Sr. flönigl. Hoheit bei Großherzogl,
die Thür gesetzt hatte, sich in der Lahn am Kämpfrasen za
28. November. Heute Mittag versuchte Manne geschiedene Frau, nachdem sie ihr uneheliche- Sind de» angeblichen Vater vor
e Marburg, eine von ihrem l*/< Jahre alte»
•• Die vom Deutschen Dabal-Bereiu an hi Reichltaa I SU richtende Petition um Ablehnung der Tabak- I ^""Vorlage ist von heute (Mittwoch) bis Mittwoch, den I o- December, Abends, in allen Cigarrensabriken, tiigarnn- I und Lolonialwaaren.Handlungen Deutschlands, d. h. an ca. I 85 000 Stellen, zur Unterschrift ausgelegt. ES ist die einzige in ganz Deutschland auSgelegte Petition, kann somit auch von Denen unterschrieben werden, die schon bei früheren Einzel- Petitionen ihre Unterschrift gegeben haben.
Osthofen, 27. November. Bon SamStag auf Sonnteg Nacht wurde in dem SttuionShause der Hessischen Ludwig«, bahn der Kassen sch rank gestohlen. Der Dieb wäh.'t den Schrank über die Schienen nach dem Felde, lud denseSm auf einen Wagen und tranSportirte den Schrank in die Vihe. gelegene Backsteinfabrik, wo er denselben mit Ruhe flfintte, wozu Steinmeisel und neue Schienennägel benutzt wurden. In dem Schranke sollen sich über 500 Mk. befunden haben, und fanden sich noch einige 70 Mark vor, welche der Dieb nicht bemerkt hatte.
Worml, 27. November. Die hiesige städtische Verwaltung plant die Errichtung einer städtischen Heilanstalt für Lungenkranke, und zwar in derselben We.se wie die vortgeS Jahr in Falkenftein errichtete. SS sollen darin aut solche Fälle behandelt werden, bei denen die Heilung des Kranken mit einem gewissen Grade von Wahrscheinlichkeit erholt werden kann. Die Anstalt soll in einem klimatisch gut gelegenen Orte deS OdenwaldeS gebaut werden. Vorläufig find 35 Betten vorgesehen. Die DerpflegungSkosteo sollen sich täglich auf nicht mehr als 2,20 Mk. für den Kranken belaufen. Die Baukosten find auf 130000 Mark veranschlagt. Ter jährliche Zuschuß der Stadt WormS wird aus nur 1400 Hf- veranschlagt.
Finthen, 25. November. Zwei Kinder im Älter m drei und einem Jahre wurden gestern Abend noch im rechten Augenblick vom Verbrennung Stöbe gerettet. 111 tie Arbeiter von dem 7 Uhr-Zug kamen, bemerkten sie nicht wett von der Bahn in einem Hause ein Feuer. Man eilte sofort inS Zimmer und konnte rasch noch die zwei Kinder retten. Die Kleinen waren allein, weil die Eltern im ©tafle beschäftigt waren. Die Hängelampe war explodirt und hatte der Fußboden und verschiedene- Möbel Feuer gefangen.
** veim Einzug Er. König!. Hoheit bei Sroßherzogl, welcher morgen früh kurz nach 10 Uhr erfolgt, sind die spalurbildenden Vereine so aufgestellt, daß für da» Publikum vorzugsweise freibleiben: die Ostseite der Bahnhofstraße (vom Zollamt dis zum Hotel Lenz), sowie die ganze Straßenstrecke vom SelterSthor bis zum Kirchenplatz. Die Kriegervereine (ca. 800 Mann) nehmen die Westseite der Bahnhofstraße^ die Schulen beide Seiten der Liebigstraße, die übrigen Vereine die beiden Seiten der Frankfurter Straße bi- zur Ehrenpforte am SelterSthor ein. Bei der Fahrt vom „Einhorn" zur Kirche wird daS Militär Spalier bilden, doch so aufgestellt werden, daß die TrottoirS ganz für da» Publikum frei bleiben. Zwischen 12»/, und 1 Uhr erfolgt dann die Fahrt von der Kirche über den SelterSweg, in» „Einhorn", gegen 3s/< Uhr diejenige durch die Markt« und Bahnhofstraße nach dem Bahnhofe. Dem Publikum ist som t reichlich Gelegenheit geboten, unfern Landesherrn nicht nur zu sehen, sondern auch mit Hochrufen und sonstigen Gruß, auch au- den Fenstern, zu begrüßen.
