-normale Erscheinung ist jedoch nur scheinweise, von den Ber« rrauenSmännern, welche bis Ende December die gesammelten Beträge eiozusenden haben, hatten bis Ende Februar ca. 100 noch nicht abgeliefert, so daß mit Einrechnung dieser Ablieferungen da- Resultat auch bezüglich der Zahl der Geber und der Summe der Gaben daS günstigste seit Bestehen der Kaffe gewesen ist. — An Gaben gingen ein: von der Großh. Staatskasse 1000 Mk., von Spar«, Kreis», Gemeinde-, Armen- unb Kirchenkassen auS Starkenburg 1515 Mk., aus Ober- Hessen 946 Mk., aus Rheinhessen 758 Mk., auS den 3 Provinzen 3220 Mk. ES haben beigesteuert 250 Mk. die Sparkassen Heppenheim, Gießen und Bingen, 200 Mk. die Städte Darmstadt und Mainz, 150 Mk. die Sparkasse Groß-Gerau, 100 Mk. die Sparkassen Lorsch, Zwingenberg, Offenbach, Nidda, 100 Mk. die Städte Offenbach, Gießen und Worms.
** DaS Bureau Wolff meldet aus Mannheim, daß die Nationalliberalen von Baden, Heffen, der Pfalz und Frankfurt am 2. September ein großes Parteifest in Haardt bei Neustadt in der Pfalz veranstalten.
** Unbestellbare Postsendungen. Bei der Kaiserlichen Oberpostdirection Darmstadt liegen u. A. folgende unbestellbare Sendungen: Brief mit 5 Mk. an Frau Meyer.in Frankfurt a. M., aufgegeben am 2. März d. I. in Gießen - eine Postanweisung über 80 Mk. an I. Ortmann in SHilb« städt, aufgegeben in Gießen am 18. März d. I., ein Brief mir 1 Mk. an Gärtner in Gießen, aufgegeben am 27. Juni b. I. in Friedberg.
-L- Reiskirchen, 26. Juli. Mit der durch Großh. Prooinzialdirection lebhaft geförderten Durchführung des Arbeiterfrühzugs von Großen-Buseck bis hierher ist man soweit gelangt, daß daS zur Einstellung der erforderlichen Wagen benöthigtc Nebengeleise schon seit acht Tagen fertig ist. Hoffentlich wird nun auch der lang ersehnte Frühzug baldigst auf der Bildfläche erscheinen.
Ilbenstadt, 26. Juli. Dieser Tage verunglückte in der Forth schen Mühle dahier ein Arbeiter Namens Müller von Burg-Gräfenrode dadurch, daß ein Treibriemen platzte - dabei sprang ein Holz ab, das dem Müller den Leib durch und durch schlug. Er wurde in die Klinik nach Gießen verbracht, wo er letzten Freitag verstarb. Er war erst 26 Jahre alt und hinterläßt eine Wütwe und ein Kind.
Lauterbach, 24. Juli. Der Polizeidiener eines benachbarten preußischen Dorfes, dessen alter Säbel unbrauchbar geworden war, erhielt eine neue Waffe in Gestalt eines Degens. Es ist kein Wunder, daß sich der Wächter des Gesetzes darüber freute und, wie Fama behauptet, bei den Bekanntmachungen oft nach links äugte. Eines Tages geht er nun gerade am Schulhause vorüber, als der Lehrer das bekannte Körner'sche Lied: „Du Schwert an meiner Linken, was soll dein heiteres Blinken", anstimmen läßt. Der Polizist ist starr ob solcher Verhöhnung und will dem Lehrer sofort eine Klage anhängen. Es wird ihm aber schließlich klar gemacht, daß dies ein bekanntes Lied sei und ihm nicht gegolten habe. Als ihm auch das Lied vorgelegt wird, kann er sich noch nicht ganz beruhigen, zumal er findet, daß im Liederbuch nur einmal Hurrah steht, die Kinder eS aber dreimal gerufen haben. Auf den Lehrer soll er aber seit dieser Zeit sehr schlecht zu sprechen sein. Lauterb. Anz.
