der Hand arrShalten könne. Gras Limburg treibt dasselbe Spiel; nur nimmt er den Schwamm nicht in seine Hand, sondern legt ihn in die der Industrie. Auf diese Weise hielt er eS am längsten auS. (Heitertest.) Redner schließt mit der Befürwortung der Verträge.
Abg Dr. Boeckel (Resormp.) stimmt mit seinen Freunden gegen die Verträge, weil sie auf Kosten der Landwirthschaft geschlosten werden sollen. Warum lhue man nichts, um der Landwirthschaft zu helfen ' Warum hilft man der Ueberschuldung derselben nicht durch Ausgabe von Renten brieten ab? Warum schafft man nicht das römische Recht ab? Dabei müssen sich die Bauern noch von Landräthen, Bürgermeistern und Gendarmen schinden lasten. (Ordnungsruf des Präsidenten.- Man wird abwarten, bis untere Landwirthschaft ,u Grunde gerichtet ist; eine andere Landwirthschaft zu schaffen, wird dann vielleicht unmöglich fein. MU dem jetzigen Verfahren zieht man nur die Socialdemokratie groß.
Abg. o. DziembowSki (Pole) erklärt, daß sich die Polen ihre Abstimmung bis nach Abschluß bet CommstsionSderathung vorbehalten.
Abg. Dr. Schultz- Lupitz (Rp.) weist einige gegen ihn gerichtete Bemerkungen des Abg. o. Ploeh zurück. In dem Vorgehen des Bundes der Landwirthe könne er nur eine Schädigung der Landwirthschaft und deS Vaterlandes erblicken.
Die Verträge werden einet Commission von 21 Mitgliedern überwiesen.
Montag 1 Uhr: Etat.
Neueste 2lad?rid?tcn.
Wolffs telegraphisches Korrespondenz - Bureau.
Potsdam, 26. November. Seine Majestät bet Kaiser traf gestern Abend 10 Uhr 50 Minuten auf der Wildparkstation ein und begab sich alsbald nach dem Neuen Palais.
London, 26. November. Der „Times" wird aus Teheran gemeldet: Infolge des Erdbebens sind in K u ch a n gegen 12000 Menschen umgekommen, 2000 Leichname liegen noch unter den Trümmern. Weiter gingen noch 50 000 Stück Bieh zu Grunde. Die Erdrutschungen dauern noch an.
Sofia, 26. November. Der Zug mit der Leiche deS Grasen Hartenau trifft heute Vormittag 10 Uhr an der bulgarischen Grenze ein und wird daselbst von den Deputationen des HoseS, des MinisterrathS und der Sobranje empfangen. Bet der Vorbeifahrt von Slivnitza werden Artilleriesalven abgegeben. Die Ankunft in Sofia erfolgt um 2 Uhr. An dem Trauerzuge, welcher sich vom Bahnhose nach der Kathedrale Swetikral bewegt, nehmen außer dem Militär und der Geistlichkeit Theil: Prinz Ferdinand, die Verwandten des Grasen Hartenau, die Minister, die Abgeordneten, das diplomatische Corps, die außerordentlichen Ab« gesandten, die höheren Beamten, Offiziere und Deputationen. Die Prinzessin Marie Luise erwartet den Zug in der Kathedrale, wo die Einsegnung der Leiche und die Beisetzung in der Georgscapelle erfolgt.
Konstantinopel, 26. November. Anläßlich der Feier der silbernen Hochzeit, welche der deutsche Botschafter v Radowitz morgen begeht, übersandte der Sultan dem Botschafter seine Glückwünsche, in welcher er auf das Herzlichste der langen, ausgezeichneten Thätigkeit desselben gedenkt und seine wärmste persönliche Teilnahme an der Feier ausspricht.
Darmstadt, 27. November. Die zweite Kammer ber Stäube wird am 12. December zur Constituirung zusammentreten.
Cocalt* nttö provinzieller.
Hießen, den 27. November 1893.