Cocalts ttn- Lrovinzteller.
vießeu, den 29. November 1893.
Neueste Nachrichten.
Dolffs telegraphisch«- Korrespondenz - Bureau.
Berlin, 28. Nevember. Tie „Norddeutsche Allgm. Ztg." erfahrt, auch ei Kaiser Wilhelm fei eine ganz gleiche Eenduag emer Höllenmaschine wie an den Reichskanzler v. Saprini, ebenfal» ans Crleanl eit gleichem Begleitschreiben vergangenen vountag eiugetrofien «ad im Geheimen MvU-Eabinet abgegeben worden. Auch hier nereltelte ein glücklicher Znfall und recht- zeitiger Argwohn die beabsichtigte Wirkung der Höllenmaschine. m ~ Ucbcr die Anschläge auf den Kaiser und den Reichskanzler geht der „Fkf. Ztg." folgende Berliner Privatmeldung zu: Mit welcher kühlen Ruhe die Sendung der ganz unzweifelhaft zu einem verbrecherischen Attentat be- stimmten und geeigneten Kästchen mit Pulver und Explosivstoff an den Kaiser und an den Reichskanzler hier bevrtheilt und behandelt worden ist, geht schon auS dem Umstande hervor, daß man erst am zweiten Tage und da auch noch nicht einmal planmäßig, sondern mehr zufällig etwas darüber in die Oeffentllchkeit hat gelangen taffen. Offenbar ist erst durch das Bekanntwerden des auf den Reichskanzler beabfickstigten Attentats daS Civilcabinet des Kaisers veranlaßt worden, i fjeute Nachmittag kundzugeben, daß die gleiche Sendung zu gletcher Zeit auch an die Adresse deS Kaisers eingelaufen ist. Es ist auch nicht richtig uud entspringt nur einem Bericht- erstatter-Elich«, daß der Reichskanzler fofort dem Kaiser Mit- theilung gemacht habe. Das war sogar bis heute Morgen noch nicht geschehen. Ebenso ist unrichtig, waS über die telegraphische Benachrichtigung der französischen Regierung in hiesigen Blättern verbreitet wird. Erst heute Mittag hat I offenbar auf die Zeitungsnachrichten hin, ein Rath der fron! I jöfWn Botschaft Erkundigungen im ReichSkanzler-PalaiS I eingezogen. Unseren bisherigen Mittheilungen über die I äußeren Umstände der gefährlichen Sendung ist nicht» mehr I hinzuzufügen. Die Berichte gehen darüber auseinander, mit I welchem Sprengstoff die Patrone gefüllt fei. Jedenfalls steht eft, daß die Vorrichtung geeignet war, die verbrecherische Absicht in weitem Maße zu erfüllen. Die PercusfionS-Dor- nchtung, Die den Sprengstoff zur Entzündung bringen sollte, war durch starke Gummibänder mit dem Deckel deS Kästchens verbunden. Der Begleitbrief ist in großen, etwas ungeübten I Schriftzügen und in nicht ganz orthographischem Französisch geschrieben. Die äußere Adresse auf dem Couvert lautet' I Orleans, 24. Nov. 93, Prusse. Monsier le gSneral de Caprivi, grand chancelier de l’Empire d'Allemagne I chancelier d’Allemagne, Berlin.
•• Borlrog. Wir wollen nicht verfehle«, da» Pubd« nochmals darauf hinzuweisen, daß am nächsten DicnAu/T , ->. D«rmb«r 7-/.UHrHmPr°f.0r.d.Pfl^k.H7r7?' n btt UntDttfuätfeula über Sntbeiung, (trobmmg unb tti"
I latton Amerikas sprechen wird. Denn Jemand zur Ablw!^ i I CUK8 derartigen Vortrags geeignet erscheint, durfte u ?