8 Rieder MooS, 25. Juli. Heute fand hier ein Missionsfest statt. Festredner war bei dem Morgen-Gottesdienst Pfarrer Scrtba von Offenthal. Nachmittags hielt die Festrede Missionar Handmann aus Leipzig, welcher in einer etwa anderthalbstündigen Rede die Zwecke und Ziele der evangelischen Hetdenmission den Zuhörern klar andeutete. Die Kirche war vollständig gefüllt. Nach beendigtem Nachmittagsgottesdienst fand noch eine Nachversammlung im Freien vor der Kirche statt, welche ebenfalls sehr stark besucht war. Drf kürzlich zurückgekehrte Missionar Groß aus Bermuthshain schilderte noch in einigen Worten Erlebnisse und Reise auS Apropong, seiner Missionsstation. Der ganze Ort war reichlich geschmückt mit Fahnen, Guirlanden und Ehrenpforten.
Bieber, 23. Juli. Ein billiges Gartenhäuschen suchte sich ein hiesiger Lehrer dadurch zu verschaffen, daß er die Kinder seiner Klasse, etwa über 60 an der Zahl, in den Wald schickte, um die erforderlichen Holzstäbe dafür zu holen. Diese folgten auch dem Befehl und brachten die schönsten Eichbäumchen ihrem Herrn Lehrer. Die Sache kam jedoch ans Tageslicht und erfolgte Strafanzeige. Da der von den Kindern angerichtete Schaden ein recht bedeutender ist, so wird daS schöne Gartenhäuschen auch für den Lehrer nicht billig, sondern recht theuer werden.
WormS, 26. Juli. Die Stadtverordneten- Versammlung hat einen Beschluß gefaßt, nach welchem sämmtliche hiesige Bäckermeister berechtigt sind, der städtischen Armenvcrwaltung den jährlichen Brodbedars zu liefern, wenn bte Bäckermeister den Laib Brod um je 3 Pfennige billiger liefern als der jeweilige Ladenpreis beträgt.
xVermifd>te».
.. r Marburg, 26. Juli. Vor einigen Tagen wurde der hiesige Bahnmeister Pfaue in Untersuchungshaft genommen und zwar unter dem Verdachte, in Treysa, seinem früheren Stationsorte, Unterschlagungen begangen zu haben. Dem gerichtlichen Urtheile hat Pfaue nun gestern dadurch vorgegriffen, daß er sich im UntersuchungSgesängniß erhängte.
Hagen i. W., 25. Juli. Ein gräßliches Unglück ereignete sich hier in der Gußstahlsabrik von Eicken & Co. Ter Gießer S. glitt bei der Arbeit auS und fiel gerade vor die Oeffnung des SchmclzosenS. In demselben Augenblicke ergötz sich das weißglühende Metall aus dem Ofen und verbrannte den Mann derart, daß er einige Stunden darauf seinen Geist aufgab.
* München, 23. Juli. Bor dem Militärgericht wurde 'in Gemeiner eine» Cavallerie-Regiments wegen verschiedener Diebstähle und Betrügereien zu 10 Monaten Gefängniß und
Versetzung in die zweite Soldatenklaffe verurtheilt. Wie nach den „M. N. N." actenmäßig conftatirl wurde, sind dem Ber- urtheilten vom Wachtmeister auf Befehl des EScadronSchef so große Löhnungsabzüge für verlorene und beschädigte Dienftgegenftände gemacht worden, daß er alle 10 Tage nur 70 Pf., also 7 Pf. für den Tag erhielt. Der Soldat, der von zu Hause keine Unterstützung hat, wußte sich deshalb nicht mehr zu helfen und gerieth auf die Bahn deS Verbrechens.