** Ordens Verleihungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben am 25. November u. A. verliehen: das Comthurkreuz zweiter Klasse desVerdienst«
ordenS Philipps deS Großmüthigen:
dem Ministerialrath im Ministerium deS Innern und der Justiz, Dr. Emil Dit tmar, dem Ministerialrath im Ministerium des Innern und der Justiz Dr. Julius Usinger, dem Kaiserlichen Ober-Postdirector Clavel in Darmstadt dem Ministerialrath in dem Ministerium der Finanzen Gustav Otto Micheli-
daS Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps deS Großmüthigen:
dem KreiSrath des Kreises Schotten Carl Theobald Schönfeld, dem Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Butzbach Adam Fritz, demProfeffor an der Landesuniversität Dr. Eugen Bostroem, dem Gymnasialdirector Georg Weihrich in Mainz, dem Fabrikbesitzer Georg Buderus in Lollar, dem Ministerialsecretär bei dem Ministerium der Finanzen, Domä- nenratb Carl Strein, dem Stcuercommissär deS ©teuer* commissariatS Friedberg, Steuerrath Ludwig Deibel, dem Oberförster der Oberförsterei Gießen, Forstmeister Wilhelm Block;
daS silberneKreuz beSVerdienstorbenS Philipps des Großmüthigen:
dem Oberlehrer Philipp Weifenbach zu Alsfeld, dem Straßenmeister Wilhelm Braun zu Gießen, dem Bahnmeister bei den Oberhessischen Eisenbahnen Melchior Viel- werth-
baS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" :
dem Bürgermeister und OrtSgerichtSvorfteher Conrad Hofmann zu WiffelSheim, dem OrtSgerichtSmann deS Ort»- gerichtS Maar Johann Bloesec, dem Schlaffer aus der FriedrichShiitte bei Laubach Paul Scheel zu Ruppertsburg, dem Platzmeister auf dieser Hütte Eduard Koch zu Rupperts- bürg, dem Postboten und Nachtwächter auf dieser Hütte Philipp BommerSheim aus Gonterskirchen und dem Arbeiter auf dieser Hütte Heinrich Graf V. auS Gonterskirchen, dem Waldarbeiter Conrad Nieß zu Herchenhain;
das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für treue Dienste":
dem Forstwart der Forstwartei Rainrod, Förster Nicolaus Wolf, dem ©teiger aus der Grube „LudwigShoffnung" Johannes Rühl, dem ©tcueraufseher Adam Schilling zu Grünberg, dem Weichensteller bei den Oberhesfischen Eisen
bahnen Adam Schaffrath, dem Bahnwärter bei diesen Bahnen Christian Klippel, dem Bahnwärter bei diesen Bahnen Peter Rühl, dem Bahnwärter bei diesen Bahnen Jacob Schmidt.
Auszeichuuuge». Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft geruht: Am 25. November dem ordentlichen Proseffor an der LandeSuniverfität Dr. Gustav Kretschmar zu Gießen den Character als „Gehetmer Justizrath", — dem practischen Arzt und KreiSasfistenzarzt Dr. Carl Stammler zu AlSseld den Character als „2Rebi« einalrath", — dem Universitätssecretär Friedrich Schäffer zu Gießen den Character als „Canzletrath" zu erteilen. — Weiter wurden verliehen der Character als „Steuerrath" dem ©teuercommiffär des SteuercowmiffariatS GrÜaberg Carl Bähr, der Character als „Domänenrath" dem Rentamtmann deS Rentamts Friedberg Georg Roßmann, der Character als „Rendant" dem DistrictSeinnehmcr der DistrictS- einnehmerei Bad Nauheim Fresenius.
*• Die Großh. obere Medicinalbehorde in Darmstadt hat auS Anlaß des starken AuftreienS der Influenza in allen Theilen unseres Landes eine genaue statistische Aufnahme über den Verlauf jedes einzelnen Falles der Krankheit durch die Aerzte angeordnet.
