Ausgabe 
30.3.1893 Erstes Blatt
 
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namentlich die Löhne der Arbeiter stellten sich infolge des rauhen Winters höher, als anfangs angenommen wurde.

Spandau, 28. März. Das Arbeiterpersonal der Pulverfabrik wurde um die Hälfte verringert, weil be­deutende BorrLthe aufgespeichert find und die Mil'tärver- waltung beabsichtigt, ein verändertes Fabrikat des Pulvers einzuführen.

München, 27. März. Der soeben erschienene Saaten- stands bericht für Mitte März constanrt einen guten Saatenbestand in allen Kreisen. Die Spätsaaten haben theil- weise gelitten, so der Raps allgemein. Die Sommeriaat hat lediglich in Unterfranken begonnen. Don der Hälfte wird Schaden befürchtet. In Oberbayern und Unterfranken hört man Klagen über Mäusefratz. In der Oberpfalz und Ober« franken ist der Kleestand schwach. In Untersranken sind durch den Schnee besonders die Reben mit Ausnahme des Riesling erforen. Die bisherigen allgemeinen Aussichten berechtigen zu den besten Hoffnungen.

Antwerpen, 27. März. Hier ist das Resultat der Ab­stimmung nicht günstig für daS allgemeine Stimmrecht ausgefallen. Bon 50 000 berufenen Wählern stimmten nur 20000 ab, von welchen nur 8000 ihre Stimme für das all­gemeine Stimmrecht abgaben, während sich die übrigen Stimmen auf die anderen Vorschläge vertheilten.

Rom, 28. März. Der Papst verweigerte nur den Empfang katholischer Fürsten gelegentlich der Hochzeitsfeier des italienischen Königspaares.

Paris, 29. April. Die gestrige Colonialdebatte in der Kammer war sehr erregt, da General Dodds nach von ihm vorliegenden Depeschen weitere 300 Mann auf 8 Monate und w.'itere 6 Millionen fordert, indem er erklärt, Behauzin sei nur geschlagen, er müsse vernichtet werden, damit Dahomey für Frankreich gesichert sei. Diese Erklärungen machten einen sehr deprimirenden Eindruck. Die meisten Redner fordern daS Aufgeben des Hinterlandes. Die Tagesordnung, welche die Regierung verlangte, wurde alsdann mit 312 gegen 185 Stimmen angenommen.

Paris, 29. März. Andrieux beschuldigt vor der P a n a m a- commission die Regierung, sie wolle Arton nicht verhaften; eS fänden geheime Zusammenkünfte eines Secretärs der Polizei- präfectur mit Arton tu London statt. Ec bietet sich an, Arton selbst zu verhaften, falls ihm die Regierung einen DerhaftSbefehl und einen Polizeicommissar beigebe; Andrieux kündigt neue sensationelle Enthüllungen an. Die Antwort der Regierung wird mit Spannung erwartet. Delahaye er­klärt vor der Commission, die Mehrheit sei nur durch die Verhaftung Herz, ArtonS und eine Konfrontation Bonaparte Wyse mit Monchicourt, ferner durch eine Erweiterung der Vollmachten möglich.

Locales und provinzielles.

Gießen, 29. März 1893.

Arbeiter Frühzug Großen-BuseckGießen. Die für den 1. April geplante Einlegung eines Arbeiter-FrühzugeS auf obenbezeichneter Strecke wird erst vom 10. April ab stattfinden.

** Verbindung der Bahnhofe mit der Frankfurter Straße. Die eine bequemere und schnellere Erreichung der neuen Kliniken von den Bahnhöfen ermöglichende Ueb erführu ng der Oberhessischen Eisenbahngeleise am Hotel Lenz ist eben in der Ausführung begriffen. Die eiserne Ueberbrücfung geht bis in die Nähe der sog. Hollergasse, von wo aus dann ein das Befahren mittelst Krankenwagen zulafsender Verbindungsweg zwischen den Häusern Nr. 38 und 40 der Frankfurter Straße angelegt werden soll. Die ganze Anlage dürfte im Laufe des Sommers der Benutzung übergeben werden können.

