Ausgabe 
27.8.1893 Erstes Blatt
 
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Spedition, doch ist einigermaßen auffällig, daß über den Verlauf derselben noch immer keine Nachrichten vorliegen.

Nerrefte Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Korrespondenz-Bureau.

Berlin, 25. August. DaSArmee verordoungSblatt" enthält einen Armeebefehl des Kaiser«, darin: Rein- hardSbrunn, 23. August, worin daSAblebende«HerzogS Ernst mitgetheilt wird, der fast 50 Jahre der Armee mit wärmstem Jntereffe angehört, an glorreichen Feldzügen theil- genommen und allezeit ein leuchtendes Vorbild militärischer Tugenden gewesen sei. Der Kaiser beklagt mit der Armee den Verlust deS treuen Freundes, der jederzeit unerschütterlich zum Kaiserhause gestanden har und dem sein Großvater und Vater stets in tiefer Dankbarkeit zugethan waren. Der Kaiser bestimmt dann über Anlegung der Trauer bei dem Regiment Nr. 95, sowie über die Theilnahme an der Bei- setzungSfeier.

Dresden, 25. August. Der König begibt sich zur Bei- setzungSfeier nach Coburg.

Gotha, 25. August. Der Landtag trat heute Vor» mittag zusammen. Staatsminister Strenge gab Kenntniß von dem Ableben des Herzogs und überreichte die Sterbe» urkunde, sodann die Urkunde der Eidesleistung des Herzogs Alfred und erklärte: In Gemäßheit der gesetzlichen Be­stimmungen übernahm Herzog Alfred die Regierung. Unter den Wünschen, die Regierung möge dem Lande und Reiche zum Segen gereichen, nahm der Landtag Kenntniß von den Mittheilungen. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen.

Friedrichroda, 25. August. Heute war die Leiche des Herzogs im Erdsaale ausgestellt. Von 9 Uhr ab sammelte fich ein zahlreiches Publikum am Eingänge des Parkes von ReinhardSbrunn. Der Herzog liegt in offenem Sarge in der Uniform der Halberstädter Kürassiere mit sanften ruhigen Zügen. Am Fuße deS SargeS ist ein Kissen mit den Orden. Tausende passirten in lautloser Stille den Saal.

Speyer, 25. August. Auf das HuldigungS»Tele» gramm deS Evangelischen Bundes an Seine Majestät den Kaiser ist folgend: Antwort bei dem Vorsitzenden Grasen v. Wintzingerode-Bodenstein eingegangen:Seine Majestät der Kaiser und König haben den telegraphischen HuldigungS» grüß der sechsten Generalversammlung deS Evangelischen Bunde- gerne enigegenzunehmen geruht und lassen bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl v. LucanuS, Geheimer CabinetSrath."

Düsseldorf, 25. August. Nachdem bereits am Mittwoch auf dem Rotterdamer SchiffMaria" im Hafen von Neuß ein Todesfall unter Anzeichen von Cholera erfolgt ist, wurden derDüffeld. Ztg." zufolge gestern und heute drei wettere Todesfälle constatirt. Die Behörden trafen um­fassende Vorsichtsmaßregeln, ließen die Schiffsbesatzung iso» liren, verfügten theilweise Hafensperre und verboten die Neußer Schützenbälle. Die Fälle sind aus Belgien und Holland eingeschleppt.

Spezia, 25. August. Heute Morgen ist dieSavoia" hier eingetroffen. Der König, Prinz Heinrich und der Kronprinz wohnten einer Schießübung bei, besichtigten die militärischen Etablissements und begaben sich um 41/« Uhr Nachmittags zum Bahnhofe, von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Die Truppen bildeten Spalier. Der König und der Kronprinz verabschiedeten sich von dem Prinzen Heinrich sehr herzlich mit mehrmaliger Umarmung. Prinz Heinrich trat dann die Rückreise nach Deutschland an. Der König und der Kronprinz begaben sich nach Monza. Vor seiner Abreise hatte Prinz Heinrich noch an den Uebungen des UnterseebootesPullino" theilgenommen.

