juli. Amerikanische Japanesen sind im Begriffe, Truppenabtheilungen Freiwilliger zu bilden, mit amerikanischen Gewehren neuer Systeme auszurüsten und der japanischen Regierung zur Verfügung zu stellen.
Tokio, 30. Juli. In offiziellen Kreisen ist man überzeugt, daß die Unterhandlungen, welche dieser Tage von China vorgeschlagen wurden und auch thatsächlich stattgefunden haben, den einzigen Zweck hatten, Zeit zur Con- c^trirung von Truppen zu gewinnen.
Yokohama, 30. Juli. Die Marine- und Land- reservetruppen erhielten Befehl, sich in ihre betreffenden Depots zu begeben. Die Chinesen verlassen zu Tausenden Japan.
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Gießen, den 31. Juli 1894.
* * Ernannt wurden am 17. Juli der Militäranwärter Ludwig Jäger aus Wetter zum Registrator beim Großh. Landgericht Oberhesten, am 20. Juli l. I. der Hilfsbremser bei den Oberhessischen Eisenbahnen Georg Schäfer aus Garbenteich zum Bremser bei diesen Bahnen mit Wirkung vom 1. August l. I. an.
* * Gießener Omuibns-Gesellschast. Mit dem morgigen 1. August wird Gießen um ein neues Verkehrsinstitut bereichert: die regelmäßigen Omnibusfahrten zwischen der Marburgerstraße und den Bahnhöfen.
Nachdem bereits in den letzten Tagen Fahrten zwischen Wieseck und Gießen behufs Einfahren der Pferde stattgefunden, fanden heute auch Probefahrten auf den beiden Linien Marburgerstraße—Bahnhof und Marburgerstraße—Grünbergerstraße— Bahnhof und umgekehrt statt. Wir geben wohl nur der Erwartung aller Bewohner Gießens Ausdruck, wenn wir dem neuen Unternehmen eine in jeder Beziehung günstige Entwickelung und Rentabilität wünschen- zeigt doch die neue Einrichtung, daß unser erfreulich aufstrebendes Gemeindewesen auch den Anforderungen des Verkehrs, soweit dies in seinen Kräften steht, gerecht zu werden versteht. In dem Fahrplan, welcher der Stadtauflage des heutigen „Gießener Anzeigers" beiliegt, ist Fürsorge getroffen, daß das Publikum zum und von allen hier verkehrenden Eisenbahnzügen bequemen Anschluß findet, aber auch in den Zwischenzeiten ist Gelegenheit zu Fahrten nach und vom Bahnhof gegeben. Dabei ist der Fahrpreis von 10 Pfg. ein mäßiger. — „Gut Fahrt!"
* * Zelleustrafaustalt Butzbach. Nach den von dem Großh. Ministerium des Innern und der Justiz getroffenen Bestimmungen sind in die Zellenanstalt Butzbach aufzunehmen alle männlichen, nicht jugendlichen Gefangenen,
1) die zu Zuchthausstrafe von höchstens fünf Jahren oder zu Gefängnißstrase von über einem Monat bis zu höchstens 5 Jahren verurtheilt sind, sofern sie
a. nicht mit Zuchthaus und * *
b. nicht mit Gefängntß unter Entziehung der bürgerlichen Ehrenrechte vorbestraft sind, oder
2) die zu Gefängntß von mehr als einem Monat oder zu Zuchthaus verurtheilt sind, sofern sie beim Nichtzutreffen der Voraussetzungen unter Ziffer 1 a und b nach dem Ermessen der Strafvollstreckungsbehörde noch für besserungsfähig zu erachten sind.
** Militärisches. Die Offiziers-Schärpe soll, wie verlautet, für Lieutenants und Hauptleute in Fortfall kommen. Sie soll nur den Stabsoffizieren verbleiben, von diesen jedoch nach Art der Adjutantenschärpe, von der rechten Schulter nach der linken Hüfte hängend, getragen werden, während für die Adjutanten ein Abzeichen, ähnlich den Schützenfangschnüren, beabsichtigt ist. Den Lieutenants und Hauptleuten wird an Stelle der Schärpe ein silberner Gürtel nach dem Vorbilde des Gürtels der Marineoffiziere gegeben werden, der zugleich zur Befestigung des Fernglases und des Revolvers dienen soll.
** Berichtigung. In dem Referat über die Sitzung der Großh. Handelskammer vom 27. Juli d. I. in vor. Nr. muß es auf Zeile 39 statt Seifenindustrie helßen: Saison- Industrie.
L. Londorf. 30. Juli. Bei der am 22. Juli er. stattgehabten Generalversammlung des Spar- und Vorschußvereins Rabenau zu Londorf wurde Pilipp Rabenau an Stelle des nach Reichelsheim versetzten Lehrers Schäfer zum Con- troleur gewählt.