** Schlägerei aus offener Straße. In der Nacht von Sonntag auf Montag fand in der Brandgasse und auf dem Kanzleiberg zwischen einigen jungen Leuten eine gehörige Schlägerei statt, bei welcher auch daS Messer eine Rolle spielte. Die Thäter sind ermittelt und werden ihre verdiente Strafe erhalten.

** Mitteleuropäische Zeit in den Volksschulen. Die Großh. KreiS-Schulcommission hat sich dahin ausgesprochen, daß sie weder für den Monat April, in welchem nach dem Winterstundcnplan der Unterricht mit der vollen 8 Uhr-Stunde beginnt, noch auch für den Sommerstundenplan, in welchem der Unterricht mit der vollen 7 Uhr-Stunde beginnt, eine Aenderung durch die bevorstehende Einsiihrung der Mittel­europäischen Zeit für nöthig erachtet. Der Unterricht würde im Vergleich zur seitherigen Ortszeit vom 1. April an allerdings um eine schwache halbe Stunde früher zu beginnen haben, die KreiS-Schulcommission hält dies aber namentlich für ländliche Verhältnisse für durchaus zulässig.

" Eine zeitgemäße Warnung richten wir an Eltern und Erzieherinnen gerade in dieser Jahreszeit. Kaum spürt man den kommenden Frühling, so findet man schon auf dem Lande Kinder auf Wiesen und Feldrändern, in der Stadt solche auf HauSthürsteinen sitzen. Die Kinder in ihrer Unerfahrenheit sind sich eben nicht bewußt, daß DiphtheritiS, Bräune, RückgratSerkältungen oft die schrecklichen Folgen solch unbesonnenen GebahrenS sind.

** Die Laudbriesbestellung ruht am Eharsreitag, den 31. März, und am 1. Dftcrfeiertag, den 2. April, gänzlich.

Der große Soucertsaal der Ralur beginnt seine Zug­kraft auSzuiiben, nicht bei fahlen Lichtern, sondern im hellep Sonnenschein, nicht im engen Raume, sondern in der Freiheit. Die Ballsaison ist vorüber, überall haben die letzten Wintervergnügungen ftattgesunden. Neben den Ohren wird daS Auge jetzt ergötzt am Blätter« unb Blüthenschmuck lebendiger und gesunder Pflanzen, die hier von selbst gc deihen und sich gleichsam selber freuen, die Menschen er­freuen zu können, die Verständniß für ihre natürliche Schön­heit haben. Dort Kunst, hier Natur. Dort rauchige,

schwere, drückende Luft, hier der reine Aether, der, statt die werthvollen Lungen zu beschweren, sie erleichtert und mit Wohlgefühl, Lebensmuth und Lebensfreude den ganzen Menichen erfüllt, daß ihm das große Concert in der Natur viel schöner und reiner klingt, wo die Nachtigall die erste Violine in künstlerischen Nüancirungen spielt, die Amsel, die Droffel, daS Rothkehlchen, der Zeisig und die Grasmücke die Trompeten vertreten; die Lerche schmettert die einleitenden Fanfaren, der Staar pfeift, und das vielköpfige übrige Orchester macht die Füllung. Der Käser brummt den Baß und die Biene summt ihr Lied für sich, Alles ohne besonderen Capellmeister; denn jeder musiciert nach seiner Weise richtig. Der Leiter ist die Natur und der Anreger die Freude am Leben. Wer sich mit freuen will, der höre auf alle und lerne sie verstehen.

Preisausschreiben. Die Deutsche LandwirthschaftS- Gesellschaft hat beschloffen, aus der nächstjährigen Wanderausstellung, die in Berlin slattfindet, eine Abteilung für Kartoffeln der Ernte von 1893 einzurichten. Diese Kartoffeln werden bereits im Herbst dieses JahreS zur Prüfung kommen und ist eS daher erforderlich, daß die betreffenden Aussteller sich jetzt schon hierauf einrichten, be­sonders ist dies auch deshalb erwünscht, weil eine Anbau­fläche von 2 Hektar für die zu prüfenden Sorten verlangt wird. Demnach haben die deutschen Kartoffelbauer sich jetzt schon mit dem Preisausschreiben bekannt zu machen.