* Zum Brunnenungläck in Schneidemuhl führt ein erfahrener Fachmann, Heinrich Becker auSFrankfurt a. M., in der „Deutschen BaugewerkS-Zeitung" aus, daß man sich über die eigentliche Ursache der furchtbaren Cataftrophe vollkommen getäuscht habe. Man habe den Wafferstrom für den unterirdischen Durchbruch fälschlich als von einem der vielen Seen, auS denen die Küddow entspringt, ausgehend gehalten. Deßhalb wollte man den Brunnen verstopfen, um den Mund des großen SeecanalS zu schließen. Schon die Entfernung von 20 Stunden, dann aber die 13 Meter tief durchbohrte feine Sandschicht mußten belehren, daß hier weder ein Zirknitzer See, noch eine Adelsberger Grotte vorhanden lei. Die Bohrungen bei Sperenberg, wie die in Schlesien, haben ergeben, daß hier der Meergrund über 1000 Meter unter dem Erdboden liegt. Ein Pommerscher See würde in dieser ungeheuren Meerstraße gleich einem Waldbach in der Wüste spurlos verschwinden. Becker erklärt daS AuS- strömen der ungeheuren Wassermenge vielmehr mit der eruptiven Wirkung der in der Tiefe angesammelten Gase und beruft sich für diese Anschauung auf Erfahrungen mit Brunnen, die in Oberdeutschland im alten Main- und Rheinseebecken gebohrt wurden. Vor einigen Jahren ließ ein Offenbacher Fabrikant für seine Eisfabrik einen Brunnen bohren. Nach 10 Meter Sand kam er auf eine Thonschicht, die bis 250 Meter reichte - bei 275 Meter, in einem Sand- stein-Conglomerat, brach der Bohrer. Danach quoll trübes, warmes, schwach salziges Wasser hervor. Hier war der Boden des alten Mainsee — ehemaliger Meerboden erreicht; auf der Grenze von Thon und Sandstein sammelte sich das trübe Wasser- die angesammelten Gase, insbesondere die aus dem verwitterten litorinellen Kalk gelöste Kohlensäure, trieben den Quell auf 275 Meter an die Oberfläche. Bei Darmstadt bohrte man in dem alten Rheinsee auf 92 Meter Tiefe, um einen Brunnen für die Wasserwerke zu gewinnen. Man tra auf Sand und dünne Thonfchichtcn, bis man in einer feinen Kiesschicht reines Wasser fand. Man war noch lange nicht auf dem Meeresgrund, denn noch kein einziger Zwiesel war zu sehen. Als man die Quellen zu vermehren suchte und noch fünf andere Brunnen auf 60 Meter Tiefe bohrte, senkte sich der Wasserspiegel in dem ersten Brunnen. Die Gase hatten fünf Ventile, durch die sie entwichen- das Wasser strömte nach den fünf Oeffnungen, die Spannung war gemindert, der Druck geringer geworden. Ein drittes Beispiel ist der „große Sprudel" in dem Soolbad zu Nauheim in der Wetterau. Auch dieser wurde an dem Rand des alten Rheinsees, an dem Ostfuße des Taunus gebohrt. Man kam durch Geröll und Thon, dann durch Marmor und Thonschiefer. Bei 138 Meter brach der Bohrer. Am dritten Weihnachts- morgen 1847 wurden die Nauheimer aus dem Schlafe geweckt. Ein Erdbeben hatte ihre Häuser gerüttelt, der Bohrer war aus der Mündung gefahren, eine Quelle war emporgesprudelt, die sofort einen starken Bach bildete. Man faßte die Quelle in ein vier Zoll starkes Rohr. Nun trieb sie 90 Fuß hoch empor, in einer Cascade von Schaumkugeln. Man wollte aber die Quelle in ein stärkeres Rohr fassen und senkte ein zweites in einiger Entfernung hinab, 154 Meter tief. Die neue Quelle sprang in dreizölligem Rohre 20 Fuß hoch über dem Boden- der „große Sprudel" aber versiegte bis auf eine kleine Quelle, die noch einige Fuß über dem Boden sich erhebt. Danach empfiehlt Becker auch für Schneidemühl nicht gänzliche Verstopfung der Quelle, sondern die Bohrung einer größeren Anzahl von Brunnen, durch welche die Gase unschädlich entweichen können. Die jetzige Ruhe würde sonst nur so lange dauern, bis die durch den bisherigen Ausfluß stark verminderten Gase wieder in Menge gesammelt sind. Dann würden diese stärker hervorbrechen und aus der 70 Fuß hohen Röhre größere Verwüstung anrichten als bisher.
* Wesel, 24. Juli. Im Rhein wurde bei den Bagger- arbeiten ein altes Kriegsschiff bloßgelegt. Man will versuchen, den Rumpf ganz zu heben.
* Militsch (Schlesien), 25. Juli. Bei einer vom Praus- nitzer Gesellenverein veranstalteten Vorstellung von MoserS „Sonntagsjäger" ist der 21jährige Kaufmann Hantke vor den Augen der Zuschauer erschossen worden.
* Neuenahr, 24. Juli. Um eines S p i e l b a l l s willen hat heute früh der Hausdiener eines hiesigen Hotels sein Leben gewogt und verloren. Der Hausdiener hatte am Trinkbrunnen einige Flaschen mit Mineralwasser gefüllt und bemerkte im Vorübergehen am großen Sprudel, daß ein Kinderspielball in der Umgebung desselben lag. Er setzte über die Umzäunung, sprang die ziemlich hohe Mauer hinab, holte sich den auf dem Parquet liegenden Ball und warf ihn in die den Sprudel umgebende gärtnerische Anlage hinauf. Bei dem Versuche, wieder emporzuklimmen, verlor er in der dicht qualmenden Kohlensäure, die aus dem Strudel aufsteigt, die Besinnung und fiel auf die Steinfliesen zurück. Nach einiger Zeit wurde er erstickt aufgefunden.