** Kriegerkameradschaft Hasfia. In der Sitzung deS Gesommtpräsidiums am 5. November zu Frankfurt a. M. wurden die Anträge der Krieger - Soldaten - Kameradschaft Pfeddersheim, Deutsche Waffenbrüder Bürstadt und Veteranen- verein Worms auf Aufnahme abgelehnt. ®etr. der Hassia- sammlung für das Kyffhauser-Delikmal wurde der VerbandS- kassirer beauftragt, von den zur Zeit dtspoitiblen Geldern (etwa 11,900 Mk.) alsbald eine erste Rate im Betrage von 10,000 Mk. nach Berlin abzuliefern. Der von dem Cura- torium der Sterbekafse des Deutschen KriegerbundeS vorgelegte VertragS-Entwurf wurde genehmigt und soll der Beitritt zu dieser Kaffe im nächsten Jahresbericht allen Kameraden angelegentlichst empfohlen werden. AIS Generalvertreter der Hassia schlägt man dem Kuratorium daS Präsidialmitglied Kamerad Poftsecretär Meyer-Gießen vor. Der Schrift- führet berichtet über das energische Verhalten der Vereine Lauterbach, Grünberg, Queckborn und Undenheim socialiftischen Mitgliedern gegenüber und wird die Entfernung derselben aus den Vereinen hiermit ausdrücklich gebilligt. Auf Antrag der betreffenden Bezirke sollen die Vereine Düdelsheim, Bezirk Büdingen, Ober-Roden, Bezirk Darmstadt, auf Grund deS § 22, letzter Absatz, dem nächsten Delegirtentag zum Ausschluß vorgeschlagen werden, und zwar mit besonderem Hinweis auf die Konsequenzen hinsichtlich dcS Tragens der Abzeichen, Schießens bei Begräbniffen, Führens des Groß- herzoglichen Wappens in der Fahne und AuSschluffes von allen Veranstaltungen der Verbandsvereine und Bezirke. Herr Minnich berichtet, daß der Verkauf des „Jahrbuchs" in diesem Jahre ein verhältnihmäßig befriedigender zu nennen sei und daß bis jetzt beinahe 8000 Kalender abgesetzt seien.
*♦ Z. Neues Theater. Zum Schluffe der Reihe ihrer Gastspiele trat Frl. Nuscha Butze gestern Abend als „Minna" in Lessings unsterblichem, nie alterndem Lustspiel „Minna von Barn Helm" auf. Frl. Butze faßt ihre Minna" als das ewig heitere, beinahe übermütige Mädchen, das jede Sorge, jeden Gram und jedes Andenken von der Stirne des Geliebten Hinweglachen will und deshalb vielleicht — etwas zu viel lacht. Doch wie dem auch sei, Frl. Butze hat ihr Publikum so in der Hand und gebietet so unumschränkt über dasselbe, daß sie es zwingt unbedingt zu lachen, herzlich mitzulachen mit der „Minna", wie sie es gezwungen hat, mitzuweinen mit der „Magda" und mitzutrauern mit der „Claire". Und dies- Alles bewirkt die Künstlerin ohne auch nur einen Schein von Effecthascherei oder schauspielerischer Mache, jeder Ton und jede Bewegung ist so einfach, so bescheiden und natürlich, daß man sich sagen muß, das ist nicht die Frucht eines langjährigen mit eisernem Fleiße vollbrachten Studiums, daS ist vielmehr eine herrliche Gabe deS Himmels, wie sie wenigen geschenkt ist. Frl. Butze spielt eben nicht, sie ist die Figur selbst, die sie darstellt. Und so konnte eS denn nicht fehlen, daß der Beifall, den die SHlnftlerin erntete, ein schier unendlicher wurde, der sich von Act zu Act steigerte. Auch die übrigen Mitwirkenden thaten, waS in ihren Kräften stand, der „Major" deS Herrn Reiff zeigte jene Würde, die ihm als solcher gebührt und zugleich jene Bitterkeit, die der Dichter an ihm gewollt hat, vielleicht ein wenig zuviel von letzterem, sodaß dadurch der Gegensatz zu dem heiteren Spiele der Partnerin etwas zu grell wurde. Herr Roll als „Just" gefiel uns gestern Abend bester, als an einem der vorhergehenden Abende, doch läßt sich diese Rolle, namentlich wenn die Maske noch etwas grotesker gewählt wird, noch viel mehr nach der komischen ©eite hin auöbeuten. Ganz großartig gelang dieS, wie gewöhnlich, Herrn Director Reiners, besten „Wirth" bei dem Publikum wahre Lachsalven entfeffelte. Die wenn auch kleine, so doch ziemlich heikele Rolle deS „Riccaut de la Marlini^re“ hatte in Herrn Gohr einen ganz leidlichen Interpreten gesunden. Der Wachtmeister Werner (Herr Niemeier) hätte in seiner MaSke den gewesenen Soldaten etwa- mehr zum Ausdruck bringen müssen, um den Erfolg, den er mit feinem Spiel hatte, zu einem völligen zu machen. Erwähnen wir noch lobend die zukünftige „Frau Wachtmeisterin", die allerliebste kleine Kammerkatze „Franziska" der Frau Director R e' n e r S, so haben wir unserer RecenfionSpflicht genügt. Nicht schließen wir jedoch unfein Bericht, ohne der Direktion unseren Dank zu sagen für die Stunden deS höchsten GenusteS, den sie unS durch die Gastspiele der Frl. Butze bereitet bat, dieser jedoch, einstimmend in den Wunsch deS gestrigen ausverkauften HauseS, ein herzliches „Auf Wiedersehen" zuzurufen.