Ober-Lais, 26. Juli. Von einem schweren Trauerfall ist die Familie des hiesigen Forstwarten Ahl heim betroffen worden. Der älteste Sohn, ein kräftiger Mensch von 18 Jahren, war seit einigen Monaten in Darmstadt als Metzgerbursche in Stellung (vorher bet Metzger Kratz in Nidda). Eine Depesche seines Meisters meldet den unglücklichen Eltern, daß ihr Sohn gestern Nachmittag gegen 6 Uhr beim Baden in einem Teiche ertrunken sei. Der Schmerz der Eltern ist unbeschreiblich.
Stockheim, 28. Juli. Einige hiesige Fuhrwerksbesitzer waren gestern Abend auf dem Nachhausewege bet Wirth R. in Selters eingekehrt, um sich durch einen Trunk zu stärken. Unter denselben befand sich auch ein reicher Bauer, der wiederholt die Gaststube verließ. Wirth R. hat nebenbei noch eitte Specereihandlung und diese hatte sich der Bauer zum Operationsfeld ausersehen. In einem unbewachten Augenblick gelang es ihm, 2 Päckchen Tabak A. B. Reiter zu entwenden, doch wurde er von der Wirthssrau erwischt, die gleich Lärm schlug. Der ertappte Bauer erstattete sofort den Kaufpreis der 2 Päckchen, indessen der Wirth war schlauer, er unterzog den Futtersack auf dem Fuhrwerk des Betreffenden einer Revision und fand in demselben noch 11 Päckchen Tabak vor. Es entstand einen Menschenauflauf und der Dieb wurde zur Anzeige gebracht. D. Tgl. Anz.
Büdingen, 30. Juli. Heute Morgen 9 Uhr schied 'nach etwa achttägigem Krankenlager Herr Kirchenrath Meyer aus diesem Erdenleben in einem Alter von 9U/2 Jahren. Er entstammte einer alten, ehrbaren hiesigen Bürgersamilie und wurde nach vollendeter Studienzeit bald als Pfarrer in dem benachbarten Haingründau angestellt. Aber schon im Jahr 1829 übertrug ihm der Patron hiesiger Kirche, Se Durchlaucht der Fürst Casimir zu Isenburg und Büdingen die zweite hiesige Pfarrestlle,- später, im Jahr 1844 ward er erster Stadtpfarrer und bekleidete von da an auch das Amt eines Decans des Decanats Büdingen, ertheilte dabei den Religionsunterricht im Gymnasium und war langjähriges Mitglied der Kreisschulcommission und der Landessynode. In seinen Aemtern war er rastlos thätig und zeichnete sich dabet durch unermüdliches, wissenschaftliches Streben aus. In Anerkennung deffen ernannte ihn Seine Durchlaucht der Fürst zu Isenburg und Büdingen zum Hofpredtger,- Seine König!. Hoheit der Großherzog verlieh ihm nach- einander den Philipps- und Ludwigsorden und ehrte ihn mit dem Titel „Kirchenrath". — Im Winter 1876 wurde er während seiner Anwesenheit auf der Landessynode zu Darmstadt im Abenddunkel von einem Wagen überfahren und brach dabei das rechte Hüftgelenk. Von der Zeit an war der bis dahin kräftige, gesunde Mann genöthigt, von seinen Aemtern zurückzutreten und brachte seinen Lebensabend im Kreise seiner Familie mit wissenschaftlichen Beschäftigungen hin. Seit dem letzten Winter nahmen seine Kräfte merklich ab und es bildete sich allmählich ein Leiden aus, dem er nach schwerem Kampfe, aber fest im Glauben und in Geduld erlag.
B. Aus dem Kreise Büdingen, 29. Juli. Den unab- '
lässigen Bemühungen unserer Verwaltungsbehörden ist eS doch noch gelungen, die Nebenbahnfrage: Echzell—Ober-WtdderS- heim—Salzhausen—Nidda zu erledigen. In der abgelaufenen Woche wurden Gemeinderaths-Versammlungen unter dem Vorsitze der Verwaltungsbeamten in verschiedenen Orten, welche an den Linien und Varianten betheiligt sind, abgehalten, um die Ansichten der betreffenden Orte und Gegenden genau kennen zu lernen. Die Bürgermeister und Gemeinderäthe versäumten nicht, sich präcis auszusprechen und ihre Gründe darzulegen. Das dritte Project, welches auftauchte, hat auch Manches für sich. Darnach würde die Bahn von Echzell über das Dorf Bisses durch den Wald nach dem nicht unbedeutenden Orte Geiß-Nidda, von da nach dem nur 10 Minuten entfernten Salzhausen und von hier nach Nidda gehen. Die- Gemeindevertretungen haben die Ueberzeugung erlangt, daß es doch noch gelingt, die Gemüther zu einigen, so daß der Bahnbau gleichzeitig mit Hungen—Friedberg ausgeführt wird. Die Leute haben recht, wenn sie irMsich gehen und Jeder sein Theil dazu beiträgt, daß die gute Sache baldigst in Ordnung kommt. Von Seiten der Baubehörde wurde ununterbrochen weiter gearbeitet, so sind z. B. in jüngster Zeit die Wege, welche von den Straßen und Vicinalwegen über den neuen Bahnkörper führen, eingemessen und fest bestimmt worden.