* Stuttgart, 25. Juli. Bei den Schießübungen deSOlga - Regiments bei Poppenweiler wurde ein unweit deS SchießstandeS arbeitender Weingärtner durch eine verirrte Kugel erschossen.
* Hirschsprung, 26. Juli. Postassistent Eckardt auS Diedenhofen, 24 Jahre alt, stürzte gestern vom Hirschsprung- Felsen- er war sogleich todt.
' AuS rhüriogeu, 24. Juli. Zwischen Oßmannstedt und Apolda ist eö einem seit 2 Jahren fahnenflüchtigen Pionier der Garnison Dresden, welcher in Freiburg i. D.
aufgegrissen worden war, gelungen, seinen Transporteuren zu entkommen. AlS der Zug, Abends 10 Uhr, sich in voller Fahrgeschwindigkeit besand, entsprang er durch ein Abort- fenster. Obwohl die Carpenterbremse seitens des begleitenden Feldwebels sofort in Function gesetzt wurde und der Zug in wenigen Secunden zum Stehen gebracht worden war, konnte der Entflohene, trotz eifrigen Suchen-, nicht gefunden werden. Die beiden Transporteure waren beinahe bei ihrem Abspringen vom Zug noch während der Fahrt von dem auf dem Nebengeleise entgegenkommenden Personenzug überfahren worden.
e @8 lebe die Statistik! Dixse nützliche Wissenschaft findet, wie zu erwarten, in Chicago ein auSgiebigeS Feld. So hat ein von der Zahlenwuth ergriffener Mensch folgende Berechnung angestellt: Ein Besucher der Ausstellung, der dieselbe täglich während der ganzen Eröffnungsdauer besucht und jedem^ Gegenstände im Durchschnitte nur fünf Minuten widmet, würde 22 Jahre brauchen, ehe er herumkommt.
* Sine neue Vlüthe deS BereinSwesenS wird auS der Provinz Sachsen mitgetheilt: In Schönebeck bei Magdeburg ist, um einem dringend empfundenen Bedürsniß zu genügen, ein „Verein zur Wahrung der Interessen der" Pensionäre gegen brutale Ausbeutung seitens der Kostgeber" in« Leben gerufen worden.
♦ Die gefürstete Grafschaft Tyrol hat verfassungsmäßig -um österreichischen Heere nur ein Regiment, die berühmten Kaiserjäger, zu stellen. Um dieses Vorrecht zu bewahren^ aber zugleich doch die allgemeine Wehrpflicht durchzuführen, hat man das Regiment allmälig auf immer mehr Bataillone gebracht. Die steigende Bevölkerungsziffer ist die Veranlassung, daß die Kaiserjäger jetzt wieder v er neue Bataillone erhalten. Die bisherigen Feldjägerbataillone 3, 14, 18 und 27 treten in den Verband des Regiment-, daS mit seinen 16 Bataillonen, 64 Feld- und 16 Ersatzcompagnien daS stärkste Regiment der Welt ist.
* Gebirgsdeutsch. Fremder (zum Hirtenbuben): „Junge, gieb hier Obacht! Wenn Du eine Gesellschaft von Damen den Berg heraufkommen siehst, so sagst Du mir- gleich- ich bin im Wirihshaus." — Bube (nach einer Weile in daS WirthShaus hereinspringend): „Jiaza kimmenS — sieben Mann, lauter Weibsbilder!"
Schssf-nach richten.
— Der Postdampfer .FtteSland" der „Red Star Linie" tn Antwerpen ist laut Telegramm am 24. Jult wohlbehalten In Newyork angekommen.
Hamburg-Amerikanische Packetfahrt-Acttm-Gesellschaft.
— Postdampfer „Rugia", von Newyork nachlHamburg zurückkehrend, hat am 25. Jult 9 Uhr Morgens Scilly paffirt. Postdampfer „Kehrwieder", von NeworleanS nach Hamburg bestimmt, wnom 25- Juli 8 Uhr Morgens Ltzard passtrt. Postdampfer «Allemannia", von Hamburg nach West-Indien unterwegs, ist am 1-5. Jult 2 Uhr Nachmittags von GrtmSby nach Havre wettergegangen.
Verkehr, Land- und Voikswirthschast.
Limburg, '26. Jult. Frucht markt. Rother Wetten
14.05, weißer Weizen A 13.80, Korn A 11.90, neues A 11.30, Gerste A 00.00, Hafer A 9.00, Erbsen A —.