* Der 14. Deutsche Feuerwehrtag findet im Juli d. I. in München statt. Nach den projectirten Veranstaltungen sowohl für Unterhaltungen als auch für die speciellen fach­männischen Zwecke kann schon heute versichert werden, daß die Stadt München allen Theilnehmem ein Fest bieten wird, welches den klangvollen Namen, welchen sich München durch fein Schützen-, Turner-Fest rc. in Deutschlands Gauen erworben hat, von Neuem in erhöhter Weise bewähren und jedem Theilnehmer nicht bloß eine lehrreiche, sondern auch eine angenehme Erinnerung bleiben soll.

* Zur Obstbaumpflege. Der landwirthschastliche Verein des Kreises Lauterbach hat der dortigen Kreis-Schulcommission zwei Obftbautafeln für jede Schule unseres Kreises zum Geschenk mit der Bitte übergeben, dieselben an die einzelnen Schulen vertheilen unb zur Benutzung gelegentlich deS naturgeschichtlichen Unterrichts empfehlen zu wollen. Den Tafeln ist ein kleines Begleitwort, in welchem auf die Wichtigkeit des Obstbaues hingewiesen wird, beigegeben.

§ Ober-Ohmeu, 28. März. Ein hiesiger Einwohner, ein Mann in den 50er Jahren, knüpfte sich in feiner Scheuer auf, konnte aber noch rechtzeitig abgeschnitten und dem Leben erhalten werden. Familienverhältnisfe hatten den Lebensmüden zu dieser That geführt.

D AaS dem Ohmthal, 28. März. In den südlichen Gegenden unseres GroßherzogthumS klagt man über baß Ausbleiben ber Schnepfen in diesem Frühling. Wenn auch der Schnepseustrich in unseren Waldungen kein besonders reichlicher gewesen, so haben unsere Nimrode doch immerhin einige dieser belicateften Vögel erlegt. Thatsache bleibt aller­dings die jedes Jahr mehr in die Augen fallende Abnahme ber Schnepfen. Man schreibt biefe Abnahme ver­schobenen Ursachen zu. Allein die Hauptursache derselben liegt in der Maffenvertilgung der Schnepfen in den südlichen Gegenden Europas. Es ist nämlich ein Jrrthum, wenn man glaubt, daß alle Schnepfen, welche im Frühlinge bei uns eintreffen, den Winter in Nordafrika ^bringen. Neuere Feststellungen haben ergeben, daß hauptsächlich Spanien, Albanien und Griechenland sind, wo Ende October oder Anfang November die Schnepfen anlangen, um der wärmeren Sonne des Südens theilhaftig zu werden. Auch auf Sardinien unb Sübitalien überwintern sie zahlreich, währenb sie in Afrika selbst, z. B. in Egypten, nur vereinzelt gesehen werben. In Mafien aber finden sich die Schnepfen an den Westküsten Kleinasiens ein, wenn die rauhe Jahreszeit in Nord- und Mitteleuropa beginnt. Das also sind die Länder, aus denen in den ersten Märztagen die Schnepfen zu uns zurückkehren, soweit ihnen nicht schon dort baß Lebenslicht außgeblafcn wirb, was leiber in großen Mafien geschieht. So giebt es z. B. in Smyrna allein einige Tausend Jagd­liebhaber, welche dem belicaten Vogel mit Pulver unb Blei gar arg nachstellen. Aehnlich liegen die Verhältnisse in Griechenland. Ein gen Engländern gelang, hier in den Ebenen von PatraS und Pyrgos im Peloponnes binnen drei Tagen 1000 Stück Schnepfen zu schießen. Daß solche Maffenvertilgung eine Verminderung der Schnepfen herbei« führen muß, liegt klar auf der Hand, anderntheilS freilich spielt auch die btffere Bewirthschaftung der Waldungen dabei eine Rolle, denn die moderne Forstwirthschaft ist darauf be­dacht, gerade solche Waldstrecken, wie sie die Schnepfe liebt, zu melioriren, ihre Nässe zu mildern unb bie undurchbring- lichen Dickichte von Dornbüschen zu lichten, welche baß Dorado ber Waldschnepfen sind.