I nanntet Herr fein, der, Anfang» Kaufmann in al» solcher schon vom 16. Jahre an weite Reisen nach Swgland und Frankreich unternahm, um die ^erhälmisse kennen zu lernen. Nach Beendigung bei bemt französischen Krieg», an dem er theilnahm, ftubierte^ yey’/’cbenen Hochschulen Geschichte unb Nationalöc«^ habilitirte sich dann in Tübingen, wo er außerardeml,^ tourbc* ®on ba Adelte er als Ordinaritch^ s Q q6ct infoI9c politischer Differenzen am
bemofrQnfäen Schweizern sein Amt meber unb lebte fabn tn Leipzig und Berlin. Herr von Pflugk hat sich befoahM m af^° 6lubicn beschäftigt und weiß in ftfftla^ Steife über die Erfahrungen der verschiedenen Colonial^-
I i“ berichten. Welche Anerkennung feine Leistnngen in diei-. I Haucht gefunben, ist au» den Au»zetchnungen zahlrnäs- Regterungen und gelehrter Körperschaften ersichtlich.
0,e,m ®c’°9lcn kehen wir am 5. December einem genußM-, Abend entgegen.
z- »eiel$|eettr. Auf das gewaltige Aufblühen unsere« Theaterlebens während der letzten Woche folgte qeftern, »r öafl immer der Fall ist, die Depreffion, und zwar , - Depression in doppelter Hinsicht, sowobl irn Besuche ber8~ j nellungen, als in der Auswahl der Stücke. Nicht soll bec- qttagt fein, daß das gestrige Stückchen be» Anfebenß n* I 0eh,™n ^besten neben Sudermann» „fjeimatb- ol*.x tejfing» ^Minna" kann es selbstverständlich nicht besteh- Doch was M o) e r mit jamm Schwank: „DaSStistuaa fest wollte, daS hat er vollkommen erreicht, erreicht bat tr namh$, daß da» Publikum lacht unb zwar recht herzlich ktt über die vielen Verwicklungen unb bie daraus resultieren? >.
I komischen Situationen, wenn auch ost bie Wahrschemlichkr-c I ""selben sehr fraglich ist. Freilich, ein großer Theil btvt 1 ^°cherfolge» rft auf Kosten befl Fleißes der Darfttßer ui i'ben- Wenn auch hier und da etwa» übertritber wur^ t 'st leicht zu entschuldigen, denn einzelne Personra - 7 0 matt und farblos gezeichnet, daß sie den denkenden I t • «c m $ öur schärferen Charakterisierung reizen, ' babei ifi eS leicht möglich, daß etwas über daS Ziel hinau geschossen wird. Dennoch waren Figuren, wie der „Sommer den rat^ Bolzau be» Herrn Director Reiner», der „Beim bonuS' deS Herrn Stückel unb der „Schnake" be» Herrn Jexentcier von so herzerfreuenber Komik, daß selbst der arg'st- .Hypochonder bet ihrem Anblick nicht ernst hätte bleiben können Auch die übrigen Mitwirkenden thaten ihre volle Schuld,gfett unb suchten au» dem Wenigen, wa» der Autor ihnen das zu machen, was sich eben daran» machen ließ.
♦• Unter dem Namen „Bereis für vereinfachte Eten» graphie Haden sich bie Anhänger ber vereinsachten Steno- gra^ie nach System Schrey bereinigt, den Ve^ra derselben an« rl $CTTn c r 6 c r / zum ersten Vorsitzenden wählend. Wünschen wir dem Verein recht zahlreiche, die vielen Vorzüge diese» Systems erkennende Anhänger.
schon in einigen Jahren an die Einzelstaaten mehr abaesührt werben fttin alä bie 40 SKiHlonen, die man ihnen durch diese Vorlagen
® a biif< 40 Millionen ihren Anspruch
S n min ifl an? Lallen unb Verbrauchssteuern abfaufen.