Da« Dorkommtn von Dithseuchen in Hessen
während des Monats Juni 1893.
Milzbrand wurde festgestellt in Bellersheim, KretS Gießen, am 25. Juni bet einem crepirten Pferde, in Unter WtdderShetm und Echzell, Kreis Büdingen, am 25. und 29., tn Assenhetm, Kreis Friedberg, am 29. Juni bet je einem crepirten Rinde.
Rauschbrand wurde festgestellt tn Kaulstoß, Kreis Schotten, am 25. Junt bet einem crepirten Rinde.
Rotz. In Herrnsheim, Kreis WormS, stehen zwei Pferde wegen Verdachts der Ansteckung unter polizeilicher Beobachtung.
Dte Maul- und Klauenseuche ist erloschen tn GinSheim, Bauschheim und WolfSkehl.n, Kreis Groß-Gerau, tn Lehnhetm, Erbenhausen, Ober-Gleen und Heimertshausen, Kreis Alsfeld tn Echzell und Altenstadt, KretS Büdingen, in Ober-Erlenbach' Stammheim und Melbach, Kreis Friedberg, tn Alzey, Zotzenheim und Pfaffm-Schwabenheim, Kreis Alzey, in Ober-FlörShetm, Hehloch und Heppenheim a. d. W., Kreis WormS.
Die Seuche herrscht fort In Lampertheim, Kreis BenSheim, in Grünberg, Kreis Gießen, und tn Hutzdorf, Kret» Lauterbach.
Dte Seuche wurde tm Monat Junt festgestellt und war am Schluffe desselben wieder erloschen in Nauheim, Kreis Groß Gerau, in Kohden, KieiS Büdingen, in Engelstadt, KretS Bingen, und tn Dolgesheim, 5kretS Oppenheim.
Die Seuche wurde tm Monat Junt festgestellt und herrschte am Schlüsse desselben noch fort tn Heppenheim und Ktrschhauscn, Kreis Heppenheim, in Allendorf a. b. Lda. und Ovenhausen, jtrett Gießen, und in WonSheim, Kreis Alzey.
Die Räude gilt als vorhanden unter den Schasen In Alten-Buseck und Saasen, KretS Gteßen, tn Ltßberg, Schwickartshausen unb Himbach, KretS Büdingen, tn Bad-Nauheim, KretS Friedberg, und tn Wallenrod, KretS Lauterbach.
Tas Gewerbegericht.
(Fortsetzung und Schluß.)
1. Die Besetzung des Gewerbegericht-.
Das Gewcrbegericht verhandelt und urtheilt in der Regel in der Besetzung durch einen Vorsitzenden und zwei Beisitzer — ein Arbeitgeber und ein Arbeiter.
Die Bestimmung der Beisitzer und deS Monats, während reffen sie zuzuziehen sind, erfolgt für jede- Jahr im Vorau» durch das LooS, welches vom Vorsitzenden in öffentlicher Sitzung gezogen wird.
Ist ein Beisitzer verhindert, so ist an seiner Stelle der ür den vorausgegangenen Monat bestimmte Beisitzer zu- zuziehen.
Das Amt der Beisitzer ist ein Ehrenamt.
Die Uebernahme kann nur verweigert werden au» olgenden Gründen:
a. anhaltende Krankheit,
b. Geschäfte, die eine häufige lange dauernde Abwesenheit vom Wohnorte mit sich bringen,
c. ein Alter über 60 Jahre,
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löfung des A Kündigung ot Zeugnis^/ b. ibn 6
aU8 dem Arv auf dasselbe c. über die
Arbeitern uni Sin d. über bi' nahm' einer selben Arben xer Zuständigkeit Streitigkeiten der retten Arbeitgebern tim Beschäftigung ai tn ton den Arbeügel iabnfatt beschränkt ist. i-e bte von den Fat .^arbeiten, unterstehe fcirhit; auf diejenige, ftofft und halbsabrika Migkeit dagegen ni Endlich fei dem Ipothdtn und Hande btn unter der SRIliti HMstigt sind, bit 2 keine Anwendung fit 3.'
3m Allgemeinen fyrfabrtn vor bin l'it Rlagt /'chrMch nchrMreiberS münblid
und zwar wird der G auS der M der Gew ressammlung bestimm An ordentlichen
Parteien auch ohne vc Ladung vor Gericht er| kitta begehren.
Rechtsanwälte ur Äendit gewerbsmäßig «ächtrgle und Peistän
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