Bensheim, 26. März. Gestern Morgen wurde der 43 Jahre alte Straßenwärter Rascher auß Elmshausen in der Nähe unserer Stadt vom jähen Tode ereilt. Rascher wollte sich von Elmßhauseu nach Benöheim begeben. Als unterwegs der hierher fahrende Flaschenbierwagen deß Kauf­manns Hartmann an ihm vorüberjagte, schwang sich Rascher auf den Wagen, um auf dem Sitzbock neben dem Fuhrmann, dem 17jährigen Sohne des Fuhrwerksbcsitzerß, Platz zu nehmen. Plötzlich wurde daß Pferd scheu unb rannte rasend davon. Der jugendliche Leiter deS Fuhrwerks sprang nun ab, um baß scheu geworbene Thier am Kopfe anzuhalten, nicht ohne dabei einen nicht unbedenklichen Armbrtich zu erleiden. Rascher, der die Zügel ergriffen hatte, vermochte in keiner Weise baß unbänbige Pferd zum Halten zu bringen, vielmehr rannte dasselbe noch mit verdoppelter Geschwindigkeit, als sich an ber Scheere deß Wagens baß Sielscheit außbängte unb dem Thiere ständig an bie Hinterbeine scklug. An der VillaMaria", wo bie Straße eine kleine Krümmung macht, stürzte Rascher

so unglücklich vom Wagen, daß er da- Genick brach unb so­fort eine Leiche war. Erst in h efizer Stadt konnte bat Pf erb von mehreren Männern festgehalten werben.

Mainz, 28. März. Bei der heute stattgehabten Wahl zu Beisitzern deß GewerbeschiebSgerichtß gingen von den Arbeitgebern die Ganbtbaten der Handwerkerpartei unb den Arbeitnehmern bie ber socialdemokratischen Partei alS Höchstbestimmte auß der Wahlurne hervor.

Vcrmifdyte».

Biedenkopf, 27. März. Die I n b i en ststellu n g des hiesigen neuen Bahnhofs wird neuerer Bestimmung gemäß am 10. April d. IS. erfolgen.

* Marburg, 27. März. Siu hier wohnenber c&nd. jur. Jßrner auß Görlitz machte gestern Mittag feinem Leben durch Erschießen ein Sube. Auf einem hinterlassenen Zettel standen die Worte:Grund deS Selbstmordes ist meine Charakter- schwäche. Ich bin unfähig zum Juristen und habe nicht ben Muth etwas anderes zu beginnen." Der Verstorbene war ein sehr vermögender, elternloser junger Mann und zählte zu den höchsten Steuerzahlern hiesiger Stadt.

Cassel, 24. März. Gute Freunde unb getreue Nachbarn! Nicht ohne Mitleid vermochte man ber gestrigen Schwurgerichts Verhandlung gegen den Bürgermeister a. D. H. Semmler aus Elbersdorf (Kreis Melsungen) zu folgen, der wegen Amtsverbrechen unter Anklage stand. Der Bürger­meister, ein stattlicher Mann in den besten Jahren, wiikte in ber vorigen Sitzung noch als Geschworener mit und dies­mal steht er schon selbst vor den Geschworenen. Er hat ans eine ganz eigentümliche Art Gemeindegelber unterschlagen. Er hatte einen Duzfreund, den Bauunternehmer Bachmann, ber sich in gewagte HLuferbauten u. s. w. einließ. Er mußte demselben wiederholt Gefälligkeits-Accepte geben, obschon er selbst für erhebliche Summen GeschäftSforderungen an denselben hatte. Der Freund mißbrauchte aber sogar seinen unheilvollen Einfluß soweit, baß er den Bürgermeister ver­führte, ihm nur für drei Tage 512 Mk. Gemeindegelber zu leihen, benn bamalS hatte er l£00 Mk. von ber Eisenbahn- behörde. Bachmann aber brannte mit dem Gelbe nach Amerika burch unb der Bürgermeister verlor über 15000 Mk. Er ist von b:mFreund" an den Bettelstab gebracht. Obendrein erhielt er ein Jahr Gefängntß.