machen; es ift aber keine solide k rocn? ^nahmen beschafft werden, noch bevor da»
D0^fln?m 'st- Wir bewilligen übadies feinen
-Wennig„ neuer Steuern, bevor nicht die Liebesgabe da Brenner Finanzlage ba Einzelstaaten, tnsbesondae keine Reichshülse. Der neue Reichsetat stellt die °die Ausgaben zu hoch rin. Da uhaÜT?fti^ ist nicht maßgebend, da wir wlrthlchafllich
virffaA 8mi?h$re ^°len ^ebenSmittelpreisen hinter unS haben.
GW 4 finhaU-Z"«,11™. 6,1,1 Idn, !° am SOlarh^
t« um hJ L^§nMflU?xan9d,5t' ..zum Ersatz" heißt bie bie®o$c Plausibler zu machen; aber
Ersatz geschaffen werden soll, schwimmen auch
Ml®, , 9 hWriteT«1 UnftTC l5olonialpolitik sängt auch an” tofc fpieHa ju werden. Sie entwickelt sich mehr unb mehr xu einem fortgesetztm Guerillakrieg. Es werben militärische Erpediltonen unter- auSgesandt werden. Inzwischen geschieht für die (SuUur tÄ SS Ä Widerspruch.) Dm Vorschlag Fritzen», ♦ Schuldentilgung, halte ich für ganz verfehlt.J Es ist
Serleoflbar^AHfM*^ dnm 65te neuJ Schulden durch Ausgabe btefe 6cbTbfA,l? n< iU und gleichzeitig auf der andern
6 rurückzukausen. Zur Sparsamkeit würde eta » Si*.8 ( jy °"tc6en- Ertraordinarium be» Mllitär- hi 9% *?efpOrfL 3e$l werden mehr Garntsonkirchen gebaut, fahren meines Hierseins gebaut worden sind. Für das wnbe? ebmfn8?.^'^1101 f°U kcütn besonderes Grundstück erworben K kür d te Commandantur in Metz, große Schießplätze sollen «wgelegt wer^ u. s. w. Muß da» Alle» sein' Ganz übermäßig
Pensionsetat gewachsen; wir. haben nicht weniaer als 7k; pensionirte Generäle unb 3600 pensionirte StabSossiÜne ia unk», «dm-ttil-. * Viel mehr al»
E» ftbtt dem ^uf Sparsamkeit hinwtrfen.
bie 4 ein verantwortlicher Finanzminister. Aber auch
tbm ©tm^ )?,«,ber^ nid2aäten ^nnten mehr in dieser Richtung Wun. Statt dessen bieten sie nur ihre Phantasie auf um neue <£rInbfn- würde selbst nach einem unglücklichen £ ^t‘uno°rl{>0'n nicht machen. In dem Augenblicke dur^ fördern will, erschwert man ihn
m^<r‘ (*aaT?a?Iunw9 ,ft wirksame Miltel gegm . er, man erschwert sie durch die Outttungssteuer Ter d"nst sich aus die englische Tabaksteuer; hat England ab, bann roerh^n mir "Z ^sbasten olt diese Steuern
Unb mm hh TO? a von Genußmittelsteuern reden können (£>dl2re"t) h,n<U(S ^«dffse steuerlich . technische Mißgeburt! -rft So auch 'n ^a8 JU 9ebcn- nimmt man es
tftnrriTc? "“J .tim Frachtstempel. Die vorgeschlagene Ftnan»reform @fnfommen?teuerbrt«H?/r die^tnsührung einer binden 9^ei<ftfi= STn bL Schaffung der Verfassung ist es Riemandm
man'Snt ni*t zu Kostgängern des Reichs zu machen-
tetne6^®efammtÄaI «'dacht, da» Reich für die Deckung 8d*unrfinben®a%eitefly»n)aniPOl<,i! tmmer Widerstand oorlaa?!°?.E8st§"ärGraf PosadowSky führt aus, daß die Finanz- unb°9in, (~7x?C0terknM<rabe e,nt Erweiterung des Budgetrechts den nothwmdia”m Reb^^^^^^Eung enlhalten und weist bann Während er n-ugeforderten Einnahmen nach,