• • Militärischer. Dem Vernehmen nach soll ein Erlaß in Aussicht stehen, dec daS Tragen von sogenannten Extra- Uniformen für Unteroffizieren, Einjährig-Freiwillige und Gemeine aller Waffengattungen durchweg verbietet. Nur
OffizierSaSpiranren fallen von dem zu erwartenden allgemeinen Verbot nicht betroffen werden. Hingegen wird Umer. Offizieren, Einjährigen und den übrigen Mannschaften str gestellt werden, sich bei den betreffenden Regiment»-, Bataillonsschneidern eigene Uniformen auS etwas beffert» Stoff :c. anfertigen zu lassen, die jedoch in Sitz und Lchrnt den Kammißanzügen vollständig entsprechen wüsten.
daS Tragen von Extra-Settengewehren resp. Degen Dcl Extra-Helmen soll verboten werden.
* • Unfug. Ein junger ©riehräger machte sich am ©ae*. tag Abend daS sonderbare Vergnügen, einen Feuerwerks, körper, sogen. Frosch, in den ©aal auf Lovy» Bierkeller p werfen, gerade während eine dasesbst befindliche Gompey^ deS hiesigen Regiments Theater-Aufführung hatte. Derlei:* wurde durch einen anwesenden GenSdarmen verhaftet.
* • Ruhestörung. In verflossener Nacht ging eS tn der Rodheimerstraße wieder einmal lebhaft her- außer dem schlagen von Fensterscheiben fand auch noch eine Prügelei tat Die Thäter wurden abgefaßt.
• * Der Getreidemarkt. Auf dem Getreidemarkr ich«-: sich endlich wieder eine Wendung zum Besteren vorzubermr-. Zwar lauten die Nachrichten vom Weltmarkt noch nnct? überwiegend ungünstig, speziell wa» die PrelSnoiirungen »cs amerikanischen Weizenmarkte anbelangt, doch har dieser llmitant die sich markirende zuversichtltchere Tendenz im einfatimri-tc Getreidegeschäft nicht zu beeinträchtigen vermocht. Für Sogge wurden in der abgelaufenen Berichtswoche fast an alle, Hauptplätzen um Mk. bi« 1 Mk. bessere Preise dewilllgr, als in der Vorwoche, und die Weizenpreise behaupteten fii wenigstens - Hafer war dagegen tm Allgemeinen recht flau. Notirungen an der Berliner Produktenbörse Weizen pc 1000 Kilogramm 136-147 Mk, Roggen 122—129 DN Hafer 152-188 Mk., Gerste 120—185 Mk.