Petersburg, 25. August. DerRegierungsbote" theilt mit, daß, nachdem der Kaiser und die Kaiserin gestern früh um 7 Uhr in Libau eingetroffen seien, daselbst in Gegenwart des Kaiserpaares die feierliche Grundstein­legung zum Bau des neuen Kriegs- ynb Handelshafens erfolgt sei. ______________

Depeschen deS BureauHerold".

Berlin, 25. August. Don den deutschen Maschinen- fabrikanten, welchen in Folge des russischen Zollkrieges der dortige Markt verschlossen ist, die sich daher nach außen nach anderen Absatzgebieten umsehen, ist nunmehr die Ent­sendung von Jngeoieuren nach Südamerika, besonders Brasilien, zum Studium beS dortigen Marktes in Aussicht genommen. Der Plan erfreut sich der werkthätigen Unter­stützung unserer amtlichen Stellen.

Wien, 25. August. Wie derFreien Presse" aus Paris gemeldet wird, schweben, seit kurzer Zeit zwischen dem russischen Finanzminister und einer Pariser Bankgruppe Ver­handlungen wegen Abschlusses einer neuen russischen Anleihe.

Wien, 25. August. Nach einer Veröffentlichung der amtlichenWiener Zeitung" ordnete der Kaiser an, daß eine Summe von 240,000 Gulden auS Staatsmitteln zur Dertheilung an die nothleidenden Districte in Galizien und Tyrol überwiesen werden soll.

Wiea, 25. August. Die Bildhauergehilfen eröffnen den General st rike. Sie fordern eine achtstündige Arbeitszeit ohne Lohnkürzung, die Anerkennung ihrer Vertrauensmänner seitens der Prinzipale, die.Uebergabc der ArbeitSvermittelung und die Schaffung einer eigenen Krankenkasse.

Vemberg, 25. August. Laut Beschluß des Gemeinde­raths werden in Zukunft alle von der Gemeinde hergestellten Militärgebäude polnische Aufschriften erhalten.

Budapest, 25. August. Reserveumerofsiziere des HeercS werden jetzt zu den Honveds cinberufen, um das ungarische Commando kennen zu lernen. Aus diese Weise erhält der Landsturm im KriegSsall die erforderliche Anzahl Unteroffiziere.

Bukarest, 25. August. Major HieSco, Directvr der Pulverfabrik von Lokazel, hat em neues rauchlofeSPulver erfunden, welches die bisher bekannten übertreffen soll.

ES werden augenblicklich mit demselben Versuche angestellr, die bisher zu einem zufriedenstellenden Resultat geführt haben.

Ao», 25. August. Gestern und heute find wiederum mehrere choleraverdächtige Erkrankungen hier vor­gekommen.

Paris, 25. August. Aus der Eisenbahnlinie Toul-Porr- St. Vincent brachen Streitigkeiten mit Italienern aus. Zwei Gensdarmerie»Abteilungen find dahin ab­gegangen.

Lyon, 25. August. An der Schweizer Grenze wurde ein bedeutender Schmuggel entdeckt. Es sollen mehr als 22,000 schweizer Uhren in Blechdosen als con- denfirie Milch eingeschmuggelt worden sein.

Landau, 25. August. Die Regierung legte dem Parlament Pläne zur Erbauung vou zwei neuen Kriegsschiffen vor. Dieselben sollen alle jetzigen Schiffe der englischen Marine an Größe und Vollkommenheit der AuSftarrug über­treffen.

Antwerpen, 25. August. Die Berichte einiger Brüsseler Blätter über den Cholera ft and in Antwerpen haben die hiesige Einwohnerschaft in große Aufregung versetzt. Man verlangt nun von der Behörde offizielle Angaben über die Ausdehnung der Cholera.

Halle, 26. August. DerHalleschen Zeitung" zufolge ist in vergangener Nacht im Nachbardorfe Kröllwitz ein Steinsetzer unter choleraartigen Erscheinungen erkrankt­es sind alle Vorsichtsmaßregeln getroffen. Die bacteriologische Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

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totale* nnO provinzielle*.