Laubach, 26. Juli. Am Heutigen verließen nach einem Aufenthalt von 3*/z Wochen die beiden Frankfurter Feriencolonieen unsere Stadt. Es waren diesmal 44 Kinder, je 23 und 21, unter Führung zweier Lehrer hier untergebracht. In vorhergehenden Jahren waren außerdem noch etwa 20 Schulkinder in bürgerliche Verpflegung gegeben, wovon man diesmal Abstand genommen hatte- dafür war zum ersten Male der Versuch einer gemischten Colonie — jüngere Knaben und Mädchen — gemacht worden. Jnsge- fammt waren von dem Verein für Feriencolonieen in Frankfurt 17 Colonieen mit etwa 350 Schülern nach dem Vogelsberg, Taunus und Odenwald geschickt worden. Wenn man bedenkt, daß eine Colonie einen etwaigen Kostenaufwand von 900 Mk. verursacht, wonach sich also die Gesammtkosten auf ungefähr 15 000 Mk., die hauptsächlich aus freiwilligen Beiträgen zusammengebracht werden, belaufen, so muß dem Wohl- thätigkeitssinn der Bewohner der Stadt Frankfurt alle Anerkennung gezollt werden.
Mainz, 29. Juli. Es ist nunmehr bekannt geworden, daß der Husar Bricke, der den unglücklichen Schuß auf den Husar Falk abgefeuert hatte, wovon Letzterer starb, von dem Militärgericht zu einer Festungshaft von fünf Monaten verurtheilt worden ist und diese Strafe bereits angetreten hat. Seiner Majestät dem Kaiser ist, wie die „Darmst. Ztg." meloet, ein Gnadengesuch unterbreitet worden.
Kastel, 29. Juli. Eine gemeinsame Rheinfahrt zum Besuche des Nationaldenkmals auf dem Niederwald bis nach Rüdesheim wurde gestern Nachmittag für sämmtliche Mannschaften des gegenwärtig hier gemeinsam Übenden Hess. Pionierbataillons Nr. 11 und der Pionierbataillone Nr. 16 und 20 (Metz) unter Begleitung der Musikcorps unternommen. Es wurden ' hierzu die beiden Dampfer „Rhein" und „Overstolz" der Köln-Düsseldorfer Dampf - Schifffahrts- Gesellschaft benutzt. Die stattlichen, reich mit Fahnen geschmückten Schiffe fuhren um 1 Uhr Nachmittags in Mainz ab und kehrten um 10 Uhr zurück. Darmst. Ztg.
* Sonn, 30. Juli. Bei Oberkaffel ertrank gestertz Abend beim Baden im Rhein ein junger Mann aus Dollendorf. Als er mit den Wellen kämpfte, eilte ihm ein Gefährte zu Hilfe, wurde aber von dem Untergehenden mit in die Tiefe gezogen. So fanden die beiden jungen Leute, 16 und 18 Jahre alt, ein vorzeitiges Grab.
* Hagenau, 28. Juli. In der Nähe des Schießplatzes trug sich heute nach der „Str. P." ein Unglücksfall zu. Gesch oßsucher aus Schirrheim verunglückten beim Oeffnen von Granaten. Einer ist tobt, einer schwer verwundet.
* Budapest, 30. Juli. Baron Hirsch erhob gegen den Director Ruff, den Kassirer Schanz und mehrere andere Beamte seiner Besitzungen zu St. Johann Anklage, weil dieselben seit Jahren ihn um viele Hunderttausende Gulden betrogen haben.
* Mailand, 30. Juli. Auf dem Manöverfeld bei Gallarate gab der Soldat Marracchioli aus dem Hinterhalte zwanzig scharfe Schüsse ab. Er wurde verfolgt und erschoß sich. Ein Offizier und vier Bersaglieri find schwer verwundet. Marracchioli hatte früher in den Marmorbrüchen von Carrara gearbeitet und ein Bruder desselben ist wegen der bekannten Unruhen in Carrara zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Frkf. Ztg.
* Die preußischen Corps Cowmandeure aus dem Feldzuge 1870/71. Man schreibt der „Schles. Zeitung": Mit dem am 23. v. Mts. zu Wernigerode am Harz gestorbenen General der Infanterie Grafen von Bose ist der letzte preußische commandirende General, der 1870 ein Armee-Corps gegen den Feind geführt hat, zur ewigen Ruhe eingegangen.
Es commandirten 1870: geboren gestorben
das Garde-Corps General
der Cav. Prinz August von Württemberg
24.
1.
1813
12.
1.
1885
das I. Armee-Corps Gen. der Cav. Freiherr von Manteuffel
24.
2.
1809
17.
6.
1885
das II. Armeecorps Gen. der Inf. v. Fransecky
16.
11.
1807
22.
5.
1890
das III. Armeecorps Gen. der Inf. v. AlvenS- leben II.
26.
8.
1809
28.
3.
1892
das IV. Armeecorps Gen. der Inf. v. AlvenS- leben I.
30.
9.
1803
30.
6.
1881