E. Echzell, 22. November, vor einiger Zeit brattu Ihre Zeitung Nachrichten über Stammbücher, welche ti*. mehr als hundert Jahren angelegt und länger al» en Menschenalter fortgeführt worden sind. Schreiber dieser Mer hat nun dieser Tage zwei Familientagebücher erhalten, roebtt mit dem Jahre 1610 beginnen und bis in die neueste Zeit fortgeführt worden sind, so daß sie sich über einen Zeitraum von nahezu 300 Jahren (genau gerechnet 283 Jadrr strecken. Derjenige, welcher da« erste Tagebuch anlegte tra: Collector und Kirchensenior in dem Wetterauer Dorfe Gettenau cS war ein frommer, bibelfester Mann, der eine prächtige Handschrift schrieb. Auf der ersten Seite de» kleinen Vuctie» steht Folgendes: Vor rede an meine Kinder und Kindesku der. Du sollst Deinen Kindern und KindSkindern kund tbun aut dem 5. Buch Mosi, Cap. 4, VerS 10. Item, diese Worte solltu Deinen Kindern einschersen und davon reden, wenn in Deinem Hause sitzest u. s. w. u. s. w. Der Schreiber cititt in dieser Vorrede noch deS Weiteren: Sprüche ©al., Gap. 3, den Paulinischen Spruch: Ziehet Eitere Shnber auf in der Zucht und Vermahnung zum Herrn, die Stelle Tob., Cap. 4 Vers 6 und schließt mit den Worten: Nun so jürttr Gott und haltet sein Gebot! Amen'. Da» Vuck enthält nun eine Reihe von Familienangelegenheiten, wu z. V Anno 1610 bin ich N. N. auf diese Welt geboren worden. Anno 1617 ist meine Frau Elisabeth auf diese Welt geboren worden. Weiter folgen Nachrichten über den Trauungötaq (3. December 1635) der beiden Ehegatten, woraus hervor- geht, daß da» Paar bei seiner Verheiratung noch recht !Unq war, denn der Mann zählte 25, die Frau erst Id^Jabr. bei ihrer Verheiratung. Die Geburten und da» €trrbtn der Kinder, die Taufpaten derselben sind sorgfältig t»erjeidn-et AIS Taufpaten erscheinen nicht bloS Verwandte, sondern auch andere ansässige, angesehene Personen, deren Titel nicht vergessen wurden, ©o heißt eS, um ein Beispiel anzusühren 1643 den 3. öbris ist unser ©ohn Johann auf diese We': geboren worden, fein Taufpetter ist gewesen der ehr- und tugenbfame Herr LaniuS, Schulmeister von Echzell.
/\ Mainz, 26. November. Auf Anregung der Wormi-r Handelskammer soll demnächst zur Besprechung hr hessischen Steuergesetze ein hessischer HandelSkammenog zusammen berufen werden. Durch eine an die Schwester- kammern versendete Denkschrift schlägt die Wormser Handelskammer vor, bei der hessischen Regierung zu beantragen die hessischen Steuergesetze unverändert zu belaffen, bil eine gründliche Umgestaltung mit Berücksichtigung der fcaalen Gesichtspunkte auf Grund der Erfahrungen mit den neuen preußischen ©teuergesetzen vorbereitet ist.
△ Mainz, 26. November. AuS dem an den bieftgci Justizpalast angrenzenden UntersuchungSgefängniß ist gefterr Morgen ein Untersuchungsgefangener entsprungen und b:» jetzt nicht wieder ermittelt worden. Derselbe kletterte nwbrtrr der ©paziergangSzeit an dem Blitzableiter von dem Hof aus» auf eine hohe Mauer, von wo er durch einen kühnen kprucq feinen Weg in daö Freie gewonnen. Der Entsprungene, der verschiedene Sprachen sehr geläufig spricht, soll mehrere bedeutende Verbrechen auf dem Kerbholz haben. Seine Oer- haftung erfolgte hier tm August auf Requisition der anwaltschaft in Karlsruhe. Anfänglich gab er sich für tut* Franzosen au« und nannte sich öoarifte GaiSlein. ThatCchl^ stammt der Verbrecher aber au« Rom und heißt Tiw dt G'c- quani. Seinem Beruf nach ist er Elektrotechniker. — ®c3 der hiesigen Staatsanwaltschaft wird der sehr begüterte Vant- wirth Heinrich Schmalbach und die gleichfalls roobibabtrlt Frau des Oeconomen Johann Müller steckbrieflich oer’oljt Nach Verübung mehrerer Urkundenfälschungen haben Veite gemeinsam unter Mitnahme eint« großen Baarbetrag« an» unter Zurücklassung zahlreicher Kinder und beträchtliche Schulden daS Weite gesucht.
Vermischtes.
• Düsseldorf, 24. November. Heute Abend gegen 5 Ufr ist in der Ackerstraße Nr. 11 ein im Bau begriffene» Hmter- hauS e i n g e st ü r z t. Fünf Arbeiter wurden unter den Irfor
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