Sieben, 26. August 1893.

* Von Krämpfen befallen. Ein hiesiges Dienstmädchen wurde gestern Abend beim Wasserholen an einem Brunnen in der Bahnhofstraße von Krämpfen befallen und mutzte, da dasselbe nicht zum Bewußtsein zurückzubringen war, auch der Dienstherr (ein Restaurateur) auf polizeiliches Auffordern sich nicht im Geringsten um daS Mädchen bekümmerte, sondern jede Hülfe entschieden ablehnte, in die Klinik verbracht werden.

Verhaftung. Ein der Brandstiftung zu Großen-Buseck verdächtiger, berüchttgter Mensch von dorten wurde gestern gefänglich eingezogen.

Auszeichnung. Dem Amtsgerichtsdiener am Amts­gericht Hungen Jacob Karg wurde das Allgemeine Ehren­zeichen mit der InschriftFür langjährige treue Dienste" verliehen.

Die Antisemiten haben für die bevorstehenden LandtagSwahleck bis jetzt folgende Candidaten proclamirt: für den Wahlkreis Gießen-Land und den Wahlkreis Hungen den Landwirth Philipp Köhler zu Bettenhausen, für den Wahlkreis Homberg a. O. den Landwirth Heinrich Kratz IV. zu Elpenrod, für den Wahlkreis Reichelsheim i. Odw. den Landwirth Philipp Ripper V. zu Pfaffenbeerfurth.

Lehrer - Zusammenkunft. Wie vor 10 Jahren die Lehrer, welche in den Jahren 1852 bis 1855 daS Seminar in Friedberg besucht, sich auf eine Einladung hin am Ludwigs- tage in Frankfurt zusammenfanden, so hatten sich gestern auf die freundliche Einladung ihres Obmanns dieselben in Fried­berg vereinigt, um ein paar fröhliche Stunden miteinander zu verleben. Von den 101 Lehrern, welche damals das Seminar besucht, waren 36 nicht mehr unter den Lebenden und von den noch übrigen 37 erschienen. Nach einem kleinen Frühstück und kurzer Begrüßung im Pfälzer Hof, begaben sich die Teilnehmer um 11 Uhr auf den Friedhof, um daS An­denken ihrer hier ruhenden früheren Lehrer, durch eine würdige Ansprache zu ehren, worauf der noch lebende Lehrer auS dieser Zeit, Herr Lang, besucht wurde. Um 1/al Uhr ging es zum allgemeinen Mittagessen im Hotel Trapp und wurde auf allseitigen Beschluß ein HuldigungS-Telegramm an Seine Königl. Hoheit den Großherzog abgesandt, und heiterer und ernster Episoden auS der Seminarzeit gedacht. So verlief die Zeit, bis um 3 Uhr, nach dem Besuch des Burgwalls, unter freundlicher Leitung deS Herrn Director Quentell die Räume des Seminars besucht wurden. Höchst befriedigt über die jetzige Einrichtung verließen die Theil­nehmer ihre ehemalige Stätte der Bildung, um noch ein paar Stunden gemüthlichen Zusammenseins im Pfälzer Hof zu verleben- alsdann brachten die Züge dieselben mit dem Wunsche auf Wiedersehen In 5 Jahren wieder in ihre Heimalh zurück.

Wegfall der ersten WageuNasse. AuS Ersparnitzrück- sichten soll, wie dieK. Ztg." meldet, vom 1. October ab in den Personenzügen der preußischen Staatsbahnen die erste Wagenklasse weg fall en, soweit nicht berechtigte allgemeine Interessen dadurch geschädigt werden. ES hat sich nämlich herauSgestellt, daß in den Personenzügen die erste Klasse so wenig benutzt wird, daß ein wirkliches Bedürsniß für diese Wagenklasse nicht als vorliegend erachtet werden kann.