die etatemätilaen MnLrth1 bU et? 0e« Einnahmen zu niebrig, gerabe der fnhvnPb?*n M bemessen sinbet, ist er früher Lnnten Web/8S0F^ in Srtrun0 gewesen. Bezüglich der soae- floe konnte ich nur wünschen, daß die Herren die ft^b^bann^S^^^R"1 Cften persönlich kennen lernten; retfite ) ^»6 ,„nkber!r Ueberzeugung kommen. (Zustimmung Crhinnrh^? ^lernenbauten unter die einmaligen Ausgaben des SnnX dfUfffOrnmeJ ""den und nicht in daS Extraordinartum bandelt sich um Anlagen, bie sich abnützcn. Man ergeht ft^iernnHnn,” Uber die Controlbesttmmungen der TaVt--
E Ä -ber diese Controlbestimmungen sind wirklich dem ^.uu'weinsteuer-, dem Brausteuer- und dem Zuckerfteuergesttz ent- Ketofteuer. CbnCr DeTt&elbiflt ferner kurz die Quittung»- und die
Berlin, 28. November. Der „Reichsanzeiger'' bringt gegen die von französischen Blättern abgedruckte Berliner Depesche bezüglich der Umbewaffnung der deutschen Armee eine Veröffentlichung des Kriegsministers vom 27. November. Es heißt darin, die Umbewaffnung habe sich, wie bereits am 17. November im „Reichsanzeiger" veröffentlicht worden, auf sämmtliche, nicht nur auf die Loewe'schen Gewehre bezogen. Daß die Untersuchung der letzteren durch eine Geheimcommission stattgefanden, weil ihre Unbrauchbarkeit durch die Militärcommissien erkannt wurde, sei unwahr.
Bern, 28. November. Der letzte internationale thier- ärztliche Congreß von 1889 in Pari» beschloß, daß der nächste (sechste) Congreß in fünf Jahren in ter Schweiz in einer vom BundeSrathe zu bezeichnenden Stadt abgehalten werden solle. Der BundeSrath hat jetzt die Stadt Bern hierfür bezeichnet. Das Landwirthschaftsdepartewent ift beauf- tragt, eine Commission für die Organisation deS CongresseS zu ernennen.
Depeschen de» Bureau „Herold".
Berlin, 28. November. Die Handelsvertragsverhandlungen mit Rußland sind nach einem national- liberalen Referat gegenwärtig auf dem lobten Punkt angelangt. ES wird angenommen, daß die Verhandlungen sistirt werden, falls der rumänische Handelsvertrag scheitert.
Berlin, 28. November. Bei Besprechung der SamStag. sitzung deS Reichstags schreibt die „Zkreuzzeitung"; Wenn Caprivi und v. Marschall nichts gegen die Conservativen als solche gesagt haben wollen, so freut unS,daS ja sehr, doch können wir einen so feinen Unterschied wie v. Marschalls nicht gelten lassen. Wer nur daS für cooservativ hält, was ihm gerade paßt, zählt nicht zu unS.
Berlin, 28. November. Auf Anordnung deS Königl. Landgerichts I sind die Nummern 41 und 45 der Wochenschrift „Die Zukunft" gestern Abend confiScirt worden. In jenen Nummern waren die Artikel „DaS Caprivi-Denkmal" und „Die Bilanz des neuen CourseS" enthalten, die zu der Anklage gegen den Herausgeber Maximilian Harden wegen Beleidigung de» Reichskanzlers geführt hatten.
2? Tilq“eI weist darauf hin, daß frühere Dil lrecie Steuer für da» Reich zu schaffen, gescheitert sind.