Berlin, 27. März. Bodenloser Leichtsinn hat am Sonntag den Tod von drei jungen Mannern zur Folge gehabt. Gegen 10 Uhr Vormittags trafen drei junge Männer, welche einen Frühspaziergang unternommen, am Plötzensee, nahe der Badeanstalt, ein, mieteten ein Boot unb ruderten auf den See hinaus. In einiger Entfernung vom Ufer fingen sie auß Uebermuth zu ichaukelu an, biß baß leichte Fahrzeug umk'ppte unb alle brei versanken. Zwar tauchten sie noch mehrmals auf und riefen um Hilfe, als dieselbe aber nahte, war eS zu spät: bie Unglücklichen hatten bereits ihren Tod gefunden. Sofort angeftellteS Fischen nach den Leichen blieb erfolglos.

Neumarkt (Oberpfalz), 28. März. Im Nachbarort Dietkirchen wurde heute Nacht im Schulhaufe ein schreck lieber Raubmord verübt. Die Lehrersfrau, ein Mädchen und bie Magd würben tödtlich verletzt. An ihrem Auf­kommen wird gezweifelt. Ein Mädchen blieb sofort tobt. Der Lehrer unb besten Sobn schliefen im oberen Stock.

Zu 26 neuen protestantischen Kirchen würben in den letzten vier Jahren in unb bei Berlin bie Grundsteine gelegt; sieben davon sind bereits eingeweiht. Vorher waren in 30 Jahren nur vier Kirchen gebaut. Nun sollen jährlich drei neue Kirchen gebaut werden, allein um dem Zuzug ge recht zu werden, außerdem find noch etwa 30 Kirchen projectiert, um geordnete Zustände herbeizuführen.

Häufig genug wird in Rußland Lynchjustiz geübt, seltsamerweise nur an Pferdedieben. Ein barbarischer Fall dieser Art wurde vor dem Bezirksgericht zu Kasan abgcuriheilU Die Bauern eines Dorfes haben men tatarischen Pferderäuber, den sie auf frischer That ergriffen, todtgeprügelt. Man schleppte den Mann in den Gemcindewald, wo vor seinen Augen baß Grab ausgeschaufelt wurde. Dann fiel die Menge mit Knüppeln über ihn her. Die Leiche wurde später verscharrt. Die Schuldigen erhielten Gefängnißstrafen von einem Monat biß zu 3'/, Jahren.

Metz, 24. März. Bei Forbach wurde gestern auf dem Grundstück deß Besitzers berGoldenen Bremmc ein Massengrab aufgedeckt, in dem 25 französische und deutsche Soldaten, letztere vom 77. Regiment, bestattet waren. Unter anderen Gegenständen wurde dabei ein Testament vorgefunden. Die Gebeine wurden in ein entfernter liegendes Mastengrab gelegt.

Augsburg, 27. März. Gestern Nacht wurden'zwei Infanterie-Unteroffiziere von Arbeitern angegriffen. Der eine Unteroffizier stach in Nothwehr mit dem Seiten­gewehr zu und traf nach demSchw. M." den Angreifer mitten inß Herz. Der Gestochene war fofort eine Leiche.

Die neu gefundene Kohle in der Eifel ist, wie die Köln. VolkSztg." meldet, von Lberbergrath Dr. Diesterweg als divonifche Anthracitkohle erkannt, welche auch Schwefelkies führt. Derartige Kohle ist bisher in England abgebaut, aber in Deutschland noch nicht gesunden worden.

* Sichere Kennzeichen Soldat (der mit seinem Bild zum Photographen kommt):Sie, Herr Photograph, Sie müssen mir schon noch ein anderes Bild von mir machen meine Kameraden sagen alle, daß fei ich gar nicht!" Photograph:Ra zeigen Sie einmal her! Haben Sie Handschuhe angehabt?" Soldat:Ja Photograph: «Haben Sie eine Cigarre gehabt?" Soldat:Ja!" Photograph: Na, bann sind Sie ß ja auch!"

3m rheater Foyer ES muß fürchterlich fern, wenn eine Sängerin weiß, daß sie ihre Stimme verloren bat Aber noch fürchterlicher ist, wenn sie nicht weiß?"