Fahrplan Aenderuag. Nach der in vorliegender Nummer (2. Blatt) enthaltenen Bekanntmachung der K. Eisenbahndireciion Hannover tritt vom 1. September ab eine Aenderung in der Fahrzeit deS Zuges 103 (Gießen-Sassel) insofern ein, als der- selbe um 4 Uhr 20 Min. Morgens, anstatt wie bisher 4 Uhr 12 Min. in Gießen abfährt.

Der Setreidemarkt. Lustlosigkeit bleibt im Allgemeinen noch immer der hervorstechendste Sharacterzug im einheimi­schen Getreidegeschäft, woran auch die neuerdings vom amerikanischen Markte gemeldete Besserung anscheinend noch nicht- zu ändern vermocht hat. Die in den letzten Tagen veröffentlichte jüngste Erntestattstik für daS Königreich Preußen mit ihren für Roggen und Weizen durchschnittlich ziemlich günstigen Berichten trägt anderseits offenbar dazu bei, daß der Preisdruck in beiden Hauptgetreidesorten noch immer an» hält, wenn auch hie und da sich ein leises Anziehen der Preise in Folge localer Einflüsse bemerklich macht. Die Zu­fuhren von neuer Waare in Roggen und Weizen find zwar

gering, einstweilen ist aber dieser Umstand noch ohne Einfluß auf die Preisbildung geblieben. In Hafer behaupten fich bei mäßigen Umsätzen die etwas besseren Preise an den meisten Plätzen, und ist in Folge der andauernd ungüusttgen Ernte­berichte über Hafer eine weitere Preissteigerung in diesem Artikel nicht unwahrscheinlich. An der Berliner Produkten- börse ootirtcn: Weizen 149159 Mk. per 1000 Kilogramm, Roggen 134138 Mk., Hafer 162190 Mk., Gerste 125170 Mk.

t h. Alßielb, 27. August. Die land w. Winterschule beginnt ihr diesjährige« Wintersemester den 30. Ocrober.

B . Inheiden, 25. August. Eine Obstverfteigerung auf der Staatsstraße GießenGelnhausen, Abtheilung 106 bi« 108, har stattgefunden und ein bescheidene« Resultat er­geben. Die Versteigerung war in den Orten Utphe und Berstadt bekannt gemacht worden. Auf die meisten Loose wurde gar kein Gebot eingelegt- auf andere nur ganz unge­nügende Gebote gethan. Zuletzt erhielt Straßenwäner Frank zu Inheiden sömmtliche Loose zu 2,50 Mark übertragen. Wenn nicht« davon kommt, ist das Geschäft gar nicht so übel.

N. AuS dem oberen Riddathale, 25. August. Dieser Tage fand eine Brennholzversteigeruug bei un« statt, an welcher sich die Bewohner der Ortschaften Nidda, EichelS- dorf, Fauerbach, Wallernhausen, die beiden Schmitten u. A. beteiligten. Die Preise sind mäßig geblieben, denn sie habe» den Tarifpreis nicht erreicht. Eine große Wohlthat M eS, daß seit dem heftigen Sturm mit einigen Gewittern am vergangenen Montage die Hitze nachgelassen hat. Wir haben seitdem auch etwas Regen bekommen. Die Witterung hat jetzt schon mehr den Charakter deS Nachsommerwetters angenommen und er ist dadurch normal geworden.