Än schließlich selbst kein Vertrauen mehr zu riwnr.«"ha0<n; Widerspruch bei ben Socialdemokraten.) Gewiß betttäaesj „Th!* tu kt<*! A Ausgaben; ober bie Matricular- iu «uSIÄ?1parate Einnahmen unb können umso leichter ®er fe9Ibft für h f,e nt(d)l DOm Reiche aufaebracht werden.
Wir ÄJi. b Einnahmm sorgen muß, verfährt sparsamer. SnirÄ« j?ere<6t1Cr,uJlb billige Auseinandersetzung wü dm Einzelstaatm unb dazu soll die Vorlage bienen. (Beifall.) bafe ?A?te0e forid)t feine Freude darüber au»,
Äü»1Ärsorge gefallen habe, daS Lebm deS obersten Be- 8 k?<^<öKnubet ^nem schändlichen Attentat zu schützm. s^ch bann gegm die anläßlich deS hannoverschen roüSönfltfn*?k8 ^Uercorps erhobenen Angriffe. Gespart
Stellen des Etats werden können. Das i.M88c6AUrrbe "'"de zu lurutlo» auSgestatiet; der Reichstag leisten müssen, UM sich diese« PrunkbaueS würdig zu machen. Ei*! b°?en Beamtmstellungmbebürften sehr der Prüfung; ,d,on. iU °icl regiert. Militär- unb Martneeiot £2?unter großen Beschränkungen ausgestellt worden. fe/SlV oberstcommandanim, in Südbeutschland vom Kaiser, sei der ländlichen Bevölkerung ausdrücklich Dank für die gute Aufnahme ber Gruppen ausgesprochen Vatt^da^.deweiS dafür, baß bie ländliche Bevölkerung in ihrem ■pötriotUmu8 nod) nicht erlahmt ist. Durch die mtlttürifchen Bautm "wsaffenbe SlrbeitSgelegenheit geschaffen. Tie MilitSr- v"waltungbaue viel sparsamer als die Postoerwallung. mirnl2kt0 Verbesserungen für die Beamten zu de-
denn keine Verwaltung nütze ihre Beamtm mehr au» al» ? ,e Zu erwäam wäre die Adschaffuna ber 3 Psmnig-Marke,
«f !rne, Uederfchwemmung mit Drucksachen im Gefolge habe.
k 8 M r<i> °LOn bringt, kann nur freudig begrüßt uerben, f^nbie Rothwendigkeit, unserer Industrie neue Absatzgebiete zu er- schttetzen, werde mehr und mehr hervortreten. An Stelle der Steuer- vorschläae der Reglnung empsiehlt Rednn da» Rohspiritusmonopol.
°k 9ratcnfleuer würde sich empfehlen, eine Eteun, die /"^b bedrücken würde. Interessant fei, daß sich ba» leitende exlnc1*©ocialbemohatie gegen die Börsmfteuer ausfpreche. Die sächsifche Nnkomwensteuelsiatistrk, die Bebel gestnn als die beste rühmte, weist nach, daß da» Einkommm der Lohnarbeiter gestiegen, sielig zurückgegangm ist. Rednn tritt schließlich in längerer Ausführung für die Remonetisirung be» ©Uber« ein. voffmtltch nimmt der neue Staatssecretär de« Reichsschatzamt« in dieser Frage einen anderen Standpunkt ein, al» fein Vorgänger. Vei bet hmtlgm Entwickelung sei eS kein Wunder, wmn sich bei amttelfianbe« auf dem platten Canbe ber Pessimismus bemächtige. Der schönste Gedanke be« Etat« findet sich In der Forderung für die DreSdmer Sarnlfonkirche, welche Evangelische und Katholiken untn einem Dache vereinige. (Beifall rechts.)
ki n^!nkdotJm ^eichSpostamt Fischer: Die Postvnwaltung bat me Zahl der Beamten immer in Dem Maße vermehrt. In dem lsich dn Bnkehr steignte.
Vertagung wird beschlossen.
Abg. Böckel beantragt, baß sein Antrag auf Haftentlassung Ahlwardt» auf die morgige Tagesordnung gesetzt werde. Der Antrag wird abgelehnt.
Weiterderathung morgen.