8. W. An« der südlichen Wetteran, 25. August Die Feldbereinigungen in unserer Provinz mehren fich und finden unter den Landwirthen immer mehr Anhänger. So hat unsere Gemarkung EckhartShausen nunmehr ihre diesbe­züglichen Arbeiten nahezu beendigt und man ist gespannt, ob sich alles gut bewährt. DerGießener Anzeiger" hat früher einmal nachgewiesen, daß die Bauern kaufmännisch rechnen lernen müßten und hat alS Beispiel einen rheinheffischen Landwirth angeführt, welcher in den heißen Jahren 1857, 1858 und 1859 riesiges Geld für sein Stroh einnahm und sich anders behalf. Wir haben dieses Jahr einen ähnlichen Fall, der manchem Kleinbauern ein deutlicher Fingerzeig werden kann. Herr Pachter M. zu Marienborn verkaufte 300 Ctr. Stroh ä 31/, Mk. und löste 1050 Mk. Dagegen kaufte er 300 Ctr. Torfstreu A 2 Mk. und zahlte 600 Mk., folglich Mehrerlös 450 Mk. Die Torfstreu thur dem Herrn M. dieselben Dienste, mitunter noch bessere wie Stroh und 450 Mk. find rein gewonnen. Solche Beispiele muß man vorführen, damit die Leute denken und überlegen lernen. Das wird fich diese- Jahr besonders beim Ob ft verkaufe zeigen. Als vor zwei Jahren das viele Obst gewachsen war, führe» die Leute planlos nach Frankfurt und es kam vor, daß hundert und aber hundert Wagen hintereinander bis Halbweg» Vilbel hielten und nicht in die Stadt konnten, weil alles überfüllt war. Da geschah, daß mancher Baueradgeknüpst" wurde, d. h. er gab schließlich daS Obst zu Schleuderpreisen her, damit er e« nicht wieder heimfahren mußte. Seitdem haben wir einenObstbauverein" und eineObstverwenhungS» genossenschaft" bekommen, denen viele tausend Mitglieder beitraten, sind die intelligentesten Leute. Diejenigen, welche am meisten der guten Rathschläge bedürften, die kleinen Leute, halten fich fern von den Vereinen. Wir rufen aber gerade dieses Jahr dem kleinen Bauer zu: Achtung, und Ohren und Augen auf bei dem Obst - Verkaufe. Unsere Hauptobstabnehmer sind bekanntlich die Württemberger, wenn sie auSbleiben, ist der Franksuner Markt gedrückt. Man sucht in dieser Beziehung schon Stimmung zu machen. Der heuttgeGießener Anzeiger" bringt eine Mittheilung über Obstmärkte und Obstverwerthung in Frankfurt. Wir rathea allen Landwirthen dringend, sich bei der Sache zu beteiligen, Niemand wird zu bereuen haben.

Babenhausen, 23. August. DaS KriegSministerium zu Berlin hat baß Gesuch um Wiebererrichtung unserer Garnison abgeschlagen. Die amtliche Nachricht traf gestern bei ber hiesigen Bürgermeisterei ein. Dem vernehmen nach soll bie Intendantur zu Kassel nicht dafür geneigt ge­wesen sein.

An« Rheinhessen, 24. August. Die amtlichen Erhebungen der landwirthschastlichen Vereine über den Stand der Reben im Monat August lauten äußerst befriedigend. Sie verzeichnen für bie Bezirke: Alzey, Mainz, Oppenheim, Ost­hofen, Wörrstabt und Wormösehr gut"- für die Bezirke: Ingelheim, Nieder-Olm und Psedderßheimsehr gut bi» gut"; die Bezirke Flonheim und Wöllsteingut" und für den Be­zirk Bingenmittel".

Warm«, 25. August. In der verflossenen Nacht kam eine Frau beim Latwergekochen mit ben Kleibern bem Feuer zu nahe, so baß biefe in Branb gerieten. Die Unglückliche würbe schrecklich verbrannt in» Hotzpital verbracht. Der Bruder berielben, ber bie Flammen ersticken wollte, erlitt ebenfaQß schwere Branbwunden.

' Dermiicbtc».

Leipzig, 25. August. Unter großer Theilnahme der geladenen Ehrengäste, ber Aussteller unb beS Publikum« würbe heute um 11 Uhr die intern ationale Gartenbau- Ausstellung nach einer Ansprache deS Oberbürgermeister« Georgi durch ben Vorsitzenben ber AusstellungScommitfion, Moßborf, seierlich eröffnet. Die Ausstellung ist großartig, bie Zahl der Aussteller beläuft sich auf 600.

31 drei Tagen lach Amerika! Auf diese verschwindend geringe Frist soll künftig die Fabn zwischen Europa unb Amerika nach einem Vorschläge der Canavian Pacific Railway